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review 2018-10-12 19:07
Drei junge Menschen auf der Suche nach einer besseren Welt
Als das Leben unsere Träume fand: Roman ... Als das Leben unsere Träume fand: Roman - Luca Di Fulvio,Barbara Neeb,Katharina Schmidt

Drei junge Menschen, drei Schicksalsschläge: Eine Schiffsreise nach Buenos Aires bringt neue Hoffnung. Rocco Bonfiglio (20) aus Sizilien ist auf der Flucht vor der Mafia, denn er möchte nicht zum Mörder werden und verweigert dem Paten den Treueschwur. Auch Rosetta Tricarico verlässt die italienische Insel, nachdem sie brutal vergewaltigt wurde und sich einen Don zum Feind gemacht hat. Ebenso musste die russische Jüdin Rachael Bücherbaum (13), später Raquel genannt, ihre Heimat hinter sich lassen, als ihr Vater zum Opfer eines Pogroms wurde. In dem neuen Land erhoffen sich die drei jungen Leute ein besseres Leben, doch sie stehen vor großen Problemen…

 

„Als das Leben unsere Träume fand“ von Luca Di Fulvio ist ein bewegender Roman.

 

Meine Meinung:

Der Roman besteht aus vier Teilen und insgesamt 75 Kapiteln von einer angenehmen Länge. Die Handlung beginnt im Jahr 1912 und reicht bis ins Jahr 1913. Sie spielt an wechselnden Schauplätzen. Zunächst sind die Erzählstränge getrennt, werden aber später verknüpft. Dieser Aufbau des Romans funktioniert gut.

 

Der Schreibstil ist anschaulich, lebhaft, flüssig und detailreich. Die Beschreibungen sind intensiv und eindringlich. Es gibt viel wörtliche Rede. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

 

Die drei jungen Hauptprotagonisten Rosetta, Raquel und Rocco gefallen mir gut, denn sie sind starke und mutige Charaktere. Es sind jedoch gleichzeitig Menschen mit Schwächen und Fehlern, was sie mir sympathisch gemacht hat. Einige andere Nebenfiguren bleiben jedoch ziemlich eindimensional und sind stark überzeichnet.

 

Inhaltlich konnte mich die Geschichte sehr bewegen. Es geht um ernste Themen wie Tod, Kriminalität, Antisemitismus, Gewalt gegenüber Frauen, Prostitution, Heimatverlust und einige andere Schicksalsschläge.

 

Auf unterhaltsame Art webt der Autor historische Aspekte in die Geschichte ein. So erfährt man einige interessante Fakten, die mir bisher nicht bekannt waren. Dazu gehört unter anderem die „Zwi Migdal“. Ein wenig vermisst habe ich allerdings ein ausführlicheres Nachwort, das das Ganze ein wenig einordnet. Die sehr kurze Erklärung zu Beginn des Romans ist mir ein wenig zu dürftig ausgefallen.

 

Die Handlung kann mit vielen spannenden Momenten fesseln. Trotz der hohen Seitenzahl wird die Geschichte nicht langweilig. Allerdings sind einige Schilderungen für meinen Geschmack unnötig ausführlich und brutal. Zudem sind mir einige Übertreibungen, Logikfehler und Widersprüche aufgefallen, die dafür sorgen, dass ich nicht alle Geschehnisse als realitätsnah empfunden habe.

 

Sehr gefällt mir das stimmungsvolle Cover, das gut zur Geschichte und auch zur Gestaltung der übrigen Werke des Autors passt. Der Titel klingt poetisch und ist harmonischer als der tatsächliche Inhalt.

 

Mein Fazit:

„Als das Leben unsere Träume fand“ von Luca Di Fulvio ist ein spannender, sehr unterhaltsamer Roman mit kleineren Schwächen. Eine Geschichte, die mich bewegen konnte.

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review 2018-09-25 15:14
Mercier had a dream
Jahr 2440. Ein Traum aller Träume - Louis-Sébastien Mercier,Herbert Jaumann,Christian Felix Weiße

Oh dear. Sticking with the dream metaphor, I have to say that this book was a nightmare in more than one regard! After the very rough start it gives you thanks to the overly antiquated language, you’d think it would get better once you’re used to that, but this is not the case whatsoever, because all of L’an 2440 remains an exhausting, yet not really rewarding read.

 

First of all, Mercier must have had a severe footnote fetish. I am not exaggerating when I tell you that almost every page contains at least two of them, sometimes the footnotes even take up more space on the page than the actual text. And as if this wouldn’t have been enough distraction, there are hundreds of additional annotations and comments by the translator as well as editor of this book, so focusing on the already not electrifying plot is a serious challenge.

 

Secondly, instead of describing his utopian vision of Paris in 2440, Mercier is almost exclusively complaining about his 18th century present and – if you think about it – even this happens in a weird way. In his dream he talks to a bunch of 25th century people and it seems that every one of them must be a historian specialised in 18th century France, because they are very well informed about various details of everyday life during that time. And I mean very well informed indeed.

 

For a utopian novel there are hardly any innovations to be found, Merciers idea of improving the shitty present doesn’t go any further than having a "good" monarch ascend the throne and enact a bunch of morally improved laws. All in all, this is way too preachy, exhausting and too far off from the good old liberté, égalité and fraternité to enjoy reading it.

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review 2018-09-09 08:39
Historischer Absturz
Flug der Träume: Roman - Ariel Lawhon,Annette Hahn

Im Mai 1937 hebt das Luftschiff ‚Hindenburg` in Frankfurt ab. Niemand der 97 Personen an Bord ahnt, dass es die letzte Reise des beeindruckenden Zeppelins ist. 

"Flug der Träume" bedient sich einer realen Katastrophe, die Ende der 1930er-Jahre über die Leinwände flimmerte. Denn am 6. Mai 1937 ist das Luftschiff ‚Hindenburg‘ beim Landeanflug auf Lakehurst vor laufenden Kameras explodiert. Nach wie vor wirft dieses Desaster der Luftfahrt Fragen auf, auf die es bis heute keine Antworten gibt.

Ariel Lawhon geht diesen Fragen in Form ihres historischen Romans auf den Grund und widmet sich der dreitägigen Luftreise von Deutschland in die USA. Zwar kann die Autorin das Geheimnis nicht lüften, dennoch entwirft sie ein Szenario, das gleichzeitig spannend und gefühlvoll zu lesen ist.

Dabei stellt sie reale Passagiere und Crew-Mitglieder vor, und man denkt, es könnte genauso gewesen sein.

Meine Lieblings-Charaktere sind eindeutig Max und Emilie:

Max ist Navigator des Zeppelins und weiß das Luftschiff durch Nebel und schlechte Wetterlagen zu manövrieren. Er ist unsterblich in Emilie verliebt, und hofft sehr, dass sie diese Gefühle erwidert. Außerdem ist er ein stolzer Mann, der sein Offiziersgehabe schon gerne mal seiner angebeteten Emilie zuliebe vergisst. 

Emilie ist Stewardess an Bord der Hindenburg. Sie ist eine Frau, die mitten im Leben steht, und als Pionierin der Luftfahrt eingeht. Denn sie ist nicht nur das einzige weibliche Besatzungsmitglied, sondern sogar die Erste ihres Geschlechts, die eine solche Position ergattert hat. Nebenher hat sie ein geheimes Päckchen zu tragen, ist Hals über Kopf in Max verliebt, will es sich aber nicht eingestehen, und hat zudem alle Hände voll mit den Passagieren zutun.

Emilie und Max zeichnen sich durch spritzige, kesse und witzige Dialoge aus, die einem schon die Schamesröte ins Gesicht treiben - wenn man an das Jahr 1937 denkt. Ich liebe das Geplänkel der beiden, und ihren schneidigen Ton ohne Rücksicht darauf, wer in Hörweite steht.

Werner ist das kleinste Mitglied der Crew und wird als Kabinenjunge eingesetzt. Obwohl er in 
seiner jungenhaften Gestalt unscheinbar wirkt, ist er laufend mitten im Geschehen, weil er von allen Besatzungsmitgliedern über die Maße beansprucht wird.

Die Journalistin Gertrud ist mit ihrem Ehemann als Passagier unterwegs. Diese Frau ist ein heißer Feger, an dem man sich schon einmal die Finger verbrennt. Mit ihrem losen Mundwerk hat sie sich schon um ihren Journalisten-Ausweis gebracht, trotzdem denkt sie nicht dran, ihre Neugier zurück zu halten. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Gertrud um eine bemerkenswerte Person, die in ihrem durchtriebenen Wesen immer die Nase in die Belange anderer steckt. Sie ist äußerst berechnend und liefert sich mit ihrem Mann so manches liebevolle Wortgefecht, von denen ich kaum genug kriegen konnte.

Der Amerikaner ist die geheimnisvollste Figur an Bord. Er ist ein Mann, der sich ungeniert auf dem Zeppelin bewegt, Passagiere und Besatzung beobachtet, und sein ganz eigenes intrigantes Süppchen kocht.

Mit dem Amerikaner konnte ich weniger anfangen und seine Rolle ist für mich der Kritikpunkt am Roman. Manches Mal konnte ich seinen Absichten nicht folgen, und war mir unsicher, warum er so handelt, wie er eben gehandelt hat. Zwar bringt sein Part Spionage-Touch in die Story rein, dennoch hat er mich nicht ganz von sich überzeugt.

Die Handlung ist grandios und fesselnd erzählt. Natürlich geht es in erster Linie um die Reise auf der Hindenburg, denn dazu lädt der Roman ja ein. Außerdem bekommt man eine vortreffliche Liebesgeschichte erzählt, die ganz ohne Kitsch, dafür mit Charme und keckem Grinsen, die Reise in die USA verkürzt. Dazu kommen Spionage-Elemente, für die der Amerikaner steht, das Treiben und Arbeiten auf dem Zeppelin, worüber die Crew aufklärt, und die Annehmlichkeiten an Bord, die tatsächlich beeindruckend sind.

Ariel Lawhon schafft es mit ihrem Erzählstil ein Bild der Hindenburg heraufzubeschwören, ohne sich in unnötige Details zu verlieren. Gleich zu Beginn stellt sie die Figuren vor, lädt den Leser zu einem spannenden Rundgang am Schiff ein, und zeigt aus zahlreichen Perspektiven, wie das Luftschiff zu guter Letzt explodiert. 

Mir hat "Flug der Träume" ausgesprochen gut gefallen und ganz viel Lesevergnügen beschert. Ich mochte die Geschichte von Emilie und Max, die kecke Journalistin Gertrud hat mich zum Schmunzeln gebracht, und den historischen Rahmen um den Zeppelin und die aufflammende Naziherrschaft finde ich exzellent umgesetzt.

Dieser Roman hat mich mit Charme, Liebe und dem letzten Flug der Hindenburg überzeugt, und ich hoffe, dass er noch viele Leser mit auf die Reise nehmen wird. 

Source: zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at
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review 2018-08-31 16:34
Deutsche Geschichte grandios verpackt
Flug der Träume: Roman - Ariel Lawhon,Annette Hahn

Inhaltsangabe

Eine Gruppe von Passagieren wird im Mai 1937 zur Schickalsgemeinschaft. Der letzte Flug der Hindenburg und sein tragisches Ende markieren das Ende einer Ära. Ariel Lawhon entfaltet eins der größten Rätsel des 20. Jahrhunderts und erzählt von dieser Reise mit einer emotionalen Intensität, die noch lange nachwirkt.

Am Abend des 3. Mai 1937 gehen in Frankfurt 97 Menschen an Bord des Zeppelins Hindenburg, für den letzten, schicksalhaften Flug nach Lakehurst, New Jersey. Unter ihnen eine ängstliche Stewardess, die etwas zu verbergen hat, der zuverlässige Navigator, der ihre Zuneigung gewinnen will, ein naiver Kabinenjunge, der eine dauerhafte Position im größten Luftschiff der Welt anstrebt, eine vorlaute Journalistin, die in Deutschland auf einer schwarzen Liste steht, und ein geheimnisvoller amerikanischer Geschäftsmann, der eine offene Rechnung begleichen möchte. Im Laufe der drei champagnerseligen Tage ihrer Reise lichtet sich allmählich der Dunst um ihre Lügen, Ängste, Pläne und Hoffnungen für die Zukunft. 

 

Meine Meinung 

Wer meinen Blog ab und zu verfolgt, der hat mit der Zeit mitbekommen, dass ich mich unheimlich für geschichtliche Aspekte interessiere. Gerne auch im Sachbuchformat, aber vor allem mittels historischen Romanen.

 

Da musste ich nicht lang überlegen, als dieses Buch in unserer Leserundengruppe vorgeschlagen wurde. Das größte Luftfahrzeug der Geschichte, welches nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg benannt wurde, war mir bis dato natürlich ein Begriff, aber als Bescheid wissen, konnte ich es nicht bezeichnen.

Dieser Punkt sieht nun nach dem Lesen ganz anders aus.

 

Als >>Titanic der Lüfte<< ging sie in die Geschichte ein und Kenner bringen das Datum des 6. Mai 1937 mit der Hindenburg in schreckliche Verbindung.

Ein tragischer Tag für die Luftfahrt, aber auch für viele Menschen auf der ganzen Welt.

 

Der Roman von Ariel Lawhon, eine Autor, deren Name man sich auf jeden Fall merken sollte und von der ich mir noch viele weitere Bücher erhoffe, startet drei Tage vor dem großen Unglück.

Am 3. Mai 1937 gehen 97 Menschen (36 Passagiere, 61 Crewmitglieder) an Bord und erhoffen sich eine 3-tägige, reibungslose und entspannte Überfahrt nach Lakehurst, New Jersey, USA.

Im Fokus der Geschichte stehen zwei Flugpassagiere und drei Besatzungsmitglieder der Hindenburg, welche bereits kurz, aber prägnant im oben eingefügten Klappentext vorgestellt werden.

Um jedem Leser von der Geschichte rein gar nichts vorweg zu nehmen, möchte ich an dieser Stelle nur verraten, dass alle fünf Perspektiven über das gesamte Buch hinweg fesseln. Jede Sichtweise mal mehr und mal weniger, aber im Großen und Ganzen erzählt jede Figur eine geheimnisvolle oder spannende Geschichte.

Konnten mich anfänglich vor allem die junge Stewardess Emilie und der Navigator Max überzeugen, rückten zur Mitte des Romans vor allem der Kabinenjunge Werner und die Journalistin Gertrud in meinen Fokus.

 

Der Aufbau des Buches gefiel mit super. In sehr regelmäßigen Abständen wechseln die Kapitelüberschriften, welche gleichzeitig die Perspektive der Stewardess oder zum Beispiel des ominösen Amerikaners ankündigen. Die einzelnen Abschnitte haben anfänglich eine sehr gute Länge, um die Charaktere besser kennen zu lernen und einzuschätzen. Gegen Ende nutzt Ariel Lawhon einen so rasanten Wechsel der Erzählperspektive, dass mir förmlich schwindelig wurde, aber eine spürbare Spannung produziert wird, die den großen Showdown ankündigt.

 

Neben den Ereignissen um die Personen schafft es die Autorin dem Leser das Luftschiff näherzubringen. Egal ob Details zu technischen Daten oder zur Einrichtung und Aufteilung des Zeppelins, hier werden sämtliche Fakten erklärt und fließend in die Geschichte eingebracht.

Über die Beantwortung folgender Fragen bin ich im Nachhinein unheimlich dankbar:

Warum flog dieser Zeppelin mit 200.000m3 entflammbarem Wasserstoff durch die Luft?

Wie fanden 97 Passagiere und die Besatzung darin Platz?

Wie war der Alltag auf diesem Luftriesen?

Was bedeutet die Nummer 091091-K-455(-)6(-)8 auf einer militärischen Erkennungsmarke?

Und wie viel Zeit benötigte es, dass die Hindenburg ausbrannte?

 

Ob die Autorin mit ihrer Geschichte den wahren Grund für die Zerstörung der >Hindenburg< gefunden hat, werden wir wohl nie erfahren. Dies bleibt eine unbeantwortete Frage.

 

In dieser Rezension möchte ich mal wieder erwähnen, wie wichtig es ist, auch das Nachwort bzw. die Anmerkungen von Autoren zu lesen. Ariel Lawhon berichtet, dass sie in ihrem Buch einzelne reale Begebenheiten eingearbeitet hat. Zum Beispiel sind einzelne Personengeschichten nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern in Wirklichkeit so geschehen. Einige der fünf Figuren lebten wirklich und gingen an dem Tag im Mai 1937 tatsächlich an Bord des Luftschiffes.

Lediglich die Verflechtungen der Geschichte selbst bezeichnet die Autorin als ihren Versuch einer Theorie zum Absturz des Zeppelins.

 

Mein Fazit

Für mich ein Buch, dessen Geschichte ich für lange Zeit verinnerlichen werde.

Der Unglückstag des größten Luftschiffes aller Zeiten ging in die Geschichte ein und für die heutige Generation ist es kaum vorstellbar, dass solche Gewalten vor 80 Jahren durch die Lüfte flogen. Auch für mich ein besonderer Teil in der Geschichte der Luftfahrt und ein Denkmal gegenüber den 36 Toten, welches nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Für dieses Buch würde ich wohl fast jedem Leser unter euch eine Leseempfehlung aussprechen. Und ich kann in keinerlei Hinsicht verstehen, dass diesem Buch in der großen Leserschaft bisher so wenig Beachtung zugekommen ist. Unbedingt lesen!

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text 2018-08-08 13:50
Reading progress update: I've read 116 out of 354 pages.
Jahr 2440. Ein Traum aller Träume - Louis-Sébastien Mercier,Herbert Jaumann,Christian Felix Weiße

So. Many. Footnotes!

 

Seriously, half of almost every page is filled with footnotes by the author, I can hardly focus on the text.

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