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review 2017-06-21 07:29
Willkommen in Finsterhoven. Einen angenehmen Aufenthalt!
Finsterhoven - Jeidra Rainey

Inhaltsangabe

Oktober 2016: Miranda und Seth erkunden die längst vergessene Kinder- und Jugendpsychiatrie im Wald von Finsterhoven. Tragisches scheint sich auf der geschlossenen Station im letzten Stockwerk abgespielt zu haben und als Seth plötzlich verschwindet, findet sich Miranda in ihrem persönlichen Albtraum wieder.

April 2016: Cara wird aufgrund eines Vorfalls in die Kinder- und Jugendpsychiatrie eingewiesen. Sie fühlt sich missverstanden und rebelliert, muss jedoch mit Entsetzen feststellen, wie verloren die Patienten dieser Anstalt sind und wie wenig Verständnis die Angestellten ihnen entgegenbringen. Als sie Parker, eine engagierte Psychologiestudentin kennenlernt, schöpft sie Hoffnung. Doch bringt diese Hoffnung auch eine Veränderung mit sich?

 

Meine Meinung 

Diese Bücher, die man am Tag der Erscheinung sofort kauft und dann auch gleich mit dem Lesen anfängt. Das neue Buch der Autorin, welche nun unter dem Namen Jeidra Rainey schreibt, gehört für mich zu dieser Kategorie. Ich habe bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen und auch da konnte sie mich mit einer tollen Story überraschen. Was ich besonders an den Büchern von Jeidra Rainey mag, sind die Schauplätze im Buch: verfallene Gebäude und hier nun eine ehemalige Kinder- und Jugendpsychiatrie. Allein dieser Punkt bringt immer schon einen gewissen Schauer mit sich.

 

Ich lese sehr häufig Bücher auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Besonders hier, dass die Erzählstränge gar nicht so weit auseinander liegen. Lediglich 6 Monate trennen die Geschichten von Miranda, Cara und Parker.

 

Im April 2016 begegnen wir zuerst der jungen Psychologiestudentin Parker, welche vor allem durch ihre Unsicherheit auffällt. Schnell wird sie zum Opfer anderer Mitstudenten und findet lediglich Anklang bei Chuck, welcher ebenso Psychologie studiert und sich wie sie als Außenseiter bezeichnet. Im Verlauf des Buches wird schnell klar, dass Parker ein Geheimnis hat. Irgendwas ist in der Vergangenheit vorgefallen, denn als ihre Zimmergenossin Ivy ihr Tagebuch stiehlt, erwacht in Parker eine ungeahnte Panik, dass genau dieses Geheimnis ans Licht kommen wird.

Und als die dann auch noch den heißbegehrten Assistentenplatz in Finsterhoven unter ihrer Dozentin Frau Dr. Wolff bekommt, droht Ivy ihr mit Konsequenzen.

 

Ebenfalls im April begegnen wir der 17-jährigen Cara, welche aufgrund von aggressivem Verhalten in der Schule von ihrer Mutter nach Finsterhoven gebracht wird. Anhand ihres Charakters lernen wir einige andere Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie kennen und bekommen einen Einblick in den Alltag der Klinik und den Machenschaften des Klinikpersonals. Schnell wird klar, das Cara sich gegen alles und jeden aufbringt, weil sie ihrer Meinung einfach nicht dort hingehört. Mit ihrer Psychiaterin Frau Dr. Wolff kann sie auf Anhieb keine Verbindung aufbauen, bis die Ärztin ihre neue Assistentin Parker mitbringt. Cara fühlt sich erstmals von Parker verstanden und öffnet sich.

 

6 Monate später erzählt uns die Autorin die Geschichte von Miranda, welche ebenfalls Psychologie studiert und die mit ihrem Freund Seth in die kürzlich geschlossene Psychiatrie Finsterhoven einsteigt. Das stellte sich mir doch von Anfang an die Frage, wieso „Finsterhoven“ geschlossen wurde?

Als die die geschlossene Abteilung betreten, tritt das ein, womit Miranda wohl nie gerechnet hat. Seth wird niedergeschlagen und Miranda bleibt hinter verschlossener Tür in der Psychiatrie gefangen.

„Willkommen in der Jugendpsychiatrie.

Ich wünsche dir einen angenehmen Aufenthalt.“ (Pos. 627)

Von da an, schafft es Jeidra Rainey den Leser zum Überlegen anzustiften, was dort mit Miranda passiert. Wer tut ihr das an? Und wieso?

 

Als der Name eines Mitpatienten von Cara genannt wird, fand ich schnell eine Verbindung zwischen Cara und Parker, aber dieser Name brachte mich auch bei diesen beiden Erzählsträngen überhaupt nicht weiter. Bei Miranda schaffte es die Autorin durch gezielte Wortwahl mich total zu verwirren, so dass ich hinsichtlich des Täters gar keine Vermutung anstellen konnte.

Durch den ständigen Wechsel der drei Perspektiven und sehr knackigen Kapitel konnte mich die Autorin sehr zum Weiterlesen animieren.

Durch die vielen undurchschaubaren Gegebenheiten hätte ich niemals aufhören können mit diesem Buch. Ich war sehr gespannt auf das Ende.

 

Dieses kam auf jeden Fall überraschend daher, mag aber Geschmackssache sein.

In der Hinsicht bin ich sehr gespannt auf andere Meinungen.

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Ich fand das Ende gut, im Großen und Ganzen auch passend zur Story, aber ein Punkt erschien mir etwas unrealistisch. Diesen Punkt habe ich mir aber nur notiert, weil die Autorin über die gesamte Story sehr authentisch und realistisch geschrieben hat.

Und für den perfekten Bogen hätte ich zum Ende hin gern noch etwas mehr von ein, zwei Nebencharakteren gelesen. Die letzten Kapitel schossen sich doch sehr auf die drei Hauptcharakter Cara, Parker und Miranda ein.

 

Mein Fazit

Ein Jugendthriller, der meiner Meinung nach auch super für Erwachsene zu lesen ist. Die Charaktere sind Jugendliche, aber die Geschehnisse und die Story passen zu Jedermann. Ich mag diese Atmosphäre in ihren Büchern einfach sehr gern. Und ihre Ideen sind genau mein Beuteschema: Psychiatrie, Geheimnisse, ein wenig Action und ein unvorhersehbares Ende, sowas brauch man einfach ab und zu.

Für alle Fans ihrer anderen Bücher ein Muss und für Leser, denen die Bücher der Autorin noch nicht bekannt sind, wäre „Finsterhoven“ ein super Startschuss.

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review 2017-06-18 14:09
Mittendrin im Leben der Hohensteins
Das Hotel am Drachenfels: Roman (Hotel Hohenstein, Band 1) - Anna Balbusso;Elena Balbusso;Ann Jonas

Inhaltsangabe

Silvester 1904: Majestätisch thront das Luxushotel Hohenstein im sagenumwobenen Siebengebirge. Bekannt für seine rauschenden Feste, lädt es auch an diesem Abend zu einer glanzvollen Neujahrsfeier. Nur mit einem Gast hat Hotelier Maximilian Hohenstein nicht gerechnet: Konrad Alsberg, sein unehelicher Halbbruder, ist gekommen, um Anspruch auf die Hälfte des Hotels zu erheben. Und er ist nicht der Einzige, der etwas im Schilde führt. Auch das neue Dienstmädchen Henrietta scheint etwas zu verheimlichen. Als verborgene Wünsche eines jeden an die Oberfläche kommen, verstrickt sich die Familie Hohenstein immer tiefer im Geflecht von neuen Lebenswegen und folgenschweren Entscheidungen...

 

 

Meine Meinung 

Nachdem ich immer wieder gern in Familiengeschichten versinke, fiel meine Wahl auf diese Reihe von Anna Jonas und so viel kann ich euch gleich zu Beginn verraten: ich habe die richtige Wahl getroffen!

 

Denn zu allererst konnte mich dieser Reihenauftakt mit seiner Vielzahl an Charakteren bzw. Familienmitgliedern packen, welcher jeder seine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat. Und in diesen Geschichten spielen Geheimnisse, Affären und Intrigen eine sehr große Rolle.

Am meisten packen konnte mich zu allererst tatsächlich der gefürchtete Halbbruder des Hoteliers Maximilian Hohenstein, welcher seine Hälfte des Familienerbes nun in Anspruch nehmen will. Dachte ich zuerst, da kommt ein Mann daher, der sofort jegliche Antipathie auf sich zieht, so kam es ganz anders. Er erschien mit während des Lesens als der einzige Charakter, der halbwegs klar sieht und denken kann. Im Verlauf der Geschichte greift er dem einen oder anderen Familienmitglied gern unter die Arme.

 

Karl Hohenstein, einer der beiden Söhne vom Familienoberhaupt konnte sich ebenso beweisen, da er dank weiblicher Hilfe seiner Frau endlich erkennt, für was es zu kämpfen und zu leben gilt.

 

Und auch Alexander, sein Bruder, zauberte mir vor allem bei den Konversationen mit dem angestellten Mädchen Agnes immer wieder ein Lächeln auf die Lippen.

 

Besonders angenehm fielen mir der Schreibstil und allgemein die Wortwahl der Autorin auf. Diese passte perfekt zu der Zeit um 1900 und auch viele Beschreibungen, zum Beispiel die des Hotels Hohenstein ordneten sich bildhaft wunderbar in diese Epoche ein. Zeitweise war es für mich persönlich ein Zuwachs an Informationen. Die Autorin konnte beim Lesen die Einführung bzw. Erfindung verschiedener technischer Geräte näherbringen, welche für das Hotel eine Bedeutung haben könnten.

 

Die Geschichte an sich und die vielen Geheimnisse sorgen dafür, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Anna Jonas treibt die Geschichte sehr gut voran. Die Geheimnisse selbst sind super gewählt worden und gleichzeitig ist es erschreckend was zu dieser Zeit so alles Gang und Gebe war.

 

Für mich persönlich stimmt hier alles. Der Anfang, der Verlauf und auch das Ende der Geschichte. Sowie die vielen Familienmitglieder und deren Eigenarten, als auch die landschaftlichen Beschreibungen und Gegebenheiten. Anna Jonas konnte mich durch und durch gut unterhalten und es war mir eine Freude diese Familie kennen zu lernen.

 

Mein Fazit

Der Beginn einer Reihe um das Hotel und die Familie Hohenstein, welches mich total begeistern konnte. Und selten freue ich mich so sehr auf die Fortsetzung einer Reihe. Band 2 wird sofort nach Erscheinung verschlungen und ich freue mich drauf, wie die Autorin diesen Reihenauftakt weitergedacht hat. Ein Wiedersehen mit den Charakteren freut mich am meisten.

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review 2017-06-14 08:01
Pure Verwirrung im Murder Park
Murder Park: Thriller - Jonas Winner

Inhaltsangabe

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde. 

Ein Killer ist auf der Insel…keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen…

 

 

Meine Meinung 

Beim ersten Lesen des Klappentext kam mir sofort der Gedanke: ein Mörder auf der Insel und alle sterben, sehr vorhersehbar. Dann folgt das große Aber. Denn der Name Zodiac ließ mich sofort an den Zodiac-Killer denken, das Wort Serienmörder und ein Vergnügungspark. Somit stand ganz schnell fest, dass ich dieses Buch lesen werde.

 

Der Autor konnte mich gleich mit seinen kurzen, knackigen Kapiteln überzeugen, welche den Lesefluss bei einem Thriller einfach erheblich verbessern. Bereits in der Inhaltsangabe wird von 12 Personen gesprochen, welche nach 20 Jahren in den ehemaligen Freizeitpark zurückkehren. Gedacht habe ich mir zu Beginn dabei nicht viel, weil dieser Besuch eine Art Pressebesuch ist. Das heißt unter den Personen befindet sich ein Kameramann, eine Reporterin und zum Beispiel auch polizeiliche Bearbeiter der Serienmorde vor 20 Jahren. Der neue Eigentümer möchte diesen Leuten seine neue Idee nahe bringen, den MURDER PARK.

 

Zuerst lernen wir Paul Greenblatt anhand eines Interviews kennen und dieser Punkt ist einer meiner Highlight im Buch. Die Überschrift lautete Interview 1 von 12, das heißt es wird sehr schnell klar, dass hier anscheinend jeder Charakter einmal zu Wort kommen wird und so kommt es auch. Führen tut die Interviews ein Psychiater, welcher ebenfalls unter den 12 Besuchern ist. Die Interviews fanden zeitlich vor dem Besuch statt und anhand dieser wurden die Akteure ausgewählt.

Das interessante an den Interviews war, dass dem Leser sehr schnell klar wird, dass wirklich jede Person irgendeine Verbindung zum ehemaligen Vergnügungspark auf Zodiac Island hat. Dieser Punkt gab mir großen Ansporn beim Lesen und ich war immer wieder gespannt eine neue Verbindung zu erlesen.

 

Neben den Interviews erzählt der Autor die Geschichte der Charaktere in der Gegenwart. Los geht es auf der Fähre, welche alle zum MURDER PARK bringt und wie bereits erwähnt, legt diese erst wieder in 3 Tagen auf der Insel an, um alle 12 Gäste wieder abzuholen.

 

Die Charaktere selbst bleiben in der Erzählung sehr blass, umso mehr habe ich mich auf die einzelnen Interviews gefreut, lediglich dort bekommt man als Leser einen intensiveren Einblick in die jeweiligen Erlebnisse und Charakterzüge der Personen.

Alle Leser sind also gewarnt, die intensive Charakterausarbeitung steht in diesem Thriller nicht an erster Stelle.

 

Zur Story kann ich sagen, dass ich während des Lesens immer etwas ängstlich war, dass die Geschichte um den Murder Park einfach nichts Neues ist. Dennoch war ich immer motiviert und gespannt, was als nächstes passiert und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die eigentliche Idee, welche der neue Besitzer des Vergnügungspark hat, erzeugte auch erst ein wenig Skepsis und ich war dann froh, dass dieser Teil nicht weiter intensiviert wurde.

 

Und worauf wohl alle Leser warten, ist der erste Mord. Und als es zu diesem wirklich kommt, geht das zweite meiner persönlichen Highlights los, das Rätselraten wer der Mörder ist. Es kann doch nur einer der 12 Gäste sein oder? Und jeder, wirklich jeder wird von Jonas Winner mindestens einmal in der Hinsicht beleuchtet, dass es förmlich danach schreibt „er ist der Mörder!“. Als wäre dieses Wirrwarr nicht genug, kommt auf einmal noch ein Schlauchboot vor der Insel ins Gespräch. Ist doch noch eine weitere Person auf der Insel?

Mein Highlight dahingehend, weil ich schon lange nicht mehr so gerätselt habe beim Lesen, dass ich mir sogar verschiedene Theorien auf Papier gezaubert habe. Denn der Autor bietet hier wirklich einige Möglichkeiten an. Dies rührt daher, dass er verschiedene Themen in seinem Buch eingearbeitet hat. Da wäre der Name Zodiac, welcher sich um die 12 Tierkreiszeichen dreht und welch Zufall sind 12 Gäste auf der Insel. Man hat also ständig die Sternzeichen der Personen im Hinterkopf. Dann schwebt immer das Thema um den Mörder von vor 20 Jahren im Kopf umher und als die Gruppe sich in der Anzahl immer weiter minimiert, weiß man als Leser überhaupt nicht mehr wo Vorne und Hinten ist.

Bei den Morden selbst fehlte es mir an Spannung, aber der Spaß am Rätseln konnte dies bei mir wett machen.

 

Bei solchen Büchern, die das Kopfkino so sehr in Gange bringen, ist man natürlich unheimlich gespannt auf das Ende. Das Ende vom „Murder Park“ ist für mich gelungen, auch wenn es mir fast zu schnell abgehandelt wurde. Die Auflösung kam für mich total überraschend, dennoch logisch daher.

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Dennoch gab es auch ein, zwei Punkte, von denen ich mir etwas mehr versprochen habe. Zum einen intensivere Morde auf der Insel, das heißt, mir wurden sie fast nebensächlich erzählt und beschrieben. Man merkte beim Lesen sehr stark, dass der Autor eher dahingehend konzentriert ist, wer der Mörder ist und weniger das Geschehen fokussieren wollte.

 

Und als absoluter Fan von Vergnügungsparks und Serienmördern habe ich mir im Allgemeinen mehr MURDER PARK gewünscht. Beschreibungen der Atmosphäre und der Fahrgeschäfte. Den ein solcher Park, in welchem in der Vergangenheit 3 Morde verübt wurden, kann doch eine echt gruselige Story erzählen oder?

 

Mein Fazit

Jonas Winner erschafft einen Thriller, welcher unheimlich zum Weiterlesen anspornt, dessen Story dann aber doch sehr oberflächlich bleibt. Die Idee des Autors wird auf jeden Fall in meinem Büchergedächtnis bleiben, aber ich würde diesen Thriller als schnelllebige, knackige Kost betiteln, welcher sehr in die Psychothrillerschiene geht.

Für alle Leser, die gerne rätseln, wer der Mörder ist, kann ich „Murder Park“ empfehlen.

 

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