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review 2018-01-18 20:10
Review: An Artist of the Floating World
An Artist of the Floating World - Kazuo Ishiguro

Writing a review of a Kazuo Ishiguro book is like reading a Kazuo Ishiguro book: it's the same thing as the last time. What can I say different in this review? It's mostly the same: Ishiguro is a brilliant author with a gorgeous understanding of the language; he drops that displaced unreliable narrator right into the middle of your living room to win your affection and confuse the hell out of you; then he pulls the thread holding everything together and it all crumples. It always works, sometimes better than others. This is my fifth outing with Ishiguro and it's always similar. Each time, the primary departure from the previous story is a variation in time and place.

What makes An Artist of the Floating World different? Well, in this one the time and place is post-WWII Japan. The story centers on Ono, an imperialist who is trying to find his place in a Japan dominated by the politics and culture of its American occupiers. The story has obviously wonderful dynamics and Ishiguro's outsider status—he hadn't seen Japan since he was five years old—lends emotional strength and believability to the plight of Ono.

How does it compare to other works of Ishiguro's? This one falls right in the middle for me. It has a much more interesting and well-built story than the author's first and his most recent, A Pale View of the Hills and The Buried Giantrespectively. Also, Ono's narrative is thoroughly engaging. The novel does not, however, have nearly the emotional weight that Ishiguro's two most famous novel have. The Remains of the Day and Never Let Me Go both carry such an unexpected punch that I found it difficult to distance myself from them afterwards. Ono's unreliability is established so early and mentioned so frequently that I think it's hard for the reader to ever fall completely under his spell. In the end, you're not quite sure what the truth is. With Remains...'s Stevens and Never Let Me Go's Kathy, the truth was painfully clear to everyone but the narrators themselves. An Artist of the Floating World lacks this subtle brutality, but it is still a wonderful story that effectively addresses the changing views of Japanese art and culture during reconstruction.

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text 2018-01-06 16:53
Gebrochenes Herz
Was vom Tage übrig blieb: Roman - Kazuo Ishiguro,Hermann Stiehl

Was für ein Buch. Nichts zum einmal so durchschroten. Sobald ich nur leicht mit den Gedanken abgeschweift war, musste ich Seiten noch einmal lesen. Wir unternehmen einen kleinen Roadtrip mit dem Butler Mr. Stevens, der so die Gelegenheit hat über aktuelles und vergangenes zu sinnieren. Hauptsächlich Vergangenes und eine gewisse Miss Kenton, die keine kleine Rolle in seinem Leben spielt(e). Ich habe das Buch mit den Worten "Ich hätte ihn (Mr. Stevens) am laufenden Band schütteln können!" in die Hand gedrückt bekommen. Und genau so war es dann auch. Was aber nicht heißt, dass der Gute mir nicht zeitgleich sehr sympathisch war. Ein unglaublich tragischer Charakter - Held wäre jetzt vielleicht zu viel gesagt, der in seinem Pflichtbewusstsein und seiner Professionalität alles hinten anstellt. Vor allem seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse, sodass die Menschen um ihn herum sie zum Teil besser wahrnehmen als er. Der am Ende seiner Tage über die Frage stolpert, wie sinnvoll eben diese Haltung war und ist, und dem zu dämmern beginnt, dass er vielleicht etwas entscheidendes in seinem Leben verpasst hat. Er hält einen kurzen Moment inne, und macht dann doch unverzagt weiter wie gehabt, ohne sich in Selbstmitleid zu suhlen. Mit gebrochenem Herzen.

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text 2018-01-06 07:55
Meine Besten Bücher 2017
Eine allgemeine Theorie des Vergessens: Roman - José Eduardo Agualusa,Michael Kegler
28 Tage lang - David Safier
Die Vegetarierin: Roman - Han Kang,Dr. Ki-Hyang Lee
Der Report der Magd: Roman - Margaret Atwood,Helga Pfetsch
Damals in Nagasaki (Broschiert) - Kazuo Ishiguro
Das merkwürdige Verhalten von Schimpansen in Kinderkleidung: und andere sozialpsychologische Experimente - Felicitas Auersperg
Wirklich wahr!: Die Welt zwischen Fakt und Fake - Simon Hadler,Stefan Rauter
Falco: Die Legende lebt. Die Graphic Novel - Reinhard Trinkler
Der Bankert vom Naschmarkt: Ein Kriminalfall aus dem alten Wien (Graphic Novel) - Gerhard Loibelsberger,Reinhard Trinkler

Das Buchjahr 2017 war wirklich sehr erfolgreich, noch nie habe ich so viele gute Bücher zusammenbekommen, insofern war meine Auswahl der Best of 5 sehr schwer. Im Bereich Belletristik, konnte ich mich aber letztendlich doch entscheiden.

 

Eine allgmeine Theorie des VergessensJosé Eduardo Agualusa
Mein absoluter Favorit im Jahr 2017. Eine wundervolles ironisches Märchen im Stile des lateinamerikanischen magischen Realismus über den Bürgerkrieg in Angola, Schuld und Sühne, Überlebenskampf, Revolution und Einsamkeit, das mich regelrecht vom Hocker gerissen hat.

 

28 Tage lang David Saffier
Meine positive Buchüberraschung in diesem Jahr. Nie hätte ich David Saffier eine derartig leise, wundervolle Geschichte über junge Leute im Warschauer Ghetto zugetraut. Großartig!

 

Die VegetarierinHan Kang
Durch meine A-Z Autorinnenchallenge lese ich vermehrt Bücher von Schriftstellerinnen. Dieses Werk über Unterdrückung und Selbstbestimmung einer Frau im asiatischen Kulturraum hat mich restlos begeistert.

 

Der Report der Magd Margaret Atwood
Mein Lieblingsklassiker 2017. Da heuer die Fernsehserie rauskam, hatte ich nun endlich die Möglichkeit, auf dieses grandiose Werk aufmerksam zu werden, das ich bei seinem Erscheinen 1985 offensichtlich überhaupt nicht bemerkt habe. Eine furchtbare, brilliante feministische Dystopie.

 

Damals in Nagasaki Kazuo Ishiguro
Anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises habe ich ein paar Ishiguros gelesen, und dieser Roman muss unbedingt auch auf die Liste der High-Fives. Eine asiatische mysteriöse Geschichte, die fast ein bisschen an Murakami erinnert, mit einem sehr intelligenten Twist zum Ende, der reichlich Interpretationsspielraum für den Leser offen lässt.

 

Im Bereich Sachbuch möchte ich Euch zwei geniale Werke ans Herz legen, die mich 2017 sehr begeistert haben

 

Wirklich Wahr! - Simon Hader
Eines der besten Sachbücher, das unter anderem auch in praktischen Beispielen zeigt, wie man in der heutigen Medienlandschaft mit Fakten und Fakenews umgehen sollte. Gut recherchiert, humorvoll aufbereitet und grafisch wundervoll illustriert.

 

Das merkwürdige Verhalten von Schimpansen in Kinderkleidung - Felicitas Auersperg  
Mein Sachbuchhighlight des Jahres 2017! Felicitas Auersperg zeigt durch die Sammlung von spannenden sozialpsychologischen Experimenten genau auf, wie der Mensch wirklich tickt.

 

Seit ein paar Jahren habe ich auch das Genre der Graphic Novel für mich entdeckt und in diesem Bereich möchte ich auch zwei Empfehlungen aussprechen, die 2017 herausgekommen sind

 

Falco - Reinhard Trinkler
Text: Zum Geburtstag des Sängers Falco eine Biografie als Graphic Novel. Eine Innovative und großartige Idee und mein Highlight 2017 in diesem Genre!

 

Der Bankert vom Naschmarkt - Gerhard Loibelsberger und Reinhard Trinkler
Eine sehr gut gezeichnete Geschichte in Form eines Wien-Krimis um die Jahrhundertwende. Ein exzellentes realistisches Sittenbild dieser Zeit und zudem ein spannender Kriminalfall.

 

 

 

 

 

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review SPOILER ALERT! 2017-12-11 12:48
Murakamimäßig mysteriöse Geschichte
Damals In Nagasaki - Kazuo Ishiguro

Dieser Roman von Ishiguro erinnert mich sehr an Murakami, es ist alles  etwas mysteriös mit vielen wagen Andeutungen und auch sehr japanisch von der Prägung der Figuren her. Frauen müssen sich sehr unterwürfig darstellen, tun sie es nicht, stoßen sie auf komplettes Unverständnis und auch Männer können das selbstgewählte Korsett der gesellschaftlichen Konventionen nicht ablegen, selbst im Streit und in der Konfrontation werden noch höfliche Floskeln ausgetauscht und gleich einem Eiertanz wird um das eigentliche Konfrontationsthema herumgelabert.  

Im Prinzip geht es um ein Frauenschicksal - und hier möchte ich diesmal gleich die Spolierwarnung setzen, denn ohne Diskussion des etwas mysteriösen Endes kann ich der Beurteilung des Buches diesmal nicht gerecht werden. Denn das Ende ist die Krux.......

Im Handlungsstrang der Gegenwart erinnert sich Etsuko, deren ältere Tochter sich soeben in London umgebracht hat, an lange verdrängte und zurückliegende Ereignisse, die damals in Nagasaki stattgefunden haben.

Zu Beginn scheint es so, als handle die Geschichte in Nagasaki von zwei Frauen, die eine genannt Sachiko ist alleinstehend, hat eine Tochter und ist als Mutter eine selbstsüchtige Versagerin, die sich mit dem ausländischen Soldaten Frank herumtreibt und auf die Bedürfnisse ihres ca. 10-jährigen Kindes Mariko keine Rücksicht nimmt. Im Gegenteil, sie lässt das Kind immer alleine, sorgt sich nicht mal um sie und will mit Frank aus Japan nach Amerika verschwinden. Leider ist Frank nicht der zuverlässigste und schiebt das Vorhaben immer wieder auf. Sachiko ist ihm komplett hörig und vergisst sogar darüber ihre Tochter.  

Etsuko, ihre damalige Freundin ist verheiratet, schwanger, recht liebevoll und sorgt sich gelegentlich um die Tochter der Freundin. So nach und nach bekommt der Leser ganz unterschwellig mit, dass in Etsukos Ehe nicht alles zum besten steht. Die beiden Frauen verbringen einige Zeit miteinander und freunden sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit an.

Am Ende gibt es eine mysteriöse offene Brückenszene, mit einem Twist, in der quasi Sachiko und Etsuko die Rollen tauschen, denn Etsuko verspricht Mariko, der Tochter der Freundin, dass sie sie aus der Situation herausholt, wenn das Experiment mit Frank nicht funktionieren sollte.

Diese Szene und die Verzahnung der Lebensbiografien der beiden Frauen lässt mich vermuten und spekulieren, dass Etsuko und Sachiko eine Person sind, die eine ist das böse Selbst auf das alles projiziert wird und dessen Handungen auch gleich in einer anderen Person entsorgt werden.  Diese Interpretation bedeutet aber, dass Etsuko ihren Ehemann mit einem Soldaten betrügt, von diesem schwanger ist, ihre ältere eheliche Tochter völlig ignoriert und diese Handlung aber auf ihr böses Alter-Ego Sachiko überträgt. Der andere Aspekt ihrer Persönlichkeit ist die treusorgende unterwürfige, schwangere Ehefrau Etsuko diese würde nie betrügen, ist einigermaßen loyal zum Ehemann kann am Ende aber die Ehe auch nicht durchhalten.

Kein Wunder, dass sich Etsukos ältere Tochter im englischen Exil dann irgendwann umbringt, denn sie wurde ja schon damals in Nagasaki quasi entsorgt und wurde auch in England immer von ihrem Stiefvater von der Mutter und von der jüngeren Schwester zurückgesetzt.

(spoiler show)


Fazit: Ein gutes Buch, das theoretisch durch die vagen Andeutungen und komplexen Verflechtungen viel Interpretationsspielraum bezüglich des Endes zulässt. Auch eine andere Auslegungsvariante der Geschichte wäre logisch möglich aber nicht so wahrscheinlich. Auf jeden Fall ist es ein Werk mit Diksussionsbedarf, das sehr gut in der Gruppe gelesen werden kann.  Die Art des Romans mit den vielen mysteriösen Andeutungen und dem Twist, ist sehr murakami-mäßig. Weil Meister Murakami himself das aber noch um eine Nuance besser kann, gebe ich zwar nur 4,5 Sterne, die ich aber gerne auf 5 aufrunde.

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text 2017-12-11 00:35
Reading progress update: I've read 326 out of 345 pages.
The Buried Giant - Kazuo Ishiguro

Gut-wrenching. Utterly gut-wrenching.

 

 

 

 

(spoiler show)

 

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