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review 2017-07-06 18:46
Ein Flugzeugträger voller Bräute
Über uns der Himmel, unter uns das Meer - Jojo Moyes,Katharina Naumann,Luise Helm

1946. Sechshundert australische Frauen treten eine Reise ins Ungewisse an. Quer über die halbe Welt werden sie auf einem ausrangierten Flugzeugträger von einem Kontinent auf den anderen gebracht. Denn in England warten nicht nur ihre Ehemänner sondern auch ein ganz neues Leben auf sie.

Jojo Moyes greift eine wahre Begebenheit auf und verflicht sie zu einem wunderbaren zeitgeschichtlichen Roman. Es war tatsächlich so, dass während der Wirren des 2. Weltkriegs britische Soldaten etliche australische Frauen geehelicht haben. Diese Bräute mussten nach den Kriegshandlungen in ihre neue Heimat verfrachtet werden. ‚Verfrachtet‘ trifft es hier ganz gut, weil jedes zur Verfügung stehende Schiff verwendet wurde. So kam es, dass sich 600 Frauen auf einem Flugzeugträger in Richtung Großbritannien wiederfanden.

Stellvertretend für das Schicksal all dieser Frauen erzählt Jojo Moyes anhand ihrer Figuren Frances, Avice, Margaret und Jean von der schicksalsträchtigen Fahrt, quer über das Meer. 

Avice ist eher die feine Dame, die sich in Großbritannien ein standesgemäßes Leben erhofft, Margaret ist der Farmertyp, der schwanger und mit beiden Beinen am Boden steht, Jean ist der Jungspund unter den Frauen, weil sie gerade einmal 16 Jahre alt ist, und Frances trägt ein düsteres Geheimnis mit sich herum, das ihr zum Verhängnis werden kann. Obwohl sie total verschieden sind, müssen sich diese vier Frauen eine Kabine teilen und zeigen sich gegenseitig, dass man diese Reise einfach überstehen muss. Gleichzeitig spiegeln sich Ängste und Hoffnungen der Frauen, weil keine von ihnen weiß, was sie wirklich erwarten wird.

Hunderte von Frauen haben mehr oder weniger fremde Soldaten geheiratet, die sie meist nur wenige Tage kennen. Jede von ihnen muss sich auf ihr Urteil verlassen und vielleicht fürchten, ob sie nicht statt des Prinzen einen Frosch geheiratet hat. Außerdem wusste auch keine, was und wer sie in England erwarten wird. Werden sie mit offenen Armen von ihrer neuen Familie empfangen? Oder sind sie in Australien einen Schwindler auf den Leim gegangen? 

Meiner Meinung nach arbeitet Jojo Moyes all diese Gefühle facettenreich heraus, indem sie ihre Protagonistinnen zu Wort kommen lässt. In Rückblicken erfährt man, wer sie sind, aus welchem Leben sie stammen und wie sie ihre Männer kennengelernt haben. Dabei merkt man, dass zwar jede zuversichtlich, aber keine allzu blauäugig ist.

Natürlich kommt eine derart ungewöhnliche Überfahrt nicht ohne Zwischenfälle aus. Denn die Mannschaft besteht aus Männern, die dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt sind. Außerdem macht ihnen die raue See, neben mancher ausufernden Party, sowie kleineren und größeren Katastrophen einen Strich durch die Rechnung, daher ist es insgesamt recht abenteuerlich. 

Zwar könnte man auch anmerken, dass die Geschichte etwas eintönig ist, doch hier hat sich Jojo Moyes mit einer zarten Liebesgeschichte geholfen, die der Handlung mehr Lebendigkeit bringt. Aufgrund des realen Hintergrunds hat die Autorin allemal einen sehr schönen Roman geschrieben, der mir als Hörbuch gut gefallen hat.

Sprecherin Luise Helm hat wunderbar einfühlsam vorgetragen und ich hatte tatsächlich das Gefühl mitten unter den vielen Frauen dabei zu sein.

Wenn man also anhand eines Romans mehr über die Überfahrt dieser Bräute nach England erfahren will, dann sollte man sich unbedingt dieses Buch gönnen, weil es sehr schön zu hören und sicherlich auch gut zu lesen ist.

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2017-04-17 00:00
Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen
Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen - Morten A. Strøksnes,Ina Kronenberger,Sylvia Kall Ausführliche Rezension und Link zu einer Leseprobe:
https://nouw.com/cwidmann/das-buch-vom-meer-29814233
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review 2017-04-07 00:00
Ich möchte ans Meer gehen
Ich möchte ans Meer gehen - Fermin Higue... Ich möchte ans Meer gehen - Fermin Higuera,Tobias Burghardt,Juana Burghardt https://nouw.com/cwidmann/ich-mochte-ans-meer-gehen---yo-quiero-ir-29639519
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review 2017-04-06 19:34
Rezension "Meer Liebe auf Sylt" von Claudia Thesenfitz
Meer Liebe auf Sylt: Ein Glücksroman - Claudia Thesenfitz

Henrietta und Ulla dachten eigentlich, sie sollten auf Sylt nur den zweiten Geburtstag ihrer Enkelin Emma feiern. Doch über Nacht reist Emmas Mutter Alexandra unverhofft ab, und die beiden enorm unterschiedlichen Frauen müssen nicht nur mit dem kleinen Mädchen, sondern auch miteinander klarkommen…

 

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive in der dritten Person erzählt. Mal erlebt der Leser Henriettas Sicht, dann wieder Ullas, und auch Henriettas zweite Tochter, Emmas Tante Jana, kommt zu Wort. Zur besseren Übersichtlichkeit wird bei Kapitelbeginn jeweils die Protagonistin genannt. Die Figuren sind sehr klischeehaft überzeichnet, weshalb ich über weite Strecken hinweg Mühe hatte, mich mit ihnen anzufreunden. Henrietta ist die typische Karrierefrau, der die Arbeit wichtiger ist als die Familie und die ihre eigenen Kinder weitestgehend den Kindermädchen anvertraute, anstatt sich selber mit ihnen zu beschäftigen. Wer keine Karriere macht, ist in ihren Augen minderwertig. Ulla hingegen ist die Klischeegrüne, die sich weder schminkt noch rasiert und ihren Mitmenschen ständig Vorträge hält, wenn sie Fleisch essen, Auto fahren oder sonst etwas ökologisch nicht Einwandfreies tun. So sind beide Protagonistinnen auf ihre Art Extremistinnen, die andere Meinungen nicht gelten lassen wollen. Erst gegen Ende des Buches erkennt man eine Änderung im Verhalten der beiden. Von Emmas Mutter Alexandra bekommt man nicht viel mit, aber welche Mutter lässt schon ihr kleines Kind einfach so zurück, um ihrem Ehemann nachzureisen? Lediglich Jana war mir sympathisch, eine Frau Ende Dreissig, die sich zu fragen beginnt, ob das Leben für sie wohl noch mehr zu bieten hat als bisher.

 

Die Handlung bietet wenig Überraschungen oder Action und plätschert ruhig vor sich hin. Viel Zeit verbringt die Autorin mit Beschreibungen von Strand- und Restaurantbesuchen sowie Einkäufen. So lässt sich das Buch gut nebenher lesen, ohne dass es grosse Konzentration abverlangt. Da es im Sommer auf Sylt spielt, kann ich es natürlich besonders für die Lektüre auf dem Liegestuhl während des Strandurlaubs empfehlen.

 

Der Schreibstil der Autorin Claudia Thesenfitz lässt sich flüssig lesen, ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass man beim Lesen schnell vorwärts kommt. Mit rund 260 Seiten ist das Buch eher dünn gehalten.

 

Mein Fazit

Gemütliche Handlung mit eher unsympathischen Figuren. Kann man gut lesen, muss man aber nicht.

Source: aglayabooks.blogspot.com/2017/04/meer-liebe-auf-sylt.html
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review 2017-03-27 08:37
Enttäuschend, kitschig und voller Klischees.
Meer Liebe auf Sylt: Ein Glücksroman - Claudia Thesenfitz
Mein drittes Buch aus vorablesen.de ist mal wieder eine Enttäuschung. Die Leseprobe hatte mir richtig Spaß gemacht und versprach ein amüsantes Buch über zwei middel-aged Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Leider haben die weiteren Kapitel meine Hoffnung nicht erfüllt.
 
Das Cover:
Das Klappenbild gefällt mir überhaupt nicht, aber es bildet das passende Pendant zu Thesenfitzs Debut-Roman „Sylt und Selter“. Das geschulte Auge sieht sofort, dass das Model in die Szenerie hineingebastelt ist. Es passt mit seiner Aufmachung zu einem typischen Sommer-Sonne-Liebe-Roman, dem man von vornherein keine tiefgründigere Thematik zutraut. Darauf hätte ich vielleicht achten sollen.
 
Die Handlung:
Die zwei Omas Henrietta, ein konsumgeiles Karriereweib, und Ulla, die Verkörperung aller Esoteriktheorien, treffen auf Sylt zwangsweise zusammen und müssen alleine auf ihre gemeinsame 2jährige Enkelin Emma aufpassen. Alex, die Tochter von Henrietta und die Mutter des Schützlings, ist nach Amerika abgehauen, um ihre Ehe zu retten. Die beiden Großmütter können sich nicht ausstehen und prallen in der romantischen Kulisse des Sylters Meer und Dunenlandschaft aufeinander. Glücklicherweise werden die beiden noch von Henriettas älteren Tochter Jana unterstützt.
 
Der Sprachstil: 
Anfangs war es frech und amüsant. Mit ironischem Augenzwinkern nahm Claudia Thesenfitz die beiden unterschiedlichen Lebensanschauungen unter die Lupe. Das hatte mir sehr gut gefallen. Mit Zuname der Seiten geht aber diese anfängliche Spritzigkeit total verloren und ergeht sich nur in langweiligen Beschreibungen eines Urlaubsalltags der High-Society auf Sylt. Es wurde mehr wörtliche Rede verwendet, aber die Dialoge wurden immer stumpfer und schwacher. Allgemein ist die Sprache doch eher normal ohne besonderen Merkmalen oder herausragender Wortgewandtheit.
 
 
 
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist leider etwas sehr zu plötzlich aber die ersten Kapitel haben mir dennoch richtig Spaß gemacht. Mit herrlich bissiger Zunge beschreibt Claudia Thesenfitz das erste Aufeinanderprallen der beiden Welten „Konsum" gegen „Öko". Trotzdem blieb dieser „Eklat“ zwischen den beiden Personen einfach aus. Dabei hat sich das Thema auch extrem gewandelt. Versprach der Klappentext und die Leseprobe den ironisch überspitzen Konflikt zwischen Esotante und Konsumweib, ging es plötzlich um pseudo-tiefgründige Gedanken über Kinderkriegen ab 40 und Sexualität im Alter - und das leider seitenweise. Das wollte ich eigentlich nicht lesen und wäre in meinen Augen eine glatte Themaverfehlung. Was sich anfänglich als frotzelndes Schubladenschubsen anmutete eskalierte in ein reines nervtötendes Rumreiten auf typischen Frauen-Klischees. 
 
In die Personen konnte ich mich von Anfang an nicht einfühlen. Obwohl mir die übertrieben gezeichneten Charaktere anfangs gut gefallen hatten, wird es nur noch kitschig und stereotypisch. Aber eine besondere Tiefe konnte ich zu keinem aufbauen. Die Persönlichkeiten waren mir zu einseitig und klischeehaft. 
 
Ab Mitte hatte ich das Gefühl ein anderes Buch in der Hand zu halten. Die Handlung ist von Anfang an nicht wirklich spektakulär und baut dann auch immer mehr ab. Trotz Henriettas Amüsement mit dem heißesten Flirt, kann mich die Geschichte nicht hinterm Ofen hervorlocken.
 
Abhängig von den vorkommenden Personen war auch die Erzählperspektive und Länge der Kapitel sehr unterschiedlich. Zunächst beschränkte sich Claudia Thesenfitz darauf, die Kapitel auch nur in der Sicht einer Person zu schreiben. Später aber mischte sie ständig und mich hat das furchtbar gestört.
 
Die letzten Seiten habe ich gar nicht mehr gelesen. Nur noch auf die letzten Seiten geguckt. Und trara!, sie haben sich ja doch alle so lieb.
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