logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Sehnsucht
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
review 2016-08-22 16:07
Ein Hammer Buch
Die Sehnsucht des Dämons - Stephanie Chong,Gisela Schmitt
 Niemand verstehed sich auf die Kunst des Giftmischens so gut wie Luciana Rossetti.
 
   Titel: Die Sehnsucht des Dämons
Autor: Stephanie Chong
Seiten: 320
Buchart : TB
Verlag: Mira
Bestellcode:  978-3862784660
 
Erhältlich :  10 / 2012
 
Kosten : € 8,99
Alter: -
Buchrichtung: Fantasy mit Dämon und Engeln
Vorgängerbände: -
Folgebände:
  • Im Bann des Dämons
  • Verfilmung: -
 Die Yogalehrerin Serena hat eine Mission: Als jüngst ernannter Schutzengel soll sie über den aufsteigenden Hollywoodstar Nick Ramirez wachen. Ihr erster Auftrag führt sie in den Nachtclub Devil’s Paradise, wo sie ausgerechnet die Aufmerksamkeit des charismatischen Clubbesitzers Julian Ascher erregt. Zu spät erkennt sie, dass er ein Erzdämon ist, der Vergnügen suchende junge Menschen mit dem Bösen infiziert – da hat sie ihn längst geküsst und seinen Jagdinstinkt geweckt. Doch Julian stellt Serena vor eine gefährliche Wahl: Er verschont die Seele ihres Schützlings Nick, wenn sie ihn nach Las Vegas begleitet. Eine Reise, auf der sie Verführung oder Vernichtung, Himmel oder Hölle erwarten …
 Was für ein Hammer Buch, ich hab es durch Zufall gefunden und gekauft.
Serena ,junger Schutzengel soll ihr Schäfchen retten damit er nicht auf die Seiten der Dämonen fällt, aber das ist nicht so einfach.
Als ihr Schützling in einem Club ist , muß auch Serena dort hin um aufzupassen, dort läuft ihr der Erzdämon über den weg und er will sie erobern . Aber der junge Engel hat kein Bedarf und lässt den Dämon einfach stehen. Er macht ihr dann aber ein Vorschlag die Seele ihres Schützlings wenn sie ihn eine Woche nach Las Vegas begleitet und so muß Serena zustimmen. In dieser Woche will Julian ihr zeigen das er nicht so einer ist wie sein Ruf und damit hat er sich was vorgenommen.
Den was passiert wenn ein Eiskalter Dämon auf einmal merkt das er doch lieben möchte und so muß er aufpassen um sich nicht zu verraten. Aber auch seine Feinde wetzen die Fingernägel, den ein junger Engel zu besitzen und zu brechen ist was echt tolles und so kämpft Julian um das Herz von Serena.
 
Ein leichter Schreibstil, was mir auch gefällt das es echt sich langsam aufbaut zwischen den Beiden.
 
Pluspunkte:
- Ein tolles Spiel zwischen Gut und Böse
- Sie landen nicht gleich i Bett
 
Minuspunkte:
- War zu schnell zu ende
 
Cover:
- Finde ich toll mit dem Engel
 Stephanie Chong hat als Anwältin gearbeitet, bevor sie in Oxford Kreatives Schreiben studiert und ihren Traumjob entdeckt hat: Schriftstellerin. Wenn sie nicht schreibt, macht sie Yoga, reist oder ist in der Natur unterwegs. Sie lebt in Vancouver, zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Mops Dexter
 

 

 

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2016-06-17 18:16
"Ewiglich die Sehnsucht" von Brodi Ashton
Ewiglich die Sehnsucht - Brodi Ashton

 Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr. Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie damals einfach abgehauen ist, doch in Wirklichkeit hat sie der Rockmusiker Cole mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt. Er bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie.

 

 

 

Cover:

Das Cover ist eigentlich ganz hübsch, obwohl Gesichter auf Büchern eigentlich nicht so meins sind.

Zusammen mit der Hagebutte (warum auch immer sie dort ist), den Farben und der Schrift, wirkt es ganz harmonisch.

 

Erster Satz:

Ich stellte mir gerade sein Gesicht vor – ein Junge mit weich fallendem Haar und braunen Augen –, als die Nährung endete.

 

Meine Meinung:

Der Leser wird zu Beginn einfach in die Geschichte geworfen, ohne irgendeinen Zusammenhang zu kennen. (Ehrlich gesagt, hab ich nochmal das EBook geschlossen um zu googlen, ob das auch wirklich Teil 1 ist)

Das Buch ist in mehrere Zeitabschnitte eingeteilt - in die jetzige Zeit und in die Zeit vor der Nährung, dadurch erfahren wir Schritt für Schritt warum Nikki mit in die Unterwelt ist und fast zeitgleich wie sie die Welt im Jetzt erlebt.

Mir persönlich gefiel die Einteilung sehr gut, dadurch fühlte ich mich allerdings noch angestachelter zu erfahren, was damals passiert ist. Das fand ich zu Anfang eigentlich interessanter als die aktuelle Geschichte, und hat mich dazu veranlasst das Buch super schnell bei jeder Gelegenheit lesen zu wollen.

Nikki konnte ich erst überhaupt nicht einschätzen, sie wirkt selbstbestimmt und weiß was sie möchte, auch wenn ich nicht jede ihrer Handlung nachvollziehen konnte. Sie weiß, dass sie selbst Schuld trägt und wälzt diese nicht auf andere ab.

Jack, ja der liebe klischeehafte Jack. Ich glaube, bis kurz vor Ende konnte ich ihn überhaupt nicht leiden. Er ist (natürlich) Quaterback, jeder liebt ihn und die Mädchen laufen ihm hinterher, aber er hat (natürlich) nur Augen für Nikki. Meiner Meinung nach wollte die Autorin diese klischeehafte Person in einen einfühlsamen und aufrichtigen jungen Mann umwandeln, was mich, wie gesagt, bis kurz vor Schluss nicht überzeugt hat.

Und da wäre noch Cole, er bringt die eigentliche Spannung ins Buch. Seine Handlungen sind nicht immer vorhersehbar und seine Beweggründe undurchschaubar. Und obwohl ich das Buch nun fertig habe, bin ich mir seiner immer noch nicht sicher.

Ich vertraue einfach darauf, dass ich darüber im zweiten Teil schon etwas aufgeklärt werde.

Nikkis und Jacks Liebe war auch so ein Punkt, an dem ich mich gestört habe.. sie war mir auch zu klischeehaft, dieses 'Ich-war-auf-den-ersten-Blick-in-dich-verliebt' ist wirklich nicht meine Welt.

Ein Pluspunkt bekommt das Buch aber für das Verknüpfen der griechischen Mythologie in die heutige Zeit, womit ich in diesem Maße eigentlich nicht gerechnet hatte.

 

Alles in allem ein guter Auftakt, der Lust auf die Folgebände gemacht hat.

 

 

Die Reihe:

Ewiglich die Sehnsucht

Ewiglich die Hoffnung

Ewiglich die Liebe

Like Reblog Comment
review 2016-02-14 17:29
Spannungsgeladene Fortsetzung mit kleinen Schwächen!
Dark Elements - Eiskalte Sehnsucht - Jennifer L. Armentrout,Ralph Sander

Inhalt:

 

In der einen Sekunde schwebte Layla im großen Glück und in der nächsten fällt ihr Traum vom Glück wie ein Kartenhaus zusammen! Seit zwei Wochen ist die Trauer in Layla´s Leben eingezogen, denn sie vermisst Roth, den teuflischen Dämonen-Prinzen, der sein Leben für das von Zayne eintauschte und nun in der Feuerhöhle auf ewig verweilen muss. Nichts kann sie über ihren Verlust hinwegtrösten. So wird die ganze Sache noch zusätzlich erschwert, dass ihre Ersatzfamilie sie die ganze Zeit belogen hat, alte Gefühle beginnen wieder aufzutauen und der verschollene Prinz plötzlich zu ihrer Rettung eilt.

Denn das Schicksal hat andere Pläne und ehe sich alle versehen bricht auch schön die Hölle los!

 

Meine Meinung:

 

Der zweite Band der Dark Elements-Reihe wurde alle meiner Erwartungen gerecht. Sie stecht durch Spannung, Wendungen und Überraschungen hervor, fesselt den Leser in die Handlung und vor allem machten alle Charaktere auf ihre eigene Art einen Reifeprozess durch.

 

Das einzige was mich dieses Mal störte waren die langatmigen Momente bis die Handlung richtig an Fahrt aufnehmen konnte. So viel ist in der Zwischenzeit geschehen und es bedarf einige Zeit diese Geschehnisse in die Handlung einzubauen. Da hätte ich mir etwas Kürze gewünscht, aber dennoch Jennifer L´Armentrout weiß wie sie den Leser bei der Stange behält und ihm dennoch ein grandioses Lesevergnügen bereitet.

 

Layla war anfänglich etwas nervig und anstrengend. Es kam so rüber, als das nur sie traurige und schlechte Momente erlebt, und mit ihrer Trauer allein auf der Welt ist. Aber dann riss sie sich endlich zusammen und wurde mir direkt sympathisch. Auch sie entdeckt neue Seiten und Fähigkeiten an sich. Ihre anfängliche Stärke scheint sich immer mehr zu ihrer Schwäche herauszukristallisieren, aber dafür flammen neue Talente in ihr auf.

 

Roth ist charmant wie eh und je, auch wenn er erst einmal den riesen Mistkerl heraushängen lässt. Auch er hat aus seinen Fehlern gelernt und ist an diesen gereift.

 

Zayne ist und bleibt ein kleines Rätsel. Diesen Eindruck beschert er aber nicht nur dem Leser, sondern auch seinen Mitmenschen und ich glaube er selbst ist mit sich und der Situation auch nicht ganz zufrieden, und das zum Leidwesen aller Beteiligten.

 

Der Schreibstil ist wie im ersten Band flüssig, fesselnd und geht unter die Haut. Sie weiß mit ihrer Wortwahl zu spielen und zu begeistern, die Emotionen aufkochen zu lassen und die Spannung bis zum Zerbersten der Nerven zu steigern.

 

Das Cover ist dem ersten Band ähnlich, einzig die Farbwahl und das Symbol ist anders. Mir persönlich gefällt das schmutzige Rosa sehr gut und spricht mich mehr an als der grün Ton.

 

Fazit:

 

Band zwei hat zwar im Gegensatz zu seinem Vorgänger kleinere Schwächen vorzuweisen, dennoch konnte auch er mich begeistern und wurde meinen Erwartungen mehr als gerecht.

 

Source: www.harpercollins.de/buecher/young-adult/dark-elements-2-eiskalte-sehnsucht
Like Reblog Comment
review 2016-01-13 10:47
Ich bin verliebt
Beautiful Creatures - Margaret Stohl,Kami Garcia

Um „Beautiful Creatures“ bin ich ewig herumgeschlichen, bevor ich es endlich gekauft habe. YA Urban Fantasy bedeutet für mich immer ein recht hohes Risiko, wegen des Schnulzen-Faktors. Die Entscheidung für „Beautiful Creatures“ fiel dank Yvo – sie hat es gelesen und geliebt. Da sie einen recht anspruchsvollen Geschmack hat, war ich gewillt, ihr zu vertrauen und habe mich direkt für das hübsche Box-Set mit allen Bänden der „Caster Chronicles“ entschieden. Nichtsdestoweniger hielt ich meine Erwartungen im Zaum, denn ich wollte nicht enttäuscht werden.

 

Ethan Wate kann es kaum erwarten, seine Heimat, die Südstaaten-Kleinstadt Gatlin in South Carolina, zu verlassen. Er möchte die Welt sehen, will raus aus dem kleinen Kaff, in dem sich niemals etwas ändert. Drei Jahre und sein Schulabschluss trennen ihn noch von der Freiheit. Als Ethan am ersten Tag des neuen Schuljahres erfährt, dass die Stonewall Jackson High eine neue Schülerin hat, kommt er fast um vor Neugierde. Schließlich handelt es sich um die Nichte von Old Man Ravenwood, dem stadtbekannten Einsiedler und Sonderling. Auf den Anblick von Lena Duchannes war er jedoch nicht vorbereitet. Seit Wochen träumt Ethan Nacht für Nacht von einem fremden Mädchen – ein Blick in Lenas Gesicht genügt und ihm ist klar, dass sie das mysteriöse Mädchen seiner sehr realen Träume ist. Er fühlt sich unwiderstehlich von ihr angezogen. Fest entschlossen, herauszufinden, was sie verbindet, stürzt Ethan in eine Welt voller Geheimnisse, Magie, Licht und Dunkelheit und muss lernen, dass sich hinter der Südstaatenidylle Gatlins weit mehr verbirgt, als er je für möglich gehalten hätte…

 

Ich bin verliebt. „Beautiful Creatures“ hat mir unheimlich viel Spaß bereitet. Ich hätte nie gedacht, dass mich dieser Reihenauftakt so überzeugt. Das Buch ist charmant wie die Südstaaten selbst, mit einer reichen Geschichte und einem ganz besonderen Flair. Meiner Meinung nach kann man es ohne Weiteres zur Southern Gothic zählen, wodurch es für mich leuchtend aus dem Genre der Young Adult Urban Fantasy heraussticht. Kami Garcia und Margaret Stohl bieten ihren Leser_innen eine unwiderstehliche Mischung aus Vertrautem und Neuem, aus Spannung, Magie, Romantik und Witz. Um den Schnulzen-Faktor hätte ich mir nie Sorgen machen müssen, denn ich empfand die Liebesgeschichte zwischen Ethan und Lena als sehr süß, herzergreifend und unaufdringlich. Ich denke, das hat viel damit zu tun, dass es dieses Mal nicht die Perspektive des Mädchens ist, die die Leser_innen einnehmen. Ethan ist Protagonist und Ich-Erzähler seiner eigenen Geschichte, womit die beiden Autorinnen meinem Empfinden nach genau richtiglagen. Die männliche Sichtweise gibt den Ereignissen eine andere, erfrischende Dimension. Ethan hat eine angenehme, erstaunlich gefasste Art und Weise, zu erzählen. Da gibt es kein Gejammer, kein Geheule und keine ewig langen Monologe darüber, dass seine Angebetete perfekt und er selbst ihrer Liebe unwürdig ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass er distanziert oder nicht in der Lage wäre, Emotionalität auszudrücken. Er steht zu seinen Gefühlen, schämt sich ihrer nicht, ist aber trotzdem ein pragmatischer junger Mann, der die Dinge anpackt, die getan werden müssen. Mir hat das sehr imponiert. Außerdem fand ich seine Südstaaten-Manieren einfach köstlich und entzückend. Das Leben im Süden der USA folgt speziellen Regeln und Verhaltensnormen; diese Atmosphäre haben Garcia und Stohl hervorragend eingefangen. In Gatlin ist Geschichte heute noch so lebendig wie vor 150 Jahren, obwohl die braven Bürger_innen selbstverständlich nicht ahnen, wie viele Geheimnisse sich in den Stammbäumen ihrer Vorfahren verstecken. Ich kann mir keinen besseren Ort für eine magiegestützte Handlung vorstellen als diese fiktionale Kleinstadt.
Die Darstellung der Magie in „Beautiful Creatures“ ist prinzipiell nicht neu, doch die Autorinnen haben eine Möglichkeit gefunden, Altbekanntem einen frischen Anstrich zu verleihen. Die Welt der Caster bietet äußerst viel Potential; ich habe das Gefühl, dass noch zahlreiche Mysterien aufzudecken sind, die Ethan und Lena herausfordern werden. Ich glaube jedoch fest daran, dass sie gemeinsam alle Hindernisse überwinden werden, denn ihre Beziehung ist außergewöhnlich. Ich habe die beiden so gern begleitet, es war so schön, ihre zarten, jungen Gefühle für einander zu erleben. Ihre Liebe verschiebt Wolken und lässt Sonnenschein dort entstehen, wo er eigentlich nicht hingelangen kann. Ethan und Lena verkörpern einen Wunsch, den wir insgeheim wohl alle hegen: die Sehnsucht nach echter, wahrer Liebe. So dramatisch der Weg, der vor ihnen liegt, auch zu sein scheint und bereits im erste Band war, es hat mich wirklich glücklich gemacht, Zeugin so tiefer Empfindungen zu werden.

 

„Beautiful Creatures“ hat mir viel mehr geboten, als ich erwartet hatte. Ich bin in Ethans und Lenas Geschichte versunken und wollte gar nicht mehr auftauchen, weil mich einfach alles daran verzaubert hat. Liebe und Magie – was braucht es mehr, um einen tollen Young Adult Urban Fantasy – Roman zu schreiben? Kami Garcia und Margaret Stohl haben bewiesen, dass sie definitiv nur diese beiden Zutaten mit viel Herzblut und Kreativität vermischen mussten. Der Auftakt der Reihe „Caster Chronicles“ wirkte nicht ein einziges Mal angestrengt, übertrieben oder kitschig, sondern war meinem Empfinden nach voll und ganz stimmig. Mein Lesevergnügen war enorm und ich kann es kaum abwarten, den nächsten Band zu lesen.
Ich bin fest überzeugt, dass „Beautiful Creatures“ die richtige Lektüre für alle Fans der Young Adult Urban Fantasy ist und glaube darüber hinaus, dass es sogar denjenigen den Glauben an das Genre zurückgibt, die zu viele schlechte Erfahrungen damit machen mussten. Folgt Ethan und Lena nach Gatlin und seht, wie viel Magie diese Südstaaten-Kleinstadt zu bieten hat!

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2016/01/13/kami-garcia-margaret-stohl-beautiful-creatures
Like Reblog Comment
review 2015-12-23 09:12
Die Tränen flossen in Strömen
Was fehlt, wenn ich verschwunden bin - Lilly Lindner

Lilly Lindner wurde berühmt durch die Veröffentlichung ihrer Biografie „Splitterfasernackt“ im Jahre 2011. Zugegebenermaßen ist dieses Buch an mir völlig vorbeigegangen. Der Name Lilly Lindner schob sich erst in mein Bewusstsein, als ihr neuster Roman „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ durch die Blogs tingelte und in höchsten Tönen gelobt wurde. Die Begeisterung der Blogger_innen war so groß, dass ich entschied, es lesen zu wollen, obwohl ich Bücher zum Thema psychische Erkrankungen mittlerweile eher meide. Was mich überzeugte, war, dass es sich bei diesem Buch um einen Briefroman handelt und Lindner die Perspektive einer Angehörigen einnimmt.

 

Für die 9-jährige Phoebe ist ihre große Schwester das Zentrum ihrer Welt. Niemand versteht sie so wie April. Doch nun ist April fort. Ihre Eltern haben sie in eine Klinik gebracht, weil sie krank ist. Phoebe versteht nicht, was Magersucht eigentlich bedeutet, aber sie spürt sehr genau, dass die Krankheit ihre Familie zerreißt. Allein mit Millionen Fragen tut sie das einzige, das ihr einfällt, um mit der Sehnsucht nach ihrer Schwester fertig zu werden: sie schreibt April Briefe. Obwohl sie niemals eine Antwort erhält, schickt sie fast täglich Worte hinaus in die Stille. Denn nur die Worte ermöglichen es Phoebe, die Leere, die April hinterlassen hat, einen kurzen Moment zu ertragen.

 

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ ist das emotionalste Buch, das ich 2015 gelesen habe. Lilly Lindner ist eine beeindruckend talentierte Schriftstellerin, die eine extreme Nähe zu ihren Figuren erzeugt und auf diese Weise eine starke emotionale Resonanz provoziert. Ich konnte gar nicht verhindern, dass die Tränen in Strömen flossen. Es tat einfach so weh, diese Briefe zu lesen. Die Geschichte der beiden Schwestern hat mir wieder und wieder das Herz gebrochen. Ich wusste bereits vorher, dass Lindner nicht nur Phoebe eine Stimme verleiht, sondern auch April, doch darauf, wie intensiv ihre Verbindung ist und wie sehr sie einander in ihrer dysfunktionalen Familie brauchen, war ich nicht vorbereitet. Die beiden Mädchen sind hochintelligent und zutiefst missverstanden. Ihre Eltern sind von ihrer Intelligenz so eingeschüchtert, dass sie sie wie eine Krankheit behandeln. Sie sind überfordert und beschneiden die Kreativität ihrer Töchter, statt Phoebe und April angemessen zu fördern. Sie erwarten von ihnen, dass sie sich wie „normale“ Kinder verhalten. April ist unter dem Druck, ihren Erwartungen gerecht werden zu müssen, zerbrochen. Ihre Magersucht ist ein verzweifelter, stummer Hilferuf, den ihre Eltern sich meiner Meinung nach schlicht weigern zu sehen. Sie interessieren sich nicht dafür, warum April nicht isst und verschwenden ihre Zeit lieber mit fruchtlosen Anschuldigungen. Dabei ist ihre Art, April zu behandeln, nur ein Ausdruck ihrer eigenen Hilflosigkeit und Ohnmacht. Sie wissen nicht, wie sie auf ihre Tochter eingehen sollen und reagieren deshalb mit Wut. Sie stellen die falschen Fragen – wie könnte April ihnen einleuchtende Antworten geben? Phoebe ist die einzige, die April erreicht, doch Phoebe ist ein Kind. Weder ist es ihre Aufgabe, April zu retten, noch ist sie stark genug, das volle Gewicht von Aprils Traurigkeit zu tragen.
„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ ist ein großartiges Buch, das mich emotional sehr mitgenommen hat, alle Dämme in mir brach und definitiv eine hohe Wertung verdient. Dennoch bin ich froh, dass zwischen dem Lesen und dieser Rezension etwa zwei Wochen lagen, in denen ich Zeit und den nötigen Abstand erhielt, diese gefühlvolle Geschichte objektiv zu betrachten. Je länger ich das Buch gedanklich sezierte, desto deutlicher wurde, dass mich aller Betroffenheit zum Trotz irgendetwas störte. Ich musste tief in mich gehen, um herauszufinden, über welche Kante ich immer wieder stolperte. Mein Problem mit „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ ist folgendes: ich sollte heulen. Ich hatte keine andere Wahl, als Mitleid mit Phoebe und April zu haben und Wut für ihre Eltern zu empfinden. Ich fühle mich von Lilly Lindner emotional manipuliert. Das Buch drückt absichtlich und wenig subtil auf die Tränendrüse. Es gestand mir sehr wenig Raum für eigene Gedanken und Gefühle zu; stattdessen habe ich vermutlich genau und ausschließlich das empfunden, was Lilly Linder von mir erwartete. Ich fühlte mich seelisch in eine Ecke gedrängt, als würde mich Lindner zwingen, so und nicht anders zu empfinden. Meines Erachtens nach hat sie deswegen auch darauf verzichtet, die hässliche, psychische Fratze der Anorexia nervosa zu zeigen. All der Zorn und die Zerrissenheit, die ich von einem magersüchtigen Teenager erwarten würde, fehlen April. Da ist kein Selbsthass, kein Selbstekel, keine einzige Empfindung, die für Leser_innen potentiell unverständlich sein könnten, sodass die Sympathie für sie ungetrübt bleibt. Ich verstehe zwar, warum es Lindner wichtig war, dass April in einem positiven Licht erscheint, doch ich fand das Bild des armen, missverstandenen, lieben Mädchens ohne Fehl und Tadel etwas einseitig und nicht völlig glaubhaft.

 

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ habe ich auf verschiedenen Ebenen meines Ichs unterschiedlich wahrgenommen. Emotional war dieses Buch ungeheuer verstörend; intellektuell fielen mir ein paar kleine Makel auf. Trotz dessen ist es für mich nicht im Geringsten schwierig, eine Bewertung festzulegen, denn die Gefühlsebene ist der objektiven, analytischen Ebene gegenüber immer dominant. Wenn mich ein Buch so zum Weinen bringt wie dieses, muss sich das einfach in der Anzahl der Sterne niederschlagen.
Solltet ihr mit dem Gedanken spielen, „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ zu lesen, muss euch klar sein, dass das kein Spaziergang wird. Es wird weh tun. Es wird euch aber auch eine Krankheit näherbringen, die bis heute stigmatisiert und tabuisiert wird.
Ich für meinen Teil nehme aus diesem Buch vor allem eines mit: tiefe Dankbarkeit für meine wundervolle, unterstützende Familie.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2015/12/23/lilly-linder-was-fehlt-wenn-ich-verschwunden-bin
More posts
Your Dashboard view:
Need help?