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review 2014-10-27 11:50
Du willst studieren? Töte oder stirb.
Die Auslese - Nur die Besten überleben - Joelle Charbonneau

Ich habe dieses Buch im August 2013 schon einmal rezensiert und ihm 3 Eulchen gegeben. Jetzt, über ein Jahr später, habe ich es im Urlaub nochmal gelesen und mich gefragt: warum habe ich das so bewertet, das Buch ist doch super?!

Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich man ein Buch wahrnehmen kann, wenn man es zu unterschiedlichen Zeiten seines Lebens liest! Deswegen schreibe ich meine Rezension jetzt neu - dabei übernehme ich die Stellen, die ich immer noch so empfinde und ändere nur die Sachen, die ich jetzt anders sehe.

Beim ersten Lesen hatte ich den Eindruck, dass in diesem Buch große Parallelen zu "Die Tribute von Panem" bestehen. Aber: damals hatte ich noch nicht so viele Dystopien gelesen und mir war nicht klar, dass vieles davon keineswegs etwas ist, was "Die Tribute von Panem" neu erfunden haben - sondern einfach die Grundlagen des Genres. Die übermächtige, skrupellose Regierung. Die Protagonisten, die von besagter Regierung gezwungen werden, sich in tödliche Gefahr zu begeben und dabei ihre moralischen Grundwerte über Bord zu schmeissen. Die zerstörte, menschenfeindliche Umwelt.

Joelle Charbonneau macht daraus durchaus etwas Eigenes, mit vielen originellen, spannenden Ideen, das ist mir beim zweiten Lesen klar geworden.

Cia, die Protagonistin, ist ein kluges, entschlossenes und mutiges Mädchen. Sie arbeitet schon seit frühster Kindheit hart an ihren Schulnoten, um später mal die Chance zu bekommen, studieren zu dürfen. Sie will mithelfen, die Welt zu verbessern! Ich konnte gar nicht anders, als sie dafür zu bewundern - umso härter ist es im Laufe des Romans, ihre Ernüchterung und Enttäuschung mitzuverfolgen. Das Entsetzen, als sie erkennen muss, dass die Regierung nicht für das steht, was sie immer geglaubt hat, und dass auch Leute, von denen sie es nie erwartet hätte, skrupellos ihre eigenen Ziele vorantreiben. Manchmal war sie mir ein bisschen zuuuuu perfekt, aber im Grunde ist sie eine tolle Protagonistin.

Die anderen Jugendlichen, die an der Auslese teilnehmen, erscheinen erst ganz normal: nur junge Menschen, die sich eine bessere Zukunft wünschen. Die meisten davon sind durchaus sympathisch und man drückt ihnen bang die Daumen. Auch die weniger sympathischen Charaktere lassen sich anfänglich nicht mehr zu schulden kommen als jemandem ein Bein zu stellen oder Ähnliches. Aber es dauert nicht lange, bis der enorme psychische Druck dazu führt, dass sich die Schattenseiten der menschlichen Psyche enthüllen... Wobei man auch diejenigen, die unter diesem Druck Schreckliches tun, nicht hassen kann - es sind nicht die Jugendlichen, die Schuld an alldem sind, es ist die Regierung, die dieses Schrecklich ermutigt und beinahe schon erzwingt!

Die Auslese verläuft in mehreren Runden, in denen unterschiedliche Dinge gestestet werden. Schon bald geht es nicht mehr nur um harmlose Mathekenntnisse... Mit jeder Runde schraubt sich die Spannung weiter hoch, und es viel mir immer schwerer, das Buch auch mal wegzulegen! Hochspannung pur!

Ich hätte allerdings gerne mehr darüber erfahren, warum die Regierung überhaupt zu solch drastischen Maßnahmen greift. Ja, nach den ganzen Kriegen will man das Regieren, Forschen und Lehren nur den Fähigsten überlassen, aber ginge das nicht auch anders? Besonders, da anscheinend jeder Mensch händeringend gebraucht wird? Statt jemanden umkommen zu lassen, könnte man ihn doch einfach als nicht tauglich erklären und heimschicken. Es macht für mich einfach keinen Sinn, die ~100 begabtesten, klügsten, gebildetsten, intelligentesten, enschlossensten Jugendliche in die Auslese zu schicken - und dann ~80 davon sterben zu lassen.

Das Buch ist aus Cias Sicht geschrieben, wodurch man als Leser sehr nahe dran ist am Geschehen - und dennoch oft seltsam distanziert, weil Cia kein sehr emotionaler Mensch ist. Besonders die Actionszenen sind temporeich und rasant, aber auch in den ruhigeren Szenen gefiel mir der klare, schörkellose Schreibstil gut. Da wir durch Cias Augen blicken, ist es oft schwer, andere Charaktere einzuschätzen, aber das sehe ich nicht unbedingt als Makel: es trägt bei zu der Atmospäre ständiger Bedrohung, die sich in den späteren Kapiteln entwickelt.

Die Liebesgeschichte hat mich nicht ganz überzeugt - sie kam ein bisschen plötzlich und blieb dann in meinen Augen eher mau. Überhaupt sind für mich die Emotionen eine Schwachstelle des Buches. Der Verstand sagt beim Lesen oft: "Das ist schrecklich!", aber wirklich tief berührt hat es mich dann nicht. Wenn ich da doch mal wieder einen Vergleich mit Panem bemühe: da habe ich manchmal Rotz und Wasser geheult, was hier nie passiert ist.

Fazit:
Eine skrupelose Regierung schickt junge Menschen (die einfach nur studieren wollen!) durch einen hochgefährlichen, potentiell tödlichen Test, um deren Fähigkeiten zu beweisen. Im Mittelpunkt steht die einfallsreiche Cia, die entschlossen ist, sich ihre Menschlichkeit nicht nehmen zu lassen, um die Auslese zu bestehen. Die Liebgesgeschichte steht dabei bei Weitem nicht so sehr im Mittelpunkt, wie der Klappentext suggeriert! Es ist vor allem eine hochspannende Dystopie für junge Leser.

Source: mikkaliest.blogspot.de/2013/08/die-auslese-joelle-charbonneau.html
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review 2013-09-22 12:28
[Rezenion] "Die Auslese - Nur die Besten überleben" Joelle Charbonneau
Die Auslese - Nur die Besten überleben - Joelle Charbonneau

Titel: Die Auslese - Nur die Besten überleben
Autor: Joelle Charbonneau
Verlag: Penhaligon Verlag
Originaltitel: The Testing (Book 1)
Preis (gebunden): 16,99€
Seitenanzahl: 417
ISBN: 978-3764531171
Erscheinungstermin: 26. August 2013
Buchreihe: Ja
Punktanzahl: 5 von 5 Punkten

Sie wurden auserwählt, um zu führen - oder zu sterben

Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese. 

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst! 

(Quelle)


Seit Monaten habe ich auf dieses Datum hingefiebert: 26. August 2013. Der Erscheinungstermin des Buches "Die Auslese - Nur die Besten werden überleben". Nun ist es soweit. Nun kann ich das Buch gelesen in mein Bücherregal stellen...
 
Das Cover finde ich wunder-wunderschön. Mich beeindruckt vor allem die Liebe zum Detail. Auf dem Cover findet man Cia, die Protagonistin, mit einer Pistole in der Hand. Soweit, so gut. Doch - und das fällt einem erst auf, wenn man das Buch schon fertig gelesen hat - wenn man die Protagonistin etwas genauer betrachtet, sieht man ihr Erkennungsarmband auf ihrem linken Arm, mit dem die Offiziellen einen Kandidaten sofort identifizieren können. Die Kandidaten sind in mehreren Gruppen aufgeteilt und jeder hat sein eigenes Symbol. Zum Beispiel ist Cia in der Gruppe "achtzackiger Stern" und ihr Symbol ist ein Blitz, den man im Hintergrund des Armbandes sehen kann. Auch, was beim ersten Blick nicht auffällt, sind die Kratznarben auf Cias - ebenfalls - linken Arm. Diese Kratzer - die auch noch eine Rolle spielen -holt sie sich während der Auslese zu. 
Der Titel passt ebenfalls PERFEKT zur Handlung, was man sich aber schon in der Inhaltsangabe erschließen kann. Insgesamt hätte man das Cover und den Titel nicht besser treffen können.
Die Figuren sind von der Autorin unglaublich gut erarbeitet und eingesetzt worden. Cia ist mutig, stark, sehr schlau und kreativ, aber auch ruhig und unheimlich nett. Das Buch ist aus ihrer Perspektive geschrieben worden, was dem Leser noch mehr an ihre Persönlichkeit heranführt. Cia war mir schon seit der allerersten Seite total sympatisch, da ich mich mit ihr TOTAL identifizieren konnte, was ich noch bei keinem anderem Buch so intensiv "gefühlt" habe. Sie trifft die gleichen Entscheidungen, die ich getroffen hätte, wäre ich in ihrer Situation. Ich liebe ihren Charakter, der einem auch enorm hilft, in das Buch / in die Handlung einzutauchen.
Auch die anderen Figuren und Charaktere waren für eine solche Geschichte grandios ausgewählt worden. Auf die will ich aber auch nicht näher eingehen, da man über jeden Charakter eine MENGE sagen kann und ein paar von ihnen die eine oder andere Leiche im Keller haben, die ich jetzt nicht hervorholen will:D
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen und erinnert mich irgendwie an den von Dan Brown (Illuminati, Sakrileg, Inferno,...). Joelle Charbonneau schafft es den Leser mit in eine unglaublich spannende Handlung hineinzuziehen und dabei noch viele weitere Hintergrundinformationen "einzuflößen", ohne die Handlung und Action aus den Augen zu verlieren. 
Was ich an dem Buch besonders mag ist die Spontanität der Handlung. Kaum ist man sicher, das eine bestimmte Figur diese und jene Absicht hat, kommt es wieder GANZ anders als man sich ausgemalt hat. Und so hatte das Buch auch einige Überraschungsmomente auf seiner Seite. Insgesamt bin ich lachend, weinend, zu tiefst schockiert, wütend und - vor allem - überrascht vor dem Buch gesessen. Was ich dem Buch auch noch hoch anrechne und vor dem ich mich wirklich manchmal gefürchtet habe, ist, das die Handlung und die Orte im Gegensatz zu anderen Dystopien unglaublich real erscheinen und somit dem Leser wirklich zum Nachdenken anregen, wie die Welt wohl in ein paar hundert Jahren aussehen wird...
 
Eine fantastische Dystopie, die ich wirklich nur jedem empfehlen kann. Ich bin froh, dass ich ein neues Buch in meiner Sammlung meiner Lieblingsbücher begrüßen darf:D. Volle Punktzahl.
 
 
Über die Autorin:
Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin. (Quelle)
 
 
 
 
Viel Spaß beim Lesen!
Eure Mary♥
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review 2013-09-15 09:55
Die Auslese: Nur die Besten gewinnen - Joelle Charbonneau
Die Auslese: Nur die Besten überleben - Joelle Charbonneau

Joelle Charbonneau
Die Auslese: Nur die Besten überleben
Dystopie
Penhaligon Verlag, 26.08.2013
HC, 417 Seiten, 16,99 €
Kindle-Edition: 13,99 €
ASIN: B00D1S8W6C
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

 

Bewertung: 

 

Inhaltsangabe (Amazon):

 

Sie wurden auserwählt, um zu führen - oder zu sterben
Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.
Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …
Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!

 

Das Cover zeigt eine junge bildschöne Frau mit einer Pistole in Händen und schürt somit das Interesse eines breiten Publikums. Mich zumindest spricht es an.

 

Die unumstrittene Hauptperson ist Cia, durch deren Augen wir die gesamte Auslese erleben. Sie ist eigentlich nichts Besonderes, nur eine 16jährige Schülerin, die gerade erst in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen wurde, die immer ihr Bestes gab, bis in die Nacht hinein lernte, um studieren und die Erde wieder nutzbar machen zu können, nachdem sie quasi vollkommen zerstört worden ist. Nur wenige Teile sind bisher wieder urbar, die Schadstoffe durch Genmanipulation weitestgehend unschädlich gemacht worden, damit die wenigen, die überlebt haben, eine Zukunft haben. Allerdings hatte sie ein sehr gutes Elternhaus und hat einige Werte vermittelt bekommen, die sie zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft machen.

 

Kurz nachdem sie für die Auslese auserwählt wurde, erfährt sie einiges von ihrem Vater, das sie vieles in anderem Licht sehen lässt. Und dann beginnt die Auslese, und sie muss Schreckliches erleben. Doch sie überlebt. Allein damit ist der Kampf noch nicht beendet.

 

Schauplatz sind die ehemaligen USA nach einem (3.?) Weltkrieg. Und ein großer Teil der Prüfung während der Auslese findet auf dem Weg von dem einstigen Chicago 700 Meilen westwärts zum Ausgangspunkt, der sogenannten Tosu-Stadt statt, den die Prüflinge zurück finden und überleben müssen. Auf dem Weg lauern mannigfaltige Gefahren, und viele sterben.

 

Geschrieben wurde in der Ich-Form mit einfachen Worten, für Jugendliche geeignet, wobei so manche Situation doch ziemlich brutal ist. Ich empfehle, es nicht unter 14 Jahren lesen zu lassen.

 

Ich selbst habe mich in keiner Person wiedergefunden, habe mich aber auf Seiten Cias geschlagen, da sie das Ehrliche, Gute verkörpert und am besten geeignet zu sein scheint, zu führen. So manch anderer hat mich dagegen enttäuscht.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, und ich hoffe, Band 2 lässt nicht zu lange auf sich warten.

 

Ich gebe 09/10 Punkte, weil mich die Autorin selten überraschen konnte. Vieles war für mich einfach schon viel früher offensichtlich. Aber das Buch ist äußerst spannend geschrieben. Jeder, der Dystopien mag, wird dieses Buch lieben.

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2013/09/kurzrezi-die-auslese-nur-die-besten.html
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review 2013-09-08 08:55
Gelungener Dystopien Auftakt mit leichten Paralellen zu Panem
Die Auslese - Nur die Besten überleben - Joelle Charbonneau

Seine Augen werden ganz schmal.“Allerdings was?“

Ich spüre, wie mir die Hitze in die Wangen steigt, noch bevor ich antworte. „Du wirst dafür wohl deine Hose ausziehen müssen.“

 
 
 
                                    

                                                      

Nur die allerbesten und vor allem klügsten des ganzen Landes werden eingeladen an der Auslese teilzunehmen. Eine Art Auswählverfahren, bei dem die fähigsten Leute später in den höchsten Positionen arbeiten dürfen. Dafür sind eine Reihe von Prüfungen notwendig die ihren Teilnehmern einiges abverlangen wird. Cia ist eine davon und zunächst auch sehr begeistert doch dann kommen ihr erste Zweifel. Ihr Vater scheint nicht besonders davon begeistert zu sein das sie ausgewählt wurde und macht einige seltsame Andeutungen die Cia leicht verunsichern. Dennoch freut sie sich insgeheim auch auf die neuen Herausforderungen.

 

Zusammen mit noch zwei anderen und Tomas, einem Jungen aus ihrer Sektion, wird die 16 jährige Cia schließlich ausgewählt um an den Prüfungen teilzunehmen. Anfangs scheint es so als wären die Prüfungen leicht zu meistern, doch das täuscht denn nach dem schriftlichen Teil geht es schon an die Praxis und da werden Fehler schlimm bestraft.

 

Cia mit ihren sechzehn Jahren sieht nicht nur gut aus, sie ist auch noch klug, mutig und ich hatte teilweise ein wenig das Gefühl das sie keine ( bzw. kaum) Fehler hat. Ihr ist immer alles gelungen und das hat mich ein kleines bisschen gestört. Im nächsten Teil wünsche ich mir ein paar mehr Ecken und Kanten bei ihr. Ansonsten mag ich sie. Sie ist kein schwacher Frauencharakter der sich hinter den Jungs versteckt, alleine dadurch hat sie einen dicken Pluspunkt von mir.

 

Tomas fand ich auch toll, er wirkte allerdings stellenweise fast ein wenig zu schwach und wurde etwas von Cia dominiert. Das ist jetzt nicht so schlimm, da er meistens verletzt war, aber er galt als klüger als sie und tappte in Fallen die für Cia komischerweise offensichtlicher waren. Das hat mir jetzt nicht so sehr an ihm gefallen. Auch dass er sein Geheimnis vor ihr verborgen hielt fand ich unschön.

Die anderen Nebencharaktere lasse ich Außen vor, bis auf Will. Über seinen Charakter möchte ich hier nicht zu viel verraten ohne zum Spoilern gezwungen zu sein, nur so viel - ich hasse ihn. Hoffentlich bekommt er im zweiten Band die Quittung für alles.

 

Der Schreibstil ist schön leicht zu lesen und flüssig geschrieben und auch der Ich-Erzähler Standpunkt passt gut zur Geschichte dazu. Mir haben die Beschreibungen im allgemeinen gut gefallen. Sie waren treffend und spannend und man konnte sich alles recht gut vorstellen. Die Auslese ist ein gelungener Auftakt zur Joelle Charbonneau`s Dystopien Reihe.

 

                                       

                                                      

Was mich ein wenig gestört hatte waren die teilweise etwas auffälligen Parallelen zu „Die Tribute von Panem“ an die ich mich durch einige Szenen unweigerlich erinnert gefühlt habe. Dennoch hat es die Autorin geschafft ihrem Buch einen eigenen Stempel aufzudrücken. Ein Kritikpunkt für mich persönlich aber ist die teilweise zu übertriebene Beschreibung was die Charaktere essen, das hat mich leicht genervt .

 

Die Auslese - Nur die Besten überleben erhält ★ von 5 Sternen

http://thedreamsoffantasy.blogspot.de/2013/09/die-auslese-1-nur-die-besten-uberleben.html

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review 2013-08-28 19:03
Eine Dystopie mit bekannten Mustern, aber sehr spannend und gelungen!
Die Auslese - Nur die Besten überleben - Joelle Charbonneau

 

 

Die Auslese – Nur die Besten überleben

Autorin: Joelle Charbonneau

Originaltitel: The Testing (Book 1)

Seiten: ca. 416 (Hardcover)

Verlag: Penhaligon

Preis: 16,99 EUR (D.land)

Erstveröffentlichung: 26. August 2013

ISBN: 978-3-7645-3117-1

 

 

 

 

 

 

 

Die Autorin...

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.

 

 

 

Der Plot...

Die verheerenden Kriege vor langer Zeit hat, außer verkohltes Ödland, nicht viel für die Nachfahren übrig gelassen. Die Gesellschaft – genannt United Commonwealth – strebt daher nach Perfektion. Der Weg zu einer besseren Zukunft und der damit verbundene Aufbau, soll die Ausbildung der Elite sein. Aber bis zur Universitätsausbildung gibt es für die Auserwählten nur eine Chance: die Auslese, sprich die Prüfungen der Gesellschaft bestehen. Jedes Jahr werden die Klügsten des Landes auserkoren. In diesem Jahr fällt die Wahl für die Auslese unter anderem auf die junge Malencia Vale.  Nichts wünscht sie sich lieber, als sich selbst und allen anderen zu beweisen, was in ihr steckt. Doch am Vorabend ihrer Abreise, offenbart ihr Vater – selbst ein Absolvent der Universität – nicht nur ein erschreckendes Geheimnis, sondern gibt ihr einen Rat auf den weiten Weg: vertraue niemandem!

Schon kurze Zeit nach Beginn der Tests wird Cia bewusst, wie hart die Bedingungen wirklich sind und wie traumatisch die auferlegten Prüfungen für alle sind. Und so gar niemandem zu vertrauen, fällt Cia zunehmend schwerer, als sie ihrem ehemaligen Schulkameraden Tomas immer näher kommt. Sie muss entscheiden. Liebe ohne Wahrheit oder Leben ohne Vertrauen?

 

 

 

 

Meiner Ansicht nach...

Natürlich liegen die Vergleiche nah beieinander. Das Rad wurde mit “Die Auslese” ganz sicher nicht neu erfunden. So viel sei schon mal gesagt. Dafür gibt es halt das typische Dystopie-Schema: eine Geschichte, die sich in einer dystopischen Umgebung abspielt. Junge Erwachsene, die in einer kontrollierten Gesellschaft aufwachsen und ums Überleben kämpfen müssen. Der Klappentext des Buches sagt so etwas schon voraus. Also was tun? Fortwährend auf jeder Seite verbissen nach Parallelen zu anderen bekannten Dystopien suchen, oder einfach mal alle Fünfe gerade sein lassen? Ich tat Letzteres.

Was mir bei “Die Auslese” gefallen hat, war dass ich erstaunlich schnell einen Bezug zu Charbonneaus Welt hatte. Sie rückt diese ins richtige Licht, gibt dem Leser früh Hintergrundinformationen ohne vom aktuellen Geschehen abzulenken und hält den Leser so bei der Stange. Daher hätte ich gerne mehr Zeit in Cias Dorf verbracht, ihre Familie noch besser kennengelernt.
Joelles Erzählstil ist präzise und simple. Den Bezug zu Protagonistin Malencia zu finden, war für mich äußerst einfach. Zu Beginn ist Cia dieses wohlbehütete, smarte, aber unschuldige Mädchen. Mit dem Verlassen ihrer Kolonie, nimmt sie sich wirklich den Rat ihres Vaters zu Herzen und ist vorsichtig. Das überraschte mich schon positiv. Doch Charbonneau ließ ihre Protagonistin nicht zu einer übereifrigen, rächenden Kämpferin gegen das System mutieren. Nein, Cia ist ein Mädchen, dass viel denkt und strategisch vorgeht. Sie weiß, dass ein derartiger Alleingang glatter Selbstmord wäre. Nichts desto trotz lässt sich dieses Mädel nichts bieten. Es war die Protagonistin selbst, die mich “Die Auslese” von den derzeitigen Dystopien unterscheiden ließ.

Die Prüfungen selbst, welche Protagonistin Cia und ihr Jugendfreund Tomas durchlaufen müssen, haben mich überrascht. Äußerst brutal geht es zu. Scheitern die Teilnehmer an einem Teil der Prüfung, sind sie zum Tode verurteilt. Und es sind Szenen dabei, bei denen mir schon mulmig zumute wurde.

Während zunächst im Prüfungszentrum noch offensichtliche Brutalität in Form des Scheiterns einiger Auslese-Teilnehmer herrscht, verlief es in den Ruinen ihres Landes manchmal etwas zu ruhig. In diesen Momenten hätte ich mir das eine oder andere Mal gerne mehr Action gewünscht. Oder mehr Konfrontation mit den anderen Teilnehmern. Aber das wird zum letzten Teil, trotz des für mich vorhersehbaren Endes, nochmal durch Spannung wettgemacht.

Die Dynamik zwischen Cia und Tomas gefiel mir zum einen recht gut. Sie sind ein eingespieltes Team, keine Frage. Aber irgendwie konnte Tomas nicht so sehr mein Vertrauen gewinnen, wie er es bei Cia geschafft hat. Gerechtfertigt? Hmm….das sollten alle anderen vielleicht mal versuchen rauszufinden. Lohnen tut es sich bestimmt.

 

 

 

Fazit...

Parallelen zu anderen Dystopien gibt es bei diesem Trilogie-Auftakt von Joelle Charbonneau gewiss. Gestört habe ich mich kaum daran, denn “Die Auslese” überzeugt durch einen packenden Erzählstil. Zudem besticht Protagonistin Cia durch ihre Persönlichkeit und vor allem Köpfchen. Mit viel Cleverness und einem unbändigen Überlebenswillen zog sie mich durch den Plot. Auch vor Brutalität wird hier nicht gescheut. Wer nicht voreingenommen an “Die Auslese” geht, wird mit diesem Buch spannende Stunden verbringen.

 

 

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