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review 2017-11-14 06:50
Ein toller Start in Colorado
Die Perlenschwester: Roman - Die sieben Schwestern 4 - - Lucinda Riley,Sonja Hauser

Inhaltsangabe

Die neue Serie aus der Welt der »Mythos Academy«!

Mit ihrer »Frost«-Reihe begeisterte Jennifer Estep unzählige Fans in Deutschland. Doch ist der Kampf gegen Lokis Schnitter wirklich vorüber? Auf der Mythos Academy in Colorado geschehen besorgniserregende Ereignisse, aber nur wenige erkennen die Zeichen. Rory Forseti ist eine von ihnen. Trotz ihres jungen Alters hat sich die Spartanerin bereits im Kampf gegen Loki bewiesen. Dennoch ist sie eine Außenseiterin an ihrer Schule, denn ihre Eltern waren Schnitter – Verbrecher im Dienste Lokis. Rorys Vorsätze, endlich Freunde zu finden, werden über den Haufen geworfen, als sie Zeugin eines Mordes wird. Und wie sich herausstellt, stecken auch noch Lokis Schergen dahinter! Rory kann nicht zulassen, dass erneut Menschen durch die Schnitter leiden. Als eine Spezialeinheit sie für den Kampf gegen den Feind rekrutiert, gibt es für Rory kein Zurück mehr. 

 

Meine Meinung 

Nie hätte ich damit gerechnet, dass Jennifer Estep mit dieser Grundidee nochmal in die Vollen greifen würde. Nun geht es von der Mythos Academy in North Carolina zu der bereits bekannten Academy in Colorado. Bereits im Buch „Frostfluch“ mochte ich dieses kühle Setting, mit seinen Holzelementen und nordischen Gottheiten sehr gerne.

Absolut gern war ich mit Rory und den Greifen an den Eir-Ruinen.

 

Auch die neue Prota, Rory Forseti kenne ich bereits als Gwens Cousine, der sie bei dem entscheidenden Kampf gegen Loki zur Seite stand.

Anfänglich glich mir dieser Reihenauftakt zu sehr dem Reihenauftakt um Gwen. Rory alias Gwen, Rory’s Tante Rachel nahm die Rolle von Gwen’s Großmutter ein und dann begegnet auch Rory an ihrem ersten Tag nach den Ferien einen mysteriösen und gutaussehenden Jungen.

 

Aber die Autorin ließ diese Gemeinsamkeiten Gott sei Dank im Sand verlaufen. Sobald der Mord passierte und Rory der neuen Gefahr gegenüberstand, konnte man merken, dass Estep einen anderen Weg nimmt.

Toll finde ich die Idee der Spezialeinheit namens Midgard.

Dieses Wort hat in der Mythologie eine tolle Bedeutung und passt perfekt.

 

Natürlich lernen wir durch diese Gruppe neue Schüler und Lehrer kennen.

Team Midgard besteht aus dem Samurai Takeda, dem Wikinger Ian, dem Römer Mateo und der Walküre Zoe. Wie mir bereits der Kreis um Gwen Frost sehr gut gefiel, so konnte ich auch hier gleich jeden Charakter ins Herz schließen. Vor allem Ian, der anfänglich stark gegen Rory ist, hat in diesem Band seine ganz eigene Geschichte zu erzählen.

 

Die neue Gefahr im Leben der Mythos Academy Schüler ist eine neue Art von Wesen und ein Mann namens Sisyphus. Wer ist er? Wer sind seine Helfer? Schüler dieser Schule? Was will er?

Natürlich sind die überlebenden Schnitter wieder auf der Jagd nach einem Artefakt. Sehr schnell fasst das Team Midgard jemanden ins Auge, der die Verbindung zu Sisyphus darstellen könnte.

 

Und dann kommt Schwung in die Geschichte. Die Bösewichte zeigen sich. Erste Kämpfe werden ausgetragen und es gibt Verletzte und Tote.

 

Am Ende des Buches gibt es sogar ein kleines Wiedersehen mit Gwen.

Allerdings wünsche ich mir für die Fortsetzung der Reihe, dass Rory als Charakter vorherrschend auftritt. Der Auftritt der Heldin Gwen stellte ihre Cousine Rory wieder ein wenig in den Schatten, das fand ich schade.

 

Mein Fazit

Es war mir eine Ehre, wieder an einer Mythos Academy zu sein.

Mir gefällt der Standort in Colorado noch besser und auch Rory und ihr Team Midgard gefallen mir sehr. Für die Folgebände erhoffe ich mir, dass sie sich weiterhin hinsichtlich der Story von der bekannten Reihe entfernt und weiterhin spannende Geschichte, viel Mythologie und Action vorkommen werden.

 

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review 2017-11-06 19:53
Die kleinen besonderen Dinge
Das Glück an Regentagen - Marissa Stapley,Katharina Naumann

Inhaltsangabe

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.
Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?

 

 

Meine Meinung 

Das Cover konnte mich von Anfang an total begeistern und daher werde ich dieses Buch auch nicht aus den Händen geben.

Vielleicht lese ich es in ein paar Jahren ein zweites Mal und empfinde den Inhalt des Buches ganz anders.

 

Aber nun von vorne. Neben dem Cover finde ich den Klappentext unheimlich gut gewählt. Er macht aufgrund der Erwähnung von Geheimnissen neugierig, diese aufzudecken und auch das Setting, Alexandria Bay mit seinen Inseln konnte mich gleich begeistern. Ein weiterer gut gewählter Punkt ist der Erscheinungstermin des Romans. Kann ich immer sehr schwer nachvollziehen, warum im September schon so viele Winter-/Weihnachtsbücher im Buchhandel einziehen, so finde ich, passt „Das Glück an Regentagen“ perfekt in den Herbst. Sowohl Titelbild, als auch Inhalt können diese hübsche Jahreszeit widerspiegeln.

Und dann kommen wir auch schon zu meinem Highlight.

Über jedem Kapitel befindet sich ein Satz, der Dinge nennt, die man an Regentagen tun kann. Im Buch handelt es sich hier um eine Liste, welche Virginia, Mae’s Mutter geschrieben hat.

 

„Tu für jemand anderen etwas Nettes – selbst wenn es nur etwas Kleines ist. Manchmal sind die Menschen traurig, wenn es regnet.“ (S. 100)

 

Mae sollte sich diese Liste immer bei Regentagen vor Augen führen. Dass diese Liste so in den Roman eingearbeitet wurde, finde ich klasse.

 

„Geh spazieren. Im Regen? Unbedingt. Es macht ungeheuren Spaß, im Regen spazieren zu gehen, wenn man aufhört, darüber nachzudenken, dass man nass werden könnte.“ (S. 121)

 

Warum es mein Highlight ist?

Manche Sätze sind zwar eindeutig auf Alexandria Bay und deren Umgebung ausgelegt, aber nicht alle! Und auch ich verkrieche mich bei Regen gern drinnen.

Wieso nicht rausgehen und es genießen?

Einige Punkte möchte ich gerne umsetzen.

Regen, du kannst kommen!

 

„Tanze im Regen.“ (S. 213)

 

Die Grundidee des Buches fand ich gut, aber meiner Meinung nach ging das Buch in eine andere Richtung, als von mir erhofft. Dies mag Geschmackssache sein, daher möchte ich den Inhalt keineswegs schlecht reden.

Mae verliert in jungen Jahren ihre Eltern.

Ihre große Liebe Gabe lässt sich einfach zurück.

Als sie nach 10 Jahren heimkehrt, ist ihr Großvater bei ihrer Großmutter ausgezogen.

Hat sie in der Gegenwart auf weniger Probleme gerechnet, zeigt die Autorin auf, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Auch in der Gegenwart heißt es für Mae nicht genießen, sondern kämpfen.

Sie kämpft um die Liebe und um ihre Familie.

 

„Irgendwann wird der Regen aufhören, dass tut er immer. Warte einfach ab, wenn du zu nichts anderem Lust hast. Schau einfach hinaus und warte.“ (S. 291)

 

Der Titel „Das Glück an Regentagen“ fand sich meiner Meinung nach wirklich eher in den Regentagen-Tipps wieder, als in der Geschichte selbst.

Glück spielt schon eine Rolle, aber die Regentage wurden hier eher sinnbildlich für die schlechten Tage im Leben dargestellt.

 

Zum Ende hin konnte mich die Autorin noch mit der Message des Buches zufriedenstellen. Diese Geschichte wird nicht nur erzählt. Hinter der Geschichte steckt einiges an Bedeutung und das finde ich gut. Der Epilog war mir zwar zu weit hergeholt, aber er spricht wahre Worte, über die jeder Leser und jede Leserin ein paar Minuten drüber nachdenken sollte.

____________________________________________________________

 

Da ich in meinen Rezensionen auch immer auf die Punkte eingehe, die mir persönlich nicht so gefallen haben, möchte ich das an dieser Stelle tun.

Das Thema Geheimnisse wurde mir von der Autorin zu oberflächlich angekratzt. Auf einiges wurde nur nebenbei eingegangen, andere Sachen wurden für mich viel zu schnell verraten. Gerade den Part um Mae’s Großmutter Lilly fand ich schwach. Da hätte Marissa Stapley viel mehr rausholen können. Vor allem an Emotionen waren mir diese Teile des Buches zu verarmt.

Emotionen kamen für mich in diesem Buch allgemein zu kurz.

Mit Verlusten wurde nicht realitätsnah umgegangen und das fand ich sehr schade.

Dieser nicht nachvollziehbare Umgang mit Gefühlen kann ich sowohl auf Mae, als auch auf ihren Großvater beziehen.

 

Mein Fazit

Das Romandebüt von Marissa Stapley wird mir nicht unbedingt wegen der Story im Gedächtnis bleiben, aber auf jeden Fall bleibt es immer ein traumhaft schöner Anblick und für mich zählen, die kleinen Dinge im Buch. Die Liste „was man an Regentagen tun kann“ hat mein Herz berührt und auch die wichtigen Sätze, die man aus dem Buch am Ende mitnimmt, machen dieses Buch lesenswert.

Hier sollte wohl jeder einen eigenen Versuch wagen und sich sein eigenes Urteil bilden.

Ich würde mich freuen, wenn weitere Bücher der Autorin übersetzt werden.

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review 2017-11-01 15:50
Fesselnd bis zum Schluss
Schattenbrandung: Thriller Neuerscheinungen 2017 (books2read) - Sascha Lemon

 

Inhaltsangabe

Ein gewaltiges Unwetter fegt über die schottische Küstenstadt Groom hinweg und bringt Unheil über Lenas Familie: Ihre Teenagertocher Jenna verschwindet spurlos, ihr Mann scheint vor rasender Trauer fast blind, und ihr Sohn wird durch die Geschehnisse noch tiefer in einen Strudel aus Sucht und Schuld getrieben. Verzweifelt versucht Lena herauszufinden, wo und mit wem ihre Tochter zuletzt gesehen worden ist. Doch ihre einzige Spur ist ein dunkler Schatten draußen an den sturmumtosten Felsen der Dragonfalls-Bucht.

 

Meine Meinung 

Um diese Frage dreht sich dieses Buch von der ersten bis fast zur letzten Seite.

Wer also bei einem Thriller auf einen gelungenen Spannungsbogen hofft, ist hier sehr gut bedient. Der Autor gab nichts preis und fügte im Verlauf der Geschichte immer neue Rätsel hinzu, die den Leser bis zum Ende im Dunkeln tappen lassen.

 

Neben einem gelungenen, fesselnden Spannungsbogen brauch ein Thriller für mich ein ansprechendes Setting. Schottland während eines Unwetters und eine mysteriösen Bucht waren für mich beim Lesen des Klappentextes schon Ausschlag genug, dieses Buch lesen zu wollen.

 

Einen Hauptcharakter gibt es in diesem Thriller nicht.

Nach meinem Empfinden steht die komplette Familie Kastor, welche von Hamburg nach Schottland ausgewandert ist, im Fokus. Durch den sehr häufigen Perspektivwechsel lernt man jede Figur mit seinen Gedanken und Handlungen nach und nach kennen. Wer hier auf eine glückliche Familie hofft, deren 17-jährige Tochter verschwindet, wird allerdings enttäuscht. Das Familienleben der Kastors steht alles andere, als unter einem guten Stern.

Die Ehe zwischen Lena und Jo Kastor steht auf der Kippe.

Dies erschwert nur die gemeinsame Suche nach Tochter Jenna.

Wieso ist Jenna davongelaufen?

Lag es am Streit mit ihrer Mutter, weil diese ihr eine Party untersagte?

Ist es wegen diesem Typen Todd, den Jenna’s beste Freundin Amy ins Spiel bringt?

 

Mit dem Gedanken, dass sie Jenna schnell aufspüren werden, vermeiden es die Eltern ihrem Sohn über das Verschwinden seiner Schwester zu informieren und beschwören so einen erneuten Familienzwist herauf.

Eric Kastor selbst hat in Edinburgh allerdings seine eigenen Probleme. Ihm wird alles zu viel. Studium, Praktikum, Nebenjob, wie soll er das alles nur unter einen Hut bringen?

 

Dass dieses Buch so sehr auf die einzelnen Charaktergeschichten eingeht, hätte ich nicht vermutet, und dennoch bin ich vollends begeistert. In dieser Familie kann jeder eine Geschichte erzählen. Die einzelnen Probleme fand ich nebenbei sehr realitätsnah und überhaupt nicht aus der Luft gegriffen.

Einerseits ist man gespannt, andererseits macht man sich weiterhin Gedanken über den Verbleib von Jenna.

 

Diese hat einen ganz kurzen Part zu Beginn des Buches. Ich hatte fest damit gerechnet, dass ich bei jedem Umblättern wieder auf ihre Perspektive stoße, aber der Autor lässt den Leser total im Dunkeln, denn es bleibt bei diesem einen kurzen Kapitel aus ihrer Sichtweis und erhöht die Spannung ungemein.

 

Und dann bringt der Autor eine weitere sehr interessante Idee in diese Geschichte ein. Er verbindet die Story um Jenna und ihren Eltern mit einem Unglücksfall vor 20 Jahren. Schaurig, spannend und fesselnd zugleich.

 

Irgendwann geht jedes Buch zu Ende und als Leser erhofft man sich natürlich ein annehmbares, zufriedenstellendes Ende. Sascha Lemon konnte mich auf den letzten Seiten wirklich begeistern. Ich würde so gern aussprechen warum, aber das müsst ihr selbst erfahren. Ich kann es einfach nicht vorweg nehmen.

 

Mein Fazit

Sascha Lemon konnte mich mit seiner spannenden Geschichte um die individuellen Probleme der Familie Kastor und dem Verschwinden deren Tochter Jenna total fesseln. Weil er immer wieder neue Fragen aufwirft und mit einem sehr leserfreundlichen Schreibstil aufwartet, hatte ich keine Chance, dieses Buch aus den Händen zu legen. Ein packender Thriller vor perfekter Kulisse.

Absolute Leseempfehlung!

 

 

 

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review 2017-10-22 10:42
Ein spannendes Katz- und Mausspiel
Dahmer ist nicht tot: Thriller - Elizabeth Steffen,Edward Lee

Inhaltsangabe

Hat Dahmer seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht?

Im Juli 1991 fasste die amerikanische Polizei einen der teuflischsten Serienmörder der Geschichte – den Kannibalen Jeffrey Dahmer. Drei Jahre später wurde er im Gefängnis von einem anderen Insassen erschlagen...
Doch kurz nach dem Begräbnis beginnt eine weitere kannibalistische Mordserie.

 

 

Meine Meinung 

Für dieses Buch haben sich der Horrorautor Edward Lee und die Serienkillerexpertin Elizabeth Steffen zusammengetan. Von vornherein war ich sehr gespannt auf diese Story, da Lee uns doch immer wieder mit seinen übernatürlichen Szenen überrascht. Hier arbeitet er aber mit einer Frau zusammen, die Tatsachen kennt und diese im Buch verarbeitet.

 

Sich als Serienkillerfan zu bezeichnen, ist immer etwas schräg, aber ja, ich finde dieses Thema unheimlich interessant und von mir aus könnten mehrere Bücher mit dieser Grundidee erscheinen. An Serienkiller mangelt es nicht und viele Geschichten lassen sich zu einem spannenden Thriller verarbeiten. So auch diese von Kannibalen Jeffrey Dahmer.

 

Das Buch beginnt im Jahr 1991, J.D. wird geschnappt, inhaftiert und 1994 von einem Mithäftling erschlagen. Bis hier alles ganz logisch und auf realen Fakten basierend. Wie man sich vorstellen kann, wurden und werden Leichen von Serienkillern mit besonderer Hingabe und Obacht obduziert. Die Gehirne werden genauestens untersucht, um bestimmte Merkmale und Auffälligkeiten zu bestimmen. In J.D.‘s Fall übernimmt das Tom. Pathologe und der aktuelle Lover der Ermittlerin Helen Closs. Übel zugerichtet und kaum zu erkennen, steht dennoch aufgrund von Zahnabdrücken und DNA fest, auf dem Leichentisch liegt Jeffrey Dahmer. Er ist tot!

 

Von der Geschichte abheben tun sich immer wieder kursiv geschriebene Parts, welche „vom Jungen aus Bath“ handeln. Wer sich ein wenig mit J.D. auskennt, weiß, dass er dort ein paar Jahre mit seiner Familie gelebt hat.

Wer erzählt diesen Part?

J.D. ist tot?

Ein Nachahmer?

Oder ist Dahmer gar nicht tot?

 

Diese Fragen haben mich fast durch das gesamte Buch begleitet, was ein absoluter Pluspunkt ist. Denn ich bleibe sehr gern im Ungewissen. Beim Lesen ärgert man sich zwar, dass einem der Durchblick fehlt, aber das Autorenduo hat die Story perfekt zum Ende getrieben.

 

Während wir als Leser noch über den Jungen aus Bath rätseln, taucht im Buch eine Leiche auf. Jedoch ist es nicht nur eine Leiche. Ein Mann, homosexuell und es fehlen Partien aus dessen Extremitäten. Kannibalistische Züge.

Kommt uns das nicht bekannt vor?

Auch Helen Closs wird sofort stutzig. Und dann dieser Brief. Unterschrieben mit „Mit freundlichen Grüßen, Jeffrey Dahmer“.

Das kann nicht sein?

Oder doch?!

 

Die Abschnitte, in denen man mehr von Dahmer erfährt, seinen Taten und seinen üblichen Vorgehensweisen, fand ich sehr interessant und diese schreibe ich Elizabeth Steffen zu. Sobald jedoch eine Leiche auftaucht, kann man die Gedanken von Edward Lee herauslesen. Dieser Mix hat mir echt gut gefallen. Man merkt, wie sich beide Autoren in diesem Buch ausgelebt haben.

 

Vor allem die Ungewissheit auch auf Seiten des Lesers, war es, die das Buch hinsichtlich Tempo und Spannung nach vorne getrieben hat.

Man war gewillt weiterzulesen, um endlich ein wenig Licht in dieses wirre Spiel hineinzubringen.

 

Der Showdown war gut. Total überraschend, mit einem zufriedenstellenden Ende.

Dieses Mal ganz ohne typische Edward Lee Merkmale.

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Da das Autorenduo immer wieder Spitzen zu der in psychologischer Behandlung befindlichen Helen anführte, hat es mir am Ende doch an einigen Erklärungen zu ihrer Person gefehlt. Sie ist ein interessanter Charakter, aber das Warum ist sie so wie sie ist, habe ich vermisst.

 

Und auch hinsichtlich Action kann die Mitte des Buches nicht ganz mit dem Anfang und dem Ende mithalten. Lesen tut es sich trotzdem spannend. Also absolut keine langweiligen Parts.

 

Mein Fazit

Mit „Dahmer ist nicht tot“ sprechen die beiden Autoren ein Thema an, welches den Leser ganz schön ins Grübeln und auch ins Schwitzen bringt. Dieses Verwirrspiel, ob er nun tot ist oder doch lebt, fand ich klasse und es hat mich sehr gut unterhalten. Highlight für mich diese auf realen Fakten basierende Grundidee in solch eine Story zu verpacken.

Absolute Leseempfehlung, vor allem für alle Serienkillerfans.

Kleiner Tipp noch an alle Festa-Leser. Dieses Buch kommt super ohne viel Blut und Sex aus.

Das Autorenduo darf sich übrigens gern noch einmal zusammensetzen.

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review 2017-10-16 18:25
Ein sehr geheimnisvoller Reihenauftakt
Dunkelfall: Die Verlorenen - Robert & Sarah Glas

Inhaltsangabe

Als Liam Weston, ein abgehalfterter Musiker, in einem Gewittersturm die völlig durchnässte und verängstigte Cara findet und ihr Unterschlupf gewährt, kann er nicht ahnen, dass ihre Begegnung sein Leben für immer verändern wird. Verfolgt vom mysteriösen Mann in Blau, treten die beiden eine Flucht ins Ungewisse an, die sie nach Fallen Mountain führt, dem Ort, von dem Liams schlimmste Albträume handeln und an dem er als Kind beinahe sein Leben verlor.

Bald muss er erkennen, dass Caras und seine eigene Vergangenheit eng verknüpft sind und sich ihre Wege nicht per Zufall gekreuzt haben. In einer Welt, in der Magie plötzlich zu Realität wird, sehen sich ein Mann ohne Zukunft und eine Frau ohne Vergangenheit gezwungen, um mehr als nur ihrer beiden Leben zu kämpfen.

 

Meine Meinung

Diesen ersten Roman des Autorenduos Robert und Sarah Glas durfte ich schon vor Erscheinen testlesen und von vornherein war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Ich lese nicht allzu oft im Genre Fantasy, aber verirre mich gern immer mal wieder in andere Welten. Habe ich anfänglich noch versucht der Geschichte mit normalem Verstand zu folgen, wurde mir sehr schnell klar, dass die Autoren hier eine andere, sehr geheimnisvolle Welt erschaffen haben, welche Parallelen zu unserer Welt aufweist und dennoch ganz anders ist.

 

Viele Stichwörter, wie zum Beispiel der Mann in Blau, das verbotene Land oder auch der Ausspruch „Die Narren tanzen im goldenen Licht“ konnten von Anfang an eine spannende Atmosphäre erschaffen. Natürlich hatte ich auch dementsprechend viele Fragen im Kopf während des Lesens, aber die Autoren konnten ein sehr gelungenes Fortlaufen der Story gestalten, welches meiner Meinung nach mit einem steigenden Spannungsbogen einhergehen konnte.

 

Auch die Darstellung der beiden Hauptcharaktere Liam und Cara konnte mich mit dem Wachsen der Geschichte fesseln. Wie im Klappentext bereits erwähnt, führt ein Zufall die beiden zusammen. Der Mann mit der ungewissen Zukunft und die Frau mit der verlorengegangenen Vergangenheit.

Wenn ich mich für einen Part entscheiden müsste, konnte mich Cara’s Geschichte noch ein wenig mehr begeistern. Vor allem zum Ende hin, als sich viele Fäden zusammenspinnen ließen.

Beide haben ihre eigene interessante Geschichte zu erzählen und ich mochte es sehr wohin mich das Autorenpaar geführt hat.

 

Liam stellt sich seiner Vergangenheit, da er für sich keine Zukunft sieht, wenn er sich dieser nicht stellt. Kennt er Cara noch gar nicht lange, ist sie der Grund, der ihn antreibt. Denn Cara will zu ihrem alten Ich zurückfinden. Was ist mit ihr passiert, dass sie sich an nichts erinnern kann? Was hat es mit dem Mann und dem weißen Raum auf sich?

Hier zählt wohl das Motto: zusammen sind wir stark.

Beide stellen sich ihren individuellen Schatten.

 

Neben den gut ausgearbeiteten Charakteren konnte mich auch das Setting begeistern. Meiner Meinung nach konnte mich dieser Punkt auch am meisten in den Bann ziehen. Es wurde düster beschrieben. Eine Welt, die mich aufgrund der Menschen und verschiedener städteähnlicher Konstellationen an unsere Welt erinnerte und dennoch ein völlig anderes Bild in meinem Kopf erschaffen konnte.

 

Lesetechnisch habe ich das Buch zwar im Korrekturmodus gelesen, das heißt es vielen noch einige Korrekturen an, aber ich hatte dennoch keine großen Schwierigkeiten in einen Lesefluss zu kommen. Der Schreibstil und auch die stilistischen Mitteln fand ich völlig angebracht für diese Story. An dieser Stelle bin ich immer wieder begeistert, wie es zwei Personen gelingt an einem Buch zu arbeiten.

Ich kann es mir unheimlich schwer vorstellen, da sich meiner Meinung nach doch zwei verschiedene Stile vermischen. Hier ist es gelungen und bei solchen Werdegängen würde ich zu gerne mal hinter die Kulissen schauen.

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Zu meckern habe ich an dieser Stelle nichts, dennoch bleibe ich meinem Bewertungssystem treu und verbleibe noch etwas verhalten.

Meine Begründung liegt darin, dass ich bei Reihen einen sehr großen Wert darauf lege, dass Autoren einen gelungenen Reihenauftakt spannend fortsetzen. Einige Fragen sind für mich noch nicht geklärt, was bei einer mehrteiligen Reihe positiv ist, aber in einem Folgeband erwarte ich dann weitere Auflösungen, eine fortführende interessante Grundidee und vor allem wieder diese gewisse Atmosphäre.

Einzelne Reihenbücher bewerte ich also einzeln mit Option nach oben.

Ist eine Reihe beendet werde ich diese auch nochmal im Gesamten bewerten.

 

Mein Fazit

In diesem Reihenauftakt von Robert und Sarah Glas macht ihr euch mit Liam und Cara auf eine Reise ins Ungewisse. Verfolgt beide bei der Aufarbeitung ihres bisherigen Lebens, bei dem Herausfinden der vielen Geheimnisse um ihre Person und macht euch bereit auf das was kommen wird.

Für alle Leser, die gerne in fremde Welten abtauchen und gerne Geheimnissen gegenüberstehen, spreche ich hier eine Leseempfehlung sowohl für jugendliche, als auch für erwachsene Leser aus.

Ich bin angetan von der Geschichte und bin sehr gespannt, wie diese Reihe fortgesetzt wird.

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