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review 2016-12-07 10:39
Rezension | Der letzte Stern von Rick Yancey
Der letzte Stern -

Beschreibung

 

Die „Anderen“ schickten vier Wellen um die Menschheit zu vernichten. Doch noch immer gibt es Überlebende, darunter Cassie, Ben, Sam, Ringer und Evan, die alles daran setzen den Plan der fremden Eindringlinge zu durchqueren. Doch die fünfte Welle rollt unaufhörlich näher und den Freunden bleibt kaum noch Zeit die Menschheit zu retten…

 

Meine Meinung

 

„Der letzte Stern“ ist der abschließende Band zu Rick Yancey’s dystopischer Reihe „Die 5. Welle“. Nun wird der den finale Count-Down, sowie eine Art Wettrennen um die Rettung der Menschheit eingeleitet.

 

Eigentlich ist das der perfekte Grundstein für ein spannungsgeladenes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, und es stellt sich doch unweigerlich die Frage, was ist man bereit zu opfern, um die Menschheit zu retten?

"Genau in dem Moment, in dem ich glaubte, es könne nicht mehr schlimmer werden, wurde es schlimmer." (Seite 47)

 

Doch leider umschifft Rick Yancey die Insel der Spannung und landet in einer trostlosen Umgebung der Mittelmäßigkeit. Was ich äußerst traurig finde, da mich der erste Band „Die 5. Welle“ gefesselt und fasziniert hat. Hier bleibe ich allerdings mit vielen Fragezeichen im Kopf und einem unbefriedigten Gefühl zurück. Wo sind die tiefer gehenden Hintergründe?

 

Die Einblicke in die menschliche Psyche bei so einem schrecklichen Endzeit-Szenario wurden zwar gekonnt eingeflochten und konnten mich teilweise auch fesseln, aber die erwartete Spannung kam bei mir einfach nicht auf. (Vielleicht lag es an mir und meinen hohen Erwartungen…)

 

Ganz zerreissen möchte ich dieses Buch dennoch nicht, denn die Grundidee der Geschichte hat es mir einfach angetan und somit habe ich es, trotz der fehlenden Spannung, genossen mehr über Cassie und Co. zu lesen. Außerdem ist der Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten sehr gelungen und sorgt für jede Menge Abwechslung!

 

Das Beste am ganzen Buch ist der Schluss! Hier läuft Rick Yancey zur gewünschten Hochform auf und ein Funke Hoffnung springt über. So vergebe ich für „Der letzte Stern“ 3,5 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autor

 

Rick Yancey studierte Anglistik an der Roosevelt University in Chicago. Nach seiner Arbeit als Lehrer und Beamter beim Finanzamt verwirklichte er seinen Traum und wurde Schriftsteller. Mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünte Welle“ stürmte Rick Yancey nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten. Falls er nicht gerade an einem Roman arbeitet, verbringt er am liebsten Zeit mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.

 

Information zur Reihe

 

1. 2014 Die 5. Welle 2013 The 5th Wave
2.
2015 Das unendliche Meer 2014 The Infinite Sea
3.
2016 Der letzte Stern 2016 The Last Star

Fazit

 

Ein Trilogie-Abschluss mit Höhen und Tiefen.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-der-letzte-stern-von-rick-yancey
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review 2015-10-28 11:40
Mami, warum sind hier nur Männer?
Mami, warum sind hier nur Männer?: Roman - Volker Surmann

Story:
Helmer, Mitte 50, schwul und Hotelier des Gay Resorts Rainbow Inn auf Sardinien, hat für seine homosexuelle Gästeschar selten freundliche Gedanken übrig. Zumeist verachtet er die Arroganz, Oberflächlichkeit und Sturheit der schwulen Urlauber, die während ihres Aufenthalts weder (Bio)Frauen, noch Kinder sehen und am liebsten unter sich bleiben wollen. Diese Regel wird kurzerhand in den Wind geschossen als die betrogene Ehefrau Ilka mit ihren zwei Kindern Thea und Felix nach einer Autopanne im Rainbow Inn strandet und von Helmer kurzerhand aufgenommen wird. Sofort macht sich Unruhe unter den Schwulen breit. Während Ilka versucht so schnell wie möglich einen Rückflug zu buchen, erkunden die Kinder die Anlage und freunden sich mit dem Transvestiten Olga an.

 

Als der erste Rückflug erst drei Tage später möglich ist, quartiert Helmer die kleine Familie in seinem Hotel ein und sorgt damit für ein unvergleichliches Chaos unter seinen Gästen – plötzlich müssen die Schwulen aufpassen, den Playroom abzusperren und beim Stelldichein im nahen Kakteenwald vor neugierigen Kindern auf der Hut zu sein. Auch Ilka hat mit der Situation zu kämpfen, denn neben den verbalen Angriffen seitens der schwulen Stammbelegschaft, drängt auch ihr Noch-Ehemann Dennis darauf, dass sie zu ihm zurückkommt …

 

Eigene Meinung:
Der Roman „Mami, warum sind hier nur Männer?“ stammt aus der Feder Volker Surmanns, der fast 20 Jahre lang als Kabarettist und Comedian auf der Bühne stand, Beiträge für das Satiremagazin „Titanic“ und Kolumnen für das queere Hauptstadtmagazin „Siegessäule“ verfasste und inzwischen mehrere Bücher herausgebracht hat. Nachdem er 2010 mit seinem Roman „Die Schwerelosigkeit der Flusspferde“ mit dem Comedybusiness abrechnete, widmet er sich mit seinem neusten Werk der schwulen Szene, die ebenfalls einige Breitseiten einstecken muss.

 

Die Inhaltszusammenfassung deutet bereits darauf hin, welches Genre Volker Surmann mit dem Roman „Mami, warum sind hier nur Männer?“ anstrebt: Trockene, teils absurde Situationskomik bestimmt die Geschichte, die aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Seien es Helmer, Ilka, Thea oder Felix – nahezu jeder kommt zu Wort und darf die Ereignisse aus seiner Sicht schildern. Dabei bleibt kein Auge trocken, denn Volker Surmann lässt kein Klischee und keine krude Situation aus, um sowohl Ilka, die beiden Kinder und die schwulen Gäste ins Schwitzen zu bringen. Dabei bietet die Grundidee nicht einmal viel Handlungsspielraum: eine junge Familie landet in einem Gay Resort und wirbelt die sardische Idylle kräftig durcheinander. Viel Spannung, Action und Überraschungen darf man nicht erwarten, dafür kann man auf etliche Lacher und witzige Szenen hoffen, so dass beim Lesen kein Auge trocken bleibt.


Dennoch sei gesagt, dass es Volker Surmann nicht nur um Comedy und seichte Unterhaltung geht, sondern auch ernste Themen angesprochen werden: Schwulen- und Heterohass, Rassismus (insbesondere innerhalb der schwulen Gemeinschaft), Arroganz und Ungerechtigkeit. Dabei wird das schwule Leben in all seinen Facetten vorgestellt: ob Transvestit, SM-Freaks, Pärchen oder Single im Jagdmodus, Twinks oder die alternde Gemeinde: nahezu alles findet einen Platz in „Mami, warum sind hier nur Männer?“. Es ist ein buntes Sammelsurium an Skurrilität, Klischees und unverblümter Offenheit, das in seiner Gesamtheit einfach nur zu unterhalten weiß.

 

Ein großes Plus machen hierbei die unterschiedlichen Charaktere aus, die allesamt unheimlich authentisch und greifbar beschrieben sind. Sei es der stoffelige Helmer, der am liebsten seine Gäste vor die Tür setzen will, die stets gutgelaunte Olga, die mit ihren Auftritten für Stimmung sorgt und bei den Kindern ein Stein im Brett hat, oder Ilka nebst Nachwuchs, die einfach wunderbar zu den schwulen Gästen des Rainbow Inns passen. Volker Surmann haucht ihnen Leben ein und überzeugt mit lebendigen Dialogen und nachvollziehbaren Reaktionen. Sei es Felix‘ Naivität, wenn es um die schwulen Männer geht, Theas postpubertäres Verhalten, wenn es darum geht ihren Bruder vor Anfeindungen zu schützen oder die kurzen Einblicke in die Gedanken der unterschiedlichen Gäste: es macht einfach Spaß, die Figuren zu begleiten.

 

Stilistisch gibt es nichts zu bemängeln: Volker Surmann hat einen lockeren, flapsigen Schreibstil, der perfekt zur Geschichte und den Charakteren passt. Gerade die Dialoge sorgen für den ein oder anderen Lacher, ebenso die Beschreibungen des Hotels und der nahen Umgebung. Es macht einfach Spaß „Mami, warum sind hier nur Männer?“ zu lesen und das Aufeinandertreffen zweier grundverschiedener Welten zu beobachten. So vorhersehbar die Handlung an einigen Stellen auch sein mag, der Autor schafft es dennoch hervorragend zu unterhalten und gibt Einblicke in eine Welt, die normalerweise nur „Eingeweihte“ zu Gesicht bekommen.

 

Fazit:
„Mami, warum sind hier nur Männer?“ ist ein witziger, sprachlich gelungener Unterhaltungsroman, bei dem kein Auge trocken bleibt. Die Charaktere sind authentisch und überzeugend in Szene gesetzt, die Handlung mag vorausschaubar sein, kann jedoch durch unerwartet ernste Passagen punkten. Wer witzige Romane voller Situationskomik und skurrilen Figuren mag, sollte sich Volker Surmanns Buch nicht entgehen lassen. Allerdings sollte man auf Lektüre während der Zugfahrt verzichten – den ein oder anderen Lacher kann man sich nämlich nicht verkneifen. Zu empfehlen!

Source: www.like-a-dream.de
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review 2015-08-10 20:07
Du musst Tyler vertrauen
Fight Club - Chuck Palahniuk

Der Beginn

Tyler besorgt mir einen Job als Kellner, und dann schiebt mir Tyler eine Pistole in den Mund und sagt, als ersten Schritt zum ewigen Leben musst du sterben. Lange Zeit waren Tyler und ich jedoch die besten Freunde. Ich werde ständig gefragt, ob ich über Tyler Durden Bescheid gewusst habe.

 

 

Aus dem Buch

Brandstiftung. Überfälle. Unfug und Fehlinformation. Keine Fragen. Keine Fragen. Keine Ausreden und Lügen. Die fünfte Regel des Projekts Chaos lautet: Du musst Tyler vertrauen.

 

 

Aus dem Vorwort

"Regel Nummer eins der Spuktunneltour heißt: Man redet nicht darüber."

 

Und ich bleibe stehen. Das Seil hängt wie ein schlaffes Lächeln zwischen uns.

 

"Regel Nummer zwei der Spuktunneltour heißt:", sagt der Cowboy, sagt sein Whiskeyarem: "Man redet nicht darüber."

 

Das Seil, die geflochtenen Fasern, ist fest gedreht und liegt fettig glatt in meiner Hand. Ich stehe immer noch, ziehe an dem Seil und sage: Hey ...

 

Aus dem Dunkel fragt der Cowboy: "Was: hey?"

 

Ich sage, ich hab dieses Buch geschrieben.

 

Das Seil zwischen uns wird straffer, straffer, straff.

 

Und das Seil stoppt den Cowboy. Aus dem Dunkeln fragt er: "Geschrieben? Was?"

 

Fight Club, sage ich.

 

[...]"Das gab's als Buch?"

 

Dass Fight Club eine Romanverfilmung ist, wusste ich schon länger. Vielleicht nicht, als ich den Film zum ersten Mal sah, damals war ich noch ein Teenager. Und bei jedem der gefühlten über einhundert Mal, die ich seitdem diesen Film gesehen habe, nahm ich mir vor das Buch zu lesen. Nun ist es endlich passiert.

 

Es ist eine wirklich gute Romanverfilmung. Für mich gibt es zwei Arten von guten Romanverfilmungen. Entweder hält sich der Film eng an die Vorlage und man kann seine fiktiven Helden und die fiktive Welt auf der Leinwand bewundern, wobei im besten Fall alles so getroffen ist, dass du am Ende sagts: Jap. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.   Oder der Film hält sich nicht an die Vorlage, schafft es aber eine eigenständige Welt lebendig werden zu lassen, bei der das Buch als Inspitation, als Homage genutzt wird und du denkst: Wow, so hatte ich mir das gar nicht vorgestellt, aber das passt perfekt.

 

Fight Club gehört zu erster Kategorie. Beim lesen konnte ich feststellen, wie nah der Film dem Buch folgt. Es gibt Kleinigkeiten, die geändert wurden. Aber die Änderungen kann ich absolut nachvollziehen. Meist handelt es sich um Szenen, die zusammen gezogen wurden oder Personen, die ersetzt wurden, weil sie schwer im Bewegtbild umzusetzen gewesen wären. Doch genug vom Film, nun das Buch.

 

Es geht wenig um sich prügelnde Männer. Es geht auch  weniger um Männer an sich. Es geht um Geschlechterrollen, Konformität, Anpassung, Abgrenzung, Ordnung und Chaos. Anarchie auf ihr höchstes, pervertiertestes Level gehoben, im Vergleich zur Hörigkeit der allgemeinen Konsumschafherde. Es lässt dich nachdenken über die Frage der richtigen Balance. In wie weit du dich als Individuum behaupten musst und in wie weit du dich der Gesellschaft und deinem Umfeld anpassen musst.

 

Wenn du jemals darüber nachgedacht hast, ob du das T-Shirt, dass du heute gekauft hast tatsächlich brauchst, und warum du es eigentlich gekauft hast,  oder ob du wirklich eine Diät machen solltest oder warum du eigentlich nicht einfach im Schlafanzug zur Arbeit gehen kannst, oder warum du nicht einfach, wenn dir danach ist, andere beleidigen oder etwas kaputt hauen kannst, ... dann ist Fight Club ein Buch für dich.

 

Es scheint brutal und brachial. Ist aber auf den zweiten Blick extrem nachdenklich. Kritisch, als auch selbstkritisch. Und heute aktueller denn je. Was oft eine Phrase ist, aber hier ist es meine wirkliche Überzeugung.

 

Die erste Regel lautet: Man redet nicht darüber.

 

Scheiß drauf. ;) Ich rede darüber und ich sage:  Ein Buch, das es Wert ist gelesen zu werden.

 

 

 

Der letzte Satz

"Wir freuen uns schon darauf, Sie wieder bei uns zu haben."

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text 2015-07-30 10:07
Fight Club - Chuck Palahniuk

"So lange du im Fight Club bist, weißt du nicht, wie viel Geld du auf der Bank hast. Du bist nicht dein Job. Du bist nicht deine Familie, und du bist nicht der, als den du dich bezeichnest."

Der Mechaniker schreit in den Wind:

"Du bist nicht dein Name."

Ein Weltraumaffe auf dem Rücksitz greift es auf:

"Du bist nicht deine Probleme." [...]

Der Mechaniker schreit:

"Du bist nicht dein Alter."

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text 2015-07-29 21:16
Chuck Palahniuk / Fight Club
Fight Club - Chuck Palahniuk

Tausende von Jahren haben Menschen diesen Planeten kaputt gemacht und versaut, und jetzt erwartet die Geschichte von mir, dass ich hinter ihnen sauber mache. Ich muss meine Suppendosen auswaschen und plattmachen. Und über jeden Tropfen Motoröl Rechenschaft ablegen, den ich verbrauche. Und ich muss die Zeche bezahlen für Atommüll, vergrabene Bezintanks und Giftschlamm, der eine Generation vor meiner Geburt abgeladen wurde.

 

[...]

 

Das ist jetzt meine Welt. Das ist meine Welt, meine Welt, und diese uralten Leute sind tot. Beim Frühstück an diesem Morgen erfand Tyler das Projekt Chaos. Wir wollten die Welt frei von Geschichte bomben.

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