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review 2018-09-05 10:47
Harry, erobere mein Herz!
Fool Moon - Jim Butcher

Jim Butcher sieht für seine „Dresden Files“ etwa 20 Bände vor. Derzeit sind 15 vollwertige Bände und einige Kurzgeschichten um den Magier Harry Dresden erschienen. Zwei weitere Bände sind in Planung. 2015 war Butcher noch nicht sicher, wie viele Fälle sein Protagonist tatsächlich lösen wird, ob es 20 oder 21 werden, aber er plante, die Reihe mit einer bombastischen Trilogie abzuschließen. Ich konnte leider nicht herausfinden, ob dieser Plan heute noch aktuell ist. Ich hoffe es. Ich finde die Idee toll, weil mir ein dreibändiges Finale als würdiger Abschied von einer Figur erscheint, die viele Leser_innen jahrelang begleiteten. Ich selbst befinde mich in den „Dresden Files“ noch ganz am Anfang. Ende Mai 2018 habe ich den zweiten Band „Fool Moon“ ausgelesen.

 

Am Tatort finden sich Pfotenspuren. Die völlig zerfleischte Leiche weist grausige Biss- und Kratzwunden auf. Es ist Vollmond. Eindeutigere Hinweise kann es kaum geben. Harry Dresden, einziger übernatürlicher Privatdetektiv Chicagos, muss lediglich eins und eins zusammenzählen, um dahinterzukommen, was den armen Mann tötete: es war ein Werwolf. Harry muss jetzt nicht nur herausfinden, wer der Werwolf ist, er muss auch ermitteln, um welchen Typ es sich handelt. Seine Nachforschungen deuten darauf hin, dass er es mit einem Loup-Garou zu tun hat – natürlich die wildeste und gefährlichste Art. Einfach fantastisch. Aber irgendetwas stimmt nicht. Die Fakten passen nicht zusammen. Ein Loup-Garou tötet willkürlich. Es scheint allerdings, als seien einige Opfer bewusst ausgeschaltet worden. Es sind Johnny Marcones Männer. Nutzt jemand die Bestie, um Marcone zu bedrohen? Harry würde Chicagos mächtigem Untergrundboss keine Träne nachweinen, doch ein Loup-Garou kann nicht kontrolliert werden. Will er die Bevölkerung Chicagos schützen, muss er vielleicht Marcones Leben retten…

 

Keine Urban Fantasy – Reihe ohne Werwölfe. Irgendwann tauchen sie immer auf. Jim Butcher integriert die mondsüchtigen Pelzträger recht zeitig in „The Dresden Files“. Ich denke, er entschied sich für einen frühen Auftritt in „Fool Moon“, weil sein Bestiarium vergleichsweise umfangreich ist. In der alternativen Realität des Harry Dresden tummeln sich neben Werwölfen auch Vampire, Feen, Dämonen, Geister, Magier_innen und vermutlich viele weitere Spezies, die mir bisher noch nicht begegneten. Ich finde es nachvollziehbar, dass er erst einmal die Kreaturen vorstellt, die den Leser_innen bereits bekannt sind und sich später ausgefalleneren Exemplaren widmet. Werwölfe verleiten gern zu einer gewissen Faulheit. Da sie Liebhaber_innen des Genres bestens vertraut sind, tendieren UF-Autor_innen dazu, sich auf dem Wissensstand ihrer Leser_innen auszuruhen und kein Konzept für diese Spezies zu entwickeln. Nicht so Jim Butcher. Seine Herangehensweise an Gestaltwandler empfand ich als überraschend originell und kreativ. Es gibt verschiedene Typen, die sich je nach eingesetzter Magie, Art der Verwandlung und Gefährlichkeit unterscheiden. Auf diese Weise trägt Butcher den variierenden Legenden rund um Werwölfe Rechenschaft, was mir sehr gut gefiel. Ob es nötig war, Harry gleich im zweiten Band mit vier dieser Typen auf einmal zu konfrontieren, bezweifle ich hingegen. Meiner Meinung nach ist Butcher der Versuchung einer actionüberladenen Handlung erlegen, die sich durch zahlreiche Kampfszenen gestreckt und langgezogen anfühlte. Natürlich war es interessant, Harry öfter zaubern zu sehen, weil ich dadurch eine bessere Vorstellung davon gewann, wozu er fähig ist und wie sich seine Verbindung zur Magie gestaltet, doch ein paar Prügeleien weniger hätten es auch getan. Ich hätte mehr Ruhe definitiv bevorzugt, um Raum für intime Momente mit dem Protagonisten zu schaffen, die mir erlaubt hätten, Harry enger kennenzulernen. Zwar involviert Butcher einige neue Hinweise bezüglich seiner Vergangenheit, aber bisher ist es mir nicht gelungen, eine stabile Beziehung zu ihm aufzubauen. In „Fool Moon“ entpuppt er sich als Einzelgänger, der Angst hat, zu vertrauen und tiefere Bindungen einzugehen. Folglich kann ich mit den Nebenfiguren leider nicht viel anfangen. Trotz grundsätzlicher Sympathie, besonders für Murphy, hindert mich Harrys Distanz daran, sie ins Herz zu schließen. Auf irgendeiner Ebene ist ihm wohl klar, dass er dringend eine_n Vertraute_n bräuchte. Gegen Ende des Buches führt er ein Zwiegespräch mit seinem Unterbewusstsein, das ihn für seine Bindungsängste ermahnt. Obwohl ich diese Szene unterhaltsam fand, zeigt sie meiner Ansicht nach, dass Butcher zum Zeitpunkt des Erscheinens von „Fool Moon“ (2001) ein eher unerfahrener Autor war. Eine Diskussion mit sich selbst ist schriftstellerisch keine äußerst elegante Lösung, um einer Figur zu Erkenntnis zu verhelfen. Ich bin allerdings geneigt, ihm diesen plumpen Schnitzer zu verzeihen, weil ich damit rechne, dass er sich im Laufe der Reihe als Autor weiterentwickeln wird. Er steckte damals einfach noch in den Kinderschuhen.

 

„Fool Moon“ ist eine UF-Reihenfortsetzung, wie sie zu erwarten war. Im Vergleich zum ersten Band „Storm Front“ haben sich Tempo und Actionlevel deutlich gesteigert, die übergeordnete Handlung erzielt hingegen lediglich zaghafte Fortschritte, die sich hauptsächlich in durchschaubaren Andeutungen auf potentielle Entwicklungen in den nächsten Bänden äußern. Der akute Fall steht im Vordergrund. Ich muss zugeben, dass ich diesen niemals allein hätte lösen können. Das atemlose Chaos verschiedener Werwolf-Typen, die sowohl Harry als auch dem an Al Capone erinnernden John Marcone ans Leder wollen, war dann doch etwas zu verwirrend, um den Überblick zu behalten. Von mir aus hätte Jim Butcher „Fool Moon“ gern etwas gradliniger, dafür aber tiefgehender konzipieren können. Ich hoffe, dass ich nicht mehr lange gezwungen bin, an der Oberfläche herumzukratzen, bis es ans Eingemachte geht. Ich bin ungeduldig. Ich möchte endlich von Harry erobert werden.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2018/09/05/jim-butcher-fool-moon
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review 2018-08-06 03:14
Brief Cases (Dresden Files) - Jim Butcher

I think my issues with this might be similar to the issues I had with a certain romance author doing the same thing - rerelease them as a collection if you want, but don't do that in place of an actual book. (and don't expect me to pay $28 for the damned thing).

 

Thank God for libraries.

 

Most of them, I had read. It was nice to do a refresher. I think there are more that weren't in here though. I recall a wedding being crashed or something in one. I don't recall much more than that but it was the first time I'd heard of Harry Dresden and prompted me to start hunting down the books. It wasn't in here.

 

Of interest was the trip to the zoo with Maggie and Mouse. Seems one of Mouse's brothers wasn't rescued...and apparently ran off and went rogue.

 

There is one thing...one tiny detail...that I keep getting hung up on. The White Court, as I recall, if they found The One by a certain age, were apparently...humanized or something. So if Son Of Bigfoot fell for one...and we aren't told how old she was, but she was in college...would she be too old yet or what? Along that line, if they fell in love after a certain age, they couldn't touch. Thomas was unable to touch Justine... And yet the indicators are that he could - at least, in the short that took place sometime after Ghost Story.

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review 2018-07-19 19:27
Changes / Jim Butcher
Changes (Dresden Files, Book 12) - Jim Butcher

Long ago, Susan Rodriguez was Harry Dresden's lover-until she was attacked by his enemies, leaving her torn between her own humanity and the bloodlust of the vampiric Red Court. Susan then disappeared to South America, where she could fight both her savage gift and those who cursed her with it.

Now Arianna Ortega, Duchess of the Red Court, has discovered a secret Susan has long kept, and she plans to use it-against Harry. To prevail this time, he may have no choice but to embrace the raging fury of his own untapped dark power. Because Harry's not fighting to save the world...

He's fighting to save his child.

 

Jim Butcher must sit up nights thinking up ways to make Harry Dresden’s life miserable! Just when you think that his life can’t get any more complicated, Butcher dreams up worse things for him to deal with.

Susan Rodriguez returns to mess with Harry’s reality—and inform him that he’s a father and his little girl is in tremendous danger from the Red Court vampires. Harry has spent the last 11 books gathering friends, allies, and frenemies. He has to call on all of them, all his talents, all his anger & power, and all of his cunning to get through this tangle.

So Butcher throws everything into the blender and gives it a good whirl. There is a lot of action, a lot of blood, a lot of characters. I was happy to see the return of Butters and Toot-Toot. Also, it was great to have Mouse get to show off his powers. Harry makes a questionable deal in order to cope with the situation and gets assistance from unexpected quarters. The book ends on a cliff-hanger, so if you object to that sort of thing, consider having the next book queued up and ready to roll. Because, let’s face it, if you’ve read this far, you’re not going to quit now, are you?

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text 2018-07-18 14:56
Reading progress update: I've read 189 out of 448 pages.
Changes (Dresden Files, Book 12) - Jim Butcher

 

 

A little urban fantasy pick-me-up.

 

 

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review 2018-06-30 21:40
Brief Cases (The Dresden Files #15.1) (Audiobook)
Brief Cases (Dresden Files) - Jim Butcher

Another fun compilation of short stories and novellas set in the Dresden universe. I finished my read of the currently available books almost three years ago and have been waiting impatiently for Peace Talks ever since, along with everyone else. So I was happy to see this come out to break the dry spell a bit - and also impress upon me the need to do a relisten at some point in the near future. :D

 

A Fistful of Warlocks - 3 stars

 

I spent the first half of this trying to remember who Luccio was. Whoops. She never made much of an impression as a character, so it took me awhile to place her, especially since I heard19th century and got excited that maybe we were getting a story about Ancient Mai. Alas, no. Still, Wild West, Wyatt Earp and Warlocks - what's not to love?

 

Cassandra Campbell narrates this one.

 

B Is For Bigfoot - 4 stars

 

Harry must deal with bullies targeting Bigfoot's kid. Irwin is pathologically pacifist, and Harry's intent on making him understand that he can still stand up for himself. As ever, Butcher takes what should be a fairly straightforward issue and complicates the hell out of it. Plus, it's about time Sasquatch makes an appearance in this world.

 

AAAA Wizardry - 4 stars

 

Harry's again playing mentor, this time to young wizards. Harry shines when he's taking care of kids and teaching others how to be better. The classroom setting is intertwined with a case that Harry worked where things ... wait for it ... went wrong. I know! That never happens to him, right?

 

I Was a Teenage Bigfoot - 3 stars 

 

Irwin's again in trouble, and Harry's sent to help out. This one is fairly straightforward, on the Dresden scale, and we don't get as much interaction with Irwin this time around. And you will NEVER guess the motive for this one. :D

 

Curses - 5 stars

 

I actually never heard of the Billy Goat curse, and the way Butcher comes up to explain it is classic Dresden, whimsical and offers some of the most hilarious moments in this collection. 

 

Even Hand - 3 stars

 

Oh, Gentleman Johnny Marcone. I don't care for him, but he's hardly the worst villain out there. He reminds me a lot of Xanatos from Gargoyles, actually. Unrepentantly evil, but with his own moral code and rules. The best rule being "no kids." So when Justine come to him asking for help protecting a child, well...what's a cold-blooded mafia-type man supposed to do?

 

Jim Butcher narrates this one. And...well...Hermoine would approve his narrative style. His pronunciation is always very proper and precise - and as a result a little on the stilted side. 

 

Bigfoot on Campus - 4 stars

 

Bigfoot Irwin's all grown up and in college and has a girlfriend whose not what she seems. What could go wrong? Harry's got a condition on this one though: Papa Bigfoot has to meet his son, who is more than a little ticked off for being kept on the sidelines his whole life.

 

Bombshells - 4 stars

 

Molly's trying to fill the shoes of Harry after the event in Changes, and she's finding it to be quite an overwhelming task. I've always liked Molly, so was happy to see her POV and get inside her head. She's made some questionable decisions, and seeing how she navigates the world of wizardry as a result of those decisions and what she's learned since was fascinating. Plus, she gets company of Justine and Andi while she tries to figure out how to save Thomas. (I forgot Andi was dating Butters.)

 

Cold Case - 5 stars

 

Two Molly POVs in a row! And this one hurt. Molly's first assignment as the new Winter Maiden pairs her up with Carlos as they go up against monsters Alaska, and it doesn't go anything like she thought it would. Her new "mom" Mab is as cold and vicious as always, and a stark contrast to Charity. Mab's not here for sentimentality. She's here to fight a war. She does offer Molly the opportunity to find a better way to fight that war though, so hopefully that means Molly will be able to do that someday.

 

Julia Whelan narrates both of Molly's stories, and she does a great job.

 

Jury Duty - 4 stars

 

Harry Dresden has been found - by the government! Dun dun DUUUUNNNN! Jury duty happens. Wackiness ensues. Good fun.

 

Day One - 4 stars

 

BUTTERS! I love Butters - and totally forgot he was a Knight now. Whoops. He's called to his first mission as a Knight of the Cross and he does an excellent job of it. Oliver Wylan does the narration on this one and he captures Butters perfectly. 

 

Zoo Day - 5 stars

 

Harry spends his first full day with his 10-year old daughter Maggie and it's adorable. Of course, this is Dresden Files, so it can't just be a nice family outing. There's a lot going on here, and we get to see not just Harry's POV, but Maggie's and Mouse's too. Yes, you saw that right. Mouse gets his own POV here. Maggie's an amazing little kid, and Mouse's POV was charming as hell - in between all the horror, lol. 

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