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text 2018-10-14 19:35
Kies
Liebes Leben - Alice Munro

Soll ich dir eine Geschichte vorlesen? Ja. Aber bitte keine glückliche!

Okay, such dir eine aus! Kies!

Also dann. Kies.

 

Von Alice Munro habe ich noch nie was gelesen. Diese Buch habe ich geschenkt bekommen, und ich bin voller Neugierde. Doch "Kies" war tatsächlich keine glückliche Geschichte. Bekanntlich soll man ja aufpassen, was man sich wünscht... Irgendwie ganz schnörkellos, schlecht zum vorlesen aufgrund der kurzen Sätze, aber eigentlich genau das, was der Titel verspricht. (Gerade mal nachgeschaut, der englische Titel ist "Dear Life" also tatsächlich mal eine wörtliche Übersetzung, die dank des deutschen Wortspiels leider nicht zur Geltung kommt.) Ich bin gespannt auf die anderen Geschichten, ich ahne es wird bittersüß.

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review 2018-10-12 19:07
Drei junge Menschen auf der Suche nach einer besseren Welt
Als das Leben unsere Träume fand: Roman ... Als das Leben unsere Träume fand: Roman - Luca Di Fulvio,Barbara Neeb,Katharina Schmidt

Drei junge Menschen, drei Schicksalsschläge: Eine Schiffsreise nach Buenos Aires bringt neue Hoffnung. Rocco Bonfiglio (20) aus Sizilien ist auf der Flucht vor der Mafia, denn er möchte nicht zum Mörder werden und verweigert dem Paten den Treueschwur. Auch Rosetta Tricarico verlässt die italienische Insel, nachdem sie brutal vergewaltigt wurde und sich einen Don zum Feind gemacht hat. Ebenso musste die russische Jüdin Rachael Bücherbaum (13), später Raquel genannt, ihre Heimat hinter sich lassen, als ihr Vater zum Opfer eines Pogroms wurde. In dem neuen Land erhoffen sich die drei jungen Leute ein besseres Leben, doch sie stehen vor großen Problemen…

 

„Als das Leben unsere Träume fand“ von Luca Di Fulvio ist ein bewegender Roman.

 

Meine Meinung:

Der Roman besteht aus vier Teilen und insgesamt 75 Kapiteln von einer angenehmen Länge. Die Handlung beginnt im Jahr 1912 und reicht bis ins Jahr 1913. Sie spielt an wechselnden Schauplätzen. Zunächst sind die Erzählstränge getrennt, werden aber später verknüpft. Dieser Aufbau des Romans funktioniert gut.

 

Der Schreibstil ist anschaulich, lebhaft, flüssig und detailreich. Die Beschreibungen sind intensiv und eindringlich. Es gibt viel wörtliche Rede. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

 

Die drei jungen Hauptprotagonisten Rosetta, Raquel und Rocco gefallen mir gut, denn sie sind starke und mutige Charaktere. Es sind jedoch gleichzeitig Menschen mit Schwächen und Fehlern, was sie mir sympathisch gemacht hat. Einige andere Nebenfiguren bleiben jedoch ziemlich eindimensional und sind stark überzeichnet.

 

Inhaltlich konnte mich die Geschichte sehr bewegen. Es geht um ernste Themen wie Tod, Kriminalität, Antisemitismus, Gewalt gegenüber Frauen, Prostitution, Heimatverlust und einige andere Schicksalsschläge.

 

Auf unterhaltsame Art webt der Autor historische Aspekte in die Geschichte ein. So erfährt man einige interessante Fakten, die mir bisher nicht bekannt waren. Dazu gehört unter anderem die „Zwi Migdal“. Ein wenig vermisst habe ich allerdings ein ausführlicheres Nachwort, das das Ganze ein wenig einordnet. Die sehr kurze Erklärung zu Beginn des Romans ist mir ein wenig zu dürftig ausgefallen.

 

Die Handlung kann mit vielen spannenden Momenten fesseln. Trotz der hohen Seitenzahl wird die Geschichte nicht langweilig. Allerdings sind einige Schilderungen für meinen Geschmack unnötig ausführlich und brutal. Zudem sind mir einige Übertreibungen, Logikfehler und Widersprüche aufgefallen, die dafür sorgen, dass ich nicht alle Geschehnisse als realitätsnah empfunden habe.

 

Sehr gefällt mir das stimmungsvolle Cover, das gut zur Geschichte und auch zur Gestaltung der übrigen Werke des Autors passt. Der Titel klingt poetisch und ist harmonischer als der tatsächliche Inhalt.

 

Mein Fazit:

„Als das Leben unsere Träume fand“ von Luca Di Fulvio ist ein spannender, sehr unterhaltsamer Roman mit kleineren Schwächen. Eine Geschichte, die mich bewegen konnte.

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review 2018-09-30 17:00
Rezension: Die 5 Sekunden Regel
Die 5 Sekunden Regel: Wenn du bis 5 zähl... Die 5 Sekunden Regel: Wenn du bis 5 zählen kannst, kannst du auch dein Leben verändern. Der internationale Bestseller. Mit ErinnerDich Armband für einen bewussten Alltag - Mel Robbins

Titel: Die 5 Sekunden Regel - Wenn du bis fünf zählen kannst, kannst du auch dein Leben verändern

Autor: Mel Robbins

Verlag: frechverlag

Oriiginaltitel: The 5 Second Rule - Transform your Life, Work and Confidence with Everyday Courage

 

Klappentext: Das überraschend einfache Geheimnis, wie du es schaffst, selbstbestimmt dein Leben in die Hand zu nehmen, ist die 5-Sekunden-Regel. Sie ist so unkompliziert wie wirksam: wann immer du einen Traum verwirklichen oder ein Ziel erreichen möchtest, zähle 5-4-3-2-1 und pack es an! Egal, ob es darum geht, deine berufliche Erfüllung zu finden, endlich regelmäßig Sport zu treiben oder eine Partnerschaft neu zu beleben.

Mehr als 8 Millionen Menschen weltweit haben das Geheimnis bereits für sich entdeckt. Authenische Social-Media-Posts im Buch zeugen vom Erfolg.

 

Was ich sage: Das erste Mal gehört von der 5 Sekunden Regel habe ich schon vor längerer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt fand ich das schon sehr spannend, habe mich aber nicht weiter damit beschäftigt. Dann kam dieses Buch und mit dem Wissen, dass es sich um ein wahnsinnig spannendes Thema handelt, hatte ich hohe Erwartungen an eben dieses. Es sollte eine Anleitung bieten, wie genau die Regel anzuwenden ist.

Genau diese Anleitung gibt es in dem Buch wirklich. Leider hat mich das Buch trotzdem nicht überzeugt, Das liegt vor allem daran, dass ich das Gefühl hatte, dass der Inhalt des Buches auf mindestens die Hälfte reduziert werden könnte. Der Rest besteht aus den Erfahrungsberichten (in Form von Social Media Posts) von Menschen, die die Regel bereits anwenden. Um jeden dieser Erfahrungsberichte herum wird das Konzept noch einmal erklärt. Damit gibt es nicht nur einmal die Anleitung, sondern gefühlte hundertmal zu vielen verschiedenen Themen (Anwendungsbereichen). Das fand ich tatsächlich etwas schade.

 

Von der Idee zu diesem Buch bin ich nach wie vor begeistert. Ich empfehle die 5 Sekunden Regel eigentlich auch jedem weiter, den ich kenne.

Der Schreibstil ist gut und ruft - sofern es sich nicht um einen Social Media Post handelt - zu Action auf, der man gern folgt.

 

Fazit: Die 5 Sekunden Regel von Mel Robbins ist eine tolle Einladung das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Ich empfehle diese Regel sehr gern weiter. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, da es dank einer Überschwemmung von Erfahrungsberichten sehr langatmig wird. Daher vergebe ich nur 2 von 5 Sternen. Trotzdem werde ich die Regel sicher anwenden.

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review 2018-08-15 00:11
Unglücklich das Land, das Helden nötig hat: "Das Leben des Galilei" by Bertold Brecht
Bertold Brecht: Leben des Galilei - Wilhelm Große



"Galilei: Ja, wo ist sie jetzt? Wie kann der Jupiter angeheftet sein, wenn andere Sterne um ihn kreisen? Da ist keine Stütze im Himmel, da ist kein Halt im Weltall! Da ist
eine andere Sonne!
Sagredo: Beruhige dich. Du denkst zu schnell.
Galilei: Was, schnell! Mensch, reg dich auf! Was du siehst, hat noch keiner gesehen. Sie hatten recht!
Sagredo: Wer? Die Kopernikaner?
Galilei: Und der andere! Die ganze Welt war gegen sie, und sie hatten recht. Das ist was für Andrea! Er läuft außer sich zur Tür und ruft hinaus: Frau Sarti! Frau Sarti!
Sagredo: Galilei, du sollst dich beruhigen!
Galilei: Sagredo, du sollst dich aufregen! Frau Sarti!
Sagredo dreht das Fernrohr weg: Willst du aufhören, wie ein Narr herumzubrüllen?
Galilei: Willst du aufhören, wie ein Stockfisch dazustehen, wenn die Wahrheit entdeckt ist?
Sagredo: Ich stehe nicht wie ein Stockfisch, sondern ich zittere, es könnte die Wahrheit sein."


In "Das Leben des Galilei" by Bertold Brecht


I watched this play in 2006 in Lisbon at Teatro Aberto starring Rui Mendes as Galileo. There was a repartee between Galileo and Arturo Ui that I'll never forget.

 

 

 

If you're into stuff like this, you can read the full review.

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review 2018-07-12 10:01
Unser Morgen am Meer
Wenn wir wieder leben: Roman - Charlotte Roth

"Monte Carlo des Nordens“, so wurde das frühere Fischerdorf Zoppot genannt. In dem vornehmen Ostseebadeort leben Gundi Frieböse und ihre Freunde Lore, Julius und Erik in den 1920er-Jahren. Als Musiker unterhalten sie die Kurgäste und träumen von ihrem Durchbruch. Dann erhalten sie die Chance, auf dem Luxusschiff „Wilhelm Gustloff“ mitzufahren. Die junge Gundi verliebt sich in den Sänger Tarek. Doch dann überfällt Hitler Polen. Was wird aus ihrer Liebe? In den 1960er-Jahren in Berlin stellt die Lehramtsstudentin Wanda Scharneck Nachforschungen zur Vergangenheit ihrer Familie an, die sie nach Danzig und nach Zoppot führen. Welchem Geheimnis kommt sie auf die Spur?

 

„Wenn wir wieder leben“ von Charlotte Roth ist ein historischer Roman, der in die Zeit des Naziregimes zurückführt und sich mit der Familiengeschichte der Autorin beschäftigt.

 

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus neun Teilen und 58 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Es gibt zwei Handlungsstränge. Der eine betrifft Wandas Suche vorwiegend im Jahr 1963 und spielt an mehreren Schauplätzen, der andere dreht sich um Gundis Geschichte und umfasst die Zeit von den 1920er-Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Erzählt wird im Wechsel überwiegend aus der Sicht von Wanda und der von Gundi. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen.

 

Auch sprachlich konnte mich der Roman überzeugen. Der Schreibstil ist lebhaft und anschaulich. Die Beschreibungen, Sprachbilder und Vergleiche sind gelungen und schaffen es, die Atmosphäre früherer Zeiten zu vermitteln. Mir fiel es daher leicht, in die Geschichte einzutauchen.

 

Mit Wanda und Gundi stehen zwei junge Frauen im Vordergrund. Vor allem Wanda war mir sofort sympathisch, aber auch Gundi ist ein interessanter Charakter. Die übrigen Personen sind ebenfalls gut ausgearbeitet und wirken authentisch.

 

Die Handlung ist abwechslungsreich und größtenteils fesselnd. An mehreren Stellen konnte mich der Roman emotional berühren und zum Nachdenken anregen.

 

Gut gefallen hat mir, wie die Autorin wahre, historische Begebenheiten wie die Fahrten der „Wilhelm Gustloff“ mit fiktiven Figuren und Erlebnissen verwoben hat. Die fundierte Recherche wird an mehreren Stellen deutlich. Auf unterhaltsame Art lernt der Leser nicht nur die Lebensumstände junger Frauen in den 1960er-Jahren kennen, sondern erfährt auch einiges über die Stadt Danzig und ihre Umgebung zu der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges. Ein Pluspunkt des Buches ist das Glossar mit weniger bekannten Begriffen. Interessant finde ich auch das Nachwort der Autorin.

 

Die gelungene Optik des Covers gefällt mir sehr und passt sich gut dem Look der vorherigen Romane der Autorin an. Schön ist, dass man dem Stil auch beim Titel treu bleibt. Etwas enttäuschend finde ich hingegen, dass die Buchseiten so dünn sind, dass die Schrift durchscheint.

 

Mein Fazit:
„Wenn wir wieder leben“ von Charlotte Roth ist ein lesenswerter Roman, der mir unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

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