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review 2018-05-02 16:47
Zwei sehr unterschiedliche Themen perfekt verknüpft
Dreizehn - M.H. Steinmetz

Inhaltsangabe

Detective Sergeant Ethan Ward vom New Scotland Yard wird mit der Aufklärung einer Mordserie in London betraut. Ein mysteriöser Täter verstümmelt auf bizarre Weise arglose Opfer und überzieht ihre Haut mit winzigen Schnitten in Form uralter mystischer Symbole, die einem bestimmten Muster folgen. Er hinterlässt dabei Spuren, die jeder Logik widersprechen.
Zusammen mit der eigenwilligen Graphologin Natascha Horvat verstrickt sich Ward in einem tödlichen Netz aus altägyptischer Mythologie und gefährlichen Geisterbeschwörungen.
Eine Spur führt sie nach Foulness Island zur Courtsend Psychiatrie, in der die Insassen unter dem harten Regime des rätselhaften Doktor Botkin anstelle von Namen Nummern tragen. Besonders Patientin Dreizehn weckt ihr Interesse, denn sie kennt Details zur Mordserie, die sie verdächtig machen. Doch wie kann sie von den Morden wissen, ruhiggestellt von Medikamenten und eingesperrt in eine Gummizelle?
Verbirgt sich hinter ihrer Schizophrenie mehr als nur eine gespaltene Persönlichkeit? 

 

Meine Meinung

Bevor ich mir Bücher selbst kaufe, stelle ich mir immer die Frage, was mich an dem Buch anspricht. Hier war es im ersten Moment die Optik. Die düsteren Farben mit der sehr „sympathisch“ aussehenden Frau konnten mir sofort einen zweiten Blick abgewinnen. Der Titel „Dreizehn“ war so nichtssagend, dass mir absolut nichts anderes übrig blieb, als das Buch umzudrehen und mir den Inhalt ein weniger näher anzuschauen. Beim Lesen stieß ich dann auf Worte wie Mordserie, mystische Symbole, Psychiatrie, Schizophrenie und schon landete dieses Buch von M.H. Steinmetz in meiner „Gekauft-Tasche.“

Das zur Geschichte des Kaufvorganges. Ich denke, da wird es einigen ähnlich gehen.

 

Mit Detective Sergeant Ethan Ward setzt der Autor uns einen Hauptcharakter vor, der einfach sympathisch ist, weil er aus der Rolle fällt. Denkt man beim New Scotland Yard sofort an anzugtragende Männer, so punktet Ward bei mir mit Parka, Cargos und Militärstiefeln.

Nach dem ersten Mord, welcher schon sehr speziell ist, holt Ethan Ward sich die Symbologin Natasha Horvat mit ins Boot. Und DIE konnte mich fast noch besser unterhalten, einfach weil sie noch mehr aus der Reihe fällt.

„Das gelbe Krokodil schwimmt im Fluss.“ (S. 73)

Beide zusammen ergeben ein perfektes Team.

Und weil der Autor hinsichtlich der Charaktere noch einen oben draufsetzen wollte, fügt er noch eine Frau namens „Dreizehn“ in die Geschichte ein.

Sie war für mich in der Geschichte der Joker. In Bezug auf eine Charaktervielfalt und Charakterausarbeitung hätte Steinmetz nicht mehr bieten können.

Völlig orientierungslos erwacht sie in einem dunklen Raum.

Sie trägt eine Zwangsjacke und stellt sich folgende Fragen.

Wo bin ich?

Bin ich ein Patient?

Das Opfer eines Unfalls?

Ist mein Name Jane Doe?

(S. 10)

 

Und was haben diese seltsamen schwarzen Linien auf ihrem gesamten Körper zu bedeuten? An dieser Stelle war ich schon bereit für die Geschichte.

Auf den ersten Seiten wirft der Autor dem Leser so viele Häppchen hin, dass man einfach nur anbeißen kann. Mein Notizzettel überschlug sich mit Fragen und ich war bereit dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

 

Bereits im Klappentext wird erwähnt, dass sie Symbole auf ihrer Haut mit der altägyptischen Mythologie zusammenhängen. Ich bin eine große  Liebhaberin der großen Thematik Mythologie. Dabei gehört die ägyptische nicht zu meinen Liebsten, aber man merkt schon auf den ersten Seiten zu diesem Thema, welche tiefgründige Recherchearbeit der Autor an den Tag gelegt hat.

 

Steinmetz erschafft eine Figur, welche ab dem Zeitpunkt ihrer Erwähnung dauerhaft Horror und Action in die Geschichte brachte.

 

„Ich bin die Herrin des Gemetzels.“ (S. 91)

Diese Todesbotin verfolgt einen Plan und nichts scheint sie auf ihrem Weg aufhalten zu können.

 

„Ich werde euch heimsuchen zur Fahrt in die Hallen der ewigen Verdammnis.“ (S. 184)

 

Als ich beim Lesen bereits des Öfteren ein innerliches Lob an den Autor ausgesprochen habe, kommt er doch tatsächlich noch mit einem Thema um die Ecke, mit dem er mich ja total auf seiner Seite hat. Diejenigen unter euch, die mich schon länger begleiten oder sogar privat ein wenig besser kennen, könnten drauf kommen, welche Materie ich meine. Mehr möchte ich an dieser Stelle zu dieser Überraschung nicht sagen.

Bis zu diesem Punkt im Buch und auch in meiner Rezension scheint es hier um eine Vielzahl von Themen und Charakteren zu gehen. Das kann ich sofort bestätigen, aber Mario Steinmetz schafft es, weit auszuholen, den Leser mit auf die Reise der alles verschlingenden Schlange zu nehmen und dennoch alle Punkte in seiner Geschichte so zu verpacken, dass es stimmig wird.

 

Wer bei diesem Buch Horrorelemente erwartet, der bekommt diese.

Des Weiteren erlebt man das Setting Psychiatrie durch „Dreizehn“ ausgiebig mit.

Das Thema Mythologie setzt der Autor interessant in Szene, ohne dass es unverständlich wirkt. Beim Lesen konnte er mich mit seinen nichtssagenden und im Nachhinein so passenden Kapitelüberschriften fortwährend zum Weiterlesen motivieren. Zu diesem Buch gehört einfach ein Showdown und mich konnte er mitreißen. Die letzte Seite und der anschließende Epilog machen das Buch zu einem Leseerlebnis.

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Lange habe ich über diese kurze Information nachgedacht und mich letztendlich dazu entschlossen, diese hier einzufügen.

Würde ich nur die Geschichte und das Können des Autors bewerten, hätte ich hier absolut nichts zu meckern. In meinen Rezensionen gehe ich allerdings auf das Komplettpaket ein, das heißt, ich bewerte das Buch so, wie es im Handel erhältlich ist und beim Lesen war ich einfach unheimlich enttäuscht vom Lektorat. Dieses lag

nicht im Aufgabenbereich des Autors und dennoch halten viele Leser nun dieses schlecht korrigierte Exemplar in den Händen. Dies zur kurzen Erklärung in Bezug auf meine folgende Bewertung.

 

Mein Fazit

Wer bereits Bücher von Mario Steinmetz gelesen hat, der wird sehr schnell merken, welch Herzblut und Arbeit in diesem Buch steckt. Meiner Meinung nach hat er sich hier an etwas Neues herangetraut und dieses Experiment ist ihm geglückt. Etwas Vergleichbares habe ich noch nicht gelesen. Das heißt, die Geschichte mit seinen vielen Ideen und den hervorragenden und perfekt auf die Geschichte abgestimmten Figuren konnte mich super unterhalten und wird mir in Erinnerung bleiben.

Trotz meiner kurzen Kritik kann ich an dieser Stelle nur sagen, dass ihr dieses Buch unbedingt lesen solltet. Es ist anders, aber es ist horrormäßig gut.

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review 2018-04-23 19:31
Bekannter Plot, tolle Umsetzung
Stiefmutter: Roman - Paula Daly,Eva Bonné

Inhaltsangabe

Seit eine Auseinandersetzung mit ihrer Stiefmutter Karen eskalierte, gilt die sechzehnjährige Verity als emotional instabil. Karen ignoriert sie seit dem Vorfall und legt all ihre Aufmerksamkeit auf ihre jüngere Tochter Brontë. Deren Tage sind vollgepackt mit Klavierunterricht und Nachhilfe – was immer es braucht, um sie zu neuen Höchstleistungen zu treiben. Denn Karen lässt nichts außer Perfektion gelten. Eines Tages entschließt Verity impulsiv, ihrer kleinen Schwester eine Auszeit zu gönnen, und geht mit ihr auf den Spielplatz. Doch der Ausflug wird zum Alptraum, als in einem kurzen unbeobachteten Moment Brontë spurlos verschwindet... 

 

Meine Meinung 

Paula Daly ist bereits einigen Lesern als Autorin psychologischer Spannungsthriller bekannt. Für mich war es ein Kennenlernen mit der Autorin, umso gespannter bin ich immer, ob der jeweilige Stil und das Ideenreichtum mich packen können.

 

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die Patchworkfamilie Bloom.

Beim Vater Noel wird schnell klar, dass er mit seinem Leben nicht zufrieden ist.

Das Familienleben um seine Frau und den drei Kindern bekommt er als vielarbeitender Arzt nur am Rande mit. Flüchtet er sich doch gern in die Arbeit.

Seine Frau Karen spielt in diesem Buch eine entscheidende Rolle.

Für mich verkörpert sie als Beispiel von „Extremeltern“ die Ursache des nahenden Unheils. Zu ihrem älteren Sohn hat sie eine mehr als emotionslose Beziehung. Ihre zehnjährige Tochter Brontë hingegen, welche das einzige gemeinsame Kind von Noel und Karen ist, vergöttert sie. Und zu guter Letzt lernt man noch die 16-jährige Verity kennen. Nachdem seine erste Ehefrau erkrankte, holte Noel Bloom seine Tochter zu seiner neuen Familie.

 

Allein diese Konstellation verspricht Unheil.

Jeder Leser wird sehr schnell Mitleid mit der kleinen Brontë haben, die von ihrer Mutter weniger gefördert, sondern gedrillt wird. Termine über Termine jagen sie durch ihren Alltag. Für Karen völlig normal, für Brontë Stress pur.

Demnach kann man es Verity nicht verdenken, als sie ihrer Schwester eine kleine Auszeit im Park mit Freunden gönnen will. Und dann war da nur diese kurze Zeitspanne, in der Verity nicht da war und Brontë verschwand.

Als Leser denkt man an dieser Stelle, dass die restlichen Seiten die mysteriöse Kindesentführung behandeln, aber weit gefehlt. Paula Daly überrascht hier mit einer Wende, mit der wohl niemand rechnet.

 

Plötzlich tritt noch ein weiteres Verschwinden in den Fokus und der Strudel zieht die Familie Bloom immer tiefer in einen Sumpf.

Beim Lesen fiel mir auf, dass mich der Schreibstil, der Aufbau des Buches und die erstaunlichen Ereignisse wirklich mitgerissen haben. Auch wenn die Atmosphäre und die Thematik an sich sehr düster wirken, schaffte es die Autorin mit kurzen, knackigen Kapiteln mich an die Story zu fesseln.

 

Ein Charakter, den ich an dieser Stelle nicht missen möchte, ist Detective Joanne Aspinall. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, aber diese Frau, welche den Fall um die Entführung zugesprochen wird, war mir von Anfang an sympathisch.

 

Das Ende kam wie erwartet überraschend. Ich hatte beim Lesen eine Vermutung, diese beruhte sich nach guten 400 Seiten mindestens einmal auf jeden vorkommenden Charakter, so dass ich absolut nicht sagen kann: ich habe es gewusst.

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Auch wenn dieser Roman als psychologischer Thriller einzuordnen ist, fehlte es mir gerade beim Thema Extremeltern und die Auswirkungen auf die Kinder an Emotionen. Karens Perspektive konnte die Autorin noch recht gut darstellen, allerdings gingen mit Brontë und Verity zu stark unter. Dies mag gewollt sein, zerstückelt für mich aber die Message des Buches.

 

Mein Fazit

Mit dem Roman „Stiefmutter“ lässt mich die Autorin dennoch zufrieden zurück.

Ich hatte Spaß beim Lesen und wollte diesem Geheimnis unbedingt auf die Spur kommen. Dass Paula Daly den Leser an der Nase herumführt, ist hier solide ausgedrückt. Wie gesagt, es hätte jeder sein können. Den Bogen, den sie am Ende schloss fand ich super.

Dies führt dazu, dass mich die Autorin neugierig auf ihre anderen Werke macht.

Hier erwarte ich mir einen ebendiese Sogwirkung und einem fesselnden Ideenreichtum.

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review 2017-08-08 14:38
Geheimnisse zur viktorianischen Zeit
Die Reise der Amy Snow: Roman - Tracy Rees,Elfriede Peschel

Inhaltsangabe

Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England.

 

 

Meine Meinung 

Ein Buch, welches viel zu lange auf meinem ungelesenen Stapel lag.

Zur Buchmesse 2015 ist es zu meiner Buchfamilie dazu gestoßen und aufgrund eines Zusammenschlusses zu einer Leserunde mit anderen Bloggerinnen wurde es endlich gelesen.

Viele mögen die Epoche des viktorianischen Zeitalters nicht, bekannt ist diese Zeitepoche zum Beispiel aus den Büchern von Jane Austen. Natürlich gibt es einiges an Geplänkel und Gefühlsduseleien, aber diese Zeit war halt so. Für mich ist es aufgrund des totalen Bruchs zu unserer heutigen Zeit immer sehr schön, in dieser zu lesen. Tracy Rees konnte dieses Vorsichtige und Zurückhaltende der Zeit in ihrer Geschichte um die junge Amy Snow sehr gut herüberbringen.

 

Amy Snow, deren Herkunft unbekannt ist, wird an einem eisigen Wintertag von Aurelia Vennaway im Garten des elterlichen Anwesens gefunden. Dieser Wintertag war für Aurelia und für Amy ein Geschenk, welcher im Nachnamen von Amy verankert bleiben sollte. Für Aurelia’s Eltern hingegen, war Amy ein Dorn im Auge, wuchs nun ein fremdes Kind bei ihnen auf. Ihrer einzigen Tochter zu Liebe, duldeten sie Amy und dulden spricht hier Worte. Die Eltern waren für mich die Figuren, die am wenigsten Sympathiepunkte verdient haben. Die Ansichten mögen zur Zeit so gewesen sein, aber von Herzlichkeit und Menschlichkeit war bei beiden nichts zu spüren.

 

Aurelia war das Lebendige dieser Familie und mir ihr wurde auch Amy zu einem Wirbelwind. Die beiden werden beste Freundinnen und im Herzen waren sie Geschwister. Doch nur 17 Jahre später soll diese Freundschaft ein Ende finden, Aurelia stirbt und hinterlässt ihrer treuen Freundin ein Erbe, viele Geheimnisse, aber auch viele Stolpersteine.

Im Buch geht es vor allem um die Geheimnisse. Aurelia schickt Amy ante mortem geschriebene Briefe, welche Amy auf eine Reise schicken sollen, eine Reise ins Ungewisse.

 

Wie für Amy war auch für mich als Leserin das ungewisse dieser Reise sehr spannend zu verfolgen. Immer wieder lernt Amy neue Leute kennen, reist zu verschiedenen Orten und jedes Mal wartet sie auf die Zeit, zu der ein neuer Brief und somit ein neuer Hinweis von Aurelia auftaucht.

Gerade die verschiedenen Orte und Charaktere belebten meiner Meinung nach dieses Buch. Der Schreibstil ließ sich sehr gut lesen und passt hervorragend zu dieser Zeit, in der die Geschichte spielt.

 

Welches Geheimnis soll Amy auf die Spur kommen?

Geht es um ihre Herkunft?

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Nun folgender Punkt kann an meiner weiblichen Intuition liegen oder doch daran, dass gewisse Geheimnisse fast zu offensichtlich in die Geschichte eingebaut wurden. Einiges war mir sofort klar und mit diesen Gedanken geht man solch einer Geschichte natürlich nicht mehr ganz unvoreingenommen entgegen.

 

Mein Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir die Reise mit der jungen Amy Snow Spaß gemacht.

Es gab Freude und Leid. Viele neue Bekanntschaften und eine Aufgabe, der Amy sich stellen muss, um hinter die Lösung der vielen Rätsel zu kommen.

Für alle Leser, denen der Lebensstil und den typischen Umgangsformen des viktorianischen Zeitalters nichts ausmachen, sollten sich unbedingt auf die Reise mit Amy begeben.

 

 

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review 2017-06-19 07:12
Der Auftakt macht neugierig
Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Band 1: historischer Thriller - Nicole Lischewski,Robert R. McCammon

Inhaltsangabe

Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde – wunderschön und mutig.

Der fahrende Friedensrichter Isaac Woodward und sein scharfsinniger Gerichtsdiener Matthew Corbett sollen ihr den Hexenprozess machen. Die Beweise sind erdrückend.

Es tobt tatsächlich ein Kampf zwischen Gott und Teufel, zwischen Gut und Böse in dieser Stadt, und selbst die Unschuldigen sind nicht länger sicher. Schon bald muss sich Matthew Corbett mit Herz und Hirn dem wahrhaftigen Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht…

 

Meine Meinung 

Dieser erste Band einer voraussichtlich etwas längeren Reihe fiel mir dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse ins Auge. Ich hatte es vorab schon im Internet gesehen, aber live hat dieses Werk dann doch noch eine ganz andere Wirkung. Die Covergestaltung finde ich persönlich wirklich grandios und an dem Wort Hexe kam ich einfach nicht vorbei.

 

Wie der Titel schon aussagt, spielen die Hexe von Fount Royal und der junge Matthew Corbett hier eine besondere Rolle. Dies geht in dem Buch auf jeden Fall hervor. Aber man lernt hier auch einige andere Charaktere kennen, welche für die Geschichte nicht ganz unbedeutend sind. Dazu zähle ich zum Beispiel den Richter Isaac Woodward und auch das Oberhaupt der Gemeinde Fount Royal Robert Bidwell.

 

Besonders gefallen an diesem Buch hat mir der Einstieg. Hier konnte der Autor eine gewisse düstere und unvorhersehbare Atmosphäre erschaffen. Man wusste einfach nicht wohin diese Geschichte gehen wird und ich war sehr gespannt auf das erste Aufeinandertreffen mit der Hexe Rachel Howarth. Zeitlich befinden wir uns hier im Jahre 1699 und das Setting sind die Kolonien von Carolina in Amerika. Auch diese beiden Faktoren konnte Robert McCammon vor allem am Anfang des Buches sehr gut wiederspiegeln.

 

Nach einem Überfall in einem Wirtshaus erreichen der Richter Woodward und sein Gerichtsdiener Matthew Corbett endlich Fount Royal. Das Aufeinandertreffen mit der Hexe habe ich mir ganz anders vorgestellt, aber es war dennoch interessant die Anschuldigungen und das Wesen der Hexe selbst vor Augen geführt zu bekommen. Ganz eindeutig stellt sich die gesamte Gemeinde gegen die unerwünschte Fremde und fordert ihren zeitnahen Tod.

Der Richter und Corbett sind allerdings nach Fount Royal gekommen, um Rachel Howarth den Hexenprozess zu machen. Und um genau diesen handelt der erste Band der Reihe. Wie des Öfteren bei Prozessverhandlungen in Büchern geht es um verschiedene Zeugen, deren Aussagen und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen der Bewohner und vor allem des Richters. Lediglich Matthew Corbett misstraut den Aussagen der Zeugen sehr schnell, denn als er selbst im Gefängnis landet, hört er die Geschichte der seltsamen Geschehnisse aus ihrem Mund.

 

Was geht in Fount Royal vor sich?

Wer ist Schuld an den Morden?

Ist es zu vermeiden, dass noch mehr Anwohner die Gemeinde vor Angst verlassen?

Wer ist diese Person, die stiehlt und die Hausbrände legt?

Und die große Frage: Wieso das alles?

 

Und genau diese Fragen sind es gewesen, die das Lesen für mich sehr angenehm gemacht haben. Unterschwellig war immer eine gewisse Spannung vorhanden, da der Autor den Leser animiert nachzudenken und sich selbst diese eben genannten Fragen zu stellen und eventuell schon Antworten zu finden. Antworten konnte ich noch gar keine finden, denn man merkt, dass dieser Band im Deutschen gesplittet wurde, das heißt wie viele Leser es von der „Game of Thrones Reihe“ kennen, gehört im Englischen noch ein zweiter Teil zu diesem Auftakt. Daher ein er unspektakuläres Ende, aber die Vorfreude auf den zweiten Band der Reihe steigt daher umso mehr.

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Wie oben betont, gehört für mich zu einem Hexenbuch eine gewisse Atmosphäre und Düsternis. Diese Stimmung konnte der Autor meiner Meinung nach lediglich am Anfang des Buches erschaffen. In der Mitte und am Ende fehlte es mir im Detail. Die Zeit und auch das Setting hätten da noch einiges in Petto gehabt.

 

Ein wenig ängstlich und auch skeptisch stehe ich der Verbindung zwischen Matthew und der Hexe entgegen. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sich dies weiterentwickeln wird und vor allem, wie es mir in Bezug auf die Story gefallen wird.

 

Mein Fazit

Der erste Band einer Reihe um den Gerichtsdiener Matthew Corbett, der mich vor allem wegen den vielen offenen Fragen und die Geheimnisse in und um Fount Royal überzeugt zurücklässt. Bis auf ein paar nicht ganz zeitgenössische Wortspiele konnte mich der Autor mit seiner flüssig geschriebenen Geschichte neugierig auf die Fortsetzung machen.

 

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review 2017-05-04 11:26
Martin Krist prägt
Brandstifter: Thriller - Martin Krist

Inhaltsangabe

Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet - jetzt bedrohen sie deine Kinder! 
Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen?

Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen. 
Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist…

 

 

Meine Meinung

Warum er dies tut, weil er eine reelle Welt erschafft, die in Erinnerung bleibt.

Die Geschichte spielt in Berlin Neukölln und dank eines Besuches am vergangenen Wochenende, fühlte ich mich sofort ins Buch zurückversetzt.  Die Bahnhöfe, die S-Bahn Fahrt. Es hat nur David Gross neben mir gefehlt.

 

Allen Lesern, die wie ich bei Reihen nicht immer die Reihenfolge einhalten, sollte klar sein, dass man die Bücher von Martin Krist auch unabhängig voneinander bzw. durcheinander lesen kann. Bezieht man dies auf die Reihe um den Problemlöser David Gross, kann man zwischen „Drecksspiel“ und „Brandstifter“ gerne noch „Engelsgleich“ lesen. Diesen habe ich ausgelassen, werde dies aber zeitnah nachholen, da sich hier anscheinend die Wege der beiden Ermittler seiner zwei Reihen (Gross und Kalkbrenner) begegnen.

 

Der Start ins Buch fiel mir hier wirklich leicht. Im Buch selbst sind mittlerweile 4 Monate vergangen und immer noch plagte mich die Frage, was aus Davids Frau Caro geworden ist. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich David Gross nicht nur sehr geheimnisvoll, sondern auch extrem cool finde, dass mich seine Geschichte nach wie vor am meisten interessiert. Jeder Perspektivwechsel, der mich in seiner eigenen Geschichte ein paar klitzekleine Schritte voranbrachte, machte mich echt glücklich und ließ die Spannung steigen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass der Autor ein wenig Licht ins Dunkle gebracht hat, aber ich weiterhin neugierig bin, wie es (hoffentlich) weitergehen wird.

Der Problemlöser selbst, sieht sich nicht nur mit der Entführung seiner Frau konfrontiert, auch sein Sohn Jan macht ihm in diesem Band große Sorgen. Als Leser bekommt man leider nur einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt des 9-jährigen.

Sein Umgang mit dem Verschwinden seiner Mutter und David, dem die Hände gebunden sind, stellen für mich in dieser Reihe den emotionalen Part da. Auch diese Seite darf ein Thriller meiner Meinung nach gern mit sich bringen.

 

Und weil man PROBLEMLÖSER hier wörtlich nehmen kann reichen eben genannte Situationen natürlich nicht aus.

Da war dieser Brand, bei dem eine junge Frau ums Leben gekommen ist.

Dann verschwindet ein Wissenschaftler plötzlich, der sich beruflich in Berlin aufgehalten hat.

Und zu guter Letzt wäre da noch Valentina, die ihren Mann Georg eines Morgens tot in seinem Büro findet und nun um ihre Kinder bangt.

 

Ob und wie diese Gegebenheiten miteinander zusammenhängen, erfahrt ihr erst, wenn ihr dieses Buch selbst zur Hand nehmt.

Soviel sei euch verraten: wer den Stil von Martin Krist bereits kennengelernt hat, wird in „Brandstifter“ absolut nicht enttäuscht. Der Autor überzeugt mit knackigen Kapiteln, vielen unvorhersehbaren Verstrickungen und einer stetig steigenden Spannung. Gerade das letzte Drittel war für mein Empfinden bombastisch. Man will wissen, was los ist und sieht keine Lücke im Alltag, dieses Buch zur Seite zu legen, bevor man es nicht ausgelesen hat!

Gerade hinsichtlich der Spannung kann Martin Krist den ersten Band der Reihe sogar noch um einen Tucken toppen. Weiter so!

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Auch hier ist das Wort Kritik wieder fehlplatziert, aber in eine Rezension gehört immer auch das persönliche Empfinden. Also nehmt es euch nicht allzu sehr zu Herzen. Geschmäcker und Empfindungen sind verschieden^^

Neben David Gross konnte der Autor im ersten Band mit einem anderen speziellen Charakter namens Toni überzeugen. Nicht unbedingt er, sondern allgemein ein anderer Charakter neben David, der aufgrund seiner speziellen Persönlichkeit bzw. Darstellung im Buch in Erinnerung bleibt, hat mir hier gefehlt.

 

Und dann dieses Ende Herr Krist, das kann doch nicht Ihr Ernst sein???

Ich habe ungelogen mindestens 5x geguckt, ob mein Reader Seiten gefressen hat.

 

Mein Fazit

Ich denke, dass ich Fans dieses Autors nicht wirklich motivieren muss, auch dieses Buch zu lesen. Nein, mit meinem Fazit möchte ich die Leser ansprechen, die sich bisher noch nicht gewagt haben oder aufgrund der allseits bekannten Über-Bücherung noch nicht dazugekommen sind.

Also nicht viel Nachdenken, sondern lesen.

(wie oben erwähnt, egal in welcher Reihenfolge, ABER damit ihr genauso mitfiebert wie ich, empfehle ich euch mit „Drecksspiel“ zu beginnen. Davids Geschichte und so^^)

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