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text 2014-09-07 17:04
August 2014 - My Book Month
Kafka am Strand - Haruki Murakami
The Man in the High Castle - Philip K. Dick

I finally read another novel of Haruki Murakami and tried my luck with a science fiction classic. Do you want to find out more about the books I've read? Well, then just click on more :)

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review 2013-10-23 20:19
Meine Lieblingsbücher - Part 1: Kafka am Strand
Kafka am Strand - Haruki Murakami

Das ist also jetzt mein erster Eintrag, und trotz der Tatsache, dass ich noch keine Follower habe, werde ich diesen Blog starten um über Bücher zu schreiben, die mich wirklich fasziniert haben. Bücher, die ich regelrecht verschlungen habe, die nicht aus der Hand zu legen sind.

Und vielleicht wird es ja in Zukunft einige Leser geben, die sich dafür interessieren.

 

Der japanische Autor, Haruki Murakami, ist meiner Meinung nach einer der größten Autoren unserer Zeit und zurecht weltbekannt.

 

Wer ein Buch von Murakami in die Hand nimmt, begibt sich auf eine merkwürdige Reise. Man verliert sich sehr schnell in den persönlichen Geschichten der Protagonisten und kleine Details die dem Leser zunächst suspekt erscheinen übernehmen irgendwann die Oberhand, sodass sich nicht mehr entscheiden lässt, ob die Geschichten noch in der Realität spielt oder ob man schon in eine faszinierende Parallelwelt gegleitet ist, ohne es zu bemerken.

 

Kafka am Strand

 

Das erste Buch über das ich schreiben will, ist auch zugleich mein größter Favorit was die modere Belletristik betrifft. Meiner Meinung nach ein einzigartiges Meisterwerk. 

 

Handlung

 

Kapitel mit geraden Zahlen:

Der fünfzehnjährigen Kafka Tamura wohnt in Tokyo zusammen mit seinem Vater und einer Figur namen Krähe. Krähe nimmt nur in den wichtigen Situationen Gestalt an und spiegelt Kafkas Ängste wider und gibt ihm Ratschläge. Getrieben von einer schicksalhaften Prophezeiung, entschließt sich Kafka seinen Vater zu verlassen und sich auf eine abenteuerliche Reise zu begeben.

 

Kapitel mit ungeraden Zahlen:

Saturo Nakata ist geistig behintert und hat im zweiten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren. Allerdings hat er eine besondere Fähigkeit. Er kann mit Katzen reden. Er wird daher von Leuten engagiert um verlorene Katzen aufzuspüren. Allerdings bringt ihn das auf die Spur des mysteriösen Katzenkillers Johnnie Walker.

 

Die beiden Handlungsstränge scheinen zunächst vollkommen unabhängig voneinander doch je weiter die Handlungen voranschreiten desto mehr bewegen diese sich auf einander zu...

 

Meine Meinung

 

Für mich ist es wichtig, dass ein Buch einen Spannungsbogen aufzieht sodass der Leser komplett in der Welt des Buches gefangen ist. Murakami gelingt dies mit Kafka am Strand perfekt. Die Storylinien sind von den ersten Kapiteln an so spannend, dass es sehr schwierig ist das Buch aus der Hand zu legen. Die immer abwechselnden Handlungsstränge bringen viel Abwechslung in den Lesefluss. Man frägt sich ständig wie zwei so absurd unterschiedliche Geschichten zusammen passen können. Mit den Charakteren kann man sich sehr schnell anfreunden und ist auf ihr persönliches Schicksal gespannt. Es ist einfach ein durch und durch perfektes Buch.

 

Ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen, der auf der Suche ist nach etwas außergewöhnlichem und der sich nicht davor scheut, wenn auf den ersten Blick alles konfus und verwirrend erscheint. Aber denkt man etwas weiter, fällt einem auf, dass alles einen Sinn ergibt.

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review 2013-02-16 16:24
Haruki Murakami
Kafka am Strand: Roman (Das Besondere Taschenbuch) - Haruki Murakami

Auf mehrfache Empfehlung hin, habe ich mich endlich mal an einen Murakami herangetraut. Was für ein wunderbares Buch, gefüllt mit einem reichen Schatz an Weisheit, Traumhaftigkeit und Fantasie! Sprechende Katzen! Sardinen, die es vom Himmel regnet! Das klingt doch vielversprechend, oder?!

 

Kurzinfos zum Buch

Veröffentlicht: März 2006
Verlag: btb
Seitenzahl: 640
ISBN: 9783442733231
Preis: 10.00 Euro (Taschenbuch)

>> Zum Verlag
 

Darum geht es:

Kafka Tamura ist 15 Jahre alt und hat beschlossen, vor der Prophezeiung zu fliehen, die ihm sein Vater einmal gemacht hat. Also nimmt er gut vorbereitet und als der angehende „stärkste 15jährige der Welt“ Sack und Pack und verlässt Tokio. Seine aufregende Reise verschlägt ihn in eine kleine Bibliothek, in der er die Bekanntschaft mit Saeki-San schließt. Obwohl der Altersunterschied zwischen beiden sehr groß ist, spürt Kafka eine starke emotionale Verbindung zwischen ihnen.
Zeitgleich wird der liebenswerte ältere Herr Nakata zu einem Mord gezwungen und muss kurzerhand flüchten. Auch er begibt sich auf eine lange Reise, auf der er vieles lernt und erlebt – und auf der er vor allen Dingen etwas Wichtiges sucht. Wie hängen diese beiden Schicksale miteinander zusammen? Und was ist am Ende noch Wirklichkeit?

 

Meine Bewertung:

 

„Hin und wieder hat das Schicksal Ähnlichkeit mit einem örtlichen Sandsturm, der unablässig die Richtung wechselt. Sobald du deine Laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der Sturm seine Richtung, um dir zu folgen.“

Murakami: Kafka am Strand, S. 9

 

Den Jungen Kafka Tamura erfahre ich als verschlossenen und klugen Geist, voller Gedanken, Zweifel und Fragen über sich und die Welt. Bemüht darum, die Kontrolle über seinen Körper und Handlungen zu erlangen, trainiert er schon seit geraumer Zeit in Fitnessstudio und schult sich mit seinem Freund Krähe dank häufiger Bibliotheksbesuche in geistreichen Diskussionen. Der Verlust seiner Mutter und Schwester im Alter von 4 Jahren beschweren sein Herz. Auch das schlechte Verhältnis zu seinem Vater belastet den Jungen. Deswegen beschließt Kafka an seinem 15. Geburtstag das Elternhaus zu verlassen und vor der dunklen Prophezeiung seines Vaters, die sehr an die griechische Sage des Ödipus erinnert, zu fliehen. Am Ende findet Kafka seinen Weg, auch dank Krähe, in die Unterwelt und steht vor einer schwierigen Entscheidung.

Der zweite Handlungsstrang, der sich neben Kafkas Beschluss aufbaut, handelt von Nakata, dem etwa 60jährigen Mann, der zwar nicht lesen und schreiben kann und auch sonst von seiner Umwelt als „dumm“ bezeichnet wird. Aber Nakata kann mit Katzen sprechen – diese Gespräche erfüllten mein Herz ungemein – und sein Tun wird umhüllt von einer Art buddhistischer Weisheit. Nakatas Umgang mit den Menschen ist ehrlich, gutmenschlich und liebenswert. Im Gegensatz zu Saeki, die Kafka in der Gedächtnisbibliothek kennenlernt, lebt Nakata vollkommen in der Gegenwart.

Das Leben mit der Zeit und die Veränderung und Weiterentwicklung, die diese für die eigene Identität bedeutet sind das große Rahmenthemas des Buches. Wie viele Personen trägt man in sich? Steckt vielleicht in einem 40jährigen nicht auch irgendwo verborgen im Innersten sein 15jähriger Vorgänger? Es geht auch um den fernöstlichen Schicksalsglauben; der Unausweichlichkeit des vorbestimmten Lebensweges. Murakami schafft es, diese asiatische Idee mit unserem westlichen Glauben an Individualisierung zu einen.

Zauberhaft sind die Ideen des Buches. Die bildhafte und tiefgehende Sprache rief bei mir eine lebendige Szenerie im Kopf hervor und ich beobachtete begeistert die Figuren bei ihren Taten. Die Wahrnehmung der Welt durch Kafkas Augen ist eine große Bereicherung für mich gewesen. Er hat ein unglaublich reifes Verständnis von Literatur. Auch Musik als weitere Leidenschaft des Autors bildet immer wieder einen Schwerpunkt, der sich auf die Figuren verändernd auswirkt. Ich wandelte durch die fremde Welt, die Murakami heraufbeschwört, mit staunenden Augen, lachendem und weinendem Herzen. Ich erschrak über manche Stellen (Die Umstände des Mordes durch Nakatas Hand). Und ich spürte das Unbehagen Kafkas im Wald:

 

„Ich habe nicht gewusst, dass Bäume so unheimlich sein können. Die einzigen Pflanzen, die ich bisher gesehen und berührt habe, sind sorgfältig gehegte und gepflegte Pflanzen in der Stadt gewesen. Aber diejenigen, die es hier gibt – nein, die hier leben – sind völlig anders. Sie haben physische Kraft, haben einen Atem, den sie gegen die Menschen ausstoßen, und scharfe Blicke, mit denen sie ihre Beute fixieren. Sie verfügen über uralte, dunkle Zauberkräfte.“

Murakami: Kafka am Strand, S. 187

 

Fazit:

Murakamis Roman „Kafka am Strand“ erzählt die Geschichte eines sehr mutigen und klugen Jungen, der einige grundsätzliche Fragen des Lebens klären muss. Die Figuren werden begleitet von einer großen Weisheit, werden gelenkt und gesteuert durch ihr vorbestimmtes Schicksal. Und doch sind sie Einzelkämpfer, die sich aus der Masse der Gesellschaft hervorheben. Murakami schafft eine Symbiose zwischen ostasiatischer und westlicher Welt auf eine sehr lebendige Weise. Man begibt sich selbst mit Kafka und Nakata auf die große Reise in einer Traumwelt. Man sieht Dinge, die einen sprachlos machen. Fühlt plötzlich die Musik auch ein wenig anders. Man spürt die Leere Nakatas und Entsetzen und Freude. Es ist ein sehr tolles Buch, voller Fantasie und Kraft, und doch stimmt es sehr nachdenklich.

 
5 von 5 Bewertungskatzen

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quote 2013-02-16 09:52
Ich gehe in den Lesesaal zurück, setze mich aufs Sofa und tauche wieder in die Welt der Märchen aus 1001 Nacht ein. Wie beim Fade-Out auf der Leinwand versinkt die Welt um mich herum allmählich, und ich betrete ganz allein das Reich zwischen den Seiten. Dieses Gefühl liebe ich mehr als jedes andere.

Haruki Murakami: Kafka am Strand (S. 83)

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review 2010-11-11 00:00
Kafka am Strand - Haruki Murakami Der 15- jährige Kafka Tamura versucht durch Weglaufen von zu Hause einer Prophezeiung zu entkommen und findet am Ende einer Odyssee letztendlich zu sich selbst.

In wunderschöner bildhafter Sprache mit traumhaften Ideen voller Phantasie erzählt Murakami ein modernes Märchen. Parallelwelten in unseren Gedanken, Menschen, die mit Katzen sprechen können und ein Ödipus-Fluch sind nur einige der vielzähligen verarbeiteten phantastischen Ideen.

Leider gibt es für mich auch einen grossen Kritikpunkt an diesem Werk: Am Ende kommt die Geschichte nicht ganz zur Auflösung. Die beiden losen Erzählstränge tangieren sich zwar schlüssig und die Endaussage des Werkes ist auch ausgezeichnet. Fast scheint es aber, als hätte sich der Autor auf mehr als 600 Seiten verfabuliert und kann nun kein Finale setzen - so wie ein langer verzögerter Sexualakt ohne Höhepunkt, bei dem man letztendlich froh ist, dass er zu Ende geht, aber immer noch etwas Neues erwartet (normalerweise drücke ich es nicht so aus, aber das Buch hat mich dazu inspiriert).
Bei Dramaturgie bin ich ein bisschen heikel deshalb der Punkt Abzug.

Meine liebste Stelle im Buch ist eine der besten Beschreibungen, die ich jemals über das Lesen gesehen habe:
"Ich gehe in den Lesesaal zurück, setze mich aufs Sofa und tauche wieder in die Welt der Märchen aus 1001 Nacht ein. Wie beim Fade-out auf der Leinwand versinkt die Welt um mich herum allmählich und ich betrete ganz allein das Reich zwischen den Seiten. Dieses Gefühl liebe ich mehr als jedes andere."
Welcher Bücherwurm von uns hat nicht schon oft ebenso gefühlt.


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