logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: gelesen-marz-17
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-05-02 12:58
Enttaüschend
Im Wald: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 8) - Nele Neuhaus

Inhalt:

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

(Quelle: ullstein.de)


Meine Meinung:

Das Duo Bodenstein und Kirchhoff (jetzt eigentlich Sander) haben mich bisher immer sehr gut unterhalten. Die Krimis waren spannend und sogar packend und die private Seite der Ermittler brachten noch zusätzlich Interessantes mit ein und machten die Komissare greifbar. Doch diesmal war ich enttäuscht.


Der Kriminalfall war sehr zäh und konstruiert. Und die persönlichen Belange der Ermittler waren nicht Hauptwerk sondern eher Mittelpunkt der Geschichte. Ich habe sehr viel Zeit gebraucht um das Buch wirklich zu lesen und war zwischenzeitlich sogar geneigt, das Buch eventuell abzubrechen. Wo ist der Charme der Geschichten geblieben? Wo die Brisanz? In den beiden Vorgänger Böser Wolf und Die Lebenden und die Toten, da jagten einen die Spannung und man wollte die Bücher kaum aus der Hand legen. Hier plätschert alles nur vor sich hin und wirkt teilweise, als ob die Autorin zwischendurch überhaupt nicht wüsste wo sie mit der Geschichte hinwollte.


Auch die Komissare haben hier viel an Boden verloren. Das Oliver von Bodenstein nicht ganz auf der Höhe ist, war zu vermuten immerhin geht es um den Tod seines Jugendfreundes vor 40 Jahren und bei ihm steht auch privat eine große Veränderung an. aber Pia, die sich immer souverän gegenüber ihren Kollegen und ihren Vorgesetzten durchgesetzt hat, wirkt völlig überfordert und gehetzt.


Diesmal war es nicht wirklich eine Freude diese Geschichte zu lesen. das kann Nele Neuhaus viel besser und ich hoffe, das sie im nächsten Krimi wieder zeigt, das sie es kann.


Fazit: Diesmal wurde ich wirklich enttäuscht. Der Krimi ist weder spannend , noch sind die Ermittler in ihrem Element. Das kann die Autorin wirklich besser.

Source: schnuffelchensbuecher.blogspot.de/2017/04/neuhaus-im-wald.html
Like Reblog Comment
review 2015-05-31 13:01
Rezension: Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt
Wo die Nacht beginnt - Deborah Harkness

"Wo die Nacht beginnt" ist der 2. Band der All Souls-Trilogie und schließt nahtlos an "Die Seelen der Nacht" an. Matthew und Diana reisen in der Zeit zurück bis ins elisabethanische London, wo sie hoffen, mehr über das Ashmole 782-Manuskript zu erfahren und für Diana jemanden zu finden, der ihr hilft, ihre Kräfte zu verstehen und anwenden zu lernen. Während ihrer Abenteuer in dieser historischen Zeit lernt Diana, dass Matthew wahnsinnig viele Geheimnisse mit sich herumschleppt und sie noch längst nicht alles über ihn weiß. Die Autorin versteht es, ihren Figuren Tiefe zu verleihen, sie immer wieder innere Kämpfe mit sich selbst ausführen zu lassen und immer wieder neue Facetten an ihnen herauszuarbeiten. Das hat mir unheimlich gut gefallen. Matthew ist ein recht schwieriger und launischer Charakter, den man nur schwer einschätzen kann. Diana ist fast ebenso launisch, weswegen die beiden nicht immer gut miteinander auskommen. Zwar merkt man, dass die beiden sich lieben, doch oftmals tun sich beide schwer damit, das dem anderen auch zu zeigen, was oft auch daran liegt, dass nicht miteinander gesprochen wird, sondern erst etwas passieren muss, damit der jeweils andere sich öffnet.
Dass die Autorin Professorin für europäische Geschichte ist, merkt man hier sehr deutlich. Nicht nur die Bräuche, die Umgebung und beispielsweise Kleidung sind detailliert beschrieben, auch historische Gegebenheiten und wichtige Personen werden mit in die Geschichte integriert. So lernt Diana beispielsweise William Shakespeare kennen, ebenso wie Elisabeth I. höchstpersönlich. Diese historischen Persönlichkeiten in die Geschichte einzubringen, ist eine tolle Idee und macht das ganze noch interessanter.
Ab und an hat sich Deborah Harkness mit ihrer Liebe zum Detail allerdings ein wenig verzettelt. Grundsätzlich mag ich es sehr gern, wenn Autoren ihre Geschichten detailliert schreiben, doch hier war es mir oftmals einfach zu viel des Guten. Die Geschichte brauchte lange, um an Fahrt aufzunehmen, einfach weil ganz genau beschrieben wurde, wie der Tagesablauf einer Frau in dieser Zeit beispielsweise ist, was sicher ganz interessant sein mag, doch für den Fortlauf der Geschichte nicht unbedingt sehr wichtig erscheint. Der Spannungsbogen hatte somit kaum eine Chance, überhaupt zu entstehen und flachte immer wieder ab, wenn dann doch endlich etwas spannendes passierte. Darüber konnte mich der Einfallsreichtum der Autorin und ihr schöner Schreibstil hinwegtrösten und natürlich muss ich nun wissen, wie es mit den beiden weiter geht. Ich hoffe, die Autorin legt im Finale nochmal ordentlich nach und kann mich wieder so fesseln und begeistern, wie mit "Die Seelen der Nacht".
Fazit:
Nicht ganz so gut, wie Teil 1 der All Souls-Trilogie, aber trotzdem sehr lesenswert. Deborah Harkness verliert sich leider oft in zu vielen Details, was oftmals dazu führte, dass sich Passagen ziemlich lang hinzogen und die Spannung komplett verloren ging, die in einigen Szenen aufgebaut wurde. Ihr Ideenreichtum, die gekonnte Ausarbeitung ihrer Charaktere und die Einstreuung wichtiger historischer Persönlichkeiten lässt den Leser jedoch darüber hinwegsehen und hoffen, dass der Finale Band "Das Buch der Nacht" wieder mehr fesseln kann.

Like Reblog Comment
review 2015-03-14 12:23
Rezension: Tim O´Rourke - Ich sehe was, was niemand sieht
Ich sehe was, was niemand sieht - Tim O'Rourke,Frank Böhmert

"Ich sehe was, was niemand sieht" ist ein spannender Jugendthriller, der schon von den ersten Seiten an zu fesseln weiß. Tim O´Rourke kennt sich als Polizist natürlich aus mit Ermittlungsarbeit und das merkt man hier auch. Zwar beschreibt er bestimmte Szenen nicht zu detailliert, so dass das Buch durchaus für jüngere Leser ab 14 Jahren geeignet ist, doch trotzdem kommen auch erwachsene Leser auf ihre Kosten, denn spannend ist das Buch durchgängig.
Charley ist ein ungewöhnliches Mädchen, denn seit ihrer Kindheit leidet sie unter "Blitzen", wie sie es selbst nennt. Dabei sieht sie in Blitzen, wie Menschen ums Leben kommen. Quasi deren letzte Momente, bevor sie ermordet werden. Leider kann sie dabei nie das Gesicht des Mörders sehen, denn das würde so einiges erleichtern. Als sie sich entschließt, einen Tatort aufzusuchen, lernt sie Tom, einen jungen Polizisten, kennen, der gerade in diesem Fall ermittelt...
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Charley und Tom erzählt, was dem Leser natürlich ein gutes Bild von allen Ereignissen vermittelt und die Spannung nochmal in die Höhe treibt, denn der Autor hat ein Händchen dafür, die Perspektive ausgerechnet in dem Moment zu wechseln, in dem es gerade besonders spannend wird. So bleibt gar nichts anderes übrig, als weiter zu lesen, denn man muss einfach unbedingt wissen, wie es bei dem jeweils anderen weiter geht. Dadurch fällt es natürlich schwer, das Buch überhaupt mal aus der Hand zu legen. Tim O`Rourke lockt den Leser ein ums andere Mal auf falsche Fährten, auch wenn man immer mal wieder ahnt, wer der Mörder ist. Trotzdem bleibt es spannend bis zum Schluß und man kann - auch durch die Erzählweise - wunderbar mit den beiden Protagonisten mitfiebern.
Charley und Tom sind beide sympathische Charaktere. Charley hatte es nie leicht in ihrem Leben, ist eine Außenseiterin und hat eigentlich keine Freunde. Trotzdem beißt sie sich durch und hofft, irgendwann beweisen zu können, dass sie nicht total verrückt ist.
Tom ist ein ehrgeiziger junger Mann, der diesen Fall unbedingt lösen will, schon um seinem Vater zu zeigen, dass er zum Polizisten taugt. Kann er Charley wirklich glauben, was sie zu sehen glaubt?
Fazit:
Ein spannender Jugendthriller, den der Autor gekonnt aus zwei Perspektiven erzählt, welche immer im - für den Leser - unpassendsten Moment wechseln. Dadurch entwickelt sich das Buch zu einem echten Pageturner, den man nur schwer weglegen kann.

Like Reblog Comment
review 2014-03-29 12:36
Rezension: Teri Terry - Zersplittert
Zersplittert - Teri Terry,Petra Knese,Marion Hertle

Auch der zweite Band der Reihe hat mich wieder sehr begeistert. In diesem Teil findet Kyla immer mehr zu ihren Erinnerungen aus ihrem früheren Leben zurück. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, zu erfahren, wer sie eigentlich ist, sondern sie muss sich auch entscheiden, was der richtige Weg für sie ist. Dabei wird sie sehr beeinflusst und es fällt ihr gar nicht so leicht, zu durchschauen, wer jetzt eigentlich auf ihrer Seite steht und wer nicht.
Wie zu erwarten, hat Teri Terry auch in diesem Teil wieder einige Überraschungen auf Lager. Die Motivation bestimmter Charaktere kann man immer nur erahnen und ist zum Schluß umso überraschter, wenn einem - zeitgleich mit Kyla - aufgeht, welche Ziele da eigentlich verfolgt wurden. Das hat mir unheimlich gut gefallen, denn ich persönlich liebe es ja, wenn alles ein wenig im Dunklen bleibt und nicht gleich offengelegt wird. Kyla hat es nicht leicht, verliert aber trotzdem nie ihren Mut. Ihr Charakter macht eine große Wandlung durch, was sicher auch daran liegt, dass sie immer mehr von ihrer Vergangenheit erfährt. Doch auch andere Protagonisten entwickeln sich weiter, was wieder für einige Überraschungen sorgt. Es tauchen neue Menschen in Kylas Leben auf, denen zu vertrauen ihr nicht immer leicht fällt. Kyla muss Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellen werden. Daran nicht zu zerbrechen ist sicher nicht einfach, doch Kyla ist ein richtiges Stehaufmännchen und hat eine starke Persönlichkeit, auch wenn ihr das anfangs vielleicht gar nicht so bewusst sein mag. Das macht sie nur noch sympathischer und liebenswerter.
Andere Charaktere schätzt man vollkommen anders ein, als sie tatsächlich sind. Ausgearbeitet sind sie allesamt wirklich fantastisch, jeder besitzt hier die nötige Tiefe.
Die Autorin flechtet immer wieder Ereignisse aus dem ersten Band in die Handlung ein, so dass es dem Leser leichter fällt, sich wieder an die vorangegangenen wichtigen Handlungsstränge zu erinnern. Gelesen haben sollte man den ersten Band jedoch trotzdem, denn sonst fällt es schon schwer, der Geschichte zu folgen (und man hat etwas verpasst, wenn man das nicht tut). Viele Fragen aus dem ersten Band werden hier beantwortet, doch natürlich kommen auch wieder neue hinzu. Deshalb kann ich es kaum erwarten, bis Band 3 endlich erscheint, um all diese Fragen aufzuklären. Ich bin wirklich gespannt, was Kyla noch so erfahren muss und wie sie mit ihrem Wissen umgeht.
Fazit:
Nachdem ich schon von "Gelöscht" absolut begeistert war, konnte mich "Zersplittert" genauso fesseln. Zwar ist hier wesentlich mehr Action und weniger von der bedrückenden Atmosphäre, die den ersten Band durch Kylas Unwissen ausgemacht hat, doch dafür entwickeln sich die Charaktere in ungeahnte Richtungen weiter und man erfährt viel mehr über Kylas Vergangenheit. Auch hier hat die Autorin es wieder geschafft, den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle zu entführen, die mit einem großen Knall endet und hoffen lässt, dass der dritte Band ganz schnell im Buchladen zu finden sein wird.

Like Reblog Comment
review 2014-03-28 13:09
Rezension: Teri Terry - Gelöscht
Gelöscht - Teri Terry

"Gelöscht" ist der erste Band der Trilogie um Kyla, die geslated wurde. Ihre Erinnerungen wurden gelöscht, denn das passiert Mitte des 21. Jhd. mit jugendlichen Verbrechern. Kyla kommt in eine ihr vollkommen fremde Familie und muss sich dort einfügen und zu einem Teil dieser Familie werden. Überwacht wird sie nicht nur von ihrem Levo - einem Armband, das ihre Werte rund um die Uhr bewacht und sie damit unter anderem von neuerlichen Gewalttätigkeiten abhalten soll - sondern auch von einigen anderen Menschen. Doch Kyla ist ganz anders, als all die anderen Slater und weiß irgendwann nicht mehr, wem sie noch trauen kann.
Dieser erste Band führt uns ein in die gar nicht allzu weit entfernte Zukunft, die teilweise wirklich erschreckend ist. Die Überwachung durch die Lorder, die nicht gerade zimperlich ihre Gesetze durchsetzen, ist allgegenwärtig und auch relativ undurchschaubar. Immer wieder gibt es schockierende Situationen, die einem vergegenwärtigen, wie brutal sie vorgehen und das schon wegen Kleinigkeiten. In so einer Welt möchte keiner leben, denn Überwachung und Gehorsam steht an erster Stelle. Durch diese immer gegenwärtige Gefahr ist die Spannungskurve kontinuierlich hoch, denn immer hat man im Hinterkopf, dass Kyla Gefahr droht, wenn sie nicht so mitspielt, wie es von den Lordern erwartet wird.
Teri Terry hat dadurch eine recht bedrückende Atmosphäre geschaffen, die den Leser durch das komplette Buch hindurch begleitet. Auch die Gefühle von Ich-Erzählerin Kyla hat sie gut beschrieben, gerade was das Hineingeworfen-Werden in eine komplett fremde Umgebung angeht, mit fremden Menschen, die man jetzt Familie nennen muss. Die Flashbacks (meist in Form von Träumen), die Kyla immer wieder ereilen, obwohl es so etwas doch eigentlich gar nicht geben darf, haben immer wieder die Spannung gesteigert, denn genau wie Kyla fragt auch der Leser sich, was dieses Mädchen wohl in ihrer Vergangenheit angestellt haben mag, um überhaupt geslated worden zu sein.
Kyla ist ein Mädchen, dass man sofort ins Herz schließt, denn sie ist kein kleines schwächliches Ding, das nur das tut, was sie soll und darf. Auch Ben hat mir als Protagonist sehr gut gefallen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und hinter jedem von ihnen steckt so viel mehr, als man anfangs erahnt.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und lässt sich flüssig lesen. Schockierende und überraschende Wendungen sind Bestandteil dieses Buches und es fällt wirklich schwer, es einfach mal aus der Hand zu legen.
Das Ende ist ziemlich offen, also am besten gleich Band 2 ("Zersplittert") bereitlegen.
Fazit:
"Gelöscht" ist spannend, unglaublich fesselnd, immer wieder überraschend und gut geschrieben. Die Vorstellung, seine Erinnerungen einfach gelöscht zu bekommen, ist erschreckend. Kylas Gefühle sind gut nachvollziehbar und die Autorin versteht es, überraschende Wendungen in die Geschichte einzubauen und den Leser so vom gelegentlichen Schlafen abzuhalten.

More posts
Your Dashboard view:
Need help?