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review 2018-05-12 12:52
Unterschätze niemals eine Frau
Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen: Was würden sie dir raten? - Andreas Jäger

Inhaltsangabe

In diesem Buch finden sich die wahren Geschichten von 25 Frauen, die alle auf ihre eigene Weise die Welt verändert haben - von den Trung-Schwestern, die vor 2000 Jahren in Vietnam eine Rebellion gegen China anführten, über Katharina die Große, die Kaiserin von Russland wurde, zu der großartigen Malerin Frida Kahlo, der jungen Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai, der engagierten Schauspielerin Emma Watson und Michelle Obama, die eine große Fürsprecherin der Rechte von Frauen und Mädchen ist.

Jede dieser Frauen ist auf ihre Weise beeindruckend, aber ob Naturwissenschaftlerin, Krankenschwester, Schriftstellerin, Rechtsanwältin, Schauspielerin, Umweltschützerin, Fußballerin oder Tierschützerin – eines haben sie alle gemeinsam: Sie waren und sind der Überzeugung, dass Männer und Frauen ebenbürtig sind, und haben sich geweigert, Männern den Lauf der Geschichte zu überlassen. 

 

Meine Meinung 

Dieses Buch gehört einfach in die Hand jedes jungen Mädchens und auch gerne in jede Hand einer erwachsenen Frau. Mit diesem Werk zeigt uns der Verlag auf, dass es weit mehr als zwei Hände voll Frauen gibt, die zu unserer Geschichte etwas beigetragen haben.

 

Ich bezeichne mich nicht nur gerne als starke und selbstbewusste Frau, sondern bin es auch. In einer Welt, die meiner Meinung nach noch sehr weit von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männer entfernt ist, sind solche Bücher unheimlich wichtig. Vor allem für die weibliche junge Generation.

Denn schaut man sich den heutigen Alltag einer Jugendlichen an, so fällt auf, dass es nicht nur Jungs sind, die einen erdrücken. Nein! Mobbing, Neid und Hass spielen in unserer modernen Welt für viele Mädchen eine große Rolle.

Zurückzug und ein geringes Selbstbewusstsein sind das Resultat.

 

Dieses Buch zeigt euch, dass Mädchen und Frauen so einiges erreichen können.

Und das Phänomen „unterschätze niemals eine Frau“ zieht sich einmal komplett durch die Weltgeschichte. Im Buch zeigt Kleopatra bereits 69 v. Chr., dass man eine Frau als Herrscherin nicht verkennen sollte.

 

Einige der 25 vorgestellten Frauen, wie zum Beispiel Jeanne D’Arc, Katharina die Große oder Florence Nightingale waren mir bereits bekannt.

„Ich habe keine Angst. Ich wurde geboren, um dies zu tun.“

(Jeanne D’Arc, 1429)

Andere wiederum waren mir noch aus der Schulzeit ein Begriff. Dazu gehören Marie Curie, Virginia Woolf und Rosa Parks.

„Ich wage sogar zu behaupten, dass sich hinter dem >Anonymus<, der so viele Gedichte geschrieben hat, ohne seinen Namen darunterzusetzen, oft eine Frau verbirgt.“

(Virginia Woolf)

 

Absolute neue und unheimlich interessante Informationen bekam ich durch dieses Buch von Ada Lovelace, Amelia Earhart und Junko Tabei.

Diese drei Geschichten machen mich wirklich neugierig auf mehr Literatur über die Damen.

„Du sollst wissen, dass ich mir der Gefahren vollauf bewusst bin.

Ich will es tun, weil ich es tun will.

Frauen müssen versuchen, das Gleiche zu wagen wie Männer.

Wenn sie scheitern, soll ihr Scheitern nur eine Herausforderung für andere sein“

(aus einem Brief von Amelia Earhart)

 

Wie bereits im Klappentext ersichtlich, hatten diese 25 Frauen Erfolg auf die verschiedensten Weisen. Dass hier nicht nur die Politik oder Bürgeraktivisten zählen, ist ein absoluter Pluspunkt. Es werden auch eine Architektin und eine Malerin geehrt.

 

Ein weiteres Highlight sind die einzelnen Illustrationen der Frauen, welche von verschiedenen Illustratoren stammen. So hat man die Frau, über die man liest, gleich vor Augen. Allerdings wurde ich dennoch angespornt auch das Internet nochmal zu einigen Damen zu befragen.

 

Vom Aufbau her erfährt man anfangs wichtige Fakten zur Biografie, im Anschluss befindet sich ein Text zum Wirken der Frauen. Dieser beläuft sich allerdings immer nur auf lediglich eine Seite. Mir war es fast immer ein wenig kurz, aber da dieses Buch unter die Kategorie Kinder- und Jugendbuch fällt, sind diese kurzen, aber informativen Abschnitte auf jeden Fall sinnvoll.

 

Am Ende jeder Vorstellung stellte der Autor verschiedene Fragen in den Raum, welche vor allem junge Frauen in der heutigen Welt beschäftigen und ließ diese Fragen aus der Sicht einer jeden porträtierten Frau beantworten.

Dieser Teil fällt absolut in das Jugendbuch-Genre. Ich konnte mich an meine Schulzeit zurückerinnern, in der mich da einige der Tipps motiviert hätten.

Als Erwachsene steht man mittlerweile über viele der angesprochenen Probleme drüber.

 

Mein Fazit

Für mich ein Buch, welches mich gut unterhalten hat und welches nachwirkt.

Der Beweis dafür, dass nicht nur Männer zu unserer Weltgeschichte etwas beigetragen haben. Dieses Buch sehe ich abschließend eher als Buch für 12- 17- Jährige, aber dennoch konnte es mir auch als Erwachsene einige neue Informationen beschaffen. Ich bin dankbar über jede starke Frau, die ich kenne.

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review 2018-01-07 13:05
Knasterfahrungen eines Autors
Freiheit ist 49: Erkenntnisse aus 4 Jahren Knast - Constantin Himmelried

Diese Überschrift für meine Rezension wähle ich nicht aus dem Grund, dass Constantin Himmelried zum Zeitpunkt seiner Verhaftung bereits Autor war, sondern, weil ihn diese Zeit zum Schreiben gebracht hat und man als Leser ein Buch ganz anders wertschätzt, wenn die Geschichte zum verfassenden Autor gehört.

 

Einige Leser, die den Autor auf Facebook begleiten, werden mitbekommen haben, dass es dort Diskussionen zum Thema Titel und Cover gab.

Ich habe meine Meinung auch kundgetan und bin nach dem Lesen nun sehr glücklich, dass alles anders kam. Ich habe für ein anderes Cover abgestimmt. Allerdings muss ich im Nachhinein sagen, dass solche Entscheidung sehr schwer zu treffen ist, wenn man die Geschichte hinter dem Titel und dem Cover nicht kennt.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass beide getroffenen Wahlen perfekt zu diesem Buch passen. Für viele Leser mag der Titel ein wenig abschreckend sein, einfach weil man diesen nicht wirklich einzuordnen weiß.
Was bedeutet dieses „Freiheit ist 49“?

Ich als Leserin und Rezensentin kann euch nur sagen, dass man dieses Buch allein um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lesen sollte. Mich hat die Auflösung überrascht und sehr berührt.

 

Das Buch startet mit einer Einführung, in der der Autor Constantin Himmelried dem Leser sehr private Fakten entgegenbringt. Gleich zu Beginn legt er die Karten, wieso er verhaftet wurde, offen auf den Tisch. Bereits an dieser Stelle zog ich meinen imaginären Hut. Für solche Darlegungen und allgemein für den Mut zu diesem Werk gebührt ihm mein Respekt, denn ich finde, dass gerade das Thema Knast in unserer Gesellschaft noch sehr tabuisiert wird.

 

Im Folgenden berichtet der Autor über die lange Zeit in Untersuchungshaft. Seine Erlebnisse, seine Gefühle, aber auch seine Erkenntnisse spielen eine große Rolle.

Bereits sehr schnell wird ihm klar, dass er nun zuerst zu sich selbst finden muss, um diese Zeit zu überstehen.

 

„…hatte ich doch in meinen Augen überhaupt keine Fehler gemacht. Schließlich hielt ich mich für perfekt. Schuld waren immer die anderen.“ (S. 21f.)

 

Ebenfalls steht er offen zu seiner Persönlichkeit „vor dem Knast“.

Er selbst bezeichnet sich als arrogant. Aufgrund seiner Beschreibungen kann man dem als Leser sehr gut zustimmen. Interessanter ist es jedoch, als der Autor diesen Punkt an vielen Stellen im Buch selbst bemerkt. Wieso verurteilt man arrogante Menschen vorschnell? Constantin Himmelried findet im Knast eine Erklärung.

Diese Personen stellen einen vorgehaltenen Spiegel dar.

 

„Sei ehrlich zu dir selbst und beurteile dich, wie du andere beurteilst.“ (S. 69)

 

Im weiteren Verlauf zeigt der Autor auch Schwäche. Ein Fakt, der bereits in seinen einführenden Worten besprochen wird, ist der Punkt, dass nicht nur er verhaftet wurde, sonder mit ihm auch sein Vater. Dieser Umstand hat Himmelried schwer zu schaffen gemacht. Die Tätertrennung macht es ihm nicht möglich Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen. Und doch gibt es besondere Momente. Momente, in denen der Autor pures Glück empfindet und vor Glück weinen kann.

Auch Wörter wie WERTSCHÄTZUNG UND DANKBARKEIT haben durch die Knasterfahrung einen ganz anderen Stellenwert für den Autor.

Diese beiden Themen und noch ein weiteres, auf das ich gleich noch eingehen werde, haben mich selbst stark zum Nachdenken gebracht.

 

„Es brauchte den Knast, um zu erkennen, dass ich bei ganz vielem ganz falsch lag.“ (S. 77)

 

Für viele Menschen mag es schwer sein, dies zu ertragen, Himmelried bezeichnet im Verlauf des Buches seine „Allein-Zeit“ als Freude. Menschen, denen jegliche Freiheit genommen wurde, bleibt nichts anderes übrig, als sich mit dieser Gegebenheit positiv zu stellen.

 

Der Autor beschreibt in seinem Roman aber nicht nur die Zeit im Knast, sondern auch die Zeit danach. Und gerade diese ist für viele Ex-Inhaftierte eine sehr schwierige Zeit. Auch Constantin Himmelried hat mit der Zeit nach dem Knast zu kämpfen. Und hier spricht er das dritte Thema an, welches mich und viele andere Leser und Menschen zum Nachdenken anregen sollte.

Nach 4 Jahren Knast stellt er fest, dass der Gipfel der Oberflächlichkeit durch Social-Media-Kanäle und andere Plattformen erreicht ist.

Man benutzt Whats-App, anstatt zu telefonieren.

Man ist darauf aus, persönliche Dinge preiszugeben, die man als Kind in ein Tagebuch geschrieben hat, mit dem Hintergedanken, dass diese Einträge niemals jemand zu Gesicht bekommt.

Erschreckende Einsichten, aber wahre Worte.

Allerdings wird dieser Umstand nur Menschen auffallen, die eine Zeit lang ohne diese Technologisierung gelebt haben.

 

„Auf keinen Fall wollte ich meine wertvollen Erkenntnisse, die der Knast mir geschenkt hatte, über Bord werfen, indem ich einfach so in das Leben „draußen“ hineinglitt.“ (S. 154)

 

Im zweiten Teil des Buches geht der Autor zum einen auf typische Vorurteile ein, die man über das Thema Gefängnis im Hinterkopf hat. Hier war ich sehr gespannt, weil uns Menschen vor allem durch Filme oder Dokumentationen über den amerikanischen Knastalltag falsche Bilder eingeimpft werden. Aber er richtet seine Worte auch an Angehörige von Inhaftierten und Opfern, an von Inhaftierung bedrohten und allgemein an unsere Gesellschaft.

 

Das letzte Drittel gibt dem Leser Aufschluss über Knastbegrifflichkeiten.

Constantin Himmelried benutzt in seinem Buch typische Redewendungen, welche im Gefängnis Einzug nehmen. Mich hat dies beim Lesen nicht gestört und ich habe am Ende gerne die eine oder andere Erklärung durchgelesen.

 

Mein Fazit

Solche Bücher sind für uns Rezensenten immer wieder schwer zu rezensieren.

Gerade gemachte Erlebnisse und die daraus mitgenommenen und niedergeschriebenen Erkenntnisse eines Menschen kann man nicht in gut oder schlecht einteilen. Für meine Person muss ein solches Buch leserlich sein und packen können. Dieses kann der Autor zum einen mit einer interessanten Thematik, aber ich mag auch den Aufbau des Buches und den Schreibstil. Ich möchte ihn zum Teil als einfach und sachlich bezeichnen, aber gerade zum Ende jedes Kapitels schwingen Emotionen in seinen Sätzen mit. Vor allem diese letzten Sätze eines Abschnitts haben mich meist zum Nachdenken anregen können und wurden von mir markiert.

Auch mit seinem zweiten Buch kann mich Constantin Himmelried begeistern.

Vielen Dank für diesen Einblick in Ihre ganz persönliche Geschichte.

Ich freue mich auf Weiteres!

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review 2015-08-23 12:02
Interessantes Thema, schockierende Geschichte
Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter - Michael Schofield,Carsten Mayer

Inhaltsangabe

Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei das unvorstellbar. Doch tatsächlich, zwei Jahre später lautet die Diagnose: Schizophrenie. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Stimmen flüstern ihr ein, aus dem Fenster zu springen, um sich selbst zu töten, oder ihrem jüngeren Bruder Gewalt anzutun. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie unter der Belastung auseinanderzubrechen droht.

 

Meine Meinung

Ich musste wirklich kurz überlegen, ob ich hierzu eine Rezension schreiben kann, denn ich merke, ich denke hier sehr persönlich.

Zum einen schockieren mich solche Geschichten, zum anderen spielt hier eindeutig mein Beruf als Ergo- und Schmerztherapeutin mit ein, was eine wertungsfreie Rezension kaum zulässt.

(wundert euch nicht, dass ich mal Jani und in den Zitaten Janni schreibe, dass Mädchen hat ihren Namen selbst des Öfteren abgeändert)

 

Vom Aufbau und Schreibstil ist dieses Buch sehr gelungen. Michael Schofield, der Vater kann uns seine Eindrücke gut vermitteln. Die Kapitel sind mit Daten betitelt.

Das ein Vater und nicht die Mutter so eine Geschichte erzählt, ist selten und das merkte ich beim Lesen immer wieder. Die Ich-Form war ständig da und sehr oft ertappte ich mich, dass ich beim Lesen die Mutter Susan vor mir hatte und nicht Michael. Einfach ein Denkfehler meinerseits, aber ab und zu führte das zu Verwirrung.

 

Zu den Charakteren selbst wollte ich mich erst gar nicht äußern, denn es sind reale Menschen, die niemand erschaffen hat. Man steckt als Leser nicht in dieser Situation drin, erlebt dieses zum Teil nervenzerreißende Leben nicht mit.

Dennoch erscheinen für mich beide Elternteile im Buch als sehr schwache Persönlichkeiten. Die Mutter meist noch mehr, als der Vater.

Beide gehen das Thema Jani falsch an.

Dass sie das Mädchen über alles lieben, glaube ich sofort. Aber der Weg bis dahin, bis die Diagnose Schizophrenie gestellt wurde, war ein harter Weg und manchmal haben sie ihn sich selbst erschwert.

 

Jani selbst war von klein auf ein außergewöhnliches Mädchen, fast zu außergewöhnlich, dass ich mich manchmal fragte, ob das wirklich eine wahre Geschichte ist. Zum Beispiel hier:

„Janni war von Anfang an Frühentwicklerin und konnte schon mit acht Monaten sprechen, mit 13 Monaten kannte sie sämtliche Buchstaben, die großen wie die kleinen, selbst wenn sie auf der Seite lagen oder auf dem Kopf standen. Mit 18 Monaten sprach sie in grammatikalisch korrekten Sätzen und stellte sich anderen mit den Worten vor: Ich heiße Janni Paige und bin 18 Monate alt.“ (S. 18)

 

Dies ist nur ein Beispiel, welches ihr Vater im Buch anführt. Mit 6 besaß Jani einen IQ von 146. ABER der Test, der gemacht wurde reichte nicht aus, denn sie erreichte hier 99,9%, dh. der wahre IQ lag wohl noch deutlich höher.

Diese Tatsachen lassen mich staunen und gleichzeitig bin schockiert, dass es sowas gibt.

 

Und dann wäre da noch Jani’s Bruder Bodhi. Michael und Susan Schofield bekamen ein weiteres Kind, um Jani in Hinsicht auf ihre soziale Interaktion zu unterstützen. Wenn sie mit anderen nicht spielt, dann vielleicht mit ihrem Bruder und dann kam alles so anders. Bereits beim Lesen, war mir klar, dass Bodhi keine „normale“ Entwicklung durchmachen wird. Er hat als Kleinkind einfach zu viel mitbekommen. Ja, als Schmerztherapeutin waren da einige sehr schockierende Szenen im Buch, bei denen ich mir dachte, dass wird Folgen haben.

Auch hier möchte ich niemanden angreifen, aber die Eltern haben sich oftmals falsch verhalten, was nicht aus Absicht heraus passierte, sondern aus Unwissenheit.

 

Vor allem das letzte Drittel wurde sehr emotional. Ob der Titel zu hundert Prozent passt, weiß ich nicht. Mich zumindest ließ er anderes erahnen.

 

Ein krönender Abschluss war Michael’s persönliche Verbindung zu diesem Lied.


„Der Song heißt nicht „Beautiful Life“, er heißt „Beautiful Day“ und will sagen, wenigstens dieser Tag, dieser heutige Tag, kann schön sein.“ (S. 329)

 

Mein Fazit

Wow! Wieder mal hat mich eine wahre Geschichte um das kleine Mädchen Jani komplett erwischt. Dieses Buch lässt einen beim Lesen nicht los und im Nachhinein auch nicht.

Eine Bewertung fällt hier wirklich schwer, denn bewerte ich die Geschichte, die Personen oder einfach nur das Buch (Schreibstil, Aufbau usw.) und blende die Geschichte und meine Meinung dazu aus?

Im Nachhinein ist es jedoch eine Geschichte, die ich weiterverfolgen werde. Vielleicht schreibt Michael Schofield ein weiteres Buch über die Jugendjahre seine Tochter und evtl. bezieht er auch das Schicksal seines Sohnes mit ein.

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review 2015-03-30 16:59
Eine deutsch-preußische Ausnahmepersönlichkeit
Die Bismarcks: Eine deutsche Dynastie - Jochen Thies

Inhaltsangabe

Triumph und Tragik einer deutschen Dynastie.

Die Bismarcks sind eine der großen deutschen Familien. Erstaunlich, dass über sie – abgesehen vom Reichsgründer – so wenig bekannt ist. Der Journalist und Historiker Jochen Thies erhielt als einer der Ersten Zugang zu den Nachlässen der fünf Enkel, er erforschte die tragische Lebensgeschichte von Herbert von Bismarck und kommt selbst bei der Kindheit und Jugend Otto von Bismarcks zu neuen Erkenntnissen. Ein Muss für jeden, der die deutsche Vergangenheit und Gegenwart verstehen will.

(Quelle: Piper)

 

Bewertung

Dieses Buch habe ich aus mehreren Gründen beim Verlag Piper angefragt: zum einen, weil das Oberhaupt der Bismarcks, Otto von Bismarck am 1. April 2015 seinen 200sten Geburtstag feiert. Und zum anderen, weil die Bismarcks zeitlebens in meiner Heimat gelebt haben. Das Geschlecht der Bismarcks wurde in meiner Heimatstadt Stendal zum ersten Mal im 13. Jahrhundert urkundlich festzustellen.

Diese beiden Gegebenheiten verbinden mich mit diesem Buch und somit machte ich mich auf die Reise in die Zeit Otto von Bismarcks und seiner Nachkommen.

 

Die Frage, die ich mir stellte und die sich zu Ehren dieser preußisch-deutschen Ausnahmepersönlichkeit auch ihr euch stellen solltet:

WER WAR BISMARCK?

Denn viele, gerade jüngere Leute wissen nicht mehr wer dieser Mann war bzw. für was seine Person zu heutiger Zeit noch immer steht.

 

Natürlich möchte ich in meiner Rezension nicht den Inhalt wiedergeben, sondern versuchen darzustellen, was mir dieses Buch brachte und welche Bedeutung ich es zuteil kommen lasse.

 

Die Geschichte um den begeisterten Zigarre rauchenden, Eisenbahnreisenden Otto v. Bismarck füllte sehr viele Wissenslücken, z.B. kenne ich jetzt die Namensgebung des Bismarck-Herings, ich erfuhr die Bedeutung des Schriftstellers Stendhal (Rot & Schwarz) und seine große Bedeutung in der Außenpolitik Deutschlands.

Bismarck wurde entweder bewundert oder gehasst, „und er fühlte sich durchaus wohl in der Rolle des bestgehassten deutschen Politikers“ (S. 93). Bei vielen wird Bismarck heute noch mit dem Antisemitismus in Verbindung gebracht, „aber er war und wurde kein Antisemit“ (S. 96).

 

Otto v. Bismarck arbeitete 26 Jahre eng zusammen mit Kaiser Wilhelm I. Nachdem dieser starb, kam nach kurzer Herrschaftszeit von Friedrich III. Kaiser Wilhelm II. an die Macht und dies bedeutete das Ende der Bismarck-Ära, denn zwischen diesen ungleichen Persönlichkeiten kam es zu vielen Ungereimtheiten. Bismarck sollte zurücktreten und das tat er.

 

Im weiteren Verlauf dieses Buches geht es um die Geschichte von Heinrich v. Bismarck, dem Sohn von Otto und seiner Frau Johanna v. Puttkamer.

Dieser hatte eine ganz besondere Beziehung zu seinem Vater, sowohl privat, als auch beruflich. Folgendes Zitat zeigt diese Beziehung deutlich auf:


„Ohne Dich würde Nacht ringsum sein, ich hänge mit allen Fasern meines Denkens und Lebens so an Dir und bin von frühester Jugend mit allen Geistes- und Herzensregungen so mit Dir verwachsen, wie mit keinem anderen Menschen: dagegen tritt alles andere zurück.“ (S. 190) (Herbert schrieb seinem Vater)

 

 Einen noch deutlich größeren Teil nehmen die Enkel und Enkelinnen von Otto v. Bismarck ein, also die Kinder Heinrichs. Diese bringen uns die Dynastie Bismarck in der Zeit von 1893 – 1981 näher.

Gerade diesen Teil fand ich persönlich am spannendsten und interessantesten, weil dieser Teil der aktuellen Zeitepoche am nahesten kam. Der Leser erfährt die Beziehungen der Enkel/-innen zum Nationalsozialismus. Otto v. Bismarck lehnte diesen ab, seine Nachkommen hingegen schlugen einen anderen Weg ein.

 

Der letzte Teil hingegen, konnte mich so gar nicht fesseln. Der letzte Teil des Buches nahm die Geschichte der Jarchliner Bismarcks ein. Hier geht es um Klaus von Bismarck, „er war kein direkter Nachfahre des Reichsgründers Otto v. Bismarck, entstammte also nicht der „Onkel-Otto-Familie“, sondern gehörte zu den Nachkommen von Ottos Bruder Bernhard, den Jarchlinern.“ (S. 333)

 

Fazit

Ein wirklich umfassendes und sehr gut recherchiertes Werk um die Dynastie der Bismarcks. Aufgrund seines Tiefgangs ist es kein Buch für Zwischendurch und weist recht oft Längen auf, die bei einer Biografie glaub ich nur schwer zu umgehen sind.

Merkwürdig fand ich, dass seinen Enkeln ein größerer Abschnitt zu kam, als Otto v. Bismarck selbst. Vielleicht mag dies an der Zeitepoche liegen.

Ich bin trotzdem froh dieses Buch gelesen zu haben und nun wissend über die Legende Bismarck und seiner Nachkommen zu sein.

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