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review 2017-05-06 15:41
tzzzzz… Anfangs lustig, aber stereotypisch und Spaß schnell verpufft
Man lernt nie aus, Frau Freitag!: Eine L... Man lernt nie aus, Frau Freitag!: Eine Lehrerin in der Fahrschule des Lebens - Frau Freitag
Von Frau Freitag kannte ich bisher noch kein Buch, deswegen bin ich ziemlich unvoreingenommen an dieses Büchlein rangegangen. 
 
Die Handlung:
In ihrem Sabbatical-Jahr möchte Frau Freitag mit ihren über 40 Jahren endlich ihren Führerschein machen. Dazu muss die Lehrerin einer Mittelschule die Seiten wechseln und wird nun selber wieder zur Schülerin. Doch dabei sieht sie sich den typischen Vorurteilen in der Männerdomäne gegenüber und muss sich entgegen den Erwartungen ihrer Fahrlehrer besonders behaupten. 
 
Buchlayout / Haptik
Das kleine Taschenbüchlein mit seinen nicht ganz 200 Seiten kommt ganz schlank daher. Der Schriftsatz ist eng, jedes Kapitel ist mit der Wochenzahl betitelt und dem Geld, den Frau Freitag bis dahin ausgegeben hat. Das finde ich eine witzige Idee.
 
Idee / Plot
Die Idee, als über 40 Jährige noch den Führerschein zu machen und sich als Lehrerin nun selber die Seiten zu wechseln und Schüler eines Fahrlehrers zu werden, fand ich ganz nett und lustig. Jeder sollte nach einer gewissen Zeit in seinem Beruf die Perspektive wechseln und damit vielleicht mal über seinen Tellerrand schauen. 
 
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Zunächst geht es natürlich schon sehr witzig los, und wir begleiten Frau Freitag nach ihrer Anmeldung in der Fahrschule erst mal in den Erste Hilfe Kurs. Auch die anschließenden Fahrstunden mit ihrem ersten Fahrlehrer sind ulkig und erinnern mich sehr an meine eigene Zeit, als ich den Führerschein gemacht habe. Aber nach der ersten verpatzten Prüfung, und nachdem Frau Freitag nun schon zwei mal den Lehrer gewechselt hat, plätschert die Handlung nur noch so im gleichen Geplapper dahin. Das Ende, die Suche nach dem perfekten Auto interessiert mich dann auch schon irgendwie nicht mehr.
 
Szenerie / Setting
Frau Freitag erzählt nach ihrer Schnauze, und so werden die Personen und Fahrschulen ziemlich authentisch rüber gebracht. Auch wenn bei mir der Führerschein schon eine Weile her ist, ich habe plötzlich wieder alles exakt vor Augen. Und das Grauen, die theoretischen Stunden in dem muffigen Raum, oh Gott! 
 
Emotionen / Protagonisten
Ich kann aber Frau Freitag nicht ganz so gut nachvollziehen. Sie ist ständig darauf erpicht sich ein Lob ihrer Fahrlehrer einzuholen, dass sie schon richtig besessen davon ist. Das hat mich dann im Laufe des Buches etwas gestört. 
 
Sprache / Schreibstil
Wehe wenn Frau Freitag losgelassen, dann schimpft sie wie ein Rohrspatz. Amüsant beschrieben, mit ehrlicher und authentischer Sprache. Ohne große Raffinesse oder komplizierten Wortgeflechten. Es sind eher kurze Sätze, Gedankenblitze, mit denen die Situationen beschrieben wird. Das kann dann auch mal ganz schön deftig werden. Aber es passt gut zu der ganzen Geschichte und liest sich schnell und flüssig.
 
Meine Meinung:
Ihr merkt es bestimmt schon am meiner zurückhaltenden Beschreibung der einzelnen Kriterien. Es geht wirklich gut los, habe auch oft viel schmunzeln müssen und empfand es zunächst als erfrischen authentisch und lustig. Aber das geht mit der Zeit einem auch auf die Nerven, bzw. wird schon viel Humor am Anfang verpulvert und der Rest plätschert dann auch so in gleicher Manier vor sich hin und vieles wiederholt sich dann auch. 
 
Ich weiß nicht, ob Frau Freitag hier reale Personen beschreibt oder doch einiges aus ihrer Phantasie hinzudichtet. Aber ihre Fahrlehrer Harald und Dieter erscheinen mir doch sehr stereotypisch. Woran Frau Freitag sehr zu knabbern hat, und das glaube ich ihr auch, dass sie aufgrund ihres Alters schon gleich in die entsprechende Schublade „Alte Frauen lernen das fahren nie“ zu kämpfen hat. Neben den Klischeedenken ihrer Fahrlehrer, merkt Frau Freitag auch wie wichtig das richtige Feingefühl für die Balance zwischen motivierendem Lob und dekonstruktiver Kritik ist - und wie hauchdünn. Schön, ist, dass sie dies reflektiert und auch erkennt, dass sie eigentlich genauso zu ihren Schülern ist:
 
Ich sage doch viel öfter, was die Schüler machen sollen und was sie unterlassen sollen. Das ist nicht nur kein Loben, das ist vielleicht sogar das Gegenteil von Lob. Am Ende bin ich Harald und Dieter ähnlicher, als ich dachte. Vielleicht regen sie mich deshalb so auf.
Frau Freitag „Man lernt nie aus, Frau Freitag!" S. 92 (Taschenbuch, © 2017 Ullstein Buchverlage GmbH)
 
Fazit:
Guter und humorvoller Start, der mich aber über das gesamte Buch nicht weiter mitreissen konnte. Gut für Zwischendurch ohne hohe literarische Ansprüche. Ein weiteres Frau Freitag Buch werde ich mir aber nicht mehr antun.
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review 2017-03-06 23:52
Echt easy, Frau Freitag! - Frau Freitag

Vor ein paar Jahren (vor Goodreads) hab ich das erste Buch (Chill mal, Frau Freitag) von Frau Freitag gelesen und fand es einfach nur urkomisch!!!

Dieses Buch kam da nicht so ganz ran. Hier gab es ein paar Kapitel deren Sinn mir nicht ganz klar war bzw. die meinen Humor nicht trafen / nur ankratzten.

Trotzdem ist es Alles in Allem ein schön kurzweiliges Buch, das sich wunderbar fürs Wartezimmer oder öffentliche Verkehrsmittel macht, da die Kapitel nur 1-2 Seiten betragen und es kein allzu tiefgründiger Stoff ist.

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review 2013-09-29 19:55
Leider nicht so gut wie die Vorgängerbücher..
Echt easy, Frau Freitag! - Frau Freitag

Produktinformation

"Frau Freitags Klasse ist übertrieben lieb und brav, deshalb langweilt sich unsere Lehrerin fast zu Tode. Da hilft nur eins: mehr Privatleben und lückenlose Überwachung ehemaliger Schüler bei Facebook! Wer für sein Leben gerne chillt und sich schon immer gefrag hat, ob Lehrer auch Menschen sind, ist bei Frau Freitag voll am Start."

 

Wirkung

Das Cover passt perfekt zu den bereits erschienen Büchern "Chill mal, Frau Freitag" und "Voll streng, Frau Freitag", auch der Titel des aktuellen Buches reiht sich sehr gut in die Reihenfolge der Bücher mit ein. Nur die Produktinformation hält irgendwie nicht was sie verspricht, auch wenn sie sehr viel versprechend klingt.

 

Positives

Positiv war natürlich wieder mal der Schreibstil von Frau Freitag und auch ihre Art und Weise die Vorkommnisse in ihrer Schule zu beschreiben und zu bewerten. Wirklich wahr. Oftmals musste ich auch sehr schmunzeln über ihre Gedanken und Reaktionen bezüglich ihrer Schüler. Das Buch hatte einen sehr angenehmen Verlauf, der sich insgesamt über ein Schuljahr erstreckt.

 

Negatives

Leider hört es hier schon auf. Das Buch war nicht so witzig und spannungsgeladen, wie die beiden Vorgängerbücher. Ihre Klasse war wirklich ziemlich lieb und irgendwie fehlte an den meisten Stellen der Witz. Es kam mir ein bisschen so vor, als wäre die Luft raus.

Zitat "Warum kann ich nicht von etwas produktiveren Dingen abhängig sein? Süchtig nach Unterrichtsvorbereitung, süchtig nach Wohnungsputz oder süchtig danach, immer angemessen und nett auf alles zu reagieren." -Aus 'Echt easy, Frau Freitag' von Frau Freitag-

 

Bewertung

Note 3 {befriedigend}

 

Leider muss ich wirklich sagen, dass ich von diesen wirklich eher täuscht war. Ich hatte wirklich mehr erwartet und irgendwie hatte ich das Gefühl es musste jetzt noch ein Buch sein, oder genügend Material da ist oder nicht, was ich wirklich sehr Schade finde, da ich eigentlich ein Frau Freitag Fan bin. Ich würde das Buch Lesern empfehlen, die vielleicht die beiden Vorgängerbücher noch nicht gelesen habe oder nicht so hohe Anforderungen an das Buch stellen wie ich.

Source: www.lottasbuecher.de/2013/09/frau-freitag-echt-easy-frau-freitag.html
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review 2013-06-01 16:58
Chill mal, Frau Freitag! von Frau Freitag
Chill mal, Frau Freitag - Frau Freitag

Inhalt und Meinung:

Ich kannte den Blog von Frau Freitag überhaupt nicht, aber das Buch fiel mir aufgrund des Covers schon auf, also nix wie her damit. Tja, was soll ich sagen: 

eine Lehrerin an einer Berliner Gesamtschule bloggt regelmäßig über sich und den Alltag mit den lieben Kleinen und daraus ist auch ein Buch geworden. 

 

Es ist jetzt nicht immer super witzig und auf Dauer auch nicht so interessant, deshalb habe ich eine gefühlte Ewigkeit dafür gebraucht, aber ich fand es ganz gut, deshalb 3 1/2 Sterne für Ausdruck und Stil! ;) Ansonsten gibt es da nicht viel zu sagen, ist ja kein Roman, dessen Handlung man ewig auswerten könnte. 

 

Kostprobe gefällig?

Plötzlich habe ich eine super Idee: »Lass mal Schüler anrufen!« Alle sind total begeistert. Es ist zwei Uhr nachts. Der Deutschlehrer fragt: »Aber wen? Wessen Schüler?«
Außer mir hat ja niemand die Nummern seiner Schüler dabei, ich trage die auch nicht dauernd mit mir rum, aber wir sind ja in meiner Wohnung.
Plötzlich ruft Fräulein Krise triumphierend: »Wir rufen Hassan an! Die Nummer kenne ich auswendig. Ich telefoniere täg lich mit seiner Mutter.«
Gesagt, getan. Zehn Lehrerköpfe beugen sich über das Handy. Es tutet. Nach 20 Sekunden nimmt jemand ab. Eine müde Stimme sagt: »Ja?«
Und plötzlich schreit Fräulein Krise los: »Arschlochkind! Arschlochkind! Arschlochkind!«

(S. ca. 290, Chill mal, Frau Freitag! von Frau Freitag)

 

 

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review 2013-03-30 11:34
Chill mal, Frau Freitag
Chill mal, Frau Freitag - Frau Freitag Da ich den Blog der guten Frau Freitag (und ihrer Kollegin Frl Krise) schon lange verfolge, wird in diesem Buch wohl nicht viel Neues zu finden sein - Die Leseprobe z.B. scheint mehrere (überarbeitete) Posts zu beinhalten. Aber irgendwann könnte ich es mir vielleicht doch zulegen. :)
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