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text 2017-04-15 13:40
Erster Satz | Genevieve Cogman: Die unsichtbare Bibliothek
Die unsichtbare Bibliothek: Roman (Fantasy. Bastei Lübbe Taschenbücher) (German Edition) - Dr. Arno Hoven,Genevieve Cogman

Irene führte den Wischmopp mit gleichmäßigen, bedächtigen Bewegungen über den Steinfußboden; zwischendurch legte sie immer wieder kleine Pausen ein und bewunderte das Leuchten der nassen Bodenfliesen im Licht der Laternen. 

 

Ihr Rücken beschwerte sich, was allerdings nur normal war, nachdem sie den ganzen Abend geputzt hatte. Diese Arbeit war freilich notwendig. Die Schüler in »Prinz Mordreds Privater Lehranstalt für Jungen« schafften es, genauso viel Schlamm und Dreck auf dem Fußboden des Gebäudes zu verteilen wie alle anderen Teenager auch. Den im Haus stattfindenden, reinlich ablaufenden Studien in den dunklen Künsten, in Militärgeschichte und Alchemie schlossen sich eben die Unterrichtsstunden im Freien an, bei denen sich die Jugendlichen schmutzig machten, wenn Gefechtsstrategie, Duellieren, Attentate im offenen Gelände und Rugby auf dem Unterrichtsplan standen.

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review 2017-04-07 10:46
FAST der feuchte Traum jeder Leseratte
The Invisible Library - Genevieve Cogman

Ich glaube fest daran, dass Genevieve Cogman, Autorin der Reihe „The Invisible Library“, eine tolle und interessante Person ist. Leider ist ihre Kurzbiografie, die sie auf ihrer Website veröffentlichte, sterbenslangweilig. Da steht lediglich, dass sie für verschiedene Rollenspielprojekte geschrieben hat und aktuell für den englischen National Health Service arbeitet. Gähn. Glücklicherweise interessiert mich das Privatleben von Autor_innen beim Buchkauf nicht. „The Invisible Library“ fiel mir in einer Buchhandlung ins Auge. Oh ja, das kommt durchaus noch vor. Der Klappentext gefiel, das Cover auch – es durfte spontan bei mir einziehen.

 

Irene ist keine Diebin. Nein, sie ist Bibliothekarin. Zugegeben, in ihrem Job muss sie sich hin und wieder als Agentin und Spionin betätigen, aber diese Ausflüge dienen schließlich einem höheren Wohl. Sie infiltriert alternative Welten, lokalisiert wertvolle Bücher und stellt diese unter den Schutz der Unsichtbaren Bibliothek, die zwischen den Welten existiert. Irenes letzter Auftrag verlief erfolgreich, wenn auch turbulent, sodass sie reichlich verwundert ist, sofort auf den nächsten Fall angesetzt zu werden. In Begleitung des neues Rekruten Kai soll sie ein Buch aus einer alternativen Welt bergen, die hochgradig vom Chaos infiziert ist. Doch als Irene und Kai dort eintreffen, ist das Buch verschwunden. Es wurde gestohlen. Mit leeren Händen in die Bibliothek zurückzukehren kommt nicht in Frage, also stürzt sich das Duo kopfüber in die Unterwelt Londons. Zwischen Geheimgesellschaften, übernatürlichen Wesen und handfester Detektivarbeit begegnet ihnen das schmutzigste Geheimnis der Bibliothek – und plötzlich sind ihre Leben und die Realität selbst in Gefahr. Von wegen langweiliges Dasein einer Bibliothekarin.

 

Bücherwürmer lieben Bücher, die von Büchern handeln. Soweit richtig? Okay. Das heißt aber nicht, dass wir wahllos über jeden Roman in Begeisterungsstürme ausbrechen, der Bücher, Bibliotheken oder das Lesen thematisiert. Ich fand „The Invisible Library“ mittelmäßig, obwohl die Idee des Buches bzw. der Reihe selbstverständlich toll ist. Reisen in alternative Welten, eine gigantische Bibliothek, die außerhalb von Zeit und Raum existiert und die berufliche Jagd nach seltenen Büchern. Der feuchte Traum jeder Leseratte. Zumindest einzeln. Die Kombination dieser Komponenten empfand ich als schwierig, unter anderem, weil Genevieve Cogman ihren Ansatz selbst kritisiert.
Die Bibliothekar_innen der Unsichtbaren Bibliothek sichern literarische Werke, um sie zu bewahren. Bin ich die einzige, die diesen Beweggrund für das Entwenden eines Buches aus einem Alternativuniversum irgendwie dünn, egoistisch und verantwortungslos findet? De facto stehlen die Bibliothekar_innen, da gibt es nichts zu beschönigen. Nicht einmal die Protagonistin Irene kann überzeugend rechtfertigen, dass sie in fremde Welten eindringt, um dort einen Diebstahl zu begehen. Direkt darauf angesprochen, stammelt sie eine unzusammenhängende und offenbar auswendig gelernte Antwort, in der meines Erachtens nach leise Kritik seitens der Autorin mitschwingt. Bewahrt die Unsichtbare Bibliothek nur um des Bewahrens willen? Entspricht das nicht der Definition von sinn- und ziellosem Horten? Wie viele Bücher befinden sich in ihren Regalen, die nach der Sicherung nie wieder angefasst wurden? Was passiert, wenn ein Buch gestohlen wird, das für die Zukunft der alternativen Welt bedeutsam ist? Grundsätzlich gefiel es mir, dass Cogman die Ethik der Unsichtbaren Bibliothek in Frage stellt, ich kann allerdings nicht leugnen, dass ich dadurch den Eindruck gewann, dass sie ihrem eigenen Entwurf nicht so recht traute oder nicht zu 100 Prozent von ihm überzeugt war.
Außerdem glaube ich, dass Irene nur einen Bruchteil dessen weiß, was hinter der erhabenen Fassade der Bibliothek vor sich geht. Normalerweise verpflichten sich Bibliothekar_innen für die Ewigkeit. Während ihrer Mission begegnet Irene jedoch ein Aussteiger, jemand, der sich von der Bibliothek abwandte. Die Frage, die sich aufdrängt, ist, warum diese Person ausstieg. Warum verließ er die Bibliothek? Angesichts der Loyalität, Leidenschaft und Hingabe, die scheinbar alle Bibliothekar_innen empfinden, fiel diese Entscheidung garantiert nicht grundlos oder leichthin. Leider hinterfragt Irene seine Motivation nicht, weil sie die Jagd nach dem Buch pausenlos in Atem hält.
„The Invisible Library“ ist äußerst tempo- und actionreich und verströmt eine gute Portion des Charmes einer Detektivgeschichte à la „Sherlock Holmes“. Ich mochte die etwas altmodische Ausstrahlung der Geschichte, hätte mir allerdings gewünscht, dass Cogman sich mit der Atmosphäre des alternativen Londons mehr Mühe gegeben hätte. Ich hatte Schwierigkeiten, mir die Unterschiede zur reellen Stadt vorzustellen, weil mir die Beschreibung der viktorianisch angehauchten Steampunk-Version oberflächlich und skizzenhaft erschien. Insgesamt fand ich das Konzept der Stadt auch etwas unkreativ. Alles schon tausend Mal dagewesen. Wieso nicht eine völlig neue Variante erschaffen?

 

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, „The Invisible Library“ zu lesen, weil euch beispielsweise „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer begeisterte, muss ich euch leider enttäuschen. Dieser Reihenauftakt weist längst nicht das gleiche Maß an liebevoller, inspirierender Konstruktion auf. Ich fand das Buch ganz nett und unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Trotz dessen warf die Lektüre so viele Fragen auf, dass ich beschlossen habe, dem Nachfolger „The Masked City“ eine Chance zu geben. Ich bin neugierig. Ich möchte wissen, ob Genevieve Cogman die Kritik an der Ethik der Unsichtbaren Bibliothek weiterverfolgt und Irene weitere Geheimnisse aufdecken lässt, die ihre Ergebenheit auf die Probe stellen. Vielleicht braucht die Reihe einfach ein wenig Anlauf, bis sie richtig in Fahrt kommt.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/04/07/genevieve-cogman-the-invisible-library
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review 2017-02-19 08:07
The Invisible Library by Genevieve Cogman
The Invisible Library - Genevieve Cogman

The first installment of an adventure featuring stolen books, secret agents and forbidden societies - think Doctor Who with librarian spies!

Irene must be at the top of her game or she'll be off the case - permanently...

Irene is a professional spy for the mysterious Library, which harvests fiction from different realities. And along with her enigmatic assistant Kai, she's posted to an alternative London. Their mission - to retrieve a dangerous book. But when they arrive, it's already been stolen. London's underground factions seem prepared to fight to the very death to find her book.

Adding to the jeopardy, this world is chaos-infested - the laws of nature bent to allow supernatural creatures and unpredictable magic. Irene's new assistant is also hiding secrets of his own.

Soon, she's up to her eyebrows in a heady mix of danger, clues and secret societies. Yet failure is not an option - the nature of reality itself is at stake.

**********


THE INVISIBLE LIBRARY is a book that I've been curious to read for a while now and I was quite happy when I got the chance to read it. I mean how can you not, if you are a bookworm, find the description of the book tantalizing? A Library that collects fiction from different realities. The book is intriguing right from the start as we get to know Irene who is on a mission to retrieve or rather steal a book. Finding rare books is what Irene and others that work for the Library do, they blend in and steal books and especially rare books that only exist in one reality or differ in another reality.

 
READ THE REST OF THE REVIEW OVER AT FRESH FICTION!
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review 2017-02-15 19:59
The Burning Page / Genevieve Cogman
The Burning Page - Genevieve Cogman

Librarian spy Irene has professional standards to maintain. Standards that absolutely do not include making hasty, unplanned escapes through a burning besieged building. But when the gateway back to your headquarters dramatically malfunctions, one must improvise. And after fleeing a version of Revolutionary France astride a dragon (also known as her assistant, Kai), Irene soon discovers she's not the only one affected. Gates back to the Library are malfunctioning across a multitude of worlds, creating general havoc. She and Kai are tasked with a mission to St Petersburg's Winter Palace, to retrieve a book which will help restore order.

However, such plans rarely survive first contact with the enemy - particularly when the enemy is the traitor Alberich. A nightmare figure bent on the Library's destruction, Alberich gives Irene a tainted 'join me or die' job offer. Meanwhile, Irene's old friend Vale has been damaged by exposure to Chaotic forces and she has no idea how to save him. When another figure from her past appears, begging for help, Irene has to take a good hard look at her priorities. And of course try to save the Library from absolute annihilation. Saving herself would be a bonus.

 

I was so frustrated with the ending of The Masked City, I could hardly wait to get my hands on this, book three of the series. The Burning Page answered the hanging questions from TMC and plunges the reader into more Library adventures with Irene and Kai.

Thankfully, this volume ends on a better note for me—the story is wrapped up, although there is definitely room for more adventures (which I shall await impatiently). This installment has fewer Fae in it (a minus for me) but gets Irene back to the fundamentals of being a Librarian, i.e. the pursuit of rare books (definitely a plus).

I love the Library’s determined neutrality—they refuse to support either the forces of Chaos or those of Order, knowing that the optimum state is a balance in between those two poles. Like real libraries do, actually, trying to support the needs of their community, no matter which political party is currently forming government, while defending free speech, free flow of information, and freedom from censorship.

I do hope that Irene and Vale manage to overcome their issues to become a couple in the next book (although if he is a Sherlock-Holmes-kind-of-guy, this may be a doomed relationship). Four books is an awful long distance to draw out the suspense of this courtship. And Kai is hinting that he’s in the running too, so will Irene have to deal with some awkward workplace romance? And will she regain her standing within the Library hierarchy, or is she doomed to probation forever? Perhaps The Lost Plot will answer some of my questions.

I’m ever so glad that I discovered this series—it is highly entertaining and I will be sad when I’ve finished reading it. Thankfully, that point seems to be some distance in the future right now, with books 4 and 5 promised, but no dates for publication yet available.

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review 2017-02-03 03:05
Invisible Library series is ridiculously fun
The Burning Page - Genevieve Cogman

My latest at B&N SciFi.

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