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review 2017-08-06 15:06
Die Geschichte einer Mörderin
Das Seelenhaus: Roman - Hannah Kent

Island, 1828. Die verschlossene Magd Agnes wird zum Tode verurteilt, weil sie zwei Männer ermordet hat. Sie wird bis auf einem Hof untergebracht, wo sie auf ihre Hinrichtung wartet und ihre Geschichte erzählt.

Bei diesem historischen Roman handelt es sich um ein Stück Geschichte. Denn Agnes Magnúsdóttir hat tatsächlich gelebt und war der letzte Mensch, der auf Island hingerichtet wurde. Die Autorin Hannah Kent geht mit diesem Roman der Geschichte der berüchtigten Doppelmörderin auf den Grund.

Allerdings darf man sich genauso wenig einen spannungsgeladenen Krimi wie müden Historienschinken erwarten. Es ist ein gut recherchierter historischer Roman, der aus einer angeblich bestialischen Mörderin einen Menschen macht.

Agnes Magnúsdóttir hat zwei Männer ermordet und - angeblich um die Morde zu vertuschen - das Haus niedergebrannt. Diese Tat kannte kein Pardon und daher blüht ihr die Todesstrafe.   Da Island zu dieser Zeit nicht über geeignete Gefängnisse verfügt, wird die berüchtigte Möderin kurzerhand auf dem Hof eines Beamten untergebracht, deren Bewohner natürlich nicht begeistert davon sind. Wer will schon eine Mörderin bei sich einquartieren?

Pfarrer Thorvardur Jónsson wird der Mörderin als geistiger Beistand zur Seite gestellt und soll ihr den Teufel aus dem Leib predigen. Doch davon hält der junge Geistliche nicht viel und hört sich lieber Agnes’ Geschichte an.

Als Leser erfährt man die Ereignisse aus mehreren Perspektiven. An erster Stelle steht Agnes selbst, die sich nicht nur dem Pfarrer anvertraut, sondern gleichzeitig in Erinnerungen schwelgt. Man erfährt, wie sie in diese missliche Lage kam, wie ihr Leben als vernachlässigtes Kind und Magd verlief, und warum sie zu guter Letzt getötet hat.

Die Familie des Beamten spielt eine ebenso wichtige Rolle. Durch sie erfährt man, welche Gerüchte über die berüchtigte Mörderin kursieren, wie erschreckend es ist, gar keiner furchterregenden Hexe sondern nur einer normalen Frau gegenüberzustehen, und wie traurig es ist, dass niemand Agnes fragt, warum sie die Männer getötet hat. 

Dabei zeichnet die Autorin ein plastisches Bild von Island dieser Zeit. Häuser und Höfe sind feuchte Behausungen aus Torf, die Menschen leben eingezwängt in diesen Lehmhütten und sind von harter Arbeit getrieben, weil der nächste Winter bald kommen wird.

Es ist nicht nur die Geschichte einer Mörderin, die wahrscheinlich eine Verzweiflungstat begangen hat, sondern lässt den Leser auf das vergangene Island blicken. Dabei war es ein faszinierender Rückblick und gleichzeitig ein interessanter Kulturschock für mich, weil sich Island doch etwas anders als ‚mein‘ Teil von Europa entwickelt hat. 

Zum Beispiel konnte um 1830 fast jeder Isländer lesen, weil es von der Kirche gefordert wurde, die Sitten waren hart, die Arbeit noch härter, und das Auskommen in diesem feucht-kaltem Part der Welt auch für die besser Gestellten eine körperliche Herausforderung.

Die authentische Erzählung der Autorin beruht auf viel Archivmaterial, das sie für ihren Roman verarbeitet hat. Zwar betont Hannah Kent, dass sie sich bei Details großteils auf ihre Fantasie verlassen hat, dennoch fließen unzählige Dokumente ein, die der Autorin als Grundlage dienen.

Der Schreibstil ist eher ruhig und die Erzählweise kommt ohne Dramatik aus. Am Beginn wird man mit der Ankunft der Mörderin konfrontiert und erfährt erst nach und nach, was geschehen ist. Dadurch wird ein gutes Quantum Spannung erzeugt, was einem das Buch kaum aus der Hand legen lässt. Zum Ende hin wird es einen Hauch emotionaler, was in Anbetracht der Umstände verständlich ist.

Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, weil ich mich für Island interessiere und mich die Geschichte von Agnes sehr berührt hat. Es war eine schwierige Zeit, als jede Untat einfach nur eine Sünde war, ohne hinter die Motivation dafür zu blicken. „Das Seelenhaus“ ist meiner Meinung nach für Island-Freunde und historisch Interessierte ein absolutes Lesemuss!

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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text 2017-05-16 07:49
Reading progress update: I've read 141 out of 386 pages.
The Good People - Hannah Kent

Enjoying this more than 'Burial Rites'. It is very atmospheric.

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review 2017-05-04 11:38
They said I must die. They said that I stole the breath from men, and now they must steal mine. I imagine, then, that we are all candle flames, greasy-bright, fluttering in the darkness and the howl of the wind, and in the stillness of the room I hear footsteps, awful coming footsteps, coming to blow me out and send my life up away from me in a grey wreath of smoke. I will vanish into the air and the night. They will blow us all out, one by one, until it is only their own light by which they see themselves. Where will I be then?
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text 2017-04-30 12:10
Library Haul
Idaho: A Novel - Emily Ruskovich
The Breakdown - B. A. Paris
All Our Wrong Todays: A Novel - Elan Mastai
The Good People - Hannah Kent
Method 15/33 - Shannon Kirk

Ok, so I have to admit that I am (more than) a little late to the party but I recently discovered Booktube. Embarrassing I agree but there we are, it is out. Anyway, looking at people book hauls I came across the above books and thought they sounded quite interesting. I was horrified to find that our library has raised its reservation fees but nevertheless 3 were reserved and as usual all came in at the same time. So there you have it, I have a busy month ahead of me, it's a good job I've got 2 weeks off!

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review 2017-03-07 21:33
Review: The Good People by Hannah Kent
The Good People - Hannah Kent

 

I would like to thank Picador for providing me with an advanced reading copy of this book.

 

The Good People is an engaging, emotional, and at times an uncomfortable read. It's beautifully written and pulls the reader into a world that oozes atmosphere and superstition. I really enjoyed it. I felt like I was there, that I knew these people and was a part of their world. A world that was so easily pictured, right down to the smallest of leaves on the trees, the ripples on the water, and the smells in the air. I could see everything clearly as I read. The characters felt real to me. I felt their pain, I lived, hoped, dreamed, and struggled alongside them.

 

I particularly loved the lore and superstition surrounding the faeries. The belief that illness, bad crop yields, and animals not producing were because of the faeries being angered, and the way daily rituals were carried out to protect harvests, households, families, and to keep food on the table, totally captivated me. I have fond memories of my grandparents doing similar things for the "wee folk". I remember as a child making small trinkets and gifts to leave around the farm for the wee folk, pouring fresh milk from the goats into a bowl on the doorstep, and also leaving out honey and oatcakes. I did the same with my own children when they were growing up, they used to leave gifts for the faeries under the tree in the garden.

 

Definitely, one I would recommend. I will be reading more from this author in the near future.

 

 

 

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