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review 2016-01-02 14:20
[Rezension] Lia Haycraft - Die Nacht der Elemente Band 1 "Mondtochter"
Mondtochter: Die Nacht der Elemente 1 - Lia Haycraft

Titel: Mondtochter
Serie: Die Nacht der Elemente Band 1
Autorin: Lia Haycraft
Verlag:  bookshouse
Erschienen: Dezember 2014
Genre: Paranomal Romance
Seitenanzahl: 243 Seiten
Ausgabe: E-Book

ISBN:  978-9963526093
Preis: 3,99 Euro [E-Book]
         12,99 Euro [Print]

 

 
 
Klappentext: 

Als sich Lucija in den geheimnisvollen Sander verliebt, weiht er sie in ein Geheimnis ein: Sie ist eine Mondtochter. In wenigen Tagen wird sie in der Nacht der Elemente zu einer Arantai werden, einem Geschöpf der Nacht.

Sander will Lucija bei der Verwandlung begleiten, doch seine Vergangenheit holt sie beide ein. Plötzlich taucht die Schwester seiner ehemaligen Geliebten auf. Umbra will Rache für den Tod ihrer Schwester nehmen. Noch bevor sich Lucija verwandeln kann, gerät sie in die rachsüchtigen Fänge ihrer Widersacherin. Umbra versucht, Lucija heimtückisch auf ihre Seite zu ziehen, um Sanders Herz zu brechen, wie einst ihres zerbrach.

Die Autorin: 
 
© Lia Haycraft @bookshouse
 

Lia Haycraft wurde 1980 in Norddeutschland geboren, wuchs dann jedoch in Portugal, England und schließlich Nordrhein-Westfalen auf. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie mitten im Bergischen Land.
Gern gelesen hat sie schon immer, die Leidenschaft, selbst zu schreiben, packte sie gnadenlos vor vier Jahren. Da begann sie mit ihrem ersten Roman, der "Mondtochter" in der "Nacht der Elemente"-Reihe. Veröffentlicht sind außerdem unter dem Pseudonym Eileen Raven Scott ihre Novelle "Feuerküsse" im Machandel Verlag und zwei Kurzgeschichten in einer Anthologie und einer Fantasyzeitschrift. Die meisten Geschichten spielen in England oder Köln.
Weitere Werke sind natürlich in Arbeit.

Meine Meinung: 

Die 18-jährige Lucija sollte eigentlich ein ganz normaler Teenager sein, doch sie ist ein wenig anders. Sie hat eine Krähe als Freundin. Als sie kurz vor ihrem 19. Geburtstag steht, passieren plötzlich merkwürdige Dinge in ihrem Umfeld.  Eine sehr merkwürdige Frau erscheint im Laden, in dem Lucija arbeitet und ihr begegnet ein sehr geheimnisvoller Mann auf dem Friedhof. Was das alles zu bedeuten hat ahnt sie bis dahin nicht, doch dann merkt sie sehr schnell, dass sie alle hinter ihr her sind.
Die Geschichte ist von Anfang an sehr spannend. Lucija bringt uns in die Welt der Arantai und wir sind zusammen mit ihr auf der Suche nach den Mondkindern.
Mondkinder beherrschen viele verschiedene Elemente.
Durch viele überraschende Ereignisse war das Buch zu keiner Zeit langatmig oder langweilig. Vieles wurde zwar nicht beantwortet, aber in Band 2 erfahre ich dann wie es mit Lucija und ihren gefundenen Kräften weitergeht.

Die Geschichte wurde aus Sicht von Lucija, Sander und Umbra geschildert. So hatte ich einen wunderbaren Einblick in das Geschehen und ihre Gedanken.
Lucija mochte ich von Beginn an. Sie hat es sehr schwer Freunde zu finden, ist eher eine Aussenseiterin.
Durch ihr Schicksal musste sie ihre Familie und Freunde aufgeben, was ihr komischerweise irgendwie leicht viel.  
Sander war von Anfang an sehr mysteriös, hat mir aber durch seine Art gut gefallen. Umbra hingegen ist böse. Für mich war sie manchmal ein wenig undurchsichtig, aber erst als ich merkte warum sie Rache sucht, konnte ich sie verstehen.

Lia Haycraft hat einen flüssigen Schreibstil und sie hat es mir einfach gemacht, die Welt der Arantai bildlich vor mir zu sehen. Sie hat mich mitfiebern lassen was Lucija, Sander und Umbra alles erleben.

Mein Fazit: 

Lia Haycraft ist ein sehr spannender Auftakt einer Serie gelungen. Eine toller paranormaler Fantasyroman. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Lediglich einen halben Stern muss ich abziehen, weil ich manchmal etwas verwirrt war.

Meine Bewertung: 4,5/5
Source: beatelovelybooks.blogspot.de/2015/12/rezension-lia-haycraft-die-nacht-der.html
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review 2015-12-09 11:43
In deinen Armen – Verraten und Verkauft
In deinen Armen - Verraten und Verkauft - Jana Martens

Story:

Marcs Leben besteht in erster Linie aus seiner Arbeit als Anwalt für eine größere Kanzlei, ein Umstand den seine Verlobte weniger schätzt. Als ihm eines Tages der Fall des Jonathan Ainsworth übertragen wird, der bereits in erster Instanz in allen Punkten für schuldig befunden wurde, stürzt sich Marc in die Arbeit, um all sein Können unter Beweis zu stellen. Auf der Suche nach Ainsworth‘ Sohn Noah stolpert er über einen jungen Mann, der ihm bereits unter dem Namen Erik bekannt ist und der sein Geld als Stricher und mit kleineren Nebenjobs verdient. Schnell wird Marc klar, dass mit dem Fall etwas nicht stimmt und Ainsworth womöglich unschuldig im Gefängnis sitzt. Auf der Suche nach der Wahrheit schließt sich ihm auch Noah an, der von der riesigen Intrige weiß, die der Geschäftspartner seines Vaters in die Wege geleitet hat.

 

Als Marc immer tiefer gräbt, steht er plötzlich im Visier der wahren Verbrecher und wird zunehmend unter Druck gesetzt. Während seiner Flucht mit Noah, kommt er diesem unwillkürlich näher, was die ganze Angelegenheit zusätzlich verkompliziert …

 

Eigene Meinung:
Mit „In deinen Armen – Verraten und Verkauft“ erscheint der zweite Roman von Jana Martens im Bookshouse Verlag. Bei dem Buch handelt es sich um die Neuauflage des ursprünglich im Main Verlags erschienen Romans „Verraten und Verkauft“ von Madison Clark. Große Unterschiede zum Originalroman gibt es nicht, die beiden Bücher sind nahezu identisch.

 

Die Geschichte ist eher dem Genre Thriller zuzuordnen, als Gay Romance, wenngleich die Beziehung zwischen Marc und Noah natürlich einen großen Teil der Handlung einnimmt. Doch gerade dieser Aspekt ist einer der Pluspunkte des Romans, denn die langsame Entwicklung von Gefühlen seitens Marc (und auch Noah) ist sehr gut umgesetzt und nachvollziehbar. Die Gedanken und Emotionen der beiden unterschiedlichen Männer sind gut beschrieben, gerade Marcs Gefühle sind schlüssig und nachvollziehbar in Szene gesetzt. So dauert es eine Weile, bis sie aufeinander zugehen und einander näherkommen.

 

Wäre „In deinen Armen – Verraten und Verkauft“ ein normaler Gay Romance gewesen, bei dem es rein um die Beziehung zwischen zwei Männern gegangen wäre, wäre das Buch nicht schlecht gewesen, doch leider steht der thrillerhafte Fall im Zentrum. Im Grunde ist das nicht verkehrt, gäbe es nicht so viele Logiklücken und Löcher, die das Lesen im zweiten Teil arg erschweren. Viele Vorfälle sind einfach unlogisch, teilweise wirken sie sogar unmöglich, so dass die Handlung mitunter stark konstruiert wirkt. Hier fährt Marc mit einem Steckschuss im Oberschenkel stundenlang Auto, da mutiert Noah zum Arzt, der in einer heruntergekommenen Hütte Kugeln entfernt. Von der Tatsache, dass die ganze Umwelt blind und taub zu sein scheint, wenn ein Handlanger wie Dylan Häuser und Hotelsuites verwüstet oder es zu einer Schießerei in einer Tiefgarage kommt, einmal abgesehen. Mag sein, dass viele bestechlich sind, aber doch nicht halb London.
All das mündet in einem recht abstrusen Finale, die dem einige Geheimnisse gelüftet, aber leider nicht alle Fragen wirklich beantwortet werden. Zudem fällt negativ ins Auge, dass der „Endkampf“ quasi abgewürgt wird und die Ereignisse erst im Epilog ein Jahr später zusammengefasst werden. An diesem Punkt verschenkt Jana Martens einmal mehr Potenzial, denn es wäre für den Leser spannender gewesen, es mitzuerleben (show, don’t tell!).

 

Die Charaktere sind alles in allem ganz okay, wenngleich sie durchweg stereotyp daherkommen – sowohl Noah als auch Marc sind sympathisch, auch wenn beide in einigen Situationen recht kindisch reagieren. Gerade Marc, der als gestandener Anwalt Herr seiner Gefühle sein sollte, schmollt immer wieder oder gibt trotzige Antworten. Über solche Reaktionen sollte ein Mann Mitte dreißig hinaus sein, wenn er ernst genommen werden will. Bei Noah kann man sie eher hinnehmen: er ist jünger, stammt aus einem reichen Haushalt und ist selten regelkonform. Dass er ein ähnliches Schicksal wie Lukas aus „Verloren ohne dich“ zu erstragen hat, mag gefallen oder nicht – mir persönlich war die Gewalt, der er ausgesetzt ist, einfach zu viel.

Die übrigen Charaktere bleiben recht blass – sei es Dylan oder sein Auftraggeber Norman, Marcs Verlobte Nicole oder sein bester Freund Julian, sie alle bleiben nicht länger im Gedächtnis haften. Einzig Noahs Vater, den man leider nur kurz kennenlernt, sticht aus der breiten Masse heraus.

 

Stilistisch legt Jana Marten leicht lesbare, solide geschriebene Kost vor. Hin und wieder stolpert man über Wiederholungen (einige Redewendungen werden zu oft angewendet), auch die Dialoge sind nicht immer in sich schlüssig. Mitunter weiß man gar nicht, warum die Charaktere sich derart hochschaukeln und an warum ein Gespräch plötzlich umschwenkt. Während die emotionalen Szenen gut umgesetzt wurden, können die Action- und Kampfszenen leider weniger überzeugen. Alles geht ein wenig zu schnell vonstatten, so dass kaum Spannung aufgebaut wird.

 

Fazit:
„In deinen Armen – Verraten und Verkauft“ ist ein Gay Thriller, der mit einer spannenden Grundidee und soliden Charakteren aufwartet, jedoch im Handlungsverlauf nicht überzeugen kann. Das liegt vor allem an den vielen Logiklöchern und dem abrupten Cut im Finale. Somit ist Jana Martens Roman eher etwas für Fans von Gay Romance, die Wert auf die romantische Komponente legen (diese ist auch gelungen), als für Thriller-Liebhaber, die Spannung und logisch aufgebaute Geschichten mögen.

Source: www.like-a-dream.de
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review 2015-12-06 11:03
[Rezension] Nina Melchior - "Hiobsbotschaft - Die Vampirheilerin 2"
Hiobsbotschaft - Die Vampirheilerin 2 - Nina Melchior

Titel: Hibotsbotschaft
Serie: Die Vampirheilerin Band 2
Autorin: Nina Melchior
Verlag: Bookshouse
Erschienen: September 2015
Genre: Paranormale Romance
Seitenzahl: 261 Seiten
Ausgabe: E-Book

ISBN: 9789963527083
Preis: 4,99 Euro [E-Book]
        11,99 Euro [Print]

 

 


Vielen Dank an den Bookshouse Verlag, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Blogtour lesen durfte.

Klappentext: 

Dies ist die Geschichte um die Zukunft von Elise Brennan,

… eine Vampirheilerin, die das Ausmaß ihrer Fähigkeiten überschätzt zu haben scheint,
… eines Ex-Vampirs, den ein viel schlimmerer Trieb plagt als die bloße Gier nach Blut
… und einer Nonne, die derart schreckliche Opfer von beiden verlangt, dass der Preis für Magnus’ Heilung am Ende sogar zu hoch erscheint.

Zwei Monate nach Elises Heilungsversuch an Magnus sterben in einer Alten- und Pflegeresidenz mehrere Menschen an einem vermeintlichen Virus. Als eine der Leichen grausam geschändet aufgefunden wird, plagt vor allem Gabriel ein schrecklicher Verdacht: Schaffte die Heilung an Magnus ein neues Monster?
Elise, die sich seit Magnus’ Biss ihrer Gefühle alles andere als sicher ist, will herausfinden, was hinter seinen nächtlichen Ausflügen und dem mysteriösen Verhalten ihr gegenüber steckt. Was ihr dabei begegnet, übersteigt nicht nur ihre Fähigkeiten als Heilerin, sondern auch ihre Leidensfähigkeit als Frau …

Die Autorin: 
 
 
Nina Melchior wurde 1981 in Waiblingen geboren und lebt mit ihrem Ehemann und ihrem kleinen Sohn in der Nähe von Stuttgart. Mit dem Schreiben begann sie in ihrer Teenagerzeit, woraus 1999 ihr erster Jugendroman hervorging, der von der Waiblinger Kreiszeitung und dem Radiosender SWR1 vorgestellt wurde. Nina Melchior ist gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte. Nach der Geburt ihres Sohnes 2011 arbeitet sie vier Jahre an der dreiteiligen Vampirheilerin-Saga um Elise Brennan. Der erste Teil der Vampirheilerin-Saga wurde innerhalb von 6 Monaten an die 2000 Mal downgeloadet und ebenfalls in der Waiblinger Kreiszeitung vorgestellt. Daraufhin wurde die Romantrilogie vom bookshouse Verlag entdeckt und Band I im Januar 2015 lektoriert unter dem Untertitel „Himmelsgnade“ wiederaufgelegt. Band II der Vampirheilerin „Hiobsbotschaft" wurde im September 2015 veröffentlicht und schaffte es auf Anhieb auf Platz 167 im Kindle-Shop Verkaufsranking (Kategorie Vampire). Der große Showdown der Vampirheilerin „Höllensturz“ erscheint im Mai 2016.
 
Meine Meinung: 
Nina Melchior hat wunderbar an den ersten Band angeknüpft und mich wieder völlig fasziniert. Endlich ist Magnus geheilt, doch um sie herum sterben viele ältere Menschen. 
Dann ereilt Elise noch eine dramatische Nachricht über Cassy und sie muss es schaffen, dass sich alles zum Guten wendet. 
Man lernt in diesem Band viele neue Gesichter kennen. Ich hab mich gefreut, dass auch Michael wieder dabei war. 
Nina Melchior hat mich ihrem wahnsinnig tollen Schreibstil total gefesselt. Ich konnte das Geschehen vor meinen Augen sehen und auch die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Die Autorin hat mich sehr berührt.
Nina Melchior hat eine packende Geschichte geschrieben. Ich bin sofort in das Geschehen gefallen und hab mich wie immer in die einzelnen Charaktere verliebt. 
 
Mein Fazit: 
Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den dritten Teil der Reihe. Es hat mir viel Freude bereitet dieses Buch lesen zu dürfen, mit Elise und Magnus mitzufiebern. Ich kann diesen Roman absolut weiter empfehlen. 
 
Meine Bewertung: 5/5 
Source: beatelovelybooks.blogspot.de/2015/11/rezension-nina-melchior-hiobsbotschaft.html
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review 2015-09-14 11:44
Flüstern der Ewigkeit
Flüstern der Ewigkeit - Tanja Bern

Story:
Frankreich, 19. Jahrhundert: Andreis komplettes Leben wird auf den Kopf gestellt, als Vampire in sein Dorf einfallen und nahezu alle Bewohner töten oder verschleppen. Auch der junge Mann und seine Verlobte werden von Orvills Gefolgsleuten mitgenommen, allerdings mit dem Ziel sie in Vampire zu verwandeln. Andrei wird hierbei im Rahmen eines Experimentes zum Vampir, was bedeutet, das er sich grundlegend von den übrigen Vampiren unterscheidet: er ist nicht nur in der Lage sich Orville zu wiedersetzen, er ist auch wesentlich menschlicher.

 

Als es ihm gelingt mit der Gefangenen Sabienne zu fliehen, ist es die Vampirin, die ihm das Leben als Wesen der Nacht näherbringt und an seiner Seite bleibt. Lediglich Sabiennes Gefühle kann er nicht erwidern, da er sich eher zu Männern hingezogen fühlt. Als er zufällig dem jungen Sam begegnet und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, ahnt er nicht, mit wem er es eigentlich zu tun hat. Denn Sam entstammt einer alten Linie von Vampirjägern und hat unzählige von Andreis Artgenossen getötet …

 

Eigene Meinung:
Die Autorin Tanja Bern ist für ihre historischen, romantischen Bücher bekannt und legte mit „Nah bei mir“ bereits einen Gay Romance Roman vor. Mit „Flüstern der Ewigkeit“ wagte sie sich einmal mehr in die Vergangenheit vor, wenngleich sie mit den Vampiren dieses Mal eine deutlich fantastischere Komponente gewählt hat, als mit der dezenten Geisterthematik in „Nah bei mir“.

 

Inhaltlich verspricht das Buch Spannung, Romantik und eine ordentliche Portion Drama – all das bekommt der Leser auch, jedoch muss man sich schnell damit abfinden, dass die Handlung recht schnell vorangetrieben wird. Es geht Schlag auf Schlag, mitunter einfach zu schnell, um sich alles bildlich vorstellen zu können. Dabei ist man leider nie nah am Charakter sondern erlebt die Ereignisse aus einer gewissen Distanz. Dadurch wirkt die Geschichte stark „heruntererzählt“, mitunter recht gehetzt. Es wäre schön gewesen, wenn sich Tanja Bern mehr Zeit gelassen hätte, Dinge und Ereignisse zu beschreiben und auch auf ihre Charaktere einzugehen. Gerade von diesen und ihren Gefühlen erfährt man in bestimmten Situationen nichts. Hat Andrei Angst bei der Wandlung, welche Schmerzen durchlebt er, wie fühlt er sich, als sich Orville an ihm vergeht? All das bleibt außen vor, was sehr schade ist. Das Buch hat Potenzial, doch es wird einfach zu schnell und zusammenfassend erzählt. Gerade beim Finale wird dies deutlich – es fehlen der Spannungsaufbau und das Einstimmen auf den Endkampf, so dass dieser auf den letzten Seiten spürbar am Leser vorbeizieht. Kurz vor Schluss flaut die Spannungskurve enorm ab, so dass sich die letzten 50 Seiten ziemlich in die Länge ziehen. Hier fehlt einfach die Action und Spannung, die eigentlich vorhanden sein müsste – immerhin dürfen sich Andrei und Sam einer Gruppe Vampirjäger entgegenstellen.
Lediglich bei den Erotikszenen, die nur dezent angedeutet werden, wirkt sich dieser Stil positiv aus, da Tanja Bern auf ausufernde Sexszenen verzichtet und stattdessen alles in angenehme, sehr sinnliche Worte packt.

 

Die Charaktere bleiben dem Leser leider ebenso fern, wie die Geschichte – man lernt sie recht oberflächlich kennen, auch wenn ihre Hintergründe sehr genau beschrieben und die Beweggründe ebenso gut begründet werden. Das liegt vor allem daran, dass man gefühlstechnisch nie wirklich beim Charakter ist, wenn etwas geschieht. Der Leser hat immer eine gewisse Distanz zu den Figuren, die es schwer macht, sie zu begreifen und wirklich mit ihnen mitzufiebern. Sie kommen ein wenig kühl rüber, was sehr schade ist. Gerade Andrei bleibt auf eine seltsame Art und Weise blass, obwohl er der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist und man viel über ihn und seine Gedanken erfährt. Es ist schwer zu beschreiben, wieso man mit ihm nicht warm wird. Zumeist entzieht er sich dem Leser, ebenso wie Sam, der erst in der zweiten Hälfte wirklich wichtig wird und aus dessen Perspektive die Geschichte ab diesem Zeitpunkt ebenfalls erzählt wird.

 

Dafür sind die Nebenfiguren gut beschrieben und lebendig in Szene gesetzt, wenngleich man ihre Beweggründe nicht immer nachvollziehen kann. Warum Sams Vater so extrem handelt, weswegen Orville einem solchen Experiment zustimmt und weshalb Castielle diese Experimente durchführt, bleibt weitestgehend im Dunkeln. Es fehlt an Tiefgang, Erklärungen und gut 300 weiteren Seiten, um die Geschichte stimmungsvoll und atmosphärisch umzusetzen und alle Seitenstränge und Grundideen auszubauen, die Tanja Bern eingeführt hat.

 

Stilistisch ist „Flüstern der Ewigkeit“ gut gelungen – Tanja Bern hat einen schönen, schlichten, etwas altmodischen Stil, der zur Geschichte passt. Leider birgt dies die Gefahr, dass es an Tiefgang mangelt und viele Szenen zu kurz abgehandelt werden. Allein die Tatsache, dass Andreis Entführung durch Vampirjäger nicht aus seiner Sicht beschrieben wird (sondern aus Sams in Form einer Rückblende), nimmt unheimlich viel Dynamik und Spannung aus der Geschichte – Tanja Bern umgeht etliche Actionszenen und nutzt lieber die Perspektive des anderen Protagonisten, was dem Buch den Schwung nimmt. Genau dieser Punkt sorgt dafür, dass der Roman so schwergängig und distanziert bleibt – zu oft ignoriert die Autorin die Regel „Show, don’t Tell“ und zu sehr wird die Handlung zusammengefasst.

 

Fazit:
„Flüstern der Ewigkeit“ ist ein historischer Vampirroman, der mit interessanten Grundideen und einigen spannenden Figuren punkten kann, es jedoch nicht schafft diese Aspekte überzeugend auszubauen. Die Geschichte wird zu gehetzt runtererzählt, die Charaktere bleiben recht blass und konturlos, und eine kontinuierliche Spannungskurve sucht man vergeblich. So stilsicher Tanja Bern auch ist, in diesem Fall scheitert sie an den Actionszenen, was dem Roman den Schwung und die Dynamik raubt. Schade – hier hätte man mehr herausholen können: mit mehr Seiten, mehr Gefühl und mehr Action.

Source: www.like-a-dream.de
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review 2015-07-23 11:40
[Rezension] Anna Loyelle - Liebe im Sommerregen
Liebe im Sommerregen - Anna Loyelle

Titel: Liebe im Sommerregen
Autorin: Anna Loyelle
Verlag: Bookshouse
Erschienen: August 2014
Genre: Young Adult, Romance
Seitenzahl: 446 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch, Broschur

ISBN: 9789963524693
Preis: 2,99 Euro [E-Book]
        15,99 Euro [Print]

 
 
 
Vielen Dank liebe Anna Loyelle, dass du mir dieses Buch geschenkt hast und ich es lesen und rezensieren durfte. 
 
Klappentext: 

Würdest du dich in Gefahr begeben, um deine Wurzeln zu finden?

Für die sechzehnjährige Samantha aus dem kleinen Ort Kettle Lake beginnen die Sommerferien nicht gerade entspannt. Da ihre Mutter ihr entschieden verschweigt, wer ihr Vater ist, gerät sie auf der heimlichen Suche nach ihm in einen großen Schlamassel.
Auch ihre Beziehung zu Andy wird auf eine harte Probe gestellt, weil er sie permanent bedrängt, mit ihr zu schlafen. Zu ihrem Unglück gibt es auch noch Jayden, einen Typ, den sie nur flüchtig kennt, der aber ständig in ihrer Nähe auftaucht und auf Teufel komm raus mit ihr flirtet. Ihre beste Freundin Josie muss die Ferien weit entfernt bei ihrem Vater verbringen, deshalb bleibt Samantha nichts anderes übrig, als selbst einen Weg zu finden, mit ihrem Gefühlschaos fertig zu werden. Für wen wird sie sich entscheiden?

Die Autorin: 

 


Anna Loyelle, alias Andrea Kammerlander, wurde 1972 in Schwaz in Tirol im Zeichen des Zwillings geboren. In der Marktgemeinde Jenbach aufgewachsen, entdeckte sie bereits in der Grundschule den Hang zum Schreiben. Ihre Gedanken brachte sie damals mit der Füllfeder in einem Schulheft zu Papier und erfreute ihre Mitschüler und Lehrer vorwiegend mit Abenteuer- und Tiergeschichten. Mit vierzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Buch, das sieben Jahre später veröffentlicht wurde. Nach der Geburt ihrer Söhne legte Anna Loyelle eine Schreibpause ein, die sie im Jahr 2000 wieder beendete. Seitdem schreibt sie Jugendromane, Liebes- u. Erotikromane, Kindergeschichten, Thriller und Kurzgeschichten verschiedener Genres. Zahlreiche ihrer Werke wurden bereits in Zeitschriften, Anthologien, Onlineverlagen und als Print Books veröffentlicht.

Meine Meinung: 

Samantha ist ein sympathischer Teenager. Sie lebt zusammen mit ihrer und hilft ihr in den Ferien in ihrem Cafe.
Sie würde sehr gerne wissen wer ihr Vater ist, doch ihre Mutter schweigt zu diesem Thema und Sam ist nicht wirklich glücklich damit.
Jayden ist Sänger in einer Band und wohnt mit seinen Leuten zusammen in einer WG. Er ist sehr attraktiv und weiß das.
Auch er hat ein Problem. Jayden verdrängt seine Vergangenheit so gut es geht.

Sam hatte noch nie Sex und sie weiß nicht, ob sie ihr erstes Mal mit ihrem Freund Andy erleben möchte. Er beginnt sie langsam zu drängen und genau das möchte Sam nicht.

Als sie Jayden kennen lernt, merkt man sofort wie es anfängt zu knistern. Er gibt einfach nicht auf, Jayden möchte Sam.
Auch Sam ist immer mehr an ihm interessiert.
Jetzt steht Sam vor dem Problem, mit wem sie ihr erstes Mal erleben möchte. Jayden oder Andy.

Der Schreibstil von Anna Loyelle ist wie immer sehr angenehm und sie hat eine tolle Geschichte geschrieben. Eine typische Teenagererfahrung, gepaart mit schönen Gedichten, die von Christina Stöger.
Anna Loyelle schreibt fließend und man fühlt sich wie ein Teil davon. Sie hat die einzelnen Charaktere sehr gut beschrieben, so dass ich ein klares Bild von den Protagonisten bekommen habe.

Das Cover ist ein Traum. Schöne Farben und nicht aufdringlich.

Ich habe schon viele Bücher von Anna Loyelle gelesen, speziell aus diesem Genre und bin wie immer nicht enttäuscht worden.

Mein Fazit: 

Wer gerne Young Adult liest und über die Liebe und das erste Mal mag, ist mit diesem Buch gut bedient.
Es bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Meine Bewertung: 5/5

 

Source: beatelovelybooks.blogspot.de/2015/07/rezension-anna-loyelle-liebe-im.html
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