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review 2018-08-15 00:11
Unglücklich das Land, das Helden nötig hat: "Das Leben des Galilei" by Bertold Brecht
Bertold Brecht: Leben des Galilei - Wilhelm Große



"Galilei: Ja, wo ist sie jetzt? Wie kann der Jupiter angeheftet sein, wenn andere Sterne um ihn kreisen? Da ist keine Stütze im Himmel, da ist kein Halt im Weltall! Da ist
eine andere Sonne!
Sagredo: Beruhige dich. Du denkst zu schnell.
Galilei: Was, schnell! Mensch, reg dich auf! Was du siehst, hat noch keiner gesehen. Sie hatten recht!
Sagredo: Wer? Die Kopernikaner?
Galilei: Und der andere! Die ganze Welt war gegen sie, und sie hatten recht. Das ist was für Andrea! Er läuft außer sich zur Tür und ruft hinaus: Frau Sarti! Frau Sarti!
Sagredo: Galilei, du sollst dich beruhigen!
Galilei: Sagredo, du sollst dich aufregen! Frau Sarti!
Sagredo dreht das Fernrohr weg: Willst du aufhören, wie ein Narr herumzubrüllen?
Galilei: Willst du aufhören, wie ein Stockfisch dazustehen, wenn die Wahrheit entdeckt ist?
Sagredo: Ich stehe nicht wie ein Stockfisch, sondern ich zittere, es könnte die Wahrheit sein."


In "Das Leben des Galilei" by Bertold Brecht


I watched this play in 2006 in Lisbon at Teatro Aberto starring Rui Mendes as Galileo. There was a repartee between Galileo and Arturo Ui that I'll never forget.

 

 

 

If you're into stuff like this, you can read the full review.

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review 2018-07-12 10:01
Unser Morgen am Meer
Wenn wir wieder leben: Roman - Charlotte Roth

"Monte Carlo des Nordens“, so wurde das frühere Fischerdorf Zoppot genannt. In dem vornehmen Ostseebadeort leben Gundi Frieböse und ihre Freunde Lore, Julius und Erik in den 1920er-Jahren. Als Musiker unterhalten sie die Kurgäste und träumen von ihrem Durchbruch. Dann erhalten sie die Chance, auf dem Luxusschiff „Wilhelm Gustloff“ mitzufahren. Die junge Gundi verliebt sich in den Sänger Tarek. Doch dann überfällt Hitler Polen. Was wird aus ihrer Liebe? In den 1960er-Jahren in Berlin stellt die Lehramtsstudentin Wanda Scharneck Nachforschungen zur Vergangenheit ihrer Familie an, die sie nach Danzig und nach Zoppot führen. Welchem Geheimnis kommt sie auf die Spur?

 

„Wenn wir wieder leben“ von Charlotte Roth ist ein historischer Roman, der in die Zeit des Naziregimes zurückführt und sich mit der Familiengeschichte der Autorin beschäftigt.

 

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus neun Teilen und 58 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Es gibt zwei Handlungsstränge. Der eine betrifft Wandas Suche vorwiegend im Jahr 1963 und spielt an mehreren Schauplätzen, der andere dreht sich um Gundis Geschichte und umfasst die Zeit von den 1920er-Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Erzählt wird im Wechsel überwiegend aus der Sicht von Wanda und der von Gundi. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen.

 

Auch sprachlich konnte mich der Roman überzeugen. Der Schreibstil ist lebhaft und anschaulich. Die Beschreibungen, Sprachbilder und Vergleiche sind gelungen und schaffen es, die Atmosphäre früherer Zeiten zu vermitteln. Mir fiel es daher leicht, in die Geschichte einzutauchen.

 

Mit Wanda und Gundi stehen zwei junge Frauen im Vordergrund. Vor allem Wanda war mir sofort sympathisch, aber auch Gundi ist ein interessanter Charakter. Die übrigen Personen sind ebenfalls gut ausgearbeitet und wirken authentisch.

 

Die Handlung ist abwechslungsreich und größtenteils fesselnd. An mehreren Stellen konnte mich der Roman emotional berühren und zum Nachdenken anregen.

 

Gut gefallen hat mir, wie die Autorin wahre, historische Begebenheiten wie die Fahrten der „Wilhelm Gustloff“ mit fiktiven Figuren und Erlebnissen verwoben hat. Die fundierte Recherche wird an mehreren Stellen deutlich. Auf unterhaltsame Art lernt der Leser nicht nur die Lebensumstände junger Frauen in den 1960er-Jahren kennen, sondern erfährt auch einiges über die Stadt Danzig und ihre Umgebung zu der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges. Ein Pluspunkt des Buches ist das Glossar mit weniger bekannten Begriffen. Interessant finde ich auch das Nachwort der Autorin.

 

Die gelungene Optik des Covers gefällt mir sehr und passt sich gut dem Look der vorherigen Romane der Autorin an. Schön ist, dass man dem Stil auch beim Titel treu bleibt. Etwas enttäuschend finde ich hingegen, dass die Buchseiten so dünn sind, dass die Schrift durchscheint.

 

Mein Fazit:
„Wenn wir wieder leben“ von Charlotte Roth ist ein lesenswerter Roman, der mir unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

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review 2018-07-05 07:58
Charlotte Roth: Wenn wir wieder leben
Wenn wir wieder leben: Roman - Charlotte Roth

Die Geschichte beginnt mit der jungen Studentin Wanda, die in den 60er Jahren auf Andras Goldfarb trifft. Selbst bemüht, die Auschwitzprozesse vorzubereiten, fordert er Wanda auf, ihre Mutter zu fragen, was diese zwischen 1933 und 1945 getan habe. Doch Wandas Mutter schweigt und so macht Wanda sich selbst auf die Weg, um Antworten zu suchen. Sie reist nach Danzig und Zoppot, die heute Gdansk und Sopot heißen. In eine Heimat, an die sie sich nicht erinnert. Um eine Vergangenheit zu finden, von der sie nicht sicher ist, sie ertragen zu können.
Dazu kommt eine zweite Zeitebene, die genau jene Geschichte erzählt: 1927 bis 1945, angesiedelt Danzig und dem Ostseebad Zoppot. Hier tauchen Gundi, Lore, Julius und Erik auf. Alle kommen sie aus einfachen Verhältnissen, alle haben sie ihr Päckchen zu tragen. Was sie verbindet, ist der Wunsch, Musik zu machen und groß hinaus zu kommen auf die Bühnen der Welt.

Beide Handlungsstränge sind eindrücklich und bewegend geschildert, jedoch konnte ich mich in Wanda besser hineinversetzen. Vielleicht weil ihre ruhigerer Art mir näher ist als die der lebensfrohen Gundi Sonnenschein, die so lange nicht sieht, gar nicht sehen will, was mit ihrer Welt geschieht. Gundi kam mir so blind vor und ich hätte sie schütteln mögen, in den Roman hineintreten um ihr zu sagen, sie solle die Augen aufmachen. Sie wird von anderen immer als herzlich beschrieben, wirkt hinter der Fassade aber egoistisch, naiv und sieht nur was sie sehen will. Doch auch wenn ich Mühe hatte, mich wirklich in sie hineinzuversetzen, ist sie zweifellos eine interessante Figur.

Obwohl die Vergangenheit zum größten Teil aus ihrer Sicht geschildert wurde, gab es auch Passagen aus Julius und aus Lores Perspektive, sodass man als Leser von verschiedenen Seiten auf das Geschehen blicken kann.
Insgesamt treten interessante, komplexe und sehr eigene Figuren auf, die diese Geschichte tragen, mehr als die Handlung, die von dem Klappentext zu einem großen Teil bereits vorweggenommen wird. Der Schluss allerdings hält noch eine überraschende Wendung bereit.

Die Geschichte ist wunderschön geschrieben, in einer Sprache, für die man sich Zeit nehmen muss, über die man nicht einfach hinweglesen kann. Der Schreibstil ist besonders, anschaulich, eindrücklich, teilweise sehr bildlich. Und in der wörtlichen Rede tritt auch der für den Ort und diese Gesellschaftsschicht typische Dialekt zu Tage, sodass dem Bild eine weitere Dimension verliehen wird.

Zu guter Letzt zum Ende: es ist passend. Gerade so glücklich wie es für diese Geschichte, diese Zeit und diese Schicksale sein kann, ohne ihnen ihren Ernst, ihre Gültigkeit, ihre Wahrhaftigkeit zu nehmen.

Insgesamt eine Geschichte, die bleibt, die man mit sich trägt und die zum Nachdenken anregt, auch wenn das Buch schon längst aus der Hand gelegt ist.

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review 2018-05-31 10:06
Surrealer, total wahrer Wahnsinn im Operettenstaat Nordkorea
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do - Adam Johnson,Anke Caroline Burger

Dieser 2013 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Roman ist bedauerlicherweise bisher völlig an mir vorbeigegangen. Dann entdeckte er mich kürzlich zufällig auf dem Weg zu einer Aussichtsplattform, ich stolperte quasi über ihn. Am Tag der Annäherung von Nord- und Südkorea beschloss ich nun, dass es Zeit ist, mich mit diesem Werk zu beschäftigen.

Wahnsinn! Ich fasse noch immer nicht, was mir bisher entgangen ist, da bin ich doch glatt unvermutet über eine Perle, ein Kleinod gestolpert.

Der Waise Jun Do hat kein eigenes Leben, keine Familie, sein ganzes Dasein und sein Lebenszweck ist dem großen Führer Kim Jog Il (als Stellvertreter natürlich den ausführenden Parteibonzen), seinen Bedürfnissen, Wünschen und Forderungen gewidmet. Durch diese Konstellation schlittert und laviert er durch ein atemberaubendes total fremdbestimmtes Leben, das in seiner Grausamkeit tragisch, episch und opernhaft in seiner Groteskheit und Absurdität aber fast operettenhaft wirkt. Fast so wie wir uns den geliebten Führer Nord-Koreas vorstellen, so wie uns dieser wahnwitzige eitle Zwerg in den Medien präsentiert wird.

Ich hoffe, ich kriege die Analogien richtig zusammen, denn der Stil dieses irrwitzigen Entwicklungsromans ist einzigartig. Der Roman hat von seiner lapidaren Grausamkeit her sehr viel von Remarques Im Westen nichts Neues gemischt mit sehr viel Kafka, und einem Schuss Anarchie der Monty Pythons, aber nicht die humorvollen Szenen sondern die brachial-grotesken. Somit sind die nicht seltenen sehr gewalttätigen Sequenzen aber auch etwas verträglicher, weil sie durch die Absurdität etwas weniger realistisch wirken.

"Das wahre Leben hatte ihn wieder - man hatte ihn für eine neue Aufgabe eingeteilt, und Jun Do machte sich keine Illusionen darüber, was das bedeuten mochte. Er drehte sich wieder zu den Anzugträgern um. Sie redeten über einen kranken Kollegen und spekulierten, ob er wohl Nahrungsmittel bei sich im Haus gehortet hatte und wer die Wohnung bekommen würde, wenn er starb."


Eine kafkaeske surreale menschenverachtende Münchhausiade, die so perfekt mit abstrusen Fakten über Nord-Korea gestrickt und eng gewoben ist, dass man nicht erkennt, wo die Wahrheit aufhört und die Fiktion beginnt - ich bin ENTZÜCKT!!

Beispielsweise entführen die Nordkoreaner in China, Japan und Südkorea massenweise Personen,  die irgendwer haben will: den Sushi Koch und den Leibarzt für den geliebten Führer, Frauen für Generäle, Schauspieler um die Filmindustrie aufzubauen ..... Am Anfang dachte ich mir noch, dieses abstruse Gschichtl ist gut erfunden, dann empfand ich es als so arg, dass es schon wieder wahr sein könnte. Nach einer ausführlichen Recherche, ob so was wirklich im großen Stil stattgefunden hat, fiel ich aus allen Wolken: Das ist tatsächlich in der Realität so passiert. Das geschiedene Schauspielerehepaar wurde aus Südkorea entführt, die Schauspielerin ist tatsächlich bei einer Auslandstournee geflüchtet und hat in Wien um politisches Asyl angesucht. Massenweise Japaner wurden entführt, um als Sprach- und Japanischlehrer zu fungieren, damit die Koreaner in einer japanischen Passagiermaschine nicht auffallen und einen Terroranschlag durchführen konnten. Unpackbar! Insgesamt 30 Entfürhungen hat Nord-Korea zugegeben mehr als 100 haben alleine die Japaner nachweislich dokumentiert.

Jun Do entwickelt sich im Laufe des Romans und wechselt in Folge seiner fehlenden persönlichen Identität und eines Glücksfalls auch sehr schnell zu der Identität des Generals Ga, den er in Notwehr umgebracht hat. In einem Staat, in dem alle vorauseilenden Gehorsam gewohnt sind, brauchen nur zwei bis drei einflussreiche Personen inkl. der große Führer diese Scharade unterstützen, schon folgen alle der Münchhausiade. Sogar die Ehefrau, die einen Treuetest des Führers oder ihres ehemaligen Gemahls vermutet, steigt in das Spiel ein. Zudem wird dieser Glücksfall von Jun Do noch gefördert, da Kommandant Ga einer der größten und unbeliebtesten Verbrecher des Landes war, der sogar von Kim Jong Il gehasst wird, weil sich beide gar so ähnlich sind.

In der ganzen skurrilen Geschichte steckt noch viel mehr drinnen, aber ich kann dem ganzen gar nicht gerecht werden, erstens wahrscheinlich überhaupt nicht in meiner Rezension und dann schon gar nicht, ohne massiv zu spoilern. Bei all den Absurditäten, die sich nach Recherche auf jeden Fall zu einem Großteil als wahr erweisen, ist Adam Johnson möglicherweise der tiefste, intensivste  ausführlichste und wahrhaftigste Blick auf den Operettenstaat Nordkorea mit dem Vorbild des Shogunats und in die verwirrten Seelen des geknechteten, mit Stockholm Syndrom gepeinigten Täter- und Opfervolks zugleich gelungen.

Fazit: Einer der Höhepunkte in meinem Buchjahr - sowohl aus politischer, dramaturgischer und sprachlicher Sicht ein absoluter Knüller, der auf jeden Fall in meine All-Time-Favourites eingeht! Aber eben ein bisschen abstrus in seiner Realität und sicher nicht für Jedermannfrau geeignet.

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review 2018-05-11 18:16
Schenkt euren Füßen mehr Beachtung!
Unfuck your Feet: Das Comeback eines vernachlässigten Körperteils - Marco Montanez

Inhaltsangabe

DAS COMEBACK EINES VERNACHLÄSSIGTEN KÖRPERTEILS

Der Fuß, von den einen geliebt, von den anderen gehasst, aber meistens sträflich vernachlässigt. Damit ist jetzt Schluss! Unfuck your Feet lenkt die Aufmerksamkeit auf unsere Füße und den großen Zeh und führt Sie auf eine unterhaltsame und bilderreiche Reise von der Evolution des zweibeinigen Fußgängers bis zum modernen Turnschuh und den Irrungen und Wirrungen der modernen Orthopädie und ihren Einlagen. Marco Montanez Fußfitness-Konzept Toebility stärkt Ihre Füße und bietet Hilfe bei gängigen Fußproblemen wie Hallux valgus oder Fersensporn. Mit den zahlreichen Übungen in diesem Ratgeber machen Sie Ihre Füße endlich fit und holen sie aus ihrem Schattendasein heraus. 

 

Meine Meinung 

Dieses Buch habe ich vor geraumer Zeit vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Und ich war wahnsinnig neugierig auf diese Thematik, gerade da ich beruflich sehr viel mit den Füßen eines Menschen arbeite.

Da passte es super, dass ich bei NetGalley zusätzlich auf eine Challenge traf, welche dieses Buch beinhaltete. Ganz schnell habe ich das Buch nun wieder zur Hand genommen, um noch die letzten fehlenden Seiten zu beenden.

 

Und bereits im ersten Kapitel spricht der Autor das an, worum es in diesem Buch geht.

„Kaum ein Körperteil wird so offensichtlich vernachlässigt.“ (S. 13)

 

In insgesamt 38 kurzen und knackigen Kapiteln nimmt sich Marco Montanez den Fuß vor. Ich mag seine Art, wie er den Leser anspricht. Dies macht er sehr persönlich und eindringlich. Er verschönert in keinerlei Hinsicht bestehende Tatsachen und greift Beispiele aus dem Alltag auf, in denen sich mit Sicherheit viele der Leser wiederfinden werden.

 

Wie viele Menschen haben ihren Fuß schon einmal anatomisch betrachtet?

Auch wenn ich als Therapeutin mit der Anatomie des Fußes vertraut bin, war es interessant einmal Zahlen zu sehen. Denn Knochen und Muskeln eines Körperteils habe ich bisher noch nie gezählt.

26 Knochen

33 Gelenke

60 Muskeln

mehr als 100 Bänder

 

Fantastisch und erschreckend zugleich oder?

 

Der Autor nimmt im Buch immer wieder Anlauf, um dem Leser zu verdeutlichen, wie stark wir unsere Füße im Alltag ignorieren. Meines Erachtens brauch ein Mensch solche Bücher, um sich gewisse Themen erstmals näher zu bringen und zum Nachdenken anzuregen.

Fragt auch ihr euch einmal, was eure Füße für euch tun.

Welchen Aufgaben und Funktionen bringen sie mit sich?

Was müssen sie über das gesamte Leben alles aushalten?


„Wir haben vergessen, wie man steht, geht und läuft.“ (S. 26)

 

„Moderne Menschen haben verlernt zu gehen und schuld sind die Schuhe.“ (S. 45)

 

Das Thema Schuhe baut Marco Montanez in die Thematik Joggen ein.

Dieser Punkt spaltet immer wieder die Gemüter.

Ich persönlich finde, dass man diese Sportart sehr gut beherrschen muss, um seiner Physiologie treu zu bleiben. Aus therapeutischer Sicht bin ich allerdings kein Befürworter des Joggings, einfach weil ich der Meinung bin, dass sehr viele Menschen dieses physiologische Laufen nicht beherrschen. Der Autor spricht davon, dass viele Menschen erst einmal wieder lernen sollten, richtig zu stehen.

Damit trifft er es auf den Punkt.

Mir selbst wurden meine Probleme sehr gut vor Augen geführt.

An Laufen denke ich nicht, aber ich werde nun wieder üben physiologisch zu stehen.

 

Besonders erschreckt hat mich ein Beispiel hinsichtlich der Belastung beim Joggen. Wenn man da auf einmal Kilogrammangaben vor sich hat, sitzt man mit großen Augen und einem offenen Mund vor den geschriebenen Zeilen.

 

„Ein Körper ist nur so stark wie sein Fundament.“ (S. 80)

Und unser Fundament sind unsere Füße.

 

Um euch nicht zu viel vorwegzunehmen, möchte ich meine Worte an dieser Stelle sacken lassen. Jeder sollte in sich gehen und überlegen, wie viel Gutes er seinen Füßen tut und auch darüber nachdenken, wie viel Schlechtes wir unserem Fundament zu muten.

 

Da meine Füße selbst ein sehr unphysiologisches Grundgerüst darstellen, habe ich mich sehr über den praktischen Teil im Buch gefreut. Mit einfachen, aber so schwierigen Übungen werde ich mich in Zukunft meiner Fußmotorik widmen.

Es ist erschreckend, was ein Fuß wahrscheinlich einmal konnte und mit der Zeit verlernt hat.

 

Mein Fazit

Ich bedanke mich vielmals für diese Fokussierung auf meine Füße.

Trotz Vorwissen konnte der Autor mich zum Nachdenken anregen und er zeigt mir neue Perspektiven auf, um mich und auch meine Patienten besser zu beraten und zu behandeln. Mit seinem Buch „Unfuck your feet!“ spricht Montanez den Leser direkt an. Sowohl für Laien, als auch Fachleute super verständlich und unbedingt empfehlenswert.

Widmet euch diesen vernachlässigten Körperteilen.

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