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review 2017-06-18 08:23
Süße Liebesgeschichte
Promises - Nur mit dir - Marie Sexton,Michaela Link

Jared lebt in der typisch amerikanischen Kleinstadt am Hintern der Welt. Es ist der Klassiker von Stadt, der als Durchfahrtsroute dient, wo sich selten ein neues Gesicht hin verirrt und Moralvorstellungen so festgefahren sind, dass er es als Homosexueller selbst heutzutage nicht leicht hat.

Die Autorin behandelt vorrangig das Thema Homosexualität und das typische Kleinstadtphänomen. Gleichzeitig packt sie dieses ernste Themen in einen niedlichen Liebesroman und heizt ganz schön die Spannung an. 

Protagonist Jared ist homosexuell und lebt in dieser Kleinstadt-Tristesse. Sein Leben dort führt er eigentlich gern, auch wenn er in der kleinen Gemeinde nur niedrige Chancen auf eine Partnerschaft hat. Denn außer ihm gibt es nur einen alten Lehrer, der sich zur Homosexualität bekennt, was verständlicherweise keine Alternative ist. Doch dann erscheint Polizist Matt auf der Bildfläche, der neuen Flair ins dörfliche Leben bringt.

Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Liebesgeschichte, wie man sie auch von heterosexuellen Paaren kennt. Der erste Kontakt, leise Annäherungsversuche und der Hauch einer Ahnung, dass vielleicht doch nichts daraus wird, fördern die Spannung, wobei das Ende von Vornherein offensichtlich ist.

Ich greife gern einmal zu anderen Büchern, die nicht dem gängigen Klischee entsprechen, und genau deshalb fand ich dieses Genre mal interessant. Obwohl ich jetzt nicht behaupten kann, dass sich der Roman ungewöhnlich entwickelt, hat er durch den homosexuellen Protagonisten doch einen gewissen Mehrwert, weil es da einiges zu beachten gibt. 

Es ist schon schwierig genug, sich kennenzulernen, wenn die sexuelle Orientierung den üblichen Vorstellungen entspricht. Aber worauf ein homosexueller Mensch noch so aufpassen muss, öffnet die Augen und gibt dieser Love Story einen weiteren Reiz.

Ich weiß nicht, ob ich es extra erwähnen muss, aber es gibt erotische Szenen, die mich doch ein bisschen überrascht haben. Sie sind weder vulgär noch irgendwie dramatisch beschrieben, allerdings will ich darauf hinweisen, damit sich andere Leser nicht überrumpelt fühlen.

Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mitfiebern, die latente Spannung war greifbar und hat sich über alle Seiten gezogen. Es war bezaubernd, ein bisschen ungewöhnlich und trotzdem ganz normal.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und ruhig gehalten, sodass ich ich die Geschichte binnen weniger Stunden gelesen habe. Es hat mir gefallen, in den Weiten der USA in Frühlingsgefühle abzutauchen und ich bin mir sicher, dass sich ab sofort manchmal die eine oder andere Liebesgeschichte für Zwischendurch bei mir einschleichen wird. 

Wer also mit Jared dem beengten dörflichen Leben trotzen will und eine süße Geschichte für Zwischendurch sucht, wird in „Promises. Nur mit dir“ genau den richtigen Lesestoff finden.

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review 2017-05-06 14:17
Eine Galaxie, neun herrschende Planeten & eine sehr bescheidene Umsetzung
Rat der Neun - Gezeichnet - Veronica Roth,Petra Koob-Pawis,Michaela Link

Nicht nur die Welt, sondern eine ganze Galaxie wird von Gewalt und Rache beherrscht. In diesem Universum hat jeder Mensch eine besondere Gabe und manche haben ein Schicksal, dem sie sich fügen müssen. Außerdem gibt es Orakel, die die Zukunft gestalten, der man kaum entkommen kann.

Bei „Rat der Neun. Gezeichnet“ handelt es sich um einen Reihenauftakt, der die Unterdrückung von Völkern, große Politik, den Herausforderungen der Diplomatie gepaart mit Science-Fiction-Elementen behandelt.

Unvorbereitet findet man sich in dieser Galaxie, die mit ihrer komplexen Geschichte, ihren schwer zu durchschaubaren Regeln und fremden Riten schwierig zu fassen ist. Ich wusste von Vornherein, dass man der Handlung und der Geschichte Zeit geben muss und so habe ich mich gerne darauf eingelassen.

Allen voran stehen die Figuren Akos und Cyra, deren Völker verfeindet sind. Akos landet bei Cyras Volk in Gefangenschaft und so erfährt der Leser aus beiden Perspektiven, wie die Geschichte weitergeht.

Akos ist ein überlegter, optimistischer und sehr beharrlicher Typ. Er gibt nicht auf, macht, was zu machen ist, und sieht in allem das Gute, anstatt sich mit dem Schlechten auseinanderzusetzen.

Cyra ist fast das Gegenteil, auch wenn es nur äußerlich so scheint. Denn sie kann genauso beharrlich sein, setzt aber auf eine aggressivere Art ihren Willen durch.

Es werden abwechselnd die Perspektiven der beiden Protagonisten eingenommen.Schon allein der Erzählstil ist manches Mal eine Herausforderung. Während Cyra in der Ich-Perspektive zu Wort kommt, werden Akos’ Passagen in der dritten Person erzählt. 

Ich wusste beim Lesen, dass die Figuren Tiefe und Charakter haben, jedoch hatte ich das Gefühl, als ob mich die Autorin bewusst auf Abstand hält. Es fiel mir schwer, Akos und Cyra kennenzulernen, mich auf sie einzulassen und mit ihnen mitzufiebern. Ich habe ihre gemeinsame Geschichte seitenweise als sehr zäh empfunden und es kam mir oft wie die chronologische Abhandlung unbedeutender Ereignisse vor, bis mal so nebenbei eine Schlüsselszene Erwähnung fand.

So kommt es, dass ich mich nach einem fulminanten Einstieg über hunderte Seiten hinweg gequält habe, weil ich doch hoffte, dass es besser wird. Besser wurde es auf jeden Fall, denn das letzte Viertel hatte es in sich, war richtig gut und endlich ist auch das Kopfkino gelaufen, was trotzdem das Mühsal mit den vorherigen Passagen nicht vergessen gelassen hat.

Es ist schwierig in Worte zu fassen, was hier genau nicht funktioniert hat. Für mich hat es sich angefühlt, als ob die Autorin auf Zwischentöne verzichtet hat, den Leser mit den Fakten ihrer Geschichte erschlägt, sich auf Ursache-Wirkung beschränkt und ihn einfach nicht an der wahren Komplexität ihrer Handlung teilhaben lassen kann. 

Extrem gut hat mir dafür die Welt gefallen, in die mich die Autorin verfrachtet hat. Eine Galaxie, neun herrschende Planeten, Lebensgaben und Schicksale - faszinierender könnte es nicht sein. Doch leider gerät dieser außergewöhnliche Rahmen zum nebulösen Hintergrund, den man sich anfangs hart erarbeiten muss und zum Ende hin eigentlich vergessen kann, weil er gar nicht so wichtig ist.

Es fällt mir sehr schwer, dieses Buch so bescheiden zu bewerten, weil ich Veronica Roth als Autorin schätze und ich das Szenario der Rat-der-Neun-Reihe großartig finde. Trotzdem ändert es nichts daran, dass ich mich durch gut drei Viertel dieses Buchs gequält habe und zum Schluss nur noch mit einem passablen Ende und etlichen offenen Fragen bei der Stange gehalten wurde.

Veronica Roth hat mit ihrem Reihenauftakt „Rat der Neun. Gezeichnet“ einen großartigen Rahmen geschaffen. Sie vereint Science-Fiction-Elemente im düsteren dystopischen Gewand mit übernatürlichen Fähigkeiten und dem Kampf zwischen Völkern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch so ähnlich sind. Allerdings hat mich die Autorin einfach nicht packen, mich nicht für sich gewinnen und leider auch nicht an ihre Figuren fesseln können, was mich noch immer sehr traurig macht.

Meine Empfehlung in diesem Fall ist, sich selbst ein Bild - eventuell anhand der Leseprobe - vom „Rat der Neun“ zu machen, denn ich bin mir sicher, dass es vielen anderen besser gefällt.

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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url 2016-12-20 17:25
10 Overlooked Books by Women in 2016 (from Literary Hub)

As we see more and more "best" and "notable" lists for the usual end-of-year blowout, here are some titles by women Lit Hub thinks could use some more love. I've added several to my list.

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text 2016-12-12 12:32
Wielbiciel - Charlotte Link

Kiedy kobieta dowiaduje się, że mężczyzna, z którym spędziła wiele lat życia i któremu ufała właśnie ją zdradził, wówczas przeważnie próbuje szukać przyczyn owej zdrady we własnym postępowaniu i bezustannie wyrzuca sobie, że musiała zrobić coś naprawdę złego, co popchnęło ukochanego męża/partnera do zainteresowania się inną kobietą. Oszukana kobieta często zadaje sobie pytanie, gdzie popełniła błąd. Dlaczego nie zauważyła wcześniej, że mężczyzna, z którym dzieliła życie stopniowo się od niej odsuwał? Dlaczego nie zwróciła uwagi na jego późne powroty do domu, dla których wciąż wynajdywał przeróżne usprawiedliwienia? Czy była aż tak bardzo skupiona na własnych problemach, że coś tak ważnego jej umknęło? A może zwyczajnie przestała dbać i o siebie, i o partnera, sprawiając tym samym, że ten w końcu znalazł sobie taką, która jest nie tylko piękna, ale też potrafi czytać w jego myślach i zaspokajać każdą jego potrzebę? A może tak po prostu miało być i żadne zabiegi nic by nie pomogły, gdyby mąż czy partner nagle stwierdził, że jego uczucie już dawno się wypaliło, a żona/partnerka jest temu najmniej winna?

 

W momencie, gdy czterdziestoletnia Leona Dorn dowiaduje się o zdradzie męża oprócz szoku i upokorzenia, czuje też, że traci poczucie własnej wartości. Kobieta nie potrafi pojąć, jak to się mogło stać, iż Wolfgang, u boku którego spędziła większość życia, tak nagle wpadł w ramiona innej i jeszcze w dodatku jest z nią szczęśliwy. Na jego usprawiedliwienie można byłoby dodać, że facet zwyczajnie przechodzi kryzys wieku średniego i tak naprawdę prędzej czy później musiało do tego dojść. Leona sądziła jednak, że z Wolfgangiem tworzą naprawdę zgodne i kochające się małżeństwo, w związku z czym nikt ani nic nie jest w stanie im zagrozić. Ba! Nie tylko ona tak myślała. Dokładnie tak samo twierdziła jej rodzina, dlatego wieść o rozpadzie związku Leony i Wolfganga zapewne będzie dla nich nie mniejszym szokiem, niż dla samej zainteresowanej.

 

 

 

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