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review 2017-12-17 10:00
Rassismus zu klischeehaft dargestellt
Kleine große Schritte: Roman - Jodi Picoult,Elfriede Peschel

Inhaltsangabe

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist…

 

 

Meine Meinung 

Der Klappentext gibt dem Leser hier einen sehr guten Einblick in das Anfangsgeschehen des Romans. Die hier dargestellte Grundidee, dass die Autorin das Setting in ein Krankenhaus legt, wir dort auf eine sehr gut ausgebildete schwarze Säuglingskrankenschwester treffen und diese wiederrum auf eine Familie trifft, welche eine rassistische Einstellung gegenüber Afroamerikanern hat, finde ich sehr gelungen. Allein diese Konstellation und dieses Ursprungssetting regen den Verstand zum Nachdenken an. Als Leser versucht man die verschiedenen Seiten in der Geschichte nachzuvollziehen bzw. zu verstehen, was mal leichter und mal schwerer fällt. Zu den verschiedenen Perspektiven zähle ich die der Krankenschwester und Prota im Roman Ruth Jefferson, die des Säuglingsvaters Turk Bauer und zu Beginn versuchte ich mich auch in die Sicht- und Handlungsweise der Chefin von Ruth hineinzuversetzen, welche Ruth den Umgang mit dem Baby sehr schnell untersagte.

 

Insgesamt bleiben drei Perspektiven im Buch. Jedoch geht es neben Ruth und Turk um die Geschichte und die Sichtweise von Kennedy McQuarrie, welche als Anwältin eine wichtige Rolle in dem Buch spielt.

 

Zu den Charakteren. Ruth kannte ich bereits aus der Vorgeschichte und ich habe mich gefreut, nun zu erfahren, was aus ihr geworden ist. Sie hat also gekämpft und ihren Weg gefunden. Bei ihrer Person wurde mir sehr schnell klar, dass diese aufkeimende rassistische Einstellung ihr gegenüber für sie komplett neu war. Ihren Umgang damit fand ich fast ein wenig emotionslos und nicht ganz so, wie ich es erwartet habe.

Turk Bauer und auch seine Frau Brittany vertreten hier ganz klar die Seite zweier Mitglieder der White Power Bewegung. Dank Turks Sichtweise bekommt man tiefere Eindrücke dieser Gruppierung. Sowohl ihre Denk- als auch ihre Handlungsweisen wurden dem Leser vor Augen geführt.

 

„Ich möchte einen Tag der Rache zu Ehren meines Sohnes.“ (S. 313)

 

Die Anwältin Kennedy McQuarrie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich mochte den Einblick in ihre Privatsphäre, in der Mann auf ihren Mann und ihre kleine Tochter Violet trifft. Kurz gesagt wird Kennedy als chaotische und stressgeplagte Frau vorgestellt, die sich meiner Meinung nach in der Geschichte am meisten entwickelt.

 

Wer bereits einige Romane der Autorin kennt, weiß, dass Picoult die Meisterin der Gerichtsverhandlungen ist. Auch hier stehen eine Anklage und deren Prozess im Mittelpunkt des Buches. Ruth wird von der Familie Bauer wegen unterlassender Hilfeleistung gegenüber ihres Sohnes Davis angeklagt. Dem entgegengestellt wird die Aufforderung, dass Ruth sich von diesem Kind fernhalten soll, es nicht mal berühren soll. Als Davis eines Tages blaugefärbt im Säuglingszimmer liegt, weiß Ruth nicht, wie sie sich verhalten soll.

Dann nimmt der Roman seinen Verlauf.

 

Die Anfangspassagen und auch die Gerichtsverhandlung im mittleren Teil gefielen mir sehr gut. Dann entschied sich die Autorin meiner Meinung nach für den falschen Weg, diesen Roman zu einem Ende zu führen.

 

Dass sich die Autorin an diese immer noch aktuelle und wichtige Thematik herangetraut hat, halte ich ihr sehr zu Gute. Auch dass sie der Geschichte mit ihrem tollen Schreibstil und der charakteristischen Gerichtsverhandlung diesen speziellen Picoult-Touch gegeben hat, gefällt mir.

____________________________________________________________

 

Allerdings habe ich eben schon kurz angedeutet, kam ich mit dem letzten Drittel dieses Buches überhaupt nicht überein. Für mich war aufgrund der stark antisemitischen Einstellung von Turk Bauer klar, wie sich ein Gericht in dieser Situation zu verhalten hat.

Picoult setzte aber darauf, Turk Bauer mit Zitaten zu versetzen, die die White Power Bewegung sehr klischeehaft darstellt. Ich mag meinen, dass ein Großteil dieser Mitglieder gar nicht dumm ist, aber so werden sie hier dargestellt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Sowohl optisch, als auch verhaltenstechnisch setzte die Autorin hier auf typische Skinheadbeschreibungen von Turk Bauer und anderen Mitgliedern. Im Nachwort erwähnt sie die Zusammenarbeit mit einigen Aussteigern aus der Szene. Aber mich hätte tatsächlich auch mal die Meinung eines Mitglieds der Szene interessiert. Viele Beschreibungen wurden meiner Meinung nach aus den sehr aktiven 90er Jahren herausgezogen. Für mich war es am Ende zu viel des Guten. Ich will nicht sagen, dass die Autorin vom eigentlichen Thema Ruth abwich, aber es artete beinahe in Hetze aus, was dieser Roman absolut nicht nötig gehabt hätte. Ausschlaggebend für meine anschließende Bewertung war der abschließende Part um Brittany Bauer, welche in die White Power Bewegung sozusagen hineingeboren wurde. Dazu mag ich an dieser Stelle allerdings nicht mehr sagen.

 

Mein Fazit

Ein Roman mit einem wichtigen, aktuellen Thema, welcher anfänglich alle Faktoren für einen interessanten, spannenden und nachdenklich machenden Roman bereithielt. Allerdings konnte ich vor allem gegen Ende nicht mehr mit den Ideen der Autorin umgehen. Zu viele Situationen erschienen mir zu realitätsfern.

Für mich ein Buch, dass jeder Leser wohl anders empfinden wird.

Ich habe lange über meine Worte nachgedacht und bin zu diesem Fazit gekommen.

Vor allem Picoult-Fans sollten sich ein eigenes Bild bilden.

 

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review SPOILER ALERT! 2017-09-18 00:40
Book Revew: Salem Falls
Salem Falls - Jodi Picoult

Book: Salem Falls

 

Author: Jodi Picoult

 

Genre: Fiction/Crime/Small Town Life

 

Summary: A handsome stranger comes to the sleepy New England town of Salem Falls in hopes of burying his past: Once a teacher at a girls' prep school, Jack St. Bride was destroyed when a student's crush sparked a powder keg of accusation. Now, washing the dishes for Addie Peabody at the Do-Or-Diner, he slips quietly into his new routine, and Addie finds this unassuming man fitting easily inside her heart. But amid the rustic calm of Salem Falls, a quartet of teenage girls harbors dark secrets - and they maliciously target Jack with a shattering allegation. Now, at the center of a modern-day witch hunt, Jack is forced once again to proclaim his innocence: to a town searching for answers, to a justice system where truth becomes a slippery concept written in shades of gray, and to the woman who has come to love him. -Simon and Schuster, 2001.

 

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review 2017-09-06 00:00
Small Great Things
Small Great Things - Jodi Picoult Small Great Things - Jodi Picoult This is quite a book. An important read for those of us who are trying to understand issues or racism, especially the advantages our white skin have bestowed upon us (unless, of course, we're not white). The book jumps back and forth. Between the points of view of Ruth Jefferson, a nurse who works in L&D (labor and delivery); Turk Bauer, a white supremacist whose child died shortly after birth; and Kennedy McQuarrie, a young white lawyer who works in the public defender's office, because her eye-surgeon spouse makes enough money for the both of them.

The issue revolves around the birth of one Davis Bauer, Turk's son. Turk insisted that no black nurse should be allowed to touch his new-born son. But, there's a medical emergency c-section, and the nurse attending Davis, was called away and left Ruth to watch over Davis. Davis begins having medical problems. Ruth tries to resuscitate him, but stops when she hears her supervisor walking down the hall, the supervisor who wrote the orders that Ruth was not to touch the baby.

So, seeing a medical emergency, all hands are on deck, so to speak, and Ruth is given the job of chest compression, to keep the heart pumping while they try to restore the baby's breathing. The baby dies and Turk, who came into the room blames the black nurse for being too vigorous. He swears out a complaint against Ruth, and the hospital throws her under the bus, so to speak.

So, we have findings, the trial, and so forth. Ruth gets a nice middle-class, white public defender, who really doesn't understand racism. Basically, Ruth schools Kennedy. So, along with the trial, we learn quite a bit about the problems of white racism, our ignorance of the basic issues. We understand the overt racism, but not how our institutions have been designed to disadvantage people not born in a white skin.

It's all quite fascinating. I have been slowly learning about this stuff for a number of years now, but it's good to get different perspectives and looks. Then too, it's particularly important that we learn about these things given that we have recently installed a racist in the White House (not to mention a racist as Attorney General). Shame on us all.

Interesting, just a week after I finished this book, the guy who first tried to school me on the issues of white racism, Horace Seldon, passed away. Horace will be greatly missed, he was a true gem of a person.
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review 2017-08-11 01:02
Small Great Things
Small Great Things - Jodi Picoult,Audra McDonald

 

 

Ruth Jefferson has been a neonatal nurse for over 20 years, at a small hospital in New Haven, CT.  She is a great nurse who loves her job.  During a routine newborn check, she is startled when the baby boy's father, Turk Bauer, insists on speaking with Ruth's supervisor, who subsequently informs her she is not to care for or even touch this young patient again.  The Bauers are white supremacists, and Turk has requested that no one who "looks like" Ruth touch the baby.  Ruth is African-American..

 

After having worked a double shift, Ruth is asked to watch over the baby, Davis Bauer, who has just undergone a routine circumcision and needs to be observed.  Because an emergency c-section has pulled all other available personnel away, Ruth is the only left to do so.  When he goes into cardiac distress, she faces the impossible choice of complying orders by doing nothing or defying them to administer to him.

 

When there is a adverse event, Ruth becomes a target and faces serious criminal charges.  The public defender assigned to her case is Kennedy McQuarrie.  The book has as its three first-person, present-tense narrators Ruth, Kennedy, and Turk.  The audiobook has three separate narrators for these roles, which I found really effective.  The book takes on race issues in a way that honors and explores the complexities associated with it, as the characters all recount their perspectives, and they all go through their own complicated journeys.  This is my second Jodi Picoult novel, after Leaving Time, and she's definitely become a favorite author.  She has a way of writing books I want to climb into so I can shut out the outer world until I'm done.

 

I had some uncanny timing with this book.  I'd placed a hold on the downloadable audiobook from my library's site ages ago. Just when I needed to make my "reader's choice" selection for my library's summer-reading program, this book finally became available.  

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text 2017-08-06 15:49
Adding-book woes
Small Great Things - Jodi Picoult,Audra McDonald

 

 

So I just added this book, because of course my edition didn't exist yet (here or on Goodreads).  And I am so sick of adding editions but too OCD to shelve anything other than my exact edition.  And once again (this happened the last couple times that I added editions), I got a "524" timeout error.  So you wouldn't actually know that the edition has been successfully added, except that the other times I got this, it turned out that despite the error, I'd completed the edition add.  And so too, have I done so just now.  I just wish it were smooth and easy like this:  I enter my ISBN into the search box, and...  The book exists!  And I shelve it.  BOOM!  But no....

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