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text 2018-01-18 13:04
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Schilf: Roman - Juli Zeh

 

Sebastian = Faust

 

Oskar = Mephisto, der Faust zugleich verführt und bei der Suche nach der absoluten Wahrheit überflügeln will -- er braucht jemand, den er besiegen kann.

 

Dass das Krankenhaus hinter der Entführung von Liam stecken soll, glaube ich keine Sekunde.  Das geht auf das Konto des Obermanipulators Oskar.  Geh zur Polizei, Sebastian.

 

Die Physik ist window dressing.  In Wirklichkeit geht es um ein schnödes Machtspiel.

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review 2018-01-14 14:46
Was für ein Finale! Guter Physikerkrimi
Schilf - Juli Zeh

Die Geschichte beginnt wirklich sehr gut mit einer Analogie auf die Big Bang Theory und deren Figuren (musste im Internet nachschauen wer sich hier von wem inspirieren ließ, aber es wahr wohl Juli Zeh die Big Bang geschaut hat, denn die berühmte Fernsehserie ist 2007 im Herbst herausgekommen und die Autorin hat den Roman im Dezember 2007 beendet): Zwei Freunde, Oscar, ein theoretischer Physiker, wenig seinen Mitmenschen zugeneigt, der sich für einen total genialen Überflieger hält und ein Experimentalphysiker namens Sebastian, der eigentlich ebenso klug aber nicht so ehrgeizig ist und seinen Lebenszweck eher bei Frau und Kind sucht.

 

Weiters extem kluge Passagen, wie die beiden gegeneinander im intellektuellen Disput brillieren und in denen sehr smart quasi in der Manier der alten Screwballkommödien mit Wissenschaftstheorie, physkalischen Grundsätzen und der Metaphysik gespielt wird - eine echte Wohltat wie Wissenschaftler der 3. Generation die Grenzen der Diziplinen zu Querschnittsmaterieen auflösen.

 

"Er schimpfte seinen Freund als einen schöden Deterministen. Um Oskar und alle Umstehendne zu ärgern, bezweifelte er die Gültigkeit der Empirie als Erkenntnisverfahren. Ein Mensch, der am Flussufer 1000 weiße Schwäne vorbeiziehen sehe, könne daraus nicht schlussfolgern, dass keine schwarzen existierten." Diese Aussage ist sehr polemisch, hinterhältig und grundfalsch denn bei 1000 Flussufern wählt der Empiriker genau einen Schwan aus.

 

Zudem gibt es noch ein bisschen witzige Kindererziehung eines sehr begabten Knirpses mit Heisenberg, Bohr und Schrödinger.

 

"Was ist ein Mengele?", fragt Liam, der im Kampf gegen die Salatblätter noch keinen einzigen Gegner bezwungen hat. "Das ist jetzt nicht so wichtig", sagt Maike schnell. "Immer, wenn es nicht so wichtig ist, geht es um Sex oder um Nazis!", kräht Liam.

 

"Weißt du", sagt Oscar zu Liam, "dass sich immer, wenn Du einen Keks stiehlst, eine zweite Welt abspaltet, in der du den Keks nicht gestohlen hast?" "Die Paralleluniversen", nicht Liam. "Wenn Mama fragt, ob ich genascht habe, antworte ich immer: Ja und nein. Aber das funktioniert nicht."

 

Nach der großartigen Einführung wird der Sündenfall konstruiert. Sebastian begeht unter Zwang eine unglaubliche Tat. Jemand versucht sich eines Mitwissers durch den perfekten Mord zu entledigen. Er findet Sebastian, der ein starkes persönliches Motiv gegen das Opfer hat, entführt sein Kind während die Frau auf Urlaub ist und zwingt ihn zum Stillschweigen und anschließend zum Mord am Opfer."

 

Anschließend dümpelt die Geschichte so dahin es gibt einen ganz normalen Krimi, der recht absehbar erscheint. Kommissar und Kommissarin in Freundschaft verbunden aber dennoch in berufliche Konkurrenz verwickelt, Staatsanwälte, die schon auf Aufklärung drängen, Sebastian, dessen heile Welt und Familie ob des Verbrechens total zusammenbricht, der Erpressertäter im Hintergrund und der beste Freund Oscar, der sehr absehbar als alternative Handlung und Täter das lustige Mörderraten einläutet.

 

.... und dann kommt das Finale - atemberaubend, in sich schlüssig bezüglich Täter und Motiv und doch glaube ich von niemandem genauso vorhergesehen. So etwas muss einem Autor zuerst mal einfallen!!! Das ist genial!!!

 

Fazit: Ein ausgezeichneter Krimi - vor dem Finale hätte man ein bisschen straffen und das Tempo etwas anziehen können, weshalb ich nicht die vollen 5 Sterne vergebe - mit einem gradiosen Finale!

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review 2017-11-26 18:31
Eine düstere Zukunftsvision
Leere Herzen: Roman - Juli Zeh

Braunschweig im Jahr 2025: Die Besorgte-Bürger-Bewegung hat die Wahlen gewonnen und beschließt ein Effizienzpaket nach dem anderen, das zulasten der Grundrechte geht. Das Bedingungslose Grundeinkommen wurde eingeführt. Viele haben sich mit den Umständen abgefunden und den Glauben an eine bessere Zukunft verloren. So auch Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi, beide desillusioniert und pragmatisch. In der Zeit der Perspektivenlosigkeit haben die beiden gemeinsam eine kleine Firma, „Die Brücke“, aufgebaut, die sie unter dem Deckmantel einer Heilpraxis betreiben. In Wahrheit floriert in den unscheinbaren Büroräumen aber das Geschäft mit dem Tod. Alles läuft gut, bis unliebsame Konkurrenz auftaucht. Britta und Babak setzen alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer skrupellos auszuschalten…

Juli Zehs dystopischer Roman „Leere Herzen“ ist Polit- und Psychothriller zugleich.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte in 29 Kapiteln, deren Länge ich als angenehm empfunden habe. Sprachlich konnte mich der Roman absolut überzeugen. Der flüssige Schreibstil wirkt zunächst einfach und nüchtern, ist aber auf den zweiten Blick wesentlich detailreicher und raffinierter.

Schon ab dem ersten Kapitel war die Neugier auf die Geschichte geweckt und Spannung erzeugt, die dafür gesorgt hat, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Das Bild, das von der nicht allzu ferner Zukunft gezeichnet wird, ist provokant und etwas überspitzt, aber grundsätzlich durchaus vorstellbar. Dabei geht es um heute schon aktuelle Themen. Immer wieder kommt die Kritik an der Gesellschaft und deren Politikverdrossenheit durch. Dadurch ist der Roman mehr als nur bloße Unterhaltung. Er hat mich sowohl zum Nachdenken angeregt als auch schockiert. Einen Spiegel will uns die Autorin vorhalten, denn schon ganz am Anfang heißt es: „Da. So seid ihr.“

Mit Britta dreht sich die Geschichte um eine interessante Hauptprotagonistin. Authentisch und facettenreich werden auch die Personen der Geschichte beschrieben. Dargestellt wird eine Generation, deren Herzen leer sind und die ihre Überzeugungen verloren. Sie gibt dem Roman den treffenden, ansprechenden Titel. Inhaltlich passend dazu ist auch das reduzierte Cover, das ich sehr gelungen finde.

Mein Fazit:
Mit „Leere Herzen“ ist Juli Zeh in mehrfacher Hinsicht ein sehr lesenswerter Roman gelungen, der mich absolut überzeugen konnte.

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review 2017-11-18 20:05
"Leere Herzen": Gesellschaftskritischer Roman nah am Puls der Zeit
Leere Herzen: Roman - Juli Zeh

Die Welt im Jahr 2025: Die EU zerbricht immer mehr. In Deutschland ist eine nationalistisch geprägte Partei an der Macht, die demokratische Rechte immer weiter einschränkt. Das bedingungslose Grundeinkommen wurde eingeführt und es gibt eine Bundeszentrale für Leitkultur.

 

In diesem rauen politischen Klima führen Britta und Babak ihre psychologische Praxis „Die Brücke“, die mit selbstmordgefährdeten Menschen arbeitet. Britta rationalisiert ihre Arbeit als nützlich für die Gesellschaft und sieht sich ganz pragmatisch und gefühllos als einfache Dienstleisterin. Dass einige Aspekte der Brücke dabei höchst unethisch sind, lässt sie kalt. Erst als sie selbst in Gefahr ist, beginnt Britta sich selbst zu hinterfragen.

 

Juli Zeh entwirft in "Leere Herzen" ein schockierendes Szenario, das in der nahen Zukunft spielt und sich teilweise sehr real anfühlt. Sie zeigt, wie wenig demokratische Prinzipien garantiert sein können, die wir eigentlich als selbstverständlich wahrnehmen. Damit wird der Roman hochaktuell. All das packt sie in eine fesselnde Handlung, wobei sie einen dichten Erzählstil verwendet.

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review 2017-11-18 17:35
Spineless by Juli Berwald
Spineless: The Science of Jellyfish and the Art of Growing a Backbone - Juli Berwald

TITLE:  Spineless:  The Science of Jellyfish and the Art of Growing a Backbone

 

AUTHOR:  Juli Berwald

 

DATE PUBLISHED:  2017

 

FORMAT:  ebook

 

ISBN-13:  9780735211278

 

______________________________

 

"Jellyfish are an enigma. They have no centralized brain, but they see and feel and react to their environment in complex ways. They look simple, yet their propulsion systems are so advanced that engineers are just learning how to mimic them. They produce some of the deadliest toxins on the planet and still remain undeniably alluring. Long ignored by science, they may be a key to ecosystem stability."

 

This book is more of the author's personal memoir than any type of science book about jellyfish.  Berwald's enthusiasm for jellyfish is obvious and the writing style flows nicely.  She includes some incredibly interesting information about the creatures, but there is simply too much personal "stuff" about her, her kids, her husband, her travel trips and the people she meets to wade through.  After a while the biographical pages became boring and wading through all the irrelevant "stuff" to get to the interesting jellyfish information became annoying.  The book is also disappointing in terms of illustrations, diagrams and/or photographs.

 

If you are looking for actual science about jellyfish, try the wikipedia entry.  If you like biography with some interesting jellyfish information, then you might like this book.

 

 

 

 

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