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review 2018-04-22 23:06
Eine Liebeserklärung an Bücher und ihre Leser
Das Mädchen, das in der Metro las: Roman - Sylvia Spatz,Christine Féret-Fleury

Bei gerade einmal 172 Seiten ist die Handlung überschaubar: Juliette führt ein unauffälliges, wenig aufregendes Leben und mag ihren Job als Immobilienmaklerin nicht besonders. Eines Tages trifft sie den Exil-Iraner Soliman, der sie als Bücherkurierin engagiert. Er ist davon überzeugt, dass jedes Buch das Leben eines Menschen verändern kann – wenn es den richtigen Leser findet. Juliette soll nun geeignete Empfänger für ihre Bücher finden.

 

Christine Féret-Fleury ist ein charmanter Roman über die Magie der Bücher gelungen. Sie ist eine Meisterin der leisen Töne und kommt ohne großes Drama aus. Dabei legt der Roman einen starken Fokus auf das Innenleben der Protagonistin. Hier gefielen mir besonders die Gedankensprünge von Juliette, die viel über sie offenbaren und die ganz natürlich aus der Feder der Autorin zu fließen scheinen. „Das Mädchen, das in der Metro las“ ist im Endeffekt Juliettes Coming-of-Age-Story, denn natürlich hilft sie nicht nur anderen mit Büchergeschenken, sondern findet vor allem ihren eigenen Platz im Leben. Ich fand es sehr angenehm, dass Juliettes eigenen Ambitionen und Wünsche dabei im Vordergrund stehen und das Buch ganz ohne kitschige Liebesgeschichte auskommt.

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review 2018-03-02 13:23
Viehische Gewalt
Der Stier und das Mädchen - Ein Island-Thriller - Stefán Máni,Karl-Ludwig Wetzig

Frida und Melanie sind in ihren Ferien auf Island unterwegs. Als sie notgedrungen wegen einer Panne anhalten und Hilfe bei einem Bauernhof suchen, gefriert ihnen das Blut in den Adern. Denn sie machen einen grausamen Fund …

Stefán Máni hat mit „Der Stier und das Mädchen“ einen brutalen Island-Thriller geschrieben, der von Anfang bis Ende spannend, ungewöhnlich und fesselnd zu lesen ist.

Der Klappentext führt etwas in die Irre, weil es gar nicht um Frida und Melanie geht. Dieses Gespann bildet lediglich die Rahmenhandlung, weil man sie nur bis zu dem grausamen Fund begleitet.

Hauptsächlich geht es um eine isländische Familie und die einzelnen Familienmitglieder. Dabei wird überwiegend Augenmerk auf die Tochter Hanna und den Sohn Óskar gelegt. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel über die Figuren verraten, weil ihre Entwicklung zentral für den Handlungsverlauf ist.  

Máni spricht hier besonders Themen an, die mit dem abgeschiedenen Leben am Land verbunden sind und geht genauso gekonnt auf die Probleme der Großstadt ein. 

Der Schauplatz Island ist mir leider etwas zu kurz gekommen. Zwar begleitet man Hanna in der Hauptstadt Reykjavík, jedoch ist die Atmosphäre austauschbar. Es hätte jede andere Stadt genauso sein können. Auch die gesellschaftlichen Besonderheiten der Isländer haben für meinen Geschmack zu wenig Raum erhalten, denn sie werden mit keinem Wort erwähnt. Dabei hatte ich aufgrund der Untertitelung als ‚Island-Thriller‘ schon gewisse Erwartungen daran.

Inhaltlich hat der Autor ein wahres Drama geschaffen, das mir ordentlich unter die Haut gegangen ist. Obwohl es sich um einen Thriller handelt, hat die Geschichte auf mich realitätsnah gewirkt. Meinem Empfinden nach könnte es sich tatsächlich so zugetragen haben.

Die eigentliche Handlung ist in mehreren Stränge in Gegenwart und Vergangenheit angesetzt. Zwar wird nicht chronologisch erzählt, doch die Episoden sind durch ein ‚Tick Tack‘ gekennzeichnet. Dadurch sind sie im Großen und Ganzen übersichtlich beschrieben. Trotzdem habe ich mir etwas schwer getan, weil der Autor zwischen den Figuren herumspringt und einen von einer Szene in die nächste reisst. 

Die kurzen Kapitel sind intensiv und schonungslos geschrieben. Sie stacheln Gefühle sowie Emotionen an und sind von einer blutrünstigen kalten Aura umgeben. Dabei hat Máni teils einen vulgären Sprachgebrauch und so manche seiner Ideen kann man schon als barbarisch bezeichnen.

Eine blutrünstige Szene ist mir sehr nahe gegangen, weil dabei ein Tier im Mittelpunkt steht. Ich habe schon öfter gemerkt, dass ich Gewalt und Brutalität gegenüber Menschen in Büchern besser ertragen kann, als wenn ein Tier misshandelt wird. Bei dieser Szene hat sich bei mir alles zusammengezogen und ich habe fassungslos den Kopf geschüttelt, weil ich es als dermaßen unfair empfunden habe.

Obwohl Stefán Máni mit Horror-Meister Stephen King verglichen wird, kann ich dem nicht zustimmen. Máni schreibt gut, fesselt mit einfachen kurzen Sätzen und regt ordentlich die Gemüter auf. Mit der dichten Atmosphäre anderer Autoren kann sein Werk - trotz der einnehmenden Stimmung - allerdings (noch) nicht Schritt halten, weil er meinen Lesefluss durch den episodenhaften Aufbau eher belastet als vorangetrieben hat.

Dennoch ist „Der Stier und das Mädchen“ meiner Meinung nach ein beispielloser, aufreibender Thriller, der packen kann, und dem Leser eine dramatische Familiengeschichte vor Augen führt. Zarte Gemüter sollte sich vor der viehischen Gewalt und dem anrüchigen Ton hüten. Wer dies verkraften kann, wird aufwühlende Lesestunden erleben.

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2018-01-17 15:10
Rezension | Das Mädchen, das Weihnachten rettete von Matt Haig
Das Mädchen, das Weihnachten rettete: Roman - Matt Haig,Chris Mould,Sophie Zeitz-Ventura

Beschreibung

 

Nach dem Tod ihrer Mutter wird die achtjährige Amelia zur Waisen. Zuerst versucht sie sich mit dem Kaminkehrerhandwerk ihrer Mutter weiterhin über Wasser zu halten und hofft auf ein Wunder durch den Weihnachtsmann. Jedoch hat der Weihnachtsmann gerade selbst einiges um die Ohren. Trolle haben das Wichtelreich überfallen und der immer schwächer werdenden Weihnachtszauber gibt dem Weihnachtsmann zu denken.

 

Währendessen landet Amelia im Arbeitshaus und ihre Hoffnung auf Rettung schrumpft mit jedem Tag. Das Weihnachtsfest droht auszufallen, und nur mit Hilfe Amelias kann der Weihnachtsmann das Fest noch retten.

 

Meine Meinung

 

Bestsellerautor Matt Haig hat nun nach “Ein Junge namens Weihnacht” sein zweites Weihnachtsbuch mit dem Titel “Das Mädchen, das Weihnachten rettete” heraus gebracht. Bisher habe ich noch kein Buch des Autors gelesen, also war es für mich nun höchste Zeit endlich damit zu beginnen!

 

"Hier war es ganz anders als in der Kurzwarengasse. Alles wirkte teuer und ruhig, als wäre Ruhe etwas, das man sich leisten können muss." (Das Mädchen, das Weihnachten rettete, Seite 202)

 

Schon alleine die Covergestaltung zu den Weihnachtsbüchern ist sehr vielversprechend, es glitzert und funkelt – einfach genau das richtige für diese festliche Jahreszeit! Unter den Buchdeckeln steckt dann auch noch ein wunderbarer Roman für Jung und Alt, der sich perfekt für die Vorweihnachtszeit eignet. Egal ob man ihn selbst liest oder jemanden vorlesen möchte. Matt Haig steckt in seine Weihnachtsgeschichte so viel Emotion, Humor, Magie und Abenteuerlichkeit, dass man sie einfach lieben muss! Erst Recht wegen den passenden Illustrationen von Chris Mould.

 

Auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Weihnachtsbuch ist es mir leicht gefallen, mich in der Geschichte zurecht zu finden. Zum einen erzählt Matt Haig von dem Schicksal des achtjährigen Waisenmädchens Amelia, die sich dem harten Alltag eines Arbeitshauses und der unmenschlichen Behandlung durch dessen Führung ausgesetzt sieht. Zum anderen erfahren wir etwas über die Probleme des Weihnachtsmannes, denn die nötige Weihnachtsmagie befindet sich im Sturzflug nach unten, und dass obwohl sie für seine Arbeit doch so wichtig ist. Ohne Hoffnung und die daraus entstehende Magie gibt es nicht genügend Antrieb für den Weihnachtsschlitten und die festliche Überraschung für die Kinder droht damit auszufallen. Zudem haben Trolle Wichtelgrund überfallen und die Wichteljournalistin Nusch setzt alles daran die Hintergründe aufzuklären.

 

"Die Wut wallte in ihr hoch wie die Hitze im Kamin. Sie begriff, dass die Welt und alles, was darin war, Männern gehörte." (Das Mädchen, das Weihnachten rettete, Seite 138)

 

Besonders gut hat mir gefallen, dass Matt Haig historische Persönlichkeiten in seine weihnachtliche Geschichte einbindet. Wie der Weihnachtsmann Bekanntschaft mit Queen Victoria macht und welche Rolle Charles Dickens übernimmt findet ihr am besten selbst heraus. “Das Mädchen, das Weihnachten rettete” ist für mich jetzt schon ein Klassiker den ich euch wärmsten empfehlen möchte!

 

Information zur Reihe

 

1. 2016 Ein Junge namens Weihnacht 2015 A Boy Called Christmas
2. 2017 Das Mädchen, das Weihnachten rettete 2016 A Girl Who Saved Christmas
3.
20?? ??? 2017 Father Christmas and Me

 

Fazit

 

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten – diese Geschichte voller Magie und Wunder merkt ihr euch am besten schon jetzt vor!

 

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-das-maedchen-das-weihnachten-rettete-von-matt-haig
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review 2017-10-30 08:00
Ein Allzu Schönes Mädchen
Ein allzu schönes Mädchen - Jan Seghers

This was the first book I read by the German author Jan Seghers. I had seen it a few times before in the bookstores, but when I had a long train journey to make, I finally had a excuse to buy it.

I enjoyed the story. For me, it felt like I was reading a Scandinavian thriller, with a lot of room for psychology and social-cultural problems. Luckily, that's the kind of book I like to read. Unfortunately I haven't seen a lot from Jan Seghers after this one, but haven't (for reasons unknown) really looked for them either. I should really do so.

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review SPOILER ALERT! 2017-07-21 12:07
Die Mädchen von der Englandfähre
Die Mädchen von der Englandfähre (Ein Fa... Die Mädchen von der Englandfähre (Ein Fall für Journalistin Nora Sand 1) - Lone Theils,Ursel Allenstein

 

Zum Buch: https://www.rowohlt.de/taschenbuch/lone-theils-die-maedchen-von-der-englandfaehre.html

 

 

Der Bestseller aus Dänemark mit einer grandiosen Ermittlerin:

 

Journalistin Nora Sand.

 

 

Im Sommer 1985 verschwinden die dänischen Teenager Lulu und Lisbeth auf der Überfahrt nach England spurlos. Eine Suchaktion über Landesgrenzen hinweg verläuft im Nichts. Jahrzehnte später fällt Nora Sand, die in London für eine dänische Zeitung arbeitet, ein Foto der beiden in die Hände: Es zeigt die Mädchen in der Zeit nach ihrem Verschwinden. Nora lässt die Geschichte nicht los. Ihre Recherchen beginnen in Dänemark, wo die Mädchen in einem Heim aufwuchsen. Und führen zu dem englischen Frauenmörder Bill Hix. Der verbüsst im berüchtigten Gefängnis Wolfhall eine lebenslange Haftstrafe.

 

Nora ahnt nicht, welche Konsequenzen ihre Nachforschungen haben. Die Suche nach der Wahrheit ist gefährlich ...

 

 

Meine Meinung:

 

Ich bin über eine Leserunde bei wasliestdu.de auf das Buch aufmerksam geworden und habe mich direkt dafür beworben und es erfreulicherweise auch gewonnen. 

 

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, ich war wirklich direkt von der ersten Seite an gefesselt und das hat sich bis zur letzten Seite durchgezogen. 

 

Der Aspekt, dass hier eine Journalistin einer Spur in einem alten Vermisstenfall nachgeht, fand ich sehr interessiert. Auch dass ein verurteilter Serienmörder hier eine Rolle spielt, hat die Spannung nochmal mehr gesteigert. 

 

Die Hauptprotagonistin Nora hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn sie mir im privaten Bereich doch etwas naiv vorkam. 

 

Zum Ende hin wurde es auch noch einmal richtig spannend, da konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen, zumal es auch noch einige sehr überraschende Wendungen gab. 

 

Einzigster Kritikpunkt meinerseits waren ganz wenige Logikfehler bzw. Gegebenheiten, die mir etwas unrealistisch vorkamen, z.B. in Bezug auf die Gefängnissituation. Näher kann ich nicht darauf eingehen, ohne den Lesern etwas vorweg zu nehmen. 

 

Alles in allem kann ich nur sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Es soll ja der Beginn einer Reihe sein, diese werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne. 

 

 

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