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review 2018-01-04 07:55
irre traurig
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war - Joachim Meyerhoff

Der Klappentext von "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" von Joachim Meyerhoff verspricht einen zwar traurigen, aber auch urkomischen Roman über einen Jungen, der umgeben von einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufwächst.

Der kleine Joachim ist der jüngste Sohn des Direktors der Psychiatrie, deren Wohnhaus mitten auf dem Klinikgelände steht. Für Joachim sind all die Besonderheiten der Bewohner normal, bishin zu beruhigend. Denn das eigentliche Drama sind nicht all die Krankheiten, Süchte, Ticks und Auswüchse der Psyche, sondern das Drama spielt sich meiner Meinung nach innerhalb der Direktorenfamilie ab. 

Die Geschichte wird als Ich-Erzähler von Joachim einem näher gebracht. Aneinandergereihte Erinnerungen, gefasst in Kapitel. Und wie das mit Erinnerungen so ist, beziehen sich diese nicht immer aufeinander. Man lernt die Familienmitglieder durch die Augen eines kleinen Jungen kennen, die Strukturen. Und diese werden nicht hinterfragt, wieso auch? Welches Kind tut das? Doch als Leser bemerkt man die oft bedrückende Situation. Ein Vater, der als Direktor wunderbar funktioniert, aber mit dem eigentlichen Leben nichts anfangen kann und nach etwas sucht, was er nicht finden kann. Eine Mutter, die labil ist und sich aufopfernd bis zur Verzweiflung und Selbstaufgabe um ihre Söhne und ihren Mann kümmert - eine Macherin, trotz allem. 

Dieses Buch hat mich wahnsinnig traurig gemacht und eigentlich finde ich es nicht "urkomisch". Es berührt, lässt einen an die eigene Familie denken, in der jeder seine Rolle hat und spielt. 

Solange man keinen flachen, leichten Unterhaltungsroman erwartet, ist man mit "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" sehr gut beraten.

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review 2017-11-25 00:00
Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist (Beck Paperback)
Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird u... Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist (Beck Paperback) - Gabriele Krone-Schmalz Sachlich und logisch. Daten, Fakten, Hintergründe.
Investigative, seriöser und integer Journalismus.
Bravo Frau Dr. Gabriele Krone-Schmalz.
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review 2017-06-30 15:42
Sprachlich kunstvolle Kurzgeschichten rund um die Liebe
Liebe wird überschätzt: (und andere menschliche Geschichten). Erzählungen - Valeria Parrella,Annette Kopetzki

„Liebe wird überschätzt“ ist eine kurzweilige Sammlung von acht Erzählungen, die sich mit verbotener, später, unerfüllter und alltäglicher Liebe beschäftigen. Obwohl sie die vielen Fassetten der Liebe behandelt, fällt Valeria Parrella nicht in die Kitschfalle. Besonders gut haben mir ihr einfühlsamer, aber nüchterner Schreibstil und die vielseitigen Protagonisten gefallen. Bei jeder Kurzgeschichte stehen interessante Charaktere im Mittelpunkt, von scheinbar unauffälligen älteren Paaren, die sich gegenseitig betrügen, über Eltern mit kranken Kindern bis hin zu einer Äbtissin. Liebe in all ihren Formen durchzieht die Kurzgeschichten: Liebe zwischen Partnern, Liebe zwischen Eltern und Kindern, Liebe zwischen Freunden und Liebe zur Freiheit. Damit widerlegt die Autorin im Grunde ihren eigenen Buchtitel, denn die Liebe ist der zentrale Erzählgegenstand.

 

Mit nur 140 Seiten fällt das Buch etwas kurz aus, jedoch habe ich jede Seite genossen.

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review 2016-11-24 05:13
Rezension | Gestorben wird immer von Alexandra Fröhlich
Gestorben wird immer: Roman - Alexandra Fröhlich,Roger Keil

Beschreibung

 

Die 91-jährige Agnes Weisgut führt bereits seit Jahrzehnten den erfolgreichen einen Steinmetzbetrieb in Hamburg. Immer getreu dem Motto „Gestorben wird immer“. Außerdem kümmert sie sich um alle Belange und Schwierigkeiten in der Familie. Nun möchte Agnes die Geheimnisse der Vergangenheit mit dem ganzen Familienclan teilen. So beauftragt sie ihre Enkelin Birte, die ganze Familie an einen Tisch zu bringen. Gar kein so leichtes Unternehmen, denn es gibt so einige Zwistigkeiten zwischen den Familienmitgliedern.

 

Meine Meinung

 

Der neue Roman von Alexandra Fröhlich, „Gestorben wird immer“, ist mein erster Roman der Autorin. Darin erzählt sie eine mitreisende Familiengeschichte, die vor allem durch den zweiten Weltkrieg geprägt ist.

 

"Ihre Enkelin war ein Mensch, der seine Ziele mit verzweifelter Hartnäckigkeit verfolgte und ein Scheitern schlichtweg ausschloss. Sie war ihr nicht unähnlich." Seite 15, Agnes

 

Sehr spannend finde ich die Einteilung des Romans. Zum einen springt man in der Zeit und von Ort zu Ort, was durch die Kapitelüberschriften leicht nachzuvollziehen ist, zum anderen ist die Geschichte in drei Perspektiven eingeteilt, die der 91-jährigen Agnes Weisgut, die der Tochter Martha und die der Enkelin Birte. Durch diesen Aufbau erzählt die Autorin immer nur Häppchen für Häppchen die spannende Familien-Geschichte der Weisgut’s. Die Spannung bleibt also bis zum Ende hin erhalten und lies mich das Buch kaum aus der Hand legen.

 

"Schatz. Liebling. Auch mein Häschen. Oder mein Mäuschen. Wie sie das hasste, diese nach außen, mit den immer gleichen Worthülsen demonstrierte Liebe. Thomas, der Gute. Martha, die Verrückte." Seite 54, Martha

 

Im Vordergrund stehen die bewegende Erlebnisse von Agnes Weisgut, sie hat die entbehrungsreichen Jahre des zweiten Weltkriegs miterlebt, was ihre Vergangenheit zu einer ganz besonders schwermütigen und ergreifenden Geschichte macht. Sie hat das beste aus ihrem Schicksal gemacht und dabei Schuld auf sich geladen. Nun möchte Sie ihrer Familie die ganze Wahrheit über die Vergangenheit erzählen, dabei hofft sie nicht auf Vergebung, sondern nur auf das Verstehen.

 

Alexandra Fröhlich’s Roman ist geprägt von den einschneidenden Erlebnissen des zweiten Weltkriegs, dabei stehen aber immer die drei Hauptprotagonisten Agnes, Martha und Birte im Vordergrund. Wirklich jeder dieser besonderen Charaktere hat eine ganz spezielle Persönlichkeit die im Laufe des Buchs verständlich dargelegt wird. Für mich glich das einer spannenden und berührenden Reise durch die Menschlichkeit! Ein wirklich toller Roman den ich euch ganz besonders ans Herz legen möchte.

 

"Eine Tochter ohne Mutter. Eine Mutter ohne Tochter. Das passte zusammen, fand Birte. Da konnte doch die eine der anderen geben, was sie beide brauchten." Seite 154, Birte

 

Über die Autorin

 

Alexandra Fröhlich lebt als Autorin in Hamburg und arbeitet als freie Textchefin für verschiedene Frauenmagazine. Ihr Roman „Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen“ (2012) stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Auch in ihrem neuen Buch, „Gestorben wird immer“, erzählt sie augenzwinkernd eine ungewöhnliche Familiengeschichte.(Quelle: Penguin Verlag)

 

Fazit

 

Eine bewegende Familiengeschichte, die bis heute durch die schlimmen Jahre des zweiten Welkriegs geprägt ist.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-gestorben-wird-immer-von-alexandra-froehlich
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review 2016-11-06 14:11
Herzliche Teenie-Liebe
Mein Herz wird dich finden - Jessi Kirby,Anne Brauner

400 Tage ist es her, dass Jacob gestorben ist. Was für den einen den Tod bedeutete, hat vielen anderen Menschen das Leben gerettet. Auch Noah wurde doch Jacobs Tod ein neues Leben geschenkt, denn er hat sein Herz bekommen. Obwohl dies ein tröstlicher Gedanke für Mia ist, kann sie ihre große Liebe Jacob einfach nicht gehen lassen und will unbedingt in der Nähe seines Herzens sein.

Mia macht sich also daran, die Organempfänger ausfindig zu machen und stößt via Internetrecherche auf Noah, in den sie sich zu verlieben beginnt. 

Das Thema Organspende verarbeitet in einem emotionalen Jugendroman hat mich sofort angesprochen. Zwar hatte ich befürchtet, dass es etwas kitschig werden könnte, aber es hat mir wirklich gut gefallen, denn Jessi Kirby nimmt sich des ernsten Themas auf behutsame Weise an.

Wenn man an Organspende denkt, ergeben sich gleichzeitig so viele Fragen. Welche Körperteile können gespendet werden? Wohin gehen diese? Ist es in Ordnung, wenn nur mehr - im wahrsten Sinne des Wortes - eine Hülle begraben wird? Und wie ist es für Angehörige, wenn sie die Organe eines Menschen, den sie liebten, lebendig an einem anderen sehen? 

Mit diesen und anderen Fragen arbeitet die Autorin und bettet sie in eine schöne Liebesgeschichte für Jugendliche ein. 

Protagonistin Mia ist mit ihrem Freund Jacob gemeinsam gestorben. Sie verkriecht sich in ihrem Schneckenhaus und schafft es einfach nicht raus. Sie hängt zu sehr an Jacob, sie kann sich nicht von ihm lösen und empfindet jede Geste des Vorwärtsschauens als Verrat an ihm. Wer leider schon einmal einen Menschen verloren hat, weiß, dass diese Gefühle natürlich sind und es seine Zeit braucht, bis man sie ausblenden kann.  Aber Mia hängt sich selbst an Jacobs Organen auf. Es ist eine lebende Verbindung zu ihm. Einerseits ist es ein Trost, weil sein Tod so viel Leben gespendet hat, andrerseits gibt es ihr einen Stich ins Herz, wenn sie bedenkt, dass Teile von ihm noch am Leben sind.

Aber sein Herz verweigert sich ihr. Der Organempfänger Noah reagiert nicht auf sie und daher nimmt sie selbstständig Kontakt zu ihm auf, wodurch aus einer bedenklichen Notlüge eine sanfte Liebesgeschichte entsteht.

Es gibt sehr schöne, lebensbejahende Szenen und trotz des ernsten Themas sprudelt die Geschichte vor purer Lebensfreude. Passend dazu ist sie im Sommer in Kalifornien angesiedelt und zog mich dadurch in ein angenehmes Sommer-Sonne-Feeling rein. 

Die Geschichte legt  ein gemächliches Tempo vor. Zuerst steht Mias Schmerz im Vordergrund, danach ihre Versuche, den vielen Empfängern nahe zu sein, bis endlich das Abenteuer Noah beginnt, dass Mia und den Leser gute Laune bringt. 

Zwar ist es sofort absehbar, wie die Geschichte enden wird, aber es ist meiner Meinung nach ein Wohlfühlbuch, dass wenig von Spannung, sondern von Stimmung und Thematik lebt.

Das Ende fand ich recht gedrängt. Seitenweise ist man in Schritttempo unterwegs und auf einmal ist man am Schluss angelangt.

Insgesamt ist „Mein Herz wird dich finden“ eine nette Liebesgeschichte, die sich mit dem ernsten Thema Organspende beschäftigt und den Leser gleichzeitig in das sonnige Kalifornien mit seinem Sommer-Sonne-Feeling versetzt.

 

© NiWa

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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