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review 2018-05-12 12:52
Unterschätze niemals eine Frau
Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen: Was würden sie dir raten? - Andreas Jäger

Inhaltsangabe

In diesem Buch finden sich die wahren Geschichten von 25 Frauen, die alle auf ihre eigene Weise die Welt verändert haben - von den Trung-Schwestern, die vor 2000 Jahren in Vietnam eine Rebellion gegen China anführten, über Katharina die Große, die Kaiserin von Russland wurde, zu der großartigen Malerin Frida Kahlo, der jungen Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai, der engagierten Schauspielerin Emma Watson und Michelle Obama, die eine große Fürsprecherin der Rechte von Frauen und Mädchen ist.

Jede dieser Frauen ist auf ihre Weise beeindruckend, aber ob Naturwissenschaftlerin, Krankenschwester, Schriftstellerin, Rechtsanwältin, Schauspielerin, Umweltschützerin, Fußballerin oder Tierschützerin – eines haben sie alle gemeinsam: Sie waren und sind der Überzeugung, dass Männer und Frauen ebenbürtig sind, und haben sich geweigert, Männern den Lauf der Geschichte zu überlassen. 

 

Meine Meinung 

Dieses Buch gehört einfach in die Hand jedes jungen Mädchens und auch gerne in jede Hand einer erwachsenen Frau. Mit diesem Werk zeigt uns der Verlag auf, dass es weit mehr als zwei Hände voll Frauen gibt, die zu unserer Geschichte etwas beigetragen haben.

 

Ich bezeichne mich nicht nur gerne als starke und selbstbewusste Frau, sondern bin es auch. In einer Welt, die meiner Meinung nach noch sehr weit von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männer entfernt ist, sind solche Bücher unheimlich wichtig. Vor allem für die weibliche junge Generation.

Denn schaut man sich den heutigen Alltag einer Jugendlichen an, so fällt auf, dass es nicht nur Jungs sind, die einen erdrücken. Nein! Mobbing, Neid und Hass spielen in unserer modernen Welt für viele Mädchen eine große Rolle.

Zurückzug und ein geringes Selbstbewusstsein sind das Resultat.

 

Dieses Buch zeigt euch, dass Mädchen und Frauen so einiges erreichen können.

Und das Phänomen „unterschätze niemals eine Frau“ zieht sich einmal komplett durch die Weltgeschichte. Im Buch zeigt Kleopatra bereits 69 v. Chr., dass man eine Frau als Herrscherin nicht verkennen sollte.

 

Einige der 25 vorgestellten Frauen, wie zum Beispiel Jeanne D’Arc, Katharina die Große oder Florence Nightingale waren mir bereits bekannt.

„Ich habe keine Angst. Ich wurde geboren, um dies zu tun.“

(Jeanne D’Arc, 1429)

Andere wiederum waren mir noch aus der Schulzeit ein Begriff. Dazu gehören Marie Curie, Virginia Woolf und Rosa Parks.

„Ich wage sogar zu behaupten, dass sich hinter dem >Anonymus<, der so viele Gedichte geschrieben hat, ohne seinen Namen darunterzusetzen, oft eine Frau verbirgt.“

(Virginia Woolf)

 

Absolute neue und unheimlich interessante Informationen bekam ich durch dieses Buch von Ada Lovelace, Amelia Earhart und Junko Tabei.

Diese drei Geschichten machen mich wirklich neugierig auf mehr Literatur über die Damen.

„Du sollst wissen, dass ich mir der Gefahren vollauf bewusst bin.

Ich will es tun, weil ich es tun will.

Frauen müssen versuchen, das Gleiche zu wagen wie Männer.

Wenn sie scheitern, soll ihr Scheitern nur eine Herausforderung für andere sein“

(aus einem Brief von Amelia Earhart)

 

Wie bereits im Klappentext ersichtlich, hatten diese 25 Frauen Erfolg auf die verschiedensten Weisen. Dass hier nicht nur die Politik oder Bürgeraktivisten zählen, ist ein absoluter Pluspunkt. Es werden auch eine Architektin und eine Malerin geehrt.

 

Ein weiteres Highlight sind die einzelnen Illustrationen der Frauen, welche von verschiedenen Illustratoren stammen. So hat man die Frau, über die man liest, gleich vor Augen. Allerdings wurde ich dennoch angespornt auch das Internet nochmal zu einigen Damen zu befragen.

 

Vom Aufbau her erfährt man anfangs wichtige Fakten zur Biografie, im Anschluss befindet sich ein Text zum Wirken der Frauen. Dieser beläuft sich allerdings immer nur auf lediglich eine Seite. Mir war es fast immer ein wenig kurz, aber da dieses Buch unter die Kategorie Kinder- und Jugendbuch fällt, sind diese kurzen, aber informativen Abschnitte auf jeden Fall sinnvoll.

 

Am Ende jeder Vorstellung stellte der Autor verschiedene Fragen in den Raum, welche vor allem junge Frauen in der heutigen Welt beschäftigen und ließ diese Fragen aus der Sicht einer jeden porträtierten Frau beantworten.

Dieser Teil fällt absolut in das Jugendbuch-Genre. Ich konnte mich an meine Schulzeit zurückerinnern, in der mich da einige der Tipps motiviert hätten.

Als Erwachsene steht man mittlerweile über viele der angesprochenen Probleme drüber.

 

Mein Fazit

Für mich ein Buch, welches mich gut unterhalten hat und welches nachwirkt.

Der Beweis dafür, dass nicht nur Männer zu unserer Weltgeschichte etwas beigetragen haben. Dieses Buch sehe ich abschließend eher als Buch für 12- 17- Jährige, aber dennoch konnte es mir auch als Erwachsene einige neue Informationen beschaffen. Ich bin dankbar über jede starke Frau, die ich kenne.

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review 2018-02-12 08:00
Diana überzeugt mit lässiger Frauenpower
Wonder Woman: Warbringer (DC Icons Series) - Leigh Bardugo

Inhaltsangabe

Wonder Woman – als Heldin geboren, zur Legende geworden

Eigentlich will Diana, Tochter der Amazonenkönigin, nur eines: das Rennen gewinnen, in dem sie gegen die schnellsten Läuferinnen der Insel antreten muss. Doch dann erblickt sie am Horizont ein untergehendes Schiff und bewahrt Alia, ein gleichaltriges Mädchen, vor dem Tod. Doch wie Diana vom Orakel erfährt, ist es Alias Bestimmung, die Welt ins Unglück zu stürzen und Krieg über die Menschheit zu bringen. Um dies zu verhindern, reist Diana mit Alia ins ferne New York – und wird unversehens mit einer Welt und Gefahren konfrontiert, die sie bislang nicht kannte... 

 

Meine Meinung 

Ich möchte mich nicht als Superhelden-Fan bezeichnen, aber wenn, dann tendiere ich ganz klar zu den Frauen aus dieser Liga.

Kam ich schon nicht an dem Kinofilm zu Wonder Woman vorbei, so war sehr schnell klar, dass ich auch diesen Reihenauftakt lesen möchte.

Meine Hoffnung lag natürlich darauf, dass das Buch nicht eine identische Wiedergabe zum Film ist. An dieser Stelle kann ich euch schon beruhigen.

Das Buch stellt eine eigene Geschichte um die Amazone Diana dar.

 

Zu Beginn der Geschichte lernt man die 17-jährige Diana auf der Insel der Amazonen kennen. Hier regiert ihre Mutter und Diana hat sich seit ihrer Geburt zu behaupten. Denn sie ist die einzige Unsterbliche auf der Insel. Sie will endlich eine Amazone sein, wie all die anderen Frauen auf Themyscira sein.

 

Sie legt all ihre Energie in dieses Rennen. Will sich beweisen.

Doch als sie das untergehende Schiff am Horizont sieht, zeigt Diana noch eine andere Seite von sich. Sie ist nicht nur ehrgeizig, sondern mit ihren siebzehn Jahren auch leichtsinnig und kopflos. Anstatt das Rennen als Siegerin zu beenden, nimmt sie Anlauf und spring von den Klippen der Insel ins Wasser.

Am Schiffswrack angekommen, entdeckt sie ein junges Mädchen und rettet dieses.

Aus Angst, dass sie von den anderen Frauen der Insel entdeckt werden, versteckt Diana das Mädchen vorerst.

Denn Diana kennt die wichtigste Regel der Amazonen: kein anderer Mensch darf die Insel betreten. Diana weiß um eventuelle Folgen, will dem Mädchen namens Alia aber auch helfen.

 

Plötzlich passieren auf der Insel seltsame Dinge und Diana erfährt wer Alia ist.

„Kriegsbringerin. Procatalysia. Haptandra.“ (S. 156)

Und es gibt nur einen Weg, Alia von ihrem Fluch zu befreien.

Dazu muss Diana die Insel der Amazonen verlassen, eine weitere Regel, die nicht gebrochen werden sollte.

 

Im Verlauf des Buches gelangen Diana und Alia nach New York, Alias Heimat.

In der Stadt konnte Diana bei mir besondere Sympathiepunkte sammeln.

Diese Welt ist ihr einfach fremd und die Autorin verpackt die Geschichte an dieser Stelle mit viel Humor. Dianas Unsicherheit, ihr Auftreten, ihre Sprüche und Dialoge mit anderen Figuren haben mich einfach prächtig unterhalten.

 

Von einem Superheldenroman erwartet man natürlich auch Action und in New York geht es ganz schön zur Sache. Leigh Bardugo setzt die Amazonenprinzessin gekonnt in Szene und ich war voll dabei, als Diana ihr Lasso schwang und Gebäude zum Beben brachte.

 

Neben Diana und Alia treten noch drei weitere jugendliche Charaktere in Erscheinung. Jeder nimmt die Geschichte auf eine spezielle Art und Weise ein und ich mochte wirklich alle Figuren, die die Geschichte um Diana und den Weg zum Ziel begleitet haben. Als Diana merkt, dass sie Alia nicht mehr nur leitet, um den bösen Fluch der Kriegsbringerin von ihr zu nehmen, sondern eine Freundschaft entsteht, wagen sie einen Pakt.

 

„Schwester im Kampfe, ich bin dir Schild und Klinge. Solange ich atme, werden deine Feinde keine Zuflucht kennen. Solange ich lebe, ist deine Sache die meine.“ (S. 223)

 

Ihre Reise führt sie nach Griechenland. Und außer viel Sonne wartet hier ein Lauf gegen die Zeit auf die Jugendlichen. Allerdings lauern Gefahren und ein weiterer Kampf steht bevor.

 

„Sie war bereit, ihre Klinge zu wetzen.“ (S. 227)

 

Natürlich habe ich bei diesem Buch mit einem Showdown gerechnet.

Während des Lesens machte es die Autorin allerdings so spannend, dass ich hin und hergerissen war, wie die Geschichte ausgehen wird.

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Als Wonder Woman Fan habe ich mir allerdings noch mehr Kampf- und Actionszenen um Diana und ihre Kräfte gewünscht. Der Part kam mir ein wenig zu kurz. Dahingehend fand ich die Geschichte um die Jugendlichen ein wenig zu detailliert. Diese beiden Teile hätten sich mehr die Woge geben müssen.

 

Mein Fazit

Allerdings hat dieses Buch zu viele positive Seiten, als dass ich keine Leseempfehlung aussprechen könnte. Ich mochte die Grundidee um die Kriegsbringerin sehr gerne. Das was mir an Action geboten wurde, war super, aber hätte wie gesagt mehr sein können. Diana überzeugt mich und man merkt, wie Wonder Woman als Charakter im Verlauf der Geschichte zu einer Frau wird.

Wer dieses Buch zur Hand nimmt, kann mit einer fesselnden Story und viel Witz rechnen.

 

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review 2017-06-21 07:29
Willkommen in Finsterhoven. Einen angenehmen Aufenthalt!
Finsterhoven - Jeidra Rainey

Inhaltsangabe

Oktober 2016: Miranda und Seth erkunden die längst vergessene Kinder- und Jugendpsychiatrie im Wald von Finsterhoven. Tragisches scheint sich auf der geschlossenen Station im letzten Stockwerk abgespielt zu haben und als Seth plötzlich verschwindet, findet sich Miranda in ihrem persönlichen Albtraum wieder.

April 2016: Cara wird aufgrund eines Vorfalls in die Kinder- und Jugendpsychiatrie eingewiesen. Sie fühlt sich missverstanden und rebelliert, muss jedoch mit Entsetzen feststellen, wie verloren die Patienten dieser Anstalt sind und wie wenig Verständnis die Angestellten ihnen entgegenbringen. Als sie Parker, eine engagierte Psychologiestudentin kennenlernt, schöpft sie Hoffnung. Doch bringt diese Hoffnung auch eine Veränderung mit sich?

 

Meine Meinung 

Diese Bücher, die man am Tag der Erscheinung sofort kauft und dann auch gleich mit dem Lesen anfängt. Das neue Buch der Autorin, welche nun unter dem Namen Jeidra Rainey schreibt, gehört für mich zu dieser Kategorie. Ich habe bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen und auch da konnte sie mich mit einer tollen Story überraschen. Was ich besonders an den Büchern von Jeidra Rainey mag, sind die Schauplätze im Buch: verfallene Gebäude und hier nun eine ehemalige Kinder- und Jugendpsychiatrie. Allein dieser Punkt bringt immer schon einen gewissen Schauer mit sich.

 

Ich lese sehr häufig Bücher auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Besonders hier, dass die Erzählstränge gar nicht so weit auseinander liegen. Lediglich 6 Monate trennen die Geschichten von Miranda, Cara und Parker.

 

Im April 2016 begegnen wir zuerst der jungen Psychologiestudentin Parker, welche vor allem durch ihre Unsicherheit auffällt. Schnell wird sie zum Opfer anderer Mitstudenten und findet lediglich Anklang bei Chuck, welcher ebenso Psychologie studiert und sich wie sie als Außenseiter bezeichnet. Im Verlauf des Buches wird schnell klar, dass Parker ein Geheimnis hat. Irgendwas ist in der Vergangenheit vorgefallen, denn als ihre Zimmergenossin Ivy ihr Tagebuch stiehlt, erwacht in Parker eine ungeahnte Panik, dass genau dieses Geheimnis ans Licht kommen wird.

Und als die dann auch noch den heißbegehrten Assistentenplatz in Finsterhoven unter ihrer Dozentin Frau Dr. Wolff bekommt, droht Ivy ihr mit Konsequenzen.

 

Ebenfalls im April begegnen wir der 17-jährigen Cara, welche aufgrund von aggressivem Verhalten in der Schule von ihrer Mutter nach Finsterhoven gebracht wird. Anhand ihres Charakters lernen wir einige andere Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie kennen und bekommen einen Einblick in den Alltag der Klinik und den Machenschaften des Klinikpersonals. Schnell wird klar, das Cara sich gegen alles und jeden aufbringt, weil sie ihrer Meinung einfach nicht dort hingehört. Mit ihrer Psychiaterin Frau Dr. Wolff kann sie auf Anhieb keine Verbindung aufbauen, bis die Ärztin ihre neue Assistentin Parker mitbringt. Cara fühlt sich erstmals von Parker verstanden und öffnet sich.

 

6 Monate später erzählt uns die Autorin die Geschichte von Miranda, welche ebenfalls Psychologie studiert und die mit ihrem Freund Seth in die kürzlich geschlossene Psychiatrie Finsterhoven einsteigt. Das stellte sich mir doch von Anfang an die Frage, wieso „Finsterhoven“ geschlossen wurde?

Als die die geschlossene Abteilung betreten, tritt das ein, womit Miranda wohl nie gerechnet hat. Seth wird niedergeschlagen und Miranda bleibt hinter verschlossener Tür in der Psychiatrie gefangen.

„Willkommen in der Jugendpsychiatrie.

Ich wünsche dir einen angenehmen Aufenthalt.“ (Pos. 627)

Von da an, schafft es Jeidra Rainey den Leser zum Überlegen anzustiften, was dort mit Miranda passiert. Wer tut ihr das an? Und wieso?

 

Als der Name eines Mitpatienten von Cara genannt wird, fand ich schnell eine Verbindung zwischen Cara und Parker, aber dieser Name brachte mich auch bei diesen beiden Erzählsträngen überhaupt nicht weiter. Bei Miranda schaffte es die Autorin durch gezielte Wortwahl mich total zu verwirren, so dass ich hinsichtlich des Täters gar keine Vermutung anstellen konnte.

Durch den ständigen Wechsel der drei Perspektiven und sehr knackigen Kapitel konnte mich die Autorin sehr zum Weiterlesen animieren.

Durch die vielen undurchschaubaren Gegebenheiten hätte ich niemals aufhören können mit diesem Buch. Ich war sehr gespannt auf das Ende.

 

Dieses kam auf jeden Fall überraschend daher, mag aber Geschmackssache sein.

In der Hinsicht bin ich sehr gespannt auf andere Meinungen.

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Ich fand das Ende gut, im Großen und Ganzen auch passend zur Story, aber ein Punkt erschien mir etwas unrealistisch. Diesen Punkt habe ich mir aber nur notiert, weil die Autorin über die gesamte Story sehr authentisch und realistisch geschrieben hat.

Und für den perfekten Bogen hätte ich zum Ende hin gern noch etwas mehr von ein, zwei Nebencharakteren gelesen. Die letzten Kapitel schossen sich doch sehr auf die drei Hauptcharakter Cara, Parker und Miranda ein.

 

Mein Fazit

Ein Jugendthriller, der meiner Meinung nach auch super für Erwachsene zu lesen ist. Die Charaktere sind Jugendliche, aber die Geschehnisse und die Story passen zu Jedermann. Ich mag diese Atmosphäre in ihren Büchern einfach sehr gern. Und ihre Ideen sind genau mein Beuteschema: Psychiatrie, Geheimnisse, ein wenig Action und ein unvorhersehbares Ende, sowas brauch man einfach ab und zu.

Für alle Fans ihrer anderen Bücher ein Muss und für Leser, denen die Bücher der Autorin noch nicht bekannt sind, wäre „Finsterhoven“ ein super Startschuss.

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review 2016-10-28 13:08
Und plötzlich bei den Wikingern
Viking Warriors, Band 1: Der Speer der Götter - Richard Dübell

Inhaltsangabe

Ein durchtriebener Plan des listigen Gottes Loki katapultiert Viggo zurück in die Vergangenheit. Dort soll er angeblich seine leiblichen Eltern finden. Doch Lokis Absichten sind viel weitreichender: In Wahrheit will der Gott der Lügen durch Viggo den drohenden Weltuntergang - die Götterdämmerung Ragnarök - verhindern. Und so landet Viggo mitten in der rauen Welt der Wikinger, wo er um sein Überleben kämpfen muss.

 

 

Meine Meinung 

In die Geschichte um den jugendlichen Viggo fällt man praktisch hinein. Genervt vom Schulalltag, wächst Viggo bei Pflegeeltern auf, immer mit der Frage im Hinterkopf, wer wohl seine leiblichen Eltern sind.

Und dann fällt ihm dieser seltsame Mann in der Schule auf, der ihn zu beobachten scheint. Der Mann entpuppt sich als Herrn Koil vom Jugendamt. Doch er ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Viggo steht Loki von den Asen gegenüber, dem germanischen Gott der Täuschung und Lügen.

 

Von Loki wird Viggo in die Vergangenheit katapultiert. Viggo erhofft seine Eltern ausfindig zu machen, Loki hingegen verfolgt ganz andere, größere Pläne mit dem Jungen, von denen dieser allerdings erst nach und nach erfährt.

 

In diesem Buch wurde mir wieder klar, wie sehr ich als Leserin auf das Setting und die Atmosphäre fixiert bin. Wenn dieser Punkt nicht stimmt, kann die Thematik noch so spannend und die Charaktere noch so gut durchdacht sein, dann will der Funke bei mir einfach nicht überspringen. Hier bekam ich eine ordentliche Packung an atmosphärischen Eindrücken. Die Wetterbedingungen und die örtlichen Beschreibungen konnten mich einfach absolut überzeugen und erst so richtig in die Wikingergeschichte hineinziehen.

 

Aber auch an Charakteren hat der Autor hier einige sehr interessante eingebaut.

Allerdings konnte mich wirklich nicht unbedingt Viggo überzeugen, sondern mein Herz schlägt nach diesem Band für die Schildmaid Thyra. Ihre Geschichte wird am Anfang in einem gesonderten Handlungsstrang erzählt, aber dass Viggo und Thyra aufeinandertreffen, war fast unvermeidlich und ich habe dem mit großer Spannung entgegengefiebert.

 

Ein weiteres Highlight für mich war der sehr detailgetreue Einblick in die Geschichte der germanischen Gottheiten. Ich selbst bin ein großer Fan dieser Thematik und der Autor konnte auch Laien sehr gut in diese Thematik einführen. Die Wikingerzeit gehört zu einer meiner liebsten und demnach war dieses Buch auch dank eines sehr flüssigen Schreibstils ein Genuss. Auch eingebrachte Fantasyelemente konnten mich begeistern.

Die verschiedenen Abenteuer und auch das überraschende Ende machen einfach Lust auf mehr.

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Als Kritikpunkt möchte ich es nicht bezeichnen, aber ich hoffe, dass der Autor im zweiten Band der Reihe, die Charaktere etwas intensiver durchleuchtet. Einige waren interessant, erschienen mir in der Geschichte aber entweder zu schnell abgearbeitet oder zu blass. Des Weiteren behalte ich mir eine Maximalbewertung bei Reihen immer für den zweiten Band vor. Die große Aufgabe bei Buchreihen ist, die Leser nicht nur neugierig zu machen, sondern deren Spannung auch bei Folgebänden weiter aufrechtzuerhalten. Bei Herrn Dübell habe ich da große Hoffnung.

 

Mein Fazit

Wer wie ich ein großer Fan der Wikingerzeit und der Geschichte der germanischen Gottheiten ist, sollte zu diesem Buch greifen. Auch wenn es als Jugendbuch ausgeschrieben ist, konnte ich mich voll auf die Geschichte einlassen und freue mich im zweiten Band wieder mit Viggo, seinen Gefährten und vor allem Thyra auf Abenteuerreise zu gehen.

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review 2016-08-06 13:34
Ein Thriller für Jugendliche…
Mein böses Blut: . - Geoffrey Girard,Anja Hackländer

Inhaltsangabe

Jeff dachte immer, dass er ein Teenager ist wie jeder andere. Doch an seinem 16. Geburtstag erfährt er das Unglaubliche: Er ist ein Klon des Serienkillers Jeffrey Dahmer! Und es gibt weitere jugendliche Klone. Im Rahmen eines streng geheimen Regierungsprojekts, unter der Beobachtung von Wissenschaftlern, durften manche von ihnen wohlbehütet aufwachsen, andere erlebten dagegen die Kindheit ihres Originals. Nun sind einige von ihnen ausgebrochen. Gemeinsam mit  dem Polizisten Castillo, der die entflohenen Jugendlichen wieder einfangen soll, jagt Jeff den Killern quer durch die USA hinterher... 

 

Meine Meinung

Wem dieser Klappentext ein wenig bekannt vorkommt, der irrt sich nicht, denn dieses Buch gibt es bereits als Erwachsenenbuch. Bereits 2014 wurde „Verdorbenes Blut“ von Geoffrey Girard bei Bastei Lübbe veröffentlicht. In diesem Buch geht es um die Klone der Serienmörder, ihre Taten, ihre Opfer, ihre Charakterzüge. Man lernt auch den kleinen Jeff als einen der Klone kennen, dieser steht jedoch nicht im Fokus. In „Verdorbenes Blut“ verfolgt man die Geschichte um Castillo, der die Klone jagt.

 

Die Grundstory ist absolut die gleiche. Allerdings sind Faktoren, wie Gewalt und Blut in „Mein Böses Blut“ deutlich herabgesetzt. Auch die Informationen zu den einzelnen im Buch vorkommenden Serienmördern wurde nicht so explizit im Buch besprochen und wenn wurde brutale Details vorwiegend weggelassen. Es ist halt wirklich eine Young Adult Version von „Verdorbenes Blut“.

 

An dem Schreibstil und dem Aufbau des Buches selbst, hatte ich auch hier keinerlei Probleme während des Lesens. Ein flüssiger Schreibstil trifft auf kurze Kapitel und ein paar grafische Auflockerungen. Denn der liebe Jeff macht sich zur Aufgabe Castillo bei der Suche nach den anderen jugendlichen Klonen zu helfen. Um sie aufzuspüren muss er seltsame Zeichnungen seines Vaters lösen. Dieses Detail kannte ich schon, aber die Idee ist einfach gut gemacht und gut ins Buch eingebracht.

 

Natürlich hat dieses Buch nicht nur eine oberflächliche Handlung, sondern auch ein tiefgründiges Thema, welches behandelt wird.

Wird der Klon eines Serienmörders ebenso gewalttätig?

Ist eine gegebene DANN durch Erziehung und Umweltfaktoren zu beeinflussen?

Und allein der Gedanke, ob es dieses Klonen wirklich gibt?

 

Auch der 16-jährige Jeff stellt sich die Frage, ob er so werden wird wie der bekannte Serienmörder Jeffrey Dahmer oder ob er dagegen ankämpfen kann und ein ganz normales Leben führen wird. Vergleicht er die Wesenszüge, stellt er doch so einige Gemeinsamkeiten fest…

 

Eigentlich hatte ich vor, „Verdorbenes Blut“ noch einmal zu lesen, um meine fehlende Rezension auszuarbeiten, aber im Moment reizt es mich so gar nicht, weil die Story doch sehr identisch ist.

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Wie bereits im Erwachsenenband kann mich das Ende des Buches absolut nicht begeistern. Der Ausgang hätte realistischer sein können bzw. für mich sein müssen, denn so wird die Thematik fast ins Lächerliche und Unmögliche gezogen.

Bei einem Vergleich mit „Verdorbenes Blut“ kann dieses Buch natürlich nicht mithalten. ABER ein Jugendlicher liest wahrscheinlich lieber aus der Sicht eines Jugendlichen, als auch der Sicht eines erwachsenen Polizisten. Demnach werde ich es auch als Jugendbuch bewerten.

 

Beide Bücher direkt hintereinander sollte man nicht lesen, da sie sich doch sehr gleichen.

 

Mein Fazit

Allein stehend ist dieses Buch eine Leseempfehlung für alle Serienmörderfans wert.

Im Vergleich mit „Verdorbenes Blut“ schneidet es nicht ganz so gut ab. Ich entscheide mich dann doch für die Erwachsenenversion.

Dennoch bewerte ich es als Young Adult Version.

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