logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Anwalt
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2019-04-22 15:26
[Kurzrezension] Ingo Lenßen - Die Lücke im Gesetz: Wie Man Ungestraft Davonkommt
Die Lücke im Gesetz: Wie man ungestraft ... Die Lücke im Gesetz: Wie man ungestraft davonkommt - Ingo Lenßen
Beschreibung:
Alles, was gerade noch recht ist. Als Anwalt kennt Ingo Lenßen die Grenzen von Recht und Unrecht ganz genau. Er weiß, wie man um ein Knöllchen wegen überhöhter Geschwindigkeit herumkommt oder warum das Telefonieren am Steuer nicht grundsätzlich mit einem Bußgeld enden muss. Er erläutert, welche Schimpfworte gerade noch in Ordnung sind, wie Sie als Mieter zu Ihrem Rechtkommen oder auf welche Abzocktricks Sie beim Gebrauchtwagenkauf vorbereitet sein müssen. Unterhaltsam und informativ schildert er in seinem Buch, mit welchem Detailwissen man sich in bestimmten Situationen dem Zugriff der Justiz entziehen oder die gegnerische Partei übertrumpfen kann. Ganz legal, weil man eben etwas mehr weiß als die anderen. Angereichert mit Anekdoten aus seiner langjährigen Tätigkeit als Strafverteidiger hat Ingo Lenßen ein einzigartiges Buch geschrieben, das dem Leser interessantes juristisches Know-how bietet.
 
Details:
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: riva (5. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783868832822
ISBN-13: 978-3868832822
ASIN: 3868832823
Größe: 13,5 x 1,4 x 21 cm
 
Fazit:
Ingo Lenßen ist ja inzwischen ein bekannter Rechtsanwalt, der nicht nur in Serien wie "Richter Alexander Hold" aufgetreten ist, sondern auch mit seinen eigenen Sendungen "Lenßen und Partner" der "Lenßen Live" immer wieder im Fernsehen präsent ist.
In seinem Buch "Die Lücke im Gesetz" zeigt er an Fällen aus den Bereichen Verkehrs-, Erb-, Straf-, Zivil-, Miet-, Steuer-, Reise-, Familien-, Arbeits- und Versicherungsrecht auf, wie man das Gesetz auslegen kann, da die Gesetze immer eine Auslegungsfrage sind.
Die Fälle sind aus dem Alltag gegriffen und man kann daran sehen, dass es juristisch manchmal nicht so einfach ist, wie man es manchmal glaubt und dass das Gesetz auch immer eine Sache ist, die zwei Seiten hat.
Besonders wichtig scheint wohl zu sein, dass man sich fachkundige Hilfe an die Seite holt und erstmal nichts sagst, weil das kann einen nicht falsch ausgelegt werden.
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-11-15 11:04
Ein Held mit Brüsten
Bloody Bones - Laurell K. Hamilton

In Großbritannien und den USA weckt der Titel des fünften „Anita Blake“-Bandes, „Bloody Bones“, vermutlich ganz bestimmte Assoziationen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass deutsche Leser_innen hingegen keine Ahnung haben, welche Anspielung sich darin versteckt. Im englischsprachigen Raum ist Bloody Bones als Kinderschreck bekannt, der nahe Gewässern lebt und unartige Kinder ertränkt. Die Legende variiert natürlich. Alternativ lebt das Monster in einem Schrank unter der Treppe; in neueren Versionen treibt es in Abflussrohren sein Unwesen. Obwohl ich das Buch schon einmal auf Deutsch gelesen habe, erinnerte ich mich nicht an diese Sagengestalt. Insgesamt war meine Erinnerung an Band 5 vollkommen verschwunden, sodass ich „Bloody Bones“ gänzlich unbelastet beginnen konnte.

 

Jeder andere Animator hätte den Auftrag, einen ganzen Friedhof voller 200 Jahre alten Leichen zu erwecken, um einen Streit über die Besitzverhältnisse des Landes beizulegen, ablehnen müssen. Doch Anita Blake ist nicht wie ihre Kolleg_innen. Ist das Opfer mächtig genug, könnte sie es schaffen. Sie ist neugierig; will wissen, ob sie den Auftrag meistern kann, ohne menschliches Blut zu vergießen. Sie sagt zu und kurz darauf sitzt sie, begleitet von Larry, bereits in einem Helikopter, der sie nach Branson, Missouri bringen soll. Dort angekommen, bekommt sie es allerdings nicht nur mit gierigen Anwälten und der dubiosen Familie Bouvier zu tun, sondern auch mit einer rätselhaften Mordserie. Alle Opfer sind jung und nahezu blutleer. Für Anita ist der Fall klar: der Täter ist ein Vampir. Sie ahnt nicht, dass sich in den Wäldern rund um Branson noch ein ganz anderes Wesen verbirgt. Ein Wesen, das schlimmer und gefährlicher ist als ein Nest skrupelloser Vampire…

 

Vor rund zwei Jahren habe ich einen Artikel gelesen, der die Rolle der weiblichen Heldin in der Urban Fantasy aus der Gender-Perspektive heraus analysiert. Die These lautete, dass die Entscheidungen der Heldin festlegen, ob sie sich wahrhaft als Heldin mit weiblichem Gender qualifiziert oder ob sie eher als „Held mit Brüsten“ kategorisiert werden muss. Anita Blake ist ein Held mit Brüsten, das schlussfolgerte der Artikel einwandfrei und „Bloody Bones“ belegt diesen Ansatz zweifellos. Im fünften Band benimmt sich Anita äußerst maskulin, ist unfähig, Verantwortung abzugeben, Vertrauen zu schenken und zeigt extremes, teilweise aggressives Konkurrenzverhalten. Sie ging mir auf die Nerven, weil ihre Tendenzen zum obsessiven Kontrollfreak stark zu Tage treten. Sie muss alles selbst machen, kann nichts delegieren und reagiert wütend, stößt sie an Grenzen. Den armen Larry würde sie, wenn sie könnte, sogar auf die Toilette begleiten, da sie ihm nicht zutraut, sich selbst zu schützen. Selbstverständlich verfügt Larry weder über ihr Wissen, noch über ihre Erfahrung, aber sie ist nicht seine Mutter und hat kein Recht, ihn wie ein Kind zu behandeln und ihm Vorschriften zu machen, so sehr sie sich auch um seine Sicherheit sorgen mag. Er ist ein erwachsener Mann, verflixt noch mal. Durch ihr Verhalten stellt sie seine Kompetenz, seine Fähigkeiten und seine Autorität in Frage, was insofern paradox ist, dass sie selbst es nicht erträgt, wird mit ihr ebenso umgesprungen. In Branson, Missouri ist Anita kaum mehr als eine Zivilistin. Sie möchte der Polizei bei den Ermittlungen in der Mordserie helfen, hat jedoch keinerlei Handhabe, als ihr Ablehnung entgegenschlägt. Außerhalb von St. Louis besitzt sie keinen offiziellen Status, was sie verständlicherweise als frustrierend empfindet. Auf diese Weise unterstreicht Laurell K. Hamilton elegant die Notwendigkeit eines potentiellen Gesetzes, das Vampirhenkern die Befugnisse der Bundespolizei verleihen würde. Noch wird dieses Gesetz allerdings lediglich diskutiert, weshalb Anita in „Bloody Bones“ ordentlich tricksen muss, um in die Ermittlung involviert zu werden. Ich fand den Fall verworren und unübersichtlich, da wieder einmal mehrere Antagonisten vorgestellt werden und ich nur mit Mühe auseinanderhalten konnte, wer sich jetzt welcher Missetaten schuldig machte. Das unausweichliche Vampirchaos überstrahlt sowohl die Ausgangssituation der Erweckung eines ganzen Friedhofs, als auch die Etablierung einer neuen Spezies, die dadurch beiläufig und enttäuschend unspektakulär daherkam. Es wirkte, als hätte Hamilton während des Schreibprozesses den Fokus der Geschichte verschoben, damit die Vampire und somit auch Anitas Verbindung zu Jean-Claude erneut im Mittelpunkt stehen, was meiner Ansicht nach unnötig war. Ich sehe zwar ein, dass die Veränderung der Beziehung zwischen Anita und Jean-Claude für die übergreifende Handlung bedeutsam ist, doch meiner Meinung nach hätte sie dieses Element nicht zwangsläufig in „Bloody Bones“ hineinquetschen müssen. Es hätte Zeit gehabt. Ich hätte eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Erweckungsszenario und der damit einhergehenden Eingliederung besagter neuer Spezies definitiv bevorzugt.

 

Ich hatte leider nur mäßig Spaß an der Lektüre des fünften „Anita Blake“ – Bandes „Bloody Bones“. Einerseits fand ich das unglücklich wirre Handlungskonstrukt langatmig und gestreckt, andererseits manifestieren sich Anitas negative Eigenschaften so dominant, dass sich die Distanz zwischen uns, die sich bereits im letzten Band „The Lunatic Cafe“ aufzubauen begann, weiter vertiefte. Ich gebe es ungern zu, aber Anita ist in „Bloody Bones“ keine Sympathieträgerin – sie ist eine nervige, kontrollsüchtige, waffenschwingende Irre. Zum Glück weiß ich, dass diese Facetten lediglich einen Aspekt ihrer Persönlichkeit darstellen und bessere Zeiten nahen. Diese werden mich daran erinnern, warum ich sie trotz oder gerade aufgrund ihrer Fehler gernhabe, weshalb ich nicht einmal ansatzweise darüber nachdenke, die Reihe abzubrechen. Einfach durchhalten und diesen durchschnittlich überzeugenden Band erneut vergessen.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/11/15/laurell-k-hamilton-bloody-bones
Like Reblog Comment
review 2013-08-06 11:44
Vergnüglich!
Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt - Werner Koczwara

Auf dieses Buch wurde ich durch Werbung und einer Leseprobe im Börsenblatt des Buchhandels aufmerksam. Obwohl ich beruflich nichts mit der Juristerei zu tun habe und mich an sich auch nur mäßig dafür interessiere, ist es dieser Leseprobe gelungen, mich sofort neugierig auf dieses Buch zu machen. Alleine der in der Leseprobe behandelte Paragraph war schon zum Totlachen komisch.
Doch dabei bleibt es nicht. In 30 recht kurzen Kapiteln stellt Werner Koczwara gewisse Paragraphen vor und erläutert sie auf höchst amüsante Art und Weise, so dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als entweder zu lachen oder fassungslos den Kopf zu schütteln. Es ist schon interessant, was da in den eigentlich so wichtigen Gesetzesbüchern geschrieben steht.Bei seiner Auswahl der Paragraphen hat Koczwara solche gewählt, zu denen jeder Mensch eine gewisse Verbindung hat, so wird es nie zu abgehoben oder zu weit weg, alles bleibt sehr greifbar.
Ich hatte das Buch, das immerhin 153 Seiten umfasst (nicht minder lustiges Vor- und Nachwort eingeschlossen) an einem Abend ausgelesen, weil ich einfach immer wieder wissen wollte, was der Autor sich im nächsten Kapitel an hanebüchenen Gesetzen herausgegriffen hat.
Daraus lässt sich schließen, dass sich das Buch -im Gegensatz zu BGB & Co.- leicht lesen und verstehen lässt. Das stimmt auch. Das einzig Unverständliche bleiben die 1:1 übernommenen Paragraphentexte, aber nie Koczwaras Erläuterungen, die oft bissig und listig ausfallen, das Augenzwinkern hört man aus jedem Satz heraus.

 

Fazit:   Von mir aus hätte dieses Buch noch ein Vielfaches der Seitenanzahl haben können, ich hätte es vermutlich trotzdem an einem Abend durchbekommen. Jeder, der sich ein paar vergnügliche Stunden mit einem Buch machen möchte, das ja eigentlich Einblicke in ein bierernstes Thema gibt, darf hier unbesorgt zugreifen.

Source: leserattz.wordpress.com/2010/05/14/am-8-tag-schuf-gott-den-anwalt
More posts
Your Dashboard view:
Need help?