logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: erzählungen
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-08-09 04:47
Rezension | Tinte in Wasser
Tinte in Wasser: Erzählungen - Bella Bender

Meine Meinung

 

Mit „Tinte in Wasser“, einer Sammlung realistischer Lebenssituationen im Kurzgeschichtenformat, begeht die junge Autorin Bella Bender ihr Debüt.

In insgesammt fünf Erzählungen widmet sich die Autorin den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und ihren ergreifenden Lebensgeschichten. Dabei schildert sie äußerst realistisch mit welchen Ängsten, Problemen und Hoffnungen die Charaktere ringen.

 

In der ersten Geschichte „Nur ein Treffen“ begegenen sich die alten Bekannten Iola und Bastian nach vielen Jahren wieder. Es wird ein Blick in die Vergangenheit und die seither getroffenen Entscheidungen geworfen. Dabei treten die Wünsche und Neigungen des ehemaligen Liebespaares zu Tage und führen zu einer Reflektion.

 

„Galerie“ ist die längste Kurzgeschichte in dieser Sammmlung und hat mir mit Abstand am besten gefallen. Es werden gleich mehrere Charaktere beleuchtet, vom geschäftstüchtigen Galeristen und seiner Frau über den unzufriedenen Assistenen bis hin zum Künstler und dessen jüngeren Freundin. Dies bietet eine große Palette an Konfliktmöglichkeiten die von der Autorin auf die Spitze getrieben werden.

 

In der Geschichte „Hochzeitstag“ feiert ein Ehepaar seinen dreißigsten Hochzeitstag. Der Plot ist dabei wahrlich vom Klischee behaftet. Die Eheleute haben sich auseinander gelebt und während sie schweigend zusammen sitzen, überschlagen sich ihre Gedanken. Macht es Sinn die Ehe aufgrund der Sicherheit die diese verspricht weiterhin aufrecht zu erhalten?

 

In den zwei letzten Geschichten „Endhaltestelle“ und „Es geht mir gut“ geht es um intensive Gefühle und Trauer.

 

Obwohl ich nicht der große Fan von kurzen Erzählungen bin hat mich Bella Benders Debüt gut unterhalten. Durch die lebensnahen Geschichten fühlt man sich den Protagonisten schnell nahe und schlüpft in diverse Emotionen und Denkweisen.

Zu diesem schlichten und dennoch ergreifenden Erstlingswerk kann man der Autorin nur gratulieren.

 

Fazit

 

„Tinte in Wasser“ lädt zu einer Reise durch Gedanken, Gefühle und Emotionen ein, die zum schweifen verleitet.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-tinte-in-wasser-von-bella-bender
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-05-20 16:28
meist sinnloses Geschwurbel
Der Tod in Venedig und andere Erzählungen - Thomas Mann

Jetzt gleich mal ein Fazit: Thomas Mann und seine Kurzgeschichten sind meiner Meinung nach total überbewertet. Die Germanisten unter Euch mögen mich hinrichten, aber dieses nutzlose verkrampfte geistige Gehirnwichsen ergibt einfach keinen Sinn. Eines muss man dem Autor lassen: Er kann Schachtelsätze, aber das ist auch schon alles. Ausführliche Details ob dieses Trauerspiels in den Einzelbeurteilungen.


1. Tod in Venedig 2,5 Sterne
Der Beginn ist ein unnötiges verkrampftes nichtssagendes Geschwurbel über Kunst (genaue Beschreibung der Schwurbelei bei Tristan). Als sich der Hauptprotagonist Aschenbach nach Venedig aufmacht, wird die Geschichte zwar mit pädophilen homosexuellen Zügen behaftet aber recht erträglich.

2. Tristan 2,5 Sterne
Auch hier läßt es sich der Autor nicht nehmen, über Musik zu schwurbeln. Der Mann'sche Stil um es Euch zu beschreiben, ist so wie bei den Leutchen, die zwar selber keine Künstler sind, sich aber bei den sehr progressiven Kulturfestivals in der Foldertextbeschreibung einen auf pseudo-intellektuell  abonanieren, indem sie versuchen, präpotent mit der Sprache die Kunst nachzustellen, ohne natürlich auch wirklich mit der Sprache umgehen zu können. Eine Aneinanderreihung von wertlosen Fremdwörtern, Wortschöpfungen und Metaphern, die einfach keinen Sinn ergeben, nicht wissend, dass man manche Kunst einfach erleben und nur die Rahmenbedingungen wie Stil Hintergrund etc. beschreiben sollte. Nachdem man die Beschreibung des Theaterstücks, Musikstücks... gelesen hat, hat man gar keine Ahnung was einen erwartet oder was die Scheisse soll.
Nachdem man sich als Leser durch dieses unsägliche nutzlose Elaborat durchgewühlt hat, kommt wieder etwas Plot und Figurenentwicklung und die Geschichte wird recht erträglich.

3. Die vertauschten Köpfe 0-1 Stern (0 kann man ja in Goodreads gar nicht geben weil dies nicht beurteilt bedeutet)
Das ist wirklich der Gipfel an schlechter Literatur. Auf 100 Seiten nur 1 Szene, die es wert ist, erzählt zu werden. Die vertauschten Köpfe sind wieder mal nutzloses Geschwafel in Form eines indischen Märchens über eine Dreicksgeschichte zwischen zwei Freunden und einer Frau, da tun sich literarische Abgründe auf, die man sich gar ned vorstellen möchte - dagegen ist Tod in Venedig ein mittelmäßiger Lercherlschas ;-).
Meine Empfehlung im Originalton an die Protagonisten, die es verdient haben, alle zu sterben, aber ihre Entleibung einfach zu langsam durchgezogen und mich dadurch leider mit ihrem nutzlosen Dasein viel zu lange gequält haben. "Ja bringts Euch alle um, denn Ihr seids sogar zum ordentlichen hinterlistigen Ehebruch zu deppat und brauchts a Kopftausch Ausrede und extrem viel hirnloses Gelaber als Rechtfertigung für Eurer dreieckiges Swingerabenteuer :D unpackbar."

4. Gladus Dei 3,5 Sterne
Ok diese Story ist durchaus gelungen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass dies eine Kurz-Kurzgeschichte von 10 Seiten ist, wäre diese schwerlich auch noch so zu vergeigen, wie die anderen.

5. Schwere Stunde 3 Sterne
Der Hauptprotagonist quält sich bei der Erstellung von literarischer Kunst in einem Schreibprozess einen ab. Nicht schlecht aber eben auch nur 10 Seiten. Eine Geschichte dieses Umfanges können auch Deutschmaturanten in einer Schularbeit.

6. Das Gesetz 3,5 Sterne
Das war die erste Geschichte, die mir im Ansatz ganz gut gefallen hat. Das Gesetz ist die Story von Moses: eine Perlenkette atemberaubender Inkompetenzen - gut angelehnt an die alten Überlieferungen aber aus anderer Sicht erzählt.

Fazit: Wenn ich alles zusammenzähle, kommen 2,5 Sterne raus. Weil es aber der Thomas Mann ist, kriegt er ob seines Namens einen Promibonus, und ich runde sehr gnädig auf.

Ach ja so wie Thomas Mann ständig in seinen Geschichten herumlaviert, möchte ich meine Gefühle bezüglich dieser Lektüre mit dem Zitat von Christian Tramitz aus dem Schuh des Manitu ausdrücken: "Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden. [...] ständiges sinnloses herumschleichen und dauernd am Marterpfahl."

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2015-06-04 14:50
Aus sich hinaus
Aus Sich Hinaus ...: Erzahlungen - Florian Tietgen

Story:
Fünf Kurzgeschichten und Erzählungen, in denen es um Liebe, Coming-Out, Freundschaft und Tod geht. Fünf Erzähler, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die jedoch eine Sache miteinander verbindet: ihre Homosexualität. Sei es Daniel aus der Geschichte „In lautem Gedanken“, der seit dem Tod der Mutter gegen das Schweigen seines Vaters bestehen muss und sich im Schwimmbad in Addy verliebt, oder Simon, der in der Erzählung „Ein tiefer See“ dem gleichaltrigen Ole während einer Klassenfahrt einen Platz in seinem Einzelzimmer anbietet und mit Gerüchten über seine sexuelle Orientierung und Vorurteile zu kämpfen hat. Sie sind ebenso schwul wie Mika („Und was ist mit deinem Vater?“), der der Frage nach seinem Vater beharrlich ausweicht, bis es Benedikt gelingt, hinter die Fassade zu blicken und das schreckliche Geheimnis zu enthüllen.

 

Neben den drei längeren Erzählungen enthält die Sammlung noch die Kurzgeschichten „Die Wette“ und „Tausend Stecknageln“.

 

Eigene Meinung:
Mit „Aus sich hinaus“ legt Florian Tietgen eine gelungene Geschichtensammlung vor, die sowohl zum Nachdenken anregt, als auch Grundlage für Diskussionen bietet. Wie nicht anders gewohnt, bietet der Autor keine leichte Kost, sondern wagt sich an ungewöhnliche Themen und ausgefallene Protagonisten. Leser, die bereits Romane von Florian Tietgen kennen, wissen um seine Vorliebe für tiefgründige Ideen, realistische Figuren und seinen ansprechenden, erwachsenen Schreibstil – und werden auch dieses Mal nicht enttäuscht.

 

Die Themen, die Florian Tietgen innerhalb seiner Geschichten behandelt sind unterschiedlich – mal geht es um den Tod eines Familienmitglieds, mal um Verleumdung und Missbrauch, dann wieder um Verbrechen und Mord. Auch die Kurzgeschichten bestechen durch ernste Thematiken, wenngleich „Die Wette“ auf die sich Hauke einlässt, um seinen Freund Kolja zu beeindrucken nicht ganz so schwergängig und tiefgründig ist, wie die üblichen Erzählungen. Dennoch bietet sich dem Leser zum Großteil ernste Kost, die neben dem Coming-Out eine weitere Gemeinsamkeit haben: Die Probleme der jugendlichen Protagonisten werden zumeist durch Freundschaft und Liebe gelöst. Beide Themen spielen eine große Rolle in den jeweiligen Kurzgeschichten und sind für die Charakterentwicklung sehr wichtig.
Insgesamt hat „Aus sich hinaus“ nur wenig mit den gängigen Gay Romance Büchern gemein, da Florian Tietgen sich ernsten Themen widmet, die er sehr gefühlvoll und sensibel in Szene setzt. Er behandelt Tabuthemen an mit der notwendigen Sorgfalt und lässt den Leser auf diesem Weg tief in die Geschichten eintauchen und mit den Charakteren mitfühlen.

 

Neben den intensiven und atmosphärischen Geschichten können auch die Charaktere überzeugen. Der Autor hat ein Händchen für Jugendliche und deren Gefühlswelten und setzt sie sehr authentisch in Szene. Man kann sich mit allen Protagonisten identifizieren, ist hautnah dabei, wenn Simon sich gegen seine Klassenkameraden zur Wehr setzt und wenn Mika das Geheimnis um seinen Vater lüftet. Selbst in den kurzen Geschichten sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und eingängig beschrieben. Florian Tietgen hat bei „Haus der Jugend“ bewiesen, wie gut er ältere Menschen beschreiben kann, in „Aus sich hinaus“ beweist er, dass er auch Jugendliche mit all ihren Problemen authentisch zu Papier bringen kann.

 

Der belletristische Schreibstil des Autors ist sehr stimmungsvoll und passt hervorragend zu den ernsten Geschichten. Florian Tietgen kann mit Sprache umgehen, probiert verschiedene Richtungen und Perspektiven aus und sorgt so für Abwechslung. Damit hebt er sich angenehm aus der breiten Masse der gängigen Gay Romane heraus, zumal sein Hauptaugenmerk nur teilweise auf der Entwicklung einer Beziehung liegt, sondern deutlich auf den Charakteren und dem Überwinden von Problemen und Traumata. Dadurch wirken alle Erzählungen authentischer und realistischer, können den Leser mehr fesseln und tiefer berühren.

 

Fazit:
„Aus sich hinaus“ ist eine gelungene Geschichtensammlung, die ein breitgefächertes Spektrum an Erzählungen, Charakteren und unterschiedlichen Herangehensweisen bietet. Jede Geschichte ist ein kleines Meisterwerk und kann mit tollen Charakteren und ungewöhnlichen Grundideen punkten. Wer bereits Romane von Florian Tietgen kennt und mag, den wird „Aus sich hinaus“ nicht enttäuschen; wer neugierig geworden ist und den Autoren einmal antesten will, ist ebenfalls an der richtigen Adresse – die Geschichte der Sammlung gibt es sowohl kompakt in einem Buch/eBook, als auch einzeln für 0,99€ bis 1,99€. Wenn man ernste, tiefgründige und gut geschriebene schwule Literatur mag, sollte man auf jeden Fall einen Blick riskieren. Zu empfehlen.

Source: www.like-a-dream.de
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2015-05-30 09:29
Der Welt den Rücken von Elke Heidenreich
Der Welt den Rücken: Erzählungen - Elke Heidenreich

Worum geht es?

Bei dem Band "Der Welt den Rücken" handelt es sich um Erzählungen über Liebende oder auch die Liebe in einem bestimmten Lebensabschnitt. Es sind meist Frauen in den Vierzigern, von denen Elke Heidenreich erzählt und das tut sie gut, eindringlich und mit starken Worten. 

 

Wie war es?

Die erste Erzählung des Buches war die, die mich am meisten gefangen nehmen konnte. Eindrücklich und für mich fast schon unerträglich nah schilderte Heidenreich eine Mutter-Tochter-Beziehung, die aufreibt und unter soviel Ungesagtem erdrückt wird. Einfach faszinierend! Alle anderen Erzählungen des Buches konnten mich leider nicht mehr so fesseln, weshalb ich einen Stern abziehe, dennoch ist es lesenswert und sicherlich findet jeder eine passende Erzählung darin.

 

Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2015-05-21 09:20
Reading progress update: I've read 66%.
Der Welt den Rücken: Erzählungen - Elke Heidenreich

Eine Sammlung von Erzählungen, bei denen mir die erste direkt unter die Haut ging. Ich fand mich in den Worten und Beschreibungen von Heidenreich wieder und verstanden. 

More posts
Your Dashboard view:
Need help?