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review 2016-09-20 09:55
Mehr als man sieht, mehr als man denkt - auf den 2. Blick
Das Leben ist ein listiger Kater: Roman - Armin Hauser,Claudia Kalscheuer,Marie-Sabine Roger

Originaltitel: Bon Retablissmement
Verlag:           Hoffmann & Campe
Format:          Audio CD, ungekürzte Lesung
Umfang:         4 h 12 min
Erschienen:  11. März 2014
Sprecher:       Armin Hauser

auch als Hardcover erschienen bei Atlantik Verlag im März 2014 und als Taschenbuch erschienen bei DTV im April 2015


Inhalt:
Zum Leben ist es nie zu spät 

Jean-Pierre wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Er ist in die Seine gefallen, ein junger Mann hat ihm das Leben gerettet. Jetzt liegt er im Krankenhaus, ein Alptraum für den menschenscheuen Einzelgänger. Über zu viel Besuch kann sich der verwitwete Rentner "ohne Kinder oder Hund" eigentlich nicht beklagen. Aber alleine ist er trotzdem nie, ständig fällt ihm jemand auf die Nerven: Die vierzehnjährige Maëva hat es auf seinen Laptop abgesehen, um "schnell mal Facebook zu checken". Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in der Seine gelandet ist - und schon bald entdecken die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft für Schwarzweißfilme. Der gutherzigen Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat. Allen zusammen gelingt es nach und nach, Jean-Pierre zurück ins Leben zu holen - und für einen Neuanfang ist es bekanntlich nie zu spät. 
(Quelle: Hoffmann & Campe)


Meine Meinung:
Jean-Pierre ist ein alter Griesgram. Er hat sein Leben gelebt und erwartet nicht mehr, als er sich plötzlich im Krankenhaus wiederfindet. Nach einem Unfall ist er fast bewegungslos und mehr als unleidlich, im Krankhaus erwacht - hat er nur noch eine Möglichkeit. Er blickt auf seine Gegenwart, seine Vergangenheit und seine Umgebung. Dabei schwankt er zwischen dem verklärten Blick auf sein vergangenes Leben und dem resignierten Blick auf seine Gegenwart. Er blickt auf seine Umgebung mit dem Vorurteil der durch die "Weisheit" des Alters kommt, durch eine Abstand eines am Rande der Gesellschaft lebendes alten Mann und er füllt sich wohl mit seinem Blick mit unpersönlichem Abstand. Dabei entdeckt er tatsächliche Wahrheiten und scheinbare Wahrheiten und er wird in das Leben hinein gezogen, das was er in der letzten Jahren versucht hat zu vermeiden.

Ob unbeteiligte Ärzte, Schwestern im Pflegewahn, oder nerviger Familienbesuch - das Leben lässt sich nicht auf Abstand halten. Der junge Polizist Maxine, der Student/Protituierte Camille, die minderjährige Mutter Maeva und die Krankenschwester Myiriam ziehen Jean-Pierre in ein Leben hinein mit dem er nicht zu tun haben wollte. Ein Leben, mit dem er nichts mehr zu tun haben wollte. Ein Leben, in dem man hinter die Kulissen blickt und in dem man sich um andere Menschen sorgt und kümmert. Er muss erkennen, das das Leben nicht stehen bleibt, das nichts so bleibt wie es war und das man em Leben nicht entkommen kann.
"Illusionen sind nur dazu da verloren zu gehen." Marie-Sabine Roger - Das Leben ist ein listiger Kater
Durch die Menschen, die sich jetzt mehr oder weniger in sein Leben drängen, fängt er an, wieder auf die Dinge in seinem Leben zu blicken, die ihn mit Stolz erfüllten, die ihn beschämten, die ihn geprägt haben, die ihm Angst gemacht haben. Und er fängt sich an zu fragen, ob er wirklich so aufgeklärt und allwissend ist, wie er glaubt. 

Voller Ironie, Selbstironie, Erkenntnis und Erwachen mit einer Prise Humor, die Jean-Pierre garantiert nicht selbst zugeben würde, erzählt die Autorin und der Sprecher die Geschichte eines abgeklärten und auch verhärmten Mannes, der noch im weisen Alter erkennen muss, das man nie auslernt, das man nie über Menschen vorschnell urteilen soll und das das Leben noch unglaublich viel bietet. 

Im Laufe der vielen Tage und Wochen, wird aus dem hartem Griesgram ein weicher und verständlicher älterer Mann mit neuem Blick auf das Leben und die Menschen. 

Fazit: Ein Buch über das Leben, über Etappen und darüber, das Menschen mehr sind, als der erste Blick sieht - das das Leben nie zu Ende ist, das man immer am Beginn etwas Neuen steht.
Source: schnuffelchensbuecher.blogspot.de/2016/08/marie-sabine-roger-das-leben-ist-ein.html
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review 2016-05-14 05:47
Horror-Futter
Breed - Moritz Pliquet,Hoffmann und Campe,Chase Novak

Das hippe New Yorker Ehepaar Leslie und Alex ist verzweifelt. Trotz Diäten, Therapien, künstlicher Befruchtung und Selbsthilfegruppen will der Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung gehen. 
Bis sie von einer neuartigen Behandlungsmethode eines Kinderwunschspezialisten in Slowenien hören und darin ihre letzte Chance sehen.

Das war mal eine verquerte Horrorgeschichte, die teilweise sehr innovativ gestaltet war, auf der anderen Seite aber im Lauf der Handlung an Tiefe verloren hat.

Zu Beginn der Geschichte lernt man Leslie und Alex kennen. Sie sind ein gut betuchtes Ehepaar und stehen im Großen und Ganzen auf der Sonnenseite des Lebens. Bis auf diesen unerfüllten Kinderwunsch eben, der bei beiden doch ziemlich an den Nerven nagt. Zuerst erfährt man, welchen seltsamen Praktiken sie sich schon unterzogen haben, wie sie mit der ungewollten Kinderlosigkeit umgehen, dabei trotzdem die Freude am gemeinsamen Leben bewahren und erst nach und nach am Rand der Verzweiflung sind.

Gerade als Leslie aufgeben will, hören sie von dem Wunderknaben in Slowenien, der eine erstaunliche Erfolgsquote bei seinen Patienten vorzuweisen hat, und sogar bei ihnen eine kleine Sensation vollbringt.

Der erste Teil um Leslie und Alex hat mir sehr gut gefallen. Novak beschreibt das toughe Ehepaar mit all seinen Wünschen und Hoffnungen, wie sie manchmal an sich selbst zweifeln, dennoch weiterhin die Freude an ihrem Dasein behalten. 

Der Horrorteil beginnt mit Leslies Schwangerschaft. Daher denke ich, dass es bestimmt keine bevorzugte Lektüre für Frauen ist, die gerade ein Kind erwarten. Denn was alles mit Leslies Körper geschieht, möchte man sich im Normalzustand schon nicht wirklich vorstellen, und sicherlich erst recht nicht, wenn man in anderen Umständen ist.

Der weitere Teil der Handlung ist 10 Jahre später anberaumt. Auch hier nimmt der Autor einen guten, horrormäßigen Faden auf, ließ mich als Leser rätseln, wundern und hat mir das Grausen gelehrt. Doch dann knickt sie irgendwie ein und wird nicht mehr so geradlinig und spannend wie zuvor fortgesetzt. Denn auf einmal steht eine eher sinnlose Jagd im Vordergrund, auf die ich mir auch im Nachhinein keinen richtigen Reim machen kann. Obwohl die Handlung im vorletzten Abschnitt noch einmal enorm an Spannung gewinnt, konnte sie meiner Ansicht nach nicht mehr ganz die Kurve kriegen.

Richtig enttäuscht war ich zu guter Letzt vom Ende des Romans. Es kommt so abrupt und lässt den Leser mittendrin stehen, dass ich es mir noch einmal anhören musste, weil ich dachte etwas verpasst zu haben. Es hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen. Dabei ist es nicht einmal ein bösartiger Cliffhanger, wie man ihn manchmal kennt, doch trotzdem fehlt mir ein runder Abschluss, weil es eben auf diese Art für mich als Leser nicht zu Ende sein kann.

Obwohl es thrillermäßiger Horror ist, hat man es auch mit Splatterelementen zutun. Es gibt viel Blut, grausige Happen, bei denen einem der Appetit vergeht und ist daher für empfindliche Gemüter eher ungeeignet, auch wenn diese Szenen nicht die Oberhand gewinnen.

Insgesamt hat „Breed“ beachtliches Potential, das meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft worden ist. Die Grundlage des Romans finde ich großartig, doch leider lässt die Handlung immer mehr nach, bis sie allzu plötzlich zu Ende ist. Wer allerdings neugierig auf diese meist widerliche Horror-Mahlzeit ist, sollte sich nicht den Appetit verderben lassen und einfach zugreifen, denn der Grundriss des Romans ist es auf jeden Fall wert. 

 

© NiWa

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2015-11-21 06:19
Eigentlich nicht schlecht...
Der Wörterschmuggler - Natalio Grueso,Stéphane Bittoun,Hoffmann und Campe

Bis zur Hälfte eine wunderschöne Geschichtensammlung...

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review 2015-02-15 10:17
ein wunderbares Buch, dass seinen Leser verzaubert und überrascht
Liebe mit zwei Unbekannten - Antoine Laurain,Claudia Kalscheuer

Antoine Laurain: Liebe mit zwei Unbekannten
Atlantik Verlag | 239 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: La femme au carnet rouge

 

ZITAT

Wenn es eine Sache gab, die die Pubertät ausmachte, dann die Lachanfälle. Später lacht man nie mehr auf diese Art. Die jähe Erkenntnis, dass die Welt und das Leben vollkommen absurd sind, löst diese Lachkrämpfe bis zur völligen Atemlosigkeit aus, während der gleiche Gedanke einem zwanzig Jahre später nur noch einen ergebenen Seufzer abringen kann.

 

+ EINSTIEG
Als erstes wird man als Leser Zeuge des Überfalls auf Laure. Das hat mir als Anfangsszene gut gefallen, weil nicht lange herumgeschwafelt wurde, sondern das Buch gleich mit der auslösenden Situation anfängt. Laure steht auf einmal ohne ihre Handtasche da und muss nun überlegen was sie machen soll, denn in ihrer Handtasche befand sich nicht nur ihre Geldbörse und ihre Haustürschlüssel, sondern praktisch ihr ganzes Leben.

 

+ SCHREIBSTIL
Der Autor hat einen sehr angenehmen leichten Schreibstil. Er verwendet kurze und einfache Sätze. Ich bin praktisch nur so durch die Seiten geflogen und habe Laurents und Laures Geschichte inhaliert. Antoine Laurain versteht sich darauf die Geschichte gefühl-, und humorvoll zu gestalten ohne auf bestimmte Stereotype oder Klischees zurückzugreifen. Der auktorialen Erzähler passt wie angegossen, so konnte man nicht nur in Laures und Laurents Gefühlswelt blicken, sondern zum Beispiel auch in die des Schriftstellers Frédéric Pichier, ohne einem ständigen Perspektivenwechsel ausgesetzt zu sein.

 

+ CHARAKTERE
Ich bin selber ein bisschen verliebt in Laurent. Laurent ist kein männlicher Protagonist, wie man ihn aus jedem zweiten Liebesroman kennt. Laurent ist anders. Er wird weder als herausragend attraktiv beschrieben, noch ist er wahnsinnig erfolgreich. Laurent konnte mich von sich überzeugen, weil er einfach so normal wirkt. Er war nicht immer zufrieden mit seinem Leben und hat daran etwas geändert, jetzt ist er Buchhändler mit einer kleinen Wohnung über dem Geschäft. Er scheint zufrieden zu sein. Bis er Laures Handtasche findet. Über die weibliche Protagonistin Laure erfährt der Leser nicht so viel wie über Laurent. Man weiß am Anfang nicht viel mehr als er und beginnt sich mit Laurent auf die Suche nach ihr und kommt ihr somit immer näher. Auch am Ende des Buches weiß der Leser nicht sehr viel über sie, aber für mich hat das sehr gut gepasst.

 

+ SETTING
Eigentlich waren die Örtlichkeiten in der Geschichte nicht wirklich wichtig, aber es kam doch sehr deutlich heraus, dass die Geschichte in Frankreich spielt. Vor allem dadurch, dass Worte wie "Lycée" (dt. Gymnasium) nicht mit übersetzt wurden, habe ich mich gefühlt als wäre ich gerade mitten in Frankreich. Die Beschreibung der kleinen Cafés und Buchhandlungen war so schön, ich habe mich sehr wohl gefühlt.

 

+ VERLAUF
Was soll ich sagen, ich liebe dieses Buch. Zu Beginn des Buches erfährt man, wie ich schon sagte, auf welche Art und Weise Laures Handtasche abhanden kommt. Danach geht es viel mehr um Laurent, der ihre Handtasche findet und sich auf die Suche nach der Unbekannten macht. Das sympathische daran ist, dass er sie nicht einfach so findet, er muss sich wirklich Mühe geben und ja, vielleicht hat er einen Geistesblitz, aber ich finde der ist nicht abwägig. Insgesamt fand ich den Verlauf einfach nur schön. Man begleitet Laurent nicht nur auf die Suche nach der Frau sondern durch sein ganzes Leben mit allen Schwierigkeiten, beispielweise seine Tochter, die ganz schön pfiffig ist oder sein Leben als Buchhändler, das mich fasziniert hat.

 

+ ENDE
Was für ein schönes Ende. Ich glaube, ich habe selten so ein passendes, rundes, alles zusammenfassendes Ende gelesen. Ich fand das einfach nur gut. Ich will gar nicht so viel darüber verraten. Ihr solltet es selber lesen und euch genau darüber freuen wie ich. Ich würde mir mehr solches Ende für Bücher wünschen.

 

BEWERTUNG: Note 1!
Ich liebe dieses Buch! Jeder, der gerne Liebesgeschichten liest, sollte diese auf jeden Fall lesen. Das Buch glänzt durch sympathische klischeefreie Charaktere, einen leichten, gefühl-, und humorvollen Schreibstil, eine mehr als passende Umgebung, einen Verlauf der mein Herz höher schlagen ließ und ein wunderbares, ich möchte sagen perfektes Ende. Absolute Leseempfehlung.

 

KOMMENTARFRAGE
Wie wichtig ist euch das Setting?
Ich muss gestehen, dass mir das Setting meistens vor allem bei Liebesromanen und Thrillern nicht so sehr wichtig ist, anders sieht das natürlich in Dystopien oder Fantasy Romanen, wie Harry Potter aus. Der Liebesroman kann für mich in Stadt xyz spielen, das ist mir eigentlich nicht besonders wichtig, auch wenn eine Stadt wie Paris natürlich sehr passend ist für dieses Genre.

Source: www.lottasbuecher.de/2015/02/antoine-laurain-liebe-mit-zwei.html
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