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review 2017-06-02 17:06
Rezension | Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge von Ruth Hogan
Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge: Roman - Cecily Ruth Hogan,Marion Balkenhol

Beschreibung

 

Wenn der Schriftsteller Mr. Anthony Peardew unterwegs ist, hält er immer Ausschau nach verlorenen Gegenständen. Diese sammelt und archiviert er in seinem viktorianischen Haus das von einem wundervollen Rosengarten umgeben ist. Sein Ziel ist es, die verlorenen Gegenstände an seine Besitzer zurückzugeben, in der Hoffnung somit gebrochene Herzen (wie seines) zu heilen. Mr. Peardew ist nicht nur Sammler verlorener Dinge, sondern hat selbst vor Jahren etwas verloren, dass ihm sehr viel bedeutet und ihn mit seiner großen Liebe verbindet, die bereits viel zu früh verstarb.

 

Anthony Peardew ist jedoch schon alt und baut körperlich immer stärker ab. Seine besondere Aufgabe bleibt somit unerfüllt. Doch Anthony hat vorgesorgt indem er seine Haushälterin und Erbin Laura damit betreut, die Besitzer der verlorenen Dinge ausfindig zu machen. Keine leichte Aufgabe, denn außer den erfundenen Geschichten zu einzelnen Gegenständen hat Laura keine Anhaltspunkte.

 

Meine Meinung

 

Ruth Hogan erzählt in ihrem Debütroman „Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ eine hübsche und leicht romantische Geschichte die zum träumen einlädt. Die Covergestaltung ist wirklich sehr gut gelungen, durch den lilafarbenen Leinenbuchrücken der im Kontrast zu dem türkisfarbenen Einband steht, und das glänzende Coverbild ist das Buch auf jeden Fall schon mal ein Augenschmaus.

 

Das Setting des viktorianischen Anwesens Padua, das eine geheimnisvolle und mystische Atmosphäre mit sich bringt sowie die Geschichte über einen Schriftsteller, der verlorene Dinge einsammelt, archiviert und Geschichten dazu erfindet, hat mir sehr gut gefallen. Zudem mochte ich das Storytelling von Ruth Hogan sehr gerne, denn zum einen wird die Geschichte aus der Gegenwart erzählt und zum anderen taucht man parallel dazu vierzig Jahre in die Vergangenheit.

 

"Eunice verliebe sich auf der Stelle in den Mann. Körperlich war er eher unauffällig: mittelgroß, mittlere Statur, hellbraunes Haar, angenehmes Gesicht, zwei Augen, zwei Ohren, eine Nase, ein Mund. Zusammen genommen ergaben diese einzelnen Bestandteile jedoch auf magische Weise ein Meisterstück." (Seite 25)

 

Aus dem Jahre 1974 bekommt man eine gefühlvolle Geschichte über den Verleger Bomber und seine Assistentin Eunice erzählt, die von Liebe, Freundschaft und Demenz handelt. Obwohl dieser Handlungsstrang neben der Haupthandlung etwas blass wirkt, hat dieser einiges dazu beigetragen die Geschichte in sich abzurunden. Zudem möchte ich die liebevoll gezeichneten Charaktere hervorheben, denn ich fand schnell einen Zugang zu den rundum symphatischen Protagonisten.

 

Besonders stark ist mir Anthonys lebhafte Nachbarin Sunshine ans Herz gewachsen. Sie leidet am Down Syndrom und strahlt jede Menge Lebensfreude aus, die regelrecht ansteckend ist. Außerdem spricht Sunshines feinfühliges Wesen und kleinere sprachlichen Auswirkungen für die Besonderheit von Menschen mit Down Syndrom. Ich fand es einfach herrlich wie Laura und Co. mit Sunshine umgehen und das einem solch einzigartigen Charakter eine Bühne geboten wird. Schon alleine deshalb sollte man dieses Buch lesen!

 

"Lautlosigkeit ist eine gefährliche Sache. Stille ist absolut solide und zuverlässig, Lautlosigkeit aber ist erwartungsvoll, wie eine bedeutungsschwangere Pause; sie fordert das Unheil geradezu heraus, wie ein loser Faden, der darum bettelt, dass man an ihm zieht." (Seite 53)

 

So wundervoll die Geschichte von „Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ auch ist, so komme ich leider nicht umhin auch einen Kritikpunkt anzubringen. Ich fand den Plot viel zu vorhersehbar, man konnte lediglich die Puzzleteilchen dabei beobachten wie sie an die richtige Stelle fallen, überraschende Wendungen – Fehlanzeige!

 

Fazit

 

Ein Roman der vor allem durch das tolle Setting und eine poetisch-romantische Geschichte begeistert.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-mr-peardews-sammlung-der-verlorenen-dinge-von-ruth-hogan
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review 2016-10-22 23:19
[Kurz-Rezension] Manu Wirtz (Hrsg.) - Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume
Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume - Maryanne Becker,Manu Wirtz
Beschreibung:
Haben Sie eine Löffel-Liste? 
 
Diese Liste mit den Dingen, die man erleben möchte, bevor man „den Löffel abgibt“? Was wäre Ihr Lebenstraum?
 
13 Autorinnen und Autoren haben sich diese Frage gestellt und ihren Traum in einer Kurzgeschichte Realität werden lassen. Darunter sind Wünsche nach Freiheit, Veränderung, Erfüllung, Liebe, Gerechtigkeit und Abenteuer. Der Leser wird fasziniert von den wirklichkeitsnahen Emotionen, Handlungen, Beschreibungen und Dialogen. 
 
Ob es dabei tatsächlich um persönliche Lebensträume geht oder um Fantasie, wird nicht immer verraten.
 
Details:
Taschenbuch: 156 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1. (16. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3735756611
ISBN-13: 978-3735756619
Größe: 12,7 x 0,9 x 20,3 cm
 
Fazit:
Das Cover der Anthologie ist wirklich schön, weil es schaut so etwa nach einer "Löffel-Liste" aus. Das erste Mal ist mir diese Wort in dem Film "Das Beste kommt zum Schluss" begegnet und ich muss zugeben, ich habe auch eine, eine Löffel-Liste von Dinge, die ich noch machen will bevor ich diese Welt verlasse. Deswegen war es auch interessant, wie es bei anderen Leuten mit ihre Listen aussieht, weil wer redet schon gerne davon, was er gerne machen will, bevor der stirbt.
Meine Lieblingsgeschichte in dem Buch aus den 13 Geschichten war "Delfine bringen Glück". 
 
Die Geschichten in dem Buch sind wirklich verschieden, weil jede/r Autor/in anders an der Thema geht, was wirklich gut ist und so hat man wirklich eine bunte Mischung an Träumen oder Listen und durch die Autorenvielfalt entsteht natürlich auch eine bunte Mischung an Stilen, von dem einer besser und ein andere weniger gut gefällt. Aber jede Geschichte hat ihren Charme und es geht auch offen gesagt jeder anders damit um, wenn man weiss, man hat nur noch wenige Tage oder Wochen zu leben. 
Was auffällig war, dass die Lebensträume immer viel mit räumlicher Veränderung zu tun haben, da gibt es Reisen oder auch Auswanderungen, die immer und immer wieder eine Rolle spielen. Durch diese Tatsachen kann man in dem Buch wirklich gut reisen und das ist wirklich etwas besonderes. Trotzdem wird es immer wieder anders verarbeitet und so kann man wirklich auf sehr verschiedene Charaktere der Autoren schliessen lässt. 
Die Zusammenstellung hat Manu Wirtz wirklich gut getroffen, weil sie treffen von Gänsehaut, die man beim Lesen bekommt bis zum Nachdenken über die eigene Endlichkeit wirklich viele Facetten und man merkt, dass sie sich dabei wirklich Gedanken gemacht. So viel Verantwortung für eine Anthologie findet man nicht immer, beeindruckt aber sehr. 

 

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review 2016-07-29 20:27
"Memories To Do" von Linda Schipp
Memories To Do: Allies Liste - Linda Schipp

In ein Schwimmbad einbrechen, zu einem Candle-Light-Dinner ausgeführt werden, mich an meine Hochzeit erinnern ... Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgelöscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijährigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdächtig dunklen Nebel, der sich über ihre Vergangenheit zieht. Im Leben der 34-jährigen Allie ist nichts mehr von dem übrig, was ihr als Teenager wichtig war nicht einmal ihr Name. Um den Geheimnissen der geschwärzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zurück in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nächsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich ist: Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest.

 

 

Erster Satz:

Liv verweilte noch einen Augenblick vor dem Blumenbouquet und zögerte.

 

Meine Meinung:

Das erste Kapitel hat mich seeehr verwirrt - Überschrift: Juli 2071.. okaaay? Aber es war glücklicherweise nur die Einleitung, die ich trotzdessen etwas merkwürdig fand.

Wir begleiten dort Liv, die auf der Beerdigung ihres Opas ist, heimlich den elektronischen Grabstein anschaltet und eine Liste ihrer Oma vorfindet..besagte Memories To Do Liste.

Natürlich fängt Oma Allie dann an und erzählt ihre Geschichte. Diese Geschichte fand ich teilweise sehr anstrengend und langatmig. Man trat ewig auf der Stelle und es ging nicht voran. Richtig in Fahrt kam die Geschichte erst ab ca. 50-75%.

Ebenfalls störend fand ich die Perspektivenwechsel, von Absatz zu Absatz. Wie oft musste ich nachlesen, ob ich mich auch nicht verlesen hab. Anstrengend!

Allie hat ihr Gedächtnis verloren und ist bei ihrem 17. Lebensjahr stehengeblieben - bleiben 17 Jahre, an die sie sich nicht erinnert. Weder daran Aaron geheiratet zu haben, noch einen Sohn mit ihm bekommen zu haben. Sie erinnert sich nur an Luis, der einen sehr verschlossenen und undurchschaubaren Eindruck macht. Nun ja, Luis soll mit Allie in ihr Heimatdorf fahren, um ihre Erinnerungen zurückzubekommen - im Auftrag Aarons.

Eigentlich ziemlich unrealistisch, Aaron (der Ehemann), will dass Allie alleine mit Luis (ihrer Jugendliebe) verreist, im Wissen, dass Allie immer noch Gefühle für Luis hat.

Die Charaktere allgemein haben mich auch nicht wirklich angesprochen, sie wirkten sehr eindimensional und .. doof. Allie's innerlicher Konflikt nervte mit der Zeit und Luis.. von ihm las man andauernd, dass er Allie nicht die Wahrheit sagen könne, wegen 'der Sache'. 

Das war, glaube ich, auch das einzig Interessante an dem Buch, ich wollte unbedingt erfahren was denn nun 'die Sache' ist und warum sie ihre Beziehung auf ewig zerstören würde.

Ich muss zugeben, dass der letzte Teil des Buches gut durchdacht und geschrieben war (auch wenn man es etwas erahnen konnte) und dafür erhält "Memories To Do" von mir 3 Sterne.

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review 2016-06-06 13:57
Nur eine Liste von Siobhan Vivian
Nur eine Liste (Ravensburger Taschenbücher) - Siobhan Vivian,Claudia Max

Worum geht es und wie war es?

Jedes Jahr taucht am letzten Montag im September eine Liste in der Mount Washington Highschool auf, auf der für jeden Jahrgang das hübscheste und auch das hässlichste Mädchen vermerkt ist. ein Schulstempel scheint diese Tradition zu legitimieren und Jahr um Jahr zerbrechen Träume, werden Vorurteile weiter befeuert und innere Ängste mit reichlich Nährboden versorgt. Jahr um Jahr schaut die ganze Schule auf diese Liste...

So auch in diesem Jahr und zusammen mit den Mädchen auf der Liste erlebt der Leser, was diese Liste so alles bewirkt, auslöst und verändert. 

Das Buch ist ein Jugendbuch, aber eines mit einem sehr interessanten Themenmix: Schule, Schönheit, Mobbing, Vorurteile, Magersucht, Selbstzweifel, Pubertät. All diese Themen werden behandelt, werden aus jugendlicher Perspektive geschildert und geben Einblick in die Welt der Protagonistinnen. Die Sprache ist einfach, aber nicht zu banal und lässt sich flüssig lesen. Es ist keine Hochkultur, aber dennoch ein gut geschriebenes, interessantes und lesenswertes Buch, das mich bis zur letzten Seite nicht langweilte. 

Eine klare Empfehlung für alle, die Jugendbücher mögen und sich vom Themenmix angesprochen fühlen. 

von mir gibt es 4 Sterne!

 

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review 2015-03-20 00:00
Nur eine Liste (German Edition)
Nur eine Liste (German Edition) - Siobahn Vivian,Claudia Max Cover:
Pink und Schwarz dominieren definitiv das Cover des Buches. Neben einer ganzen Reihe Namen ist ein Mädchen darauf abgebildet. Es wird nicht klar, welches der Mädchen aus dem Buch sie ist. Das Cover macht neugierig auf mehr.


Meine Meinung:
„Nur eine Liste“ handelt von acht Mädchen, die alle auf einer Liste stehen. Vier auf der Seite der hübschen Mädchen und vier auf der Seite der hässlichen Mädchen. Immer zwei gehören zu einer Jahrgangsstufe. Diese Liste wird immer am Montag vor dem Homecoming-Ball in der Mount Washington Highschool ausgehängt.


Schockierend aber wahr. Acht Mädchen werden komplett auf ihr Aussehen reduziert und das ist noch nicht einmal das Schlimmste. Als Leser wird man jeden Tag mit den Gefühlen der acht Mädchen konfrontiert und es ist unglaublich schwierig. Denn die Mädchen haben es nicht leicht, die „Hübschen“ genau so wenig wie die „Hässlichen“.


Dieses Buch geht ein ganzes Stück über die Abgründe eines Schulalltags hinaus. Man steigt wirklich tief in die Charaktere der Mädchen ein. Es war mehr als nur gut, dass die Liste zu Beginn des Buches abgedruckt war, sonst hätte man der Handlung kaum so gut folgen können. So hatte man immer die Möglichkeit schnell nachzulesen.


Mir hat auch gut gefallen, dass nicht nur das Leben der vier „hässlichen“ Mädchen gezeigt wurde, sondern auch wie schwer, kompliziert und anstrengend das Leben der vier „hübschen“ Mädchen sein kann.

Ich finde es erschreckend wie wahr Siobhan Vivian mit diesem Buch der Wahrheit gekommen sein mag. Die Welt der Jugendlichen wird viel zu sehr in “hübsch” und “hässlich” unterteilt.


Ein sehr tiefgründiges Buch, das ich jedem weiter empfehlen würde.

Wertung (4/5)
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