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review 2018-04-17 07:35
Einseitige Liebe
Eine Liebe, in Gedanken: Roman - Kristin... Eine Liebe, in Gedanken: Roman - Kristine Bilkau
„Da steht ein Mann auf einem Stuhl, da steht ein Mann, der sie genau betrachtet, da steht eine Mann, der sie sieht, der sie liebt.“
 
Leider konnte ich diesen besagten liebenden Mann in dem Roman von Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“, der im März 2018 im Luchterhand Literaturverlag erschienen ist, nicht sehen.
 
Die Geschichte spielt die meiste Zeit in Hamburg in den 60er Jahren. Die junge Antonia verliebt sich in Edgar und träumt von einer schönen gemeinsamen Zukunft. Diese Träume können sich jedoch leider nie erfüllen und hinterlassen eine verletzte Frau, die ihre Liebe zu Edgar nie ganz überwunden hat. Nach dem Tod von Antonia trauert ihre Tochter sehr und versucht in Erfahrung zu bringen warum ihre Mutter nicht mit Edgar glücklich werden konnte und warum diese beide Menschen keine gemeinsame Zukunft hatten.
 
Der Beginn des Buches klang für mich so vielversprechend, denn ich erwartete eine Liebesgeschichte, die Zeit und Raum überwinden würde. Leider machte mich das Buch in seinem Verlauf nur wütend, wütend auf die damalige Zeit und auf die Naivität der Frauen. Meiner Meinung nach ging die wahre Liebe nur von Antonia aus, sie liebte Edgar so sehr, dass sie für ihn alles aufgeben würde, ihren guten Job, ihre Wohnung und ihre Familie. Doch Edgar erwiderte diese Gefühle nicht auf die Weise, die Toni verdient hätte und trotzdem trauerte Toni ihm bis zu ihrem Lebensende hinterher und stand so ihrem eigenem Glück im Wege. Man erfährt in dem Buch sehr viel darüber, wie das Bild der Frau in der damaligen Zeit war und kann sich dadurch nur glücklich schätzen in einer anderen Zeit zu leben, in einer Zeit in der Frauen für vollwertig genommen werden und ihr Leben selbstbestimmt leben können.
 
Der Sprachstil des Buches hat mich sehr angesprochen, da er so malerisch und melancholisch war. Die Autorin hat es geschafft mich mit diesem Roman in eine traurige Atmosphäre zu versetzten und die Gefühle der Frauen sehr gut wiederzugeben, so dass man mit den beiden trauern konnte. Eine Sache, die mich wiederum etwas gestört hat und die ich noch in keinem einzigen Buch erlebt habe ist, dass man nicht weiß wie die Tochter von Antonia heißt und somit sich selber ausdenken muss, wer denn nun die Geschichte eigentlich erzählt. Ist es vielleicht sogar Kristine Bilkau selber? Möchte die Autorin diesen Eindruck vermitteln?
 
Ich kann dieses Buch leider nur bedingt weiter empfehlen. Leser, die eine Liebesgeschichte mit Happyend suchen, sollten auf jeden Fall die Finger von diesem Buch lassen. Wer jedoch in einer melancholische und traurige Stimmung versinken möchte, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen und wird dadurch belohnt, dass er sehr viel über Deutschland in den 60er Jahren erfährt und wie Frauen damals behandelt und angesehen wurden.

 

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review 2018-04-09 16:42
Traurig schön
Als der Tod die Liebe fand: Roman - Mari... Als der Tod die Liebe fand: Roman - Mariella Heyd

Milas Welt bricht auseinander, nachdem sie nach einem Routinebesuch beim Arzt, die Diagnose Krebs bekommt. Nun heißt es nicht mehr jeden Tag Make-Up und Party, sondern Krankenhaus und Chemotherapie. Ihre beste Freundin kommt mit der Diagnose nicht klar, aber Mila hat noch ihren Freund. Er kümmert sich auch um sie. Milas Tagesablauf wird aber von einem anderen Jungen aufgebessert. Mikael lebt auch auf ihrer Station und in ihm steckt viel mehr, als Mila glauben mag.

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Mila lebt das Leben, welches viele mit 18 Jahren leben. Ihre Abiturprüfungen stehen kurz davor und was auf der nächsten Party angezogen wird, ist elementar.
Es ist erschreckend zu lesen, wie sich das alles bei einem Arztbesuch ändert.

Als ihre Welt zusammen brach wurde ich richtig traurig und habe mit gelitten. Ihre Situation ist unvorstellbar für mich. Heyd schafft es, dass man Mila unglaublich sympathisch findet und nur ihr bestes möchte.
Auch gelingt es ihr den Alltag von Mila im Krankenhaus realistisch aufzuzeigen. Hier merkt man, dass die Autorin in diesem Bereich praktische Erfahrungen hat.

Nicht nur die Person Mila gefiel mir, sondern auch die anderen Charaktere, welche besser und auch schlechter mit der Diagnose umgegangen sind. Sie sind durch ihr unterschiedliches Verhalten sehr menschlich.
Ich hatte beim Lesen Tränen in den Augen, denn ich habe eine enge Freundin durch eine ähnliche Krebsart verloren. Trotz meiner inneren Trauer musste ich an vielen Stellen grinsen, denn ich erkannte sie in so vielen kleinen Dinge wieder.

Das Ende des Buches hat mir nicht ganz so gut gefallen und deswegen gibt es einen Stern Abzug.

"Als der Tod die Liebe fand" ist ein feinfühliges Buch mit fantastischer Tiefe.

Absolute Leseempfehlung.

Ich habe das Buch von NetGalley bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

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review 2018-04-08 23:10
[Rezension] Kristina Günak - Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt - Kristina Günak
Beschreibung:
Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben - und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim - und sich - abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält.
 
Details:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: LYX; Auflage: 3 (24. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373630465X
ISBN-13: 978-3736304659
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe: 12,5 x 3,2 x 18 cm
 
Eigene Meinung: 
Das Cover ist wirklich ein Coverträumchen, wirklich süss gestaltet und erinnert etwas an die Geschichte, die dann folgt, also passt das Cover wunderbar zum Inhalt. 
Bea Weidemann hat es in ihrem Leben nicht leicht - ihr Lebenstraum - ihr eigener Verlag - droht zu platzen und dann dann soll sie mit Tim Bergmann - einem schwierigem Autor, der einfach macht, was er will - zusammen versucht, ihren Verlag zu retten. Dabei ist Tim so der Art Mann, um den Bea sonst einen weiten Bogen macht - doch Tim ist anders, als sie dachte...
Die Lesereise, auf die beiden gehen, wir ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang...
Der Schreibstil von Kristina Günak ist wirklich witzig und sehr spritzig, immer wieder baut sie kleine Lacher ein, was das Lesen zum Vergnügen macht. Auch den Blick in die Verlagswelt zeigt sie nicht überspitzt und das Geheimnis (mehr wird nicht verraten) wird auch nicht wirklich unnötig dramatisiert. Zudem schafft sie es, die Liebesgeschichte ohne Hast zu erzählen, man fühlt sich als Leser wirklich mitgenommen. 
Der Einstieg in das Buch flieh leicht, auch Bea ist als Protagonistin wirklich eine Lesefreude, sie ist eine Frau, die Lösungen sucht und anpackt, wenn es nicht anders geht. Sie hilft gerne und das wird aber auch gerne mal ausgenutzt. Dem entgehen steht Tim, der meint, seine Bücher bedeuten die Welt und der lange für den Leser eher undurchschaubar bleibt und erst als die Schale etwas aufbricht, wird er als Charakter wirklich interessant. 
Kristina Günak schafft es mit beiden eine wirkliche Liebesgeschichte auf die Beine zu stellen, auch die Entwicklung der Charaktere im Buch sind wirklich gut gelungen. Allerdings fehlt etwas der Sog der Geschichte, der Plot ist gut, aber der Geschichte fehlt einfach etwas dieser Moment, wo man sich als Leser auf einem Spannungshöhepunkt fühlt, was echt schade ist. 
 
Fazit:
Die Geschichte zwischen Bea und Tim ist wirklich eine süsse Liebesgeschichte für Zwischendurch mit tollen Einblicken ins Verlagswesen, aber man darf dabei keine grosse Spannung erwarten, weil dann wird man schon etwas enttäuscht. Sonst kann man sich aber in einem tollen Buch verlieren. 
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text 2018-03-31 17:30
Auf den Spuren der LIebe
Eine Liebe, in Gedanken: Roman - Kristin... Eine Liebe, in Gedanken: Roman - Kristine Bilkau

Der Schreibstil ist hervorragend - sehr bildhaft und detailreich, daher taucht man in die Geschichte ein und Sehnsüchte und Liebe sind beim Lesen richtig "spührbar" - und auch flüssig, man kommt gut und schnell voran. Die Tragik des Buches geht auch eins zu eins auf den Leser über - man fühlt mit den Protagonisten mit. 
Diesen Roman kann ich jeden empfehlen, der hinter die Fassade von Familien schauen will, und auf der Suche nach einem tiefgründigen Roman ist - denn hierbei handelt es sich definitiv nicht um leichte Literatur. Ein Buch was unter die Haut geht und einem nicht so schnell wieder los lässt.

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review 2018-03-22 13:24
Wenn eine große Liebe scheitert
Eine Liebe, in Gedanken: Roman - Kristin... Eine Liebe, in Gedanken: Roman - Kristine Bilkau

Hamburg im Jahr 1964: Antonia Weber, kurz Toni, und Edgar Janssen sind scheinbar ein tolles Paar. Mit Mitte 20 teilt die junge Frau mit ihm den Traum von einer Zukunft fernab der Heimat. Als Edgar nach Hongkong geht, um für eine Außenhandelsfirma dort ein Büro aufzubauen, haben sie gemeinsame Pläne. Sie soll ihm folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Doch ein Jahr lang wird sie immer nur vertröstet. Sie beschließt, ohne ihn weiterzuleben. Der Trennungsschmerz lässt beide jedoch auch im Laufe der Zeit nicht los. Fünfzig Jahre später, kurze Zeit nach dem Tod von Toni, will ihre Tochter Edgar ein einziges Mal treffen. Wer war der Mensch, den ihre Mutter nie vergessen konnte? Was genau ist damals passiert?

„Eine Liebe, in Gedanken“ ist ein bewegender Roman von Kristine Bilkau.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus vielen, eher kurzen Kapitel. Erzählt wird einerseits aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Tonis Tochter und andererseits aus der Sicht von Toni selbst. Die Geschichte spielt teilweise in der Gegenwart und teilweise in den 1960er-Jahren. Diesen Aufbau finde ich gelungen.

Besonders begeistern konnte mich die Sprache. Sie ist intensiv und gefühlvoll. Der Schreibstil schaffte durch die wundervollen Beschreibungen eine lebendige Atmosphäre. So konnte mich die Geschichte schnell in ihren Bann ziehen.

Edgar, Toni und ihre Tochter sind die drei Hauptfiguren, auf die sich der Roman konzentriert. Die Charaktere wirken authentisch und werden liebevoll gezeichnet. Ich konnte vor allem die Gedanken und Gefühle der beiden Frauen sehr gut nachvollziehen.

Inhaltlich ist die Geschichte sehr emotional und berührend. Positiv fällt dabei auf, dass sie ohne Kitsch und Klischees auskommt.

Gut gefallen hat mir außerdem, wie tiefgründig der Roman ist. Es geht um mehr als nur Liebe. Es geht um Hoffnungen, Träume, Lügen und Zeiten des Umbruchs. Mich konnte die Geschichte sehr zum Nachdenken anregen.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es passt gut zum Inhalt. Auch der Titel ist treffend formuliert. Er könnte aber zu der falschen Annahme verleiten, es handele sich um einen ganz gewöhnlichen Liebesroman, was das Buch definitiv nicht ist.

Mein Fazit:
„Eine Liebe, in Gedanken“ von Kristine Bilkau ist ein gelungener Roman, der mich sehr berühren konnte. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.

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