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review 2019-03-04 18:20
Leiser Dorf-Thriller
Der Besch├╝tzer - Belinda Bauer

Es ist tiefer Winter im englischen Shipcott, als eine alte, wehrlose Frau ermordet wird. Während Beamte aus London die Ermittlungen aufnehmen, erreichen Dorfpolizist Jonas bedrohliche Botschaften. Ihm wird vorgeworfen, seiner Pflicht nicht nachzukommen. Können diese Nachrichten vom Mörder sein?

Bei „Der Beschützer“ handelt es sich um einen leisen Spannungsroman, der meiner Meinung hart an der Grenze zum Psychothriller schabt. 

Shipcott ist ein kleiner Ort beziehungsweise schon eher ein richtiges Kaff. Jeder kennt jeden, die Menschen gehen ihren täglichen Gewohnheiten nach, und beschützt wird dieser rustikale Landstrich vom eigenen Dorfpolizisten: Jonas Holly.

Jonas Holly mag seinen Job und geht mit Enthusiasmus seinen Aufgaben nach. Er zeigt Präsenz, macht das Beste aus der Situation, und weiß als Einheimischer, wie die Bewohner zu nehmen sind. Privat kümmert er sich um seine schwerkranke Frau. Die Sorge um sie bringt ihn an den Rand der Verzweiflung, weil er nicht weiß, wie ihr zu helfen ist.

Zu allem Überfluss geht ein Mörder in Shipcott um. Zuerst tötet er eine alte, wehrlose Frau. Und der Killer hat weitere Opfer ausgewählt. 

Beschrieben wird dieser Thriller anhand mehrerer Perspektiven. An erster Stelle ist Jonas zu nennen. Durch ihn lernt man Shipcott, die Bewohner und natürlich seine private Situation kennen. Die Abschnitte mit ihm geben ein Gefühl für den Ort, lassen seine Sorgen lebendig werden und rücken die Ermittler aus London ins rechte Licht.

Die Beamten aus der Stadt sind von der Winteridylle des Örtchens gar nicht angetan. Sie tappen im Dunkeln, werden langsam eingeschneit, und trotz aller Bemühungen haben sie nicht den Hauch einer Ahnung, wer der Mörder ist. Angeführt von einem böswilligen und rechthaberischen Polizeibeamten namens Marvel, ergeben die städtischen Ermittler ein grobschlächtiges Bild, das bei der hiesigen Bevölkerung wenig Sympathie findet.

Wenn man kurz über die Handlung fliegt, dann ist sie nicht neu. Allerdings wird sie von Belinda Bauer fesselnd und originell erzählt.

Bezeichnend für die Ereignisse sind der Winter, das Kaff mit Jonas Holly und die Opfer. Sämtliche Opfer sind schutzbedürftig und allein nicht lebensfähig. Diese Tatsache stachelt das Entsetzen der Bevölkerung richtig an. Dazu kommt die Vermutung, dass es jemand von ihnen sein muss, weil ein Außenstehender die Umstände der Ermordeten nicht gut genug kennt.

So geht Jonas Holly die Ermittlungen an, obwohl er von den Kollegen aus der Stadt zur Türwache degradiert ist. Er sieht nicht tatenlos zu, wie ein Mörder Unheil über seinen Ort bringt!

An und für sich ist die Handlung ruhig erzählt. Nachdem man Hollys Lebensumstände und den aggressiven Führungsstil Marvels kennenlernt, plätschert das Geschehen vor sich hin. Abwechselnd rücken unterschiedliche Verdächtige in den Fokus, alte Fehden wärmen sich auf, aktuelle Brandherde kühlen ab, und mittendrin stapft man mit Holly munter durch den kräfteraubenden Schnee, weil man denkt, dass man dem Killer auf der Fährte ist.

Stimmungsvoll und im dörflichen Ambiente, geht Belinda Bauer den üblichen Krimi-Weg, nur um den Leser mit einer gnadenlosen Wendung zu konfrontieren. Während ich dieses Buch bis zur Hälfte als durchschnittlichen Krimi betrachtet habe, nimmt er ab dann überragend spannende Züge an, und überrascht mit einem unerwarteten Ende, das mich durchwegs für sich eingenommen hat.

„Der Beschützer“ ist ein leiser Thriller, der bis zur Mitte jedem Regional-Krimi die Ehre macht, ab dann auf Psychothriller-Niveau agiert, und durch den ausgefallenen Abschluss zum beachtlichen Lesevergnügen wird. 

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.com
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review 2018-12-07 17:16
Guter Thriller mit ernstem Hintergrund-Thema
Der Tod so nah: Thriller - Belinda Bauer,Marie-Luise Bezzenberger

Die Reporterin Eve Singer muss für ihren True-Crime-Sender immer die Erste am Tatort sein. Denn ihr Publikum lechzt nach blutigen Details. Fernsehjournalismus ist ein hartes Geschäft und die Konkurrenz fährt ebenso die Ellbogen aus. Als ein Serienmörder Eve live zu einem Mord einlädt, kann sie daher nicht widerstehen ...

Für dieses Buch habe ich mich entschieden, weil meiner Erfahrung nach die Autorin Belinda Bauer für exzellente, fesselnde und außergewöhnliche Thriller steht. Zwar treffen diese Eigenschaften nicht komplett auf "Der Tod so nah" zu, dennoch ist es ein beispielhafter Spannungsroman, den man gut lesen kann.

Die Handlung an sich ist nicht neu und beschäftigt sich mit dem typischen Serienkiller- und Gegenpart-Spiel. 

Im Mittelpunkt steht die Reporterin Eve Singer, die den Tod für ihr berufliches Überleben braucht. Sie berichtet schon mal live von Tatorten, setzt sich über Absperrungen hinweg oder steckt den Konkurrenten den Mittelfinger ins Gesicht. Obwohl sie absolut taff und selbstsicher wirkt, zeigt sich schnell, dass sie privat eine schwere Last zu tragen hat, und aus diesem Grund für ihren Job (fast) alles macht.

Eve Singer habe ich als glaubhafte, authentische Figur empfunden, die weit weg vom typischen Ermittler ist. Zwar hat sie privat mit äußerst widrigen Umständen zu kämpfen, aber diese liegen fern vom Genre-Einheitsbrei. Dadurch ergibt sich ein thematisch tiefsinniger Spannungsroman, der sich mit der Krankheit Demenz beziehungsweise Alzheimer auseinandersetzt.

Denn Eves Vater ist ein Pflegefall, weil er meistens gar nicht mehr weiß, wer sie oder er überhaupt ist. Sie sorgt sich um ihn, pflegt ihn und hat mit einer emotionalen Berg- und Talfahrt zu kämpfen, die sich auf den Zustand ihres Vaters bezieht.

Den Aspekt der Demenz-Erkrankung hat Belinda Bauer exzellent in die Thrillerhandlung eingebaut. Sie zeigt die Belastung von Angehörigen Demenzerkrankter auf, den Zwiespalt, in dem sie sich befinden, ihre zerstörten Hoffnungen, die Tiefpunkte und die schönen, liebevollen Momente, an die man sich trotz des Vergessens klammern kann.

Dazu kommt die Perspektive des Serienkillers, der Eve in sein perfides Spielchen zieht. Hier lässt sich die Autorin voll und ganz auf das übliche Thriller-Schema ein, und schildert solide den Wahn, der einen Menschen zu solchen Taten führen kann.

Von Beginn an konnte mich Belinda Bauer mit ihrem lebendigen, dichten Schreibstil begeistern. Sie hat ein Auge für's Detail und setzt eine beispielhafte 'Kameraführung' in ihren Romanen ein. Sie zoomt heran, geht in die Vogelperspektive über oder beleuchtet einen Ausschnitt, indem sie alles andere völlig ausblendet. Daraus ergibt sich ein fesselndes Leseerlebnis, das man kaum unterbrechen will.

Insgesamt ist „Der Tod so nah“ ein guter Thriller mit ernstem Hintergrundthema, der aber Belinda Bauers Originalität vermissen lässt. Für Leser, die sich vor laufender Kamera auf ein Spiel mit dem Tod einlassen wollen, ist dieser Spannungsroman trotzdem absolut empfehlenswert.

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.com
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text 2018-10-28 15:30
Reading progress update: I've read 47%.
The Shut Eye - Belinda Bauer

Wowh, this novel is going by quickly. I wish I'd made sure all my bingo books were as short as this one!

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text 2018-10-27 14:59
Reading progress update: I've read 24%.
The Shut Eye - Belinda Bauer

A woman who's young son has disappeared goes to a medium in a desperate push to find him. Trademark Bauer and of course that means I'm really enjoying it.

 

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review 2018-09-10 23:42
Snap (Bauer)
Snap - Belinda Bauer

I do enjoy modern thrillers, so it's not completely unlikely that I would have read this without the Booker longlist nomination that caused me to push the "add to waitlist" button on my e-library account. And I've probably wasted too much mental energy since, wondering whether the odd halo cast by the Booker has subtly altered my expectations and in what direction.

 

I quite enjoyed this, but it had a few shortcomings that niggled at me during and after the reading. Chief amongst these was an unsupported motivation for the principal crime - a motivation referenced in the title, but really no motivation at all. I know people snap, but we got to know the villain so little that his snapping seemed not just out of character but out of the blue. The main character, Jack, was much more accessible, and in the main much more likeable, which helped somewhat to bridge over the rather distressing way he solved the problem of his mother's murderer towards the end of the book. However, I couldn't help feeling that the random vandalism and lashing out that was the nastier end of a generally nice young boy was planted more to make his violence at the end seem plausible than because it was consistent with his own back-story.

 

Marvel and Reynolds, the cops, are a nicely-balanced pair of caricatures with a good double act that provokes the occasional smile. I hope, if this is part of a series, that Rice, their female sidekick, gets a bit more to do than she did here: as a character, I felt she had promise.

 

I liked the deliberation of the initial chapters and the way the plot picked up in both pace and bizarre events towards the end. This is as it should be in a thriller. There was, however, no twist to speak of (the identity of the knife-maker was, I suppose, a bit of a reveal, though certainly one I saw coming). The only mildly unexpected thing at the end was that one of the cops suppressed some information that would have had grave consequences for young Jack.

 

Anyway, I'd recommend this for people who like thrillers anyway, but not for people who read prize literature nominees because of their literary qualities.

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