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review 2018-08-01 09:29
Zeit, erwachsen zu werden
The Kingdom of Gods - N.K. Jemisin

Eines der ersten Bilder, das N.K. Jemisin veranlasste, die „Inheritance Trilogy“ zu schreiben, war das eines Kindes, das mit Planeten spielt. Angesichts dieser frühen Inspiration ist es wohl nicht verwunderlich, dass sich Sieh zu einem ihrer Lieblingscharaktere entwickelte. In einem Interview erklärte sie, sie liebe es, dass er tausende von Jahren alt und trotzdem entschlossen sei, das Leben aus der Perspektive eines Kindes anzugehen. Mit „The Kingdom of Gods“ schenkte sie Sieh ein ganzes Buch. Sie beschreibt das Finale der Trilogie als einen „verdrehten Bildungsroman“, der das Heranwachsen eines uralten Jungen thematisiert, der stirbt, wenn er erwachsen wird. Klingt verrückt und paradox? Dank Sieh in der Hauptrolle keine Überraschung. 

 

Seit Itempas‘ Ketten gesprengt wurden, ist Sieh langweilig. Ihn erfüllt eine Ziellosigkeit, die ihn verunsichert. Wieder und wieder kehrt er zurück in die Himmelsfestung Sky. Er ertappt sich dabei, die Arameri zu beobachten. Er empfindet eine unerklärliche Faszination für die königliche Familie, die ihn jahrhundertelang quälte und misshandelte. Seine Aufmerksamkeit gebührt den Kindern, jenen unvollendeten Seelen, die der seinen so ähnlich sind. Tief in den Eingeweiden der Festung begegnet er dem 6-jährigen Geschwisterpaar Shahar und Deka. Nach einigen Jahren der Besuche äußern sie den unschuldigen Wunsch, gemeinsam einen Eid auf ihre Freundschaft zu schwören. Ihre verbundenen Hände lösen eine gewaltige Energiewelle aus, die Sieh ins Nichts schleudert. Als er erwacht, sind acht Jahre vergangen. Etwas… hat sich verändert. Seine Magie schwindet. Er altert. Sieh muss herausfinden, was damals geschehen ist und wie er es aufhalten kann. Ihm läuft die Zeit davon. Denn für den Gott der Kindheit bedeutet erwachsen zu werden den Tod.

 

Ich stimme N.K. Jemisin vollkommen zu. Ich liebe Sieh ebenfalls. Wie könnte ich den Gott der Kindheit und des Schabernacks nicht lieben? Er ist Peter Pan. Er ist das Kind, das niemals erwachsen wird. Oder doch? „The Kingdom of Gods“ ist ein fabelhaft facettenreiches Buch, dessen theologische, philosophische Reife überwältigt und das die Botschaft der „Inheritance Trilogy“ mühelos transportiert: es gibt keinen Dualismus. Eine Einteilung in Schwarz und Weiß verkennt die Realität. Niemand könnte diesen Gedanken besser verkörpern als Sieh, weshalb ich Jemisins Entscheidung, ihn in den Mittelpunkt des letzten Bandes zu stellen, Beifall zolle. Durch seine Rolle als Ich-Erzähler untersucht sie neugierig die Grenzen des Konzepts der Kindheit und konfrontiert ihn unnachgiebig mit seiner größten Angst – der Angst, erwachsen zu werden, die in seinem Fall mit der Angst vor dem Tod, der Sterblichkeit gleichzusetzen ist. Sieh ist eine haarsträubend paradoxe Hauptfigur; er vereint zahllose widersprüchliche Eigenschaften, sodass seine Existenz einem Drahtseilakt gleicht. Er perfektionierte seine Identität als Schutzpatron der Kinder, aus der er Macht bezieht. Sieh tritt als Kind auf, ist aber definitiv kein Kind. Ihn zu unterschätzen, wäre ein Fehler. Die Spannung zwischen der Rolle, die er verkörpert und seiner wahren Persönlichkeit stellt einen wichtigen Aspekt der Geschichte dar. Es gelang ihm, sich selbst zu täuschen. Er wollte nicht einsehen, dass er längst erwachsen ist. Er konnte nicht so lange leben, Krieg, Verlust und Schmerz erfahren und die Unschuld eines Kindes bewahren. In seinem Bestreben, seine Lebenslüge aufrechtzuerhalten, distanzierte er sich vom Leben selbst und verlor den Kontakt zu seinem Ich. Diese Entwicklung erinnert an eine andere Figur in Jemisins Universum: Itempas. Die Parallelen zwischen Sieh und seinem Vater sind sicherlich kein Zufall, da sie ihre schwierige Beziehung untermalen. Das Finale betont noch einmal, dass sich Götter und Sterbliche viel ähnlicher sind, als es den Anschein hat. Göttliche lieben, hassen, trauern und leiden ebenso wie Menschen, ihre Beziehungen untereinander sind in ihrer Komplexität durch und durch menschlich, was die Frage aufwirft, wer eigentlich nach wessen Abbild geschaffen wurde. „The Kingdom of Gods“ zwingt Sieh in die menschliche Perspektive von Sterblichkeit, wodurch er erneut Kontakt mit dem Leben aufnimmt und sich endlich seinen Erinnerungen und Gefühlen stellt. Daher ist dieser finale Band meiner Meinung nach der emotionalste der Trilogie. Jemisin schildert Siehs Aufarbeitungsprozess einfühlsam, ohne sentimental zu werden, was nicht zu ihrem Protagonisten gepasst hätte. „The Kingdom of Gods“ überzeugt jedoch nicht nur auf der emotionalen Ebene, sondern auch inhaltlich. Die Leser_innen verlassen dieses hinreißende Universum, das stets nach Balance strebt, an der Schwelle bedeutender Veränderungen, die im ersten Band nicht möglich schienen. Alles fließt. Das Leben ist zyklisch: es wiederholt dieselben Muster ohne Unterlass. Dieses Finale ist nicht nur ein Ende, es ist auch ein Anfang.

 

Ich halte „The Kingdom of Gods“ für den besten Band der „Inheritance Trilogy“. Die Thematik harmoniert und schwingt mit einer Saite meiner Persönlichkeit. Das Finale ist ein wundervolles Buch und der perfekte Abschluss einer Trilogie, die mehr als ein schnöder Dreiteiler ist. N.K. Jemisin holte das Maximum aus der Struktur heraus und kreierte eine echte Dreieinigkeit, deren feminine, nachdenkliche Ausstrahlung und poetische, ästhetische Ausgestaltung bezauberte. Die „Inheritance Trilogy“ ist weniger Hammer auf Amboss, als ich es aus der High Fantasy gewohnt bin und enthält keinerlei Schlachten, aber ich habe während der Lektüre nichts vermisst. Ich empfehle euch die drei Bände ohne Vorbehalte. Besucht Jemisins Universum und lernt sie kennen: die wiedergeborene Göttin, deren Schöpfungskraft einen gigantischen Baum aus einer Festung im Himmel wachsen lässt; die blinde Künstlerin, in deren Geist Magie verschlungene Muster bildet und das uralte Kind, das mit Planeten spielt, um nicht erwachsen zu werden.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2018/08/01/n-k-jemisin-the-kingdom-of-gods
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review 2017-09-20 13:20
Intriguing and involved
The Kingdom of Gods - N.K. Jemisin

Interesting and a story I found captivating, I really wanted to know what was going to happen with Shahar, Sieh and Dekarta and what their friendship would do with the world. They were three interesting people and what happened to Sieh was intriguing, his having to deal with issues he never had to before, particularly friendship and love.

Good end to the series, look forward to reading more by N.K. Jemisin.

This one is going to be used for the Diverse Voices square, though it could have also been used for supernatural and Demons and probably Chilling Children

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text 2015-07-31 17:52
Books read (or not!) in July
The Serpent Sea - Martha Wells
California Bones - Greg Van Eekhout
A Thousand Perfect Things - Kay Kenyon
The Hundred Thousand Kingdoms - N.K. Jemisin
The Broken Kingdoms - N.K. Jemisin
The Kingdom of Gods - N.K. Jemisin
Binary - Stephanie Saulter
Boneshaker - Cherie Priest
Half the World (Shattered Sea) - Joe Abercrombie
Half a King - Joe Abercrombie

Okay, so here's the damage for the month of July - it feels like it's been a pretty good month!

 

Books started: 14 (including the 2 I'm currently reading)

Books finished: 13

Books not finished: 4

 

Genre breakdown: Pretty much all SFF - I've got one non-fiction book I'm currently reading, both other than that it was mostly fantasy and some science fiction.

 

What progress made on Mount TBR? I took a bit of a bite out of it by finally reading both the Inheritance Trilogy (which was excellent) and two of Joe Abercrombie's latest trilogy. Not that this has stopped me adding more books to my 'planning to read' shelf this month! I'd also had The Quantum Thief on there for a while, which I just couldn't get on with and so didn't finish it.

 

Book of the month: no dispute, for me it has to be Binary by Stephanie Saulter.

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review SPOILER ALERT! 2015-07-21 10:21
The Kingdom of Gods - NK Jemisin
The Kingdom of Gods - N.K. Jemisin

The third and final book in this series, The Kingdom of Gods is a real doorstop-sized volume and for the amount of plot crammed into it, that's definitely needed. In the previous volumes, The Hundred Thousand Kingdoms and The Broken Kingdoms, we've seen the aftermath of the Gods War, with gods and godlings first enslaved to the Arameri family and then the repercussions after they were set free.

 

In The Kingdom of Gods, we move again further into the future of that family - another 3 or 4 generations - and our story is told from the perspective of one of those gods. Sieh is a trickster, a god of children and mischief, who unexpectedly finds himself forming an attachment to two Arameri children. Sieh starts to become mortal and age, an unpleasant experience for one who has always been a child. His relationship with the two children (Shahar and Dekarta) is a troubled one at times, as he believes it is in their nature to be cruel and Shahar at least seems to support that view by her actions.

 

As with the previous book, this personal drama is set against the backdrop of larger changes, with the Arameri's rule being challenged and eventually overthrown by the use of magic. Sieh is not the most reliable of narrators, so sometimes his actions and his motivations don't necessarily sit well together, but his relationship with Dekarta in particular is lovely. So, as you can probably tell, I really enjoyed this series and would highly recommend it - I have a couple of NK Jemisin's other books waiting for me on my bookshelf and another (The Fifth Season, starting a new trilogy) is due out soon, so you can probably expect to see further reviews of her work here at some point in the future!

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review 2014-12-11 21:49
Review: The Kingdom of Gods
The Kingdom of Gods - N.K. Jemisin

Sieh is the oldest godling and first child of The Three, yet he must spend his time eternally as a child. As the god of Childhood, Tricks, and Innocence, going against his nature would kill him. With a sun as a kickball, he wanders where he will... Until the day he meets two Arameri children and decides to pledge friendship.

 

Now trapped as a mortal, Sieh must decide how to best protect himself and the mortals he loves, even as a forgotten secret from his past threatens to destroy everything.

 

Set roughly 100 years after the beginning of the series, this novel feels slower since the action takes place over a greater period of time - years instead of days or weeks. Showing us more background on Sieh, Enefa, and the Gods' War, I really enjoyed the chance to learn more about how they all came to be. This book is well-written and the action does pick up later in the story, making this book a satisfying conclusion to this trilogy.

 

The Kingdom of Gods is the third book in The Inheritance Trilogy, which I received from NetGalley in exchange for an honest review.

 

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Source: www.amazon.com/review/R1UFYGJXSVPWK9
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