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review 2017-12-13 11:01
Er ging Zigarettenholen
Frankenstein - Mary Shelley

„Frankenstein“ (Untertitel: „The Modern Prometheus“) von Mary Shelley ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre, interessiert man sich für Fantastik- und Science-Fiction-Literatur. 1818 anonym erstveröffentlicht, entwickelte es sich zu Shelleys bekanntestem Werk, das die Pop-Kultur wie kein zweites prägte. Die damals 18-jährige Autorin wurde von einem Albtraum inspiriert, der sie 1816 heimsuchte, während sie in Begleitung ihres Ehemannes Percy Bysshe Shelley und ihrer Stiefschwester Claire Clairmont Lord Byron in Genf besuchte. Bis heute ist umstritten, welche Einflüsse Mary Shelleys Traum auslösten, es scheint jedoch sicher, dass der in der Gruppe diskutierte Galvanismus ein entscheidender Faktor war. Für mich spielt es letztendlich keine Rolle, warum Shelley die Geschichte des Wissenschaftlers Victor Frankenstein niederschrieb – ich freue mich einfach, dass ich sie 200 Jahre später lesen kann.

 

Von Kindesbeinen an wird Victor Frankenstein von seinem unstillbaren Verlangen nach Erkenntnissen getrieben. Sein Wissensdurst ist grenzenlos. Er trachtet danach, die Geheimnisse von Leben und Tod zu entschlüsseln. Als Student in Ingolstadt profitiert er von den jüngsten Ergebnissen der modernen Forschung des 19. Jahrhunderts. Erfüllt von fieberhaftem Ehrgeiz gelingt ihm, wozu nur Gott fähig sein sollte: die Belebung toten Fleisches. Berauscht erschafft Frankenstein die unheilige Kopie eines Menschen. Doch seine Schöpfung entpuppt sich als abstoßend, monströs. Angewidert von der Frucht seiner Arbeit wendet sich Frankenstein ab. Die Ablehnung seines pervertierten Kindes wird ihm zum Verhängnis, denn das Monster weigert sich, seine Zurückweisung zu akzeptieren. Verbunden durch gegenseitigen Hass beginnen Schöpfer und Schöpfung einen tödlichen Tanz, der sie bis ans Ende der Welt führt.

 

„Frankenstein“ von Mary Shelley gilt als der erste Science-Fiction-Roman der Geschichte. Es ist immer schwierig, einen Klassiker, der so großen Einfluss auf Literatur und Kultur hatte, zu rezensieren. Oberflächlich scheint „Frankenstein“ lediglich der Unterhaltung zu dienen; erst in der Tiefe offenbaren sich zahlreiche elementare Themen, die sich um die zentrale Schöpfungsgeschichte des namenlosen Monsters herumranken. Dadurch entsteht eine verblüffende Ambiguität, die eine gradlinige Einteilung in Gut und Böse strikt verweigert. Die psychologisch konsequente, realistische Konstruktion der Protagonisten erlaubt der Geschichte, weit über diese engen Dimensionen hinauszuwachsen. „Frankenstein“ enthüllt sich als Tragödie dunkelster Couleur, die unausweichlich fatal enden muss. Ich war in vielerlei Hinsicht von der Lektüre überrascht. Am meisten erstaunte mich, dass ich Victor Frankenstein seinem Monster vorzog. Ich bin vom Gegenteil ausgegangen. Ein Grund ist sicher die Ich-Perspektive des ehrgeizigen Wissenschaftlers, doch diese Erklärung genügt nicht, um meine Schwierigkeiten mit dem Monster zu determinieren. Obwohl ich den Status der Kreatur als einsame, enttäuschte und verlassene Schöpfung anerkenne und objektiv Mitgefühl empfinde, stieß mich ihre aggressiv-explosive Seite ab. Das Monster ist kein rehäugiger, sanfter Galan, es wird von Zorn und Rachsucht beherrscht. Selbstverständlich sind diese Gefühle gerechtfertigt, aber die Verbissenheit, mit der es eine tödliche Fehde mit Frankenstein provoziert, erschien mir kleingeistig, selbstzerstörerisch und seines intellektuellen Potentials nicht würdig. Anstatt die Zurückweisung seines Schöpfers als Chance zu interpretieren und seine miserable Existenz eigenständig zu verbessern, reagiert es jähzornig und gewalttätig, wenn seine plumpen, ungelenken Versuche, Kontakt mit der Gesellschaft aufzunehmen, scheitern und versteift sich auf die widerwärtig egoistische und gewissenlose Idee, Frankenstein schulde ihm eine Gefährtin. Als dieser ablehnt, gewinnt der obsessive Hass des Monsters auf seinen Schöpfer die Oberhand. Aufgrund dieser Negativentwicklung war ich nicht in der Lage, mich dem Monster emotional zu nähern. Das heißt jedoch nicht, dass ich Victor Frankenstein als Opfer betrachte. Von Arroganz geblendet und frei von Demut schwingt er sich eigennützig zum Schöpfer auf, leugnet seine menschliche Fehlbarkeit, die ihm erst der erschreckende Anblick seiner Schöpfung vor Augen führt. Er bereut, dass er keinen Menschen nach seinem Abbild formen konnte. Er bereut nicht, sich überhaupt an der Schöpfung vergangen zu haben. Er ist sich bis zum Ende keiner Schuld bewusst, spricht sich von jeglicher Verantwortung frei und weigert sich, sein Versagen hinsichtlich seiner bizarren Elternrolle einzugestehen. Mit seiner gleichgültigen Grausamkeit verdammt er das Monster und sich selbst unwiderruflich. Die Sünde, seine Schöpfung im Stich zu lassen, ist unverzeihlich. Victor Frankenstein ist ein Vater, der Zigarettenholen ging und nie zurückkehrte.

 

Mary Shelley war ihrer Zeit weit voraus. Nicht nur literarisch, als Begründerin eines komplett neuen Genres, sondern auch gesellschaftsphilosophisch. „Frankenstein“ ist eine anregende Diskussion des Rechts auf Leben, der Position des Individuums in der Gesellschaft und des Grabens zwischen Schöpfer und Schöpfung. Obwohl Mary Shelley keine überragende Autorin war, kaschierte sie ihre Schwächen elegant und wirkungsvoll, indem sie sich hinter ihrer Geschichte völlig zurücknahm und ihren Figuren bescheiden das Rampenlicht überließ. Für mich war die Lektüre interessant und wertvoll, weil sie mir die ursprüngliche Form der Legende des Victor Frankenstein fernab von verfälschten Verfilmungen näherbrachte, die Erzählung, die der historische Beginn der Science-Fiction war. Ich hoffe, dass Mary Shelley im Jenseits beobachten kann, wie viel sie für die (weibliche) Literatur getan hat und sich daran erfreut, dass ihr Roman, der einst einem Albtraum entsprang, 200 Jahre nach seinem Erscheinen noch immer gelesen wird.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/12/13/mary-shelley-frankenstein
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review 2015-12-12 11:15
Mit Hoodoo und Bullshit wird's schon gehen!
Aloha from Hell - Richard Kadrey

Richard Kadrey ist mein Lieblings-Urban-Fantasy-Autor. Er ist einfach der Beste, wenn es darum geht, harte, witzige, makabre Geschichten zu schreiben, die Magie und Übernatürliches in unsere Welt katapultieren. Bei ihm gibt es keine glitzernden Vampire, keine schmusigen Werwölfe und erst recht keine jungen Frauen, die sich in all ihrem Herzschmerz mit Wonne suhlen. Seine Welt ist die Welt von James Stark aka Sandman Slim, mäßig begabter Hexer, Nephilim und Ex-Höllengladiator. Er ist nicht nett, er hat ein Alkoholproblem und sein Motto lautet „Mit Hoodoo und Bullshit wird’s schon gehen“. Kurz gesagt: ich liebe ihn! „Aloha from Hell“ ist der dritte Band der Reihe und ich freute mich riesig auf ein Wiedersehen mit Stark, seinen Gefährten und seinen Feinden!

 

Wieder einmal regiert die Langeweile in Starks Leben. Das Golden Vigil ist zerschlagen und Luzifer kehrte in den Himmel zurück. Seit er Los Angeles abermals rettete, war Stark brav und arrangierte sich mit dem Engel in seinem Kopf. Aber Stark wäre nicht Stark, hätte er nicht noch ein paar offene Rechnungen, die beglichen werden wollen. Da sich Luzifer kurzerhand aus dem Staub machte, versinkt die Hölle dank Mason im Chaos. Das könnte Stark natürlich egal sein, hätte Mason sich nicht mit Aelita verbündet, die weiterhin der fixen Idee nachjagt, Gott zu töten. Gemeinsam planen sie, Himmel und Hölle zu zerstören und dabei auch gleich noch Stark zu beseitigen. Sie spielen seine größte Schwachstelle gegen ihn aus und entführen Alice aus dem Himmel. Stark hat keine Wahl. Er muss ein weiteres Mal in die Hölle hinabsteigen. Sandman Slim kehrt heim.

 

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Buch aufschlagt, ein paar Sätze lest und es ist wie nach Hause kommen? So empfinde ich die Bände der „Sandman Slim“ – Reihe. Ich habe stets das Gefühl, Stark so gut zu kennen, als wäre er mein Freund, mit dem ich mich regelmäßig auf ein Bier treffe. Er erzählt mir von seinen Abenteuern und obwohl ich mir recht gut vorstellen kann, worauf seine Geschichten hinauslaufen, überrascht er mich doch jedes Mal mit den Details. Er ist ein Bastard, aber ein Bastard, den man einfach lieben muss. Manchmal vergesse ich, dass er nicht real ist, denn er ist so realistisch und greifbar gezeichnet, dass ich mich ihm ungeheuer nah fühle. Für mich ist es genau das, was die Reihe auszeichnet. In der Urban Fantasy bekommt man es oft mit Charakteren zu tun, deren Eindimensionalität durch eine actiongeladene Handlung vertuscht werden soll. Richard Kadrey hingegen vereint Action, fiesen Galgenhumor und einen psychologisch vielschichtigen Protagonisten zu einem stimmigen Gesamtbild. Stark ist unter seiner harten Schale noch immer verloren und ziellos. Daher habe ich mich über seine Rückkehr in die Hölle überhaupt nicht gewundert. Offiziell steigt er natürlich nur hinab, um Alice zu retten, aber inoffiziell war es lediglich eine Frage der Zeit, wann er das Leben auf der Erde nicht mehr ertragen würde. Stark findet keinen Lebenssinn. Die Arena und die Spielregeln der Hölle waren mehr als 10 Jahre seine Welt und so sehr er es auch zu leugnen versucht, diese Welt ist ihm vertrauter als unsere. Er ist noch immer nicht über Alice hinweg und kann nicht loslassen. Mir war gar nicht klar, wie unheimlich präsent sie all die Zeit über in seinen Gedanken war; das wurde mir erst bewusst, als er ihr in der Hölle begegnet. Sie hat nichts von all dem mitbekommen, was Stark jahrelang erlebt hat und erdulden musste – und doch war es für mich so, als wäre sie da gewesen, weil sie eben nie aus seinem (Unter-)Bewusstsein verschwunden ist. Dass Kadrey ihre emotionale Verbindung auf eine Weise herausarbeitete, die sogar mich vergessen ließ, dass Alice seit vielen Jahren tot ist, spricht von einem Talent, das wirklich beeindruckend ist.
Trotzdem sehe ich „Aloha from Hell“ nicht völlig unkritisch. Ich fand, dass Kadrey die Szenen in der Hölle zu schnell abhandelte. Im Vergleich zum Vorgeplänkel war mir dieser Part zu kurz und etwas zu unübersichtlich. Ich weiß zwar, dass Kadrey großen Spaß daran hat, seine Leser_innen vor vollendete Tatsachen zu stellen, sie zu schockieren und ihnen Haarsträubendes um die Ohren zu schlagen, ohne eine Erklärung abzugeben, aber da die Hölle für Stark ein Ort ist, mit dem er viele widerstreitende Gefühle verbindet, hätte ich mir mehr Tiefe in der Handlung gewünscht. Außerdem verschenkte Kadrey meiner Meinung nach einiges an Potential, indem er ein Zusammentreffen mit einer faszinierenden Persönlichkeit aus der Geschichte oberflächlich und beiläufig gestaltete.
Letztendlich hatte ich aber doch wieder eine Menge Spaß mit Stark. „Aloha from Hell“ ist vielleicht nicht perfekt, mein Lesevergnügen war jedoch enorm. Und darauf kommt es schließlich an.

 

Ich hoffe wirklich, dass Richard Kadrey nie aufhört, „Sandman Slim“ – Romane zu schreiben. In Kombination bieten Stark und seine übernatürliche Welt eine schier endlose Fläche zur Entwicklung, eine bunte Spielwiese, auf der jede noch so obszöne Idee ein Plätzchen finden kann. Ich hoffe, Kadrey schreibt sie alle auf. Ich möchte mich niemals von Stark verabschieden müssen. Irgendwann wird sich das vermutlich nicht vermeiden lassen, doch noch ist es nicht so weit.
Das Großartige an dieser Reihe ist, dass sie so unberechenbar ist, obwohl man vor dem Lesen genau weiß, worauf man sich einlässt. Stark ist ein Wirbelwind aus chaotischer Energie, der am Beginn einer Geschichte selbst nie weiß, wo er landen wird.
Kadreys Reihe ist eine Bereicherung für die Urban Fantasy – es ist eine Schande, dass sie so unbekannt ist. Darum kann ich euch nur einen Rat geben: geht los, kauft einen „Sandman Slim“ – Roman und lernt meinen Freund Stark kennen!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/12/12/richard-kadrey-aloha-from-hell
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review 2013-08-13 17:59
"Verschenke dein Herz nicht an jene,die es wie Dreck behandeln"
Breakaway: Gefühle kann man nicht leugnen - Alec Cedric Xander

"Manchmal ist Schweigen der lauteste Schrei. Wer aber so tut, als ob er schreien würde, um das Schweigen zu überspielen, kann leicht durchschaut werden."



Kyle: ein unsicherer, 15 jähriger Teenager muss die 9. Klasse wiederholen.
Im letzten Schuljahr meinte man es nicht  wirklich gut mit ihm .
Er wird gemobbt und was das mit einem jungen Menschen anrichten kann,hört und sieht man zu Genüge in der Realität.
Und alles nur , weil er einen Jungen einen Brief geschrieben hat, in dem er diesem gestand,dass er ihn gut findet und somit seine Homosexualität ans Tageslicht kommt.
Nachdem der Junge den Brief in der Klasse weiterreicht, ist Kyle die Lachnummer der ganzen Klasse, worauf er keinen Kopf mehr für Schule hat und sich häufig vom Unterricht fernhält. Somit kommt eins zum anderen und er muss die Klasse wiederholen.
Erst  mit dem Neuanfang in der neuen Klasse findet er wieder Anschluss, fühlt sich wohl und es läuft ganz gut.Doch nur unter einer Vorraussetzung , indem er von nun an seine Orientierung zu Jungs geheim hält und versucht dem zu entsprechen, was andere für "normal" halten.

"Lebe das Leben der anderen, um anerkannt zu werden. Nur so kann ich dem Stress entkommen"

Auch wenn er sich so nicht wohl fühlt, so bleiben ihm immerhin die fiesen Mobbingattacken seitens der Mitschüler erspart.
Er  verdrängt seine Gefühle und baut eine Fassade auf damit das neue Jahr nicht wieder zum reinsten Horror - Albtraum wird.
Doch alles kommt durcheinander als dieser smarte Südländer Adam Dragora in seine Klasse stößt .

Adam: , 14 Jahre alt, spanischer Herkunft, ist von Anfang an gleich hin und weg von Kyle.
Mehr oder weniger unauffällig versucht er alles,um den schönen Blonden auf sich Aufmerksam zu machen,jedoch ohne Erfolg.
Er findet ihn toll und kann garnicht genug von ihm bekommen.
Doch wirklich deuten kann Adam seine Gefühle von sich nicht. Immerhin ist er ja noch mitten in der Pubertät und somit am Anfang seiner Orientierungsphase.
Trotzdem merkt er, dass er anders ist. An Mädchen hat er keine Interesse,was seine Mutter Lucia rasend macht.
Nicht zuletzt diese ist es hauptsächlich, welche ihn sehr unsicher macht, was seine Gefühle betrifft. Denn Homosexualität ist für sie eine Sünde.
In ihrer Mentalität werden Schwule als abnormal und krank angesehen.
Sie werden verachtet und verpönt, sei es auch nur durch erniedrigende Schwulenwitze.

Zitat Adams Mutter :

"Ich würde lieber auswandern, anstatt mit einem Sohn, der schwul ist, in einer Stadt wohnen"

Die Geschichte wechselt immer aus der Sicht von Adam und Kyle und man erlebt als Leser ein Wechselbad der Gefühle, wie Kyle und Adam sich zwar schon irgendwie zueinander hingezogen fühlen, doch der eine seine Gefühle verdrängt und der andere sie nicht deuten kann.
Vieles zwischen den beiden bleibt unausgesprochen, sobald einer der beiden einen Schritt auf den jeweils anderen zugeht, geht der andere wieder einen Schritt zurück.
Ein ewiges hin und her bis Adam eine Folgen schwere Entscheidung trifft.
Es trennen sich ihre Wege, doch selbst 10 Jahre später können sie sich nicht vergessen,und müssen ständig an den anderen denken....

"Es ist wahr,dass wir nicht schätzen,was wir haben,bis wir es verlieren.
Aber-es ist auch wahr,dass wir nicht wissen,was wir verlieren,bis es uns begegnet."


Man fiebert mit ihnen mit und hofft eigentlich die ganze Zeit, dass die beiden endlich zu sich, ihren Gefühlen und zueinander stehen.  Ohne auf die Reaktionen und Meinungen ihrer Umwelt zu achten.
Doch dies ist gar nicht so einfach.
Denn wenn man von den Reaktionen von ihren Mitschülern und ihren Mitmenschen liest, kann man teilweise gut nachvollziehen, warum die beiden Teenager so verunsichert sind und versuchen sich vor ihren Gefühlen zu verstecken und diese zu verleugnen.


Ein auf und ab, welches mir einige Emotionen abverlangt hat.


Dass der Autor, aufgrund seiner eigenen Homosexualität, eigene Erfahrungen mit in das Buch / die Geschichte mit einfließen hat lassen, ist gut vorstellbar. Doch wieviel letztendlich der Wahrheit entspricht, bleibt dem Autor ein Geheimnis.
Es wird auch ausdrücklich am Anfang erwähnt, dass das Buch nicht Autobiographisch ist.

Das Buch wirkt wirklich sehr realitätsnah  und ist sehr authentisch und gefühlvoll.


Am Ende des Buches hatte ich eine heftige Gänsehaut,und eine Träne lief mir auch die Wange runter.


Fazit:
Perfektes Buch ,was mich noch heute zum nachdenken bringt.
Ich gebe dem Buch volle 5 Sterne,und kann es jedem ans Herz legen,der Vorurteile hat, oder sich mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte! Ein Buch was jedem zum Nachdenken bringt! Ich bin noch heute hin und weg von diesem großartigen Buch,und werde auch noch weitere Bücher die sich mit dieser Thematik beschäftigt zu lesen.




Nachwort :
Wir leben im 21. Jahrhundert und es wird ein für alle mal Zeit, endlich mit dem Schubladendenken, dem fundamentalen Hass und den Vorurteilen einzuräumen, egal in welcher Hinsicht !

Jeder sollte so akzeptiert werden wie er ist, solange er niemanden Leid zufügt.

Vielleicht kann das Buch ja den ein oder anderen dazu bewegen, ihre Vorurteile abzulegen und jedem so leben zu lassen, wie er/sie sich wohlfühlt, ohne darauf herumzuhacken!

Wobei ich leider bezweifle, dass diejenigen, in welchen dieses Schubladendenken bereits so verankert ist , sich näher mit dem Buch und somit der Sicht eines Homosexuellen und dem Leiden  näher zu beschäftigen, welches sie mit verursachen.
Es kann ja jeder seine eigene Meinung haben, doch behaltet diese doch wenigstens für euch ohne den Menschen, die ihr nicht versteht, ernsthaft Schaden zuzufügen, ganz gleich ob mit Worten oder Tritten.

Und die Leute, die andere Menschen mobben sind meist selbst schwach und viel zu sehr auf Reflexionen und Reaktionen anderer fixiert um ihre eigene Unsicherheit zu überdecken. Und sich der tristen,grauen Masse anpassen,
statt als selbstständiges Individiuum, sich eine eigene, individuelle Meinung aufzubauen, sich eigene Gedanken zu machen und seine Ansichtsweise zu überdenken und diese gegebenfalls zu überarbeiten.

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text 2013-08-13 17:52
"Verschenke dein Herz nicht an jene,die es wie Dreck behandeln"
Breakaway: Gefühle kann man nicht leugnen - Alec Cedric Xander

"Manchmal ist Schweigen der lauteste Schrei. Wer aber so tut, als ob er schreien würde, um das Schweigen zu überspielen, kann leicht durchschaut werden."



Kyle: ein unsicherer, 15 jähriger Teenager muss die 9. Klasse wiederholen.
Im letzten Schuljahr meinte man es nicht  wirklich gut mit ihm .
Er wird gemobbt und was das mit einem jungen Menschen anrichten kann,hört und sieht man zu Genüge in der Realität.
Und alles nur , weil er einen Jungen einen Brief geschrieben hat, in dem er diesem gestand,dass er ihn gut findet und somit seine Homosexualität ans Tageslicht kommt.
Nachdem der Junge den Brief in der Klasse weiterreicht, ist Kyle die Lachnummer der ganzen Klasse, worauf er keinen Kopf mehr für Schule hat und sich häufig vom Unterricht fernhält. Somit kommt eins zum anderen und er muss die Klasse wiederholen.
Erst  mit dem Neuanfang in der neuen Klasse findet er wieder Anschluss, fühlt sich wohl und es läuft ganz gut.Doch nur unter einer Vorraussetzung , indem er von nun an seine Orientierung zu Jungs geheim hält und versucht dem zu entsprechen, was andere für "normal" halten.

"Lebe das Leben der anderen, um anerkannt zu werden. Nur so kann ich dem Stress entkommen"

Auch wenn er sich so nicht wohl fühlt, so bleiben ihm immerhin die fiesen Mobbingattacken seitens der Mitschüler erspart.
Er  verdrängt seine Gefühle und baut eine Fassade auf damit das neue Jahr nicht wieder zum reinsten Horror - Albtraum wird.
Doch alles kommt durcheinander als dieser smarte Südländer Adam Dragora in seine Klasse stößt .

Adam: , 14 Jahre alt, spanischer Herkunft, ist von Anfang an gleich hin und weg von Kyle.
Mehr oder weniger unauffällig versucht er alles,um den schönen Blonden auf sich Aufmerksam zu machen,jedoch ohne Erfolg.
Er findet ihn toll und kann garnicht genug von ihm bekommen.
Doch wirklich deuten kann Adam seine Gefühle von sich nicht. Immerhin ist er ja noch mitten in der Pubertät und somit am Anfang seiner Orientierungsphase.
Trotzdem merkt er, dass er anders ist. An Mädchen hat er keine Interesse,was seine Mutter Lucia rasend macht.
Nicht zuletzt diese ist es hauptsächlich, welche ihn sehr unsicher macht, was seine Gefühle betrifft. Denn Homosexualität ist für sie eine Sünde.
In ihrer Mentalität werden Schwule als abnormal und krank angesehen.
Sie werden verachtet und verpönt, sei es auch nur durch erniedrigende Schwulenwitze.

Zitat Adams Mutter :

"Ich würde lieber auswandern, anstatt mit einem Sohn, der schwul ist, in einer Stadt wohnen"

Die Geschichte wechselt immer aus der Sicht von Adam und Kyle und man erlebt als Leser ein Wechselbad der Gefühle, wie Kyle und Adam sich zwar schon irgendwie zueinander hingezogen fühlen, doch der eine seine Gefühle verdrängt und der andere sie nicht deuten kann.
Vieles zwischen den beiden bleibt unausgesprochen, sobald einer der beiden einen Schritt auf den jeweils anderen zugeht, geht der andere wieder einen Schritt zurück.
Ein ewiges hin und her bis Adam eine Folgen schwere Entscheidung trifft.
Es trennen sich ihre Wege, doch selbst 10 Jahre später können sie sich nicht vergessen,und müssen ständig an den anderen denken....

"Es ist wahr,dass wir nicht schätzen,was wir haben,bis wir es verlieren.
Aber-es ist auch wahr,dass wir nicht wissen,was wir verlieren,bis es uns begegnet."


Man fiebert mit ihnen mit und hofft eigentlich die ganze Zeit, dass die beiden endlich zu sich, ihren Gefühlen und zueinander stehen.  Ohne auf die Reaktionen und Meinungen ihrer Umwelt zu achten.
Doch dies ist gar nicht so einfach.
Denn wenn man von den Reaktionen von ihren Mitschülern und ihren Mitmenschen liest, kann man teilweise gut nachvollziehen, warum die beiden Teenager so verunsichert sind und versuchen sich vor ihren Gefühlen zu verstecken und diese zu verleugnen.


Ein auf und ab, welches mir einige Emotionen abverlangt hat.


Dass der Autor, aufgrund seiner eigenen Homosexualität, eigene Erfahrungen mit in das Buch / die Geschichte mit einfließen hat lassen, ist gut vorstellbar. Doch wieviel letztendlich der Wahrheit entspricht, bleibt dem Autor ein Geheimnis.
Es wird auch ausdrücklich am Anfang erwähnt, dass das Buch nicht Autobiographisch ist.

Das Buch wirkt wirklich sehr realitätsnah  und ist sehr authentisch und gefühlvoll.


Am Ende des Buches hatte ich eine heftige Gänsehaut,und eine Träne lief mir auch die Wange runter.


Fazit:
Perfektes Buch ,was mich noch heute zum nachdenken bringt.
Ich gebe dem Buch volle 5 Sterne,und kann es jedem ans Herz legen,der Vorurteile hat, oder sich mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte! Ein Buch was jedem zum Nachdenken bringt! Ich bin noch heute hin und weg von diesem großartigen Buch,und werde auch noch weitere Bücher die sich mit dieser Thematik beschäftigt zu lesen.




Nachwort :
Wir leben im 21. Jahrhundert und es wird ein für alle mal Zeit, endlich mit dem Schubladendenken, dem fundamentalen Hass und den Vorurteilen einzuräumen, egal in welcher Hinsicht !

Jeder sollte so akzeptiert werden wie er ist, solange er niemanden Leid zufügt.

Vielleicht kann das Buch ja den ein oder anderen dazu bewegen, ihre Vorurteile abzulegen und jedem so leben zu lassen, wie er/sie sich wohlfühlt, ohne darauf herumzuhacken!

Wobei ich leider bezweifle, dass diejenigen, in welchen dieses Schubladendenken bereits so verankert ist , sich näher mit dem Buch und somit der Sicht eines Homosexuellen und dem Leiden  näher zu beschäftigen, welches sie mit verursachen.
Es kann ja jeder seine eigene Meinung haben, doch behaltet diese doch wenigstens für euch ohne den Menschen, die ihr nicht versteht, ernsthaft Schaden zuzufügen, ganz gleich ob mit Worten oder Tritten.

Und die Leute, die andere Menschen mobben sind meist selbst schwach und viel zu sehr auf Reflexionen und Reaktionen anderer fixiert um ihre eigene Unsicherheit zu überdecken. Und sich der tristen,grauen Masse anpassen,
statt als selbstständiges Individiuum, sich eine eigene, individuelle Meinung aufzubauen, sich eigene Gedanken zu machen und seine Ansichtsweise zu überdenken und diese gegebenfalls zu überarbeiten.

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