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text 2017-10-07 14:24
Beloved - reshelving for now
Beloved - Toni Morrison

I got far enough into the audio to discover two things: (1) The writing is beautiful and moving, and (2) the nonlinear storytelling structure is not well suited to audio.

 

I can already tell that this is a book that I will need to read in a print format, because I will get quickly frustrated with trying to understand events as I'm carried along on the audio. Plus, I need to pay closer attention than I normally do with audiobooks, because I usually multitask with housework, yardwork, shopping, driving, etc. 

 

So, I'm reshelving the audio and putting this on my wishlist for a bound version, because I don't want to spoil what is going to be a really good book by experiencing it in a frustrating format. 

 

The audio is read by the author. She's obviously not a professional performer, and has an unusually soft, breathy voice, but she does read with an emotion that I like. Once I am ready to try again with the bound version, I think I'll try experiencing this like I did when I was a little girl just learning to read, and play the audio while I read along in the book. 

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review 2017-08-08 10:33
Eindringlich, psychologisch vielschichtig, unverzichtbar
Beloved - Toni Morrison

Interessiert man sich für weibliche, afroamerikanische Literatur, kommt man an Toni Morrison nicht vorbei. 1993 erhielt sie als erste schwarze Frau den Literaturnobelpreis. Bereits fünf Jahre zuvor wurde ihr Roman „Beloved“, in dem sie sich mit der Geschichte der Sklaverei in den USA auseinandersetzt, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Das Buch basiert lose auf der Biografie von Margaret Garner, die 1856 ihre zweijährige Tochter tötete, um sie vor einem Leben in Sklaverei zu bewahren. Ich habe lange gebraucht, bis ich bereit für „Beloved“ war. Tatsächlich begann ich das Buch schon einmal, bemerkte aber, dass ich mit dem Schreibstil noch nicht zurechtkam und stellte es zurück ins Regal. Drei Jahre wartete es geduldig auf mich.

 

18 Jahre ist es her, dass Sethe eine Sklavin in Sweet Home war. Unaussprechliches wurde ihr angetan, bis sie, hochschwanger und allein, floh. Zu Fuß schlug sie sich nach Ohio durch, wo sie im Haus ihrer Schwiegermutter Baby Suggs unterkam. Heute ist die 124 ihr Heim, in dem sie mit ihrer Tochter Denver lebt. Freiheit ist jedoch mehr als ein physischer Zustand. Noch immer wird Sethe von ihren Erinnerungen heimgesucht. In ihrem Haus spukt der Geist ihres Babys, auf dessen Grabstein ein einziges Wort eingraviert ist: Beloved. Als ein Besucher aus ihrer Vergangenheit eines Tages auf der Schwelle der 124 auf Sethe wartet, scheint es, als erhielte sie erstmals eine Chance auf wahres Glück. Doch diese Hoffnung währt nur einige Herzschläge, denn kurz darauf tritt eine junge Frau in ihr Leben, die Sethes Glauben, ihre Mutterliebe und ihr Verständnis von Freiheit hart auf die Probe stellt. Sie sagt, sie heißt Beloved…

 

Wie könnte ich für dieses preisgekrönte Buch weniger als fünf Sterne vergeben? „Beloved“ ist ein moderner Klassiker, der das vor allem in den USA ungeliebte Thema der Sklaverei psychologisch vielschichtig und glaubwürdig bespricht. Erstaunlicherweise halte ich den Roman trotz dessen nicht für eine Abhandlung über Sklaverei. Meiner Meinung nach ist es eine Geschichte darüber, was Freiheit bedeutet, speziell für farbige Frauen. Laut Vorwort entspricht dieser Eindruck auch Toni Morrisons Intention. Die Handlung spielt vermutlich zwischen 1865 und 1890, nach dem amerikanischen Sezessionskrieg und der offiziellen Abschaffung der Sklaverei. Im Mittelpunkt stehen Vergangenheit und Gegenwart der Protagonistin Sethe, die untrennbar miteinander verwoben sind. Sethe lebte viele Jahre als Sklavin auf der Farm Sweet Home in Kentucky, bis sie die Qualen unter ihren weißen Herren nicht mehr aushielt und den gefährlichen Entschluss traf, zu fliehen. Ich war sehr dankbar, dass Sethes Sklavenzeit zur Gegenwart des Buches bereits knapp 20 Jahre zurückliegt. Dadurch erlebte ich ihr Leid mit einem gewissen Abstand und war nicht gezwungen, die furchtbaren Torturen, die ihr angetan wurden, live zu beobachten. Ich will damit nicht ausdrücken, dass ich die Augen vor der Realität verschließe, doch die menschenunwürdigen Methoden der Sklavenhalter in Sweet Home waren selbst als Rückblenden äußerst schwer zu ertragen. Sethes Rücken ist von Narben entstellt, die Zeugnis vom brutalen, rücksichtslosen Einsatz der Peitsche tragen. Morrison vergleicht das Narbengewebe mit einem Baum, aus dem neues Leben entspringt – als ich diesen Absatz las, liefen mir Tränen über die Wangen, weil es mir sehr zu Herzen ging, dass die Autorin für etwas so schreckliches und falsches wundervolle Worte fand. Ihren Schreibstil empfand ich insgesamt als sanftmütig, gefasst und würdevoll; sie wedelt nicht mit dem moralischen Zeigefinger vor den Augen ihrer Leser_innen, sondern lässt die beschämenden Wahrheiten ihrer Geschichte für sich selbst sprechen. Sie deutet vieles erst nur an und führt es später genauer aus, wodurch sich das Gesamtbild der Erlebnisse der Sklaven in Sweet Home und ihrer Strategien, ihre Erinnerungen zu verarbeiten, langsam zusammensetzt. Während Baby Suggs ihr Herz für alle öffnete und sich zu einer spirituellen Leitfigur entwickelte, konzentrierte sich Sethe voll auf ihre Mutterrolle. Es stimmte mich traurig, dass Sethe sich zwar selbst befreite, aber niemals frei wurde. Ihre Vergangenheit bestimmt noch immer jeden ihrer Schritte. Sie verfolgt keine Pläne oder Träume, weil ihre Fähigkeit zur Fantasie irreparabel verkrüppelt wurde. Sie flüchtet sich in Gewohnheiten, die ihr Sicherheit vermitteln. Ihr einziger Wunsch lautet, dass ihre Kinder es besser haben sollen. Ich hatte das Gefühl, dass Sethe unbewusst die ganze Zeit darauf wartet, dass das Leben, das sie sich mühsam aufbaute, erneut von außen demontiert wird. Sie erwartet neuen Schmerz, neues Leiden und konnte deshalb nie lernen, ihr Leben auszufüllen, obwohl ihr Lebenswille unfassbar stark ist. So stark, dass sie als Löwenmutter in Kauf nahm, ihre eigene Familie zu zerstören, um ihre Kinder vor den Erfahrungen zu retten, die ihr aufgezwungen wurden. Bis heute beteuert sie die Rechtmäßigkeit ihrer verzweifelten Entscheidungen, doch auf mich wirkte es, als lechze sie nach Absolution. Sie ist nicht überzeugt, dass ihr Handeln richtig war und geißelt sich jeden Tag. Ich habe versucht, mich in sie hineinzuversetzen, herauszufinden, was ich an ihrer Stelle getan hätte. Ich habe keine Antwort gefunden. Ich kann das Ausmaß der Verzweiflung, das Sethe empfunden haben muss, unmöglich nachempfinden, so sehr ich mich auch anstrenge. Darum urteile ich nicht über sie. Ich bemühe mich lediglich, sie zu verstehen, wie Toni Morrison es meiner Ansicht nach auch beabsichtigte.

 

„Beloved“ ist eine eindringliche Aufarbeitung der psychologischen Folgen der Sklaverei, die unverzichtbar für den amerikanischen und globalen Kanon ist. Toni Morrison sagte einst, dass sie das Buch geschrieben habe, weil es für die Opfer der Sklaverei in den USA keinerlei Denkmäler gäbe. Ich glaube, man muss diesen Roman genau auf diese Weise lesen: als Hommage, als Gedenken, als Anerkennung des millionenfachen Leids, dass die Sklaverei verursachte. Wir müssen uns mit unserer Verantwortung, unserer Schuld auseinandersetzen, nicht nur in den Staaten, sondern weltweit, weil die schiere Dimension der Grausamkeit, mit der Menschen damals wie Vieh behandelt wurden, uns alle angeht. Wir wollen mal nicht vergessen, dass sich auch europäische Länder eine goldene Nase mit dem Sklavenhandel verdienten. Außerdem halte ich eine Aufarbeitung dieses vergangenen Unrechts, wie „Beloved“ sie bietet, für unumgänglich, um gegen dessen Entsprechungen in der Gegenwart kämpfen zu können. Sklaverei wird heute Menschenhandel genannt, aber das Prinzip hat sich nicht verändert. Noch immer gibt es Menschen, die ähnliche Verzweiflung und ähnliches Leid wie Sethe erfahren. Jeden Tag. Überall.

Source: wortmagieblog.wordpress.com/2017/08/08/toni-morrison-beloved
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review 2017-07-28 19:07
Review: Tar Baby
Tar Baby - Toni Morrison

Let me start by saying, that's not at all what I expected. Yes, the quality of the writing was all Toni Morrison, but of the six novels of hers I have now read, this had the most contemporary of settings. I'd hate to say I had typecast Morrison as a historical novelist, but... I typecast Morrison as a historical novelist. So it took me a little while to get into the rhythm of Tar Baby. Even though I'd read the blurb and knew the setting was at least semi-contemporary, I couldn't shake the mention of hippies and Kotex in the opening chapter. My mind wanted to take this familiar tone of Morrison and plant it in more familiar ground.

Somewhere along the way, much too late I admit, it finally clicked—the rhythm felt right—and I became engaged in the story. I loved the characters and how they were placed on the stage. Valerian in the role of the powerful man who's indifferent to the wants of others, toying with hearts and relationships based on whims. Jadine, the young light-skinned black woman who is seen as a sellout by others—she doesn't act the way she “ought to”—but also is one of the few characters who seems to know who she is. The servants, Ondine and Sydney, Jadine's aunt and uncle, who walk a line between maintaining their strong voices and keeping their jobs. Margaret, Valerian's wife, a white woman who believes herself to be a friend of her black servants merely because she's earned the right by being “civil” with them. And Son, the stranger who arrives and throws all their pretentious role playing into disarray. He is a resilient, strong-willed man who may give one fuck, but never two.

Once it clicked, I enjoyed the story and the direction it was going. Everyone had something they wanted, yet it was often their own self in the way. The longer everyone struggled with themselves, the more the tension with one another built. Midway, the atmosphere is quite explosive. And I most certainly loved the language, a talent Morrison always has on display even when the characters or story don't follow. Morrison is a wordsmith, a weaver of phrases, a poet masquerading as a novelist.

Something about the conclusion just didn't work for me, though. Specifically, I'm talking about from the point of Jadine's return (Chapter 10) and on. I found my interests waning. Personally, I don't think it's where I would've taken the story. And somehow, to me, it didn't feel right. I won't go into detail, but I'll just say that despite the wonderfully written prose, I was underwhelmed with the direction of the story in these last thirty pages.

While I've read just over half of Morrison's complete catalog of novels, I stand by my previous assessment of the quality of Morrison's novels pre-Nobel and post-Nobel. While Tar Baby has been my least favorite of the pre-Nobel works, I do like it considerably better than those I've read published after 1993. I'm sure there will be an exception eventually and I'll be outed as the not-so-know-it-all pretentious literary snob that I am, but so far I really do like her earlier works better. With that in mind, Song of Solomon is next, and with that I'll have completed every novel Morrison published in her first twenty years of writing.


Postscript: What was with the phrase “blue-if-it's-a-boy blue”? Why was it repeated so many times? It grew tiresome and I didn't see that it added any significant meaning to the story to be repeated as often as it was. Anyone have any insight on this phrase or know if it holds extra significance I might have missed?

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review 2017-06-28 06:04
Sklavendrama in Märchengestalt
Menschenkind - Toni Morrison

Ich kann die restlose und überschwengliche Begeisterung von vielen für diesen Roman sehr gut verstehen, in seiner Konzeption ist dieses Werk wirklich einzigartig. Eine blumige Märchensprache, die fast schon an Garcia Marquez erinnert und auch ein teilweise mystischer, dann auch wieder sehr realistischer Plot wird im Gegensatz dazu mit dem unermesslichen Leid der Sklaverei im Süden der USA auf einzigartige Weise irgendwie zu einer Familiengeschichte in Form einer epischen Collage verknüpft. Die Intention dahinter mag von der Autorin dahingehend eingesetzt sein, dass das unaussprechliche Leid, die unpackbare Grausamkeit dadurch einerseits kaschiert und erträglicher gemacht wird, andererseits aber gerade deshalb als Alleinstellungsmerkmal grotesk verzerrt und somit auch noch irgendwie in den Vordergrund gestellt wird. Bisher habe ich sowas erst einmal so ähnlich bei Edgar Hilsenrathts "Das Märchen vom letzten Gedanken" gesehen, als die Schrecken des Genozids an den Armeniern in Märchenform erzählt wurden.

Für mich als Realistin war die Geschichte keine einfach zu bewältigende Aufgabe. Es fiel mir immer schwer zu trennen, was Märchengschichtl und was in der Vergangenheit wirklich passiert ist. Dieser sehr verklausulierte und verwirrende Stil löst sich zwar nach und nach quasi wie eine Mystery-Story auf, leider blieben für mich aber dennoch lose Enden, und so was mag ich überhaupt nicht.
Was passierte wirklich mit Sethes Mann Halle? Warum hatte er die Butter im Gesicht? Und was haben die Schüler des Schulleiters Sethe angetan?  Diese Mysterien werden das ganze Buch über angesprochen und deren Lösung auch irgendwie vorangekündigt, lediglich die Auflösung blieb mir aber verwehrt. Ich bin einfach ein Mensch, der dann auch hinschauen will, der nicht wie ein kleines unmündiges Kind unter dem Vorwand, dass die Ereignise zu grausam wären, abgespeist werden will. Sowas kann ich nicht leiden, diese wabernden Andeutungen, dieser Ankündigungsmarathon und letztendlich bleibt alles im Dunkeln bzw. wird wohlwollend unter den Teppich gekehrt. Damit kann ich mich einfach nicht abfinden, und deshalb ziehe ich auch ohne Bedauern einen Stern ab.

Fazit: Ein sehr innovatives Werk über die Sklaverei in den USA mal stilistisch völlig neu aufgerollt und auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir.

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review 2017-06-23 00:00
Sula - Toni Morrison

I received this book for free through a complimentary Quarterly Literary Box.

 

After hearing much about her, I have finally read a book by Toni Morrison. I really enjoyed this book. The way Morrison writes is so beautiful. She definitely has a way with words.

 

The story itself was interesting. Sula and Nel together were so interesting. I don’t think I’ve ever seen a female friendship quite like that before. Sula had this ethereal quality about her that was really captivating.

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