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review 2015-01-25 12:49
Rezension: Petra Schier - Der Hexenschöffe
Der Hexenschöffe - Petra Schier


Petra Schier überzeugt mich mit ihren historischen Romanen immer wieder ganz besonders durch ihre gute Recherche. Man fühlt sich, als wäre man mittendrin in der jeweiligen Zeit, denn die Autorin hat ein unheimlich gutes Talent, diese zu beschreiben. So erging es mir auch mit "Der Hexenschöffe", der mich wirklich fesseln konnte, was sicher auch daran lag, dass diese Geschehnisse so oder ähnlich tatsächlich passiert sind. Die Geschichte wird begleitet von Ausschnitten aus Hermann Löhers Aufzeichnungen zur Zeit der Hexenverbrennungen. Es ist wirklich erschreckend, wie grausam die vermeintlichen Hexen und deren Verbündete gefoltert wurden, bis ihnen gar nichts anderes mehr übrig blieb, als Taten zu gestehen, die sie nicht begangen hatten. Die Autorin scheut nicht davor zurück, auch solche Stellen zu beschreiben, so dass ich teilweise wirklich schockiert war und eine kleine Pause brauchte, um mich erstmal wieder zu sammeln.
Interessant war es nicht nur, über die Hexenprozesse zu lesen, sondern auch darüber, wie die Menschen in der Zeit um 1600 herum gelebt haben. Die Bräuche und Sitten werden so in die Geschichte eingeflochten, dass man lernt, ohne sich zu langweilen. Das ist es, was ich an Petra Schiers Büchern so gerne mag. Ihr schöner bildhafter und detailreicher Schreibstil tut sein übriges dazu, dass ich immer wieder gerne zu ihren Büchern greife.
Hermann Löher ist jetzt nicht unbedingt ein Protagonist, den ich sehr sympathisch finde, denn er fährt ziemlich schnell aus der Haut, ehe er nachdenkt, doch trotzdem hat die Autorin es geschafft, mich zu packen und gespannt verfolgen zu lassen, wie es ihm und seiner Familie in dieser schweren Zeit erging. Doch nicht nur über Hermann Löher selbst erfahren wir vieles, auch wie seine Kinder und seine Frau ebenso wie einige Bewohner Rheinbachs die Ereignisse erlebt haben, erfahren wir hier. Die Beschreibungen von Hermann Löhers Gefühlswelt sind Petra Schier ebenfalls gut gelungen. Löher war überzeugt davon, dass keiner der Angeklagten wirklich eine Hexe war, doch aus Angst vor einer Anklage gegen ihn und seine Familie schweigt er lange Zeit. Natürlich plagt ihn deswegen das schlechte Gewissen und doch ist die Angst sein ständiger Begleiter, auch wenn es ihm noch so sehr gegen den Strich geht, was da an Ungerechtigkeiten passiert. Diesen Gewissenskonflikt kann man gut nachvollziehen, auch wenn man immer wieder hofft, dass doch endlich etwas passieren mag, um dem ganzen ein Ende zu setzen.
Fazit:
Noch nie hat ein historischer Roman mich so sehr mitgenommen, gefesselt und fasziniert, wie "Der Hexenschöffe". Die Mischung aus Fiktion und tatsächlich stattgefundenen Ereignissen, der bildhafte und detailreiche Schreibstil der Autorin und das faszinierende und erschreckende Thema der Hexenverbrennungen haben es mir schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Ein Buch, das man so schnell nicht aus seinem Kopf bekommt.

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review 2015-01-24 12:42
Rezension: Holly Black & Cassandra Clare - Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Magisterium: Der Weg ins Labyrinth - Anne Brauner,Cassandra Clare,Holly Black

Ich finde es immer sehr spannend, wenn mehrere Autoren an einem Buch zusammenarbeiten. Wenn es dann auch noch so hochkarätige, wie Holly Black und Cassandra Clare sind, dann ist das ganze natürlich umso aufregender. Ich muss sagen, dass ich absolut nicht enttäuscht wurde und finde, dass die beiden sehr gut miteinander harmonieren.
Wer beim Lesen des Klappentextes erstmal an Harry Potter denken muss - so zumindest erging es mir - liegt damit nicht ganz falsch. Die Grundidee mag erstmal ähnlich sein, doch die beiden Autorinnen haben ihre ganz eigenen fantastischen Ideen und schon die Grundatmosphäre ist eine ganz andere.
Das Setting des Magisteriums hat mir unheimlich gut gefallen. Diese Schule besteht aus einem riesigen Höhlenlabyrinth, in dem man sich nur allzu schnell für immer verlaufen kann. Unheimliche Wesen und Pflanzen bevölkern diese Höhlen und bringen unsere Protagonisten ein ums andere Mal in große Gefahr.
Callum, der anfangs eher unfreiwillig ins Magisterium einzieht, weil sein Vater ihn immer vor der Magie gewarnt hat, ist ein Junge mit vielen Facetten. So wirklich einschätzen kann man ihn nicht und ihn umgeben einige spannende Geheimnisse. Seine Freunde Aaron und Tamara stehen ihm immer zur Seite und helfen ihm, wo sie nur können. Das fand ich wirklich beeindruckend und das machte dieses Trio sehr sympathisch. Alle drei haben mit ihren Problemen zu kämpfen und handeln immer wieder ganz anders, als man es anfangs noch von ihnen erwartet hätte.
Überhaupt gibt es unheimlich viele Geheimnisse, die hier aufgedeckt werden. Viele davon hätte man so nicht erwartet, aber gerade das macht dieses Buch so spannend.
Der Schreibstil der beiden Autorinnen liest sich wunderbar flüssig und die beiden lassen vor dem inneren Auge des Lesers die Geschichte und die Umgebung in der sie spielt, lebendig werden. Hier könnte ich mir eine Verfilmung unheimlich gut vorstellen.
Der Spannungsbogen baut sich im Laufe der Geschichte immer mehr auf und ich fand das Buch an keiner Stelle langweilig, auch wenn es sich eher um einen Roman für Kinder ab 10 Jahren handelt. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte sich in den nächsten Bänden weiterentwickelt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Fazit:
Ein wahrlich magischer Auftakt, der mit seinen sympathischen Figuren, seinem fantastischen Setting, kontinuierlich ansteigender Spannungskurve und vielen unerwarteten Wendungen sicher nicht nur junge Leser begeistert.

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review 2015-01-04 20:57
Serialauftakt ohne rechten Schwung
Vergeltung - Folge 1: Das Mädchen - Katharina Peters

Der erste Satz: "Sie erkannte ihn schon von weitem am Klang seiner Schritte."

Das Innere: Die Kriminalpsychologin Hanna Jakobs kommt gerade zurück nach Berlin, als ihr ein Fall vorgelegt wird, der es in sich hat: der Fall des verschwundenen Anwalts Robert Bleichert. Er ist wie vom Erdboden verschluckt, und vermisst wird er auch nicht so recht - selbst von seiner Familie nicht. Gemeinsam mit dem eigenwilligen LKA-Kollegen Mark Springer macht sich Hanna auf die Suche...


Das Wesentliche: Das Buch beginnt mit einer kleinen Einführung der Protagonisten. Das gefällt mir meistens ganz gut, wenn die Geschichte sonst unübersichtlich werden könnte. Der Nachteil ist, dass die Rolle der verschiedenen Protagonisten schon zu Beginn sehr festgelegt ist und man sich die einzelnen Charaktere nicht nur durch die eigene Vorstellung erschließt.

Die Geschichte selbst fängt mit einem Prolog an, der direkt einige Fragen aufwirft, weil er so gar nichts mit der eigentlichen Geschichte des Thriller zu tun zu haben scheint: Die junge Sandra ist daheim ausgerissen und beobachtet durch Zufall aus einem Versteck heraus, wie ihre Mutter entführt wird. Wie es da wohl weitergehen wird?

Doch als nächstes betritt erst einmal Hanna Jakobs die Bühne und erhält von ihrem Vorgesetzten den Auftrag, sich in einen Vermisstenfall einzuklinken, der sonst auf absehbare Zeit als unabgeschlossener Fall zu den Akten gelegt werden würde. Hanna ist sympathisch, als Protagonistin bleibt sie jedoch etwas blass, weil es wohl einiges in ihrer Vergangenheit gibt, das hier erzählerisch aber nur angerissen wird. Da hat mir Hannas unfreiwilliger Partner Mark Springer schon besser gefallen. Er ist ein Eigenbrötler, der aber nichts unversucht lässt, um seinen Fall zu einem guten Ende zu bringen. Dabei schreckt er auch nicht vor der einen oder anderen eher unorthodoxen Methode zurück. Mark erschien mir dadurch viel lebendiger als Hanna.

Die Handlung wirft einige Fragen auf, die natürlich auf den wenigen Seiten noch nicht beantwortet werden können. So wird der Leser am Ende dieses Teils mit einigen offenen Fäden in der Hand zurückgelassen und muss notgedrungen auf Teil 2 des Serials warten. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren Teile in nicht zu großem Abstand erscheinen, damit die Geduld der Leser nicht zu lange auf die Probe gestellt wird.

Oft ist es ja nicht ganz so leicht, in eine bereits bestehende Reihe einzusteigen. Dieser Thriller ist nicht der erste der Kriminalpsychologin Hanna Jakobs - zuvor sind bereits die Bücher "Herztod" und "Wachkoma" erschienen. Sicher hat man da mehr über Hanna Jakobs und ihre Motivation erfahren können, im Rahmen ihrer Tätigkeit verschwundene Mädchen zu suchen. So war der Einstieg in diesen Thriller aus noch einem zweiten Grund nicht so leicht: Das Buch erscheint willkürlich zum Serial gemacht worden sein. Vielleicht wollte der Verlag einfach nur testen, wie das ankommt - denn die beiden Vorgängerbände sind noch nicht als E-Books erhältlich. Ich finde das sehr schade, denn so hinterlässt die Geschichte, die durchaus Potenzial hat, eher einen bitteren Nachgeschmack, weil man weder Hannas Historie so richtig versteht und zusätzlich nicht direkt in Erfahrung bringen kann, wie es weitergeht.

Das Fazit: Wenn das Buch nicht auseinandergerissen und als Serial präsentiert worden wäre, hätte es sicher einen Punkt mehr gegeben. So blieb mir Hanna als Protagonistin leider etwas fremd, und die Geschichte hat ihr Potenzial auch nicht so richtig entfalten können.

 

Die Bewertung: Zwei von fünf Sternen

Source: lesemausimbuecherhaus.blogspot.de/2015/01/rezension-vergeltung-das-madchen.html
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review 2014-12-23 21:30
Ein Thriller, der einen so richtig durchrüttelt
Der Killer: Thriller (Will Robie 1) - David Baldacci
Der erste Satz: "Will Robie hatte auf dem kurzen Flug von Dublin nach Edinburgh jeden Passagier einer genauen Musterung unterzogen."
 
Der Weg zu mir: Lange habe ich nichts mehr von Baldacci gelesen. Als es bei lesen.net die Gelegenheit gab, an einer Leserunde teilzunehmen und den neuesten Thriller als E-Book zu rezensieren, habe ich nicht lange gezögert - da musste ich dabei sein! Lieben Dank an den Bastei Lübbe Verlag und an lesen.net für die tolle Möglichkeit! 
 
Das Innere: Will Robie ist der Mann der Wahl, wenn die US-Regierung sich lästiger Feinde entledigen muss. Er hat es als Auftragskiller schon mit den ganz Großen aufgenommen und immer gewonnen. Man zählt auf Will Robie - doch das Blatt wendet sich, als Will während eines speziellen Auftrags Skrupel bekommt und alles abbläst. Auf einmal ist er der Gejagte und muss sich Gegnern stellen, mit denen er nie gerechnet hätte. Auf seiner Flucht begegnet er der 14-jährigen Julie, die ebenfalls flüchten muss, da sie etwas gesehen hat, was sie nicht sehen durfte. Und auf einmal muss sich Will nicht mehr nur um sich selbst kümmern...
 
Das Wesentliche: Lange habe ich keinen Thriller von David Baldacci mehr gelesen. Nach der Lektüre dieses Buches frage ich mich, warum ich eigentlich so lange gebraucht habe, wieder zu einem seiner Bücher zu greifen. Auch auf die Gefahr hin, vorzugreifen: dieser Thriller ist genial und hat alles, was man von einem solchen Buch erwartet: zwiespältige und dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - sympathische Protagonisten, eine Handlung, die so rasant vonstatten geht, dass man fast nicht mitkommt, und ein fulminantes Ende, das seinesgleichen sucht. Einfach toll!
 
Aber noch einmal von Anfang an. Denn dieser war tatsächlich das Schwierigste am Buch. Will Robie wird als das geschildert, was seinen Beruf ausmacht: als skrupelloser Attentäter, der wortwörtlich über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Auf menschlicher Ebene ist er gerade deswegen natürlich sehr vorsichtig unterwegs, zum einen, um für seine Umgebung nicht zu präsent zu sein, zum anderen, um selbst keine unnötigen Freundschaften zu schließen. Will wurde mir erst nach einiger Zeit sympathisch, denn natürlich zeigt sich sein wahrer Charakter erst im Verlauf der Handlung.
 
Wills unfreiwilliger Schützling Julie ist trotz ihrer jungen Jahre schon sehr vom Leben gebeutelt worden: getrennt von den Eltern, die aufgrund ihrer Drogensucht ihr Kind in die Obhut von Pflegeeltern geben mussten, hat sie schon so einiges erlebt. Auf Will trifft Julie dann auch eher durch Zufall. Die beiden ungleichen Persönlichkeiten müssen sich wohl oder übel zusammenraufen, und das birgt natürlich einiges an Zündstoff. Auch Julie ist nicht auf Anhieb sympathisch, doch ihre toughe Persönlichkeit ist natürlich nur ein Schutzschild, das sie selbst aufbauen musste, um besser mit dem Leben klar zu kommen.
 
Beide erleben eine rasante Geschichte mit zahlreichen Wendungen, die seinesgleichen sucht. Ständig erlebt man als Leser etwas Neues, kaum hat man etwas Fuß gefasst in der Handlung, wird man schon wieder in ein anderes Abenteuer geworfen. Das führt dazu, dass man den Thriller fast nicht beiseite legen kann. So ging es mir auf jeden Fall mit dem Buch. Trotz der stattlichen Seitenanzahl ist die Zeit nur so verflogen, und nach wenigen Tagen war ich schon durch. 
 
David Baldaccis Schreibstil passt übrigens perfekt zur Art seiner Bücher: Kurze Sätze, teilweise genauso hart und schnell wie die Handlung selbst. Das Buch ist übrigens der Auftakt einer Reihe, in der Will Robie die Hauptrolle spielt. "Verfolgt", Will Robies zweiter Fall, wird am 16. Juli 2015 auf Deutsch erscheinen. Ich werde definitiv die Augen aufhalten, damit ich das nächste Buch nicht verpasse! 
 
Das Fazit: Rasant! Wer mal wieder so richtig von einem Thriller durchgerüttelt werden möchte, der sollte dringend zu diesem Buch greifen. Sobald man die Protagonisten richtig kennengelernt hat, geht es so spannend zu, dass man kaum zum Atemholen kommt.
 
Die Bewertung: Fünf von fünf Sternen
Source: lesemausimbuecherhaus.blogspot.com/2014/12/rezension-der-killer-von-david-baldacci.html
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review 2014-11-18 11:33
Rezension: Cyn Balog - Fairytale: Verliebt in einen Elf
Fairy Tale. Verliebt in einen Elf - Cyn Balog

Zugegebenermaßen hatte ich aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet. Das soll nicht heißen, dass die Geschichte schlecht ist, nur eben nicht das, was ich eigentlich gern gelesen hätte.
Morgan und ihr Freund Cam sind beides sehr sympathische Protagonisten, die immer wieder witzige Sprüche reißen, die mich oftmals zum schmunzeln brachten. Morgan erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive und gibt so einen guten Einblick in ihr neuerdings recht chaotisches Gefühlsleben. Sie ist schlagfertig und mutig, was mir an ihr unheimlich gut gefallen hat.
Die Altersempfehlung des Verlages finde ich passend, für Erwachsene könnte das Buch jedoch ein wenig zu viel Teenie-Romanze enthalten. Zwar fand ich es jetzt nun wirklich nicht schlecht, doch hier fehlten mir ein wenig Spannung und Tiefe. Als kleines Schmankerl zwischendurch ist es dennoch gut geeignet und man wird durchaus gut unterhalten.
Cyn Balogs Schreibstil ist schnörkellos und lässt sich flott weglesen. Überraschende Wendungen gibt es nicht wirklich und manche Situationen lösen sich - für meinen Geschmack - viel zu einfach in Wohlgefallen auf. Auch werden einige Dinge einfach nicht aufgeklärt, sondern müssen vom Leser eben so akzeptiert werden bzw. hatte ich teilweise das Gefühl, dass die Autorin diese Dinge so eingeflochten hat, weil sie so gut in die Geschichte passten, jedoch ohne darüber nachzudenken, wie man das Ganze denn erklären könnte. Das fand ich ziemlich schade, denn interessant waren diese Ideen auf jeden Fall.
Fazit:
Eine nette Geschichte für Zwischendurch, die vor allem jugendlichen Lesern gut gefallen dürfte. Für mich persönlich ein wenig zu viel Teenie-Romanze und zu wenig Fantasy, doch das hat die Autorin mit ihrem Humor wettmachen können.
Ich vergebe 3,5 von 5 Punkten!

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