logo
Wrong email address or username
Wrong email address or username
Incorrect verification code
back to top
Search tags: Literatur
Load new posts () and activity
Like Reblog Comment
review 2018-05-23 16:31
Rezension | Kenia Valley von Kat Gordon
Kenia Valley - Kat Gordon,Mayela Gerhard... Kenia Valley - Kat Gordon,Mayela Gerhardt

Beschreibung

In den 1920er Jahren beginnt für den fünfzehnjährigen Theo Miller ein ganz neues Leben. Die Arbeit seines Vaters bei der Eisenbahn führt Theo mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester Maud von England nach Kenia. Die exotische Welt Afrikas voller neuer Gerüche, Menschen und Tieren wird schnell zu einem neuen Zuhause und Theo findet in Sylvie und Freddie zwei deutlich ältere Freunde. Theo verliebt sich über beide Ohren in die wunderschöne und unerreichbare Sylvie und gerät in die berauschende Welt des Happy Valley Set.

Nachdem Theo sein Studium in England abgeschlossen hat kehrt er als erwachsener Mann nach Kenia zurück. Nicht nur das Land hat sich seither durch die Kolonialisierung verändert, sondern auch seine Freunde.

Meine Meinung

Kat Gordons Roman „Kenia Valley“ hat mich durch das exotische Cover gleich angesprochen und meine Neugierde auf ein buntes afrikanisches Abenteuer befeuert. Der Titel war für mich besonders verheißungsvoll, denn vor einigen Jahren verbrachte ich meinen Urlaub dort und durfte eine wundervolle Safari im Tsavo Ost Nationalpark miterleben. Ich war also ganz schön auf den Romaninhalt gespannt und wurde wirklich nicht enttäuscht!

"Daressalam war exotisch gewesen, aber dieses neue Kenia war das Afrika, von dem ich geträumt hatte, das Afrika von Henry Rider Haggard, und ich konnte es kaum abwarten, dass die Zugfahrt ein Ende nahm und mein Leben in dieser unglaublichen Landschaft begann." (Kenia Valley, Seite 19)

Der detailverliebte Schreibstil von Kat Gordon hat die einzigartige Kulisse Afrikas in mein Wohnzimmer gebracht. Außerdem hat die Autorin die aufregenden 20er Jahre vor dem spannenden Hintergrund der Kolonialisierung lebendig werden lassen. Gemeinsam mit dem fünfzehnjährigen Hauptprotagonisten Theo taucht man in die Hitze Afrikas und das ausschweifende Leben der Mitglieder des Happy Valley Set ein.

Durch die unschuldigen Augen des heranwachsenden Theo Miller erhält man einen staunenden Blick auf die außergewöhnlichen Persönlichkeiten die durch die Kolonialisierung ihr Glück in Afrika suchen. Die schillernde Gesellschaft von Freddie und Sylvie zieht Theo von Anfang an vollkommen in den Bann. Nur zu gern möchte auch Theo Teil davon sein, auch wenn diese Freundschaft zu Beginn den Argusaugen seiner Mutter unterliegt. Das Verhältnis zwischen Theo und seiner Mutter ist allerdings nicht das beste, sein Vater ist mit seinem Job bei der Eisenbahn beschäftigt und so scheint seine Schwester Maud als einzige eine emotionale und familiäre Bindung zu ihm zu besitzen. Der Freundschaft zu Freddie, Sylvie und weiteren Mitgliedern der Happy Valley Gesellschaft sind somit die Tore geöffnet.

Ausladende Dinnerpartys, jede Menge Alkohol und Drogen sind in der damaligen Glamourwelt der Kolonialherrschaften Gang und Gäbe. Theo wächst in diesem schillernden Umfeld heran und verstrickt sich durch seine Liebe zu Sylvie immer tiefer im Netz der Oberflächlichkeiten. Nachdem der Geschichte im ersten Teil ein farbenfroh glänzender Grundstock gelegt wurde, befasst sich der zweite Teil des Buches mit den etwas tristeren 1930er Jahren. Theo hatte für sein Studium Kenia verlassen und findet nach seiner Rückkehr eine verändertes Land vor. Die faschistische Politik Europas ist bis nach Afrika vorgedrungen und lässt die Macht der weißen Kolonialherrschaften über das schwarze afrikanische Volk in einem anderen Licht erstrahlen. Während sich Theos Schwester Maud für die Einheimischen stark macht lässt sich Freddie für die faschistische Politik einspannen.

Kat Gordon hat mit „Kenia Valley“ nicht nur einen unterhaltsamen historischen Roman erschaffen, sondern sie regt mit dem Porträt der damaligen Gesellschaft zum nachdenken an.

Fazit

Verführerisch und exotisch zugleich: Eine fesselnde Zeitreise in die 20er und 30er Jahre des kolonialisierten Afrikas.

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-kenia-valley-von-kat-gordon
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2018-05-13 20:08
Der Pub der guten Hoffnung - Alexandra Zöbeli
180513 PubdergutenHoffnung1
Autorin: Alexandra ZöbeliTitel: Der Pub der guten HoffnungReihe: neinGenre: Liebesroman, zeitgen. GegenwartsliteraturVerlag: Forever, [02.04.2018]Kindle-Edition: 416 Seiten, ASIN: B079GZ34SXgelesen auf dem Kindle Paperwhite und über die Kindle-App1000 Dank an Verlag und NetGalley.de klick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

Ein Cottage, ein Pub und die zweite Chance zum Glück

Nach dem Tod ihres Sohnes haben sich Sam und Hannah völlig voneinander entfernt. Als Hannah Sam schließlich nicht mehr sehen will, kommt das Angebot seines Freundes, eine Auszeit in dessen Cottage im kleinen Ort Dinorwig in Wales zu nehmen, gerade recht. Dort findet Sam tatsächlich die viel benötigte Ruhe und Ablenkung. Im Pub zur guten Hoffnung zwischen grünen Hügeln und kauzigen Dorfbewohnern schöpft er wieder Mut. Nicht zuletzt wegen Hope, die bald mehr als nur eine Freundin für ihn ist. Doch dann steht Hannah wieder vor ihm und Sam muss sich entscheiden…

Meine Meinung:

 

Dies ist das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Was ich an ihren Büchern schätze, ist zum einen der Bezug zu Britischen Gegenden (Wales in diesem Fall kenne ich zwar nicht, aber die Liebe zum Britischen haben wir gemein), eine Liebesgeschichte, die etwas Anrühriges hat und nicht kitschig ist und ein aktuelles Thema.

 

Das aktuelle Thema in diesem Buch ist der Amoklauf eines jungen Mannes namens Felix. Die Autorin wirft die Frage auf, ob immer so klar ersichtlich ist, wer die Opfer sind und schildert eine fiktive Situation, die trotz der Groteske unter die Haut geht. Kann es tatsächlich Menschen geben, die die Eltern eines solchen jungen Mannes verantwortlich machen? Mal davon abgesehen, dass die Journalisten diese auch zu belagern scheinen… Jeder geht mit Schicksalsschlägen anders um. Hannah, Felix’ Mutter kommt die meiste Zeit sehr unsympathisch rüber. Sie lässt nicht nur keine Nähe mehr zu, zieht sich in sich selbst zurück und geht dann auch in eine psychiatrische Einrichtung, sie macht sich selbst etwas vor, scheint sich in ihrem Selbstmitleid und ihrer Trauer einzuigeln und reagiert dermaßen biestig, dass ich sie gern mal geschüttelt hätte.

 

Sam trauert nicht weniger, leidet unter Alpträumen und lässt sich schließlich, nachdem er seine Anstellung als Lehrer verloren hat überreden, für eine Weile in das Cottage seines Freundes nach Wales zu gehen. Und dies entpuppt sich als wahres Glück für ihn und auch Hannah.

 

Mehr möchte ich nicht verraten, denn ich fand das Hin und Her, die Story selbst, wirklich interessant, die sich entwickelnden Beziehungen, den Zusammenhalt der Leute, die Chance eines Neuanfangs schlechthin und die damit verbundenen Steine im Weg. Eine wirklich schöne Lektüre, die ich über viele Stunden genossen habe.

 

08/10 Punkte. Mein Dank geht an Verlag und NetGalley.de !!!

 

Zitat:

Die nächsten Tage brachten keine Besserung, im Gegenteil, Hannah wurde immer schweigsamer. Wenn Sam bei ihr war, antwortete sie knapp auf seine Fragen, von sich aus erzählte sie nichts. Über Felix oder darüber, was geschehen war, weigerte sich Hannah zu sprechen.
2. Kapitel, bei 2 %

180513 PubdergutenHoffnung2

 

Von Alexandra Zöbeli sind bei Forever erschienen:

 

Ein Bett in Cornwall
Ein Ticket nach Schottland
Die Rosen von Abbotswood Castle
Der Himmel über den Black Mountains – beendet 13.03.2017 – 07/10 Punkte
Der Pub der guten Hoffnung – beendet 13.05.2018 – 08/10 Punkte

 

Der Pub der guten Hoffnung - Alexandra Zöbeli 

Source: sunsys-blog.blogspot.de/2018/05/gelesen-der-pub-der-guten-hoffnung.html
Like Reblog Comment
review 2017-10-15 13:21
Rezension | Die Schlange von Essex von Sarah Perry
Die Schlange von Essex - Sarah Perry,Eva... Die Schlange von Essex - Sarah Perry,Eva Bonné

Beschreibung

 

London 1893.

 

Die junge Witwe Cora Seaborne zieht es nach dem Tod ihres Mannes aus der Hauptstadt nach Essex. In Begleitung ihres Sohnes Francis und ihrer Freundin Martha möchte die begeisterte Naturwissenschaftlerin nach Fossilien suchen

.

In Essex kommen Cora Seaborne Gerüchte über eine unheimliche Schlange zu Ohr, die ihr Unwesen in dem Küstenort Aldwinter ihr Unwesen treiben soll. Natürlich entfachen diese Geschichten Coras Neugier und so geht die Reise weiter nach Aldwinter. Dort gerät sie als Anhängerin der Wissenschaft mit dem Pfarrer William Ransome aneinander.

 

Meine Meinung

 

Sarah Perry ist es mit ihrem Roman „Die Schlange von Essex“ gelungen gleich mehrere wichtige Buchpreise in England (wie z. B. den Britischen Buchpreis) zu gewinnen. Durch diesen Überraschungserfolg und dem ansprechend gestalteten Buchcover wurde meine Neugier geweckt.

 

"Das Pendel schwingt von einem Jahr ins andere, und das Gesicht der Tiefe verfinstert sich." (Die Schlange von Essex, Seite 13)

 

Ich liebe die klassischen Romane von Jane Austen, Oscar Wilde und Co. und habe mich sofort in den poetischen und altertümlich anmutenden Schreibstil von Sarah Perry verliebt, der mich so sehr an die Werke der großen Weltliteratur erinnert hat. Das gelungene Setting im nebelverhangenen Essex hat direkt Bilder vor dem inneren Auge projiziert, was einfach perfekt zur Gothic Novel Note des Romans passt.

 

"»Sie haben bestimmt von der Schlange von Essex gehört, die einst der Schrecken von Henham und Wormingford war und vor Kurzem erst wieder gesichtet wurde?«" (Die Schlange von Essex, Seite 56)

 

Das Geheimnis und die Gerüchte um die Schlange von Essex sind Kern- und Angelpunkt der Geschichte. Dennoch steht nicht unbedingt die Schlange im Mittelpunkt, sondern die Menschen die sich in der unmittelbaren Umgebung des Geschöpfs bewegen und leben. Sehr eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail hat Sarah Perry ihren Charakteren Leben eingehaucht, so dass man fast das Gefühl hat die Personen würden direkt vor einem stehen.

 

Das Augenmerk liegt auf der jungen Witwe Cora Seaborne die sich der Wissenschaft verschrieben hat und nicht gerade als Frau des Londoner Stadtlebens daher kommt, sondern eher wie das blühende Leben vom Lande erscheint die am liebsten bequeme Kleidung trägt. Durch den Landpfarrer William Ransom der dem direkten Gegenteil von Coras Weltanschauungen entspricht, kommt Dynamik und eine knisternde Atmosphäre ins Spiel. Die beiden fühlen sich trotz der Umstände, dass William bereits verheiratet und ein Mann Gottes ist, unweigerlich zueinander hingezogen. Dies äußerst sich durch eine wunderbare Freundschaft in der Dinge wie Glaube, Liebe und wissenschaftliches besprochen und erörtert wird.

 

"»Ich bin durstig, so war es immer – mich dürstet nach allem. […]«" (Die Schlange von Essex, Seite 156)

 

Leser die eine spannende und temporeiche Lektüre bevorzugen, werden mit dieser Geschichte nicht glücklich werden. Sarah Perrys Roman lebt von der einmaligen Sprache (wirklich jede Seite ist ein Gedicht) und den zwischenmenschlichen Verstrickungen die typisch für einen Roman über das viktorianische Zeitalter sind. „Die Schlange von Essex“ ist ein ruhiges und tiefschürfendes Leseerlebnis, dass einen mit Haut und Haar erfasst.

 

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Vor allem Freunde der klassischer Literatur oder Liebhaber des viktorianischen Zeitalters dürften mit Sarah Perrys Roman „Die Schlange von Essex“ gut beraten sein.

 

Fazit

 

Es spricht soviel Herz uns Seele aus diesem Buch – einfach umwerfend!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/die-schlange-von-essex-von-sarah-perry
Like Reblog Comment
review 2017-05-10 17:14
Rezension | Elefant von Martin Suter
Elefant - Martin Suter

Beschreibung

 

Durch Zufall entdeckt der Obdachlose Schoch vor seinem Schlafplatz einen kleinen rosafarbenen Elefanten, den er zunächst aufgrund seiner Größe für ein Spielzeug hält. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Elefanten um ein richtiges Lebewesen in Miniaturform handelt, dass im Dunkeln sogar leuchtet.

 

Der entzückende Mini-Elefant ist das Ergebnis eines Experiments des Genforschers Roux, der sich mit seinem süßen Forschungsobjekt eine große Sensation und einen entsprechenden finanziellen Reibach verspricht. Doch Roux hat die Rechnung nicht mit dem burmesischen Elefantenpfleger Kaung und weiteren Menschen gemacht, die den kleinen Elefanten vor seinem Schicksal beschützen.

 

Meine Meinung

 

In Martin Suters neuesten Roman mit dem Titel „Elefant“ habe ich mich schockverliebt! Anders kann man es überhaupt nicht ausdrücken – die Begegnung mit dem ganz und gar entzückenden Minielefanten und den wundervollen Menschen die alles erdenkliche unternehmen, um dieses einzigartige Geschöpf vor der Sensationslust und Gier böser Menschen versuchen zu beschützen, hat einen emotionalen Tiefgang der mich sofort abholt.

 

"Er war seit der ersten Begegnung mit dem kleinen Wesen verzaubert von dessen – Anmut." (Seite 174)

 

Die näheren Informationen und Hintergründe zum Minielefanten werden erst nach und nach gelüftet, daher spannt sich ein angenehmer Spannungsbogen über die gesamte Erzählung. Von Langeweile also keine Spur! Ganz im Gegenteil – ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und hatte den Roman in einem Rutsch verschlungen.

In einem flüssigen und nicht allzu ausladenden Stil erzählt Martin Suter eine außergewöhnliche Geschichte aus diversen Perspektiven die im Plot zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft hin- und her springen. Im Mittelpunkt steht das Ergebnis eines Genexperimentes des Forschers Roux zu den so genannten „Glowing Animals“, wobei mehr durch Zufall ein Elefant in Miniaturformat mit einer rosaroten Hautfarbe entsteht, der im Dunkeln leuchtet.

 

Man taucht zuerst in die Obdachlosenszene Zürichs ein, die man durch Schoch näher kennen lernt. Dadurch wird auch das Thema Alkoholismus und die Tierhaltung der Obdachlosenszene angeschnitten. Die Begegnung mit dem kleinen Elefanten bringt schließlich Schochs komplettes Leben durcheinander. Er möchte auf keinen Fall den putzigen Elefanten sich selbst überlassen und sucht sich Hilfe. Schnell wird allerdings klar, dass er der Elefant etwas besonderes ist und der vermeintliche Schöpfer Roux mit Nachdruck nach ihm sucht. Der Obdachlose Schoch und weitere Protagonisten des Romans können sich der Anmut des rosaroten Elefanten nicht entziehen und legen somit Roux immer wieder Steine in den Weg. Ein spannendes Katz- und Mausspiel entsteht. Der Ausgang bleibt bis zum Ende ungewiss (auch wenn man evt. so eine Ahnung über ein mögliches Ende im Kopf haben kann).

 

Die Charaktere sind zwar etwas klischeebehaftet, jedoch mochte ich sie trotzdem sehr gerne! Der Genforscher Roux hat schwer an einer vergangenen Niederlage zu knabbern und setzt seine ganze Energie in sein Projekt und die Suche nach dem rosafarbenen Elefanten. Damit ist ein wunderbarer Bösewicht geboren der ohne jegliche Moral und Menschlichkeit handelt und vor allem durch seine Machtgier glänzt. Im Gegenzug dazu gibt es mit dem Obdachlosen Schoch, der sich aus eigenem Antrieb für ein Leben auf der Straße entschieden hat, einen Protagonisten der das komplette Gegenteil verkörpert.

 

Fazit

 

Ein absolut wundervoller Roman, der perfekt eine emotionale sowie spannende Geschichte zwischen Genexperimenten und diversen Lebensgeschichten spannt. Lesevergnügen pur!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-elefant-von-martin-suter
Like Reblog Comment
show activity (+)
review 2017-04-26 15:20
Rezension | Ragdoll. Dein letzter Tag von Daniel Cole
Ragdoll - Dein letzter Tag: Thriller (Ein Daniel-Cole-Thriller, Band 1) - Conny Lösch,Daniel Cole

Beschreibung

 

Nachdem Detective William Oliver Layton-Fawkes aus seiner Suspendierung zurück in den Dienst der Londoner Polizei kehrt, wartet ein ziemlich persönlicher Fall auf ihn. In unmittelbarer Nähe zu seiner neuen Wohnung wartet eine aus sechs Körperteilen, von sechs verschiedener Opfern, zusammen genähte „Lumpenpuppe“ auf ihn. Der Kopf der so genannten „Ragdoll“ gehört ausgerechnet zu dem Fall, der Detective Layton-Fawkes für einige Zeit seinen Job kostete und den Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nach sich zog.

 

Kaum hat die Polizei die Ermittlung der weiteren Opfer aufgenommen, wird eine Todesliste mit sechs Namen durch Detective Layton-Fawkes Ex-Frau übermittelt. Obwohl alles daran gesetzt wird die genannten Personen vor dem Killer zu schützten, scheint der Täter immer einen Schritt voraus zu sein. Die Zeit wird knapper und der Täter nährt sich langsam dem Ende der Todesliste auf der zuletzt der Name des Detectivs selbst steht.

 

Meine Meinung

 

Daniel Coles Debüt „Ragdoll. Dein letzter Tag“ ist ein gelungener und spannungsgeladener Thriller ganz nach meinem Geschmack. Der temporeiche Handlungsverlauf kann mit überraschenden Wendungen überzeugen und die Charaktere haben Ecken und Kanten. Da ist es kaum ein Wunder, dass bereits eine Verfilmung der Geschichte geplant ist. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt was sich Daniel Cole für seinen nächsten Thriller einfallen lässt, denn dies ist erst der Beginn zu der New Scotland Yard Reihe.

 

Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher und die glänzenden, leicht hervorgehobenen Buchstaben schreien geradezu danach berührt zu werden. Nur leider passt die Abbildung überhaupt nicht zum Inhalt der Geschichte. Zumindest ist mir während des Lesens kein einziger schwarzer Vogel aufgefallen. Meiner Meinung nach trifft es das Cover des englischen Originals, bei dem eine Nadel, Faden und Bluttropfen zu sehen sind deutlich besser.

 

Detective William Oliver Layton-Fawkes, oder kurz „Wolf“, ist der Hauptprotagonist der Geschichte und zeichnet sich vor allem durch seine unbändigen und unkontrollierbaren Charaktereigenschaften als ein wahrer Anti-Held aus. Solche Figuren mag ich sehr gerne, denn sie heben sich deutlich vom Einheitsgrau ab und bergen ein großes Potential, für Überraschungen zu sorgen, in sich. Die Protagonisten sind zwar durch einige Klischees behaftet, wie z. B. Wolfs ehrgeizige Ex-Frau die eine Journalistenkarriere anstrebt, seine alkoholkranke Kollegin Bailey und und und. Am meisten herausgestochen hat Edmunds, der „Neue“ im Team, der durch seinen Instinkt und Arbeitseifer sich schnell einen Platz in meinem Herzen erobern konnte.

 

Bei „Ragdoll. Dein letzter Tag“ konnte mich vor allem der rasante Plot begeistern. Geschickt reiht Daniel Cole die einzelnen Szenen aneinander und sorgt durch Abwechslung von Rückblick in die Vergangenheit und Erzählung der gegenwärtigen Ereignisse für explosive Spannung. Man sollte also definitiv genügend Zeit für das Buch haben, wenn man zu lesen beginnt, denn man kann es einfach nicht mehr aus der Hand legen.

 

Fazit

 

Ein gelungenes Debüt, doch ACHTUNG, hoher Suchtfaktor inside!

Source: www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-ragdoll-dein-letzter-tag-von-daniel-cole
More posts
Your Dashboard view:
Need help?