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review 2017-11-15 11:04
Ein Held mit Brüsten
Bloody Bones - Laurell K. Hamilton

In Großbritannien und den USA weckt der Titel des fünften „Anita Blake“-Bandes, „Bloody Bones“, vermutlich ganz bestimmte Assoziationen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass deutsche Leser_innen hingegen keine Ahnung haben, welche Anspielung sich darin versteckt. Im englischsprachigen Raum ist Bloody Bones als Kinderschreck bekannt, der nahe Gewässern lebt und unartige Kinder ertränkt. Die Legende variiert natürlich. Alternativ lebt das Monster in einem Schrank unter der Treppe; in neueren Versionen treibt es in Abflussrohren sein Unwesen. Obwohl ich das Buch schon einmal auf Deutsch gelesen habe, erinnerte ich mich nicht an diese Sagengestalt. Insgesamt war meine Erinnerung an Band 5 vollkommen verschwunden, sodass ich „Bloody Bones“ gänzlich unbelastet beginnen konnte.

 

Jeder andere Animator hätte den Auftrag, einen ganzen Friedhof voller 200 Jahre alten Leichen zu erwecken, um einen Streit über die Besitzverhältnisse des Landes beizulegen, ablehnen müssen. Doch Anita Blake ist nicht wie ihre Kolleg_innen. Ist das Opfer mächtig genug, könnte sie es schaffen. Sie ist neugierig; will wissen, ob sie den Auftrag meistern kann, ohne menschliches Blut zu vergießen. Sie sagt zu und kurz darauf sitzt sie, begleitet von Larry, bereits in einem Helikopter, der sie nach Branson, Missouri bringen soll. Dort angekommen, bekommt sie es allerdings nicht nur mit gierigen Anwälten und der dubiosen Familie Bouvier zu tun, sondern auch mit einer rätselhaften Mordserie. Alle Opfer sind jung und nahezu blutleer. Für Anita ist der Fall klar: der Täter ist ein Vampir. Sie ahnt nicht, dass sich in den Wäldern rund um Branson noch ein ganz anderes Wesen verbirgt. Ein Wesen, das schlimmer und gefährlicher ist als ein Nest skrupelloser Vampire…

 

Vor rund zwei Jahren habe ich einen Artikel gelesen, der die Rolle der weiblichen Heldin in der Urban Fantasy aus der Gender-Perspektive heraus analysiert. Die These lautete, dass die Entscheidungen der Heldin festlegen, ob sie sich wahrhaft als Heldin mit weiblichem Gender qualifiziert oder ob sie eher als „Held mit Brüsten“ kategorisiert werden muss. Anita Blake ist ein Held mit Brüsten, das schlussfolgerte der Artikel einwandfrei und „Bloody Bones“ belegt diesen Ansatz zweifellos. Im fünften Band benimmt sich Anita äußerst maskulin, ist unfähig, Verantwortung abzugeben, Vertrauen zu schenken und zeigt extremes, teilweise aggressives Konkurrenzverhalten. Sie ging mir auf die Nerven, weil ihre Tendenzen zum obsessiven Kontrollfreak stark zu Tage treten. Sie muss alles selbst machen, kann nichts delegieren und reagiert wütend, stößt sie an Grenzen. Den armen Larry würde sie, wenn sie könnte, sogar auf die Toilette begleiten, da sie ihm nicht zutraut, sich selbst zu schützen. Selbstverständlich verfügt Larry weder über ihr Wissen, noch über ihre Erfahrung, aber sie ist nicht seine Mutter und hat kein Recht, ihn wie ein Kind zu behandeln und ihm Vorschriften zu machen, so sehr sie sich auch um seine Sicherheit sorgen mag. Er ist ein erwachsener Mann, verflixt noch mal. Durch ihr Verhalten stellt sie seine Kompetenz, seine Fähigkeiten und seine Autorität in Frage, was insofern paradox ist, dass sie selbst es nicht erträgt, wird mit ihr ebenso umgesprungen. In Branson, Missouri ist Anita kaum mehr als eine Zivilistin. Sie möchte der Polizei bei den Ermittlungen in der Mordserie helfen, hat jedoch keinerlei Handhabe, als ihr Ablehnung entgegenschlägt. Außerhalb von St. Louis besitzt sie keinen offiziellen Status, was sie verständlicherweise als frustrierend empfindet. Auf diese Weise unterstreicht Laurell K. Hamilton elegant die Notwendigkeit eines potentiellen Gesetzes, das Vampirhenkern die Befugnisse der Bundespolizei verleihen würde. Noch wird dieses Gesetz allerdings lediglich diskutiert, weshalb Anita in „Bloody Bones“ ordentlich tricksen muss, um in die Ermittlung involviert zu werden. Ich fand den Fall verworren und unübersichtlich, da wieder einmal mehrere Antagonisten vorgestellt werden und ich nur mit Mühe auseinanderhalten konnte, wer sich jetzt welcher Missetaten schuldig machte. Das unausweichliche Vampirchaos überstrahlt sowohl die Ausgangssituation der Erweckung eines ganzen Friedhofs, als auch die Etablierung einer neuen Spezies, die dadurch beiläufig und enttäuschend unspektakulär daherkam. Es wirkte, als hätte Hamilton während des Schreibprozesses den Fokus der Geschichte verschoben, damit die Vampire und somit auch Anitas Verbindung zu Jean-Claude erneut im Mittelpunkt stehen, was meiner Ansicht nach unnötig war. Ich sehe zwar ein, dass die Veränderung der Beziehung zwischen Anita und Jean-Claude für die übergreifende Handlung bedeutsam ist, doch meiner Meinung nach hätte sie dieses Element nicht zwangsläufig in „Bloody Bones“ hineinquetschen müssen. Es hätte Zeit gehabt. Ich hätte eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Erweckungsszenario und der damit einhergehenden Eingliederung besagter neuer Spezies definitiv bevorzugt.

 

Ich hatte leider nur mäßig Spaß an der Lektüre des fünften „Anita Blake“ – Bandes „Bloody Bones“. Einerseits fand ich das unglücklich wirre Handlungskonstrukt langatmig und gestreckt, andererseits manifestieren sich Anitas negative Eigenschaften so dominant, dass sich die Distanz zwischen uns, die sich bereits im letzten Band „The Lunatic Cafe“ aufzubauen begann, weiter vertiefte. Ich gebe es ungern zu, aber Anita ist in „Bloody Bones“ keine Sympathieträgerin – sie ist eine nervige, kontrollsüchtige, waffenschwingende Irre. Zum Glück weiß ich, dass diese Facetten lediglich einen Aspekt ihrer Persönlichkeit darstellen und bessere Zeiten nahen. Diese werden mich daran erinnern, warum ich sie trotz oder gerade aufgrund ihrer Fehler gernhabe, weshalb ich nicht einmal ansatzweise darüber nachdenke, die Reihe abzubrechen. Einfach durchhalten und diesen durchschnittlich überzeugenden Band erneut vergessen.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/11/15/laurell-k-hamilton-bloody-bones
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text 2015-12-18 11:42
Eine Geschichte, die sich schwer auf das Gewissen legt
Far North - Marcel Theroux

„Far North“ ist ein dystopischer Roman des Autors Marcel Theroux und lag lange, lange auf meinem SuB, bevor seine Zeit endlich gekommen war. Ich meine, ich habe es gekauft, kurz nachdem ich „Die Straße“ von Cormac McCarthy gelesen habe. Mein Verlangen nach düsteren Endzeitgeschichten war in dieser Phase enorm, da ich das Gefühl hatte, McCarthys Pulitzerpreis-gekröntes Meisterwerk habe mir eine ganz neue Welt der Literatur offenbart. Und auf gewisse Weise war das ja auch tatsächlich so. Mittlerweile ist meine Begeisterung für das Genre weniger euphorisch, doch hin und wieder lasse ich mich auch heute noch gern in eine dunkle, beunruhigende Zukunftsvision entführen.
„Far North“ erschien mir die ideale Winterlektüre zu sein, voller Eis, Schnee und klirrender Kälte.

 

Das Leben im hohen Norden ist kalt und hart. Die Einsamkeit ist ein ständiger Begleiter. Seit sich die Welt gegen die Menschen wandte, sind all die technischen Errungenschaften der vergangenen Jahrhunderte nur noch Erinnerungen. Das Land liegt brach und Siedlungen sind verlassen. Makepiece ist der letzte Mensch in Evangeline, bereit, das Dorf zu schützen und die Ordnung aufrecht zu erhalten. Eines Tages jedoch schleicht sich ein Schimmer Hoffnung in Makepiece‘s sorgsam gehütete Routine. Ein Flüchtling versteckt sich in Evangeline. Trotz anfänglichen Misstrauens ist die Bedeutung seiner Existenz unleugbar: es gibt noch immer Leben in der Welt. Mutig übergibt sich Makepiece der Wildnis, auf der Suche nach einer Zukunft. Doch Kälte und Härte finden sich nicht nur in der Natur, sondern auch in den Herzen der Menschen.

 

Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig Dystopien aus der erwachsenen Literatur mit dystopischen Young Adult – Abenteuern gemeinsam haben. Nicht nur verzichten sie häufig vollständig auf die Fixierung auf Hauptfiguren, die Herangehensweise ist einfach komplett anders. Erwachsene Dystopien sind mahnend, drohend und geben mir beim Lesen das Gefühl, dass das Wesen der Menschheit unausweichlich zu ihrem Untergang führen wird. Das Erstaunliche daran ist, wie viel Hoffnung sich meist trotz dessen in diesen Geschichten versteckt. „Far North“ ist in seiner Reinheit außergewöhnlich. Es ist eine ruhige, leise Endzeitgeschichte, die tief in die Seele der Menschheit blickt und die in einer wunderschönen, atemberaubenden, wilden Landschaft spielt. Marcel Theroux hat die Atmosphäre des hohen Nordens hervorragend eingefangen und transportiert sie mühelos. Wer hätte gedacht, dass ein Dokumentarfilmer Bilder auch in einem anderen Medium so spielend in Szene setzen kann. An Makepiece’s Seite konnte ich den Schnee unter meinen Stiefeln knirschen hören und sah, wie mein Atem zu kleinen Wölkchen kondensierte. Ich konnte mir die überwältigende Natur lebhaft vorstellen und empfand Ehrfurcht angesichts all der unbeschreiblichen Schönheit, die selbst in der größten Katastrophe liegen kann. Worin genau diese Katastrophe besteht, lässt Theroux offen. Obwohl ich sonst unheimlich neugierig bin und darauf bestehe, alles zu wissen, gefiel mir diese Vagheit in „Far North“ sehr gut. Die Geschichte – Makepiece’s Geschichte – thematisiert das Hier und Jetzt, die Kaltherzigkeit der Menschen in ihrem Überlebenskampf, nicht die Vergangenheit. Es ist nicht wichtig, was mit der Erde passiert ist. Wichtig ist in diesem Roman nur, wie die Menschen mit der „neuen“ Situation umgehen. Interessanterweise glaube ich, dass Theroux selbst jedoch eine ziemlich eindeutige Vorstellung davon hat, was vorgefallen ist. Die wenigen Informationen, die er preisgibt, wirkten realistisch und gut durchdacht. Ich bewundere ihn für die mutige Entscheidung, seinen Leser_innen nicht alles zu offenbaren und dadurch den Fokus strikt auf seiner Botschaft zu halten. Diese hat in meinen Augen fast etwas Darwinistisches. Nur, wer sich anpasst, überlebt. Wie allerdings nicht anders zu erwarten, gelingt das den meisten Menschen eher schlecht als recht. Ich muss ehrlich sagen, dass „Far North“ mein zuweilen reichlich zynisches Bild meiner eigenen Art voll und ganz bestätigte. Wenn ich eines aus diesem Buch mitnehme, dann die Überzeugung, dass wir verloren sind, wenn uns unser Planet im Stich lässt, aus welchen Gründen auch immer. Die Menschen in „Far North“ scheinen das Ausmaß ihrer eigenen Ignoranz überhaupt nicht zu begreifen; sie machen einfach weiter wie bisher, rücksichtslos und skrupellos. Auf mich wirkten sie wie verzweifelte, kopflose Ratten, die versuchen, ein sinkendes Schiff zu verlassen und dabei doch nur Wasser tretend im Kreis schwimmen. Es war erschreckend und tat mir im Herzen weh, zu erleben, welch bittere Enttäuschungen Makepiece auf der simplen Suche nach Kontakt erfährt. Es sind nicht die Menschen, die die Hoffnung in „Far North“ tragen. Es ist die Natur selbst. Eine Natur, die immer einen Weg findet. Eine Natur, die streng, aber gütig und großzügig zu denjenigen ist, die sie schätzen, respektieren und die verstehen, dass sie nur zu Gast sind.

 

Nach dem Lesen empfinde ich „Far North“ weniger als buchstäbliche Wintergeschichte, sondern eher als Wintergeschichte im übertragenen Sinne, obwohl das Setting selbstverständlich häufig von Schnee und Eis bedeckt ist. Es behandelt den Winter in der Seele der Menschheit. Die Kälte lebt in uns allen und zeigt sich, wann immer wir egoistisch und rücksichtslos handeln. Mich hat dieses Buch daher sehr nachdenklich gestimmt. Wie oft wird uns gesagt, wir sollen leben, als gäbe es kein Morgen? Diese Einstellung ist fatal, denn es gibt ein Morgen. Wir können uns weder aus der Verantwortung für einander noch aus der Verantwortung für unseren Planeten heraus schummeln. Ich danke Marcel Theroux dafür, dass er mich daran erinnert hat, dass wir keine zweite Chance erhalten werden.
Ich kann euch „Far North“ von Herzen empfehlen, möchte euch aber davor warnen, dass sich diese Dystopie nicht so nebenbei weg liest. Es ist eine Geschichte, die sich schwer auf das Gewissen legt.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/12/18/marcel-theroux-far-north
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review 2014-10-31 16:57
Standard Operating Procedure
Plague of the Dead - Bowie V. Ibarra,Z.A. Recht

Though it starts promisingly enough, Z. A. Recht's Plague of the Dead quickly descends into standard zombie apocalyptic territory as the U.S. makes every effort to curtail the spread of a virus on the African continent that turns people into slobbering rage-filled monsters, and then once the hosts are dead, returns them to life as shambling zombies, with forms programmed to do nothing more than spread the virus. This best of both worlds approach (think George Romero and 28 Days Later) is about the most novel addition Recht makes to the proliferation of zombie literature in the universe at the moment. Everything is else is standard, if inoffensive; predictable, though readable.

Characters are by the numbers, with the narrative boiling down to two separate groups who, by the end of the novel, are aiming to meet one another somewhere in the middle of the fairly large land mass known as North America. This implies one aspect of Plague of the Dead which was less than stellar: It is far from its own self-contained novel. In essence, it reads like Part 1 of a massive zombie tome, and offers nothing approximating a conclusion, instead baiting the reader to continue with the second book in the series ...

Of course, this was Recht's first book and to be fair, as far as first books go, I've read far, far worse. It would have been interesting to chart Recht's progress as an author, but sadly he only wrote one other book - the sequel to this one - before dying at a tragically young age.

Honestly, I'm not sure if I'll bother seeking out the sequel at this stage. I'll have to see if curiosity eventually overwhelms me.

2.5 Non-Sprinting Shamblers for Plague of the Dead.

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text 2014-06-04 12:55
Reading progress update: I've read 105 out of 303 pages.
Plague of the Dead - Z.A. Recht

As far as zombie apocalypse books goes, this isn't bad -- but I don't know if I'd say it's "good" either.

 

There's a lot of unnecessary scenes that don't really add anything to the story. A couple of the characters are interesting, but some are flat-out annoying.

 

The good thus far:
-- Action is described well, without becoming bogged down by military jargon or technicality.

-- Two or Three interesting characters thus far

-- E-Mail presentation ( in the beginning ) to describe the outbreak was interesting, even if only because I don't see it very often.

 

The Bad:

-- Typical zombie apocalypse. There's only SO much that can be done in one genre, especially THIS genre, but still.

-- Pacing. At times there's good action, or good characterization, everything is flowing well, then BLAM! Massive detour to pointless scenes.

-- Villains, aside from zombies, aren't believable. At all. They're just "Generic Bad Guy #1389711."


Current UNFINISHED rating: 2.5 / 5. So we'll see if the book picks up any.

 

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review SPOILER ALERT! 2013-11-06 20:37
Fluch der Trilogie wohl eher...
Fluch der Toten: Roman - Z. A. Recht

Verzeiht die Spoiler, aber das muss von der Seele runter!

 

Ich habe ja bereits zu Band eins und zwei eine Rezension geschrieben, daher ist bekannt, dass mir der Einstieg im ersten Band etwas schwer fiel, ich aber fasziniert von dem zweiten Band war, der einfach nur großartig geschrieben war.

Leider konnte ich nicht unvoreingenommen mit dem Lesen des Buches beginnen, weil ich schon vorher erfahren habe, dass der Autor anscheinend noch vor Beendigung (oder Veröffentlichung?) von uns gegangen ist. Auf das Beste gehofft habe ich trotzdem.

Bei dieser Rezi habe ich auch den Spoileralarm betätigt. Warum? Ganz einfach, ich will mir alles von der Seele schreiben, was mich gestern Nacht nach dem Beenden des Buches beschäftigt hat.

 

Die Geschichte geht weiter. Wir haben erfahren, dass Anna Demilio und die Gruppe um General Sherman Omaha erreicht haben. Die Wissenschaftlerin forscht unermüdlich nach einem Impfstoff und versucht die Arbeit von Jahren zu verkürzen. Ich dachte natürlich, es ginge mit diesen beiden weiter. Begonnen wurde das Buch mit dem Oberbösewicht Agent Sawyer. Ein großes Manko der Geschichte. Wir leben in einer aufgeklärten Welt, zumindest sollte das so sein. Folglich könnte man an einen Impfstoff glauben, aber nicht an einem Allheilmittel. Dem Leser wird aber vermittelt, die Regierung hielte die Leute mit dem Versprechen eines Allheilmittels hin, das alle heilen könnte. Ich meine, wenn einem schon die Gedärme und das halbe Gesicht wegfault, wo bitte soll denn da ein Allheilmittel helfen? Okay, vielleicht habe ich das nur für mcih so falsch interpretiert, obwohl ich das nicht glaube. Sawyer als Bösewicht, das könnte spannend werden.

Er wird einfach zu dem Anführer der ürbig gebliebenen Regierung vorgelassen,  darf diesem ungehindert drohen und verletzen und bekommt als Dank zwei Kampfhubschrauber und fünfzig der bestausgebildesten Soldaten... Hm, irgendwie habe ich da im Leben was missverstanden.  Wären das meine Charaktere, ich als Regierungschef würde ihm gehörig in den Hintern treten. Aber okay, gehen wir weiter im Text.

In den ersten beiden Büchern wurde von dem Kriegsschiff USS Ramage berichtet, das Sherman und seine Soldat abgeholt hatte. Dieses lieferte sie an Land ab, damit die Gruppe nach Omaha gelangen konnte und setzte weiterhin Kurs um die Befehle der verbliebenen Regierung auszuführen die Epidemie einzudämmen. Natürlich schlug das fehl, es gab viele Opfer und man zog sich zurück. Auch der arme Pensionist Hal Dorne wurde von seiner Insel vertrieben, weil er sich für die Besatzung der USS Ramage eingesetzt hatte, damit sie auf der Insel Zuflucht fand.

Nun, da die Besatzung keine andere Hoffnung mehr sieht, tritt sie den gleichen Weg an wie General Sherman. Sie wollen nach Omaha gelangen, lediglich Kapitän Franklin bleibt als einziger an Bord.

Das alleine kam mir schon komisch vor, wie eine Wiederholung, die ja eigentlich in einer Geschichte vermieden wird. Nichtsdestotrotz steht das Ende der Welt durch die Epidemie an und man trifft verzweifelte Entscheidung. Dem Buch sehr geholfen hat der flotte Hal Dorne, dessen Sprüche mich zum Schmunzeln brachten und natürlich mein Lieblingscharakter Stiles, der widererwarten überlebt hat und imun gegen den Morgenstern-Erreger ist.

Nachdem wir das nun erfahren haben, ist es umso wichtiger nach Omaha zu gelangen, damit Ana Demilio mit Stiles Hilfe an einem Impfstoff arbeiten kann. Diese Gruppe nimmt den gleichen Weg wie Sherman und hält auf ihrem Weg auch in der kleinen Stadt Abraham an.

Ron und Katie beschließen mit ihnen nach Omaha zu reisen und ich war froh, glaubte ich doch, alle würden wieder vereint werden.

Unterwegs werden immer wieder Männer verloren. Es ist eine harte Welt, das ist glaubhaft. Aber als die Gruppe vor einem Militärmuseum von jenen, die es besetzt haben, verhaftet werden, musste ich arg mit mir kämpfen. Ich erfuhr auf einmal, dass aus irgendeinem Grund der Anführer jener Gruppe ein Mitglied verloren hatte und das mit gleicher Münze heimzahlen wollte. Schwupstiwups, Ron wurde auserwählt und weil Katie ihn nicht gehen lassen wollte, wurden beide per Kopfschuss getötet...

Zwei wichtige Charaktere, die seit Anbeginn der Geschichte dabei sind, einfach so getötet... Da musste ich schonmal verärgert schlucken. Aber ich bemühe mich immer die Geschichte zu Ende zu lesen.

Die Szene wechselt zu Sawyer. Er soll mit der Elite-Einheit Ana Demilio zu der führenden Regierung bringen, damit das Allheilmittel für alle bereit steht und was macht der gute Mann? Er bleibt vor der kleinen Stadt Abraham stehen und plant einen Überraschungsangriff... Nein, ich habe mich nicht verlesen, scheinbar will er seine Elite-Männer tesen. Dann bekomme ich auch noch die Information vor den Latz geknallt, dass Lutz Herman, der Bösewicht aus dem zweiten Band, der die Stadt Abraham terrorisiert und deren Frauen verschleppt hat, das in Sawyers Auftrag getan hatte. Wie bitte? Was soll das für einen Zweck haben, eine Kleinstadt, die es inmitten von Infizierten geschafft hat zu überleben, zu terrorisieren? Was bezweckt Sawyer damit?

Wir erfahren es nicht. Es ist beschlossene Sache. Abraham muss fallen! Weil Lutz sich so dämlich angestellt hat, wird er nur zum Zugucken verdonnert! Die Elite-Einheit dringt vor, sämtliche Bewohner werden eliminiert. Aber nciht so mit Sherif Keaton! Der legt nämliche ungeahnte Fähigkeiten zutage und erledigt viele Elite-Kämpfer alleine. Okay, ich hab ihm das abgekauft. Keaton war immer eine sehr interessante und glaubwürdige Figur.

Es gibt noch eine unwichtige Szene, in dem ein Lastwagen voller Watschler vorkommt, die am Ende irgendwie zum Einsatz kommen sollen. Einer von ihnen riskiert sein Leben für eine Mütze die er von seinem Sohn geschenkt bekam. Es ist tragisch, aber eigentlich total unwichtig für die Geschichte.  Für welchen Zweck der Laster sein soll, habe ich immer noch nicht begriffen. Aber okay, Keaton überlebt scheinbar als Einziger das Massaker von Abraham und macht sich natürlich auf den Weg nach Omaha. Was für einen Zweck das haben soll, weiß ich nicht. Als Keaton dort nämlich ankommt, tut er nichts Weltbewegendes für die Geschichte, er ist einfach da!

Sawyer hat natürlich durchschaut, dass der Sherif ein gerissener Hund ist, aber der Plan wird weiter verfolgt.Etwas positives gewann ich den Erzählungen in Omaha. Brewster ist natürlich genial wie immer, dazu kommt der seltsame Terv, der seinen irren, eigentümlichen Charme hat. Die anderen Charaktere in Omaha sind ebenfalls super. Der ehemalige NSA Agent Mason wurde gerade noch gerettet und liegt nun auf einer provisorischen Krankenstation. Rebecca Hal, die Krankenschwester macht eine depressive Wandlung durch. Aus Furcht Freunde zu verlieren, freundet sie sich erst gar nciht mit jemandem an. Durchaus glaubhaft in einer solchen Situation.

Plötzlich trifft die Gruppe mit Stiles in Omaha ein und sie finden zueinander. Es war etwas unspektakulär, ich hätte es mir mit etwas mehr Pfeffer gewünscht, aber so ging es auch. Alle sind vollkommen aus dem Häuschen, endlich haben sie den Joker, Stiles, der den Schlüssel zum rettenden Impfstoff in seinem Blu trägt.

Anna istr außer sich vor Freude, es gibt sogar die Andeutung einer romantischen Begegnung. Man erfährt, dass Stiles eine Schwäche für Sanitäterinnen hat.

Dann geht das Chaos los!

Und damit meine ich nicht den Angriff Sawyers auf das Hauptquartier. Okay, die Elite-Einheit geht gewitzt vor. Sie schießen Leuchtpatronen und lassen die Gruppe von Sherman glauben, es würde sich um Überlebende handeln, die dringend Hilfe brauchen. General Sherman, sein Stellvertreter Thomas, Stiles, Ana und Rebecca befinden sich im unterirdischen Labor und niemand erteilt Befehle. Folglich wird Denton, der Army-Fotograf zum Kommandant ausgerufen und erteilt den Befehl auszurücken. Die junge Japanerin Juni wird dazu verdonnert die Tür zu bewachen und erhält dadurch das Todesurteil. Sie stirbt als erste. Was folgt ist eine Massenansammlung an Tötungen der Charaktere und es sind nicht nur ein paar, sondern wirklich sehr, sehr viele.

Liebgewordene Person werden einfach so dahin gemetzelt. Ich sah keinen Sinn in ihrem Sterben, es erschien mir eher wie Autorenwillkür. Bis auf ein paar wurden alle getötet. Charas, die von Anfang an dabei waren starben, während andere überlebten.

Sawyer hatte mit dem Weglocken Erfolg und trat mit dem Tötungskommando einfach durch die Eingangstür. Juni wurde ja gleich kalt gemacht. Also, ich habe geglaubt, dass die Einrichtung nur mit einer Parole zu betreten sei. Wie können sie bitte da einfach so reinkommen?

Drinnen setzt sich das Gemetzel fort. Natürlich findet Sawyer seinen Todfeind, den in seinen Augen, Verräter Mason. Derjenige, der eine schlinmme Schußwunde überstanden hat, erhält mehrere Schüße in den Beinen, damit er sich nciht bewegen kann, dann versucht Sawyer in das Labor einzudringen, in dem sich Sherman und Co. befinden. Natürlich hat er nicht den dazu passenden Schlüssel, sprich Code und wird abgewiesen. Jetzt kommt das was mich am meisten erschüttert hat... Sawyer kehrt zu Mason zurück und !!! streckt ihm nach einem verbalen Streitgespräch die Zunge aus...

Der Oberbösewicht und Anführer der Elite-Truppe streckt seinem Todfeind die ZUNGE raus!

Das schlägt doch dem Fass den Boden aus! Positiv daran ist sicher nur, dass noch kein anderer Bösewicht zuvor auf den Gedanken gekommen ist, das zu tun!

Ab da konnte es nicht mehr schlimmer kommen. Natürlich wurden die Bösen besiegt und die wenigen Überlebenden kehrten zur Normalität zurück, allerdings hatte ich das Gefühl uns wurde einfach ein unfertiges Ende hingerotzt, denn es gab unzählig viele Fragen, die nicht beantwortet wurden. Diese wären:

 

 

Ana Demilio stellt fest, dass Stiles Blut die gebissene Ratte vor dem Erreger bewahrt wird, aber sie muss noch herausfinden, warum Stiles Wunde am Bein nicht heilt. Wird nicht aufgeklärt.

Dann kommt die Szene, in der Brewster mit einem toten Kameraden in der Nähe in Deckung sitzen muss und dessen Kopf sich auf einmal bewegt. Er bedauert auch, kein Messer zu haben. Gebissen wude dieser Tote aber nciht, sondern er starb durch Schußwunden. Umso deutlicher wird es beim Niedergang Sawyers. Nachdem er Mason getötet hatte und er sich nach einigen Minuten zurückziehen will, wird er von ihm angefallen und gebissen. Wie jetzt? Sind etwa alle infiziert und werden ohne Biss nach dem Tode zu Watschlern? Erinnert mich an The Walking Dead, wird aber nicht im Geringsten darauf eingegangen.

Plötzlich taucht ein Hubschrauber auf, für mich liest es sich, als würde er zu der Regierung gehören, die Sawyer geschickt hat um Demilio mit dem heilmittel zu holen. Kann aber auch sein, dass ich mich irre, der Geschichte habe ich schon länger nichts mehr abgekauft. Friede Freude Eierkuchen. Ana bekommt sogar mehrere Virologen zur Unterstützung ihrer Forschungen und darf das Kommando darüber sogar behalten.

Dann eine abschließende Szene, die mich mit Fragezeichen in den Augen zurücklässt. Ana sucht jemanden, der die gleiche Blutgruppe wie Stiles hat und Brewster (mein Lieblingscharakter von Anfang an >.<) meldet sich freiwillig um die Spritze zu erhalten. In der letzten Szene kniet er sich an einer Stelle nieder, wo sein Seargent gestorben ist um sich zu verabschieden. Warum? Wieso? Okay, er bekommt die Spritze. Soll er jetzt durch Omaha latschen und sich von jedem Watschler beißen lassen? Ich verstehe es einfach nicht. Es las sich für mich wie ein Abschied von dem Leben. Warum, das habe ich nciht verstanden.

Etwas sehr positives an der Geschichte wo ich auch schmunzeln musste, Jack der Schweißer, jeder wollte wissen, wie er mit dem Nachnamen hieß und am Ende stellte sich heraus, dass er kein Schweißer war, wie angenommen, sondern Jack Schweißer hieß. Ich fand das toll!

Jetzt, nachdem ich die Trilogie zu Ende gelesen habe, beschleicht mich das Gefühl, dass die Ideen eines Genies mit denen eines Stümpers zusammengefügt wurden. Das kann einfach nicht alleine aus der Feder von Z. A. Recht stammen, nicht, wenn er doch zwei vorherige Bücher so gekonnt geschrieben hatte! Was also ist hiert passiert?

Und verzeiht bitte die Spoiler, aber das Buch hat mich heftig erwischt. Noch nie habe ich so viel von der Geschichte verraten, aber ich wollte euch einfach darlegen, warum die Rezension so wurde, wie sie jetzt ist.

Deswegen, wegen den liebgewordenen Charakteren gibt es von mir überhaupt zweieinhalb Sterne.

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