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review 2015-12-21 04:07
Gutes Familiendrama mit dem Erzähltempo einer französischen Weinbergschnecke
Der Hof - Simon Beckett,Juliane Pahnke

Meine Forderung an den Autor nach neuen Geschichten und Figuren, die ich in meiner Rezension zu Kalte Asche aufgestellt habe, hat Beckett sowas von übererfüllt. Wenn der Name des Schriftstellers nicht ganz groß auf dem Cover geprangt hätte, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass der Roman Becketts Feder entsprungen sein könnte.

 

Diese Geschichte ist vom Erzählstil sowas von diametral entgegengesetzt zu den David Hunter Romanen. Gaaaanz laaaangsam und gemächlich plätschert die Story dahin, ohne schon auf der ersten Seite die verfaulte, verbrannte, (Todesart bitte einsetzen).. Leiche zu präsentieren. Dennoch wabern im Hintergrund bedrohlich die Andeutungen zu einem oder mehreren Verbrechen. Sehr gut beschreibt der Autor die agressiv aufgeheizte Hintergrundstimmung auf dem ländlichen französischen Bauernhof und zeichnet liebevoll die Figuren mitsamt ihren Marotten und Geheimnissen. Und dann ....passiert fast gar nix. Sean mauert zen-artig an der verfallenen Mauer, Madeleine kocht gefühlte 100 Essen, Arnaud spinnt herum und Gretchen pubertiert.

 

Hat mir dieser langsame, untypische Stil gefallen? Ja und nein. Ich bin ja schon für gemächlichen sorgfältigen Plotaufbau und ausführliche Figurenentwicklung, aber wenn sogar eine Weinbergschnecke mit Gipsfuß die Handlung überholen könnte, und das auf 470 Seiten, dann ist das etwas zuviel Gehirn-Tai-Chi für mich.

 

Im Finale kommt dann wieder sehr viel Schwung in die Geschichte, und das Buch entwickelt sich zu einem hervorragenden Beispiel für ein gelungenes Familiendrama inklusive Mord und Totschlag.

 

Fazit: Ein gutes Buch mit zuvielen Längen, das etwas mehr David-Hunter-Action und -Tempo vertragen hätte. 3,4 Sterne

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review 2015-09-22 08:40
Französische Einöde
Der Hof - Argon Verlag,Simon Beckett,Johannes Steck

Sean ist auf der Flucht. Er will einfach nur weg aus der Stadt, aber dass er sich auf einmal mitten in einem französischen Wäldchen mit seinem Fuß in einer Eisenfalle wiederfindet, hätte er sich auch nicht gedacht.

Die Besitzer des Hofs - allen voran die schöne Mathilde - pflegen ihn gesund und obwohl ihr Vater - der mürrische Arnaud - ein fuchteinflössender Zeitgenosse ist, nimmt er gegen Kost und Logis einige Arbeiten am Hof an. Denn auf diese Weise kann er in dem maroden Gemäuer den Kopf einziehen und kommt dabei unvermutet einem erschreckenden Familiengeheimnis auf die Spur.

Der Autor verwebt zwei geheimnisvolle Erzählstränge zu einer Geschichte. Einerseits kommt man Seans plötzlicher Flucht aus London auf den Grund. Wovor er genau geflohen ist, weiß man erst zum Ende hin. Aber dass es nicht ganz legal sein kann und etwas mit seiner Freundin zutun hat, ist einem von Anfang an klar. 

Andrerseits befindet man sich mit Sean auf diesem maroden Hof, mitten in der französischen Einöde, wo der Landwirt Arnaud sein herrschaftliches Zepter als Familienoberhaupt über die beiden Töchter und seine Schweine schwingt. Dabei ist er zu zweiteren allerdings einfühlsamer, was einem bereits zu Beginn zu denken gibt.

Es klingt so spannend und so geheimnisvoll, aber entspricht insgesamt ungefähr der französischen Einöde, in der sich Sean aufhält. Zuerst habe ich gedacht, Simon Beckett wickelt mich mit dieser alltäglichen Normalität um den Finger, um dann richtig zuzuschlagen, wenn ich am wenigsten damit rechne, aber dann lässt er den Leser in dieser belanglosen Atmosphäre nach Spannung lechzen, nur um am Ende ein paar Fäden zu vereinen und einen Showdown im Schnelldurchgang zu präsentieren.

Lange Zeit habe ich mir gedacht, jetzt kommt’s! Jetzt kommt gleich der Clou, ganz sicher. Doch dem war nicht so! Beckett schildert hier das triste Leben am Hof, die Schweinezucht und zugegebenermaßen eine abartige Familie, dann schlittert man in London durch ein abgedroschenes Beziehungsdrama, um zu guter Letzt zum interessantesten Teil der Erzählung - dem Epilog - zu gelangen.

Ich mag Simon Beckett und nicht nur die David-Hunter-Reihe sondern auch seine anderen Werke. Doch mit diesem Roman ist ihm meiner Meinung nach ein Ausrutscher passiert, den man unbedingt auch den Besten zugestehen soll. 

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2015-02-03 00:00
Der Hof
Der Hof - Simon Beckett,Juliane Pahnke Für den Spannungsaufbau der während des ganzen Buches getrieben wurde, war das Ende wirklich lahm und für mich mit all seinen Enthüllungen vorhersehbar.

Mich hat es nicht überrascht, da ich mir das schon alles so gedacht hatte.

Trotzdem spannend und gut zu lesen. :)
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review 2014-07-01 15:11
Mein allererster Thriller hat mich begeistert
Der Hof - Simon Beckett,Juliane Pahnke

Der Hof - Simon Beckett

Ein abgelegener, heruntergekommener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß. Fliegen umschwirren die grunzenden, halbwilden Schweine, die im Dreck nach Futter stöbern. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit einem zerfetzten Fuß. Auf der Flucht vor der Polizei ist er in eine rostige Eisenfalle getreten, aufgestellt von Arnaud, dem Besitzer des Hofs, einem Eigenbrötler, der keine Fremden auf seinem Besitz duldet. Sean darf dennoch bleiben - wenn er mithilft, die maroden alten Wände neu zu mauern. Er nimmt das Angebot an, denn eine Rückkehr nach England kann er nicht riskieren - und auch wegen Arnauds Tochter Mathilde, die ihn so hingebungsvoll pflegt. Aber deren verführerische kleine Schwester ist völlig unberechenbar, ebenso wie der tyrannische Arnaud. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, und Sean will es herausfinden. Doch die Arnauds haben ihre Geheimnisse, und der Alte setzt alles daran, dass sie niemals ans Licht kommen.

 

_Dieses Buch war mein allererster Thriller, fast peinlich bei fast 30 Büchern im Regal. Ich dachte ich nutze die Chance als ich es im Laden sah und dachte ''probier's doch einfach mal aus''. Ich dachte mich erwartet Spannung, Blut, Mord, Spannung, Blut, Leichen, doch dem war nicht so, es war eher eine harmlosere Version dessen. Ich bin sehr schnell in's Buch reingekommen weil es nicht an Protagonisten, Orten oder Namen nur so hagelte, es war sehr überschaubar was mir sehr sehr zusagte. Das Zusagen hätte aber auch daran liegen können das es eben erst das erste Buch dieses Genres für mich war und ich Thriller nie las.

Ich muss gestehen trotz des etwas harmlosen Geschehens war es ein super Buch welches mich fesselte und nicht mehr losließ und ich auch noch ein paar Minuten drüber nachdachte nachdem ich das Lesezeichen hinein gab und eine Pause machte...wie ging es jetzt wohl weiter? Und wer wird wie mitgezogen in dieser überschaubaren kleinen Geschichte? die ja die meiste Zeit nur! auf diesem Hof spielte. Ich würde es empfehlen an jene die sich vielleicht auch mal in dieses Genre trauen wollen aber eben langsam und nicht direkt mit einem Dan Brown oder ähnlichem. Leicht zum reinkommen, überschaubar und nicht allzu brutal wobei man sich auf ein grandioses Finale freuen darf! LG smtuniverse

 

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