logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Pulitzer
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-08-08 21:24
'The Hours' well spent
The Hours - Michael Cunningham

This short book was winner of the Pulitzer Prize for fiction in 1999 and takes as its start point the graphic suicide of Virginia Woolf. The tragic loss of one of the leading lights of the 'Bloomsbury Group' in 1941, finally succumbing to the fatal depths of recurrent depression at the age of just 59, conferred a profound loss on the cultural health of a nation, yet posterity has rightly lauded the author's legacy. In his homage to Woolf, Michael Cunningham interweaves the thoughts and experiences of three female characters: Mrs Woolf (Virginia), Mrs Brown (Laura) and Mrs Dalloway (Clarissa), Located in 1923 London, 1949 L.A. and 1990s New York , respectively. Virginia is mulling over ideas for the fictional character yet to inhabit her most famous novel, while Clarissa and Laura are spending a day in preparation for a celebration in their respective times and place. Successive chapters rotate between the discrete storylines  culminating in an unusual cross-over in the end, but the snapshots also draw on some common themes, which beset each of the protagonists, irrespective of the prevailing social norms in 'their' time.

 

What rescues the book from a sense of cerebral indulgence on the part of the writer though, is the moving beauty of the language and as the reader quaffs down the pages like a smooth, warming liqueur, it is good to savour the interplay of quite sumptuous tones. It also remains consistent with the 'stream of consciousness' storytelling deployed by Woolf in 'Mrs Dalloway' (published 1925), albeit this example is not entirely satisfying, given its fragmentary nature and slightly bitter aftertaste

 

Still, the takeaway theme for me from this book is the individual capacity, indeed responsibility, to create and shape one's life, within the context of the prevailing time and to weigh the personal sacrifices and gains that attend our choices. Some of the metaphors were also interesting, for example, some mistakes such as cake-making are retrievable, others require stoicism to deal with the consequences, but when it comes down to it, life and love is fundamentally fragile...and fickle.

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-08-08 10:33
Eindringlich, psychologisch vielschichtig, unverzichtbar
Beloved - Toni Morrison

Interessiert man sich für weibliche, afroamerikanische Literatur, kommt man an Toni Morrison nicht vorbei. 1993 erhielt sie als erste schwarze Frau den Literaturnobelpreis. Bereits fünf Jahre zuvor wurde ihr Roman „Beloved“, in dem sie sich mit der Geschichte der Sklaverei in den USA auseinandersetzt, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Das Buch basiert lose auf der Biografie von Margaret Garner, die 1856 ihre zweijährige Tochter tötete, um sie vor einem Leben in Sklaverei zu bewahren. Ich habe lange gebraucht, bis ich bereit für „Beloved“ war. Tatsächlich begann ich das Buch schon einmal, bemerkte aber, dass ich mit dem Schreibstil noch nicht zurechtkam und stellte es zurück ins Regal. Drei Jahre wartete es geduldig auf mich.

 

18 Jahre ist es her, dass Sethe eine Sklavin in Sweet Home war. Unaussprechliches wurde ihr angetan, bis sie, hochschwanger und allein, floh. Zu Fuß schlug sie sich nach Ohio durch, wo sie im Haus ihrer Schwiegermutter Baby Suggs unterkam. Heute ist die 124 ihr Heim, in dem sie mit ihrer Tochter Denver lebt. Freiheit ist jedoch mehr als ein physischer Zustand. Noch immer wird Sethe von ihren Erinnerungen heimgesucht. In ihrem Haus spukt der Geist ihres Babys, auf dessen Grabstein ein einziges Wort eingraviert ist: Beloved. Als ein Besucher aus ihrer Vergangenheit eines Tages auf der Schwelle der 124 auf Sethe wartet, scheint es, als erhielte sie erstmals eine Chance auf wahres Glück. Doch diese Hoffnung währt nur einige Herzschläge, denn kurz darauf tritt eine junge Frau in ihr Leben, die Sethes Glauben, ihre Mutterliebe und ihr Verständnis von Freiheit hart auf die Probe stellt. Sie sagt, sie heißt Beloved…

 

Wie könnte ich für dieses preisgekrönte Buch weniger als fünf Sterne vergeben? „Beloved“ ist ein moderner Klassiker, der das vor allem in den USA ungeliebte Thema der Sklaverei psychologisch vielschichtig und glaubwürdig bespricht. Erstaunlicherweise halte ich den Roman trotz dessen nicht für eine Abhandlung über Sklaverei. Meiner Meinung nach ist es eine Geschichte darüber, was Freiheit bedeutet, speziell für farbige Frauen. Laut Vorwort entspricht dieser Eindruck auch Toni Morrisons Intention. Die Handlung spielt vermutlich zwischen 1865 und 1890, nach dem amerikanischen Sezessionskrieg und der offiziellen Abschaffung der Sklaverei. Im Mittelpunkt stehen Vergangenheit und Gegenwart der Protagonistin Sethe, die untrennbar miteinander verwoben sind. Sethe lebte viele Jahre als Sklavin auf der Farm Sweet Home in Kentucky, bis sie die Qualen unter ihren weißen Herren nicht mehr aushielt und den gefährlichen Entschluss traf, zu fliehen. Ich war sehr dankbar, dass Sethes Sklavenzeit zur Gegenwart des Buches bereits knapp 20 Jahre zurückliegt. Dadurch erlebte ich ihr Leid mit einem gewissen Abstand und war nicht gezwungen, die furchtbaren Torturen, die ihr angetan wurden, live zu beobachten. Ich will damit nicht ausdrücken, dass ich die Augen vor der Realität verschließe, doch die menschenunwürdigen Methoden der Sklavenhalter in Sweet Home waren selbst als Rückblenden äußerst schwer zu ertragen. Sethes Rücken ist von Narben entstellt, die Zeugnis vom brutalen, rücksichtslosen Einsatz der Peitsche tragen. Morrison vergleicht das Narbengewebe mit einem Baum, aus dem neues Leben entspringt – als ich diesen Absatz las, liefen mir Tränen über die Wangen, weil es mir sehr zu Herzen ging, dass die Autorin für etwas so schreckliches und falsches wundervolle Worte fand. Ihren Schreibstil empfand ich insgesamt als sanftmütig, gefasst und würdevoll; sie wedelt nicht mit dem moralischen Zeigefinger vor den Augen ihrer Leser_innen, sondern lässt die beschämenden Wahrheiten ihrer Geschichte für sich selbst sprechen. Sie deutet vieles erst nur an und führt es später genauer aus, wodurch sich das Gesamtbild der Erlebnisse der Sklaven in Sweet Home und ihrer Strategien, ihre Erinnerungen zu verarbeiten, langsam zusammensetzt. Während Baby Suggs ihr Herz für alle öffnete und sich zu einer spirituellen Leitfigur entwickelte, konzentrierte sich Sethe voll auf ihre Mutterrolle. Es stimmte mich traurig, dass Sethe sich zwar selbst befreite, aber niemals frei wurde. Ihre Vergangenheit bestimmt noch immer jeden ihrer Schritte. Sie verfolgt keine Pläne oder Träume, weil ihre Fähigkeit zur Fantasie irreparabel verkrüppelt wurde. Sie flüchtet sich in Gewohnheiten, die ihr Sicherheit vermitteln. Ihr einziger Wunsch lautet, dass ihre Kinder es besser haben sollen. Ich hatte das Gefühl, dass Sethe unbewusst die ganze Zeit darauf wartet, dass das Leben, das sie sich mühsam aufbaute, erneut von außen demontiert wird. Sie erwartet neuen Schmerz, neues Leiden und konnte deshalb nie lernen, ihr Leben auszufüllen, obwohl ihr Lebenswille unfassbar stark ist. So stark, dass sie als Löwenmutter in Kauf nahm, ihre eigene Familie zu zerstören, um ihre Kinder vor den Erfahrungen zu retten, die ihr aufgezwungen wurden. Bis heute beteuert sie die Rechtmäßigkeit ihrer verzweifelten Entscheidungen, doch auf mich wirkte es, als lechze sie nach Absolution. Sie ist nicht überzeugt, dass ihr Handeln richtig war und geißelt sich jeden Tag. Ich habe versucht, mich in sie hineinzuversetzen, herauszufinden, was ich an ihrer Stelle getan hätte. Ich habe keine Antwort gefunden. Ich kann das Ausmaß der Verzweiflung, das Sethe empfunden haben muss, unmöglich nachempfinden, so sehr ich mich auch anstrenge. Darum urteile ich nicht über sie. Ich bemühe mich lediglich, sie zu verstehen, wie Toni Morrison es meiner Ansicht nach auch beabsichtigte.

 

„Beloved“ ist eine eindringliche Aufarbeitung der psychologischen Folgen der Sklaverei, die unverzichtbar für den amerikanischen und globalen Kanon ist. Toni Morrison sagte einst, dass sie das Buch geschrieben habe, weil es für die Opfer der Sklaverei in den USA keinerlei Denkmäler gäbe. Ich glaube, man muss diesen Roman genau auf diese Weise lesen: als Hommage, als Gedenken, als Anerkennung des millionenfachen Leids, dass die Sklaverei verursachte. Wir müssen uns mit unserer Verantwortung, unserer Schuld auseinandersetzen, nicht nur in den Staaten, sondern weltweit, weil die schiere Dimension der Grausamkeit, mit der Menschen damals wie Vieh behandelt wurden, uns alle angeht. Wir wollen mal nicht vergessen, dass sich auch europäische Länder eine goldene Nase mit dem Sklavenhandel verdienten. Außerdem halte ich eine Aufarbeitung dieses vergangenen Unrechts, wie „Beloved“ sie bietet, für unumgänglich, um gegen dessen Entsprechungen in der Gegenwart kämpfen zu können. Sklaverei wird heute Menschenhandel genannt, aber das Prinzip hat sich nicht verändert. Noch immer gibt es Menschen, die ähnliche Verzweiflung und ähnliches Leid wie Sethe erfahren. Jeden Tag. Überall.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/08/08/toni-morrison-beloved
Like Reblog Comment
show activity (+)
text 2017-06-14 14:02
Breaking Blog News: Brush with Greatness
Life on Mars - Tracy K. Smith

One week from today, I'm going to see Tracy K. Smith give a reading. That's not the breaking news - I've been planning it for months.

 

The news is, today she was named the new U.S. Poet Laureate. I was excited before. Now I'm on Cloud 9.

 

I'm also in the process of reading both "Life on Mars" and "Ordinary Light." Both so, so good.

 

-cg

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-06-08 18:45
Empire Falls by Richard Russo, narrated by Ron McLarty
Empire Falls (MP3 Book) - Richard Russo,Ron McLarty

Empire Falls is not something I would have picked up on my own, but it came to me highly recommended, so I put a hold on the audiobook at my library and it finally came in.

 

This was a wonderful book and Ron McLarty is an excellent narrator. I can't really add to what hundreds of people have already said, so I'll just say I enjoyed the hell out of this tale where nothing much really happens, but I feel like I know everyone in this town intimately.

 

Highly recommended!

Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-05-27 18:05
Five Days at Memorial, Sheri Fink
Five Days at Memorial: Life and Death in a Storm-Ravaged Hospital - Sheri Fink

It was hard to put down this impressive work of journalism that focuses on events at Memorial Hospital in New Orleans before, during, and after Hurricane Katrina. As hurricane season approaches it begs the question: are we better prepared to deal with natural disasters in the U.S.? The epilogue to the book, written a few years ago, suggests in some ways we are, but in important ways we are not.

 

Hospitals were exempt from the evacuation order (belatedly) given by the mayor of New Orleans as Katrina approached. Many staff, patients, family members, and even pets sheltered at the hospitals (lesson the first: evacuate before the storm hits), including Memorial. As the title indicates, it would be five days before all were evacuated. After power loss, the generators eventually failed as they were in the basement, where the water levels rose once the levees broke. Though they had food and bottled water, the hospital went without running water, air conditioning, working plumbing, and the power needed to run vital medical equipment.

 

Evacuation aid via helicopters and boats was erratic or turned away by staff at points. Communication at all levels was unreliable; rumors swarmed, including that New Orleans was under martial law and looting and violence were everywhere. The staff went without much sleep as they continued to care for patients. The bad decision was made to leave the sickest patients, including those with DNR (Do Not Resuscitate) orders, last for evacuation, with the exception of neonates. Healthier patients (though some still critical) left first. Family members were encouraged and even pressured to leave their loved ones, assured the patients would be cared for.

 

Soon after the disaster, there was a reckoning. Or, I should say, an attempt at a reckoning. Troubled reports of irresponsible and ethically questionable decisions being made at hospitals and nursing homes arose, including euthanasia at Memorial. 40-some patients had died there, and about half were later found to have high levels of morphine as well as Versed, a sedative, in their systems. Were they euthanized, and by whom?

 

In addition to covering events at the hospital as reported by those who were there, Fink covers the development of the legal case against a particular doctor and two nurses accused of second degree homicide. Reading about what happened at the hospital, the good and, mostly, the bad, is heartrending and horrifying, impossible to look away from, like a car accident. Learning what does and does not happen afterwards infuriated me; my sympathies were with those who'd lost loved ones, who don't quite have closure. I sympathized also with nurses so traumatized by those five days that they could no longer practice.

 

Fink contextualizes Katrina as well as the ethics of decisions made. She profiles key players, letting their own words speak for them. I don't pretend to read much non-fiction, but it seems to me her work is exceptionally well researched, every effort made to fact-check and communicate with those involved. The book evolved from a piece she did for ProPublica and the New York Times, which won the Pulitzer. Regardless, I'm sure there's been a range of reactions. If you google the topic, you'll find a website by/for the doctor arrested who continues to deny wrongdoing, with a link to another site that proclaims "the truth" of what happened. I didn't bother clicking.

 

Mostly I think about the contrasting example of Charity Hospital, also in New Orleans, who lost fewer patients despite having more, with additional patients delivered to them. I think of proposed (and adopted) legislation or protocols that would shield physicians from legal ramifications of unethical decisions made during a disaster. I think of the following quote, with which I agree:

 

“Rather than thinking about exceptional moral rules for exceptional moral situations,” Harvard’s Dr. Lachlan Forrow, who is also a palliative care specialist, wrote, “we should almost always see exceptional moral situations as opportunities for us to show exceptionally deep commitment to our deepest moral values.”

 

More posts
Your Dashboard view:
Need help?