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review 2018-05-06 09:55
Was bleibt
Das Leben, das uns bleibt - Susan Beth Pfeffer

Seit der Katastrophe ist das Leben hart geworden. Es ist kalt, es gibt nur selten Storm und Lebensmittel sind Mangelware. Fast hätte Miranda die Hoffnung aufgegeben, doch dann stehen plötzlich ihr Vater, seine Freundin Lisa mit dem Baby und zwei Jungs vor der Tür. 

"Das Leben, das uns bleibt" ist der Abschlussband der "Die letzten Überlebenden"-Trilogie.  

Diesmal kehrt die Autorin zu der jugendlichen Miranda - die Protagonistin aus dem 1. Band - zurück. Miranda und ihre Familie haben sich einigermaßen eingerichtet. Tag für Tag kämpfen sie gegen den Staub, haben es mit Kälte zutun und ziehen sich zum Schlafen aneinander gekuschelt in den Wintergarten zurück.

Miranda hat wieder angefangen Tagebuch zu schreiben und so erlebt man als Leser diese tristen Tage aus ihrer ganz persönlichen Perspektive mit. Ich muss schon sagen, dass Susan Beth Pfeffer mit dieser Tagebuchform eine exzellente Erzählweise für dieses Endzeitszenario gewählt hat. 

Man erfährt aus erster Hand wie Miranda empfindet, wie sie die Tage erlebt, wovor sie sich fürchtet und wann sie zu hoffen wagt. 

Außerdem zeichnen sich die Bände um Miranda durch Realismus aus. Es wird nicht übertrieben, nicht beschönigt und kaum konstruiert. Die Ereignisse sind plausibel, werden nicht unnötig dramatisiert - weil sie für sich schon tragisch genug sind - und haben dadurch sehr glaubwürdig auf mich gewirkt. 

Daher darf man sich auch keine spannungsgeladene Action erwarten, sondern es wird die Zeit nach dem katastrophalen Asteroideneinschlag am Mond beschrieben. Das Wetter ist verschoben. Es wächst nichts, weil fast das ganze Jahr über Winter ist und die Temperatur in den kurzen Sommermonaten nicht einmal die 10-Grad-Marke erreicht. Die Sonne kommt nicht hervor und Miranda kann sich kaum mehr an Farben oder den Himmel erinnern. 

Demzufolge sind Nahrungsmittel rar und jede Woche wird um die zugeteilten Tüten vom Rathaus gebangt. Noch sind sie in der glücklichen Lage, dass sie montags immer eine Lieferung erhalten. Doch was passiert, wenn diese Nahrungsquelle eines Tages versiegen wird? Dabei ist Miranda schon aufgefallen, dass der Inhalt der Lebensmitteltüten mit jeder Woche spärlicher wird. 

Realistisch wirkt auch, dass es nicht besonders viel zutun gibt. Sie sind damit beschäftigt, das Haus auf Vordermann zu halten, den seltenen Strom optimal zu nutzen und vor sich hin zu hungern. 

Doch dann klopft es eines Tages und Mirandas Dad steht vor der Tür! Darf sie jetzt wieder Hoffnung haben? Aber ihre Freude wird von all den hungrigen Mäulern getrübt, die ihr Vater im Schlepptau hat. 

Die weitere Entwicklung ist trostlos und wird dem Genre mehr als gerecht. Der Schwerpunkt wird auf den Alltag in der Endzeit gelegt und gemeinsam mit Miranda versucht man einen Tag nach dem anderen zu überstehen. Miranda begreift, dass das Leben nun anders als früher ist und nie wieder so wie damals werden wird. 

Die Erzählweise in Tagebuchform, die Handlung und der realistische Rahmen haben mich wieder überzeugt. Die Besonderheit an Susan Beth Pfeffers Endzeit-Szenario ist die schonungslose Realität, die in Mirandas Aufzeichnungen anschaulich dargestellt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Ende tatsächlich so passieren könnte, wie Miranda es in ihrem Tagebuch erzählt.

Wer nüchterne Endzeit-Geschichten mag, wird diesen und den ersten Teil von Susan Beth Pfeffers „Die letzten Überlebenden“-Trilogie sicherlich gerne lesen.

 

 

Die letzten Überlebenden:
1) Die Welt, wie wir sie kannten
2) Die Verlorenen von New York
3) Das Leben, das uns bleibt

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2018-02-26 07:22
Verloren in New York
Die Verlorenen von New York - Susan Beth Pfeffer

Während Alex Pizza schneidet, bahnt sich das Ende der Welt, wie wir sie kennen, gerade an. Ein Asteroid hat den Mond aus der Umlaufbahn gefegt und damit fängt das Ende der Welt erst an.

Bei „Die Verlorenen von New York“ handelt es sich um den zweiten Band der Überlebenden-Trilogie von Susan Beth Pfeffer. Während der erste Teil von der jugendlichen Miranda in Tagebuchform erzählt, nimmt sich dieser Band dem Schicksal von Alex in der Großstadt New York an.

Den Untergang von New York erlebt man aus Alex Perspektive. Er ist ein Jugendlicher, der aus Puerto Rico stammt. Schon immer hat er sich durch Fleiß und Disziplin von Gleichaltrigen abgehoben, weil er unbedingt auf’s College will.

Dem Ende der Welt schaut er gemeinsam mit seinen Schwestern entgegen. Bri und Julie haben Angst, dennoch hoffen sie, dass es ihre Eltern bald nachhause schaffen werden. 

Es folgt der Untergang von New York, wie man ihn sich vorstellen kann: unzuverlässige Stromversorgung, Lebensmittel sind rar und die Leichen bleiben auf den Straßen liegen. In dieser Situation versuchen sich die Geschwister durchzukämpfen und halten als Puerto Ricaner besonders am katholischen Glauben fest.

Das Szenario vom untergehenden New York hat Susan Beth Pfeffer meiner Ansicht nach gekonnt umgesetzt. Genauso kann ich mir die Apokalypse vorstellen, wie sie schleichend mit Hunger und Krankheit durch die Straßen zieht. 

Wermutstropfen ist diese extrem religiöse Orientierung, die allerdings für die realistische Darstellung der Puerto Ricaner spricht. Ständig wird die Messe besucht, der Priester aufgesucht oder ein Ave Maria gebetet. Die Geschwister rufen Schutzheilige an, beten mehrmals täglich für ihr Wohlergehen und streiten sogar darüber, welcher Heilige wohl die beste Wahl als Adressat ihrer Gebete ist. 

Natürlich gehen sie auf katholische Schulen, streben teilweise ein Leben im Orden an und hoffen darauf, von der Mutter Gottes erhört zu werden, die sie von ihren Leiden erlösen wird. 

Dieser religiöse Aspekt ist mir zu viel geworden. Ein bisschen weniger Glaube und Religion hätten dem Buch gut getan. Dennoch ist es wohl authentisch dargestellt. Religiöse Menschen widmen sich gerade in einer solchen Zeit mit Inbrunst ihrem Glauben und setzen jede Hoffnung darauf, wenn es ansonsten nichts mehr zu hoffen gibt.

Die Entwicklung der Geschwister hat mir sehr gut gefallen und mich sogar beeindruckt, weil aus zankenden Teenagern eine Familie mit Zusammenhalt geworden ist. Aus Liebe zum anderen verzichten sie oftmals auf eine eigene Chance, weil sie sich gegenseitig nicht in Stich lassen.

Obwohl die religiösen Elemente überhand nehmen, mochte ich auch diesen Band gern, weil er ein gutes Bild von der Großstadt und der Mond-Apokalypse zeigt. Die Entwicklungen sind erneut realistisch dargestellt und lassen durch ihre brutale Realität ein beklemmendes Gefühl zurück, weil man es sich genauso vorstellen kann.

 

 

Die letzten Überlebenden:
1) Die Welt, wie wir sie kannten
2) Die Verlorenen von New York
3) Das Leben, das uns bleibt

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review 2017-08-11 20:05
Ein realistischer Endzeit-Roman
Die Welt, wie wir sie kannten - Susan Beth Pfeffer

Das astronomische Highlight des Jahres wird gespannt von der ganzen Welt verfolgt. Ein Asteroid wird den Mond treffen - es soll sogar mit bloßem Auge zu sehen sein. Dann ist es so weit. Der Mond wird aber nicht nur leicht angestupst, sondern gleich aus seiner Umlaufbahn katapultiert. Damit fängt das Ende an. Das Ende der Welt, wie wir sie kannten.

Endzeitromane gibt es en masse und viele davon sind richtig gut. Egal ob sie mit Kriegen, Technologien oder Kriegen beginnen, es ist immer wieder schaurig-faszinierend, wenn man in der Fantasie das Ende durchspielt. Susan Beth Pfeffer hat mit ihrem Endzeitroman jedoch ein ganz eigenes Level der Apokalypse erreicht, weil sie in ihren Schilderungen am Boden geblieben ist.

Das Ende wird durch den Asteroideneinschlag am Mond eingeleitet. Wissenschafter hatten sich verrechnet und der harmlose Schubser ist in Wirklichkeit eine lebensbedrohliche Katastrophe geworden.

Als Leser erlebt man diese Endzeitversion aus Mirandas Blickwinkel. Sie ist ein Teenager, der mit ihrer Mutter und ihren zwei Brüdern mitten in der Apokalypse ausharrt, und diese traumatische Erfahrung in einem Tagebuch festhält.

So ist die ganze Geschichte als Mirandas Tagebuch erzählt, was mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Zuerst berichtet sie noch unbeschwert von ihrem Leben und dem astronomischen Ereignis, doch nach und nach ziehen sich Zweifel, Gefahren und verstörende Erlebnisse durch sämtliche Einträge. Wie in der Realität, sind sie ganz unterschiedlich erzählt. Manchmal berichtet Miranda ganz ausführlich von ihrem Tag, dann hat sie nur für wenige Zeilen Zeit. Manchmal vergehen Tage, bis man wieder etwas von ihr erfährt, dann schreibt sie wieder mehrmals täglich ins Tagebuch rein.

Dabei geht Miranda auf alle Umstände ihres Lebens ein. Sie erzählt, wie sie sich fühlt, was sie sich wünscht und welche Ängste sie bewegen. Sie berichtet, was um sie herum geschieht und wie ihre Familie und Freunde reagieren. Und natürlich lässt sie die Katastrophe an sich nicht aus und schreibt nieder, welche Entwicklungen gefürchtet und erwartet werden.

Dabei spielen banalste Alltagshandlungen eine große Rolle, denn wer weiß schon, wann es das nächste Mal Strom geben wird? Wie schwierig Wäsche per Hand zu waschen ist? Und wie sie den Winter ohne Heizmaterial überstehen sollen?

Außerdem ist die Katastrophe an sich meiner Meinung nach sehr realistisch konstruiert. Einerseits geht es Schlag auf Schlag, weil der Mond plötzlich so nah an der Erde ist, andrerseits ziehen manche Veränderungen nur sehr langsam ein, und sind zu Beginn nicht mehr als eine Unannehmlichkeit. 

Mir haben die Handlung, der Erzählstil und die Entwicklung der Ereignisse sehr gut gefallen. Susan Beth Pfeffer führt dem Leser vor Augen, wie ein Rad das nächste treibt, wie unsere Gesellschaft funktioniert und wie wichtig bestimmte Dinge in unserem Alltag sind. Dieser realistische Zugang zum Weltuntergangs-Thema hat mich absolut begeistert. Andere Romane setzen häufig auf actionreiche Spannung, bei Susan Beth Pfeffer wird man hingegen mit der brutalen Realität konfrontiert.

Wer sich gern vom Ende der Welt erzählen lässt und eine gute Portion Realismus aushält, sollte daher unbedingt Miranda kennenlernen und mit ihr die Apokalypse erleben.

 

 

Die letzten Überlebenden:
1) Die Welt, wie wir sie kannten
2) Die Verlorenen von New York
3) Das Leben, das uns bleibt

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2017-07-08 20:57
Book 39/100: This World We Live In by Susan Beth Pfeffer
This World We Live In - Susan Beth Pfeffer

This book was a disappointment after the first two in the series, both of which were vivid and riveting. Fortunately, I had been forewarned that this one was a bit lackluster, so I didn't go into it with expectations that were too high.

Mostly, it felt like a sequel that didn't really need to be written. I think the author (or publisher) felt compelled to tie the first two books together, but both of them are strong standalones and tying them together in this third volume felt forced. Plus, a lot of what happens in here is not very different from what happened in the earlier books -- the struggle to find enough food, the windfalls and disappointments, the highs and lows of living through an apocalypse, you know, that sort of thing.

And even though it's shorter than the other books in the series (I think), it has a lot more characters, so there was quite a bit to keep track of in the second half. The book started to feel "crowded" since several of the characters were not developed all that well. Also, I noticed some really weird gender things in this book that either were not present in the other two books or that just didn't strike me in the same way. But I think that Pfeffer might have some internalized sexism going on ... Miranda's mother was always very insistent that Miranda stay home while the boys were able to strike out and explore/adventure/etc., and Alex seemed to think that for some reason he got to decide what his sister's fate would be even though she was old enough to have some say in the matter. (Also, I think the decision the author made regarding Julia's storyline was absolutely atrocious). I liked Alex less in this book than in the book that is actually about him -- in this volume he came across as controlling and almost stereotypically pious.

For whatever reason there is yet one more book in this series, which I may or may not read. The first two books are great, but as far as I'm concerned you wouldn't be missing too much if you just stopped there.

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review 2016-06-16 00:00
This World We Live In
This World We Live In - Susan Beth Pfeffer Rating: 5 Stars

This is probably one of my favorite series.  Asteroid collides with moon knocking the moon off rotation causing a series of natural disasters such as tidal tsunamis and volcanoes that lead to disastrous weather conditions.  
The first book follows Miranda's family and their fight for survival in a small town in PA.
The second book follows Alex and his two sisters and their fight for survival, as well as, the search for their parents who never returned home after that night.  Their setting takes place in New York City.
In the third book Miranda and her family reunite with her father and step-mom and their little group of travelers.  Among her father's group is Alex and his sister.  As the story progresses Miranda and Alex begin having feelings for each other.


What gives this series 5 stars?
1.) The covers.  As you may have figured out by now, covers are a key part of my rating and review.  I like covers that give you a sense of the story before you read it.  These covers do just that.  The covers each portray the setting and a small description of the moon.
2.) For this particular series and context of the story, the diary format works really well and is easier to read and follow along.  I preferred reading Miranda's diary over Alex's form of a diary because she talked more in first person where as Alex talked in second person.
3.) The overall scenario of the story is very believable.  It is an event that could happen in real life and the effects of something like that happening also could happen.  The survival, food rationing, no power to do basic needs, diseases, FEMA camps all could become a reality in a blink of an eye.  I felt like this story, given that it is fiction, could give me incite as to would life could and would be like.


Overall, an amazing, fast paced series.  Would be a great mini series on TV.
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