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review 2018-09-20 12:28
Versteckenspielen mit Leiche
Walter muss weg: Frau Huber ermittelt. Der erste Fall - Thomas Raab

Wenn ein Schriftsteller eine neue Reihe mit einem ganz neuen Setting und taufrischen Figuren startet, bin ich immer sehr erfreut, denn ich bin der Meinung, dass sich die Protagonisten und die Story irgendwann zwischen Band 4-8 stark abnutzen und der Schwung, die Innovation in dem geschaffenen Universum fast immer verlorengehen. Ich war ja Fan der ersten Stunde von der Metzger Reihe, bei der es mir ab Band vier genauso ging.

 

Thomas Raab hat nun einen neuen ländlichen Mikrokosmos namens Glaubenthahl mit einer etwas grantelnden Seniorenermittlerin namens Hannelore Huber geschaffen, der mir sehr gut gefällt. Besonders hat mich vor allem der bösartige, richtig fiese Humor des Autors erfreut, aber auch dieses ländliche Amigogehabe und die Ämterkummulation in den know-how-mäßig und personell ausgedünnten Dorflandschaften, die ja förmlich nach Korruption, Vertuschung und größeren Verbrechen schreien, haben mich sehr amüsiert. Die Renitenz, die Bauerschläue und die Altersboshaftigkeit triefen fast aus jedem Buchstaben dieses Romans.

 

Der Mann von Frau Huber, der titelgebende Walter, ist also gestorben, seine „trauernde Witwe“ ist erstens irgendwie ein bisschen erleichtert und freut sich zweitens ob ihres neu beginnenden selbstbestimmten Lebens.

Beschwingt dabei ihr Schritt, der Gehstock nur Atrappe, Placebo, Werkzeug, und ja, kurz kam der alten Huber unterwegs sogar ein Lächeln aus. Und das will was heißen bei Mundwinkeln, die sonst kaum über die Waagrechte hinausragen. War ja auch kein lustiges Leben bisher. Genau dieser betrübliche Zustand sollte sich nun grundlegend ändern.

An diesem Punkt setzt der Autor mit dem Text eines Liedes, das der Protagonistin in den Sinn kommt, auch noch einen von ein paar grauslichen, sehr witzigen Ohrwürmern, vor dem ich alle prophylaktisch warne. Also klickt auf eigene Gefahr hier.

Ein ziemlich kleiner magerer Mann war ihr Walter, stets darauf bedacht, sein Gegenüber auf Augenhöhe herunterzubekommen, sprich ein paar Köpfe einzukürzen. Selbsterhöhung durch Fremderniedrigung. Ganze Familien, Länder oder gleich der komplette Globus mussten da schon ihren Schädel hinhalten, nur weil sich so ein einzelner Giftzwerg nicht richtig auswachsen durfte.

Doch irgendwie will dieser blöde Gatte nicht in die Grube, denn im Sarg liegt ein anderer, was durch einen Unfall bei der Beerdigung zufällig zu Tage tritt. Walters Leiche ist verschollen, selbst im Tode schlägt er der Witwe noch ein Schnippchen, spielt sich in den Vordergrund, indem er quasi davonläuft. Das und der Mangel an kompetentem Personal in der ländlichen Idylle, das das Verbrechen aufklären könnte, inspiriert die alte Huber, sich selbst auf die Suche nach Walter zu begeben und den Grund für die weitere Leiche(n) bzw. die Vertauschung aufzuklären.

 

Was dann folgt, ist ein recht vergnüglicher typischer Landkrimi mit Korruption, Vertuschung, Amigos, Liebe, und Toten, der vom Krimiplot her aber wenig sensationell und effektheischend ist. Im Gegenteil, am Ende bleibt recht wenig Kriminalhandlung übrig. Die Figuren sind liebevoll entwickelt und die Sprache ist Raab-typisch ganz meine, trotz gewollt simpler Konstruktion voll Wortwitz und Fabulierkunst.

 

Dennoch hat mich stilistisch in diesem Werk etwas so massiv gestört, dass es mir nach und nach die Leselust vergällt hat. Raab arbeitet mit folgendem Konzept: Die Gedankensprünge werden im Stakkato eingesetzt. Er stiftet absolute Verwirrung, klärt auf den nächsten Seiten alles wieder auf und setzt zum erneuten Gedankensprung an. Das ist fast so wie beim Angeln: ausholen … reinziehen … ausholen … reinziehen. Am Anfang war es nur ein bisschen anstrengend, herausfordernd und erforderte Konzentration, aber da sich dieses Stilmittel durch den ganzen Roman zog, war es letztendlich nur noch nervig, da es den Lesefluss und die Rezeption der Handlung enorm störte.

 

Fazit: Eine gute neue Reihe mit einem für mich ansprechenden Setting. Der Roman hat aber ob des mageren Krimiplots und der stilistischen Mühsamkeit noch einiges an Luft nach oben.

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text 2018-09-20 00:18
Reading progress update: I've read 82%.
Kill Creek - Scott Thomas,Bernard Setaro Clark

Driving home from work today like...

 

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text 2018-09-19 00:53
Reading progress update: I've read 78%.
Kill Creek - Scott Thomas,Bernard Setaro Clark
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text 2018-09-18 00:34
Reading progress update: I've read 70%.
Kill Creek - Scott Thomas,Bernard Setaro Clark
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review 2018-09-17 23:51
Review: Odd Thomas
Odd Thomas - Dean Koontz

Let me preface my review by saying that I saw the movie a few years ago and enjoyed it very much, so I fully expected to enjoy the book.  And I did.  However, I couldn't stop picturing Anton Yelchin as Odd and it made me very sad.  That being said, the movie was a pretty fair representation of the book.  Minus the parts with Odd's insanely bad parents.  OMG they were terrible, horrible people!

 

The story is told by the protagonist, Odd Thomas, who can see the dead...and other otherworldly things.  He lives a life of simplicity as a fry cook in a small town and wants nothing more than to settle down with his soul mate, Stormy and maybe get a job selling tires...eventually.  He does his best to help the dead settle whatever business they still have on this plane so that they can finally cross over to the next.

 

But that all changes the day the Fungus Man comes into the diner where Odd works. This man is  the precursor to the tragedy about to hit Odd's town.  Odd is then in a race to figure out what horrible thing is about to happen in his town, learn what the Fungus Man has to do with it all, and keep as many people safe as possible.

 

Having enjoyed the movie so much, I kind of expected the book to blow me out of the water.  It did not.  It was good, very good even, but not great.  The story was very sad really.  Learning the way Odd and Stormy grew up, the burden of his "gift", the ending.  I'm a little hesitant to continue with the series, but really, I need to find out what happens to Odd next.

 

Even though it didn't knock my socks off, I would definitely recommend this book to anyone who's into the supernatural.

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