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review 2019-02-09 15:20
Mit diesem Buch tut man seinen Bauchmuskeln etwas gutes.
Das Leben ist kein Zweizeiler - Friedric... Das Leben ist kein Zweizeiler - Friedrich Kalpenstein

Das Leben als Single ist nicht ganz einfach. Eigentlich bräuchte Alexander nach seiner Scheidung auch keine Frau an seiner Seite. Er hat ja seinen Dackel und seine beste Freundin. Nun will er aber, nach seinem ersten Veröffentlichten Besteller, einem Krimi, ein Satirebuch über einen Single schreiben, welcher die große Liebe findet.
Alexander stürzt sich also auf den Singelmarkt um Recherche zu betreiben und die Liebe zu finden. Das Ergebnis überrascht ihn an meisten.

Das Cover ist toll. Es ist nicht zu aufdringlich und dennoch möchte man wissen, wie der Klappentext auf der Rückseite des Buches lautet.
Es ist mein drittes Buch von Kalpenstein und mir gefiel auch dieses Werk.

Während des Lessens hat man andauernd ein Lächeln auf den Lippen und ich musst häufiger auch Lachen. Nicht nur Alex ist ein liebenswerter Charakter, besonders hat es mir der Hund pardon Rauhhaardackel Leo angetan.
Wie gewöhnt lässt sich der Schreibstil gut lesen. Er ist voller Ironie und Sarkasmus und ich fühle mich beim Lesen pudelwohl.

Alexander ist Autor und arbeitet an neuen Ideen. Das zu lesen, fand ich während der Groschenromane noch unterhaltsam, aber irgendwann wurde es anstrengend und ich habe diese Abschnitte eher überfolgen.
Das Ende war vorhersehbar und kam dennoch ein wenig plötzlich. Trotzdem ist das Ende glaubhaft und ließ mich zufrieden zurück.

Jeder der gerne lustige Bücher liest ist bei diesem Werk gut aufgehoben.

Leseempfehlung.

Ich habe das Buch vom Autoren bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

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review 2019-01-14 12:41
Durch die Gästebetten von Paris - mit Einblick in den soziokulturellen Nukleus der Grande Nation
Das Leben des Vernon Subutex 1: Roman - Virginie Despentes,Claudia Steinitz

Im Zentrum dieses sehr zynischen Einblicks in die französische Gesellschaft steht Vernon Subutex, ehemals Inhaber eines Plattenlandens, den als Technologieverlierer der Internet-Onlinehandel aus seinem Job und seiner Kernkompetenz gefegt hat. Nun ist seine Expertise nicht mehr nützlich, er wird durch die Umstände zu wenig brauchbarem Menschenschrott, eine Weile hält er sich noch durch die Sozialhilfe über Wasser, aber irgendwann ist auch damit Schluss, er verliert diese und damit auch postwendend seine Wohnung.

Durch diese Plotwendung erzeugt die Autorin Virginie Despentes einen guten, gleichsam zwangsläufigen Überblick über unterschiedliche Prototypen der französischen Gesellschaft mit ihren Lebenskonzepten und Schicksalen, denn aus der Not heraus mit einer hanebüchenen Ausrede auf den Lippen quartiert sich Vernon kurzfristig bei sehr vielen seiner Kumpels aus seinem ehemaligen riesigen Freundeskreis ein. Um niemanden zu sehr zu strapazieren und auch durch sehr dumme Aktionen von Vernon, sind diese „Notschlafstellen" nur Intermezzi beziehungsweise Übergangslösungen und machen den Roman dadurch zwar nicht zum Road-trip, denn Vernon besitzt kein Auto, sondern zum innerstädtischen Pflasterspektakel.

Sehr viele von Vernons Freunden haben sich seit den alten unbeschwerten Zeiten von Sex, Drugs and Rockn‘ Roll in Vernons Plattenladen enorm verändert. Viele laufen entweder ihrer verlorenen Jugend nach, haben sich selbst verraten, oder sind gestorben wie die Fliegen, einige haben ihren sich in der Teenagerzeit abzeichnenden Arschlochcharakter einfach noch um ein Vielfaches vertieft, manche sind in ihrer jugendlichen Unruhe und Suche nach sich selbst noch immer steckengeblieben und haben sich verloren. Wie bei einem Kaleidoskop zeichnet Despentes die unterschiedlichen Archetypen des intellektuellen Mittelstands: Der erfolgreiche Sänger Alex, der an seinem Ruhm zerbrach und gestorben ist, der rechte nationalistische wenig erfolgreiche Drehbuchautor Xavier, der eine reiche Frau geheiratet hat, die ihn verachtet, eine Online Reputationsmanagerin, genannt die Hyäne, die in Wahrheit ja nur die geschönte Bezeichnung einer Schmutzkübelcampagnisiererin verkörpert, zwei ehemalige Pornodarstellerinnen, wobei eine es geschafft hat und die andere auch schon gestorben ist, Sylvie eine Frau die Vernon im Gegenzug für ein warmes Bett gebumst hat, und die nach Vernons Laufpass zu einem Facebook Racheengel mutiert, ein sehr erfolgreicher Filmproduzent, Gaelle, die sich noch immer bei wohlhabenden Irren durchschnorrt und Vernon mitzieht und so weiter und so fort.

Die Autorin fährt ein Potpourri des Zynismus auf, in dem wie beiläufig viele moderne Themen gestreift und durchphilosophiert werden, Sex, Porno, Drogen, Ehe, Familie, Politik, Links und Rechts, der Sozialstaat, neue Technologien, Wohlstandsverlierer, Kapitalismus, Reichtum, Hedonismus, Egoismus, Tierliebe, Eifersucht, Wahnsinn, ... Alle diese einerseits zeitlosen als auch in der Sicht der modernen Welt neuartigen Ausprägungen des Menschlichen werden aufgefahren. Keine Figur – nicht mal Vernon - ist wirklich sympathisch alle tragen eine gehörige Arschlochkomponente zur Schau.

In ihrem Zynismus der Misanthropie erinnert mich die Autorin frappant an …. na an wen? -  an einen handwerklich besseren und moderneren Houellebecq, der nicht vor 20 Jahren in seiner schriftstellerischen Entwicklung steckengeblieben ist, einfach sorgfältiger recherchiert, sich keine so sagenhaften technologischen und logischen Schnitzer leistet und der nicht ausschließlich seinem Sexismus und dem Faible für Skandale frönt. Das ist insofern sehr witzig kurios, da man meinen könnte, Houelle wäre in diesem Fall in den Geist und den Körper einer Frau geschlüpft. Stellt Euch das mal praktisch vor, das wäre wirklich die Hölle für ihn!

„Sie hat nie verstanden, was junge Mädchen daran finden, mit älteren Männern zu schlafen. […]„Männer ihres Alters stoßen sie ab, ihre Eier hängen herab wie sklerotische Schildkrötenköpfe. Sie könnte kotzen, wenn sie sie anfassen muss."

„Internet ist für Eltern so, als würde man dir dein Kind rauben, noch bevor es lesen kann.“

„Er steht hier und kauft ein, anstatt zu arbeiten, weil Madame nicht will, dass man sie für ein Dienstmädchen hält, aber die dreckigen Faulenzer von Kanaken hängen draußen rum, ohne einen Finger krumm zu machen. […] Zusammen mit den Arbeitslosen, denen die Stütze in den Arsch geschoben wird, sitzen sie den ganzen Tag im Cafe, während ihre Weiber schuften. Die machen nicht nur alles im Haus, ohne zu jammern, und gehen arbeiten, um ihre Kerle durchzufüttern, sie müssen sich auch noch einen Schleier umhängen, um ihre Unterwerfung zu demonstrieren. Das ist doch Psychoterror! Alles nur, damit der französische Mann merkt, dass er nichts mehr wert ist.“


Alle Figuren sind detailgetreu tiefgründig mitsamt ihrer Geschichte und den Einstellungen zum Leben entwickelt und irgendwie miteinander verwoben. Man hat das Gefühl, Paris ist nicht viel mehr als ein kleines Dorf, vor allem was Vernons Kohorte betrifft. Das letzte Interview des berühmten Sängers Alex, das in Vernons Besitz sein soll, spielt auch eine Rolle, warum sich so viele Menschen mit diesem Verlierer überhaupt abgeben wollen. Am Ende des ersten Teils ist Vernon ganz unten, nämlich nicht nur ohne Wohnung sondern richtig obdachlos draußen auf der Straße angekommen und kann auch von dort einen Bericht über den Zustand dieser französischen Subkultur abgeben.

Fazit: Ich persönlich bin sehr begeistert, muss aber anmerken, dass dies nicht unbedingt ein Werk für alle ist, denn es ist beinharter Tobak. Wer Zynismus, Bösartigkeit, Menschenfeindlichkeit und grenzenlosen Pessimismus bezüglich der Gesellschaft schwer erträgt, sollte die Finger davon lassen. Denn zumindest im ersten Teil hat die Autorin jeden Funken der Hoffnung mit der Perfidie einer Göttin in ihrem fiktiven bitterbösen selbstkonzipierten Mirkoversum namens Paris ausgeblasen. Wundervoll, genial, großartig und absolut lesenswert. Für mich schon im Jänner ein erstes Highlight des Buchjahres.

Ich will auf jeden Fall unbedingt wissen, wie es weitergeht!!!!

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review SPOILER ALERT! 2019-01-06 11:59
Das zweite Leben des Herrn Roos von Hakan Nesser, Barbarotti #3
Das zweite Leben des Herrn Roos - Håkan Nesser,Christel Hildebrandt

Valdemar Roos, ein Durchschnittslangweiler, knapp 60, gewinnt plötzlich im Toto, kündigt seinen Job und kauft sich in der Einöde ein kleines Häuschen. Dieses wird zu seinem Rückzugsgebiet: Er fährt täglich hin und genießt die Ruhe, denn Frau und Stieftöchter nerven ihn... und er gibt ihnen gegenüber vor, den alten Tagesrhythmus zu haben. Eines Tages entdeckt er ein Mädchen namens Anna, das sein Häuschen als Unterkunft verwendet: Sie war aus einem Drogentherapiezentrum weggerannt. Für einige Tage ist das Leben für beide idyllisch, wären da nicht Valdemars Frau, die Wind von seiner Begleitung erhalten hat, und Annas Ex-Freund.

 

Dies ist ein sehr geradeliniger Roman, der recht langsam startet, es aber dann doch noch schafft, mich in seinen Bann zu ziehen: Vielleicht auch deshalb, weil ich mir bis zum Schluss gewünscht habe, dass die Vorurteile gegenüber Roos doch noch aufgedeckt werden. Jedes von Nessers Büchern hat eine Grundbotschaft. Hier ist es Vorurteil gegen Realität (Roos und Anna), auch die Frage des Abwägens einer Sache oder Person gegen eine andere (Backmann und die Aussage ihres Vaters).

 

Jedenfalls ist dies das erste Mal, dass es keinen haarsträubenden Twist gibt. Dass ungeklärte Fragen bleiben oder auch fragwürdige Schlüsse gezogen werden, ist aber weiterhin ein roter Faden. Weiter zu Barbarotti #5, dem letzten Teil dieser Reihe.

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text 2019-01-05 11:47
Die Highfives von 2018
Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs: Roman - Vladimir Sorokin,Andreas Tretner
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do - Adam Johnson,Anke Caroline Burger
QualityLand (Dunkle Edition) - HörbucHHamburg HHV GmbH,Marc-Uwe Kling,Marc-Uwe Kling
Überleben: Der Gürtel des Walter Fantl - Gerhard Zeillinger
Fremdenzimmer: Ein Volksstück (HAYMON TASCHENBUCH) - Peter Turrini

Auch wenn ich im Rahmen meiner A-Z Autorinnenchallenge 2018 sehr viele Bücher von Frauen gelesen habe, und viele sehr gut waren, hat es bedauerlicherweise keines auf meine Highfives-Liste für 2018 geschafft. Zumindest war Han Kang mit Margaret Atwood auf meiner Liste für 2017.

 

Nun präsentiere ich Euch meine Highlights des Jahres 2018 kurz und knackig:

 

 

Manaraga - Tagebuch eines Meisterkochs – Vladimir Sorokin
Eine meiner Lieblingsneuerscheinungen im Jahr 2018. Sorokins abgedrehte Dystopie über ein postislamistisches Europa im Jahr 2037, das auf Grund eines Krieges in mittelalterliche feudale Riten zurückgefallen ist und  in dem Erstausgaben von Büchern zum Anzünden von Grillgerichten benutzt werden, zeigt sowohl atemberaubende Fantasie als auch eine gehörige Portion Gesellschaftskritik am Verfall unserer Wissens- und Wertegesellschaft.

 

Das geraubte Leben des Jun Do – Adam Johnson
Meine positive Buchüberraschung in diesem Jahr. Über dieses Kleinod bin ich tatsächlich an einem sehr ungewöhnlichen Ort zufällig gestolpert, habe es mitgenommen und anlässlich der minimalen Öffnung Nordkoreas gegenüber der restlichen Welt sofort gelesen. Eine sehr surreale, entlarvende fiktive Geschichte über dieses für uns so fremde Land, die mehr reale Komponenten aufweist, als man den ersten Blick vermuten könnte. Sie hat meiner Meinung nach den Pulitzer-Preis redlich verdient. Einfach Großartig!

 

Qualityland – Marc-Uwe Kling
Für mich einer der besten technologie- gesellschafts- und politikkritischen Romane der letzten fünf bis sieben Jahre. Eine absolute Ausnahmeleistung bezüglich Plot, Satire, philosophischem und technischem Hintergrund. Von einer Dystopie kann man ja gar nicht mehr reden, denn ca. 90% ist irgendwo schon Realität in unserer automatisierten digitalisierten Lebensrealität. Vorreiter China hat eben ein in Qualityland ähnlich beschriebenes Social-Credit-System ausgerollt, das die gesellschaftlichen und ökonomischen Möglichkeiten einer Person anhand eines Bewertungssystems begrenzt, das sich an politischem und gesellschaftlichem Wohlverhalten orientiert. (von thursdaynext hier im Blog auch besprochen

 

Überleben - Der Gürtel des Walter Fantl- Gerhard Zeillinger
Diese Biografie schildert detailliert das Leben eines der letzten österreichischen Zeitzeugen des Holocaust, Water Fantl. Mit dem sehr neutralen Blick des Historikers werden die Stationen des Überlebenden geschildert: Die Idylle in Niederösterreich in der Kindheit, das Umkippen der Stimmung auf dem Land, die Übersiedlung nach Wien und der verzweifelte Versuch der Auswanderung, die Deportation nach Theresienstadt, der Abtransport nach Auschwitz und Gleiwitz, die Befreiung und letztendlich auch die Verlorenheit nach dem Überstehen des Horrors. Ein absolut lesenswertes Zeitdokument.

 

Fremdenzimmer – Peter Turrini
Der österreichische Altmeister der Literatur hat ein berührendes kritisches Theaterstück über ein typisches misanthropes Pensionistenpaar geschrieben, das durch die Umstände plötzlich damit konfrontiert ist, einen syrischen Flüchtling bei sich aufzunehmen. Beim näheren Kennenlernen des jungen fremden Mannes werden Zug um Zug Vorurteile abgebaut und die in Sprachlosigkeit erstarrte Beziehung des Paares zudem auch noch repariert. Dieses Werk gibt Hoffnung und zeigt den richtigen Weg, dass die Angst von Otto Normalbürger vor den Fremden durch Kennenlernen und Kommunikation sehr leicht zu vertreiben wäre.

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review 2018-12-16 12:11
Rezension: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman - Jonas Jonasson

Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Autor: Jonas Jonasson

Verlag: carl's books

Originaltitel: Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann

 

Klappentext: Allan Karlsson wird hundert Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch er steigt kurzerhand aus dem Fenster (im Erdgeschoss) und verschwindet (zum Bahnhof) - und schon bald steht das ganze Land wegen seiner Flucht auf dem Kopf.

 

Mein Fazit: Den einen Stern, den ich dem Buch gegeben habe, habe ich gewählt, weil ich das Buch abgebrochen habe. Ich bin mir sicher, dass es den richtigen Leser sehr viel Freude machen wird. Ich bin aber nicht dieser Leser. So richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte nicht und so habe ich mich dazu entschieden, das Buch abzubrechen und vielleicht eines anzufangen, was mehr meine Lesebegeisterung anspricht. 

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