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review 2018-05-12 02:23
Pieces of Her - Karin Slaughter

When we first meet Laura Oliver & her daughter Andrea, they seem to have a close, dependent relationship. But make no mistake. These are 2 very different women. Laura is an elegant, self assured speech therapist in a small community outside Savannah. Andy is mousy & introverted, working night shift as a police dispatcher. She comes across as paralyzed, incapable of making any decision that would help her climb out of her rut & get a life.

 

It’s Andy’s 31st birthday & they are celebrating in a diner when a traumatic event changes everything. I won’t go into details but suffice to say Andy see a side of her mother she never knew existed. So does the rest of the world as cell phone video of the incident quickly goes viral. In short order, Andy finds herself on the run, armed only with a list of cryptic instructions given to her by Laura.

 

In alternate chapters set in 1986, we meet a woman named Laura who lost everything that ever mattered to her. She knows who is responsible & travels to Oslo to make him pay in spectacular fashion. She does a bang-up job. Among the victims is a wealthy American businessman & over the course of chapters set in this time period, we spend time with his uber-dysfunctional family as they come to grips with the fallout.

 

In the present Andy is on a dangerous road trip that will lead to jaw dropping discoveries about her own identity as well as her mother’s past. It’s only as we gradually understand the historical story line that it’s implications in the present begin to sink in. And the hits keep coming right up to the final page.

 

This is very different from previous books I’ve read by this author. What hasn’t changed is her ability to deliver an intricate plot, stunning twists & events that push you to the edge of your comfort zone. But for me it was very much a book of 2 parts & to be honest, I found the first half a tough slog. After the initial excitement dies down, the reader spends a lot of time alone with Andy & I found her a tiresome travelling companion.

 

Her chapters consist of very little dialogue as she interacts with few people. Instead we ride shotgun & listen to her every thought  as she flees. She covers the same ground over & over again in an endless loop of despair. I had to keep reminding myself she was 31 as her behaviour & emotional maturity was more in keeping with those of a teenager. And at the risk of sounding like a heartless bitch, I just couldn't take the endless sobbing. I get that she went through a traumatic experience but I didn't need approx. 100 pages describing how she cried to get the drift. 

 

The chapters detailing events from 1986 are much more intriguing. We know it has to somehow link with Laura Oliver’s past & part of the challenge is trying to figure out her real identity. In these passages, we begin to see the similarities between Andy & her mother’s younger self. As the book hit the second half, tension ramps up in both time lines & the past crashes into the present. And at the risk of entering *spoiler* territory, I’m happy to report both women eventually grew a spine. The second half saved the book for me as the scope of the plot became apparent & more, interesting characters took up the story.

 

Just a heads up: there are scenes that will make some readers uncomfortable. Emotional & physical abuse are central to the story line & while you may not like some of the characters, it’s clear they are products of their experiences.

 

So how to rate this. I settled on 3.5 stars (3 for the first half, 4 for the second). While this may not be my favourite book by Ms. Slaughter, she sets the bar pretty high & I’ll definitely read whatever twisted tale she comes up with next.

 

 

          Stranger Than Paradise (1984)

 

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review 2018-04-29 09:27
Trockener Kriegsbericht
Heeresbericht - Michael Bideller,Martin Freitag,Jasper Vogt,Karin Nennemann,Wolfgang Gundacker,Benjamin Utzerath,Isabella Lewandowski,Ottokar Lehrner,Felix Isenbügel,Dierk Prawdzik,Kerstin Renf,Michail Paweletz,Luis C. Oberländer,Siegfried W. Kernen,Marc Bator,Dieter-Tho

Erster Weltkrieg. Adolf Reisiger meldet sich als Kriegsfreiwilliger. Anfangs noch begeistert, kommen ihm immer mehr Zweifel, ob der Krieg in Europa tatsächlich sinnvoll ist.

"Heeresbericht" wurde in den 1930er-Jahren veröffentlicht und schildert damit das Kriegsgeschehen um den Ersten Weltkrieg zeitnah und gefühlt aus erster Hand. 

Adolf Reisiger war einmal Student und ist jetzt Soldat. Trocken berichtet er vom Erlebten, angefangen von der Grundausbildung bis zum Schützengraben. 

Dabei ist Reisiger mit unverschämten Glück gesegnet. Je tiefer er im Kriegsgeschehen steckt, desto unverwundbarer scheint er zu sein. Links und rechts von ihm fallen die Kameraden, werden verwundet und regelrecht verstümmelt, während er selbst mit heiler Haut aus dem Gemetzel tritt. Jedoch empfindet Reisiger es zunehmend als Strafe, verschont zu bleiben. Wäre er nur tot, denn dann ist der Krieg für ihn vorbei.

Als Leser wird man an die Seite Reisigers gestellt und erlebt mit ihm den Krieg aus erster Hand. Angefangen von blutigen Kampfsituationen, langen Märschen, strategischem Planen, langweiligem Verharren, erbärmlichen Frieren, bohrendem Hunger und scherzenden Kameraden - es ist alles dabei! 

Meiner Meinung nach bekommt man dadurch einen recht authentischen Eindruck vom Krieg. Es gibt etliche Szenen, in denen Reisiger um einen Kameraden oder Vorgesetzten beraubt wird. Meist tut er das mit einem "So ist der Krieg" oder "C'est la guerre" ab und wendet sich seinen Aufgaben zu. Je länger es dauert, desto mehr nagt dieses Leben an ihm und raubt ihm zusehends den Verstand. Grad, dass er keinen hysterischen Lachanfall bekommt, weil er nur mehr den Kopf seines Vorgesetzten sieht ...

Zwischendrin sind Zeitungsartikel, Rundfunkmeldungen oder Briefe von der Front einmontiert, was dem Gesamtgeschehen Ausdruck verleiht. Weniger gefallen haben mir Lieder, die im Hörbuch gesungen werden. Das ist zwar gut umgesetzt, aber absolut nicht meins. 

Ich habe Reisigers Bericht meistens als sehr trocken empfunden, was wohl dem Naturell des Geschehens entspricht. Es ist ja kein Abenteuerroman sondern der Autor war damals selbst dabei und hat an der Figur des Kriegsgefreiten Reisiger seine Erlebnisse verarbeitet. 

Besonders gut kommen eine gewisse Fassungslosigkeit zur Geltung, die sich zwischen den Soldaten breit macht. Es wird ihnen nach und nach bewusst, wie unsinnig der Krieg ist, was das zu bedeuten hat und dass es keinem höheren Zweck dienen kann.

Obwohl dieses Werk auf mich sehr authentisch wirkt und durch Zeitdokumente untermalt wird, kommt es meiner Meinung nach an „Im Westen nichts Neues“ nicht ran. Wer sich für den Ersten Weltkrieg interessiert, der sollte zuerst zu Remarques Klassiker greifen, weil er meiner Meinung nach mehr Gefühl für das Geschehen vermitteln kann.

Nichtsdestotrotz ist „Heeresbericht“ ein interessantes Stück Zeitgeschichte, das durch das Soldatenleben im Ersten Weltkrieg führt und schon allein deshalb empfehlenswert ist. 

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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text 2018-03-02 05:57
Update Autorinnen Challenge A-Z - Der Monat Februar
Blasmusikpop: oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam - Vea Kaiser,Susanne Rossouw,Roman Danksagmüller
Schilf - Juli Zeh
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten - Becky Chambers,Karin Will
Das dreißigste Jahr - Ingeborg Bachmann
Bananama - Simone Hirth

Auch der Monat Februar war ein sehr erfolgreicher bezüglich meiner Autorinnenchallenge, denn ich habe wieder ein paar neue Schriftstellerinnen entdeckt und ein paar sehr gute aber auch weniger gute Bücher gelesen. Auch habe ich im Februar wieder mehr Bücher von Frauen als von Männern gelesen.

 

Ein weiteres kleines "Problem" :D hat sich nun auch ziemlich überraschend sehr schnell offenbart. Da nun schön langsam die Frühjahrsrezensionsexemplare teilweise unbestellt eintrudeln, passiert es schön öfter, dass der Buchstabe bereits von mir vorher "abgearbeitet" wurde. Somit ist es nun bereits im dritten Monat passiert, dass ich einen Buchstaben doppelt belege. Aber ich habe mir vorgenommen, nicht nur alle Buchstaben durchzulesen, sondern alle Bücher von Frauen in der Liste zu dokumentieren, wenn mehrere Buchstaben doppelt gelesen werden, ist es umso besser.

 

Die Bingo-Karte von Themis Athena habe ich nun auch erstmals ausgefüllt, und sie schaut sehr gut aus.

 

 

A:
B: Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr **
C: Chambers, Becky: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten 2,5 *** aufgerundet auf 3
D: Dusl Anna Maria: Boboville - 2,5 *** aufgerundet auf 3
E:
F: Fölck, Romy: Totenweg (currently reading) (Rezensionsexemplar)
G:
H: Han, Kang: Die Vegetarierin *****

     Hirth, Simone: Bananama **** (Rezensionsexemplar)
I:
J: Joyce Rachel: Die unwahscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ****
K: Kaiser, Vea: Blasmusikpop ****
L: Lessing, Doris: Die gute Terroristin **
M:
N: Nothomb Amelie: Der Professor ****
O:
P: Piuk Petra: Lucy fliegt *** (Rezensionsexemplar)
Q:

R:
S:
T:
U:
V:
W:
X:
Y: Yoshimoto Banana: Eidechse *** nur wegen der Stilform Kurzgeschichte
Z: Zeh Julie: Schilf ****

 

In den Startlöchern stehen schon zwei Rezensionsexemplare mit E und R zwei Regionalkrimis von Claudia Rossbacher und Heidi Emfried und das Q, auf das ich mich schon sehr freue: Rachel de Queiroz: Die drei Marias

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text 2018-03-01 14:38
December/January 2018 Reads
Bad Behavior - Kiki Swinson,Noire
A Song Unheard (Shadows Over England) - Roseanna M. White
The Good Daughter - Karin Slaughter
Tempest - Beverly Jenkins
Best Laid Plans (Madaris Family Saga) - Brenda Jackson

This winter has not been kind to me. I've been quite ill. I only managed to read one book in December and four in January. In Bad Behavior, I was only able to finish the story by Kiki Swinson. The second story by Noire is erotica and I don't read that genre. Here are my ratings;

 

 

 

4 Stars

 

A Song Unheard by Roseanna M. White

 

The Good daughter by Karin Slaughter

 

Best Laid Plans by Brenda Jackson

 

 

 

3 Star 

 

Bad Behavior by Kiki Swinson and Noire

 

Tempest by Beverly Jenkins

 

 

 

 

 

 

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review 2018-02-25 08:57
Keine Science in der Science-Fiction
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten - Becky Chambers,Karin Will

Gleich mal zu Beginn eine Positionsbestimmung meinerseits. Ich lese seit den 80er Jahren Science Fiction und bin ein Fan und Nerd in dieser Community von meiner ersten Stunde an. Ich habe von Lem und den Herberts (Vater und Sohn) nahezu alles verschlungen, von meinem Superstar Philip K. Dick auch sehr viel gelesen, Douglas Adams sowieso, und dann natürlich noch ein bisschen Heinlein und Strugatzki und so weiter ....auch ein paar modernere Autoren habe ich gelesen und alle filmischen Umsetzungen wurden von mir selbstverständlich inhaliert.

 

Insofern bin ich SF-Purist und mir ist die Science in diesem Genre - die ja auch im Namen steht und deshalb ein wesentlicher Bestandteil ist - sehr wichtig. Wir haben früher stundenlang falsche Konzeptionen an Zeitschleifen kritisiert, über mögliche Antriebstheorien diskutiert und die fiktionalen Theorien auf Wisschenschaftlichkeit abgeklopft. Deshalb war ich als Frau auch sehr gespannt, was denn die vom Verlag propagierte neue Weiblichkeit in der Science Fiction von Becky Chambers zu bedeuten hätte. Prinzipiell ist es mir sowieso ein Dorn im Auge, dass in manchen Genres so gut wie keine Frauen sichtbar sind.

 

Vermeidung von technologischen Erklärungen

Der neue Stil begann schon mal sehr irritierend. Die Autorin warf völlig inflationär technologische Ausdrücke unkommentiert die Arena. Als Leserin musste ich mich mit Wörtern und neuen Technologien anfreunden, von denen mir nicht erklärt wurde, wie sie in diesem Roman funktionieren sollten. Wie zum Beispiel der Algenantrieb, die Stasetruhe, die Medbots... Zuerst dachte ich mir noch -

"Ok gemach Du SCIFI-Nerd, warte mal ab. Die Autorin spielt einfach nicht sofort und vordergründig den Erklärbären für die erwähnten Technologien, die genaue Funktionalität wird dem Leser nach und nach offenbart."

 

.... Und dann passierte nichts. Im Gegenteil, weitere Technologien wurden eingeführt und wieder nicht erklärt, wie sich die Autorin das vorstellt. Neben dem verwirrenden Beginn des Roman hat mich am meisten der Umstand gestört, dass in einem plotrelevanten Teil der Raumfaltung - das ist ja das Kerngeschäft der Wayfarer - nicht mal im Ansatz thematisiert wurde, was die Crew hier überhaupt macht. Ok da ich schon genug andere SCIFI gelesen habe und mit den älteren Theorien der Raumfaltung zumindest ganz gut vertraut bin, kann ich mir vieles denken, aber wie zum Beispiel die Käfige zur Stabilisierung des Bohrerlochs fungieren ist mir völlig schleierhaft - oder dienen sie vielleicht als Bojen, damit man sich im Hyperraum nicht verirrt? Keine Ahnung - ganz typisch wie im Rest des Romans - ein paar Begriffe in die Geschichte geworfen, ein paar wissenschaftliche Andeutungen und dann wird wieder drauf gepfiffen.

 

Auch hier wird bereits ein bisher fundamentaler Grundsatz des SCIFI-Genres in Frage gestellt. Die Frage ist nämlich, ob technische Erklärungen integraler Bestandteil von guter Sci-Fi Literartur sein müssen oder nicht. Soll die SCFI- komplett zur Fiktion verkommen und die wissenschaftlichen Erklärungen werden ab nun ignoriert und ausgelassen- Hautpsache die Figuren sind nett entwickelt und eine Geschichte wird erzählt?

 

Ich sage schon in diesem Bereich nein, denn auch hier und jetzt auf der Erde interessieren mich grad die neuen Elektro- Speicher- und Wasserstofftechnologien. Als halbe Technikerin ist mir ist gar nix wurscht hauptsach die Karre fährt oder der Compi funzt. Ich will wissen wie, und griff und greife auch öfter zum Schraubenschlüssel weil ich die Technik dahinter erforschen will - SEHRRRR SCHLECHT FÜR DIE GEWÄHRLEISTUNG BEI APPLE PRODUKTEN!!!

 

Das Privatleben der Aliens

Stattdessen fokussiert sich Frau Chambers sehr intensiv auf die Figurenentwicklung, die einzelnen Alienrassen, deren Taxonomien und biologische Eigenschaften, ihre Gebräuche, wie sie essen, wie sie Sex haben, wie sie kommunizieren, wie ihre Familienverbände strukturiert sind. Also sie zentriert den Roman auf biologische, soziologische und ethnografische Aspekte der Science Fiction.

 

Das ist eigentlich der Punkt, wo sie wirklich frischen Wind in das Genre bringt, ohne es durch einen Tsunami völlig auf den Kopf zu stellen, der mir zudem am besten am Roman gefallen hat. Bei allen wissenschaftlichen Lücken muss gesagt sein: Dieses breite Feld, das mich seit den 80ern in der Science-Fiction umtreibt und das noch nie geklärt wurde, wird hier doch ein bisschen genauer beleuchtet und das hat der Science Fiction auf jeden Fall gefehlt. Ein Mad-Bild zum Krieg der Sterne drückt nämlich sehr deutlich aus, was ich schon immer wissen wollte, mich aber nie getraut habe zu fragen:

Ok wie die Aliens auf die Toilette gehen, wurde nicht beschrieben, aber die private Lebensrealität von Aliens wurde sehr genau thematisiert.

 

Wissenschaftliche Korrektheit von Analogien und Wendungen im Plot

Da Becky Chambers ja eh so gut wie nie detaillierte technische Erlärungen abgibt, sondern sich nur in Andeutungen ergeht, wäre die Wahrscheinlichkeit, wissenschaftliche Fehler zu begehen eher gering, aber sebst hier schafft sie es, auf wissenschaftliche Recherche und Korrektheit zu verzichten und kapitale Schnitzer zu produzieren. Das ist sehr ärgerlich. Kann die Vermeidung von Wissenschaftlichkeit im Roman noch als lässlicher Fehler gesehen werden, so sind Analogien und Plotwendungen basierend auf uralten falsifizierten Theorien einfach ein NO-GO im Genre.

 

Da sie sich auf biologische Aspekte der Aliens kapriziert, sollte zumindest dieses wissenschaftliche Gebäude ihrer Analogien auf dem letzten Stand der Forschung sein, aber nicht mal das schafft sie. Sie vergleicht eine zweibeinige fleischfressende KALTBLÜTLER-Echse mit einem zweibeinigen Saurier der seit dem Stand der Wissenschaft ab 2005 definitiv als WARMBLÜTLER bestätigt wurde. Außerdem wurde auch impliziert, das 2-beinige Raubsaurier keine Federn hattten. Nun könnte man ja bei der indirekten Konzeption der Figuren einwenden, dass die Figur der Echse so etwas nicht wissen kann, aber eine menschliche Spezialistin für Aliens und Aliengesetze also für Rassen und Taxonomien, die auch ständig in der Datenbank rechcheriert, zieht den Vergleich und das ist Figurenkonzeptionell total unlogisch.

 

Ein bisschen Recherche (und mehr als 10 minuten Aufwand ist das nicht) des aktuellen Standes der Wissenschaft würde sowohl für die Autorin als auch für den SCIFI-Verlag absolut notwendig sein. Sogar in Krimis müssen die Autoren auf dem aktuellen Stand der Forensik und der Technik schreiben und demgemäß die aktuellen Entwicklungen permanent recherchieren.

 

Mein Lesefreund Marcus hat mir dann auch am Ende noch ziemlich klar vor Augen geführt, dass der Roman auch im Plot bei der Raumfaltung bzw. beim Bewegen des Raumschiffs im Raum und in der Zeit des Universums, am wissenschaftlichen Stand von vor 2005 steckengeblieben ist. Auch hier wurden die neueren Erkenntnisse der Forschung der letzten Jahre einfach ignoriert bwz. uralte, mittlerweile falsifizierte Theorien auf den Plot angewandt. Das wäre nun bei einem Buch von 2000 gar kein Beinbruch, aber die Erstausgabe des Romans wurde 2014 verlegt und das Genre heißt SCIENCE-Fiction.

 

Der Plot

Auch im generellen Plot verstößt der Roman gegen alle Regeln des Genres. Es existiert auf 550 Seiten bis auf ein paar Ausnahmen so gut wie keine ÄKTSCHN was eigentlich doch ganz schön langweilig ist.

 

Resumee und Fazit

Drei fundamentale Regeln und Grundpfeiler des SF-Genres werden hier in diesem Roman auf den Kopf gestellt und ignoriert.

- 1) Die fehlende Wissenschaftlichkeit im Roman durch Auslassung fast aller Erklärungen (die geht für mich ja noch, denn möglicherweise ist die manische technokratische Fokussierung des Plots im Genre ohnehin zu ausgeprägt, dennoch möchte ich manchmal wissen, wie etwas funktioniert und will mich nicht durch leere technische Worthülsen verwirren lassen)

- 2) FAKE-Wissenschaftlichkeit durch uralte falsifizierte wissenschaftliche Theorien im Roman (für mich absolut nicht zu tolerieren denn das Genre heißt SCI-Fi und ohne Science führt es sich schon alleine in seiner Existenz ad Absurdum)

- 3) kaum Action im Plot (für mich sehr langweilig)

+ 4) Demgegenüber steht auf der positiven Seite eine gute und intensive Figurenentwicklung die doch sehr erfrischend in das ansonsten technokratische Genre, das sich bisher wenig mit Figuren und Aliens beschäftigt hat, eingeführt wird.

 

Am Ende meiner Bewertung, wenn ich die Minuspunkte und Pluspunkte zusammenrechne, stehen 2,5 Sterne in der Bewertung eines sehr mediokren SCI-FI Romans, der einfach mit Gewalt versucht, anders und innovativ zu sein und dabei die fundamentalen Pfeiler des Genres total verloren bzw. sie bedauerlicherweise bewusst ignoriert hat.

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