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review 2018-12-11 18:30
Beide Geschichten versprechen tolle Lesestunden
Die Mondschwester: Roman - Die sieben Schwestern 5 - Lucinda Riley,Sonja Hauser

Inhaltsangabe

Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zu Teil wurde... 

 

Meine Meinung 

Jedes Mal, wenn ich einen weiteren Band dieser Reihe in die Hände nehme, frage ich mich, ob es eine gute Idee war, mir vorher den Klappentext durchzulesen. Warum?

Weil ich mich glaub ich gern mal überraschen lassen würde, wohin uns die Autorin entführt. Allerdings geht dies meist vorab so stark durch die Medien, dass es kaum zu vermeiden ist oder?

 

Im fünften Band der Reihe nimmt uns Lucinda Riley wieder mit auf eine ganz besondere Reise. Zum einen habe ich mich sehr auf Schottland gefreut. Die ersten Szenen mit Tiggy haben mich ganz stark an typische Merkmale aus der „Outlander-Reihe“ erinnert. Da ich diese aber sehr mag, hat mich das nicht weiter gestört.

Bekanntschaft mit Tiggy zu machen war schön.

Sie nimmt den Job auf Kinnaird Lodge an, um sich um die scheuen Wildkatzen zu kümmern. Kinnaird Lodge wurde einem realen Herrenhaus im schottischen Wildtierreservat nachvollzogen. Ich muss sogar sagen, dass ich es mir so ungefähr in meinem Kopf vorgestellt habe.

Bereits auf den ersten Seiten ihres Ankommens in dem kleinen Cottage, welches ein Nebengebäude auf dem Anwesen ist, konnte mich Tiggy für sich gewinnen.

Mit sich bringt Tiggy ihren Hausigel Alice. So göttlich und wie Alice zu ihrem Namen gekommen ist, ist noch goldiger.

 

Natürlich wissen alle Leser dieser Reihe, dass Riley immer auch eine Liebesgeschichte bereit hält. Anfänglich war ich mir unsicher, aber sehr schnell hatte ich eine Vermutung, an wen Tiggy ihr Herz verlieren wird.

 

Wie immer habe ich mich sehr auf den Strang der Vergangenheit gefreut.

Wie bereits in den vorhergehenden Bänden wird die Geschichte eines Großelternteils erzählt. Der Zigeuner Chilly, auf den Tiggy in Schottland trifft, erzählt ihr die Geschichte ihrer Großmutter Lucia, einer berühmten Flamenco-Tänzerin. Auch hier erzählt Lucinda Riley in groben Zügen die Geschichte einer realen Persönlichkeit: Carmen Amaya.

Lucia’s Leben in den Höhlen von Sacromonte, Granada, war sehr interessant zu verfolgen. Für mich war sowohl das spanische Land Andalusien Neuland, als auch die Kultur des Flamencos. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich eine Frau mit einem roten Kleid vor Augen, dazu passend rote Stöckelschuhe. Zudem wusste ich, dass er kein flüssiger Tanz, sondern eher rau und ruckartig ist, wenn ich das an dieser Stelle so bezeichnen darf. Nach dem Buch habe ich nun ein ganz anderes Bild im Kopf. Flamenco ist anstrengend, schweißtreibend, förmlich aggressiv und doch kann die Autorin eine gewisse Leidenschaft hervorrufen.

Vor allem konnte Riley mittels Lucia eine ganz besondere Frau der damaligen Zeit Spaniens erschaffen. Lucia ist wild, dickköpfig und zum Teil sogar naiv, aber sie geht ihren Weg und das sehr erfolgreich.

 

Beim Beschreiben der verschiedenen Landschaften spürt man immer wieder, dass die Autorin für ihre Recherche immer vor Ort ist. Am gewaltigsten empfand ich die Beschreibungen der Alhambra in Granada.

 

Dicht gefolgt von der Weite des Wildtierreservats in Schottland.

 

Meistens war ich mir als Leser sehr sicher, welcher Aufenthalt in welchem Land mir besser gefiel. Und auch ob mir der Gegenwarts- oder der Vergangenheitsstrang mehr zugesagt hat, war immer sehr schnell zu beantworten.

Beim fünften Band ist alles anders.

Sowohl das kalte, raue Schottland, als auch die Hitze und Trockenheit in Andalusien konnten mich in ihren Bann ziehen.

Und auch die Geschichten um Tiggy und Lucia konnten mich im gleichen Maße gut unterhalten. Beide Erzählstränge hatten ihren Höhen und Tiefen, bleiben aber in Erinnerung.

 

Was die Autorin weiterhin schafft, ist das Rätsel um Pa Salt aufrecht zu halten.

In diesem Band bringt sie sogar wieder eine ordentliche Prise an Spannung rein.

In Atlantis stößt Tiggy auf seltsame Dinge.

____________________________________________________________

 

Auch im fünften Teil der Reihe gib es wieder ein, zwei Dinge, die hätten besser/anders hätten gelöst werden können. Zum einen konnte ich nicht ganz so viel mit dem Mystischen um Chilly und der Sehergabe anfangen. Auch der Bezug zum Titel hat mir in diesem Band gefehlt. In den vorhergehenden Teilen hat die Autorin den Titel deutlich intensiver einbezogen.

Und Tiggy’s Tierliebe, welche ich am Anfang so positiv betonte, verlor sich irgendwo in der Geschichte. Das fand ich unheimlich schade.

 

Mein Fazit

Dieser Band der Reihe hat mir wieder deutlich besser gefallen als Band 4 um CeCe.

Sowohl die Länder, als auch die Geschichten konnten mich deutlich mehr begeistern und unterhalten. Ein kleines i-Tüpfelchen erfuhr ich am Ende des Buches. Lucinda Riley verarbeitet in dem Roman eine ganz persönliche Geschichte.

Also das Nachwort nicht vergessen zu lesen.

Alle Riley Fans und Leser dieser Reihe sollten diesen Band auf gar keinen Fall auflassen. Riley verzaubert den Leser wieder mit ihrem einhüllenden Schreibstil und vor allem das letzte Kapitel macht unheimlich neugierig auf Schwester Nummer 6.

 

 

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review 2018-03-13 07:42
Verlorene Seelen
Die andere Schwester: Roman - Kristin Hannah,Hedda Pänke

Inhaltsangabe

Seit Jahren haben die Schwestern Claire und Meghann kaum Kontakt. Dann möchte Claire einen Mann heiraten, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hat. Davor will sie die ältere Meg unbedingt bewahren – ist sie doch selbst zu oft enttäuscht worden, als dass sie noch an Liebe glauben könnte. Ausgerechnet jetzt lernt Meg jemanden kennen, der es wert wäre, ihre Angst vor Nähe zu überwinden. Doch dann droht den Schwestern ein erneuter Verlust, und sie werden gezwungen, sich ihrer schwierigen Vergangenheit zu stellen.

(Quelle: )

 

 

Meine Meinung

Verlorene Seelen

 

Eventuell kommt einigen Lesern die Inhaltsangabe vertraut vor. Das kann sehr gut möglich sein, wenn ihr die alten Werke der Autorin kennt. Dieser Roman wurde nämlich erstmals 2006 unter dem Titel „Wer zu lieben wagt“ veröffentlicht.

 

Aus dem Klappentext des neuaufgelegten Romans von Kristin Hannah, in wunderschöner Optik, geht bereits hervor, dass hier vor allem bei den beiden Schwestern einiges im Argen liegt. Schnell erfährt man, wie unterschiedlich Meghann und Claire sind. Meghann ist Anfang 40, eine erfolgreiche Scheidungsanwältin, lebt in der City von Seattle und hat die Suche nach der großen Liebe schon lang aufgeben.

„Nicht Selbstbefriedigung machte blind, wie ein alter Spruch behauptete, sondern die Liebe.“ (S. 77)

 

Claire hingegen lebt mit ihrer 5-jährigen Tochter Alison bei ihrem Vater in einem Wohnmobilpark. Hier beherrschen die Natur und ein geregelter Tagesablauf das Leben der 35-jährigen. Beim jährlichen Ausflug mit ihrer Highschoolclique trifft Claire auf Bobby und es ist um sie geschehen.

 

Bereits an dieser Stelle im Roman wird klar, dass Claire das Leben genießt und keine Angst vor Eventualitäten hat. Wohin gehend Meg’s Leben von Arbeit und Verzicht geprägt ist. Meg hat Geld ja, aber ihr fehlt das Soziale total.

Was die beiden allerdings verbindet und was zugleich das Geheimnis im Buch darstellt, ist ihre Vergangenheit. Was ist vor ca. 25 Jahren geschehen, dass die beiden Schwestern sich so voneinander entfernt haben? Waren sie als Kinder doch ein Herz und eine Seele.

Schnell teilt Claire ihrer Schwester ihr Vorhaben mit. Sie will schnellstmöglich und ganz schlicht heiraten. Wie vermutet ist Meg skeptisch und macht sich auf den Weg zu Claire, um Bobby unter die Lupe zu nehmen.

 

„Was ich mir von dir wünsche, ist Vertrauen.“ (S. 193)

 

Da bleibt Meg nichts anderes übrig, als ihre Meinung hintenan zu stellen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Völlig überraschend möchte sie Claire’s Hochzeit sogar organisieren.

 

Dieser Roman konnte mich allerdings nicht nur wegen der Story um die beiden Schwestern gut unterhalten. Die Autorin zeigt uns eine weitere verlorene Seele auf. Joe Wyatt tritt als Aussteiger in dieser Geschichte auf. Vor 3 Jahren kehrte er seiner Heimat den Rücken und ließ alles zurück.

Was geschah damals? Seine Schuldgefühle spürte man zu jedem Zeitpunkt.

Auch er hat mit der Liebe abgeschlossen, bis er in einer Bar auf Meghann trifft.

 

„Ahnungslos hatte sie eine Tür mit der Aufschrift >>unverbindlicher Sex<< geöffnet und fand sich nun in einem Raum voller Möglichkeiten wieder.“ (S. 332)

 

„Es war, als hätte jemand in einem bisher kalten und dunklen Raum ein Licht angezündet.“ (S. 333)

 

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und muss sagen, dass ich von Stil her immer wieder zu ihren Büchern greifen würde. Bereits zwei Mal hat mir die Autorin ein Jahreshighlight beschert. Dazu im unteren Teil ein wenig mehr.

Für viele mag die Geschichte anfänglich nur so dahinplätschern, aber ich weiß, dass mich die Autorin im letzten Drittel der Geschichte immer wieder fesseln kann, so auch hier. Warum? Weil Kristin Hannah dann die große Emotionsschublade aufmacht. Die Frau kann mich einfach zum Weinen bringen, wie keine andere.

 

Auch charakterlich fand ich die Geschichte wieder stark.

Am Anfang dachte ich, dass ich mit Claire durch die Geschichte gehen kann, aber sehr schnell zeigten sich bei ihr Eigenschaften, mit denen ich mich nicht identifizieren kann. So war es Meghann, die mich mit ihrer Entwicklung total begeistern konnte. Hier gab es eine große Gratwanderung und sie ist meine Sympathieträgerin im Roman. Der Platz im meinem Herzen gehört aber wiederum der kleinen Alison. Ich weiß nicht wieso, aber Hannah hat ein Händchen dafür die kleinen Figuren in ihren Büchern ganz groß darzustellen.

 

Mein Fazit

Ich möchte keine großen Töne spucken, aber ich glaube, wer den Stil der Autorin kennt und mag, der wird auch diesen Roman mögen. Für mich war er vor allem wegen dem letzten Drittel wieder ein empfehlenswertes Buch. Der Schreibstil, die Charakterentwicklungen und die große Schublade voller Emotionen, ermutigen mich auch noch die nicht gelesenen Werke der Autorin zu lesen.

Vor allem zu Beginn und in der Mitte der Geschichte hätte ich mir allerdings noch mehr von der Figur Claire erhofft, war sie es doch, die mir den Anfang der Geschichte mit ihrer Art sehr versüßt hat.

Allerdings sollte man sich als Leser auf einen Frauenroman einlassen können, der mit Sachen aufwartet, die nicht immer hundert prozentig realistisch sind.

Für mich war der Lesezeitpunkt perfekt, ich hoffe, dass kann man aus meiner Rezension herauslesen.

 

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review 2018-03-12 12:42
Revolverheldaugen
Die Rache der Polly McClusky: Roman - Jordan Harper,Conny Lösch

Inhaltsangabe

Polly McClusky ist elf und eigentlich zu alt für den Teddybär, den sie überallhin mitnimmt, als überraschend ihr Vater Nate vor ihr steht. Der ist aus dem Gefängnis ausgebrochen, um Polly das Leben zu retten. Denn auf Polly ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Nate hat sich im Knast einen mächtigen Feind gemacht: die Gang Aryan Steel hat ihn und seine Familie zu Freiwild erklärt. Nates Exfrau wurde bereits getötet, Polly ist die Nächste auf der Liste. Auf der Flucht durch Kalifornien werden Vater und Tochter zu einem starken Team. Nates Kampftraining macht aus dem schüchternen Mädchen einen selbstbewussten Fighter. Und durch Pollys Scharfsinn halten sie den Vorsprung vor ihren Verfolgern. Bald ist Nate jedes Mittel recht, damit Polly wieder ein Leben ohne Angst führen kann. 

 

Meine Meinung 

Zu Beginn des Romans lernt man als Leser die kleine Polly kennen. Mit ihrem Teddy wirkte sie so unheimlich unschuldig. Zu keinem Moment hätte man an dieser Stelle ahnen können, in welche Richtung der Autor die Geschichte lenken wird.

Polly wächst bei ihrer Mutter und deren neuer Lebenspartner Tom auf.

Ihr leiblicher Vater sitzt seit 5 Jahren im Gefängnis.

Ihre Mutter betont immer wieder die Gemeinsamkeit mit ihrem Vater, ihre stahlblauen Revolverheldenaugen.

 

Nate, Polly‘s Vater macht sich im Gefängnis unterdessen den falschen Mann zum Feind. Crazy Craig ist der Kopf der Gruppierung Aryan Steel.

„Steel forever, forever Steel“ (S. 53)

 Nach einer Auseinandersetzung spricht Crazy Craig einen Hinrichtungsbefehl aus. Nate soll sterben und mit ihm seine Liebsten. Heißt seine Ex- Frau und die gemeinsame Tochter. Nate bleibt nichts anderes übrig als zu fliehen.

Er muss seine Familie beschützen.

 

Und dann entdeckt Polly vor ihrer Schule diese Augen, ihre Augen, die Augen ihres Vaters.

„Bist du ausgebrochen?“ (S. 20)

Mit ihrem Teddy in den Armen steigt sie in ein gestohlenes Auto ein und sie hat noch keine Ahnung, was sie erwarten wird.

 

Währenddessen Nate Polly erklärt, in welcher Gefahr sie steckt, bereitet er sie auf diese Gefahr vor. Nate konfrontiert seine kleine Tochter mit Nahkampftrainingseinheiten. Polly erlernt den Unterschied zwischen Luft abdrücken und Würgen.

Polly verändert sich, sowohl optisch, als auch menschlich.

Die Zeit mit ihrem Vater macht sie erwachsener, aber immer dabei ihr Teddy. Durch ihn verbleibt ein Stück Kindheit bei ihr.

„Das Mädchen sagte gar nichts.

Es hatte einen Teddy im Arm und Mordgier in den Augen.“ (S. 143)

 

Als Leser erlebt man einen Roadtrip mit Vater und Tochter ganz im Stile von Revolverhelden. Die beiden halten sich mit Überfällen über Wasser und haben einen Plan. Erst wenn der Anführer tot ist, werden sie leben können.

Auf ihrer Reise begegnen sie sowohl Feinden, als auch Freunden.

Anfangs dachte ich noch, das arme Mädchen, aber sehr schnell wird klar, dass hinter Polly ein ganz anderer Charakter lauert.

„Hätte nie gedacht, dass das so viel Spaß macht.“ (S. 158)

 

Beim Lesen war ich auf jeden Fall voller Spannung, welche Station die beiden als nächstes bestreiten. Jordan Harper kann auf jeden Fall mit einem sehr bildhaften und leserlichen Schreibstil überzeugen. Aus diesem Grund freut es mich umso mehr, dass der Autor aktuell am Drehbuch zur Verfilmung des Romans arbeitet.

Für mich steht ganz klar fest, dass die Besetzung für mich eine immense Rolle spielen wird. Denn im Buch stehen die beiden Charaktere Polly und Nate ganz klar im Fokus. Eine ganz spezielle Vater- Tochter- Beziehung.

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Im Verlauf des Buches ist schnell klar, was dem Autor mit der Figur Polly im Sinn stand. Im Nachhinein war es mir aber zu wenig Polly. Den Wandel um ihren Charakter mochte ich, wurde aber vor allem im letzten Drittel immer wieder durch die Figur Nate eingedämmt. Dem Ende entgegen stand die Vaterfigur doch zu sehr im Vordergrund. Pollys Szenen wurden immer kürzer und der Action blieb aus. Der Charme der Vater- Tochter- Beziehung ging verloren.

Des Weiteren empfand ich den Charakter Detektiv John Park für die Geschichte an sich überflüssig.

Lediglich das letzte Kapitel machte seinem Titel wieder alle Ehre und ließ mich mit einem Schmunzeln zurück.

 

Mein Fazit

Allen Lesern, die eine schnelllebige Revolverheldenstory suchen, sollten zu diesem Roman greifen. Diese besondere Vater- Tochter- Beziehung bleibt auf jeden Fall in Erinnerung. Die nachträgliche Aussicht auf eine Verfilmung lässt die Geschichte nochmal gut bildhaft in meinem Kopf ablaufen.

Der Name Jordan Harper ist auf jeden Fall notiert und ich freue mich auf mehr von dem Autor.

 

 

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review 2018-03-06 07:27
Interessant, aber das kann Anna Romer noch besser
Der Schattengarten: Roman - Anna Romer,Roberto de Hollanda,Pociao

Inhaltsangabe

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen... 

 

Meine Meinung

„Der Schattengarten“ ist für mich der zweite Roman der Autorin Anna Romer.

Vor ein paar Jahren konnte sie mich mit ihrem Debut „Das Rosenholzzimmer“ total begeistern. Demnach war ich sehr gespannt auf diesen Roman.

 

Gleich auf den ersten 100 Seiten zeigt die Autorin durch mehrere Erzähl- und Zeitstränge auf, dass es im Buch nicht nur um die Protagonistin Lucy Briar gehen wird.

 Im Jahr 1931 starten wir in die Geschichte und begegnen Edwin Briar, Lucys Großvater, welcher uns auf den ersten Seiten vor das große Geheimnis dieses Buches stellt.

Lucy selbst kehrt im Jahr 1993 nach Melbourne zurück. In London zurückbleiben tut ihr Verlobter. Man könnte sagen, dass Lucy kalte Füße bekommt und sich in ihre Heimat flüchtet, um nachzudenken. Allerdings wartet hier eine ganz andere Gefühlsangelegenheit auf sie. Mit Lucy erfahren wir ein wenig mehr über das unheimlich schlechte Verhältnis zwischen ihrem Vater und ihrem Großvater Edwin. Als Leser wird schnell klar, dass dieses Zerwürfnis für die geheimnisumwobene Story ebenso von großer Bedeutung ist.

Im dritten Zeitstrang geht es um die kleine Orah, welche nach einem Sturm schiffbrüchig wird, aber als einzige überlebt. Sie wollte eigentlich mit ihrer Mutter von Schottland nach Australien überreisen, um sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen, welcher dem Goldrausch verfallen war. Als Orah von zwei einheimischen Kindern aus dem Wasser gerettet wird, nimmt ihr Leben eine ganz andere Wendung.

 

Hinsichtlich der Charaktere und der verschiedenen Zeitebenen sollte man beim Lesen schon eine gewisse Aufmerksamkeit haben. Ich habe dieses Buch als keines empfunden, welches man mal für 10 Seiten zur Hand nehmen sollte. Ich vermute, dass man dann immer sehr schwer wieder in die Geschichte zurückfindet.

Ich musste vor allem im ersten Drittel sehr konzentriert lesen, um der Geschichte zu folgen.

Wie im Klappentext beschrieben, macht sich Lucy im Verlauf der Geschichte auf die Suche nach der Lösung des großen Familiengeheimnisses. Allerdings wird sie meiner Meinung nach sehr in den Vordergrund gestellt. Die eigentliche Hauptperson war für mich tatsächlich Edwin Briar. Mit ihm nahmen die Geheimnisse im Jahr 1917 seinen Anfang und mit seinem Tod im Mai 1993, nahm er diese mit ins Grab.

Die Handlungsstränge in der Vergangenheit nahmen für mich einen deutlich größeren Part ein, als die Gegenwart um Lucy und ihrer Entscheidungsfindung, was sie sich vom Leben verspricht.

Für mich war die Geschichte schon sehr kompakt, dass ich die Liebesgeschichte um Lucy und ihrer eigenen Vergangenheit gar nicht unbedingt gebraucht hätte.

Sie nahm aber auch keinen allzu großen Teil ein, um der Geschichte zu schaden.

 

Das Buch an sich bringt neben einigen Geheimnissen, auch einige Wendungen mit sich, welche sehr überraschend kamen und einen immer wieder an die Geschichte binden konnten.

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Im Vergleich zu „Das Rosenholzzimmer“ konnte mich die Autorin mit den Beschreibungen zum Land Australien und allgemein zur Umgebung, welche in der Geschichte doch schon eine Rolle spielt, nicht abholen. Ihr Debut war wie Urlaub für mich. Hier geht das australische Flair leider vollkommen an mir vorbei. Wäre das Wort Melbourne nicht gefallen, hätte ich den Beschreibungen gar nicht unbedingt Australien zugeordnet.

 

Des Weiteren konnte mich dieses Mal auch das Cover und der Titel zum Buch nicht begeistern. Um dem Titelbild einen Wiedererkennungswert zuordnen zu können, fehlte es mir hier einfach an bildhaften Beschreibungen. Wieso die Titelwahl auf „Der Schattengarten“ fiel, ist mir leider nicht klar. Das Wort ist mir nicht einmal in der Geschichte bewusst begegnet.

 

Nicht nur Lucys Gefühlswelt, auch ein, zwei Charaktere oder Zeitebenen, welche noch neben den drei oben beschriebenen Zeitebenen spielten, hätte ich ebenso nicht gebraucht, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

 

Mein Fazit

In manchen Romanen vermisst man diese gewissen Details, die eine Geschichte erst richtig rund machen. Anna Romer machte mir die Geschichte um ihren dritten Roman leider zu groß. Sie war zu ausschweifend, so dass man zu viele Einblicke bzw. Blickwinkel auf die eigentliche Thematik hatte. Dennoch war es spannend den Verlauf zu verfolgen und letztendlich das große Geheimnis zu erfahren.

Leider kann dieser Roman nicht an ihr Debut anknüpfen.

Umso gespannter bin ich auf ihren zweiten Roman „Der dunkle Fluss“, welchen ich im April mit ein paar anderen Romer-Fans lesen werde.

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review 2018-03-04 11:12
Fast perfekt
Die bittere Gabe: Roman - Ellen Marie Wiseman,Sina Hoffmann

Inhaltsangabe

Noch nie im Leben durfte die zehnjährige Lilly ihre Kammer auf Blackwood Manor verlassen. Die Menschen würden bei ihrem Anblick zu Tode erschrecken, so ihre Mutter. Umso erstaunter ist das Mädchen, als sie eines Tages mit in den Zirkus darf. Doch statt eine Vorstellung zu bestaunen, wird Lilly an die Freakshow verkauft und fortan als »Eisprinzessin« ausgestellt. Ihr Schicksal bessert sich erst, als sie entdeckt, wie gut sie mit den Elefanten umgehen kann. Aber erst zwanzig Jahre später wird ihr hartes Los gesühnt... 

 

Meine Meinung 

Für mich ist es bereits der dritte Roman der Autorin. Ellen Marie Wiseman’s Bücher verfolge ich von Anfang an. Dieses Buch wäre kein Coverkauf geworden, da ich mich nicht als Fan von Zirkusgeschäften bezeichnen kann. Ich habe weder etwas für Clowns übrig, noch kann ich die Tiershows ohne Hintergedanken verfolgen.

Bei „die bittere Gabe“ war es eindeutig der Klappentext, der beschloss, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. So ging es gleich am Erscheinungstag in den Buchladen.

 

Im Jahre 1931 lernen wir die zehnjährige Lilly kennen. Schnell wird klar, dass diesem Kind jede Art von Kindheit geraubt wurde. Sie wurde im Haus ihrer Eltern in die Dachkammer verbannt. Seit sie Denken kann verbringt sie ihren Alltag dort oben allein. Liebe bekommt sie vor allem von ihrer kleinen Katze Abby.

Für mich war Abby der Seelentröster, denn von ihren Eltern erfuhr Lilly nur wenig Liebe. Ihre streng gläubige Mutter beharrt darauf, dass Lilly auf dem Dachboden sicher ist. Die Menschheit würde sich vor ihr erschrecken.

Sie solle beten, damit ihr dafür vergeben werden kann.

Ein kleiner Lichtblick mag der Vater sein, der Lilly ab und an ohne das Wissen der Mutter Bücher und Spielzeug mit nach oben bringt.

Diese Situation und das Setting ließen mich stark an ein anderes Buch erinnern, welches mich zutiefst erschüttert hat. „Die Blumen der Nacht“ von V.C. Andrews.

Diesen Punkt finde ich aber absolut nicht schlimm, aber Wiseman motiviert mich nun, diese Reihe nochmal zur Hand zu nehmen.

 

Eines Nachts wird Lilly von ihrer Mutter geweckt. Vorfreude steckt in ihr, vermutet sie darin eine Geburtstagsüberraschung. Aber warum mitten in der Nacht und wo ist ihr Vater? Lilly darf den Dachboden verlassen und wird von ihrer Mutter zu einem nahegelegenen Zirkus geführt. Lillys schreckliche Geschichte nimmt ihren Lauf.

 

Neben Lilly lernen wir im Jahre 1956 eine weitere junge Frau kennen. Julia Blackwood. Sehr schnell fällt der gemeinsame Nachname auf und die Autorin bringt die Lesergedanken ins Rollen. Die 18-jährige lief vor drei Jahren aus ihrem schrecklichen Elternhaus davon. Als der Name Blackwood Manor fällt, ist klar, wer Julias Mutter war. Nach ihrem Ausriss von zu Hause schlägt sich Julia eher schlecht als recht durchs Leben. Als plötzlich ein fremder Mann vor ihr steht und ihr einen Brief überreicht, ändert sich ihr Leben schlagartig. Ich war unheimlich gespannt, wie Ellen Marie Wiseman diese beiden Geschichten zusammenbringen würde.

 

Nicht immer ist es typisch, dass einem als Leser beide Erzählstränge in einem Buch gefallen. Hier konnte man einfach nicht anders. Ich habe die Geschichte um Lilly unheimlich gern gelesen. Dieser Part konnte viele Emotionen bei mir hervorrufen. Julias Part hingegen brachte Spannung in die Geschichte. In welchem Verhältnis steht sie zu Lilly und wird sie das schreckliche Geheimnis der Familie Blackwood aufdecken können?

 

Im Buch begleiten wir die kleine Lilly über 6 Jahre lang. Nachdem sie von ihrer Mutter an den Zirkus verkauft wurde, erlebt sie eine schreckliche Zeit.

Als „Eisprinzessin“ muss sie in einer Freakshow auftreten. Die Autorin setzt uns hier eine Welt vor Augen, die einerseits sehr interessant war, andererseits aber auch aufzeigt, wie böse Menschen sein können.

Die Einblicke in den Zirkus haben mir gefallen. Für Lilly sind die Artisten zu einer kleinen Familie geworden.

 

Besonders berühren konnte mich die Autorin mit Beschreibungen um Tiere. Lilly können wir im Zirkus mit den Elefanten begleiten. Und Julia führt sich nach ihrem Neuanfang an die Arbeit mit Pferden heran. An diesen Stellen zeigte sich der sehr bildhafte Schreibstil der Autorin. Allerdings sollte jedem Leser klar sein, wie in Zirkussen mit Tieren umgegangen wird. Eine Szene hat sich förmlich in meinen Kopf eingebrannt und hat mir die eine oder andere Träne geraubt.

 

Ellen Marie Wiseman erschuf mit diesem Buch eine tolle Geschichte. Zu keinem Zeitpunkt wollte ich diese Story beiseitelegen.

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In meiner Überschrift bezeichnete ich diesen Roman als fast perfekt.

Die Autorin konnte mich nämlich fast durchweg überzeugen und völlig eins werden lassen mit der Geschichte.

Leider konnte sie mich mit dem Ende der Geschichte nicht überzeugen.

Nachdem die vorangegangene Story so gut ausgearbeitet wurde, kam mir die schlussendliche Abhandlung zu abrupt daher. Die Ereignisse überschlugen sich und auch die Zusammenführung der beiden Erzählstränge bekam meiner Meinung zu

wenig Beachtung.

 

Mein Fazit

Auch wenn mich das Ende nicht ganz überzeugen konnte, muss ich euch dieses Buch ans Herz legen. Die Geschichte um Lilly und Julia bringt so viel Leid und Schrecken mit sich, aber auch einige Szenen, welche das Herz jedes Lesers berühren werden. Titel und Cover sind Programm und Ellen Marie Wiseman konnte mich auch beim dritten Buch mit ihrer Grundidee in ihren Bann ziehen und ich freue mich unheimlich auf weitere Geschichten von ihr.

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