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review 2020-03-11 16:56
In 15 Minuten wurden 880 Tonnen Bomben abgeworfen
Die Nacht, als das Feuer kam - Sinclair McKay

Inhaltsangabe

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges, im Februar 1945, bombardierten die Alliierten Dresden: Circa 25.000 Menschen fanden den Tod, die Überlebenden waren zutiefst traumatisiert, das einst prächtige Elbflorenz lag in Schutt und Asche. In »Die Nacht, als das Feuer kam« begibt sich der britische Journalist und Autor Sinclair McKay auf eine ganz besondere Spurensuche. In den Archiven der Stadt entdeckte er tief verborgene persönliche Aufzeichnungen, die es ihm ermöglichen, die Geschehnisse dieser drei verhängnisvollen Tage und Nächte aus der Perspektive der Bewohner der Stadt zu erzählen: Schülern, Mitgliedern der Hitlerjugend und des Kreuzchors, Künstlern, Musikern, aber auch des Kriegsgefangenen Kurt Vonnegut und nicht zuletzt Victor Klemperer sowie Piloten und Besatzungsmitgliedern der britischen und amerikanischen Verbände. Noch nie zuvor wurde das Ausmaß dieses Luftangriffs für die Zivilbevölkerung der Stadt so vielstimmig, emotional und zutiefst menschlich geschildert wie in diesem Meisterwerk der narrativen Geschichtsschreibung – und das noch lange, nachdem die letzte Seite umgeblättert ist, im Gedächtnis bleiben wird.

 

Meine Meinung 

Von diesem verheerenden Bombenangriff haben wir wohl alle schon mal im Geschichtsunterricht gehört. Inzwischen sind 75 Jahre vergangen und dieses Buch kann immer noch den ganzen Schrecken dieser Nacht darstellen.

 

Dieses Werk baut sich aus drei Teilen auf.

Teil 1 – Die Katastrophe rückt näher

In diesem ersten Abschnitt spürt man zunächst die nahende Gefahr und bekommt viele allgemeine Informationen rund um diese Thematik.

Der Autor geht vorab darauf ein, warum gerade das „Schmuckstück“ Dresden zum Ziel wurde. Die sächsische Stadt spielte eine wichtige Rolle im damals noch bestehenden Zweiten Weltkrieg, aber Dresden hatte auch in den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Architektur einen hohen Stellenwert.

In diesem einleitenden Teil fielen so einige Namen. Manche sagten mir etwas, andere eher weniger, aber den bin ich gerne nachgegangen.

Darunter zum Beispiel:

Otto Griebel, Otto Dix , Caspar David Friedrich (dt. Maler)

Richard Wagner und Richard Strauss (dt. Komponisten)

Heinrich Barkhausen (dt. Physiker)

Martin Mutschmann (Politiker in der NSDAP)

Henry Schmidt (SS-Untersturmführer)

Miles Tripp und Kurt Vonnegut (schrieben ein Buch über ihre Erfahrungen)

 

Teil 2 – Die Schreckensnacht

„In dieser Nacht starteten siebenhundertsechsundneunzig Lancaster und Mosquitos mit etwa fünftausendfünfhundert Mann Besatzung, um Dresden in zwei großen Wellen zu bombardieren.“ (S. 245)

 

„Achtung, Achtung! Starke anglo-amerikanische Bomberverbände im Anflug auf Dresden! Entfernung circa zwanzig Kilometer! Suchen Sie die Luftschutzräume auf!“ (S. 259, Radiodurchsage)

 

Diese Information war für mich tatsächlich neu. Beim Lesen aber ahnte und spürte ich es tatsächlich schon. Nachdem die ersten Bomben gefallen waren und die Bewohner der Stadt in ihren Kellern oder öffentlichen Bunkern Schutz suchten, war der Schrecken noch nicht vorbei. Diese Darstellung der erneuten Bombardierung, nachdem die ersten Anwohner ihren Schutz bereits verlassen hatten, um nach ihren Familienangehörigen zu suchen, fand ich grandios.

Des Weiteren eine interessante Information war, dass der 13. Februar 1945 der Faschingsdienstag war. Die Menschen feierten an diesem Tag.

Schlimm, dass die Menschen diesen feierlichen Anlass wohl immer mit diesem Ereignis verbunden haben.

Es werden viele Eindrücke und Empfindungen der Dresdner veröffentlicht, darunter „Nach einer scheinbar endlosen Zeit wurde endlich die Tür des Kellers geöffnet. Niemand konnte fassen, was ihn draußen erwartet! Die Stadt brannte lichterloh, und es war so heiß, einfach unvorstellbar.“ (S. 300)

 

Der Autor bringt in diesem Abschnitt sowohl sehr viele Zeugenaussagen ein, von Menschen, welche dieses Ereignis am eigenen Leib erlebt haben.

Aber als Leser bekommt man auch einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Bomberflieger.

„Für die Flieger war der Einsatz nur eine weitere furchterregende Nacht, und Dresden war nur ein weiteres Ziel.“ (S. 276f.)

 

Der Schrecken dieser Nacht waren die Toten, die völlig verbrannt auf den Straßen der Stadt ihr Leben ließen und zum Teil niemals identifiziert werden konnten. Die vielen Anwohner, die ihren Wohnsitz und alles Hab und Gut verloren haben. Oder auch die Bewohner, welche starke gesundheitliche Beeinträchtigungen davon getragen haben, vor allem die Organe Augen und Haut waren sehr oft betroffen.

 

Teil 3 – Das Nachbeben

Wie schon der erste Teil beinhaltet auch der dritte Teil eine Reihe von Bildern und Fotografien, welche dem Leser nochmal vor Augen führen, wie Dresden damals „dastand“.  Für mich perfekt ausgewähltes Bildmaterial.

Weiterhin beschreibt der Autor sehr ausführlich, wie sich der Wiederaufbau Dresdens unter russischem Einfluss gestaltete. Dieser Aspekt ist ebenso wichtig zu wissen, wies für mich aber auch einige Längen beim Lesen auf.

 

Mein Fazit

Ein Werk, welches man als Gesamtwerk zum Thema „Bombardierung auf Dresden“ bezeichnen kann. Der Autor recherchierte ausführlich zur Thematik und belichtete diesen verändernden Tag von vielerlei Hinsicht.

„Die Nacht, als das Feuer kam“ stellt ein Sachbuch dar, welches einige trockene Seiten aufweist. Mich im Großen und Ganzen trotzdem beeindrucken konnte.

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review 2019-11-18 20:48
Free Air (Lewis)
Free Air - Sinclair Lewis

This novel opens strikingly with a "modern woman" of the US East Coast in the '20s (well, 1919) fighting her very expensive convertible through the bad, muddy roads and still rather wild west (destination: Seattle) with a sick father in tow. She then has to decide what to do about the lower-class, but decidedly handy, rather intelligent and definitely persistent suitor that she attracts as she tries to deal with her car troubles. I grew quite fond of Claire Boltwood and Milt Daggett as the novel progressed and he respectfully stalked her (yes, an oxymoron) on her way. They managed to escape being just stereotypes of their social class and to show some realism (and some real humour) in how they found their way to appreciating each other's qualities.

 

On the whole, though, I thought the novel dropped off a bit in the second half when the road trip was over and the focus shifted to the laughable pretentiousness of Seattle "good society".

 

Lewis' writing is studded with little gems of wit, like "Mr. Martin was an unentertaining bachelor who entertained." He also comes up with entirely unexpected adjectives that surprise and then work beautifully in context - the example I noted was "stingy, flapping stairs". On the other hand, he is relentlessly contemporary, which means that there are references that I simply couldn't decode, like "Why did I ever get a car that takes a 36 x 6?"

 

Nonetheless, a surprisingly good central female character by a male author in this period. And it's a very clever title, referring both to the signs you would find in gas stations (I remember them) over the air pumps for your tires, but also to Claire's sense of liberation from her east-coast and class restrictions.

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review 2019-10-11 14:50
The Lady in the Cellar - Sinclair McKay

This reads like a murder mystery, but unlike a murder mystery this one isn't solved at the end. There's a body under coals, badly decomposed. The house belongs to a family who take in boarders and this appears to be a boarder who has left. It has all the elements of a good mystery. Eccentric people, immigrants trying to make good, a maid that may or may not be the lover of several of the characters and was accused herself but she turned it around on almost everyone else and added some gothic spice to the mix. Fueled by popular newspapers this was a mess of a case from the start and it's still not clear who dunnit.

Interesting read.

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review 2019-07-29 04:00
The Starlight Rite - Cherise Sinclair

Under the heading of "books I have no idea why I bought them" comes this - a love story with a side order of Stockholms. I mean; I guess that it's believable given the apparent chemistry and feels but you know, if I'd been aware that the h spends the better part of the book as a sex slave, I don't believe I would have bought it.

 

So our h is in a pickle. Her husband paid a couple of what passes for local law enforcement to kill her. Only, the ship she was flying on was a former smuggler's ship, and the captain had clued her in on the smuggler's hatch. So she was able to escape the assassination attempt. Now she's hiding, and through what seems to me to be a massive oversight on the part of the smuggler/captain, broke (what? No bag of coins stashed in there for emergency?). She attempts to rob what looks to be a cripple only to find herself face to face with the leader of the local law enforcement. Punishment for robbery plus managing to cause his injury to flair up is a total that equals 38 days of indentured servitude. Since she has no marketable skills, that translates to sex slave. He buys her. I mean; she could have ended up in a brothel...

 

Over the course of a week or so, there's a discussion about rape in which he informs her that sex slaves can't say no, much sex, a couple of escape attempts - all following seeing something about her apparent death on the news. That last one was a doozy - he was having lunch with her husband *and* the two killers. So she has a damn good reason for not telling him who she is.

 

And of course, there's the starlight rite - a planetary orgy. She got him to take her to the place his clan would partake in the ritual, then tried to escape. She's caned, and gets to participate in the ritual whether she wants to or not.

 

After he has her sent back to the indenture hall for resell, he gets around to doing some serious investigating, manages to find the video was altered, find footage of her leaving the terminal, etc. Meanwhile, he's also inadvertently let her husband know she's alive and where she is, so when he figures out what's what, there's the mad rush to save her.

 

Things that bugged me:
The setup obviously
The lack of emergency funds - you'd think a smuggler might hide something as backup
The rite taking place at the clan one of the killers belonged to (yet he apparently was a no show. Hmmm)
A professional singer (the h is famous) that has never performed publicly, and in fact, nobody knows what she looks like. I mean; I can't imagine that being pulled off *today* and this book is set in the future. Nobody took a snapshot of her at a studio or something? Eh? This conveniently to explain why she was not recognized by anyone until she sang in an attempt to cause a distraction when her husband was trying to drag her off planet.

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review 2019-06-10 05:06
Babbitt
Babbit - Sinclair Lewis

I am reading Sinclair Lewis after Min Jin Lee shared her passion for his writing with us at our Library Author lunch. I don't remember reading any of his books, but if I did, it was in the blur of high school required reading, so I am having another go at these. This one reminded me of the Cheever stories I was obsessed with years ago; perfectly capturing the details of ordinary lives, and rendering them memorable.

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