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review 2017-12-26 09:22
Schaurig und skurril
Hex: Roman - Julian Haefs,Thomas Olde Heuvelt

Inhaltsangabe

Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los... 

 

Meine Meinung 

Endlich habe auch ich dieses Buch gelesen. In der Bücherwelt ist es meiner Meinung nach wieder ein Buch, welches die Meinungen in Top oder Flop teilt.

Gerade dann macht mich ein Buch noch neugieriger.

Viele loben die Atmosphäre und die gruseligen Szenen, andere haben mehr erwartet und bekamen nicht das, was ihnen vorschwebte.

 

Ich machte mich also allein auf die Reise nach Black Spring und wollte mir meine eigene Meinung bilden. In meiner Überschrift verwendete ich das Wort „skurril“, denn dies war die Geschichte für mich vor allem in den ersten Kapiteln. Auf den ersten Seiten war ich baff, denn ich konnte überhaupt nicht einordnen um was es da geht. Die Familie Grant hielt sich in ihrem Haus auf und sprach davon, dass Grandma wieder da ist. Diese dreht sich mit zugenähten Augen und einem zugenähten Mund in Richtung des Hausherren Steve Grant und diesem fällt nichts anderes ein, als ihr einen Spüllappen über den Kopf zu legen.

Ich dachte nur, wo bin ich denn hier gelandet.

Schnell wurde klar, dass es sich bei Grandma um die Hexe Katherine handelt.

Von da an fand ich das Setting und vor allem die Grundidee um Katherine, ihr Auftreten und die entscheidenden Regeln, die jeder Einwohner von Black Spring befolgen sollte, unheimlich gut.

 

„Die Einwohner lebten nach strikten Regeln, weil sie an diese Regeln glaubten und sie ohne Widerstand oder Unmutsäußerungen annahmen. Kinder saugten die Gebote der Notverordnung schon mit der Muttermilch auf:

Du sollst nicht mit der Hexe verkehren.

Du sollst an Ortsfremde kein Wort über sie verlieren.

Du sollst dich an die Besucherbestimmungen halten.

Und die Todsünde: Du sollst der Hexe niemals und unter gar keinen Umständen die Augen öffnen.“ (S. 93f.)

 

Dies sind die wichtigsten Regeln in der Stadt. Und schnell wurde klar, dass die Erwachsenen im Buch mit diesen Regeln und mit Katherine aufgewachsen sind. Jeder hielt sich an den Vorgaben, es wurde ein HEX- Kontrollraum im Ort eingerichtet, der dazu dienen soll, jeden Winkel der Stadt zu überwachen, um immer zu wissen, wo die Hexe sich gerade aufhält.

Anders als bei den Erwachsenen wird schnell klar, dass die Kinder bzw. Teenager im Ort ein deutlich größeres Problem damit haben, dieser ständigen Überwachung und den Regeln ausgesetzt zu sein. Die HEX- Zentrale hat Zugriff auf jedes Handy, auf jeden Computer, da gibt es keine Chance Geheimnisse untereinander zu haben, geschweige denn auszutauschen. Tyler, der Sohn der Grants, welcher in diesem Buch eine wichtige Rolle einnimmt, führt zu dem eine Beziehung mit einem Mädchen außerhalb der Stadt. Vor allem seinen Eltern ist klar, dass diese Beziehung keine Zukunftsaussichten hat.

 

Die Jugendlichen um Tyler Grant wollen ausbrechen aus diesem vorgeschriebenen Muster. Tyler, als Youtuber immer mit seiner Kamera unterwegs, erstellt eine Website namens „Augenauf“, auf die die Mitarbeiter der Hex- Zentrale keinen Zugriff haben. Dort tauschen sich die Jungs aus und planen Aktionen, welche nicht nur sie, sondern den gesamten Einwohnern von Black Spring zum Verhängnis werden können. Die Jungs filmen die Hexe, machen sich damit über sie lustig und als Leser spürt man diese aufkeimende, brodelnde Atmosphäre sehr gut.

Katherine macht sich bereit!

Mit welchen Reaktionen die Hexe auftritt, sei an dieser Stelle nicht verraten.

Die Erfahrungen muss jeder Leser selbst machen.

 

Im Buch selbst erfährt man als Leser auch mehr zur Geschichte der Hexe, welche sich um das Jahr 1664 einordnet. Dieser Punkt war für mich sehr wichtig, da auf der Stadt ein Fluch liegt, der meiner Meinung nach einer Begründung bedarf. Diese bekommen wir.

 

Mit überraschenden Wendungen und Geschehnissen treibt der Autor den Leser bis zu einem gewissen Höhepunkt im Buch hin. Anarchie bricht aus, jeder gegen jeden und von einem ehemaligen Zusammenhalt unter den Anwohnern ist nichts mehr spürbar. Dieser Part bringt Schrecken und Action in die Geschichte und gefiel mir wirklich gut.

Auf den Seiten 298 und 299 brachte der Autor mich fast zum Herzstillstand. Ich dachte nur, dass kann doch jetzt nicht wahr sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Chance das Buch beiseite zu legen.

 

Dem Ende entgegen begleitet man Steve Grant.

Wer dachte, eine Anarchie, sei schlimm, den erwartet nun das völlige Chaos.

Mit mystischen Elementen versucht der Autor der Geschichte zu einem angemessenen Ende zu verhelfen. Mich konnte er mit diesem Ende leider nicht so sehr begeistern, wie der Geschichte, die dem Ende voranging.

Zum einen lag es tatsächlich an den mystischen Mitteln, die er in die Geschichte einbrachte. Zum anderen war es der Charakter Steve, mit dem ich am Ende einfach nicht mehr im Einklang war.

 

Mein Fazit

Ein Buch, welches ich persönlich als Horrorroman einordnen möchte und welches mich zum Großteil der Seiten wirklich begeistern konnte. Von skurrilen Begebenheiten über Herzaussetzer war bei mir alles dabei.

Ich hoffe wirklich mehr von diesem Autor zu lesen und kann eine Leseempfehlung aussprechen. Meine Kritik am Ende des Buches sollte hier niemanden beeinflussen. Es ist wieder eine persönliche Meinung und Du kannst dies schon wieder ganz anders empfinden. Also lesen und ein eigenes Urteil bilden.

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review 2017-12-24 21:20
Great little horror story but................
Insomniac: A Horror Thriller - Bryan Michaels

When Mason Stone is wakened to the sounds of a neighbours party he notices that his wife Natalie is missing and all that is left is her crumpled red sleeping shirt under her pillow. What follows is the ramblings of an insomniac as he tries to discover the fate of his wife but he is soon to be faced with an horrific reality. This was a fast short read that I really enjoyed and as the book proceeded, the lines between reality and sanity became merged as Mason slipped more and more into his nightmare of paranoia. I do however wish that the author had paid more attention to the atrocious grammar that littered what was otherwise a very addictive read and I list a few examples, with the missing word or wrong word enclosed in brackets...."letting everyone (know) that she didn't come home"...." but this woman was driving a Dodge and was wore (wearing) jeans"....."as Peroni began took (taking) pictures of Mason"...."who were will (willing) to listen"...."I just would like some time alone. You can came (come) back tomorrow"...."He would know it isn't is (his)

 

There is no excuse for such sloppiness. I read and review many books on netgalley and I expect (unfortunately) mistakes as I am reading an advance/unproofed/uncorrected copy. However Insomniac is "sold" to readers who will hopefully enjoy and review positively, yet the author seems happy to present his work littered with simple grammatical errors. Having said that I decided to review this story on its content rather than poor use of the English Language.....

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review 2017-12-10 14:11
Tough, genial und immer am Rande der Selbstzerstörung
Untiefen: Thriller - Sheena Kamal,Sybille Uplegger

Inhaltsangabe

Der erste Fall für Privatdetektivin Nora Watts

Nora Watts ist die perfekte Jägerin - als ehemaliges Mitglied der Canadian Forces hat sie ein untrügliches Gespür für Lügen. Sie ist die beste Privatdetektivin Kanadas. Doch ihr Leben ist hart, immer wieder verfällt sie dem Alkohol. Sie vertraut niemandem, lebt heimlich im Keller unter dem Detektivbüro in Vancouver und spricht nur mit ihrer Hündin Whisper. Bis ein Paar sie um ihre Hilfe bittet. Ihre Tochter Bonnie ist verschwunden. Nora stellt entsetzt fest, dass es sich um ihre eigene, vor fünfzehn Jahren zur Adoption freigegebene Tochter handelt. Nur wenn sie sich jetzt zum ersten Mal wieder den Menschen öffnet, kann sie sie retten. Aber Bonnies Entführer sind auch hinter ihr her, und bald wird die Jägerin zur Gejagten... 

 

Meine Meinung

Bei diesem Debütroman hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Als ich dann die Leseprobe bei Vorablesen.de gelesen habe, war für mich klar, dass ich diesen Thriller der Kanadierin Sheena Kamal lesen möchte.

Das Cover hatte im ersten Moment nicht diese Wow-Wirkung auf mich, aber je öfter ich es betrachte, desto besser gefällt es mir. Im Nachhinein passt es sehr gut zur Geschichte. Leider habe ich die Tage ein sehr ähnliches Cover gesehen, ein Punkt, den ich absolut nicht mag. Wer hier der erste war, sei dahingestellt.

 

Der Fakt, der mich am anhand der Inhaltsangabe und Leseprobe am meisten reizte, war der Charakter Nora Watts. Ex- Soldatin und Privatdetektivin mit einem Alkoholproblem. Für mich eine Grundidee, die in mein Beuteschema passt.

Wenn mein Augenmerk auf dem Hauptcharakter liegt, erwarte ich mir tiefe Einblicke in diesen Charakter und eine Figurenentwicklung.

Und dieser Punkt ist der Autorin gelungen.

Einerseits bekommen wir dank der Ich-Perspektive viele Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Nora Watts. Zum anderen erfahren wir ihre schockierende Geschichte. Und ja, die konnte mich wirklich schockieren.

Diese Frau hat einiges durchgemacht, an dem so manche zerbrochen wären.

Nora Watts kämpft, meist für sich allein, aber sie tut es.

 

Als sie der Anruf erreicht, dass sie der Familie Walsh helfen soll, deren verschwundene Tochter aufzuspüren, geht sie noch sehr professionell an diesen Fall heran. Als ihr jedoch klar wird, dass es sich bei den Auftragsgebern um die Adoptiveltern ihrer leiblichen Tochter handelt, verändert sich ihr Verhalten.

Sie setzt ein stark selbstzerstörerisches Verhalten an den Tag und zeigt uns ihre ganz persönlichen Abgründe auf.

Nora’s einziger Lichtblick ist ihre Hündin Whisper.

Aufgrund dessen, dass sie Menschen nur sehr schwer vertrauen kann, spürt man die tiefe Verbindung zu Whisper. Aber um ihren Auftrag auszuführen, muss sie Whisper zurücklassen und ist auf sich allein gestellt.

 

Neben Nora Watts konnte mich vor allem Brazuca neugierig machen.

Beide lernten sich bei einer Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige kennen.

Über das gesamte Buch kann Nora nicht herausfinden, ob sie ihn zu ihren Freunden oder ihren Feinden zählen soll. Da es sich bei dem Buch um einen Reihenauftakt handelt, erhoffe ich mir ein Wiedersehen mit ihm im folgenden Band.

Aber auch die Rauheit des kanadischen Setting brachte mich auf meine Kosten.

 

Der Fall an sich war zuerst sehr undurchsichtig.

Eine 15-Jährige ist verschwunden. Ist sie davongelaufen, weil die Ehe ihrer Adoptiveltern alles andere als harmonisch läuft? Oder weil sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen wollte? Oder wurde sie sogar entführt?

Diese drei Fragen stellt man sich als Leser über einen ziemlich langen Zeitraum beim Lesen. Als so langsam Licht ins Dunkel kam, wurde man gleichzeitig mit neuen Fragen konfrontiert. Das eigentliche Thema bzw. der Hintergrund, auf den die Autorin in diesem Thriller anspielen will, fand ich sehr gelungen. Der Weg dorthin war sehr verstrickt und geheimnisvoll, aber auch spannend.

 

Das Ende ließ mich nicht ganz zufrieden zurück, aber schließlich will man Potenzial für einen zweiten Band haben und dieses ist durch den gewählten Ausgang des Buches auf jeden Fall gewährleistet.

Lesetechnisch kam ich mit dem Schreibstil und dem Aufbau des Romans sehr gut zurecht. Die kurzen Kapitel bringen Schwung in die Geschichte und verleiten zum Weiterlesen.

____________________________________________________________

 

Der Grundstein konnte mit diesem Band gesetzt werden.

Noras Charakter an sich finde ich spannend. Allerdings bin ich noch etwas zwiegespalten hinsichtlich ihrer Figur. Die Autorin konnte mir nicht ganz deutlich machen, ob ich Nora in die Sparte tough oder schwach einstufen soll.

Es sind von beiden Zügen inhaltliche Spuren zu finden.

In Band 2 werde ich explizit darauf achten, ob es nun Eindrücke von Schwäche oder des selbstzerstörerischen Verhaltens sind, welche Nora zu Handlungen treiben, die für eine starke Persönlichkeit eher untypisch sind.

 

Des Weiteren hat es mir noch ein wenig an Action gefehlt. Gerade von dem Punkt, dass Nora eine Ex-Soldatin der Canadian Forces ist, habe ich mir mehr spektakuläre Kämpfe erhofft.

 

Mein Fazit

Mit diesem Reihenauftakt konnte mich die Autorin in mehrerlei Hinsicht neugierig machen. Ich bin sehr gespannt, auf die Figurenentwicklung von Nora. Gespannt, ob sie jemals wieder in der Lage sein wird zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und was aus ihrer Tochter Bonnie wird.

Das Debüt von Sheena Kamal sehe ich als gelungen und freue mich auf mehr.

Da die Autorin hier sehr gelungen auf das eigentliche Thema des ersten Falls hinarbeitete, hoffe ich auch in Folgebänden auf diesen Spannungsaufbau.

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review 2017-12-10 13:38
Kim Stone führt meine Reihenlieblinge ab sofort an
Lost Girls - Angela Marsons

Inhaltsangabe

Als die Freundinnen Charlie und Amy nicht nach Hause kommen, beginnt für ihre Familien ein wahrer Albtraum. Eine SMS lässt wahr werden, was alle befürchteten: Die zwei neunjährigen Mädchen wurden entführt. Nur das Paar, das den höchsten Betrag zahlt, wird seine Tochter wiedersehen. Das andere nicht. Längst tickt die Uhr für Detective Inspector Kim Stone und ihr Team, doch die Täter sind ihr immer einen Schritt voraus. Von Stunde zu Stunde verringert sich die Chance, die beiden unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Stone gibt ihr Äußerstes, um den Fall zu lösen. Sonst muss eines der Kinder den höchsten Preis für ihr Versagen zahlen – sein Leben.

 

Meine Meinung 

Das Positivste zuerst. Dieses Jahr habe ich mit dieser Reihe begonnen und nun Band 3 gelesen. Nach den ersten beiden Bänden war mir schnell klar, dass ich an Kim Stone nicht vorbeikomme. Umso mehr hat es mich gefreut, dass zum Jahresende noch ein dritter Teil in Deutschland erschienen ist.

 

Pluspunkte der ersten beiden Bände. Eine unheimlich starke und interessante Protagonistin, welche nicht davor zurückschreckt ihre Frau zu stehen und spannende Fälle, die den Leser an das Buch fesseln.

Diesen Standard gilt es also zu halten und eventuell noch zu toppen.

 

Kim Stone kann sich gleich auf den ersten Seiten wieder behaupten und schon da wusste ich, dass ich mit diesem Buch in der Hand wieder sehr richtig liege. Kim nagelt die Reporterin Tracy im Fitnessstudio an die Wand, weil Kim ihrer Schlagzeilengeilheit die Schuld am Tod eines Gangaussteigers gibt.

Der Prolog des Buches wies den Leser aber gleich in die Richtung, in die der hier beschriebene Fall gehen wird. Kindesentführung. Ein interessantes Thema, welches aber nicht zum ersten Mal in einem Buch besprochen wird.

 

Aber ich würde nicht so viel von der Autorin halten, wenn ich nicht gewusst hätte, dass Angela Marsons aus diesem Thema etwas Besonderes macht.

Als die beiden neunjährigen Mädchen Charlie und Amy entführt werden, ist es Kim, die diese Ermittlungen leiten soll, denn Charlies Mutter ist ein Schatten aus Kims prägender Vergangenheit und weiß, dass nur Kim Stone ihre Tochter unversehrt zurückbringen wird.

 

Zwei entführte Mädchen, zwei befreundete Familien, zwei Täter und diese eine SMS, in der die Entführer den Eltern mitteilen, dass nur diejenigen ihr Kind wiederbekommen, welche die höchste Summe für ihr Kind bieten.

Diese Idee, welche die Autorin meiner Meinung nach super in die Geschichte eingebaut und umgesetzt hat, war unheimlich interessant zu verfolgen. Denn hier kommen nicht nur die Emotionen und Reaktionen der beiden Elternpaare durch. Nein, auch das eigene Gewissen wird angeregt.

Wie würde man selbst in so einer Lage reagieren?

Kann eine Freundschaft zwischen den Elternpaaren so eine Situation überhaupt überleben?

Und das i-Tüpfelchen ist, dass es vor einem Jahr bereits einen sehr ähnlichen Entführungsfall gab und nur eines der Mädchen zu ihrer Familie zurückgekehrt ist.

Für Kim und ihr Team läuft ein erschreckender Countdown ab.

 

Wer einen Spannungsbogen erwartet, der bekommt ihn hier in mehrfacher Hinsicht. Durch den häufigen Perspektivwechsel zwischen Kim, den Tätern und den Opfern schafft Marsons eine fesselnde Atmosphäre. Ihr Schreibstil tut das Übrige.

Absoluter Pageturner!

 

Mein Fazit

Angela Marsons schafft es wieder mich total zu begeistern. Für mich ist dieser Fall mit seinem expliziten Thema sogar der bisher beste Band der Reihe.

Man konnte miträtseln, mitfiebern und vor allem mithoffen.

Meiner Meinung nach hätte nichts besser gemacht werden können.

Ich mag die besonderen Fälle und ich mag Kim Stone wie zur ersten Stunde!

Absolute Leseempfehlung des Buches bzw. der Reihe.

Wer das mehr zu Kim und ihrer Vergangenheit erfahren möchte, sollte meiner Meinung mit dem ersten Band der Reihe beginnen. Ruck zuck seid ihr dann bei Band 3.

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review 2017-12-08 16:28
Henry Frei - der Neue
Böses Kind: Der erste Fall für Kommissar Henry Frei - Martin Krist

Inhaltsangabe

JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

 

Meine Meinung 

Martin Krist überrascht mich immer wieder mit seiner Ideenvielfalt.

Gerne würde ich diesen Autor mal eine Woche in seinem Alltag begleiten, schauen, wie er lebt und arbeitet und vor allem WIE ihm ständig diese neuen Ideen kommen.

Diese Aussage beziehe ich nicht nur auf die Fälle an sich, sondern Herr Krist ist für mich „der Meister der verbindenden Reihen“. Nachdem ich mich bereits in seine Bücher um David Gross und Paul Kalkbrenner eingelesen habe, war ich zunächst sehr überrascht mit „Böses Kind“ auf einen neuen Namen zu stoßen. Kriminalkommissar Henry Frei.

 

Nun ist der erste Fall gelesen und man kann es gar nicht in Worte fassen, aber der Autor ist ein Wunderwerk der Autorenkiste. Regelmäßig erscheinen neue Thriller aus seiner Feder. Ich würde bei drei verschiedenen Ermittlern mit der Zeit sowas von den Überblick verlieren, aber nicht Martin Krist.

Gekonnt schafft er es auch bei Henry Frei einen völlig eigenständigen, gut durchdachten und ausgearbeiteten Charakter zu erschaffen. Wenn ein Team in einem Thriller nicht passt, geht für mich das Licht schon beinahe aus. Da kann der Fall noch so spannend sein. An die Seite von Frei setzt der Autor die frisch gebackene Mutter Louisa Albers. In Kombination mit Frei gefiel sie mir sehr gut und das Team weist sowohl ergänzende, als auch völlig gegensätzliche Merkmale auf. Da freue ich mich schon sehr auf ein Wiedersehen.

Wie schon bei David Gross und Kalkbrenner möchte ich unbedingt mehr von Henry Frei erfahren. Interessant fand ich wieder den persönlichen Aspekt und Einblick in das Privatleben des Ermittlers. Seine Tochter steckt in einem schwierigen Alter und schwärmt gerade für den ersten Freund und sein Sohn hat das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus. Als Ergotherapeutin danke ich an dieser Stelle für das Wort Ergotherapie im Buch und für die sehr realitätsnahe Darstellung des Alltags mit einem autistischen Kind.

 

Wie zu erwarten, setzt uns der Autor nicht nur einen Fall oder eine Perspektive vor die Nase, sondern will die Gehirnzellen jedes Lesers zum Nachdenken motivieren.

Allein schon den Prolog wusste ich nirgends hinzustecken, dennoch bleibt er durch gekonnt eingesetzte Szenen immer im Hinterkopf.

Dann wäre da Suse, die dreifache Mutter, welche total überfordert ist. Nicht nur der kleine Hund Tapsi, nein, auch ihre 14 jährige Tochter Jacqueline ist verschwunden und Suse weiß sich keinen Rat, wo sie sein könnte.

Und dann wäre da noch der Mord an einer Frau in einem Hotel, der anfänglich gar keine allzu große Bedeutung zu haben scheint.

 

Das Krist der Meister der Verflechtungen ist, zeigt er in diesem Buch dadurch, dass wir auf einige bekannte Namen, wie Sackowitz oder Wittpfuhl treffen. Der Mann hat wirklich Großes vor, daher freue ich mich auf jegliche weitere Bucherscheinung.

 

Auch wenn Martin Krist immer wieder mit neuen Charakteren und Ideen auftrumpft, bleibt eins gleich: der Pageturner-Modus.

Man fliegt durch kurze, gekonnt in Szene gesetzte Kapitel förmlich durch dieses Buch. Zu erwähnen ist, dass fast jedes Kapitel einen Cliffhanger hat. Der Meister der Cliffhanger also auch noch. Hier einen Stopp einzulegen, ist als Thriller-Fan schon echt schwer.

 

Zum Fall selbst möchte ich gar nicht allzu viel verraten.

Mir gab er wieder sehr viele Rätsel auf, die erst am Ende zum Licht fanden.

Und wie er den Fall, inklusive Spannung wieder nach vorne trieb war wieder super.

 

Das berüchtigte Ende. Wie immer böse. Da heißt es nur Abwarten und Tee trinken.

_______________________________________________________________

 

Puh, der Teil unter dem Strich fällt mir hier gar nicht so leicht in Worte zu fassen.

Einerseits ist der Punkt, den ich an dieser Stelle ansprechen möchte mein kleines Highlight, aber auch der Punkt, zu dem mir in dem Reihenauftakt etwas gefehlt hat. Und zwar trägt das Buch nicht nur die Überschrift „Böses Kind“, sondern man findet auch den Schriftzug „Alanna“ auf dem Cover wieder. Im Buch wird dieser Name mit einem alten Vermisstenfall in Verbindung gebracht. Da Henry Frei eine Verbindung zum Fall hat, kam mir dies zu kurz. Ein Blick auf Band 2 zeigt mir, dass auch dort wieder Alanna auftaucht. Die Geschichte ist also eindeutig noch nicht erzählt. Da der Name im Buch für mich einen zu kurzen Part einnahm, fehlt mir an dieser Stelle etwas. Ich bin aber umso gespannter, wie ich in der Hinsicht auf Band 2 reagiere.

 

Mein Fazit

Martin Krist schafft es wieder mich für seine Charaktere und seinen Fall einzunehmen. Auf elektronischer Basis gelesen besteht hier fast die Gefahr eines wunden Fingers, aber das sollte man in Kauf nehmen.

Der kleine fehlende Wink im Buch macht es für mich nicht perfekt, aber alle Krist-Fans und die, die es noch werden möchten, kann ich „Böses Kind“ wärmstens empfehlen.

 

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