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review 2017-11-07 21:25
Rezension | Stephen King/Richard Chizmar: Gwendys Wunschkasten
Gwendys Wunschkasten - Stephen King,Richard Chizmar,Ulrich Blumenbach
Gwendys Wunschkasten ist eine Zusammenarbeit zwischen Stephen King und Richard Chizmar, eine Herausgeber von dark-fantasy- und Horror- Geschichten.  Die Kurzgeschichte hat knapp 125 Seiten und erzählt die Geschichte von Gwendy, - ein Mix aus Gwendolyn und Wendy, - die mit 12 Jahren von einem fremden Mann einen kleinen Kasten mit besonderen Fähigkeiten bekommt. 
 
Gwendy ist zu Beginn stark übergewichtig, hat sich jedoch vorgenommen vor dem Wechsel auf die höhere Schule Gewicht zu verlieren. Dazu rennt sie jeden Tag die Stufen der „Selbstmord-Treppe“ hinauf zum Castle-View. Dort trifft sie einen Mann, der sie erst eine ganze Weile beobachtet, und ihr eines Tages einen Kasten schenkt. Einen Kasten, mit Hebeln und Knöpfen, der nun Gwendy ganz allein gehört. 
 
Für Stephen-King-Kenner: Die Geschichte spielt in Castle Rock, größere Anspielungen auf andere Werke dort konnte ich allerdings nicht erkennen. 
 
Die Idee hat Potential. 
 
Es wird nicht genutzt. 
 
Der Kasten, der wertvolle Silberdollar ausspuckt und kleine Schokoladentiere, die einem die Lust auf weitere Süßigkeiten nehmen, hat neben diesen eher harmlosen Funktionen eine weitaus bedrohlichere Funktion. Es geht um nichts anderes als die Möglichkeit die Welt zu zerstören. Außerdem bewirkt der Kasten Dinge im Leben seines Besitzers, wenn dieser ihn in Ruhe lässt. Eine furchtbare Macht, mit einem nicht zu verachtenden Vorteil. In der Hand eines Kindes. 
 
Das Problem bei dieser Geschichte ist, dass die Idee nicht ausgespielt wird. Das ganze Buch ist hauptsächlich nur … nett. Es gibt keine nennenswerten Konsequenzen, und die Autoren King und Chizmar schaffen es die negativen am Ende auch noch zu verneinen. Die einzige Reibungsfläche der ganzen Geschichte wird am Ende weg-erzählt. Selbst der Höhepunkt ist unspektakulär, weil Gwendy als Charakter eine Katastrophe nicht mehr tragen kann, als dass es mich angemessen berühren würde. 
 
Es mag von mir als Leser oberflächlich sein, aber ich fühle mehr mit Menschen mit, die es anderweitig schwer haben, als mit Menschen, bei denen ich weiß, dass sie am Ende ganz sicher wieder auf den Füßen landen. Die Tragik verliert ihr Gewicht. 
 
Gwendys Wunschkasten ist eine nette Geschichte. Mehr nicht. 
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review 2017-11-07 18:56
Rezension | Iain Reid: The Ending
The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum: Psychothriller - Iain Reid,Eberhard Kreutzer,Anke Kreutzer
Meiner Kollegin fiel das Buch beim Einräumen im Laden auf und sie drückte es mir in die Hand mit den Worten: Schau mal, das klingt gut! Pause gehabt, Buch mitgenommen um ein bisschen darin zu schmökern. 30 Seiten später hatte ich es gekauft. 
 
Dies ist eines der Bücher, bei dem du am besten kein Wort über den Inhalt verlierst. Du musst es total blind lesen, am besten völlig unvoreingenommen, damit es seine Wirkung entfalten kann. Ähnlich wie wenn man „Psycho“ von Hitchcock zum ersten Mal sehen will oder „Die üblichen Verdächtigen.“ Je weniger man weiß, desto mehr Spaß machte es die Geschichte zu erleben. 
 
Die Atmosphäre ist der größte Pluspunkt. Kanada. Eisige Weiten. Eine lange, dunkle Nacht. Kaum Ablenkungen oder Nebenfiguren. Es zog mich richtig in seinen Bann und die Figuren, die Orte, der Stil, die Dialoge, die Brüche, all das spielt wunderbar zusammen. 
 
Der Stil hat etwas von einem Protokoll. Knapp, kurze Sätze. Prägnant. Das kann steril wirken, doch der Autor bringt die Gedanken und Handlungen seiner Figuren so auf den Punkt und schildert die Geschehnisse so in einer intensiven Präzision, dass dieser Stil dazu beiträgt mich als Leser mehr in die Geschichte hinein zu ziehen. Es müsste kalt und steril wirken; tut es aber nicht. Im Gegenteil, die kurzen Sätze entwickelten einen dermaßen starken Zug auf mich, dass ich nicht anders konnte, als weiter zu lesen. 
 
Ein anderer Punkt ist, dass die Dialoge der Figuren sich fast durchgehend mit philosophischen und psychologischen Fragen und Gedankenspielen beschäftigen. Das kann langatmig werden; oder aufgebauscht klingen. Wenn man sich durch ellenlange Schachtelsätze philosophischer Existenzfragen wühlen müsste, würde der Thrill im Thriller auf der Strecke bleiben. Aber die prägnanten Sätze halten sie Spannung und bringen die gestellten Fragen und Gedankenexperimente auf den Punkt. Philosophie, Psychologie sind Teil der Spannungskurve. Ich mag diese Art von Büchern, weil ich das Gefühl habe, sie lassen mich ein bisschen schlauer zurück. Oder sie helfen mir dabei mich ein wenig cleverer zu fühlen, weil sie mir interessante Dinge zum selbst darüber nachdenken präsentieren.
 
Die Figuren sind keine typischen Helden und keine typischen Symphatieträger, aber sie sind interessant. Das ist für mich das wichtigste Kriterium: Finde ich die Figur spannend und will ich ihr durch die Geschichte folgen? Die Antwort lautet hier klar: Ja. Ich kann nicht sagen, dass ich sie alle mag, aber ich finde sie spannend. In Büchern muss ich eine Figur nicht zwingend lieben; ich muss ihr folgen wollen! Sie sind seltsam, allesamt, haben Macken und Ecken und Kanten und wirken real. 
 
Handlung und Aufbau: 
 
Es gibt keine Exposition. Also keine Einleitung, keine Erklärungen zu Beginn oder irgend eine Vorstellung von irgendwas. Die Tür geht auf, und plötzlich sitzt du mit den Figuren im Auto auf einer Fahrt durch das verschneite Kanada und den Rest hast du selbst herauszufinden. Du musst den Figuren zuhören, um zu lernen, wer sie sind und wie sie ticken. Ich persönlich bin ein großer Fan von so etwas. Ich mag es, mich selbst in einer Geschichte zurecht finden zu müssen, als dass ich alles vorgekaut bekomme. 
 
Die Geschichte an sich spielt an einem einzigen Abend in der Vergangenheit, innerhalb von ein paar Stunden. Es gibt Einschübe aus dem Hintergrund der Figuren, sowie kleine kursiv gesetzte Absätze aus der Gegenwart. Ein großer Teil spielt auf engem Raum im Auto;  gibt es einen Teil bei einem verstörenden Familienessen, - wirklich, der Teil könnte fast als Horror-Element durchgehen, -Show-down ist in einer alten Schule. 
 
Die Balance der Orte ist gut gewählt; die statische und beengte Szenerie des Autos wird durch Rückblicke genug aufgebrochen, damit sie nicht ihren Reiz verliert. Die Wechsel der Geschehnisse und der Orte sind in einem guten Rhythmus gesetzt, dass es für mich nie zu Längen im Fluss der Geschichte kam. Sobald ich mich an eine Szenerie gewöhnt hatte, setzte der Autor mir neue Eindrücke vor die Nase, sodass die Dynamik der Geschichte an sich, sowohl der Figuren immer weiter ging und es, bis auf das Ende, nirgendwo stagnierte. Das Tempo bleibt mit einem angenehmen Zug bestehen, ohne an einer Stelle zu hetzen. 
 
Man wird es sich denken können: Es liegt alles am Ende. Hier muss ich sagen, ich wusste, was kommt. Oder ich habe es mir ab dem ersten Drittel  so gedacht; dann irgendwann hatte ich leise Zweifel, aber schließlich war ich mir sehr sicher, dass ich richtig liege. (Ich lag richtig. ;)) 
 
Aber trotz alle dem macht die Geschichte Spaß und der Autor hat es immerhin geschafft mich kurz zweifeln zu lassen. Allein dafür gibt es Kudos. ^^
 
Fazit:
 
Ich mochte das Buch aufgrund der sich langsam aufbauenden Spannung zu Beginn; dem Schreibstil, der Dialoge und vor allem wegen der großartigen Atmosphäre. Das Ende war ein Bonus, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Das letzte Drittel des Buches las sich rückblickend eher zäh. Den Show-Down hätte man meiner Meinung nach um ein gutes Stück kürzen können. Alles in allem hat man hier eine reizvolle Geschichte.   Es ist eine menschliche Tragödie, verpackt in einen spannenden und nachdenklichen Thriller. 
Den reißerischen Untertitel: Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum, hätte man allerdings weglassen können. Diese Art von Marketing-Polemik braucht es nicht. 
 
 
 
 
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review 2017-10-05 00:00
Einfach Deutsch lesen: Der silberne Kugelschreiber - Kurzgeschichten - Niveau: leicht
Einfach Deutsch lesen: Der silberne Kuge... Einfach Deutsch lesen: Der silberne Kugelschreiber - Kurzgeschichten - Niveau: leicht - Angelika Bohn Endlich habe ich dieses Buch fertig gelesen! :) Nur schon nach zwei Monaten habe ich alles gelesen und viel davon gelernt. Ich denke es ist ein sehr gutes Buch für die Leute, die natürlich Deutsch lernen und ihr Deutsch verbessern und üben möchten. Ich bin sehr glücklich, dass die Autorin meine Lehrerin war und ich bin sehr stolz auf sie wegen dieser brillianten Idee von Büchern für Deutschlerner zu schreiben.

Das Buch ist sehr lustig, obwohl einige Momente sehr langweiling und detailiert sind. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr neugirig gemacht, weil ich wissen mochte was mit dem Kugelschreiber passierte. Das Ende ist eine Überaschung und dieses Buch erinnert mich an Sophies Welt.

Ich bin der Meinung dass, das Buch für A2 Niveu passt aber nicht für A1.
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review 2017-08-03 11:34
Zwerge, die Gartenzwerge sammeln
Der Schädelschmied - Jens Lossau,Jens Schumacher

Mit dem Aufkauf des Verlages Egmont LYX durch Bastei Lübbe wurde die Ausrichtung des Verlagsprogramms umgestellt. Der Imprint ist nun auf Romantik spezialisiert. Pff. Dadurch mussten einige Autor_innen und Reihen ein neues Zuhause finden, darunter auch Jens Lossau und Jens Schumacher mit ihrer High Fantasy-Krimi – Reihe „Die Fälle des IAIT“. Glücklicherweise kamen sie bei einem Verlag unter, der meiner Meinung nach hervorragend zu ihnen passt: Feder & Schwert. Ich möchte mich von Herzen bei Feder & Schwert bedanken, dass sie die Weiterführung der Reihe ermöglichen. Es wäre zu schade gewesen, Meister Hippolit und Jorge den Troll niemals wiederzusehen.

 

Nur einmal nach Herzenslust in einem edlen Puff verwöhnt werden, mehr wünscht sich Jorge der Troll nicht. Aber nein, natürlich kommt ihm genau dann, wenn es am schönsten ist, sein Job in die Quere. In Barlyn, einer unterirdischen Minenstadt der Zwerge, wurde der bedeutende Schürfminister Borkudd tot in seinem Büro aufgefunden. Ein einzelner dahingeschiedener Zwerg wäre für das IAIT noch lange kein Grund, ihr wichtigstes Ermittlerduo unter Tage zu schicken, wären die Umstände seines Todes nicht äußerst merkwürdig. Das Büro des Ministers glich einer hermetisch verriegelten Festung. Nichts kam rein, nichts kam raus. Trotzdem befinden sich in Borkudds Schädel mehr als 20 Stahlnägel. Handelt es sich um einen überaus umständlichen Selbstmord? Oder wurde der Zwerg thaumaturgisch abgemurkst? Besteht vielleicht sogar ein Zusammenhang zu den Gerüchten eines furchteinflößenden Monsters, das in den Minen sein Unwesen treiben soll? Die Wahrheit ist tief vergraben, doch wenn jemand sie ausbuddeln kann, dann sind es Meister Hippolit und Jorge der Troll!

 

Zu Beginn meiner Rezension möchte ich mich dieses Mal direkt an meine deutschen Leser_innen wenden: seid ihr empfindlich, was eure Nationalität betrifft? Reagiert ihr pikiert, wenn das deutsche Volk und unsere speziellen Eigenheiten kräftig durch den Kakao gezogen werden? Fühlt ihr euch in eurem Patriotismus leicht beleidigt? Dann muss ich euch an dieser Stelle vehement von „Der Schädelschmied“ abraten. Der dritte Band der „Fälle des IAIT“ ist eine fleischgewordene, wild mutierte Parodie auf Deutschland und die deutsche Mentalität. Die gesamte Stadt Barlyn ist ein erschreckend genaues, wenn auch hemmungslos überspitztes Abbild meines Heimatlandes. Wer hätte gedacht, dass Zwerge und Deutsche so viel gemeinsam haben? Lächerliche Bürokratie, kleinliche Pedanterie, absolute Hingabe dem Beruf gegenüber, tadellose Arbeitsmoral, eine ungesunde Vorliebe für Bier, alberne, traditionelle Kleidung, seltsame Musik und große, sabbernde Hunde. Ich hätte mich kugeln können vor Lachen. Natürlich sind die Parallelen so offensichtlich, dass es geschmacklos ist. Natürlich bewegen sich Jens Lossau und Jens Schumacher weit entfernt von jeglicher politischen Korrektheit. Aber ich fand es großartig. Wo, wenn nicht in der Literatur, dürfen Deutsche ungestraft über ihr Land herziehen, Klischees ausschlachten und einen taktlosen Witz nach dem anderen reißen? Ich nehme dem Autorenduo ihre Selbstironie kein bisschen übel, im Gegenteil, ich feiere sie dafür. Ich meine, die Zwerge in Barlyn sammeln Gartenzwerge. Zwerge, die Gartenzwerge sammeln. Noch einmal langsam und mit Gefühl: Zwerge. Die. Gartenzwerge. Sammeln. Ich habe so gelacht, dass ich fast von der Couch gerutscht wäre. Ich kichere immer noch. Meister Hippolit und Jorge, die vermutlich ohnehin das skurrilste Ermittlerpaar aller Zeiten sind, in diese Stadt zu schicken, war ein Geniestreich. Sie passen dort so wenig hin, dass die Absurditäten vorprogrammiert sind. Es beginnt bereits damit, dass Jorge als Troll für einfach alles viel zu groß ist und mit seinem herrlich ordinären, unzensierten Mundwerk überall aneckt. M.H. hingegen ist bei weitem zu ungeduldig für den bürokratischen Albtraum, der ihnen bevorsteht, außerdem stolpern sie unter Tage auch noch über einen alten Rivalen, der ihn wunderbar zur Weißglut treibt. Die Zwerge dachten sich nämlich „Viel hilft viel“ und forderten nicht nur die Agenten des IAIT an, um den barbarischen Tod des Schürfministers aufzuklären, sondern zusätzlich zwei weitere Parteien. Demzufolge entsteht eine bizarre Wettbewerbssituation zwischen den Ermittlerteams, die ich allerdings, wenn auch unterhaltsam, etwas lästig fand. Es war zwar interessant und aufschlussreich, Details aus Hippolits Vergangenheit vor dem verpatzten Zauber zu erfahren, doch für mich bestand nie ein Zweifel, dass die beiden anderen Teams ihm und Jorge sowieso nicht das Wasser reichen können. Schon gar nicht bei diesem extrem verzwickten Fall, den ich wieder einmal nicht allein lösen konnte, obwohl einige meiner Mutmaßungen die korrekte Richtung einschlugen.

 

Ich glaube, bisher ist „Der Schädelschmied“ mein liebster Band aus der Reihe „Die Fälle des IAIT“. Ich fand ihn auf jeden Fall besser als den zweiten Band „Der Orksammler“, weil Lossau und Schumacher dieses Mal wirklich alles aus ihrem höchstamüsanten Setting herausgeholt und sogar einen dezenten Fortsetzungscharakter bewerkstelligt haben. Mittlerweile habe ich mich auch damit abgefunden, dass ich die Beziehung zwischen M.H. und Jorge wohl nie ganz verstehen werde und akzeptiere sie einfach, wie sie ist. Ich bin begeistert von der überspannten Beschreibung des deutschen Volkes seitens des Autorenduos und ihrer schonungslosen, plakativen, schelmischen Zurschaustellung nationaler Klischees. Für einige Leser_innen wäre es vielleicht zu viel der augenzwinkernden Kritik im hanswurstigen Gewand, doch ich bin felsenfest davon überzeugt, in diesem Rahmen ist „zu viel“ gerade gut genug. Wenn ich Meister Hippolit und Jorge besuche, will ich Tränen lachen und flache, kindische Witze genießen. Ich wiederhole es noch einmal, weil es so schön war: Zwerge, die Gartenzwerge sammeln. Gott, darüber werde ich noch jahrelang feiern.

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review 2017-01-21 15:24
Podcast #32 is up!
A Woman of Two Worlds: Elizabeth Patterson Bonaparte - Alexandra Deutsch

My latest podcast is up! In it I interview Alexandra Deutsch, the chief curator of the Maryland Historical Society, about A Woman of Two Worlds, her biography of Elizabeth Patterson Bonaparte (which I reviewed here). Enjoy!

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