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review 2017-08-05 07:15
Wer kennt die Wahrheit?
Der Tag, an dem wir dich vergaßen - Marion Ahl,Diane Chamberlain

Inhaltsangabe

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Riley MacPherson nach North Carolina zurück. Jahrelang hat sie diesen Ort gemieden – zu zerrüttet war ihre Familie seit dem Selbstmord ihrer Schwester vor über 20 Jahren. Als Riley ihr Elternhaus ausräumt, findet sie eine Schachtel mit alten Zeitungsartikeln und macht eine schockierende Entdeckung: Lebt ihre totgeglaubte Schwester etwa noch?  Was ist damals geschehen? Doch bei ihren Nachforschungen stößt Riley auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens… 

 

Meine Meinung 

Das Buch der Autorin Diane Chamberlain teilt sich in drei Teile ein, wobei mir persönlich der erste Teil am besten gefallen hat, was bei Büchern ja eigentlich immer selten der Fall ist. Da die meisten Bücher eine gewisse Anlaufphase benötigen. Dieses hier jedoch überhaupt nicht! Der erste Teil konnte mich total in die Geschichte hineinziehen. Zu dem schreibt die Autorin sehr lebendig und meine Vorstellungskraft musste nicht viel dafür tun, dass dieses Buch in meinem Geiste wie ein Film ablief. Eine grandiose Wirkung!

 

Als ich dieses Buch in der Verlagsvorschau von HarperCollins gesehen habe, ist mir hier nicht sofort das Cover, aber der Titel ins Auge gesprungen. „Der Tag, an dem wir dich vergaßen“ klingt für mich sehr traurig und emotional. Des Öfteren sehne ich mich nach solchen Geschichten, weil man den eigenen Emotionen einfach mal freien Lauf lassen kann. Zu dem verbirgt dieses Buch ein Rätsel. Das Rätsel um Riley’s Schwester Lisa, welche sich vor 23 Jahren das Leben nahm.

 

Mittlerweile ich Riley 25 Jahre alt, frisch getrennt und nach dem Tod ihres Vaters wieder mit ihrem Elternhaus konfrontiert. Ihr älterer Bruder Danny, welcher auf einem Campingplatz lebt, hatte nie ein gutes Verhältnis zu seinem Vater, daher steht Riley mit den zu erledigenden Dingen nach dessen Tod so ziemlich allein da. Als die beim Ausräumen diesen Karton mit den alten Zeitungsartikeln findet, stößt sie auf Dinge zum Selbstmord ihrer Schwester, die ihr bisher nicht bekannt waren. Beziehungsweise weiß sie nun, dass ihre Eltern ihr einiges verschwiegen haben.

Was ist damals passiert?

Wieso wählte Lisa, welche eine talentierte Violinistin war diesen Ausweg?

Oder war dies nur eine Täuschung und Lisa lebt?

 

Die Grundidee fand ich sehr interessant und auch der Verlauf der Geschichte. Um das Rätsel zu lösen, tauchen wir in die gesamte Lebens- und Familiengeschichte der MacPhersons ein. Nach und nach bringt die Suche nach der Wahrheit immer mehr Unklarheiten, Lügen und Geheimnisse ans Licht. Ich habe jede Seite des Buches sehr gern umgeblättert. Da ich bei diesem Buch absolut nichts vorwegnehmen möchte, werde ich gar nicht auf das Ende eingehen. Lasst euch überraschen.

 

Dieses Buch bringt Spannung und Emotionen mit sich und regt sehr zum Nachdenken an.

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Nachfolgender Punkt ist eine persönliche Meinung und sollte euren Leseentschluss nicht verstimmen. Bereits im Prolog fiel mir als wachsame Leserin etwas auf und als ich den zweiten Teil des Buches erreichte, bestätigte sich meine Meinung. Diesen Aufbau wird die Autorin mit Bedacht gewählt haben. Ich, als Leserin, hätte mir einen anderen gewünscht. Aber sowohl der eine, als auch der andere Aufbau haben seine Vor- und Nachteile und ebenso seine Absichten.

 

Mein Fazit

Wortwörtlich werden hier auf 400 Seiten mehrere Lebensgeschichten erzählt, die mich in ihren Bann ziehen konnten. Vor allem Rileys Parts habe ich sehr gerne gelesen und mit ihr gefühlt. Der Titel ist im Buch Programm und das Thema Vergessen wurde von der Autorin durch eine besondere und berührende Geschichte dargestellt. Allen Lesern und Leserinnen, welche die Geheimnisse der Familie MacPhersons ergründen möchten, kann ich nur sagen, tut es!

 

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review 2017-05-11 07:47
Die Lektion
Geständnisse: Roman - Kanae Minato,Sabine Lohmann

Inhaltsangabe

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

 

Meine Meinung 

An dieses Buch ging ich sehr unvorbereitet heran. Der Klappentext und auch das Cover machten mich unheimlich neugierig auf diese Geschichte, welche ja bereits unter den Titel „Confessions“ verfilmt wurde. Den Trailer zum Film habe ich euch oben verlinkt. Des Weiteren ist es meiner Meinung nach mein allererstes Buch einer japanischen Autorin.

 

Während des Lesens des ersten Kapitels schoss ich mich darauf ein, dass das Buch lediglich aus der Sicht der Lehrerin erzählt wird, welche im Klassenzimmer vor ihrer Klasse steht und über den Mord an ihrer kleinen Tochter, sowie über die Täter spricht.

Ab Kapitel 2 wurde mir allerdings klar, dass die Autorin bei jedem folgenden Kapitel einen Perspektivwechsel vorsah. Dieser Aufbau über die 6 Kapitel hinweg hat mir super gefallen. Man konnte die Tat dadurch zum Beispiel auch aus der Sicht der Täter, anderer Klassenkameraden oder Familienmitgliedern betrachten.

 

Ein weiterer Punkt, der mit positiv beim Lesen aufgefallen ist, dass die Autorin eine sehr direkte Sprache verwendet hat. Hier wurde nicht viel um den heißen Brei herumgeredet, sondern die Fakten auf den Tisch gelegt und angesprochen. Dies hat die Dramatik des Buches deutlich angehoben.

 

Die einzelnen Figuren mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit wurden kurz und knackig, aber auf den Punkt charakterisiert. Für mich der interessanteste Charakter war hier eindeutig die Mutter Lehrerin Moriguchi. Ihr Leid, ihre Akzeptanz und ihr Plan, den Schülern eine ordentliche Lektion zu erteilen, überraschten und schockierten mich gleichermaßen.

Das Ende, welches ich einfach nur bombastisch fand, ist zum Teil auch ihrer Person zu verdanken.

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Einzig die Kapitel aus der Sicht der beiden Täter verstimmten mich etwas. Für meinen Geschmack ähnelten sie zu sehr den Ausführungen der Lehrerin. Zu viele Wiederholungen und nur wenig neue Erkenntnisse und Aspekte hinsichtlich ihres Handelns.

 

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist es ein Buch, welches den Leser schockiert, aber berührt zurücklässt. Eine schreckliche Tat, aber auch eine grausame Lektion.

Die japanische Autorin spricht hier ein sehr interessantes Thema an und kann den Leser an die 272 Seiten fesseln.

Fest steht ebenso, dass ich mich nun nach dem Lesen auf die Verfilmung freue und bin gespannt, wie die geschriebenen Wörter umgesetzt wurden.

 

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review 2017-03-19 09:17
Interessantes Thema, schwache Charaktere
Das verlorene Medaillon: Roman - Ellen Marie Wiseman,Claudia Franz

Inhaltsangabe

Eine ergreifende Geschichte über den Sieg von Liebe und Mut über Unrecht und Gier

Angesichts des Elends, das in der Bergarbeiterstadt Coal River herrscht, ist Emma Malloy fassungslos. Selbst Waise, geht ihr besonders das Schicksal der Kinder zu Herzen, die halb verhungert und unter Lebensgefahr in den Kohlenminen schuften müssen. Gegen den Willen ihrer wohlhabenden Verwandten, bei denen Emma seit dem Tod ihrer Eltern lebt, verteilt sie heimlich Nahrungsmittel an die Ärmsten und bringt den Kindern Lesen und Schreiben bei. Eines Tages trifft sie dabei auf den Arbeiter Clayton Nash, der sie vor der Kohlekompanie warnt, denn die duldet keine Einmischung...

 

 

Meine Meinung 

Nachdem das erste Buch der Autorin … mir sehr gut gefallen hatte, war es für mich selbstverständlich auch das neue Buch von Ellen Marie Wiseman zu lesen.

 

Emma Malloy, muss als Waise nach dem Tod ihrer Familie zurück in die verhasste Stadt Coal River, um bei ihrer Tante und deren Familie zu lesen. Mit Coal River verbindet die 19-jährige Emma nur Schrecken. Vor 9 Jahren kam ihr kleiner Bruder ums Leben und auch von der Menschlichkeit ihres Onkels und Cousins ist sie absolut nicht überzeugt. Dennoch bleibt ihr vorerst nichts anderes übrig.

Sehr schnell merkt man, dass Emma die Zustände in der Stadt unter ganz anderen Augen sieht, als der Rest ihrer schrecklichen Familie. Der Onkel verdient und die Bergarbeiter und deren Familien leben in Not und Leiden.

Emma bekommt sehr schnell mit, dass die Bergarbeitersiedlung von Armut und Sterben überschattet werden. Nur sterben hier keine alten Menschen, sondern Kinder! Dieser Punkt war auch für mich sehr erschreckend und meiner Meinung nach die Thematik, welche beim Leser Emotionen hervorruft.

 

Neben der motivierten Emma, die etwas verändern und bewirken möchte, gibt es in dem Buch sehr wenige Sympathieträger. Auf einige habe ich auf den ersten Seiten wirklich gehofft, aber die Autorin hat den Charakteren eine eher unwichtige Rolle für die Geschichte zugeschrieben.

Der allseits verhasste Clayton Nash, der für die Oberhäupter der Bergarbeiterbranche in Coal River eine große Gefahr darstellt, fällt Emma sofort ins Auge. Denn hinter seinem Ruf steckt anscheinend ein ganz anderer Mann, als erwartet.

 

Die Thematik Kohleabbau schien für mich anfangs gar nicht so relevant zu sein, aber es war im Nachhinein genau das Thema in Verbindung mit der im Buch dargestellten Kinderarbeit, welches mich total begeistern bzw. erschrecken konnte. Ein Punkt in der Geschichte, welcher auf jeden Fall angesprochen werden muss, denn diese Situationen gibt es meiner Meinung nach noch zu Genüge auf unserer Welt. Auch das Bild von der Stadt Coal River, die Atmosphäre in der Bergarbeitersiedlung und die große Not der Menschen konnte Wiseman dem Leser sehr gut vor Augen führen. Mein absolutes Highlight und ich möchte daher auf jeden Fall noch andere Bücher über diese Thematik lesen.

 

Ellen Marie Wiseman beschreibt die Zeit um 1912 wirklich toll. Das Buch liest sich, wie bereits auch ihr Debut in Deutschland sehr flüssig.

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Wie bereits in meiner Überschrift erwähnt, konnte mich dieses Buch lediglich in Hinsicht der Charaktere nicht überzeugen. Ich benötige in jedem Buch einen Charakter, mit dem ich mit fiebern kann und dies war hier einfach nicht der Fall. Bei Emma fehlte es mir an Emotionen. Sie wurde zwar mit einem gewissen Kampfgeist beschrieben, aber sie blieb mir dennoch sehr blass.

Mein persönliches Highlight waren die armen Menschen in der Bergarbeitersiedlung. Hier beschrieb die Autorin die Gefühle und schrecklichen Situationen sehr gut und man konnte als Leser mitfühlen.

 

Ein weiterer Punkt bei diesem Buch, der mir vor allem im Nachhinein überhaupt nicht gefallen hat, ist der Titel des Buches. Hier hätte im Deutschen unbedingt der Originaltitel „Coal River“ beibehalten werden sollen. Der Hinweis auf das Medaillon verwirrt den Leser beim Lesen zusehend, weil es meiner Meinung nach einfach nicht im Fokus steht.

 

Mein Fazit

Dieser Roman bringt für mich ein sehr interessantes und emotionales Thema mit sich, welches berührt und zum Nachdenken anregt. Schreibtechnisch konnte mich die Autorin wieder überzeugen und ich freue mich auf weitere Romane.

Dennoch kann der zweite in Deutschland erschienene Roman vor allem in Hinsicht auf die Charaktere nicht mit dem ersten Buch mithalten. Ich wünsche mir für ein weiteres Buch der Autorin, dass sie dem Leser ein intensiveres Bild der Personen vor Augen führen wird.

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review 2017-02-28 08:01
Auf in ferne Länder
Die Schmetterlingsinsel - Corina Bomann

Inhaltsangabe

Als ihre Ehe zerbricht, steht die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach völlig allein da. Im Nachlass ihrer liebsten Tante findet sie das vergilbte Foto eines verwunschenen Hauses. Davor eine junge Frau. Ist es Dianas Ururgroßmutter, die einst in Ceylon lebte? Hals über Kopf macht Diana sich auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem fremden Land am anderen Ende der Welt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung...

 

Meine Meinung 

In den meisten Büchern von Corina Bomann lernen wir am Anfang eine Familie auf zwei Zeitebenen kennen, so auch hier. Die junge Diana agiert im Jahr 2008, ihre Ehe ist am Ende und sie will einfach nur weg aus Berlin. Nach dem sehr plötzlichen Tod ihrer letzten Verwandten bricht sie auf nach England, um dort einen freien Kopf zu bekommen. Ihre Tante lebte dort in Tremayne Haus, ein Haus, welches durch Generationen ihrer Familie gegangen ist.

Dort findet sie im Nachlass besagtes Foto und schließt daraus, dass es sich bei der Frau um ihre Ururgroßmutter handelt.

Mit diesem Hinweis legt die Autorin den Grundstein für die zweite Zeitebene, welche hauptsächlich in den Jahren 1887 und 1888 spielt. Das Besondere für mich an den Romanen ist immer wieder das Kennenlernen ferner Länder. Meistens sitzt man beim Lesen gemütlich aus dem Fenster. Und wenn dann noch die winterliche, trübe Jahreszeit herrscht und man draußen nur grau sieht, sind diese Bücher perfekt, um zumindest dem Kopf ein wenig Urlaub zu bescheren.

Corina Bomann nimmt uns hier mit nach Ceylon, das heutige Sri Lanka.

Und diese Reise war wieder ganz nach meinem Geschmack.

 

Der Beginn des Buches steht unter keinem guten Stern, denn gleich hier wird offenbart, dass es in der Geschichte um ein Geheimnis geht. Ein Geheimnis, welches ein Zerwürfnis zwischen den Schwestern Victoria und Grace im Jahre 1888 mit sich brachte. Gerade diese Streitigkeiten in Familien sind für mich immer sehr spannend. Der Clou im Buch ist, dass Diana, als nun letzte Nachkommin, die Aufgabe hat, dieses Geheimnis zu lüften.

 

Der Charakterbonus ist hier allen Personen gegolten. Ich habe gern mit Diana an ihren Nachforschungen teilgenommen, habe auch unheimlich gern das Leben von Victoria und Grace in Ceylon mit verfolgt. Ceylon brachte nämlich nicht nur die Geschichte der Schwestern mit sich, sondern auch viele weitere Themen, die mich sehr in ihren Bann ziehen konnten.

Da der Vater der Schwestern nach dem Tod seines Bruders eine Teeplantage in Ceylon übernimmt, bekommen wir auch einen kleinen Einblick in die Bereiche Teeanbau und das Leben der Teepflücker.

Und was wäre ein solcher Roman ohne Liebe?

Natürlich nichts.

Eine der Schwestern trifft in Ceylon auf einen Angestellten der Teeplantage und diese Begegnung bringt einiges an Spannung, aber auch an Dramatik mit sich.

Interessant hier, der Mann entstammt dem Volk der Tamilen und ist heimlich tätig in der Kampfkunst Kalarippayat. Beide Themen habe ich im Nachhinein nachgelesen. Es ist wie eine ganz andere Welt. Ceylon konnte mich durch und durch überzeugen.

 

Wird Diana dem Geheimnis ihrer Vorfahren auf den Grund gehen können?

Kleine Hinweise, die ihr immer wieder gegeben werden, sind auch für den Leser interessant und motivieren mitzurätseln.

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Das Ende war gut, aber ich hätte es mir letztendlich gerne emotionaler gewünscht. Die Grundidee und alles was in der Geschichte vorangegangen ist, hätte dafür ein gutes Grundgerüst geboten.

 

Und nachfolgender Punkt, ist eine absolut persönliche Meinung und hat nichts mit meiner Bewertung zu tun. Der Titel des Buches heißt „Die Schmetterlingsinsel“. Im Buch erwähnt die Autorin glaub ich einmal „Die Insel der Schmetterlinge“. Warum auch immer zerfließt die zweite Bezeichnung bei mir viel schöner beim Aussprechen und ich habe auch eine unterschiedliche Vorstellung bei beiden Titeln.

 

Mein Fazit

Ein Roman, welcher mich vor allem durch das Setting Ceylon und die vielen damit zusammenhängenden Themenbereiche total in seinen Bann ziehen konnte und verursacht, dass ich mich mit einigen Themen gern weiter auseinandersetzen bzw. weiter hinein tauchen möchte.

Für alle Leser und Leserinnen von Corina Bomann eine absolute Leseempfehlung und alle, die noch keine Geschichte von der Autorin kennen, sollten dies schleunigst ändern. „Die Schmetterlingsinsel“ wäre ein toller Start.

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review 2017-01-22 16:00
Eine Reihe mit dem gewissen Kleinstadt- Charme
Winter in Briar Creek - Olivia Miles,Kerstin Fricke

Inhaltsangabe

Als Grace Madison zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder das Haus ihrer Eltern betritt, glaubt sie erst, sich in der Tür geirrt zu haben: Ihre Mutter, die preisgekrönte Deko-Königin von Briar Creek, will Weihnachten einfach ausfallen lassen, und der geliebte Buchladen ihres Vaters ist nach dessen Tod völlig verwaist. In ihrem Heimatort scheint nichts mehr so zu sein wie früher. Doch dann begegnet sie Luke Hastings wieder, der ihre Gefühlswelt innerhalb von Sekunden völlig auf den Kopf stellt, als seien sie nicht Jahre voneinander getrennt gewesen…

 

 

Meine Meinung 

Einige Leser mögen solche Reihe mit viel Schnulze und Kitsch verbinden, ich verliere mich gerade zur winterlichen Jahreszeit unheimlich gern in so kleinen amerikanischen Städtchen wie Briar Creek. Diese Stadt brauchte wirklich nicht lang, um mich zu faszinieren. Alle Winterfans kommen hier auf jeden Fall vom Feeling auf ihre Kosten. Die Stadt ist mit weißem Schnee bedeckt und Weihnachten steht vor der Tür.

 

Nach fünf Jahren steht auch Grace völlig verwirrt wieder vor der Tür ihres Elternhauses in Briar Creek. Auf wen möchte man nach so langer Zeit lieber treffen, als auf den Exfreund, wegen dem man in der Vergangenheit die Heimatstadt verlassen hat. Für mich war dieser Start in das Buch gleich ein gelungener, denn ich mag beschriebene Situationen, wie man sie auch selbst erlebt hat beziehungsweise solche, die einem selbst in der Realität begegnen könnten. Ich kann mich dann einfach besser in die Geschichte und auch in die Gefühlswelt der Charaktere hineinversetzen, wenn es nachvollziehbar ist. Dass die Geschichte zu dem in einem kleinen Örtchen und nicht in einer Metropole wie New York spielt, macht es für mich noch angenehmer.

 

Da erste Bände in Hinsicht auf Charaktere immer ein Kennenlernen mit sich bringen, lernen wir hier vor allem Grace‘ Familienmitglieder und Freunde kennen.

Da es in den Folgebänden jeweils um eine ihrer Schwestern gehen wird, stehen diese natürlich neben dem Thema Grace und Luke immer mal wieder im Fokus.

Vor allem Grace kleinste Schwester Jane mit ihren Eheproblemen nimmt hier eine Rolle ein. Wieder ein Thema, welches zum Leben dazugehört und in dieser Story absolut nicht störend ist. Mein kleines Highlight im Buch soll bereits an dieser Stelle erwähnt werden, war die kleine Tochter von Jane, die mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat. Manchmal können kleine Kinder eine Geschichte sowas von beleben.

 

Hinsichtlich des Schreibstils kann ich die Autorin nur loben. Ich konnte das Buch sehr fließend lesen. Sehr gut war, dass man diese Story nicht nur aus der Sicht von Grace liest, sondern dass es einen Perspektivwechsel gibt. Zum einen versteht man auch die Seite des männlichen Parts und es lockerte die Geschichte einfach auf. Da es sich um eine Reihe handelt, fand ich viele Hinweise und Aussichten, worum es in den Folgebänden gehen könnte sehr gut gewählt.

 

Ein weiterer Punkt, durch den Bücher bei mir zu kleinen Wohlfühloasen werden, sind Orte im Buch, an denen man als Leser einfach gern verweilt. Bei der Geschichte um Grace war es der Buchladen ihres verstorbenen Vaters, welcher nach seinem Tod verkauft werden soll. Als Buchliebhaber kommt man um einen Buchladen einfach nicht drum herum.

Sehr gut vorstellen kann ich mir solch einen Ort auch bei Grace‘ Schwester Anna, welche ein kleines Café in Briar Creek betreibt, aber alles zu seiner Zeit.

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Damit Grace und Luke mir in Erinnerung bleiben, hat mir ein wenig die Tiefe in ihrer Beschreibung und Darstellung gefehlt. Aktuell denke ich werde ich mich eher an das Drumherum erinnern.

Und da beide Charaktere erwachsen sind, hätte ich mir ein durchgängiges Erwachsenenverhalten gewünscht. Ab und zu driftet die Autorin mit ihren angedachten Handlungsweisen etwas ab und man fühlt sich in ein Teeniedrama versetzt.

 

Mein Fazit

Ein Reihenauftakt, der mich vor allem aufgrund seines Charmes fesseln konnte und der mich unheimlich neugierig macht auf die weiteren Geschichte  der angedachten Charaktere und der Entwicklung von bereits besprochenen Personengeschichten.

Größte Freude wird allerdings das Wiedersehen mit Briar Creek sein. Ich hoffe, dass die Stadt mich auch ohne winterliche Atmosphäre in seinen Bann ziehen kann.

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