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review 2018-03-21 13:10
Kakophonie des Leids
Half Bad - Sally Green

„Half Bad“ von Sally Green steht zweifach im Guinness-Buch der Rekorde. 2014 brach es den Weltrekord für das „meist-übersetzte Buch eines/einer Debüt-Autor_in vor dessen Erscheinen“, sowie für das „meist-übersetzte Kinderbuch eines/einer Debüt-Autor_in vor dessen Erscheinen“. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Die beiden Rekorde bedeuten, dass „Half Bad“ bereits vor seinem britischen Veröffentlichungsdatum am 03. März 2014 in andere Sprachen übersetzt und in die entsprechenden Länder verkauft wurde. Das schafften andere Bücher ebenfalls, doch keines erreichte die überwältigende Anzahl von 45 Sprachen. Die Rekorde sind auf der Website des Guinness-Buches noch immer verzeichnet, woraus ich schließe, dass sie weiterhin aktuell sind. Herzlichen Glückwunsch, Sally Green! Seit 4 Jahren im Guinness-Buch der Weltrekorde, keine üble Leistung! Da wurde es wohl höchste Zeit, dass ich „Half Bad“, den Auftakt der gleichnamigen „Half Bad“-Trilogie, endlich lese, oder?

 

Nathan ist Grausamkeiten gewöhnt. Sein Leben lang wurde er mit Argwohn behandelt, erfuhr Demütigungen und Erniedrigungen. Auf Schritt und Tritt wurde er beobachtet, überwacht, verdächtigt. Als einziger Sohn der gefürchteten Schwarzen Hexe Marcus sieht die britische magische Gemeinschaft in ihm eine tickende Zeitbombe. Doch jetzt sind sie zu weit gegangen. Sie sperrten ihn in einen Käfig, schlugen ihn, misshandelten ihn. Gefangen wie ein Tier fantasiert Nathan pausenlos von Flucht. Seine einzige Chance, zu überleben, besteht darin, seine Ketten zu sprengen, den Weißen Hexen zu entkommen und an seinem bevorstehenden 17. Geburtstag seine eigenen Kräfte zu erwecken. Dafür muss er allerdings das Ritual der drei Gaben vollziehen. Und der einzige, der ihm diese überreichen kann, ist sein Vater…

 

Auf der dazugehörigen Goodreads-Seite wird „Half Bad“ als Sensation beschrieben. Dem kann ich nicht widersprechen, denn ein Buch, das gleich zwei Weltrekorde auf einmal brach, verdient diese Bezeichnung durchaus. Leider sagt die Tatsache, dass der Trilogieauftakt zweifacher Weltrekordhalter ist, nichts über die inhaltliche Qualität der Geschichte aus. Meiner Ansicht nach bewegt sich „Half Bad“ in der weiten, schwammigen Grauzone zwischen gut und schlecht. Es ist weder Fisch noch Fleisch; weder begeisterte es mich, noch enttäuschte es mich grundlegend. Es ist ganz nett – wir wissen, dass diese Aussage einem Schulterzucken gleichzusetzen ist. Von der Handlung ist bei mir nicht allzu viel hängen geblieben. Ich erinnere mich an einige Schlüsselszenen, die groben Eckpfeiler der Geschichte, doch darüber hinaus… wabernder Nebel. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass diese Gedächtnislücken tragisch wären, denn meinem Empfinden nach konzentrierte sich Sally Green hauptsächlich darauf, die deprimierenden Lebensumstände des Protagonisten Nathan darzustellen, statt einen konstanten inhaltlichen Fluss zu konzipieren. Der Beginn des Buches irritierte mich arg, weil Green eine ungewöhnliche Variante der Ich-Perspektive wählte. Nathan spricht die Leser_innen in 2. Person Singular direkt an. Ich konnte mich mit dieser Erzählweise überhaupt nicht anfreunden und hoffte inbrünstig, es bald hinter mir zu haben, was glücklicherweise auch der Fall war. Nach 20 Seiten wechselt Green in die gewohnte 1. Person Singular. Ich atmete auf. Was folgte, war eine minutiöse Beschreibung von Nathans Leben, bevor er in einen Käfig gesperrt wurde, eine Kakophonie des Leids, die mich, obwohl ich voll und ganz anerkenne, dass alles, was Nathan durchleben muss, furchtbar und schrecklich ist, auf Dauer langweilte. Die Auflistung der Grausamkeiten seitens des Rates der Weißen Hexen und der magischen Gemeinschaft im modernen Großbritannien erschien mir äußerst langatmig. Ich fühlte mich bedrängt; ich sollte unbedingt Mitleid für Nathan empfinden und erhielt nie die Chance, mir ein Bild seiner Persönlichkeit zu machen, das nicht von den Auswirkungen der Schikanen gegen ihn geprägt war. In meinem Kopf blieb er stets der arme, gequälte, missverstandene Junge, was ihm meiner Ansicht nach nicht gerecht wird. Seine Existenz wird vollkommen davon bestimmt, wer sein Vater ist: Marcus, die bösartigste Schwarze Hexe aller Zeiten. Die steife Einteilung in Schwarze und Weiße Hexen geriet trotz Sally Greens Bemühungen, zu betonen, dass die Weißen Hexen nicht automatisch die Guten sind, sehr eindimensional, weil sie die Unterschiede sträflich vernachlässigte. Es wirkte, als sei Marcus die einzig erwähnenswerte Schwarze Hexe und alle anderen ohnehin nur geistesgestörte Spinner, die sich früher oder später gegenseitig abmurksen. Weder weiß ich, ob sich ihre Magie anders manifestiert, noch, wie die Veranlagung zu Schwarzer oder Weißer Magie überhaupt zustande kommt. Ich habe auch nicht verstanden, wie sich die Kultur der Hexen unerkannt in die Gesellschaft nicht-magischer Menschen integriert und wie sie strukturiert ist. Paradoxerweise steht Nathans miserables Dasein so sehr im Mittelpunkt, dass die Welt, in der er lebt, die direkt für sein Elend verantwortlich ist, völlig dahinter verschwindet.

 

Ein Satz mit X, das war wohl nix. Ich beendete „Half Bad“ mit einem unmissverständlichen Gefühl von Ernüchterung. Es ist ein durchschnittliches, einseitiges Buch, das man trotz der Weltrekorde nicht gelesen haben muss und das ich schnell im staubigen Keller meines Gedächtnisses eingemottet habe. Meiner Meinung nach hätte Sally Green ebenso gut auf den ganzen Hexen-Kram verzichten und einfach einen Roman über Diskriminierung und Ausgrenzung schreiben können. Den übernatürlichen Touch hätte es nicht gebraucht, da dieser ohnehin nur mäßig gelungen ist. Ich empfinde kein Bedürfnis, Nathan wiederzusehen und habe daher auch keinerlei Interesse an den Nachfolgern der „Half Bad“-Trilogie. Ob man den ersten Band nun als Sensation, Phänomen oder Weltrekordhalter bezeichnen möchte – für mich hat es sich ausgehext.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2018/03/21/sally-green-half-bad
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review 2018-03-17 01:46
Medieval fantasy that hits all the right spots: compelling characters, action-packed story, brilliant writing, different kingdoms - I didn't want this to end. 'The Smoke Thieves' has it all!
The Smoke Thieves - Sally Green

'The Smoke Thieves' had me thoroughly captivated as soon as I started to read it, and I can honestly say I didn't want to be interrupted at all once I fell into this brilliant medieval fantasy that author Sally Green has created. Woven around five main characters, from different walks of life, a story deepens to reveal a war between different kingdoms, an impending royal marriage, forbidden love, long-held family secrets, and the real reason why demon smoke is so sought-after.

 

The main characters are all wonderfully fleshed out in their nuances and are all given equal page time; the individual chapters follow their movements and whereabouts, whether in the war-mongering Brigant, or the more liberal Pitoria, and they embark on their own personal and physical journeys, keeping this novel action-packed. It's hard not to get attached to their individual situations as we follow each story.

 

We are treated to a princess, Catherine, who is ready to forge her own path, against the will of her father and brother, and she shows those around her that she will not stand for the brutal ways of her father, the King, and wants to create her own new strong identity. Ambrose is the princess' loyal guard, who has just seen his sister die, accused a traitor, and at the same time as being loyal to the crown, he is wrestling with feelings for Catherine. Then there are the demon hunters, including Tash, at only twelve years of age, she's nimble and fast on her feet (Green says she likes to include a runner in her books because she's a runner herself). The other two 'main' characters are March and Edyon: one who is a servant to Prince Thelonius, caught up in a plot to bring Edyon, a compulsive thief, back to Calidor under false pretenses, but the two of them end up falling for each other's charms.

There are whole host of other minor characters in the story and they fortify the novel with rich dialog and plot twists. Green has also created wonderful contrasts between the different kingdoms and made sure to point out language/accent differences, eye color traits, and clothing styles, and other things that add to the vivid world-building she carefully undertakes throughout the book. Simply imagining the parade leading Princess Catherine up to the castle in Pitoria is just brilliant.

*There is a lot of violence and appropriate blood and gore, as comes with war and fighting (it's medieval times, after all); sword-fighting, spears being thrown and that sort of thing, but there was no unnecessary sexual violence or triggers to warn about. Swearing happens, but that's life.

 

I honestly didn't want this absolutely engaging book to end, and I'm so glad that the story will continue; the end of the book saw the individual exploits of these characters entwine, and I can see the ensuing adventure becoming even more complex. I'm hooked! Demon smoke wasn't even needed.

 

*Thank you to Penguin Random House for my early copy of this (epic) book.

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review 2018-03-03 10:15
Fantasy novel, first part of a series – good and original plot
The Smoke Thieves - Sally Green

 

 

This novel involves a range of different characters, all with their own agendas, eventually coming together as war breaks out between rival nations in this fantasy. Tash and Gravell are smoke thieves; Catherine is a princess in a court where women have no power or influence; Ambrose is her bodyguard and then there are the Abask men, March and Holywell as well as Edyon who is a victim of circumstance. Betrayal, death and illegal activity abound.

 

I enjoyed the originality of the story but did not the simple writing style particularly enthralling. However I enjoyed this enough to want to know how the story progresses.

 

I received a free copy of this book in exchange for an honest review.

 

 

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text 2017-04-09 23:40
Reading progress update: I've read 193 out of 335 pages.
Half Lost - Sally Green

The creator of the amulet locked that magic within it, but it's the same magic as is in you and me. There is the same correct of power that moves through us all. The Essence as I call it. The Essence of it all. The Essence of us all.

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text 2017-04-02 23:46
Reading progress update: I've read 147 out of 335 pages.
Half Lost - Sally Green

part two : half found 

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