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review 2018-04-24 08:05
Havalds Erwachen
Der Wanderer - Richard Schwartz

„Der Wanderer“ ist der letzte Band von „Die Götterkriege“. Es ist der letzte Band einer 12-teiligen Reihe, das Ende einer Reise, die 2006 mit „Das Geheimnis von Askir“ begann. Das Finale erschien 2015. Seitdem war der Autor Richard Schwartz nicht untätig. Erst schloss er 2017 die „Lytar-Chronik“ ab, die er ursprünglich unvollständig unter dem Pseudonym Carl A. deWitt veröffentlichte und die nun neuaufgelegt bei Piper ein Zuhause fand. Sein nächstes Projekt wird im Oktober 2018 erwartet: der erste Band der „Eisraben-Chroniken“, „Fluchbrecher“, eine Mischung aus Science-Fiction und Fantasy. Ich weiß noch nicht, ob ich dieser neuen Reihe eine Chance geben werde. Nach „Der Wanderer“ wird sicher einige Zeit vergehen, bis ich wieder zu einem seiner Bücher greife. Ich denke, ein wenig Abstand wird uns beiden guttun.

 

Einst wurde Havald prophezeit, der Engel des Soltar zu sein. Es ist seine Bestimmung, das Schwert des Lichts in die Heerscharen der Feinde zu tragen, die Legion der Toten zu befehligen und den Krieg der Götter zu beenden. Jahrhundertelang weigerte er sich, die Prophezeiung anzunehmen und sein Schicksal zu akzeptieren. Er schuf seine eigene Legende, wurde der Wanderer, der die Hilfegesuche der Schwachen erhörte, Trost spendete und Hoffnung schenkte. Doch nun kann er die Vorhersehung nicht länger verleugnen. Er muss sich dem Nekromantenkaiser entgegenstellen, um all diejenigen zu retten, die er liebt. Er darf nicht zögern. Er darf nicht zweifeln. Havald muss erkennen, wer er ist, denn nur dann hat er eine Chance, Kolaron Malorbian zu besiegen und den tödlich Griff Thalaks um die sieben Königreiche zu brechen. Die Zukunft der Welt ruht auf seinen Schultern.

 

Die Lektüre von „Der Wanderer“ war ein feierlicher Moment meiner Lesekarriere. Ich muss widerspruchslos anerkennen, wie schwierig es ist, eine Reihe nach 12 Bänden befriedigend abzuschließen und dabei allen inhaltlichen sowie charakterlichen Entwicklungen gerecht zu werden. Persönlich brauchte ich diese 12 Bände, um endlich zu verstehen, worum es in „Die Götterkriege“ tatsächlich geht. „Der Wanderer“ hielt überraschenderweise eine Epiphanie für mich bereit. Es geht nicht um den Krieg der Götter, obwohl dieser der Reihe ihren Namen gibt. Es geht um Havald, um seine persönliche Entwicklung, seinen Konflikt mit sich selbst und seinem Schicksal. In Wahrheit sind „Das Geheimnis von Askir“ und „Die Götterkriege“ nicht nur ein simples Heldenepos, sie sind die Konkretisierung der klassischen maskulinen Heldenreise in drei Akten, wie sie von Joseph Campbell 1949 postuliert und von Victoria Schmidt 2001 verfeinert wurde. Dieser Theorie zufolge durchläuft der Held auf seiner Reise bestimmte Stationen der Erkenntnis und der Veränderung, die ihn darauf vorbereiten, im dritten Akt vor die Wahl gestellt zu werden, zu erwachen oder zu rebellieren, was sich direkt auf den Erfolg seiner Mission auswirkt. „Erwachen“ bedeutet in diesem Kontext, sich seinen Fehlern zu stellen und den Wandel seiner Persönlichkeit zu akzeptieren, wodurch er letztendlich siegreich sein wird. Alles wird leicht, sobald der Held zu sich selbst findet. Genau diese Phase erleben wir in „Der Wanderer“: Havald nimmt sein Schicksal an, erkennt, wer er ist und ist deshalb endlich bereit, den Nekromantenkaiser herauszufordern. Durch die Verschiebung meines Blickwinkels ergeben viele Hindernisse, die ich während der Lektüre des zweiten Zyklus überwinden musste, rückblickend einen Sinn. Das heißt nicht, dass ich Richard Schwartz meine weitreichende Enttäuschung gänzlich verzeihe, weil „Die Götterkriege“ meiner Ansicht nach trotz dessen unnötig kompliziert und umständlich sind und er sich wesentlich stärker auf Havald hätte konzentrieren müssen, statt sich von ziellosen Nebenhandlungssträngen ablenken zu lassen, aber jetzt begreife ich zumindest, was all das Trara sollte, das „Der Wanderer“ in einer actiongeladenen Handlung kumuliert. Ich fand das Finale daher angemessen, wenn auch nicht völlig überzeugend. Einige inhaltliche Details fallen unter den Tisch, andere werden zu fix abgehakt, doch insgesamt schien es mir der emotional mitreißendste Band des Zyklus zu sein. Die Legende des Wanderers ist wunderschön, die Loyalität der Legion der Toten verursachte mir eine Gänsehaut und die philosophische Ebene, die hinterfragt, wie Göttlichkeit definiert ist, verleiht der Geschichte deutlich mehr Tiefgang, als ich erwartet hatte. Außerdem kann und möchte ich nicht leugnen, dass sich ab und zu ein bisschen Wehmut in mein Herz schlich. Mich von Havald und seinen Freunden nach all den Jahren verabschieden zu müssen, war traurig. Allerdings stellte sich ebenfalls ein Gefühl von Erleichterung ein. Wir haben es geschafft.

 

Zu Ehren des Abschlusses des Zyklus „Die Götterkriege“ habe ich versucht, ein Interview mit Richard Schwartz zu finden, in dem er sich dazu äußert, wie er die Erfahrung, eine 12-teilige Reihe zu beenden, erlebte. Leider konnte ich nichts Brauchbares auftreiben. Stattdessen stolperte ich über Interviews, die Schwartz zu Beginn seiner Karriere gab, mitten im Entstehungsprozess des ersten Zyklus, „Das Geheimnis von Askir“. Es war unheimlich interessant, zu lesen, wie er seine Arbeit damals einschätzte, wie er seine Geschichte und seine Figuren wahrnahm und welche Pläne er für den zweiten Zyklus hatte. Vieles kam völlig anders als gedacht. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist reine Spekulation, aber ich gebe zu, trotz meiner zahlreichen Schwierigkeiten mit „Die Götterkriege“ empfinde ich für „Der Wanderer“ eine Menge Respekt, weshalb ich mit meiner Bewertung großzügig war. Ich kann mir vorstellen, dass Schwartz irgendwann noch einmal in dieses Universum zurückkehrt und ja, ich würde ihm folgen. Ich mag von seiner schriftstellerischen Leistung in diesem Zyklus nicht begeistert gewesen sein, aber ich betrachte seine Figuren noch immer als meine Freunde. Und Freunde verdienen immer eine zweite Chance.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2018/04/24/richard-schwartz-der-wanderer
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review 2018-04-23 18:45
RAGE by Richard Bachman
Rage - Stephen King,Richard Bachman

I read RAGE for the first time over 20+ years ago, so the story seemed new to me.

 

In the light of all the school shootings that have occurred since this book was written, I understand why Stephen King, (aka Richard Bachman),  pulled it from publication in later editions of The Bachman Books.

 

That said, I do not think this is a good example of King's work. I've always thought that it was King's characters that make his stories so great, but I didn't find the characters in this story to have much depth. I didn't care about any of them and other than the novelty of being inside the school shooter's head, I didn't find anything special about this tale, other than that I did need to see it through to the end.

 

I re-read RAGE so that I could take part in a local Stephen King book group, and I'm glad that I did. (Though I'm still waffling about actually attending the group meeting, as my introvert alarm is sounding.) I say that I'm glad because this story reminded me that King hasn't always been the master of storytelling that he is today, he stumbled now and then. But hey, even when he stumbles he gets 3/5 stars from me because RAGE is a compelling tale.

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review 2018-04-23 17:14
Insights into a cinephile
Nixon at the Movies: A Book about Belief - Mark Feeney

Mark Feeney's book is a difficult work to describe. At its core it provides its readers with an analysis of Richard Nixon's cinephilia, the consequences of which Feeney gleans in order to explain various aspects of Nixon's psychology. This he does in a series of interconnected chapter-length essays, the majority of which are built around a particular film Nixon watched during his time as president. Feeney uses his examination of these movies as a springboard for an extended exploration into specific aspects of Nixon's life and career, such as his relationship with Ronald Reagan or his time in Congress. Drawing upon his background as a film critic, he weaves together his examination into a study of the films themselves and their related works, which he breaks down not just to draw out the elements that relate to Nixon's life but to illuminate the America in which he lived.

The result is an engrossing read. Though Feeney provides no new details about Nixon's life or his time in office, he draws out connections that deepen our understanding of the man and provide some interesting interpretations of his character. It also has the effect of humanizing the 37th president in a way that that few other books have before, showing how, at his core, Nixon was a person who enjoyed losing himself in movies as much as anyone else. While this is not the first book people should seek out to learn about Richard Nixon, the originality of Feeney's approach and the insights it provides make it one that nobody seeking to make sense of the man can afford to neglect.

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review 2018-04-22 21:26
Review of Without Precedent by Joel Richard Paul
Without Precedent: Chief Justice John Marshall and His Times - Joel Richard Paul

I had always wanted to read more about the most important Chief Justice of the Supreme Court and this book was very engaging. This biography of Marshall tells the story of a fascinating historical figure who, for whatever reason, seems to get short thrift in the pantheon of our founding fathers. He was close with Washington, a cousin of Jefferson, Secretary of State and then Chief Justice (even at the same time for a month) for Adams, a state leader and legislator for Virginia, an important supporter of the Constitution during the ratification process - Marshall was a little bit like the Forest Gump of the Revolutionary Era. His decisions on the Supreme Court made the Court an equal branch and established our understanding of how the judiciary works under the Constitution.

 

My favorite part of the book, or at least the part where I learned the most, was during Marshall's time as a peace commissioner to France during the French Revolution and the XYZ Affair. This was the type of book where I kept learning new things and it made me want to find out more about many different aspects of that historical period. That is the highest compliment I can pay a work of history.

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text 2018-04-21 20:24
It's done. The shelf is made.

My Richard Armitage shelf.

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