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review 2018-07-05 10:09
Das Ende ist da
Die Geschichte von Zeb (MaddAddam 3) - Ronin - Hörverlag,Margaret Atwood,Uve Teschner

Die 'wasserlose' Flut ist vorbei. Eine Pandemie hat die Menschnheit ausgemerzt und die wenigen Überlebenden haben sich zusammengerottet.

"Die Geschichte von Zeb" ist der Abschlussband von Margaret Atwoods MaddAddam-Trilogie und tröstet mich über die Enttäuschung des Mittelbandes hinweg.

Es handelt sich hierbei um einen Endzeit-Roman, der das Ende der Menschheit ursächlich in der Gier der Konzerne und einer unersättlichen Gesellschaft sieht. 

In diesem Abschlussband finden die Charaktere aus den bisherigen Teilen zusammen und runden die Geschichte Margaret Atwoods Ende der Welt ab. Außerdem schafft es die Autorin mit ein klein wenig Optimismus auf die Zukunft der Menschheit zu sehen.

Dieses Buch ist in zwei hauptsächliche Erzählstränge eingeteilt: 

Grundsätzlich erzählt Toby den Crakern die Geschichte von Zeb. Für Toby ist es sehr schwierig sich den Crakern gegenüber verständlich auszudrücken, weil ihre Welt voller Freude und dem Guten ist. Sie können die menschliche Perspektive, unsere Begriffe und Ängste nicht nachvollziehen. Daher muss sich Toby ganz schön etwas einfallen lassen, um den Crakern eine begreifbare Geschichte zu erzählen.

In dieser Craker-Version sind die ersten beiden Teile wunderbar zusammengefasst, nur werden sie eben aus Zebs Sicht erzählt. Dadurch schließen sich Wissens- und bisherigen Logiklücken und dieser Strang bringt Hintergrundinformationen zur wasserlosen Flut ans Licht.

Außerdem wird im zweiten Erzählstrang vom aktuellen Geschehen berichtet. Denn die Gruppe um Toby hat sich in einem losen Verbund zusammen getan, um gemeinsam zu überleben. Sie sorgen für einander, kämpfen mit banalen Alltäglichkeiten, die mittlerweile gar nicht mehr so banal sind, und schauen ungewiss der Zukunft entgegen. Niemand weiß, wie es für die Menschheit weitergehen wird.

Sanft wird ebenso eine Liebesgeschichte eingestreut, die sich meiner Meinung nach exzellent ins Geschehen einfügt und somit der Geschichte noch einen harmonischen, leicht schelmischen, Anstrich gibt.

In diesem Band habe ich Toby richtig lieb gewonnen und kann mir gar nicht mehr erklären, warum ich im vorherigen Teil sogar eine leichte Abneigung gegen sie empfunden habe. Sie ist eine ältere Frau, die nun als Sprachrohr zu den Crakern tritt und sich ihrer Verantwortung bewusst ist. Immerhin glauben ihr diese neuen Geschöpfe jedes Wort und man ahnt, dass dadurch das Testament der Craker-Welt entstehen wird.  Trotz allem Verantwortungsbewusstsein verliert Toby genauso die Geduld, verliert schon einmal den Faden oder stellt eine allzu kühne Behauptung auf. Diese authentisch-wirkenden Züge haben ihr Charme verliehen, wodurch ich sie noch mehr ins Herz geschlossen habe. 

„Die Geschichte von Zeb“ ist philosophisch, prangert die Konzerne, die Regierungen und uns Menschen an. Wir alle sind auf Profitmaximierung, Gier und Respektlosigkeit programmiert, was uns früher oder später das Ende bescheren wird. Mit dieser These steht Atwood nicht allein und hat sie in ihrer Trilogie wortgewandt argumentiert.

Diesen Abschlussband habe ich mir in der Hörbuchversion gegönnt. Ich denke, dass vor allem Uve Teschners Stimmbegabung dem Hörbuch einen gewissen Pep gibt. Seine mitreissende Betonung verleiht dem Roman außerordentliche Lebendigkeit. Ich habe richtig gesehen, wie Toby mit den Crakern zusammensitzt und sie ihre blauen Penisse schwingen. Wer mehr über dieses interessante Detail erfahren will, muss schon selbst zur Trilogie greifen!

Alles in allem hat Margaret Atwood auf ihre gewohnt meisterhafte Weise erzählt, mich in die Gefahren der Konzerne eingeweiht und mich mit ihrem gesellschaftskritischem Werk letztendlich doch überzeugt.

Meiner Meinung nach ist die MaddAddam-Trilogie nichts für zwischendurch, weil sie dem Leser hohe Konzentration abverlangt. Gerade deshalb oder eher trotzdem ist es ein erzählerisches Meisterwerk, das dem Ende der Welt sogar einen Neuanfang gewährt. 

 

Die MaddAddam-Trilogie:
1) Oryx und Crake 
2) Das Jahr der Flut
3) Die Geschichte von Zeb
Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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text 2018-06-22 23:48
Reading progress update: I've read 527 out of 659 pages.
The Blind Assassin - Margaret Atwood

it’s a terrific read...but I greatly prefer the sections that are Iris’ memoirs, over the SF content, involving the Lizard Men and the Zyrconians and all that (if you’ve read this novel, you know what I’m talking about and it doesn’t just sound weird).

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text 2018-06-22 02:13
Reading progress update: I've read 287 out of 659 pages.
The Blind Assassin - Margaret Atwood

well, it’s turned out to be a wonderful read - kind of like my time with The Goldfinch, previously. even has the potential to be better than that. also flashing back to All Things Cease To Appear - another good book - and something I read ages ago, Clara Callan.

 

the parts narrated by Iris have a bit of glibness to them, at times, so I’m glad the book isn’t a “downer”; Iris can see the humor in aspects of her and Laura’s childhoods. maybe this book is in fact going to get bleak later - I don’t know - but hey, that’s what grown-ups have to face: things fall apart, you can’t be a kid, beside your sibling, forever. we’ll see what happens.

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text 2018-06-21 03:35
Reading progress update: I've read 136 out of 659 pages.
The Blind Assassin - Margaret Atwood

the ‘fiction within the fiction’ - that is, the sections of Laura’s novel The Blind Assassin - were of less interest to me earlier, but now that I’ve done the first long section narrated by Iris I find I have come out of that more interested in the content of Laura’s fiction. I guess this is simply because I know Laura at least a little bit now, and so care more about what her fiction is going to hint, or say outright, about her life, her death, and her mind.

 

I’ve previously read three Atwoods: The Handmaid’s Tale is the one I love, while Surfacing was merely an okay read for me  - and I’ll be honest, Oryx and Crake often bored me (which was a surprise). The Blind Assassin seems more like one that will not bore me at all; it’s taking me back, a little, to one of my favorites - another family drama featuring daughters - Kentuckiana, by Johnny Payne.

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text 2018-06-21 01:22
Reading progress update: I've read 103 out of 659 pages.
The Blind Assassin - Margaret Atwood

it’s grown on me with every page, and now I’m anxious to read more. in terms of Iris’ recollections, World War One has ended, and Laura is about to be born. I may read a bit more of this later tonight.

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