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review 2018-07-07 14:16
Zwei unterschiedliche Frauen suchen ihren Platz im Leben
Die Schönheit der Nacht: Roman - Nina George

In „Die Schönheit der Nacht“ stehen zwei unterschiedliche Frauen im Mittelpunkt, die voller Zweifel an verschiedenen Punkten ihres Lebens angekommen sind. Da ist die rationale, nüchterne Claire, die als etablierte Wissenschaftlerin beruflich erfolgreich, aber emotional unausgefüllt ist. Die junge Julie ist über ihre Zukunft unsicher, aber sie sehnt sich nach einem Leben voller Leidenschaft in allen Liebes- und Lebenslagen. Doch irgendwie materialisieren sich ihre Träume nie richtig, bis sie Claire kennenlernt. Die beiden unterschiedlichen Frauen begegnen sich erstmals zufällig in einem Pariser Hotel. Wenig später lernen sie sich offiziell kennen – denn Julie ist mit Claires Sohn Nicolas liiert. Claire und ihr Mann laden Julie in ihr Ferienhaus an der französischen Küste ein, wo die vier einen aufwühlenden Sommer erleben.

 

Die Handlung ist ziemlich überschaubar. Den Großteil des Romans machen die inneren Monologe, Gefühle und Erinnerungen der beiden Protagonistinnen aus. Dadurch erhält der Leser spannende Einblicke hinter die Fassade der Charaktere. Im Mittelteil verlor das Konzept für meinen Geschmack etwas an Spannung. Nina George schreibt in einem bombastischen Stil, der auf mich mal poetisch und mal etwas schwülstig wirkt. Prinzipiell hat es jedoch Spaß gemacht, diesen Roman der leisen Töne zu lesen.

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review 2018-05-30 12:28
Zwei Frauen auf der Suche
Die Schönheit der Nacht: Roman - Nina George

Dr. Stéphenie Claire Cousteau ist eine 44-jährige Frau, die auf den ersten Blick alles hat. Sie arbeitet als Verhaltensbiologin an einer Pariser Universität. Mit ihrem Mann Gilles, einem Komponisten, führt Claire seit vielen Jahren eine Ehe. Der gemeinsame Sohn Nicolas, kurz Nico, ist erwachsen. Dennoch hat die Professorin das Gefühl, dass ihr irgendetwas fehlt. Auch Julie, die 19-jährige Freundin von Nico und Angestellte in einem Hotel, ist noch auf der Suche. Ein gemeinsamer Aufenthalt in der Bretagne bringt die beiden Frauen einander näher, die ein Geheimnis teilen…

 

„Die Schönheit der Nacht“ ist ein anspruchsvoller Roman von Nina George über die Suche nach Freiheit, nach Liebe, nach dem Sinn des Lebens und letztendlich nach sich selbst.

 

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 33 Kapiteln von angenehmer Länge. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Claire und der von Julie.

 

Begeistern konnte mich wieder einmal der intensive Erzählstil der Autorin. Die Sprache ist voll von Emotionen und tollen Sprachbildern. Immer wieder gibt es poetisch anmutende Passagen. Eingebaut werden auch wundervolle Zitate aus Liedern und anderen Werken. Dabei werden auf hervorragende Art Stimmungen transportiert wie beispielsweise eine Melancholie, die sich durch weite Teile des Romans zieht.

 

Durch diese besondere Art des Erzählens fiel es mir leicht, die Gedanken- und Gefühlswelt von Claire nachzuvollziehen. Die Vielschichtigkeit der Hauptprotagonistin hat mir gut gefallen. Auch Claire wirkt sehr authentisch und ist ein reizvoller Charakter.

 

Inhaltlich ist der Roman sehr tiefgründig und bietet viele Denkanstöße. Gleich mehrere Fragen philosophischer Art werden aufgeworfen. Unterschiedliche Facetten der Weiblichkeit werden thematisiert. Somit konnte mich der Roman nicht nur emotional bewegen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Obwohl er erst ab dem letzten Drittel an Spannung gewinnt und gegen Ende mit einer Wendung überrascht, kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Dazu trägt das französische Flair bei, was für mich ein weiterer Pluspunkt ist.

 

Interessant sind auch die ausführlichen Dankesworte zum Ende des Romans. Sie geben unter anderem Aufschluss über die Entstehung der Geschichte.

 

Sehr gelungen ist auch die schöne und hochwertige Aufmachung der gebundenen Ausgabe. Das Cover ist ansprechend und geheimnisvoll. Auch der klangvolle Titel ist treffend gewählt.

 

Mein Fazit:
„Die Schönheit der Nacht“ von Nina Georg ist ein besonderer Roman der leisen Töne, der bei mir noch eine Weile nachklingen wird. Ich kann die Lektüre sehr empfehlen.

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review 2018-01-11 15:12
Schockierender Erfahrungsbericht
Kälter als die Nacht: Gefangen im Keller eines Serienmörders (Lübbe Sachbuch) - Josefina Rivera,Veronika Dünninger

Als Josefina bei Gary Heidnik ins Auto steigt, weiß sie nicht, dass ihr Monate der Pein und des Schreckens bevorstehen. Denn sie hat sich einen psychopathischen Serienkiller als Freier ausgesucht, der sie daraufhin in seinem Keller gefangen hält.

„Kälter als die Nacht“ ist kein Thriller, kein Krimi, sondern schonungslose Realität. Josefina Rivera wurde tatsächlich vom mehrfachen Mörder Gary Heidnik entführt, der später in der Todeszelle gelandet ist.  

Josefina Rivera ist eines seiner Opfer, das ihm nach Monaten der Qual durch ihre Tapferkeit und Durchsetzungskraft entkam. 

Ausgerechnet vor Thanksgiving steigt die drogensüchtige Prostituierte bei einem Mann ins Auto ein. Statt der paar erhofften Dollar für ihren Drogenkonsum, wird sie von ihm in den Keller verfrachtet. Wenig später kommen weitere junge Frauen hinzu.

Rivera berichtet von den Wochen im Keller. Zuerst war sie allein, später hat sich Heidnik weitere Frauen ‚angeschafft‘. Schonungslos erläutert sie ihre Erlebnisse, die Schreckmomente und ihren eigenen Zwang, die Hoffnung nicht aufzugeben.

In diesem Buch hat Josefina Rivera nicht nur dieses Verbrechen sondern auch ihre eigene Geschichte verarbeitet. Sie erzählt, warum sie bei Adoptiveltern gelandet ist, wo sie eine liebevolle Erziehung genossen hat und sich trotzdem nicht vom Drogensumpf fern halten konnte. 

Außerdem berichtet sie von ihren eigenen Kinder, die ihr aufgrund ihrer Profession und Abhängigkeit entglitten sind. Wobei natürlich auch Heidnik einiges an Schuld daran zu tragen hat. 

Josefina Rivera ist eine starke Frau, die sich mit diesem Buch ihren Erinnerungen und ihrem Leben stellt. Besonders die Szenen im Keller haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Man merkt Josefinas Hilflosigkeit, fühlt sich mit ihr ausgeliefert und hat ständig vor Augen, dass es tatsächlich so geschehen ist. 

Außerdem rechnet Josefina mit der Presse ab. Nachdem Heidnik gefasst wurde, hat sich eine Pressemeute auf die überlebenden Opfer gestürzt und nahm besonders die farbige Prostituierte in Augenschein. Abstruse Behauptungen, erschütternde Schuldzuweisungen und entgleisende Spekulationen haben Josefinas Leben erneut aus der Bahn geworfen, womit sie mit diesem Buch wohl aufräumen will.

Sie veranschaulicht ihre guten und schlechten Seiten, geht auf ihren Drogenkonsum und ihr Dasein als Prostituierte ein, und zeigt den Medien, dass sie trotzdem ein Opfer und sicher keine Täterin ist. Allerdings ist mir genau dieser Teil etwas zu viel gewesen. Man merkt der Autorin ihre bemühten Rechtfertigungsversuche an, die sich mir persönlich etwas zu sehr gezogen haben. 

Gleichzeitig beschreibt sie Gary Heidniks Wesenszüge, seine berechnende Art und die brutale Vorgehensweise. Kein Hauch Menschlichkeit war laut diesem Bericht an ihm. Zudem hat sie seinen Opfern damit ein Andenken gesetzt, indem sie u.a. von Sarah erzählt, mit der sie trotz schrecklichster Umstände wunderbare Momente verbracht hatte. 

Meiner Meinung nach hat Josefina Rivera mit „Kälter als die Nacht“ einen schonungslosen Bericht über die Zeit in Heidniks Gewalt geschrieben und damit mit lüsternen Spekulationen über sich und die anderen Opfer aufgeräumt. Dieses Buch ist keinesfalls für schwache Nerven und sollte mit Bedacht gelesen werden!

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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text 2018-01-07 20:48
Reading progress update: I've read 80%.
Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht: Teil 2. - Sabaa Tahir,Barbara Imgrund,Felder Rushing,Gabrielle Pietermann

SO THAT JUST HAPPENED!!!!!
WHAT???????
I never liked him but still, WHOA!!!!

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review 2017-12-09 18:28
Spannende Idee, mangelhafte Umsetzung
Geister der Nacht - Andrew McGilmore

Für Jolyns 30er haben sich ihre Freunde etwas Besonderes überlegt: sie wollen mit ihr eine Spuknacht in einer alten Villa verbringen. Nichtsahnend, dass aus dem schaurigen Spaß tödlicher Ernst werden wird.

„Geister der Nacht“ ist eine Geistergeschichte für Zwischendurch, die sich an Psychothriller-Elementen versucht und mit einem fesselnden Setting überzeugen will.

Jolyn und ihre Freunde machen sich zu der Spukvilla in Los Angeles auf. Die Villa ist tagsüber ein Museum, in der Nacht werden zahlende Gäste in Spuk-Events entführt. Mir hat diese Idee der Spuknacht sehr gut gefallen und ich kann mir vorstellen, dass so ein Konzept in der Realität funktioniert. Ähnlich wie bei Krimi-Nächten verbringen die Gäste nach einem mehrgängigen Menü eine Nacht mit Show-Charakter. Hier hätte sehr viel Potential in der Geschichte gesteckt.

Hauptaugenmerk liegt auf Protagonistin Jolyn, die leider - wie alle anderen Figuren - sehr blass geblieben ist. Auf mich wirkt die gesamte Gruppenkonstellation wie eine Aneinanderreihung von Namen, die in der Handlung selbst austauschbar sind. Außerdem scheinen sich die Freunde gar nicht zu mögen, weil sie ständig mit gegenseitigen Anfeindungen beschäftigt sind.

Obwohl Grusel-Event sowie die daraus folgenden Ereignisse an und für sich Garanten für Gänsehaut-Stimmung sind, konnte diese meinem Empfinden nach nicht umgesetzt werden. 

Meiner Meinung nach liegt es am Verhalten der Teilnehmer, das absolut unglaubwürdig ist. Warum sollte Panik ausbrechen, weil sich zwei erwachsene Menschen von der Gruppe entfernen? Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Wenn Erwachsene eine Veranstaltung vorzeitig verlassen ohne sich abzumelden, würde ich mir gar nichts dabei denken. Mein Schluss wäre, dass es ihnen nicht gefällt oder sie sich unwohl fühlen.

Eine weitere Reaktion ist für mich auch unverständlich. Denn wenn Gefahr in Verzug ist, dann ruft man die Polizei oder geht nach draußen, um sich Hilfe zu holen anstatt in dem Gemäuer herumzuirren. Immerhin handelt es sich um Personen um die 30 und sie befinden sich mitten in Los Angeles!

Die Erzählweise hat dem Spannungspotential leider auch sehr viel genommen, weil sich der Großteil davon auf Dialoge beschränkt. Der Autor lässt kaum einen Blick auf die alte Villa erhaschen. Es fehlte mir am Gespür für die Räumlichkeiten und das Grusel-Ambiente, weil er seine Figuren fast die ganze Zeit nur reden lässt.

Leider kann ich diesen Roman maximal als Geistergeschichte für Zwischendurch betrachten, der es trotz der großartigen Ausgangslage und der spannenden Idee an einer fesselnden Umsetzung fehlt.

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