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review 2017-01-14 14:52
Rettung via Wildschwein
Das Joshua-Profil: Thriller - Sebastian Fitzek

Am 14. Oktober 2016 erschien "Die Blutschule" von Max Rhode, einem bis dato gänzlich unbekannten Autor. Zwölf Tage später erschien "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek, - in dem es um den erfolglosen Autor Max Rhode geht, dessen einziger großer Erfolg sein Debütroman war: "Die Blutschule".

Ja, Max Rhode gibt es gar nicht, beziehungsweise: Max Rhode und Sebastian Fitzek sind ein und dieselbe Person.

Genial, dachte ich damals. Was für eine großartige Idee, eine fiktive Figur ein Buch schreiben zu lassen und das dann auch zu veröffentlichen! Fasziniert beschloss ich, beide Bücher zu lesen - doch leider erwartete mich eine große Ernüchterung, denn "Die Blutschule" fand ich, ehrlich gesagt, bemüht schockierend und banal. (Kurz fragte ich mich sogar, ob das so beabsichtigt sein könnte, um zu zeigen, warum Max Rhode so ein erfolgloser Autor ist!) Aber gut, dachte ich, vielleicht lohnt es sich dann, wenn ich "Das Joshua-Profil" lese.

Tja, was soll ich sagen.

Vor zwei Tagen war ich etwa zur Hälfte durch und erwog ernsthaft, das Buch einfach abzubrechen. Das habe ich dann zwar nicht getan, überzeugen konnte es mich aber keineswegs.

Um erstmal mit etwas Positivem anzufangen: Sebastian Fitzek spricht hier wichtige und interessante Themen an. Im Mittelpunkt steht etwas, das man aus zum Beispiel aus dem Film "Minority Report" kennt, was aber beileibe keine Science Fiction mehr ist: die Auswertung über eine Person gesammelter Daten, um vorauszuberechnen, welche Straftaten sie in der Zukunft begehen wird. Da ist es bis zur Vorverurteilung nur ein kleiner Schritt, und heute, wo die meisten Menschen ihre Daten freiwillig auf sozialen Medien preisgeben und es ein Klacks ist, ihre Einkäufe über Kundenkarten zurückzuverfolgen, ist das Sammeln einfacher denn je! Außerdem spricht der Autor Themen wie Kindesmissbrauch, Pädophilie und Rehabilitierung an.

Leider fand ich die Umsetzung dieser Themen nur wenig gelungen.

Die meisten Szenen sind sehr kurz, und allzu viele davon enden mit einem künstlichen "Cliffhanger": dem Leser wird suggeriert, es sei etwas Schreckliches geschehen - dann Schnitt, nächste Szene, und später erfährt man, übertragen gesprochen, dass die Blutlache doch nur Ketchup war. Wenn dieses Stilmittel gezielt und sparsam eingesetzt wird, kann es durchaus Spannung erzeugen! Wenn es allerdings in gefühlt jeder zweiten Szene vorkommt, bewirkt es bei mir das Gegenteil und es fällt mir schwer, das Buch noch ernstzunehmen.

Auch das Stilmittel des "deus ex machina" wird überstrapaziert: die Rettung durch ein vollkommen unmotiviert eintretendes Ereignis. Wenn sonst gar nichts mehr geht, prescht eben ein wütendes Wildschwein durch die Szene und rettet den Tag. (Ohne Scherz.)

Obwohl das Buch jede Menge Action bietet, kam bei mir daher schnell überhaupt keine Spannung mehr auf.

Die Charaktere könnten von ihren Anlagen her eigentlich interessant sein, aber sie kranken in meinen Augen daran, dass sie sich nicht natürlich anhand ihrer Erlebnisse weiterentwickeln, sondern anhand dessen, wie es gerade in die Geschichte passt, oft sehr sprunghaft und auf größtmöglichsten Überraschungseffekt angelegt. Manchmal kam es mir dann vor, als würde ich über zwei ganz verschiedene Personen lesen!

Max Tochter Jola ist zehn, wirkt aber oft wie eine taffe Erwachsene und kann auch dann noch erstaunlich klar denken, wenn jemand eine Pistole auf sie gerichtet hat und sie damit rechnen muss, jeden Moment erschossen zu werden. (Außerdem müsste sie gegen Ende eigentlich komplett traumatisiert sein, denn ihr stößt eine unsägliche Anzahl schlimmer Dinge zu.)

Die Gefühle der Protagonisten kamen bei mir oft nicht an. Mir wird zum Beispiel gesagt, dass Jola Panik empfindet, aber es wird mir nicht so gezeigt, dass ich es mitempfinden könnte.

Die Glaubwürdigkeit geriet für mich schnell ins Wanken. Vieles erschien mir viel zu überzogen, viel zu extrem, viel zu wenig plausibel. Die Menschen, die im Hintergrund die Strippen ziehen, wirken fast schon allmächtig.

Der Schreibstil wirkte auf mich... Durchwachsen. Oft einfach und eher flach, dann wieder mit übertrieben dramatischen, für mich nicht stimmigen Metaphern, und nur manchmal so packend und dicht-atmosphärisch, wie ich es aus seinen anderen Büchern in Erinnerung hatte.

Fazit:
Viele der angesprochenen Themen sind wichtig und interessant, vom gläsernen Menschen und "predictive policing" bis hin zu Pädophilie und Rehabilitation. Eine actionreiche Szene jagt die nächste, wobei jede zweite mit einem erzwungen dramatischen Höhepunkt endet: Tod! Verderben! Und dann zwei Szenen später meist die Entwarnung: oh, doch nicht... Auf Dauer raubte mir das jede Spannung, und auch die Glaubwürdigkeit nahm für mich im Laufe des Buches immer mehr ab. Auch die Charaktere erschienen mir nicht in sich stimmig.

Nach "Die Blutschule" ist nun leider auch "Das Joshua-Profil" für mich eine große Enttäuschung.

Source: mikkaliest.blogspot.de/2017/01/das-joshua-profil-von-sebastian-fitzek.html
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review 2016-08-23 10:20
Das Joshua Profil von Sebastian Fitzek
Das Joshua-Profil: Thriller - Sebastian Fitzek

Mein Name ist Max, Max Rhode und ich bin auf der Suche nach meiner Tochter. Denn jemand hat sie mir weg genommen, und spielt jetzt ein krankes Spiel mit mir. Ich bin nicht nur auf der Suche nach ihr, sondern gleichzeitig auf der Fluch vor der Polizei. Wenn meiner Tochter, Pflegetochter, etwas passieren sollte, werde ich zum Tier. Aber alleine kann ich das nicht schaffen darum verbünde ich mich mit dem Monster, meinem Bruder, mit dem ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben wollte. Aber dies ist die einzige Chance meine Tochter wieder zu finden und sie zu retten...

Der Anfang...

    Es sah aus wie in einem Klassenzimmer. Wie in einem ärmlichen Klassenzimmer, denn die ackerfarbenen Stühle mit den unzerstörbaren Metallkufen sowie die dazu passenden Pulte wirkten wie vom Flohmarkt zusammengekauft. Von Generationen von Schülern zerkratzt und abgewetzt und eigentlich längst ausrangiert, standen sie hier völlig fehl am Platz.


Meine Gedanken zum Buch
Ja, die Fitzekcovers sind so eine Sache, manchmal gefallen sie mir und passen meiner Meinung auch sehr gut zum Buch, manchmal frag ich mich, was das Cover mit der Geschichte zu tun hat. Auch dieses mal find ich es zwar okay, aber für mein Empfinden hätte man's vielleicht anders machen können. Wobei die Vernetzungen  die hier mit dem Fadenspiel schon symbolisch widergegeben sind. Also ja, es ist okay. Der Titel passt natürlich, denn es geht nicht nur um Max sondern vor allem um das Joshua Projekt, eine Maschine die Verbrechen vorhersagen soll.

Dann komm ich wie immer an dieser Stelle zum Schreibstil. Ich denke der hat sich in den letzten Jahren nicht verändert, er ist noch immer rassant, packend, spannend und manchmal gespickt mit Sarkassmus und Ironie. Schon seit dem ersten Buch bin ich Fitzek verfallen, mit seinen anschaulichen Sichtweisen der Geschichte, der gut recherchierten Psyche der Protagonisten...

Aber nun zum wichtigsten Teil, der Geschichte. Wieder hat Fitzek ein heiss disskutiertes Thema aufgegriffen. In diesem Roman geht es um Joshua, einer Maschine die Verbrechen vorhersagen soll. Dank all den Big-Datas, die wir alle Tag täglich ins weiter World Wide Web raus hauen, die einen mehr die anderen weniger, werden so nicht nur Verbrechen sondern auch Täter vorherberechnet um all das schreckliche nicht passieren zu lassen. So weit so gut mag man denken, doch so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Wass wenn sich die Maschine irrt, oder der Faktor Mensch? Genau dieser Frage geht Fitzek nach, denn Max passiert genaus das. Die Maschine spuckt sein Name aus, er soll derjenige sein der seine Tochter was furchtbares antun will. Völlig entsetzt von diesen Fakten versucht Max, der bis jetzt auf keinster Weise kriminell aufgefallen ist, seine Tochter auf eigene Fraust wieder zu finden und gerät zwischen die Fronten. Zwischen jenen die umbedingt wollen das Joshuas Vorhersage stimmt und alles dafür tun um das auch so passieren zu lassen und jenen, die für die Freiheit sind und versuchen Max, trotz allem zu beschützen.

Fitzek hat in diesem Roman ein wirklich heikles Thema aufgegriffen das uns alle angeht. Wollen wier die totale Überwachung zu Gunsten unserer Freiheit und Privatsfähre, nur um die vermeintliche "Sicherheit" zu erlangen? Verbrechen und das Böse allgemein auzumerzen? Wenn ja, wo sind die moralischen Grenzen, die ethischen? Was passiert mit ungefilterten Daten, mit falsch interpretierten? Gibt es die 100% Sicherheit überhaupt? Ich denke nicht.

Auch das Thema Pädophilie kam hier vor. Und wie ich finde hat er auch dieses Thema sehr gut integriert. Und alles zusammen hat er gut zu einer Geschichte verpackt, wie immer ohne erhobenen Zeigefinger. Ein Spannendes Thema welches wir uns mal genauer anschauen sollten, denn in manchen deutschen Städten, in der Schweiz und sonst auch in den USA, ist so ein Programm schon im Einsatz wenn auch bei den meisten erst als Testgang. Auch wenn du selber immer denkst; "Ich hab ja nichts zu verbergen.", stell dir die Frage was passieren könnte... Ich fühle mich wirklich nicht sicherer, nur weil wir alle von einer Maschine überwacht werden. Und ehrlich, ich würde das auch gar nicht wollen, denn man kann auch damit Geld machen! Und wo geld im Spiel ist, wird es unsicher. Fragen über Fragen die sich während des lesens auftun.

Was die Protagonisten angeht, hat es Sebastian Fitzek geschafft wieder sehr interessante Menschen zu erschafen die seine Geschichte erzählen. Da wäre natürlich Max, der Pflegevater. Er wird da in eine Sache reingedrängt um die Erfolgsrate dieser Maschine zu beweisen. Er wird zur Marionette, auch wenn in den Augen der Akteure etwas früher als erwartet, aber die Zeit drängt. Es geht um viel Geld! Er ist eins ehr emotionaler Mensch, der für seine Familie sterben würde. Und somit ein hervorragender Protagonist!

Jola, die 13 jährige Pflegetochter. Ein cleveres, starkes Mädchen mit viel Grips. Sie ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen.

Dann noch Cosmo, der pädophiele Bruder von Max. Ein wirklich sympatischer Mensch. Ja, das ist er wirklich. Trotz allem was er getan hat schaffte es der Autor ihn menschlich darzustellen. Nicht durch den meist verzerrte Blick des Hasses auf diese Menschen. Und das fand ich wirklich sehr gut. Denn sie sind Menschen. Und ja, ich weiss das ich da wahrscheinlich bei manchen in ein Wespennest steche, wäre nicht das erste mal.

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review 2016-08-03 06:42
Typischer Fitzek
Das Joshua-Profil - Lübbe Audio,Sebastian Fitzek,Simon Jäger

Max ist ein normaler Bürger, der sich noch nie etwas zuschulden kommen lassen hat. Er zahlt brav seine Steuern, hält sich an die Verkehrsregeln und hat noch nie eine Straftat begangen. Sein Bruder Cosmo hingegen sitzt in einem Gefängnis für geistig abnorme Straftäter ein. Aber ausgerechnet Max wird bald ein furchtbares Verbrechen begehen, von dem er noch nicht einmal ahnt, dass er dazu fähig ist, und dass er deshalb getötet werden soll.

Max Rhode ist ein erfolgloser Schriftsteller, hat sich aber mit seinem Debüt „Die Blutschule“ schon einen Namen unter Horrorschriftstellern gemacht. Auf den ersten Blick ist er ein ganz normaler Typ. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und versucht mit seinem nächsten Buch endlich wieder Fuß in den Bestsellerlisten zu fassen. Aber rasch merkt man, dass diese Normalität nur oberflächlich ist. Denn bald wird er ein furchtbares Verbrechen begehen, wovon er selbst noch nichts weiß, sondern nur jene, die ihn davon abhalten und töten wollen.

Den Einstieg in Fitzeks Thriller mochte ich total gern. Hier wird man mit einer angenehmen Normalität konfrontiert, von der man zwar weiß, dass sie nicht anhalten wird, allerdings schafft sie eine einnehmende Grundstimmung aus der sich richtige Spannung entwickeln kann.

Ja, und spannend war es allemal. Max ist verwirrt, sein Bruder Cosmo kennt sich nicht aus, und keiner hat so richtig den Durchblick, warum Max plötzlich ins Visier von diesen Killern gerät, die ihn um alles in der Welt zur Strecke bringen wollen.

Nur wenige Autoren haben es meiner Meinung so wie Fitzek drauf, einen derartigen Spannungsbogen zu kreieren, dabei den Leser mehrmals um die eigene Achse zu drehen, um ihn mitten in der Geschichte mit verbundenen Augen auszusetzen. Immer wieder bin ich positiv von diesem außergewöhnlichen schriftstellerischem Können überrascht und habe mir sehr gern dieses Verwirrspiel aus Fitzeks Feder angehört.

Was allerdings auch charakteristisch für Fitzek ist, ist diese Überkonstruktion der Rahmenbedingungen und Hintergründe. Gerade das gefällt den meisten Fitzek-Lesern sehr gut, mich persönlich kann es allerdings einfach nicht überzeugen und da denke ich mir, dass auch bei „Das Joshua-Profil“ weniger mehr gewesen wäre. Denn die Zusammenhänge sind oftmals nicht einmal aus der Luft sondern aus dem Nichts gegriffen, lassen einen an alte James-Bond-Filme denken und man wartet nur drauf, von Dr. No mit der Waffe bedroht zu werden.

Themen und Hintergründe möchte ich hier nicht verraten. Nichtsdestotrotz spielt der Autor auf gesellschaftliche Entwicklungen an, die vielleicht früher oder später wirklich auf diese Weise angedacht werden, sich dann aber hoffentlich nicht durchsetzen können. 

Spaß hat „Das Joshua-Profil“ auf jeden Fall gemacht. Absoluter Clou an der Story ist, dass Sebastian Fitzek unter dem Pseudonym seines Protagonisten Max Rhode tatsächlich „Die Blutschule“ veröffentlicht hat und dieses Buch mit „Das Joshua-Profil“ zusammenhängt.

Insgesamt ist „Das Joshua-Profil“ ein typischer Fitzek mit hohem Spannungslevel und interessanten Theorien gespickt, den ich Thriller-Lesern, die das Typische mögen, ans Herz legen kann.

 

© NiWa

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2016-06-19 16:41
zu viel Gewalt, zu wenig Thrill
Das Joshua-Profil: Thriller - Sebastian Fitzek
Max Rhode ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Schriftsteller, der des mit einem Roman zum Ruhm geschafft hat, aber keine nennenswerten Nachfolger mehr schaffte. Mit seiner Frau läuft es mehr schlecht als recht. Einziger Lichtpunkt in seinem Leben ist seine Pflegetochter Jola. Für sie würde er alles tun. Als sie entführt wird, rückt Max als Täter an erste Stelle. Kurz vorher wurde ihm sogar prophezeit, dass er es wäre, der Jola entführen würde. Dies alles würde eher zu seinem Bruder Cosmo passen, der jedoch in Sicherheitsverwahrung sitzt. Max macht sich eigenständig auf die Suche nach dem Täter und kommt dabei einer Organisation auf die Spur, die dafür bekannt ist, Taten und ihre Täter vorherzusagen.

 

 
Wie bei vielen Büchern des Autors, freute ich mich auch den neuen Roman aus seiner Feder.

 

Vielleicht bin ich auch etwas gebrandmarkt durch den zuvor gelesenen Roman "Die Blutschule" von Max Rhode alias Sebastian Fitzek. Aber auch nach intensivem Nachdenken konnte mich auch das aktuelle Buch des Bestseller-Autors nicht überzeugen. Ich hatte mir sehr viel mehr darunter vorgestellt. Vor allem, da ein großer Hype darum gemacht wurde.
 
Ich kann gar nicht so recht sagen, was genau mich störte. Letztendlich kann ich eigentlich nur sagen, dass das Gesamtbild für mich einfach nicht gepasst hat. Schon gleich zu Anfang kam ich nicht richtig in die Geschichte rein. Die Figuren blieben für mich blass und teilweise emotionslos. Auch wenn das Thema, dass der Autor anschneidet, sehr brisant ist und immer aktuell bleiben wird, war ich dennoch enttäuscht von der Gesamtumsetzung. 
 
Die Figur des Max war für mich diejenige, mit dem größten Potential. Doch irgendwie wurde dies nicht richtig ausgeschöpft. Gerade als "Thrillerautor", welcher Max nunmal ist, hätte ich gedacht, dass er mehr aus allem herausholen kann und sich nicht so schwer tut mit der Umsetzung von Plänen. Ideenreichtum hätte ich nun vorausgesetzt, da er sich eben in seinem Beruf ja meist in den weiten Sphären der Literatur herumtreibt. Doch war er immer wieder auf Außenstehende angewiesen, die ihm zündende Ideen vorlebten. Gerade Max´ Bruder Cosmo war hier mehr Hilfe als ich am Anfang gedacht habe.
 
Auch Frieda, die eher zufällig in die ganze Sache hineinschlittert, zeigte mehr Engagement, als Max. Ich weiß nicht, ob dies daran lag, dass er derjenige war, der eben den meisten Streß durchmachen musste und somit nicht rational denken konnte. 
 
Die Rolle der Bösewichte fand ich da schon ansprechender, da sie tiefere Einblicke geben konnten. 
 
Der Anfang hatte mich noch überzeugen können, doch dann war alles für mich sehr vorhersehbar .
Ich denke, dass man aus der Idee noch viel mehr hätte herausholen können. 
 
Auch gab es mehr Action als Thriller. Verfolgungsjagden, Schlägereien, nachvollziehbare Dialoge - alles Dinge, die Fitzek eigentlich nicht so sehr in seinen Büchern einsetzt. 
 
Schon mit "Noah" hatten wir keinen typischen Fitzek mehr vorliegen, doch seit dem "Joshua-Profil" kann man nun wirklich nicht mehr davon sprechen. 
 
Vielleicht sollte man sich in Zukunft damit abfinden, dass Fitzek doch sehr vielseitig sein kann und nicht jedes Buch eben für einen sehr gut sein kann. Geschmäcker sind natürlich verschieden.
 
Fazit:
Für mich war es diesmal nichts. Trotzdem freue ich mich auf das nächste Buch und die bevorstehende Lesereise.
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review 2016-01-27 18:14
Spannung pur!
Das Joshua-Profil - Lübbe Audio,Sebastian Fitzek,Simon Jäger

Ich muss sagen, dass das Buch wirklich SUPER spannend war. Wirklich. Ich höre Hörbücher ja immer gerne zum Einschlafen, aber bei dem hier ... ich lag nur gespannt im Bett und hab erstaunt auf die Uhr geschaut, als ich sah, dass es 'mal eben so 2 Uhr morgens war.
Doch als es zur 'großen' Ankündigung kam was es mit dem Joshua-Profil auf sich hat, war ich doch etwas enttäuscht. Ich hätte es mir zwar nicht denken können, aber es wirkte dann doch so ... na ja, normal eben. Obwohl es sehr logisch und nachvollziehbar war, was ich sehr mochte. Es zeigte eben, was alles in der heutigen Gesellschaft möglich wäre und wer könnte das besser, als ein Thriller-Autor? ;)
Das zweite Ende war nicht mehr ganz so überraschend, weil ich schon etwas böses geahnt hatte vorher und ja ... daher hat es sich etwas für mich gezogen, obwohl es doch noch spannend war, wegen dem Bruder des Hauptcharakters.

Ich habe gehört, dass sich die Geister scheiden, ob man nun "Die Blutschule" vorher lesen sollte oder nicht. Ja, "Das Joshua-Profil"-Buch spoilert ganz schön, was es aber auch muss, weil es ja sozusagen die "Hauptgeschichte" ist, aber ich fand es nicht schlimm, dass ich das andere Buch nicht vorher gelesen/gehört habe. Ich denke, dass man es jetzt mit anderen Augen lesen wird, als wenn man es vorher gemacht hat. :)

Dennoch ist es eine ganz klare Lese-/Hörempfehlung von mir!
Btw: Das Hörbuch habe ich wieder über Spotify gehört.

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