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review 2018-08-24 17:28
Eine Fackel im Dunkel der Nacht
Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht: Band 2 - Sabaa Tahir,Barbara Imgrund

Elias und Laia sind auf ihrem Weg im Widerstand gegen das Imperium vereint. Sie entkommen den Machthabern in Schwarzkliff und kämpfen sich den Weg in Richtung Kauf frei. Laias Bruder soll aus dem berüchtigten Gefängnis befreit werden, weil sein Wissen die Rebellion entscheiden kann. 

„Elias und Laia. Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ ist die Fortsetzung von „Elias und Laia. Die Herrschaft der Masken“. Der erste Band hat mich wahnsinnig beeindruckt und ich konnte kaum erwarten, den weiteren Weg der Figuren zu verfolgen. Allerdings habe ich gezögert, weil ich fürchtete, der Zauber des Orients könnte verflogen sein. 

Der zweite Teil schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Sobald man das Buch aufschlägt, ist man mittendrin in Elias und Laias Flucht. Man riecht den Rauch der Brände, drückt sich an Wände und kämpft erneut gegen mächtige Gegner an. 

Elias, der die Ausbildung zum Elite-Soldaten mit Bravour gemeistert hat, stellt sich gegen das Imperium, um dem Sklavenmädchen Laia zu helfen. Schon lange hat er am Soldatentum, der Unterdrückung durch das Imperium, und dem Lebensstil gezweifelt. Er sieht sich durch die vorhergehenden Ereignisse in seiner Entscheidung bestärkt.

Das Sklavenmädchen Laia wurde von den Rebellen als Spionin in Schwarzkliff eingeschleust. Obwohl sie im Widerstand gegen das Imperium einen wichtigen Kampf sieht, geht es ihr an erster Stelle darum, ihren Bruder aus der Gefangenschaft in Kauf zu befreien. 

Hingegen hat sich Elias Freundin und bisherige Mitstreiterin Helena, dem Imperium als Elitesoldatin verschrieben, und ihr wird die höchste Position als Blutgreif zuteil. Ihr Auftrag ist es, den abtrünnigen Elias zur Strecke zu bringen. Damit erweist sie nicht nur dem Imperium die Ehre, sondern garantiert die Sicherheit ihrer Familie. 

Allein an den Figuren lässt sich ablesen, dass es sich um eine äußerst brutale Geschichte handelt. Genau wie im ersten Band, scheut Sabaa Tahir keine Konflikte, keine Kämpfe, und lässt den Wüstenstand im Blut ertrinken.

Der orientalische Zauber hält weiterhin an, weil bösartige Dschinns durch die Wüste ziehen, Karawanen von Händlern vor den Soldaten des Imperiums fliehen, und sich Elias und Laia mitten durch die Gefahren ihren Weg nach Kauf bahnen.

Allerdings hat mich die Handlung nicht mehr so wie im ersten Band an die Seiten gebannt. Es gibt Intrigen, diabolische Überraschungen, bezaubernde Momente und blutige Auseinandersetzungen, dennoch hat mir das Prickeln zwischen den Charakteren gefehlt. 

Obwohl Laia titelgebend ist, hat mich Helena von Anfang an mehr fasziniert. Sie ist ein komplexer Charakter, hochintelligent, gefährlich und gleichzeitig mit einem liebevollem Herz gesegnet. Hingegen hat Laia eher naiv, manchmal sogar blass, auf mich gewirkt, weil sie als Spielball zwischen den Mächten fungiert. Elias ist der unschlagbare Elite-Soldat, der unter der Last seiner Entscheidungen am Zusammenbrechen ist. Sein Part hat mich gefesselt. Ich mag sein strategisches Denken, seine ausbildungsbedingte Überlegenheit, und es gefällt mir, dass er trotz allem realistisch bleibt.  

Zum Ende hin wartet Sabaa Tahir mit großartigen Überraschungen auf. Sie schafft es, der gefährlichen Reise von Elias und Laia eine unvermutete Wendung zu verleihen, und geht dabei auf sagenhafte Hintergründe ein. 

Alles in allem habe ich „Elias und Laia. Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ gerne gelesen, mich im Wüstensand verzaubern lassen, und habe mich an der Seite von Elias den Kampf gegen Masken gestellt. Obwohl es dem Vergleich mit dem ersten Teil nicht standhält, ist es eine märchenhafte Fortsetzung, die im orientalisch-anmutenden Stil in 1001 Nacht entführt. 

 

Die Reihe um Elias & Laia:
1) Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken
2) Elias & Laia. Eine Fackel im Dunkel der Nacht
Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2018-07-07 14:16
Zwei unterschiedliche Frauen suchen ihren Platz im Leben
Die Schönheit der Nacht: Roman - Nina George

In „Die Schönheit der Nacht“ stehen zwei unterschiedliche Frauen im Mittelpunkt, die voller Zweifel an verschiedenen Punkten ihres Lebens angekommen sind. Da ist die rationale, nüchterne Claire, die als etablierte Wissenschaftlerin beruflich erfolgreich, aber emotional unausgefüllt ist. Die junge Julie ist über ihre Zukunft unsicher, aber sie sehnt sich nach einem Leben voller Leidenschaft in allen Liebes- und Lebenslagen. Doch irgendwie materialisieren sich ihre Träume nie richtig, bis sie Claire kennenlernt. Die beiden unterschiedlichen Frauen begegnen sich erstmals zufällig in einem Pariser Hotel. Wenig später lernen sie sich offiziell kennen – denn Julie ist mit Claires Sohn Nicolas liiert. Claire und ihr Mann laden Julie in ihr Ferienhaus an der französischen Küste ein, wo die vier einen aufwühlenden Sommer erleben.

 

Die Handlung ist ziemlich überschaubar. Den Großteil des Romans machen die inneren Monologe, Gefühle und Erinnerungen der beiden Protagonistinnen aus. Dadurch erhält der Leser spannende Einblicke hinter die Fassade der Charaktere. Im Mittelteil verlor das Konzept für meinen Geschmack etwas an Spannung. Nina George schreibt in einem bombastischen Stil, der auf mich mal poetisch und mal etwas schwülstig wirkt. Prinzipiell hat es jedoch Spaß gemacht, diesen Roman der leisen Töne zu lesen.

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review 2018-05-30 12:28
Zwei Frauen auf der Suche
Die Schönheit der Nacht: Roman - Nina George

Dr. Stéphenie Claire Cousteau ist eine 44-jährige Frau, die auf den ersten Blick alles hat. Sie arbeitet als Verhaltensbiologin an einer Pariser Universität. Mit ihrem Mann Gilles, einem Komponisten, führt Claire seit vielen Jahren eine Ehe. Der gemeinsame Sohn Nicolas, kurz Nico, ist erwachsen. Dennoch hat die Professorin das Gefühl, dass ihr irgendetwas fehlt. Auch Julie, die 19-jährige Freundin von Nico und Angestellte in einem Hotel, ist noch auf der Suche. Ein gemeinsamer Aufenthalt in der Bretagne bringt die beiden Frauen einander näher, die ein Geheimnis teilen…

 

„Die Schönheit der Nacht“ ist ein anspruchsvoller Roman von Nina George über die Suche nach Freiheit, nach Liebe, nach dem Sinn des Lebens und letztendlich nach sich selbst.

 

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 33 Kapiteln von angenehmer Länge. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Claire und der von Julie.

 

Begeistern konnte mich wieder einmal der intensive Erzählstil der Autorin. Die Sprache ist voll von Emotionen und tollen Sprachbildern. Immer wieder gibt es poetisch anmutende Passagen. Eingebaut werden auch wundervolle Zitate aus Liedern und anderen Werken. Dabei werden auf hervorragende Art Stimmungen transportiert wie beispielsweise eine Melancholie, die sich durch weite Teile des Romans zieht.

 

Durch diese besondere Art des Erzählens fiel es mir leicht, die Gedanken- und Gefühlswelt von Claire nachzuvollziehen. Die Vielschichtigkeit der Hauptprotagonistin hat mir gut gefallen. Auch Claire wirkt sehr authentisch und ist ein reizvoller Charakter.

 

Inhaltlich ist der Roman sehr tiefgründig und bietet viele Denkanstöße. Gleich mehrere Fragen philosophischer Art werden aufgeworfen. Unterschiedliche Facetten der Weiblichkeit werden thematisiert. Somit konnte mich der Roman nicht nur emotional bewegen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Obwohl er erst ab dem letzten Drittel an Spannung gewinnt und gegen Ende mit einer Wendung überrascht, kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Dazu trägt das französische Flair bei, was für mich ein weiterer Pluspunkt ist.

 

Interessant sind auch die ausführlichen Dankesworte zum Ende des Romans. Sie geben unter anderem Aufschluss über die Entstehung der Geschichte.

 

Sehr gelungen ist auch die schöne und hochwertige Aufmachung der gebundenen Ausgabe. Das Cover ist ansprechend und geheimnisvoll. Auch der klangvolle Titel ist treffend gewählt.

 

Mein Fazit:
„Die Schönheit der Nacht“ von Nina Georg ist ein besonderer Roman der leisen Töne, der bei mir noch eine Weile nachklingen wird. Ich kann die Lektüre sehr empfehlen.

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review 2018-01-11 15:12
Schockierender Erfahrungsbericht
Kälter als die Nacht: Gefangen im Keller eines Serienmörders (Lübbe Sachbuch) - Josefina Rivera,Veronika Dünninger

Als Josefina bei Gary Heidnik ins Auto steigt, weiß sie nicht, dass ihr Monate der Pein und des Schreckens bevorstehen. Denn sie hat sich einen psychopathischen Serienkiller als Freier ausgesucht, der sie daraufhin in seinem Keller gefangen hält.

„Kälter als die Nacht“ ist kein Thriller, kein Krimi, sondern schonungslose Realität. Josefina Rivera wurde tatsächlich vom mehrfachen Mörder Gary Heidnik entführt, der später in der Todeszelle gelandet ist.  

Josefina Rivera ist eines seiner Opfer, das ihm nach Monaten der Qual durch ihre Tapferkeit und Durchsetzungskraft entkam. 

Ausgerechnet vor Thanksgiving steigt die drogensüchtige Prostituierte bei einem Mann ins Auto ein. Statt der paar erhofften Dollar für ihren Drogenkonsum, wird sie von ihm in den Keller verfrachtet. Wenig später kommen weitere junge Frauen hinzu.

Rivera berichtet von den Wochen im Keller. Zuerst war sie allein, später hat sich Heidnik weitere Frauen ‚angeschafft‘. Schonungslos erläutert sie ihre Erlebnisse, die Schreckmomente und ihren eigenen Zwang, die Hoffnung nicht aufzugeben.

In diesem Buch hat Josefina Rivera nicht nur dieses Verbrechen sondern auch ihre eigene Geschichte verarbeitet. Sie erzählt, warum sie bei Adoptiveltern gelandet ist, wo sie eine liebevolle Erziehung genossen hat und sich trotzdem nicht vom Drogensumpf fern halten konnte. 

Außerdem berichtet sie von ihren eigenen Kinder, die ihr aufgrund ihrer Profession und Abhängigkeit entglitten sind. Wobei natürlich auch Heidnik einiges an Schuld daran zu tragen hat. 

Josefina Rivera ist eine starke Frau, die sich mit diesem Buch ihren Erinnerungen und ihrem Leben stellt. Besonders die Szenen im Keller haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Man merkt Josefinas Hilflosigkeit, fühlt sich mit ihr ausgeliefert und hat ständig vor Augen, dass es tatsächlich so geschehen ist. 

Außerdem rechnet Josefina mit der Presse ab. Nachdem Heidnik gefasst wurde, hat sich eine Pressemeute auf die überlebenden Opfer gestürzt und nahm besonders die farbige Prostituierte in Augenschein. Abstruse Behauptungen, erschütternde Schuldzuweisungen und entgleisende Spekulationen haben Josefinas Leben erneut aus der Bahn geworfen, womit sie mit diesem Buch wohl aufräumen will.

Sie veranschaulicht ihre guten und schlechten Seiten, geht auf ihren Drogenkonsum und ihr Dasein als Prostituierte ein, und zeigt den Medien, dass sie trotzdem ein Opfer und sicher keine Täterin ist. Allerdings ist mir genau dieser Teil etwas zu viel gewesen. Man merkt der Autorin ihre bemühten Rechtfertigungsversuche an, die sich mir persönlich etwas zu sehr gezogen haben. 

Gleichzeitig beschreibt sie Gary Heidniks Wesenszüge, seine berechnende Art und die brutale Vorgehensweise. Kein Hauch Menschlichkeit war laut diesem Bericht an ihm. Zudem hat sie seinen Opfern damit ein Andenken gesetzt, indem sie u.a. von Sarah erzählt, mit der sie trotz schrecklichster Umstände wunderbare Momente verbracht hatte. 

Meiner Meinung nach hat Josefina Rivera mit „Kälter als die Nacht“ einen schonungslosen Bericht über die Zeit in Heidniks Gewalt geschrieben und damit mit lüsternen Spekulationen über sich und die anderen Opfer aufgeräumt. Dieses Buch ist keinesfalls für schwache Nerven und sollte mit Bedacht gelesen werden!

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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text 2018-01-07 20:48
Reading progress update: I've read 80%.
Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht: Teil 2. - Sabaa Tahir,Barbara Imgrund,Felder Rushing,Gabrielle Pietermann

SO THAT JUST HAPPENED!!!!!
WHAT???????
I never liked him but still, WHOA!!!!

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